Archiv der Kategorie: Tagesthemen

Die neue multipolare Weltordnung


Die neue multipolare Weltordnung


Syrien, Ukraine, Israel, Saudi-Arabien, Russland, China, Europa, USA, Eurasien und die neue multipolare Weltordnung

Von Roland Christian Hoffmann-Plesch

Inhaltsverzeichniss aufklappen / zuklappen:

  1. Einleitung
  2. Geostrategie und Geopolitik für ein neues amerikanisches Jahrhundert
  3. Schachbrett Eurasien
  4. Scheinmultilateralismus
  5. Greater Middle East und Syrien
  6. Ende der unipolaren Weltordnung
  7. USA – von wohlwollender Welthegemonie zum imperialen Weltordnungskampf
  8. Multipolarität und Grossraumordnung
  9. Zwischen puritanisch-dschihadistischer Weltrevolution und panarabisch-nationalistischer Grossraumordnung
  10. Islamische Rechtstheologie
  11. Sunniten vs. Schiiten
  12. Politreligion, Sektarismus, die Wirkung der Scharia: Der Fall Syrien
  13. Nationalstaat oder supranationales Kalifat
  14. [Der Syrienkrieg als Weltordnungskrieg](#Der Syrienkrieg_als_Weltordnungskrieg)
  15. Geostrategischer Krieg
  16. Weltanschauungskrieg
  17. Religionskrieg
  18. Wirtschaftskrieg
  19. Syrien und die Zukunft Eurasiens. Zwei Modellszenarien
  20. Permanente Weltrevolution und eurasischer Bürgerkrieg
  21. Eurasische Großraumordnungen mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte
  22. Infos zur Person des Autors

In Syrien findet ein Weltordnungskrieg statt. Während Medien und Politiker eher verharmlosend vom „Bürger-Krieg“ reden, ist der Konflikt zwischen Regierung und Opposition längst eskaliert. Es ist richtiger Krieg. In ihm geht es um viel mehr als um Syrien. Der Weltordnungskrieg, der in dem Land zwischen Damaskus und Aleppo tobt ist weit komplexer als Revolutionen oder „klassische“, lokale Bürgerkriege, und hat Implikationen auf kontinentaler und sogar globaler Ebene. Eine Studie zum Kampf um die künftige Weltordnung.

ie Besonderheiten des Syrienkrieges, die einseitigen Presseberichte, die Peinlichkeit und die unverantwortliche Unparteilichkeit der westlichen Politiker, die Massenhinrichtungen und die Brutalität der Kämpfe, die politreligiöse Motivation und vor allem das Leid der Zivilbevölkerung haben mich dazu gebracht, die vorliegende Mini-Studie zu verfassen. Aleppo 2013 erinnert in seiner Ungeheuerlichkeit und Unmenschlichkeit an Stalingrad 1943. Das ganze Syrien ist eigentlich ein Stalingrad. Die Kriegshetze und die Waffenlieferungen gehen aber weiter. Ich glaube, der Syrienkrieg könnte dennoch paradoxerweise den Beginn einer neuen Ordnung in Eurasien einleiten, einer grossräumig organisierten multipolaren Ordnung, die genug stabil sein wird, Aggressionen raumfremder, nichteurasischer Mächte abzuwehren und innereurasische Konflikte friedlich zu lösen.

Ausserdem bestätigt dieser Krieg die These, dass das säkular-rationalistische Projekt der Aufklärung eindeutig gescheitert ist, und dass wir heute eine Rückkehr der Religionen bzw. eine Renaissance der politischen Theologien/politischen Religionen erleben. Kurz: wir befinden uns heute (im positiven und im negativen Sinne) in einem neuen Mittelalter. Wenn unsere säkularisierte, entpolitisierte Gesellschaft die religiösen, politreligiösen oder weltanschaulichen Komponenten nichtwestlicher Gesellschaften weiter ignoriert oder falsch deutet, verkennt sie nicht nur die Natur des Menschen, sondern auch die intimsten Mechanismen einer Gemeinschaft bzw. Gesellschaft.

Der Westen wird in solchen Angelegenheiten wie dem Syrienkrieg, der wahhabitisch-sunnitischen Feindschaft, der Balkanisierung des Nahen Osten usw. auch in der Zukunft falsche Entscheidungen treffen, unnatürliche Allianzen schließen und somit seinen eigenen Untergang bereiten. Das Freund-Feind-Denken ist zwar eine anthropologische Konstante, man sollte es jedoch nicht künstlich ernähren und ebenso nicht mit Gewalt auslöschen wollen. Auch die tiefste Feindschaft ist nicht ewig und mit weisen, politisch-klugen und gerechten Entscheidungen kann man sie beenden.

Die Idee für die vorliegende Studie, die im Juli 2013 ergänzt und aktualisiert wurde, ist entstanden während der Arbeit am Projekt „Freund und Feind in der multipolaren Weltordnung. Eine Abhandlung zur Renaissance der Politischen Theologie“ (Hochschule für Politik/Sozialwissenschaftliche Fakultät München, 2012). Die Hauptthese dieser Untersuchung lautet: „Das Freund-Feind-Denken ist eine anthropologische Konstante der Menschheit und der politisch-theologische Komplex ein fester Bestandteil der Rechts- und Staatsgeschichte. Aus diesem Grund kann die Staatenwelt keine entpolitisierte, abstrakt-universale Einheit sein, sondern sie ist und bleibt, was sie immer war: ein konkretes politisches Pluriversum. Folglich wird jeder Versuch, eine unipolare Weltordnung mittels politischen, wirtschaftlichen oder militärischen Druckes zu errichten, früher oder später scheitern. Nur eine multipolare Weltordnung wird weltweit als realistisch und zugleich effizient empfunden, denn nur eine solche Organisationsform wird den Freiheits-, Gerechtigkeits- und Ordnungsvorstellungen der Mehrheit der Völkerrechtssubjekte entsprechen und somit globale Anerkennung finden.“

Inhaltsverzeichniss

Geostrategie und Geopolitik

für ein neues amerikanisches Jahrhundert

Die USA hingegen versuchen im 21. Jahrhundert die Rolle einer globalen Ordnungsmacht zu übernehmen und mit allen verfügbaren Mitteln eine imperiale Pax Americana zu schaffen. Dieses Projekt der USA für ein unipolares, amerikanisches Jahrhundert unterscheidet sich dabei unter militärischem Aspekt von der US-Strategie im Kalten Krieg. Einerseits versucht Washington durch Missbrauch des Völkerrechts (etwa durch unilaterale Gewaltanwendung unter dem liberal-demokratischen Mantel des humanitaristischen Interventionismus) Länder, die für sie vom großen Interesse sind, zu sichern (zu „demokratisieren“). Andererseits versucht es die Entstehung neuer Großmachtkonkurrenten in geostrategisch wichtigen Regionen zu verhindern. Die USA sind somit die konsequentesten Verfechter einer neuen Weltordnung mittels Empire-Politik ihres militärisch-industriellen Komplexes. Außer ihnen gibt es heute keine andere Großmacht, die explizit ihre imperiale Mission betont und mit allen verfügbaren Mitteln nach der Weltherrschaft greift.

Inhaltsverzeichniss

Schachbrett Eurasien

Viele Kritiker des US-Establishments sehen hinter der amerikanischen Außenpolitik der letzten 20 Jahren oft nur wirtschaftliche Interessen, und betrachten die Aggressionen gegen öl- und gasreiche islamische Länder als Wirtschafts- bzw. Ressourcenkriege oder kurz Raubkriege. Das ist jedoch nur ein Teil der Wahrheit: erstens sind die von den USA erlittenen Kriegsschäden größer als ihr Kriegsgewinn, zweitens ist die wirtschaftliche Suprematie kein Endziel, sondern ähnlich wie die militärische, technologische oder kulturelle Überlegenheit nur Mittel zur Erreichung eines höheren Ziels.

Das wichtigste Ziel der USA ist die Sicherung ihrer globalen Macht. Die Macht ist in diesem Kontext unter zwei Aspekten zu verstehen, nämlich unter geopolitischem und ? was in der Literatur wenig beachtet wird ? unter theopolitischem Aspekt. Einerseits wird sie in einem räumlichen, geografischen Sinne als (militärisch-industrielle) Übermacht gegenüber möglichen Konkurrenten verstanden, nach dem Motto: „Die Grenzen des Planeten sind zugleich die Grenzen des US-Empires“. Das Denken über hegemoniale oder imperiale Vormachtstellung in sicherheitspolitisch-militärischen Kategorien (z.B. als globaler Antiterror-Krieg) hat zwangsläufig zur Renaissance der klassischen Geopolitik bzw. des Geoimperialismus geführt wie die weltweiten amerikanischen Regionalkommandos bezeugen.

Andererseits wird die Macht polittheologisch, im Sinne der amerikanischen chiliastisch-messianisch-eschatologischen Vorstellung gedeutet, und zwar als Recht eines von Gott auserwählten Volkes, über die ganze Welt zu herrschen. Nach der Amerikanischen Revolution und der translatio imperii Britannici hat sich bei den Bewohnern der „Neuen Welt“ ein starkes alttestamentarisches und zugleich neoprotestantisches Sendungsbewusstsein entwickelt, das heute in Form von Evangelikalismus und „christlichem Zionismus“ die US-Politik massgeblich beeinflusst und der ungebrochenen israelisch-amerikanischen Allianz zugrunde liegt.

Die größte Gefahr für die USA kommt heute, laut herrschender Meinung unter Geostrategen und Entscheidungsträgern des US-Establishments, genau wie im 20. Jahrhundert aus Eurasien, das das „Schachbrett“ ist, auf dem der Kampf um globale Vorherrschaft auch in Zukunft ausgetragen wird (Z. Brzezinski, Die einzige Weltmacht, 1997: 57). Das oberste Gebot der US-Geopolitik lautet demnach, so George Friedman, Gründer und Leiter von Stratfor, jede Macht zu bekämpfen, die eine Vorherrschaft über Eurasien erlangen könnte. Das ist der Hauptgrund, weshalb die USA Krieg in dieser Region führen, so dass trotz aller menschenrechtlich-demokratischen Rhetorik, wenig Interesse an Frieden in Eurasien bestehe (G. Friedman, Die nächsten hundert Jahre, 2009: 59ff., 165, 180).

Die USA haben jedoch primär nicht die 1945 besiegten europäischen Zentralmächte oder die EU im Visier, zumindest solange die EU oder ihr deutscher Kern sich nicht zu einer von Amerika unabhängigen Supermacht entwickeln, was sich angesichts der gut geplanten und geführten Operationen der US-Geheimdienste in Europa und vor allem in Deutschland leicht nachweisen lassen würde (siehe den jetzigen NSA-Skandal). Amerika hat ein Interesse an neuen oder wiedererstarkten regionalen Einzelakteuren und Allianzen, die mächtig genug werden können, um die USA militärisch anzugreifen oder ihre politisch-wirtschaftliche Kraft zu schwächen und so ihren Supermachtstatus zu unterminieren. Bekämpfen bedeutet in diesem Kontext nicht, diese Mächte militärisch zu besiegen, sondern ihren Aufstieg zu verhindern, sie zu destabilisieren.

Das erklärt einigermaßen die brutalen, scheinbar irrationalen militärischen Aktionen der USA seit 1990. Es geht nicht um Herstellung von Ordnung, um Stabilisierung der Region ? solche Aufgaben würden die USA ohnehin überfordern ?, auch nicht um militärische Siege, die angesichts der Bedingungen der neuen, asymmetrischen Kriege und der religiösen, jenseitsorientierten Motivation der Gegner nicht mehr möglich sind, sondern um Chaos zu schaffen und die potentielle Gegenmacht zu destabilisieren (G. Friedman, Die nächsten hundert Jahre, 2009: 60f.). In dieser Strategie passt wie gegossen der zivilreligiöse Mythos des weltweiten Terrorismus, den die USA erschaffen haben, um einen permanenten Kriegszustand auf dem gesamten Globus und vor allem in Eurasien zu institutionalisieren. Der sogenannte „Krieg gegen den Terror“ wurde so zu einem säkularisierten Kreuzzug gegen den Islam hochstilisiert, und ist allmählich zum Blankoscheck geworden, auf globaler Ebene militärisch direkt oder indirekt (mittels Verbündeten und Vasallen) zu intervenieren.

Weiterführende Infos finden Sie unter: Neuer naher und-mittlerer Osten

_

Das US Projekt für den Nahen und Mittleren Osten_

Anmerkung von dragaoNordestino

Inhaltsverzeichniss

Scheinmultilateralismus

Die Entstehung mehrerer regionaler oder globaler Machtpole (Russland, Indien, Iran, China u.a.) ist bereits Wirklichkeit und zugleich eine enorme Herausforderung für die USA, die sich dieser neuen globalen Machtkonstellation mit allen verfügbaren Kräften widersetzen und so den friedlichen Übergang von einer uni- zu einer multipolaren Weltordnung erschweren. Wir erleben heute den wahrscheinlich letzten Versuch des amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes, konkurrierende Mächte weltweit auszuschalten, um die Sicherung der globalen Vormachtstellung der USA zu erreichen. Die Interventionen Amerikas (mit oder ohne Hilfe der NATO), sind Teile der amerikanischen Eurasien-Strategie. Sie finden statt in Ländern wie Irak, Jugoslawien, Somalia und Afghanistan. Dazu gehören die ständigen Provokationen gegenüber Russland, Nordkorea oder Pakistan, der Versuch, Europa in „old Europe“ und Neueuropa zu spalten, die osteuropäischen „Orange-Revolutionen“ und der „ Arabische Frühling“, sowie nicht zuletzt der (noch) „kalte Krieg“ gegen den Iran, oder die Stellvertreterkriege in Libyen, Syrien, Mali, Sudan usw. Ein wichtiges Element dieser Strategie ist die Multilateralität, die von den USA oft in Anspruch genommen wird, und auch Bestandteil der neuen Doktrin der US Armee ist(PDF 1,05 MB).

Diese Multilateralität ist eher eine Scheinmultilateralität, denn die Unterstützung der staatlichen und nichtstaatlichen Verbündeten ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck; kurz: „multilateral, wenn möglich, unilateral, wenn nötig“ (R. Kagan, Macht und Ohnmacht, 2004: 161). Es gibt aber Fälle, wo die USA trotz ihrer Überlegenheit und ihrer Präferenz für unilaterale Lösungen auch andere Mächte und Kräfte auf ihre Seite zu ziehen versuchen, wie die von ihnen geführten Kriege in Eurasien zeigen. Durch Allianzen wie „Anti-Irak-Koalition“ (1991), „Anti-Terror-Koalition“ (2001) oder „Koalition der Willigen“ (2003) haben die USA vor allem versucht, erstens eine imperiale Überdehnung zu vermeiden, zweitens den Gegnern zu zeigen, dass sie für ihre Aktionen eine breite oder gar globale Unterstützung haben und, wo es möglich war, von der UNO legitimiert sind. Drittens dadurch noch mehr Feindschaft und Verwirrung zu stiften, mit schwerwiegenden Konsequenzen, wie die Attentate in Madrid, London, auf Djerba, Bali und anderswo beweisen.

Es gibt auch Fälle, in denen die USA ihre geopolitischen Ziele nicht nur mit Hilfe westlicher Verbündeter, sondern auch durch die Unterstützung bestimmter Kräfte erreichen, die als Feinde Amerikas gelten. Im Libyen-Krieg haben die westlichen Länder trotz ihrer obsessiven Anti-Terror- und Anti-Al-Qaida-Rhetorik entschieden, Al Qaida-Militante in ihrem Kampf gegen den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi zu unterstützen. Da der neue globale Akteur China, der seine friedliche wirtschaftsimperiale Macht über Afrika ausdehnt, bis zum Ausbruch des Krieges auch in Libyen sehr präsent war,

stand Amerika in Verdacht, durch eine scheinbar unvernünftige Libyen-Politik mehrere Ziele auf einmal erreichen zu wollen: Erstens die Vertreibung der chinesischen Firmen aus Libyen und das Stoppen der chinesischen Investitionen in diesem Land, was nach dem Beginn der Krieges auch passiert ist; zweitens die Ausschaltung eines amerika- und israelfeindlichen Staates, (der bis 2006 auf der Liste der Schurkenstaaten gestanden hatte) und somit die Verwirklichung der imperialen geopolitischen und geostrategischen Agenda; drittens die Sicherung des Zugangs zu den libyschen Ölfeldern für US-Konzerne ähnlich wie im Irak.

Aus realistischer Sicht hat Amerika im Fall Libyen doch rational gehandelt, d.h. im eigenen Interesse, und das ist angesichts seiner ungewissen Zukunft als Supermacht nachvollziehbar. China wird seit einigen Jahren als künftige Großmacht und als großer Gegenspieler Amerikas gehandelt. Ebenso wie China können auch Russland, Indien, womöglich die EU, aber auch Regionalmächte wie der Iran (oder eine schiitische Allianz unter Irans Führung), Pakistan, Nordkorea oder gar die Türkei als Störer der geopolitischen Pläne der USA auftreten (einige gelten bereits als solche). Amerika könnte deswegen weiter versuchen, im eigenen Interesse Drittkräfte anzuwerben ? in Mali und Syrien ist das bereits der Fall ?, um unbequeme Länder zu destabilisieren.

Inhaltsverzeichniss

Greater Middle East und Syrien

In dieser Divide-et-impera-Logik passt auch das 2003 von Bush-Regierung ins Leben gerufene Projekt eines Greater Middle East (ab 2004 Middle East Partnership Initiative), einem Programm zur Bekämpfung des Terrors und zur Durchsetzung der Freiheit und Demokratie im geopolitischen Großraum von Marokko bis Kasachstan.

In Wirklichkeit ist Greater Middle East kein neokonservatives Projekt, sondern „imperiale Kontinuität“ (W. Ruf, Der Greater Middle East, in: R. Tuschl, Die Neue Weltordnung in der

Krise, 2008: 13ff.). Dadurch versuchen die USA nicht nur sich Zugang zu wichtigen Rohstoffstätten zu verschaffen, sondern auch das „Islamismusproblem“ zu lösen und vor allem die Entstehung einer Ordnungsmacht in diesem Großraum zu verhindern.

Mit ihrer Strategie der „kreativen Zerstörung“, der Neutralisierung des Islams durch „Balkanisierung des Mittleren Ostens“ (J. Wagner, Geburtswehen des Mittleren Ostens, 2007: 2f., hofft der amerikanische militärisch-industrielle Komplex(PDF 0,315 MB)die strukturelle Machtverteilung so zu ändern, dass die Entstehung einer hegemonialen Grossmacht und die Errichtung einer islamischen Großraumordnung (z.B. in Form eines Kalifats oder einer Allianz islamischer Kernstaaten) unmöglich wird; außerdem wird die Stationierung der US-Armee in der Region, so die Rechnung der Geostrategen, alle potenziellen regionalen Mächte abschrecken. Zu diesen Zwecken haben die USA ein Regionalkommando

aufgestellt (USCENTCOM), das für den Nahen Osten, Ost-Afrika und Zentral-Asien zuständig ist.

Wie wichtig diese Region für die US-Pläne ist, zeigt das für Operationen und Management des USCENTCOM erstellte Budget der letzten 3 Jahren (ohne die Finanzierung der Afghanistan-Mission): 2011: 106.631.000 $; 2012: 137.167.000 $ und 2013: 179.266.000 $ (A. Feickert, The Unified Command Plan and Combatant Commands, 2013: Seite 12(PDF 0,729 MB).

Die offizielle Mission des USCENTCOM lautet: Zusammen mit nationalen und internationalen Partnern Kooperation zwischen Nationen zu fördern, auf Krisen zu antworten, staatliche und nichtstaatliche Aggressionen zu verhindern oder zu bekämpfen und Entwicklung und Rekonstruktion zu unterstützen, um die Bedingungen für regionale Sicherheit, Stabilität und Wohlstand zu etablieren.

Ein Brennpunkt des Greater Middle East ist Syrien. Das offiziell verkündete Ziel des USCENTCOM ist hier die Verbesserung der regionalen Stabilität und Sicherheit durch die Wiedereingliederung Syriens in den Mainstream der arabischen Welt. Gleichzeitig ist USCENTCOM besorgt wegen der Kontakte, die Syrien mit Iran und proiranischen extremistischen Organisationen(z.B. Hisbollah) unterhält. Wie der amerikanische Militärspezialist Andrew Feickert in einem Bericht für den US-Kongress schreibt, entwickelt sich der Syrienkrieg zu einem langfristigen, regelrechten Bürgerkrieg, der eine Bedrohung für die regionale Sicherheit und Stabilität sein könnte. Eine militärische Intervention der USCENTCOM, um nationale Interessen der USA in der Region zu schützen, wird nicht mehr ausgeschlossen. (A. Feickert, The Unified Command Plan and Combatant Commands, 2013: Seite 36. (siehe PDF The Unified Command Plan and Combatant Commands)

Dass die USA ein Interesse an Stabilität und Sicherheit in dieser Region hat, ist zu bezweifeln, vor allem wenn man ihr Verhalten gegenüber Syrien beobachtet. Dieses Land ist nach Brzezinskis Definition zwar kein „geostrategischer Akteur“, also ein Staat, der die Kapazität und den nationalen Willen besitzt, über seine Grenzen hinaus (regional oder global) Macht oder Einfluss auszuüben, um den von den USA fixierten geopolitischen status quo zu verändern. Syrien ist jedoch ein „geopolitischer Dreh- und Angelpunkt“, ein Staat, dessen Bedeutung nicht aus seiner Macht und Motivation resultiert, sondern sich eher aus seiner prekären geographischen Lage und aus den Folgen ergibt, die sein Verhalten aufgrund seiner potentiellen Verwundbarkeit bestimmen (Z. Brzezinski, Die einzige Weltmacht, 1997: 66f.). Bereits 2004 wurde in einer von Rand Corporation in Auftrag der US Air Force verfassten Studie gezeigt, dass Syrien eine asymmetrische Bedrohung für Israel darstellt, und militärisch im Stande ist, den jüdischen Staat mit Chemiewaffen und den von Nordkorea, China, Iran und Russland gelieferten Raketen anzugreifen (N. Bensahel/D. Byman, The Future Security Environment in the Middle East, 2004: 183).

Ausserdem unterhält Syrien gute Beziehungen zu Russland, China und Iran ? von Amerika als geostrategische Akteure betrachtet ?, aber auch zu schiitischen Organisationen wie Hisbollah (die einzige Armee der Welt, die 2006 der israelischen Armee eine empfindliche Niederlage verpasste). In Syrien leben 500.000 palästinensische Flüchtlinge und auch viele Funktionäre der antiisraelischen PLO, die, wenn das Assad-Regime fiele, ihre sichere Heimstätte und den Schutz der Gastgeber verlieren würden. Auch Syriens Grenze zur Türkei spielt eine sehr wichtige Rolle in der US-Geopolitik: der Fall Syriens würde die Türkei, anders als die türkischen Politiker glauben, destabilisieren (siehe das kurdische Problem oder den Vormarsch der salafistischen Dschihadisten in dieser Region), und so die Entstehung einer neoosmanischen Regionalmacht verhindern. Es gibt auch andere Punkte, die, wie später gezeigt wird, Syrien für bestimmte Gross- oder Regionalmächte so interessant macht.

Inhaltsverzeichniss

Ende der unipolaren Weltordnung

Trotz des Optimismus der Geostrategen und Politiker, die in millenaristischer Manier über eine goldene amerikanische Ära sprechen, welche nach dem dritten Weltkrieg (sic!) eintreten wird (G. Friedman, Die nächsten hundert Jahre, 2009: 247-257.), scheint die US-Strategie des unipolaren Moments gescheitert zu sein. Nach dem Zerfall der UdSSR haben die USA ihre Chancen verspielt. Die durch ihre militärischen Abenteuer bzw. Wirtschafts-, Finanz- und Ressourcenpolitik angerichteten Schäden sind so gross, dass es unwahrscheinlich ist,

dass die Welt ? mit Ausnahme einiger enger staatlicher und privater, transnationaler Verbündeter ? Amerika als einen freiheitlich-demokratischen, wohlwollenden Welthegemon ansehen wird. Angesichts der neuen globalen Herausforderungen ist ebenso fraglich, ob die USA ? trotz ihrer militärischen Überlegenheit ? in der internationalen Staatenwelt als Weltordnungsmacht gelten kann.

Inhaltsverzeichniss

USA – von wohlwollender Welthegemonie zum imperialen Weltordnungskampf

Unter politikwissenschaftlichem Aspekt ist ein Welthegemon ein übermächtiger Staat, der als funktionales Äquivalent zu einer supranationalen Weltautorität verstanden wird. Die hegemoniale Steuerung beruht auf der Annahme, dass globale Befolgung von Normen bzw. Regeln nur durch eine hierarchische Organisationsstruktur mit zentraler Sanktionsinstanz gewährleistet werden kann, die aber keine formelle, mit rechtlicher Autorität ausgestattete Instanz ist, sondern eine informelle, primär machtbasierte Quasi-Hierarchie, die die zwischenstaatliche Anarchie unangetastet lässt. Die hegemoniale Weltordnung ist eine faktische, keine normativ verankerte Ordnung (V. Rittberger/A. Kruck/A. Romund, Grundzüge der Weltpolitik, 2010: 306ff.).

Durch folgende Eigenschaften erlangt der Welthegemon Supermacht-Status, d.h. Überlegenheit im Bereich der militärischen, ökonomischen und kulturell-ideellen Ressourcen, ebenso wie Überlegenheit beim Kapitel Einfluss tatsächlicher Politikergebnisse: Erstens ist er in der Lage, internationale Regeln zu generieren und deren Beachtung durch Androhung von Sanktionen, Gewährung oder Entzug von Wohltaten zu erreichen; zweitens hat er die Fähigkeit zu politischer Steuerung und Problembearbeitung in Übereinstimmung mit den eigenen Präferenzen (unter anderen die eigennützige Schaffung bzw. Förderung von Normen, Regeln und Institutionen, die seine Weltsicht reflektieren; drittens stellt ein sogenannter wohlwollender Hegemon öffentliche Güter nicht nur zum eigenen Nutzen, sondern auch zum Nutzen anderer Staaten bereit, wie z.B. die Gewährleistung eines hohen Masses an internationaler Finanzstabilität und Finanzliquidität, die Gewährleistung von Sicherheit, humanitäre Hilfe usw. (V. Rittberger/A. Kruck/A. Romund, 2010: 307f.).

Die USA waren ein real existierender Welthegemon, der im Kalten Krieg auch als benevolent hegemon gehandelt hat und nach dem Ende der bipolaren Weltordnung noch einen Supermacht-Status hatte. Allerdings ist ihre globale Vorherrschaft heute relativ, unter anderem, weil immer mehr Akteure unabhängiger von US-amerikanischen hegemonialen Machtstrukturen werden. Ausserdem gibt es auch internationale Institutionen, die ohne den Einfluss des US-Welthegemons entstanden oder geplant sind, wie etwa die Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft, China-ASEAN-Freihandelszone oder die für 2015 geplante Eurasische Union.

Beim Kapitel Lösung von transsouveränen Problemen stehen die USA nicht gut da ? es besteht die Gefahr der Selbstüberforderung und, wie bereits erwähnt, der imperialen Überdehnung durch Krieg und weltpolizeiliche Aufgaben. Auch wenn sie ein tatsächliches Interesse an globalem Frieden und nicht an alleiniger Weltherrschaft hätten, wären die USA nicht mehr in der Lage, im Alleingang Kriege zu gewinnen, Terrorismus zu verhindern, Bürgerkriegsparteien zu befrieden, transnationale Kriminalität zu bändigen. Für diese Aufgaben brauchen sie immer öfter eine Koalition, private Sicherheitsfirmen, Söldner oder die Hilfe anderer internationaler Akteure. Man beobachtet vor allem nach 2001 auch einen verstärkten chauvinistisch-militaristischen Exzeptionalismus und einen imperialen Egoismus (Stichwort: „nationales Interesse“), die den Status der USA als benevolent hegemon in Frage stellen.

Erwähnenswert sind auch negative Entwicklungen, die bezeugen, dass die USA kein wohlwollender Welthegemon sind: das Ablehnen des Kyoto-Protokolls, die Kampagne gegen die Errichtung des Internationalen Strafgerichtshofs, Aggressionen und Sanktionen gegen arme Länder, Wirtschafts- und Ressourcenkriege, Folter und gezielte Tötungen von (reellen oder potentiellen) Gegnern, Ausspionierung von Partnern, Alliierten und Vasallen. Ausserdem hat Amerika einen Postdemokratisierungs- und Oligarchisierungsprozess

durchgemacht. Die Legitimation der US-Herrschaft ist problematisch geworden, vor allem weil die Interessen der USA bzw. der gesellschaftlichen Gruppen, die Machtkontrolle ausüben, und die Interessen anderer, wichtiger Welt- oder Regionalakteure selten kongruent sind. Ferner ist insbesondere nach dem 11. September 2001 ein Auseinanderfallen zwischen hegemonialen Entscheidern und den Entscheidungsbetroffenen zu beobachten. Auch werden schwächere Staaten und private Akteure willkürlich ausgegrenzt, was unter dem Aspekt der demokratischen Herrschaftslegitimation eine partizipatorische Lücke verursacht.

Die USA kennzeichnen sich heute durch suboptimale Effektivität, aussenpolitische Aggressivität und völkerrechtswidrigen Interventionismus. Sie sind militärisch und wirtschaftlich überfordert, ihre Herrschaftsform kann man nicht mehr als eine klassische freiheitliche Demokratie, sondern als postdemokratische Oligarchie bezeichnen. Somit sind sie heute zu einem Global Empire geworden, zu einer quasiautoritären Macht, die ein imperiales, manichäisches Weltbild verfolgen. Guantanamo, Falludscha und Abu-Ghraib sind nur drei Symbole der gescheiterten US-Politik. (R. Chr. Hoffmann-Plesch, Freund und Feind in der multipolaren Weltordnung, 2012, unveröffentlicht).

Das Projekt für ein neues amerikanisches Jahrhundert hat sich als eine gefährliche Utopie erwiesen. Die USA müssen sich von der Vision einer Pax Americana verabschieden, ihre Aussenpolitik ändern und sich zunehmend als Regionalmacht verstehen, andernfalls werden die Folgen ihrer menschenrechts- und völkerrechtswidrigen Handlungen auch in den nächsten Jahrzehnten zum Widerstand gegen und zum Hass auf die USA führen. Stattdessen jedoch halten die USA an ihrem imperialen Projekt fest, sie haben sich von der Vorstellung einer wohlwollenden Welthegemonie verabschiedet und sind in einen nach der klassischen imperialen Strategie geführten Weltordnungskampf gezogen. Dazu gehört es, Absprachen zwischen den Vasallen zu verhindern und ihre Abhängigkeit in Sicherheitsfragen zu bewahren; die tributpflichtigen Staaten fügsam zu halten und zu schützen; dafür zu sorgen, dass Schurkenstaaten sich nicht zusammenschliessen

(Z. Brzezinski, Die einzige Weltmacht,1997: 66f.). Die heutige Staatenwelt ist aber im Vergleich zur unipolaren Weltordnung komplexer geworden. Wir befinden uns am Anfang einer multipolaren Weltordnung, deren Hauptakteure ? darunter Atommächte ? nicht gerade als Freunde der USA gelten (mit Ausnahme der EU, die sich aber allmählich der Vormundschaft Amerikas zu entziehen versucht), und auch keine wirklichen Demokratien sind.

Ein besonders gutes Beispiel ist der gegenwärtige Schnüffelskandal.!

Das offene und irgendwie auch sympathische Gesicht von Edward Snowden wird man sich merken müssen. Wem ist es schon gelungen, aus einer Hongkonger Fluchtburg heraus pressemässig einen solchen Aufschlag zu präsentieren, dass der amerikanische Präsident postwendend in erhebliche Erklärungsnöte über den Zustand originärer Freiheitsrechte und Sicherheitsfragen in seinem Land kam? Wenn es nicht so ernst wäre, könnte man sagen: sportlich, sportlich. Doch dieses Wort bleibt einem im Halse stecken, weil man es nicht glauben kann.Da will jemand die grundlegenden Freiheits- und Bürgerrechte in seinem Land wahren und flieht – ja wohin? – über China nach Russland.

Mit einem Schlag – wie der Kreml-Flieger Mathias Rust 1987 – hat der junge Herr Snowden seinem Heimatland eine Maske vom Gesicht gerissen. Es ist nicht mehr weit her mit dem, was die Vereinigten Staaten als demokratischen und unveräusserlichen Werten verpflichteten Staat ausgemacht hat.

Das die USA je länger je mehr, der vergangenen Sovietunion zu gleichen beginnt, ist schon erschreckend. Nun wahrscheinlich lassen sich Macht- und Einfluss gierige Imperien auf Dauer, nur mit Repression und Totalitarität auf einige Zeit erhalten…..bis sie dann als grosse aufgeblasene Riesen, neurotisch und psychotisch, in sich selber, zusammen zu krachen beginnen.

Werden wir zu dem, was wir einst gehasst haben?von Eric S. Margolis (4.August 2013)

Die chinesischen Taoisten warnten: „Du wirst zu dem werden, was du hasst.“ Sie haben recht: die Attacken gegen die Vereinigten Staaten von Amerika im September 2001 führen zu einer Periode der zeitweiligen Psychose. Amerika wurde zurückgeworfen in die hässlichen Tage der Rotenhatz des Senators McCarthy in den 1950ern. Der grosse Unterschied ist, dass heute die bösen „Terroristen“ die gefährlichen Marxisten ersetzt haben. Und heutzutage sind die Terroristen überall.

Es ist schon erstaunlich,….noch vor ein paar Jahren pflegten diejenigen, die Gerechtigkeit und Freiheit suchten, sich aus dem Ostblock in die Vereinigten Staaten von Amerika und nach Britannien abzusetzen. Ironischerweise sehen wir jetzt, wie ein bedeutender Überläufer, Ed Snowden, nach Russland flieht.
zum weiterlesen, auf aufklappen / zuklappen: klicken

Anmerkung von dragaoNordestino

Inhaltsverzeichniss

Multipolarität und Grossraumordnung

Die USA, die am Beginn des 21. Jahrhunderts noch als Sieger des Kalten Krieges und als einzig gebliebene Supermacht galten, werden jetzt mit allen Wahrscheinlichkeit den Status als alleinige Weltmacht verlieren und die Macht mit anderen global agierenden Kräften teilen müssen. Die sukzessiven geopolitischen Paradigmenwechsel ? von der Multipolarität der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert zur Bipolarität des Kalten Kriegs und weiter zur welthegemonialen Unipolarität nach 1990 ?, haben die Staatenwelt radikal verändert und die Koexistenz von verschiedenen Akteuren, wie Staaten, Grossräume, Imperien (das noch handlungsfähige US-Empire oder das sich noch in statu nascendi befindliche chinesische Imperium) wieder ermöglicht. Anders als in einem unipolaren System, das sich durch eine hegemoniale oder imperiale Vormachtstellung eines Staates oder Staatenverbundes kennzeichnet, existieren in einem globalen multipolaren System mehrere politisch gleichgewichtige bzw. gleichberechtigte Zentren. Die heutige Weltordnung ist wieder multipolar ? sie besteht aus mehreren Machtpolen, die zwar militärisch und wirtschaftlich nicht gleich stark oder dem amerikanischen militärisch-industriellen Komplex überlegen sind, aber aus der Sicht der USA die unipolare Ordnung fragmentieren und das „amerikanische Jahrhundert“ destabilisieren. Weil geopolitische Machtverlagerungen in der Geschichte immer von Konflikten begleitet waren und ständig zur Entstehung neuer Freund-Feind-Konstellationen geführt haben, erscheinen die heutigen Stellvertreterkriege oder der „Krieg gegen den Terror“ als „militärisch unterfütterte Geopolitik“ (W. Ruf, Der Greater Middle East, in: R. Tuschl, Die Neue Weltordnung in der Krise, 2008: 23).

Die jetzige Ordnung ist nicht nur eine multipolare, sondern auch eine grossräumig organisierte Weltordnung, die allmählich die Gestalt eines globalen Systems von Grossraumordnungen annimmt. Trotz der Transnationalisierung bzw. Globalisierung des Völkerrechts, der Säkularisierung und Modernisierung, der Verwirtschaftlichung, Entnationalisierung und Entpolitisierung eines erheblichen Teils der Welt, und entgegen den Anstrengungen der USA scheint dieser Trend jedoch unumkehrbar zu sein. Es scheint, dass die Großraumrevolution, die in Eurasien zu beobachten ist, nicht von universalistischen, westlich-säkularen Werten vorangetrieben wird, sondern von partikularen Sozialethiken bzw. Geostrategien und neo-orthodoxen Glaubensbekenntnissen, die in verschiedenen politisch-religiösen/-theologischen Komplexen wurzeln. Das bedeutet für die säkulare euro-atlantische Elite nicht nur harte Konkurrenz, sondern auch das Ende ihres Traums von der Demokratisierung der Welt nach ihrem Ebenbild.

Angesichts dieser Realitäten scheint das neue Jahrhundert keine Epoche universeller Werte, kein Konzert der Demokratien, sondern eine Ära voller Spannungen und Konfrontationen zu sein. Neben China und dem südostasiatischen Grossraum, Indien und dem südasiatischen Grossraum, Russland und dem nordeurasischen Grossraum und dem europäischen Grossraum (EU) gibt es auch einen eher kulturell-religiös, als geographisch oder wirtschaftlich-politisch definierten Grossraum. In diesem Raum konkurrieren mehrere innerislamische Kräfte, die sich offen bekriegen und so der einzigen aussereurasischen Grossmacht Amerika indirekt helfen, ihre imperiale Agenda zu erfüllen.

Inhaltsverzeichniss

Zwischen puritanisch-dschihadistischer Weltrevolution und

panarabisch-nationalistischer Grossraumordnung

Die gegenwärtige weltweite Rückkehr der Religionen und die Wiedergeburt des politreligiösen Denkens sind nicht nur Reaktionen auf Säkularisierung, Modernisierung, Globalisierung und den damit verbundenen Identitätsverlust, sondern auch eine übergeschichtliche Kontinuität. Wie das Beispiel der islamischen Welt zeigt, haben die verschiedenen konfessionellen Strömungen die sukzessiven Wellen von säkularen Ideologien westlicher Prägung überdauert. Diese weltimmanenten universalistischen Kräfte konnten sich (in reiner Form) gegen den geschichtstranszendierenden islamischen „Volksgeist“ nicht durchsetzen und wurden einem schnellen Entartungsprozess ausgesetzt. Ursprüngliche Kräfte, die zur intimsten Struktur der Geschichte gehören, wie gemeindliche, religiöse oder regionale Formen der gesellschaftlichen Organisation gelten als Anzeichen für eine übergeschichtliche Kontinuität (A. Al-Azmeh, Die Islamisierung des Islam, 1996: 35).

Heute betrachten immer mehr arabische und nichtarabische Moslems den Islam als das einzige Antidot gegen den Verfall der umma und als Waffe gegen deren interne, nichtfundamentalistische, meist staatliche bzw. externe, antiislamischen Feinde betrachten. Mittelalterlich anmutende Begriffe wie dschihad, mudchahid, chilaafa, schahid, murtad, kuffar, scharia usw. sind aus der heutigen Alltagssprache der jungen Muslime nicht mehr weg zu denken.

Wir erleben jetzt eine islamische Weltrevolution, die sich unter dem Druck und zugleich mit Hilfe des westlichen, vorwiegend amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes zu einem globalen Dschihad entwickelt hat. Wie das Beispiel des heutigen Syriens zeigt, ist die muslimische Welt polarisiert. Sie bewegt sich zwischen verschiedenen, teilweise gegensätzlichen Ordnungsvorstellungen, die von einem puritanisch-wahhabitischen Kalifat bis zum klassischen national-arabischen Staat und weiter zum westlich orientierten säkularen Staat und zu einer christlich-islamischen, im „sakralen eurasischen Imperium“ (A. Höllwerth, Das sakrale eurasische Imperium des Aleksander Dugin, 2007) eingegliederten Grossraumordnung reicht. Eine entscheidende Rolle bei der von Innen- und Aussenfaktoren vorangetriebenen Neu- oder je nachdem Unordnung der islamischen Welt spielt die Scharia, das einzige Rechtsystem im Islam, das von puritanisch-konservativen Kräften anerkannt wird.

Inhaltsverzeichniss

Islamische Rechtstheologie

Die seit den 1970er Jahren verstärkten „Re-Islamisierung“ der islamischen Länder war nicht nur ein politreligiösen, sondern auch ein rechtspolitisches bzw. rechtstheologisches Problem. Der Versuch, westliche politische Systeme zu übernehmen, wurde im Islam vom Versuch, westliche Rechtsauffassungen und Rechtssysteme zu übernehmen, begleitet. Beide Versuche sind gescheitert, weil die pro-westlichen Kräfte keine Rücksicht auf die eigene islamische Tradition und Mentalität genommen haben. Die westlichen Ideologien wurden nach dem Ende des Kolonialismus von der Mehrheit der Moslems als unislamisch bezeichnet. Die Vorstellungen von Demokratie und Menschenrechten stellen auch heute nach Ansicht der führenden Islamisten eine „bösartige Ideologie“ dar, eine „neue säkulare Religion“, die nun vom Neo-Kolonialismus unter der US-Führung propagiert wird (A. Al-Azmeh, Die Islamisierung des Islam, 1996: 171).

Ein wichtiger innerislamischer Streitpunkt ist die Scharia. Die primären Quellen dieses Rechtssystems sind der dem Propheten Mohammed offenbarte Koran und die Sunna, die Summe der gesetzlich verbindlichen Äusserungen, Handlungen und Bestätigungen Mohammeds. Das Recht der urislamischen Gemeinschaft war allerdings unsystematisch und heterogen. Es gab keine Scharia im späteren Sinne und deshalb keine kohärente islamische Rechtsordnung. Neben allgemeinen koranischen Richtlinien und zum Teil konkreten ad-hoc-Regelungen gab es auch vorislamische Regeln des Zusammenlebens. Allmählich hat sich die Auffassung etabliert, dass ein Rechtssystem sich nicht auf Rechtsnormen und -entscheidungen stützen sollte, die aus vorislamischen Traditionen und pragmatischen Überlegungen hergeleitet werden, sondern dass sie ausschliesslich auf der Religion des Islams zu fussen habe.

So wurden der Koran und die Sunna zu Kriterien der Rechtsschöpfung. Kurze Zeit später wurden auch der Analogieschluss und der consensus prudentium als sekundäre Rechtsquellen akzeptiert, diese kommen aber nur in bestimmten Fällen zum Einsatz, die im Koran und in der Sunna nicht behandelt werden, und sie sind nur im Geiste des Korans und der Sunna anzuwenden) (A. Noth, Die Scharia, das religiöse Gesetz des Islam, in: W. Fikentscher/H. Franke/O. Köhler, Entstehung und Wandel rechtlicher Traditionen, 1980: 416ff.).

Die verschiedenen islamischen Rechtsschulen entstanden später aus mindestens zwei Gründen. Erstens wurde der Islam während seiner Ausbreitung über andere Völker und Länder mit fremden Lebensformen konfrontiert. Da ein wahrer Muslim erstens nicht nur verbal bezeugen muss, dass es keinen Gott ausser Allah gibt und Mohammed sein Gesandter ist, sondern auch im Einklang mit dem Koran und der Sunna leben sollte, hat der Islam versucht, eine Antwort auf die verschiedenen Traditionen, Gesellschaftsformen und Rechtssysteme der neu islamisierten Völker zu finden. Zweitens war die Scharia keine Schöpfung einer gesetzgeberischen islamischen Herrscherschicht; Grundlegung, Ausgestaltung und Bewahrung der Scharia lagen in den Händen von Privatleuten, die in Abwesenheit einer hohen weisungsgebenden Autorität trotz prinzipieller Übereinstimmung verschiedene juristische Auffassungen vertraten. Aus einer praktischen Notwendigkeit und wegen Meinungsverschiedenheiten entstanden verschiedene islamische Rechtsschulen, die anders als im säkularen Westen keine abstrakte Rechtssysteme, sondern auf konkreten, gesellschaftlich verankerten Praktiken beruhende Lebensformen waren. Somit wurde der Islam wie eine „Gesetzesreligion“ strukturiert. Aus diesem Grunde entstand eine andere, nicht-juristische Strömung, nämlich die islamische Mystik. Die Mystiker haben sich zwar nie völlig ausserhalb der Scharia bewegt, aber sie haben die Auffassung vertreten, dass die äussere juristische Form der Religion und des gesellschaftlichen Lebens nicht genügt, den Menschen Gott nahe zu bringen. Man brauche auch eine innerliche und innige Annäherung, die zusammen mit der Besinnung auf koranische Frömmigkeit und der islamischen Rechtstheologie die Grundlagen der islamischen Mystik stellen. (A. Falaturi, Die Scharia ? das islamische Rechtssystem, in: Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, Weltmacht Islam, 1988: 97f.)

Inhaltsverzeichniss

Sunniten vs. Schiiten

Die Unstimmigkeiten zwischen „Mystikern“ bzw. gemässigten Moslems und „Legalisten“ und die Unterschiede zwischen verschiedenen Rechtsschulen sind bis heute spürbar. Vor allem zwei islamische Rechtschulen sind für die heutigen Umwälzungen im Islam und ganz besonders in Syrien wichtig. Die erste, die nach Ahmad ibn Hanbal (780-855) genannte Schule der Hanbaliten, war eine sunnitische, konservativ-dogmatische Reaktion auf rationalistische Tendenzen in der islamischen Gesellschaft. Für Hanbaliten gelten nur die Traditionen des Propheten und der ersten Prophetengefährten und keine anderen Rechtsmittel (später wurde jedoch auch der „richtige Analogieschluss“ angewandt). Die Zustimmung zur Vergangenheit und die Idealisierung der urislamischen Gemeinschaft spielen eine große Rolle, moralisches, privates Urteilen hat viel mehr Gewicht als theologische und juristische Kontroversen und Problemlösungen. Die Hanbaliten streben die Fortführung des Anstrengung (idschtihad), alle Gesetze aus dem Koran, der Sunna und dem Konsens der ersten Generationen ? der ehrwürdigen, rechtschaffenen Vorfahren (salaf as salih) ? abzuleiten und, wenn nötig, neu zu interpretieren (selbstverständlich nur im Geiste des Koran und der Sunna).

Aus dieser dogmatisch-konservativen Rechtsschule entstanden später pietistische Strömungen wie die Muslimbrüder oder die islamischen Revolutionäre. Eine radikale Richtung ist der Wahhabismus, der auf der Lehre von Muhammad ibn Abd al-Wahhab (1703-1792) gründet und die Rückkehr zum reinen Islam der Urgemeinschaft des 7 Jahrhundert fordert, in der Allahs Alleinherrschaft entscheidend war. Nach der wahhabitischen Lehre dürfen die Muslime den Propheten nicht anbeten oder vor dem Schrein der Heiligen beten, sie dürfen auch den Kult der heiligen Gräber nicht pflegen. Es gilt die strikte Einhaltung der Scharia und alle nichtsunnitischen (etwa Schiiten, Sufis, Alawiten) und gemäßigte sunnitische Muslime sind als Häretiker und Apostaten zu behandeln. Die Lehre dieser Sekte ist in Saudi-Arabien Staatsdoktrin und zugleich Wegweiser für Millionen Muslime weltweit, die unter dem Namen „Salafisten“ eine umstrittene, aber wichtige Rolle in den heutigen Auseinandersetzungen im Islam und vor allem in Great Middle East spielen.

Die zweite, für den heutigen Islam wichtige Rechtsschule ist die der Schia, die Schule der Muslime, die den Imamen folgen, die aus der Familie des Propheten stammen. Anders als die Sunniten glauben die Anhänger des Vetters und Schwiegersohns Mohammeds, Ali ibn Abi Talib, dass dieser der rechtmäßige Nachfolger des Propheten war. In der schiitischen Imamatstheorie werden der Koran und die Sunna als Rechtsquellen anerkannt, den Konsensus der Gelehrten wird aber durch den Entscheid des „unfehlbaren Imams“ ersetzt. Nach seinem Verschwinden lebt der 12. Imam Muhammad ibn Hasan al-Mahdi in der Verborgenheit und wird vor dem Ende der Welt erscheinen. Anstelle der sekundären Rechtsquellen hat diese Schule die Vernunft als Rechtsmittel aufgestellt. Außerdem sind in die schiitische Strömung mehrere fremde Vorstellungen, darunter altpersische und gnostische Elemente, eingeflossen. Das hat die Feindschaft der Sunniten, insbesondere der Wahhabiten zugezogen; die sunnitischen Theologen bezeichnen die Schiiten (ebenso die Alawiten, die im Syrien an der Macht sind) als unislamisch, ungläubig oder heidnisch. Die Schule spielt jedoch eine wichtige Rolle in Iran, wo sie die Grundlagen der Theokratie stellt, in Irak, Libanon, Syrien usw.

Inhaltsverzeichniss

Politreligion, Sektarismus, die Wirkung der Scharia: Der Fall Syrien

Zwischen diesen zwei grossen, sich im Konflikt befindlichen Strömungen des Islams haben Millionen Alawiten, Drusen, Kurden, Sufis, Christen, moderate Sunniten und Angehörige anderer Glaubensrichtungen versucht, ein friedliches Miteinander zu schaffen. In Syrien etwa war das aufgrund einer von Staat und Partei vertretenen quasisäkularen, auf christlich-islamische und multiethnische Koexistenz fixierte Politreligion möglich, allerdings unter dem Druck einer autokratischen, nationalen und sozialistischen Staatsordnung, die jede rein religiöse und ethnische Partei verbot. Hafiz al-Assad ? Baschars Vater und Präsident bis 2000 ?, hat Syrien fast 30 Jahre mit eiserner Hand

regiert und aus einem chronisch instabilen Land ein „Bollwerk der Stabilität“ (N. Bensahel/D. Byman, The Future Security Environment in the Middle East, 2004: 177) gemacht. Der Preis dafür war jedoch groß: Repression, Vetternwirtschaft, die Macht in der Hand der autoritären Baath-Partei und der mit ihr verbündeten Kleinparteien, die Vorherrschaft der alawitischen Minderheit über die sunnitische Mehrheit usw. Im Zuge des sogenannten „Arabischen Frühlings“ kam es ab März 2011 zu Protesten gegen die Assad- Regierung, die sich im Laufe der Monate zu einem regelrechten Krieg entwickelten, der aber mehr nach Stellvertreter- als nach Bürgerkrieg aussah und später gar zur einer leisen, von außen gesteuerten Invasion raumfremder Kräfte geworden ist. Die Kritiker der Assad-Regierung, die einen friedlichen Übergang zu einer freiheitlich-demokratischen Ordnung anstrebten, wurden relativ schnell von bewaffneten inländischen Oppositionellen und ausländischen, meist salafistischen Dschihadisten verdrängt. Obwohl die Anti-Assad-Opposition ein breites Spektrum aufweist ? darunter der Syrische Nationalrat (SNC), das Nationale Koordinierungskomitee für Demokratischen Wandel (NCC), die Freie Syrische Armee (FSA), die Lokalen Koordinierungskomitees (LCC), der Rat für die Syrische Revolution, die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Al Kaida/Al-Nusra-Front und „freischaffende Kämpfer“, Syrische Muslimbruderschaft usw. ? kann man leicht feststellen, dass die (sichtbaren) Hauptakteure der Opposition die Kämpfer der FSA und die Dschihadisten sind.

Die post-koloniale Gruppierung der Nationalstaaten in der Region des Nahen Osten wurde als ein „regionales Subsystem innerhalb der Weltordnung“ gedeutet (B. Tibi, Krieg der Zivilisationen, 1995: 89). Man kann weiter gehen, und dieses Subsystem, ob in panarabischer oder in lokalnationaler bzw. sozial-nationaler Gestalt, als eine rudimentäre, aber für kurze Zeit vielversprechende regionale Ordnung bezeichnen, die auf dem guten Weg zu einer stabilen, unabhängigen oder im Sinne Carl Schmitts „völkerrechtlichen Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte“ war. Der Traum aller panarabischen, lokalnationalen und sozialistischen Militanten von einer starken überkonfessionellen arabischen Einheit im Großraum Naher Osten ist durch die chaotischen Ereignisse in Libanon, Irak, Ägypten, Palästina und heute Syrien ferner gerückt. Die Bevölkerung dieser Region befindet sich heute, wenn man das aktuelle Beispiel Syriens betrachtet, zwischen einem politreligiösem Abwehrkampf, der von überwiegend nichtfundamentalistischen nationalen, teilweise auch sozialistischen bzw. moderat-islamischen Kräften organisiert wird und einem großräumig ausgedehnten gesetzesreligiösen Dschihad, der von verschiedenen radikalen Gruppierungen militärisch geführt wird.

Auf der Seite der Anhänger der quasisäkularen, national-etatistisch orientierten Politreligion kämpfen direkt oder indirekt einige eurasische Verbündete Syriens, wie Russland, Iran, Hisbollah/Libanon, China und Kräfte aus dem Irak;

auf der Seite der Anti-Assad-Opposition kämpfen neben syrischen Oppositionellen schariagläubige Dschihadisten, „Gotteskrieger“ aus afrikanischen, arabischen, kaukasischen, westeuropäischen Ländern und neuerlich aus Pakistan und Afghanistan. Sie werden hauptsächlich von salafistisch-wahhabitischen Kräften finanziert und in den Kampf gehetzt.

All das mit grosszügiger moralischer, politischer und logistischer Unterstützung euro-atlantischer Akteure, die ohne Rücksicht auf Verluste die Balkanisierung des islamischen Großraums zu beschleunigen versuchen. Die oppositionelle bzw. sektiererische Gewalt und die staatliche Antwort auf diese haben bis jetzt mehr als 100.000 Menschenleben gefordert und Syrien in eine Trümmerlandschaft verwandelt.

Abgesehen von Interessen fremder, nichtislamischer Mächte in Syrien und in Great Middle East muss man an dieser Stelle erwähnen, dass der innerislamische Konflikt ohne den Scharia-Streit zwischen den gemäßigten und den radikalen Moslems die jetzige Intensität nicht erreichen hätte können. Aber die Wirkung der Scharia in der islamischen Geschichte ist weit über die konkrete Anwendung hinausgegangen. Erstens ist sie genau wie seine Vertreter (Privatakteure, keine Herrscher) unabhängig geblieben und den historischen Ereignissen nicht angepasst; sie wurde immer als der „Codex der islamischen Idealforderungen“ verstanden. Zweitens war die Scharia auch unter „quantitativem“ Aspekt wirkungsvoll, wie die Ausdehnung ihrer Kompetenz auf alle Bereiche menschlichen Handelns beweist. Drittens kann man die „(Re-)Aktivierbarkeit“ der Scharia als Wirkungsmöglichkeit nennen, die aufgrund des idealen Charakters dieses Gesetzes zeit- und ortsunabhängig gefordert werden kann. (A. Noth, Die Scharia, das religiöse Gesetz des Islam, in: W. Fikentscher/H. Franke/O. Köhler, Entstehung und Wandel rechtlicher Traditionen, 1980: 432ff.) Man kann folglich die buchstabengetreue Umsetzung der Scharia und somit auch die gesetzesreligiöse Forderung des Dschihad zum Programm von konservativ-dogmatischen Bewegungen machen, was spätestens seit dem Afghanistankrieg (2001) bzw. dem Irakkrieg (2003) und verstärkt heute in Syrien zu beobachten ist.

Was Syrien betrifft, kann man sagen, dass mit der endgültigen Machtergreifung der alawitischen Minderheit (1970) der Konflikt mit den Sunniten, und vor allem mit den Wahhabiten vorprogrammiert war. Diese konnten sich nach 1970 auf eine mittelalterliche fatwa des sunnitischen Rechtsgelehrten Ibn Taymiyya ? Begründer der „politischen Theologie des muslimischen Bürgerkrieges“ (D. Diner, Politische Theorie des Bürgerkrieges, in: J. Taubes, Religionstheorie und Politische Theologie 3, 1987: 238) ? berufen. Dieser gemäß verdienen die syrischen Alawiten als Abtrünnige exkommuniziert, gemäß der Scharia die Todesstrafe. Für Ibn Taymiyya waren sie aufgrund ihrer esoterischen, schiitisch-sufischen Religion und der allegorischen Auslegung der Scharia „schlimmer als Juden, Christen und Heiden“. Außerdem wurden sie aufgrund ihrer Kollaboration mit den Kreuzrittern und der Ablehnung der ersten drei Kalifen als Verräter angesehen.

Inhaltsverzeichniss

Nationalstaat oder supranationales Kalifat?

In einer Ramadan-Botschaft des zentralen Medienbüros von Hizb-ut-Tahrir (die international agierende schariagläubige „Partei der Befreiung“) wird am 09.07.2013 verlautbart: „Möge Allah in diesem Monat der Monate die Unrechtherrschaft Assads und seinesgleichen zu Grunde richten und an ihrer stattdas Kalifat errichten, auf dass das Licht des Islam erneut die Welt erstrahlen lässt. Amin!“ . Das ist keine bloße Rhetorik, sondern ein Beispiel für die gegenwärtige Renaissance der mittelalterlichen Kalifat-Vorstellung, die vor allem von puritanischen Sunniten wieder aktiviert wird. Die heutigen Konflikte im Islam haben nicht nur mit Glauben, politreligiösen Überzeugungen oder Sektarismus zu tun, sondern auch mit konkret-politischen Ordnungsvorstellungen. Die islamische Geschichte zeigt, dass die „Wir-Gruppen“ im Islam ihre Identität nicht an die Existenz eines über ihnen stehenden Nationalstaats, sondern an ethnischen (z.B. die Kurden in Syrien, der Türkei, im Iran und Irak) oder sektiererischen (z.B. die Schiiten im Iran, Irak, Libanon) Partikularitäten binden.

Die islamistische Erhebung richtet sich nicht nur gegen Feinde und Abtrünnige des Islams, sondern auch gegen den arabischen Nationalstaat als eine Institution, die nicht auf dem islamischen Boden gewachsen, sondern unter der Parole „Vom Gottesreich zum Nationalstaat“ aus dem Ausland importiert wurde. (B. Tibi, Krieg der Zivilisationen 1995: 72ff., 83). Die heutigen islamischen Fundamentalisten wollen diesen Prozess umkehren, die Parole lautet jetzt: „Vom Nationalstaat zum Kalifat“. Was in Syrien passiert hat also auch mit der Ablehnung säkularer, gemäßigt islamischer oder als unislamisch bezeichneter Ideologien sowie Staats- bzw. Lebensformen zu tun. Der Aufstieg der Alawiten im Militärapparat und in der Politik stellte für sunnitischen Pietisten „die höchstmögliche negative Steigerung des sakral verworfenen Zusammenhangs der Barbarei“ dar, ein „Amalgam von arabischem Nationalismus, Militärherrschaft und Säkularismus“, all dies eingebunden in einer „apostatischen ethnischen Minderheitenherrschaft“ (D. Diner, Politische Theorie des Bürgerkrieges, in: J. Taubes, Religionstheorie und Politische Theologie 3, 1987: 241). Der Idee des Nationalstaates bzw. der panarabischen Großraumordnung wird heute die Vorstellung eines supranationalen Kalifats und einer fundamentalistischen Großraumordnung mit Interventionsverbot für schariafeindliche bzw. -ignorante Mächte entgegengesetzt.

Der Islamismus ist zwar auch ohne liberale, nationalistische und sozialistische Komponenten staatskonstitutiv, wie der Iran beweist, die frommen Schariagläubigen jedoch lehnen die Idee des Staates als eine westliche Institution ab und verstehen die Gründung eines panislamischen Kalifats als heilige Pflicht. Anhand des Falls Syrien, der mittlerweile als Schulbeispiel gelten könnte, kann man die drei Merkmale des sunnitisch-fundamentalistischen Dschihadismus erkennen, die an die Merkmale der Globalisierung ? Multikulturalität, Transnationalisierung, Entterritorialisierung ? erinnern, und die dschihadistische Strömung als eine für das 21. Jahrhundert taugliche Weltanschauung erscheinen lassen: seine „multikulturelle Verfasstheit“, seine „transnationale Organisierung“ und seine „entterritoriale Gemeinschaftsvorstellung“ (S. Huhnholz, Dschihadistische Raumpraxis, 2010: 113).

Inhaltsverzeichniss

Syrienkrieg als Weltordnungskrieg

Mairead Maguire, nordirische Friedensnobelpreisträgerin (1976), hat als Leiterin einer Friedensdelegation Libanon und Syrien (1.-11. Mai 2013) auf Einladung der „Musalaha Versöhnungs-Bewegung“ besucht. Gestützt auf viele autorisierte Berichte und eigene Untersuchungen stellte sie fest, dass in Syrien kein herkömmlicher Bürgerkrieg, sondern ein Stellvertreterkrieg mit schwerwiegenden Verletzungen des internationalen Rechts und des humanitären Völkerrechts stattfindet. Dieser Krieg wird im Auftrag fremder Mächte geführt, die zur

Erreichung eigener Ziele ungefähr 50.000 ausländische dschihadistische Kämpfer trainieren und finanzieren: „Diese Todesschwadronen zerstören systematisch die staatliche Infrastruktur Syriens (Elektrizitäts-, Öl-, Gas- und Wasserwerke, Hochspannungsmasten, Krankenhäuser, Schulen, öffentliche Gebäude, historische Kulturstätten und sogar religiöse Gebäude). Darüber hinaus ist das Land überschwemmt mit Heckenschützen, Bombenlegern, Agitatoren, Banditen. Sie operieren mit Aggressionen und Geboten der Scharia und berauben so die syrische Bevölkerung ihrer Freiheit und Würde. Sie foltern und töten diejenigen, die sich weigern, sich ihnen anzuschließen. Sie haben eigenartige religiöse Überzeugungen, die ihnen ein gutes Gewissen selbst beim Begehen grausamster Taten, wie dem Töten und Foltern ihrer Gegner belassen. Es ist gut dokumentiert, dass viele dieser Terroristen ständig unter einem Aufputschmittel wie Captagon stehen. Das allgemeine Fehlen von Sicherheit zeitigt das schreckliche Phänomen der Entführungen für ein Lösegeld oder zum Erzeugen politischen Drucks.“ (M. Maguire,In Syrien findet ein Stellvertreterkrieg im Auftrag fremder Mächte statt, 2013,)

Tatsächlich hat die moderne Kriegsführung des Westens an Barbarei so jede Grenze der Zivilisation gesprengt, dass das Vorstellungsvermögen normal denkenden Publikums schlicht überfordert ist.

Sie hat auch jede Vernunft verloren. Ein türkischer Abgeordneter macht öffentlich, dass Krankenwagen eingesetzt werden, um die Terroristen mit Waffen und Munition zu versorgen!

Terroristen aus der Al-Nusra-Front, die mit dem Terrornetz Al-Qaida in Verbindung steht und auf der Seite der Regimegegner in Syrien kämpft, haben am Montag 5. August 2013, 450 zivile Kurden im Norden Syrien massakriert, berichtet der iranische Fernsehsender Press TV. Laut dessen Angaben wurden im Kreis Tall Abyad derProvinz Rakka 330 Frauen und Greise sowie 120 Kinder ermordet.

Anmerkung von dragaoNordestino

Der Syrienkrieg ist wahrlich kein klassischer Bürgerkrieg, sondern vielleicht ein für die Zukunft Eurasiens entscheidender Weltordnungskrieg, in dem Mächte und Kräfte kämpfen, die unterschiedliche geopolitische bzw. geostrategische und wirtschaftliche Interesse und zum Teil völlig entgegengesetzte religiöse und weltanschauliche Überzeugungen haben.

Inhaltsverzeichniss

Geostrategischer Krieg

Islamistisch Rebellen/Terroristen haben an einigen syrischen Stadtgrenzen die Köpfe ihrer Gegner aufgeflockt. Sie boten an, die kopflose Leichen an die Familien zurück zu geben, aber gegen ein Lösegeld von rund 100.000 syrische Pfund.!

Der Krieg wird so radikal geführt, dass er bereits als totaler Krieg gelten kann. Die ausländischen Dschihadisten werden durch einige mächtige Staaten geschützt, was ihnen einen hohen Grad an Verantwortungslosigkeit gewährt, die sie ungestraft zu abscheulichen Grausamkeiten gegen unschuldige Zivilisten ermutigt. Wie Mairead Maguire zeigt, wird selbst das Kriegsrecht nicht respektiert, sodass viele Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen werden. .

Warum sind euro-atlantische Akteure so sehr an Syrien interessiert?

Wie oben erwähnt ist Syrien kein geostrategischer Akteur, der den von den USA fixierten geopolitischen Status quo verändern kann, sondern ein geopolitischer Dreh- und Angelpunkt, ein Staat, dessen Bedeutung sich aus seiner geographischen Lage ergibt. Laut US-General Wesley Clark gab es bereits im November 2001 einen Plan für eine Fünf-Jahres-Kampagne gegen sieben islamische Länder: Irak, Libanon, Libyen, Iran, Somalia, Sudan und Syrien (M. Chossudovsky, Ein „humanitärer“ Krieg gegen Syrien?, 2011, . Auch der französische Ex-Außenminister Roland Duma bestätigt die Information, dass der Syrienkrieg lange geplant war. Es gibt mindestens vier Gründe, die für den Syrienkrieg als geostrategischem Krieg sprechen:

Erstens die geographische Lage: Syrien liegt in der „heißen“ Mitte des Greater Middle East und hat Grenzen mit Libanon, Jordanien, Israel, Türkei, Irak und auch Zugang zum Mittelmeer. Es ist somit der ideale Platz für geopolitische „Schachbewegungen“ und geostrategischen Konfrontationen. Wer Syrien kontrolliert hat eine direkte Grenze zu Israel. Wenn die Kontrolle von einer israelfeindlichen Macht ausgeübt wird, ist die Sicherheit Israels in Gefahr. Wenn im Gegenteil eine israelfreundliche Macht die Kontrolle über Syrien übernimmt, dann ist ein Teil der israelischen Grenze geschützt, Libanon wird isoliert und die Verbindung zwischen Hisbollah und Iran unterbrochen. Wenn diese Macht auch ein euro-atlantisches Nato-Mitglied ist, dann wird Syrien zusammen mit dem Nato-Land Türkei und dem Nicht-Nato-Verbündeten Jordanien einen Sicherheitsgürtel um Israel (das einzige im westlichen Sinne demokratische Land in der Region) bilden und zugleich die russisch-chinesisch-iranische Präsenz in der Region minimieren. Nur die Grenze zu Ägypten würde weiter eine Gefahr darstellen, zumindest solange in Kairo keine israelfreundliche Macht herrscht.

Zweitens die israelfeindliche Einstellung und das asymmetrische militärische Potential: Als Folge seiner geographischen Lage und der klaren antiisraelischen Orientierung seiner jetzigen Regierung gilt Syrien als gefährlich. In der Resolution des US-Repräsentantenhauses zur Verantwortung Syriens für die Wiederherstellung der Souveränität des Libanons aus dem Jahr 2003 (http://www.govtrack.us/congress/bills/108/hr1828/text) wird behauptet, dass Syrien passiv oder aktiv in Verübung von Terrorakten involviert ist, sicheren Hafen für mehrere terroristische Gruppen bietet und mit Hilfe Irans Unterstützung für Terrororganisationen leistet (Hisbollah, Hamas, Islamischer Dschihad in Palästina, Volksfront zur Befreiung Palästinas samt Hauptquartier) (Sektion 2: 1-5). Außerdem werden hier auch die ständigen Raketenangriffe erwähnt, die Hisbollah mit Hilfe Syriens und Irans auf Israel verübt (Sektion 2: 12, 14, 15), und die chemischen, biologischen und ballistischen Waffen, die einem asymmetrischen Krieg gegen Israel dienen könnten, sowie die russisch-syrische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der zivilen und vermutlich militärischen Nukleartechnik (Sektion 2: 16-24). Nicht zuletzt wird auch die syrische Unterstützung der antiamerikanischen Rebellen, die im Irak Wiederstand leisten, betont. (Sektion 2: 30-34). Syrien soll unter anderem aufhören, sein Militärarsenal zu erweitern und antiisraelische Terrororganisationen und Rebellen, die im Irak US-Soldaten töten, zu unterstützen (Sektion 5: (d) 1, 3, 4).

Drittens die Bildung gefährlicher Allianzen: Syrien hat sehr gute Beziehungen mit drei mächtigen eurasischen Akteuren ? Russland, China, Iran ? die besondere geopolitische und geostrategische bzw. wirtschaftliche Interessen in der Region haben und somit an der Erhaltung des jetzigen status quo in Syrien interessiert sind. Russland hat im Nordwesten von Syrien, in Tartus, einen Stützpunkt, der zu einer dauerhaften russischen Marinebasis für nuklear bewaffnete Kriegsschiffe umgebaut wurde (aufgrund der Kämpfe vorübergehend geräumt). Die militärisch-technologische Kooperation mit dem Assad-Regime macht aus Syrien Russlands Brückenkopf und Bollwerk im Nahen Osten, wo Russland und seine eurasischen Geostrategen/-politiker mit Hilfe Chinas und in Absprache mit dem Iran als Ordnungsmacht aufzutreten versucht. Russland schützt Syrien, und man kann sagen, der Kreml bestimmt in diesem Moment das diplomatische Geschehen und zusammen mit der Hisbollah und dem Iran auch den militärischen Kampf um Syrien. Syrien scheint für diese eurasischen Mächte die eigentliche rote Linie zu sein. China unterstützt den syrischen Abwehrkampf nicht nur aus weltanschaulichen, wirtschaftlichen oder geostrategischen, sondern auch aus pragmatisch-innenpolitischen Gründen: China wirft den muslimischen Uiguren terroristische Verbindungen nach Syrien vor, wo sie als Mitglieder der Ostturkestanischen Muslimischen Bewegung auf der Seite der sunnitischen Fundamentalisten kämpfen. Diese Kämpfer, so die offizielle Begründung, seien eine große Gefahr für die Integrität und Sicherheit des chinesischen Staates. Über die geostrategische Bedeutung der syrisch-iranischen Allianz genügt hier nur einen Satz: Der Weg der US-Armee, der Nato und der israelischen Zva haHagana nach Iran führt durch Syrien.

Viertens die Eurasien-Strategie der USA: Wie oben erwähnt, versuchen die USA starke eurasische Regionalmächte (Einzelakteure oder Bündnisse) direkt oder indirekt zu destabilisieren, damit sie nicht genug stark werden können, um ihren Supermachtstatus zu unterminieren.

Inhaltsverzeichniss

Weltanschauungskrieg

Der Syrienkrieg ist auch ein Weltanschauungskrieg, auch wenn in der westlichen Presse und den außenpolitischen Statements der euro-atlantischen Regierungen darüber nichts zu hören ist. Auch die Strategen der USCENTCOM glauben, dass die Gründe für Syriens innen- und außenpolitische Aktionen anders als im Falle Irans eher aus kurzsichtigen Berechnungen als aus einer tief verankerten Ideologie stammen.

Das entspricht nicht der Realität, sondern ist ein Versuch, die Ursprünge des Konflikts zu verschleiern, Assad als machtgierigen Diktator und die pro-syrischen Kräfte als fanatische Unterstützer des Staatsterrorismus darzustellen. Dass Assad kein Demokrat ist, ist klar. Die Wirklichkeit sieht aber ein bisschen anders aus. Nach dem Untergang des Osmanischen Reiches intensivieren sich in Syrien wie auch in anderen Provinzen des besiegten Reiches panarabisch-nationalistische Bestrebungen zu Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Panarabismus, der unter anderem eine Reaktion auf den jungtürkischen Panturanismus war, gewinnt immer mehr Anhänger. Die Herausbildung politischer Identitäten in dieser Epoche erfolgte im Spannungsfeld panarabischer und territorial orientierter, syrischer bzw. libanesischer Loyalitäten sowie arabisch-islamischer Strömungen, die sich entgegen der Meinung der heutigen Salafisten einander im Einzelfall nicht unbedingt ausschließen. Zum Beispiel sah der Großmufti von Jerusalem große Ähnlichkeiten zwischen den Grundsätzen des Islams und denen des Nationalsozialismus: Bejahung des Kampfes und der Gemeinschaft, das Führerprinzip und der Ordnungsgedanke, die hohe Wertung der Arbeit. A. El-Husseini, Rede an die 13. Freiwilligen Gebirgsdivision der Waffen SS „Handschar“, Junges Forum 3, 2004: 46).

1920 beschlossen die alliierten Siegermächte des Ersten Weltkrieges mit Billigung des Völkerbundes die Neuaufteilung des besiegten Osmanischen Reichs. Frankreich erhielt bis 1943 das Mandat für Libanon und Syrien. Nach der osmanischen Erfahrung und unter dem Druck der Franzosen haben sich die syrischen Nationalisten radikalisiert und neben dem Panarabismus auch faschistische und nationalsozialistische Elemente adoptiert.

Vor allem der Nationalsozialismus bot bei der Suche nach einer neuen, rein syrischen gesellschaftlichen Ordnung einen möglichen Anknüpfungspunkt (G. Nordbruch, Nazism in Syria and Lebanon, 2009). Bereits 1932 wurde die Syrische Sozial-Nationalistische Partei (SSNP) unter der Sonnenrad-Swastika-Flagge gegründet. Ihr Gründer und Führer, der christlich-orthodoxe Journalist Antun Sa’ada, war germanophil und Anhänger des Dritten Reiches. Er verstand die syrische Nation als eine fruchtbare Mischung von Kulturvölkern wie Sumerer, Kanaaniter, Phönizier, christliche und islamische Araber. Seiner nationalistisch-pansyrischen Auffassung nach gehörten das heutige Syrien, der Libanon, die türkische Provinz Hatay, die Gebiete des ehemaligen Palästina einschließlich Israel, Jordanien, Irak und Kuwait in einem Grosssyrien (Bilad al-Sham) vereinigt.

Die Prinzipien der SSNP lauten: Erstens: Syrien gehört den Syrern; zweitens: Die syrische Frage ist eine eigenständige nationale Frage, die unabhängig von anderen nationalen Fragen zu lösen ist; drittens: Die syrische Frage ist die Frage der syrischen Nation und des syrischen Vaterlandes.; viertens: Die syrische Nation ist die Einheit des syrischen Volkes, die sich seit der Vorgeschichte herausgebildet hat; fünftens: Das syrische Vaterland ist das physische Milieu, in dem die syrische Nation sich entfaltet hat; sechstens: Die syrische Nation umfasst eine einheitliche Gesellschaft; siebtens: Die national-soziale Renaissance Syriens schöpft ihre Energien aus

den Fähigkeiten der syrischen Nation und ihrer politischen und kulturellen Geschichte; achtens: Das Allgemeininteresse Syriens steht über jedem anderen Interesse.

Dazu kommen noch einige Reformprinzipien des syrischen Sozial-Nationalismus wie Trennung von Staat und Religion; allen Klerikern ist es untersagt, sich in die nationale Politik und nationale Rechtsprechung einzumischen; alle Schranken zwischen den verschiedenen Religionen und ihren Sekten sind aufzuheben; die Aufhebung des Feudalismus und eine nationale Organisation der Wirtschaft werden vorgegeben; dazu gehört auch der Aufbau einer starken Armee, die sich wirksam an der Schicksalsbestimmung der Nation und des Vaterlandes beteiligen kann. (B. Tibi, Vom Gottesreich zum Nationalstaat, 1991: 184f.)

1947 wird Michel Aflaq, ein römisch-katholischer Lehrer, der ebenfalls germanophile und dazu ein glühender Hitler-Anhänger war, eine zweite panarabische Partei gründen, die revolutionär-säkulare, nationalistische, sozialistische und anti-israelische Baath-Partei. Diese Partei wurde von begeisterten Anhängern in vielen islamischen Ländern gegründet: 1949: Palästina, 1951: Libanon, 1952: Irak, 1954: Jordanien, 1956: Bahrain, 1958: Südjemen, 1964: Sudan, 2011: Tunesien.

Im Geiste dieser zwei verwandten Strömungen wurden Generationen von Syrern und anderen Arabern erzogen. Im Geiste der pansyrischen,

sozial-nationalistischen, baathistischen Weltanschauung wurde auch die jetzige syrische politische Elite erzogen, die den Traum vom Grosssyrien auch im 21. Jahrhundert nicht aufgegeben hat.

Die Allianzen mit anderen arabischen, europäischen oder asiatischen Kräften und Mächten erscheinen in diesem Sinne als natürlich.Die Mischung zwischen Nationalismus und Sozialismus ist eine typisch eurasische Strömung, die auch heute als Staatsdoktrin in Ländern wie Russland, China und eben Syrien gilt. Die Gegner dieser Weltanschauung sind einerseits die wahhabitisch-salafistischen Akteure wie Saudi-Arabien oder Katar, die eher religiös, als ideologisch denken, andererseits die USA (und einige Verbündete und Vasallen) und Israel, die nach den Erfahrungen mit dem Dritten Reich genau wissen, wie leicht nationalsozialistische Lösungen ganze Völker begeistern und zu wie viel politischer und militärischer Machtakkumulation diese führen können.

Auch Syriens Verbündete deuten diesen Krieg als Weltanschauungskrieg. Aus einer russisch-eurasischen Perspektive bildet der Islam keine geopolitische Einheit. Die Position Russlands gegenüber dem Islam ist sowohl religiös als auch geopolitisch begründet und erklärt seine Parteiname für Syrien. Aleksander Dugin, der russische politische Philosoph des Neo-Eurasismus, erklärt die pro-syrische, pro-schiitische und -alawitische Position Russlands, wie folgt. Einerseits gibt es den „eurasischen Islam“ im Iran, im Libanon usw., d.i. der schiitische und sozialistische Islam, der Sufismus, der syrische Alawismus, im Allgemeinen der mystisch-traditionalistische, kontemplative, vielfältige und tiefe Islam. Dieser Islam ist der Freund Russlands und der christlichen Orthodoxie. Andererseits gibt es den wahhabitisch-salafistischen Islam in Saudi-Arabien, den radikal-sunnitischen Islam in Pakistan usw., die ähnlich wie im puritanischen Calvinismus auf einer reinen Lehre beruhen. Der puritanische Islam lehne die Beschaulichkeit und die Multipolarität ab, so Dugin, und zwinge allen eine monotone, rein ritualistische, primitive Praktik auf. Er sei „atlantistisch“ und pro-amerikanisch und somit ein Feind Russlands (A. Höllwerth, Das sakrale eurasische Imperium des Aleksander Dugin, 2007: 491f.).

Inhaltsverzeichniss

Religionskrieg

Die Religion spielt im Syrienkrieg eine wichtige Rolle. Er ist unter anderem ein Religionskrieg. Die Ursachen der Feindschaft zwischen den puritanischen Sunniten und den anderen Islamgläubigen liegt, wie bereits gezeigt, weit zurück und ist eine Konstante der islamischen Geschichte. Im Fall Syrien wurde diese Feindschaft vom autokratischen baathistischen Regime jahrzehntelang im Zaun gehalten. Was heute passiert ist eine relativ neue Entwicklung. Das dschihadistische Netzwerk in Syrien hat den militanten Islamismus als seine Ideologie in zwei Hauptphasen adoptiert und etabliert:

Eine vor-revolutionäre Phase, die 2003 mit dem Irakkrieg begann und stark von der Al-Qaida-Ideologie und -Rhetorik beeinflusst wurde. Syrien war ein wichtiger Durchgang für viele ausländische Kämpfer, die in Irak infiltriert wurden. Später haben libanesische Dschihadisten mit Hilfe von Abu Musab Al-Zarqawi und der Unterstützung einiger Nachbarländer die Verantwortung für die Logistik und die militärische Arbeit in Syrien übernommen. Der Dschihadist Zarqawi war der

Al-Qaida-Statthalter im Irak und sunnitischer Eiferer, der seine militärischen Operationen und Enthauptungen theologisch begründete (V. Trimondi/V. Trimondi, Krieg der Religionen, 2006: 442).

Die revolutionäre Phase nach Beginn der Unruhen 2011, in der das Netzwerk der salafistischen Dschihadisten vorwiegend aus radikalen Sunniten besteht, die verschiedenen Gruppen beigetreten sind, welche nach dem Beginn der „Revolution“ gegründet wurden. Diese blutige Phase ist durch Stadtguerilla-Taktik und Terror-Techniken gekennzeichnet(PDF 0,392 MB).

Das Ziel der religiösen Eiferer ist die Gründung eines Kalifats, am besten ohne Hilfe nichtislamischer Mächte. Aufgrund der offenen westlichen Unterstützung der Gotteskrieger in Libyen oder Syrien versuchen die Kalifat-Anhänger sich vom Westen zu distanzieren. In einer Verlautbarung von Hizb-ut-Tahrir zum Beschluss der Arabischen Liga (09.11.2011) warnen sie die Gotteskrieger: „Die vom Westen und seiner Gefolgschaft ausgestreute Behauptung, dass eine Veränderung nur mit westlicher Hilfe möglich sei, darf euch nicht hinters Licht führen.

Es ist eine von ihnen erfundene Lüge, die der Wahrheit keinesfalls entspricht. Durch eure Aufrichtigkeit gegenüber Allah, euren friedlichen Aufstand und die Unterstützung der freien Soldaten seid ihr in der Lage den Tyrannen zu beseitigen, das Gesetz Allahs einzuführen und das Rechtgeleitete Kalifat zu gründen. Denn ihr seid das Zentrum der Stätte des Islam, wie es der Prophet sagte: ‚Wahrlich, das Zentrum der Stätte des Islam ist Al-Sham.‘ Welch grossartiges Zentrum ist es!“.

Bilad Al-Sham ist Groß-Syrien, Levante, das Ziel der Nationalisten und zugleich der Kalifat-Anhänger. Auch die wichtigste salafistische Kraft in Syrien, der Al-Qaida-Ableger Al-Nusra-Front, erklärt unmissverständlich die Ziele der Gotteskrieger: die Gründung eines islamischen Staats in Syrien und die Errichtung eine Kalifats in Bilad Al-Sham(PDF 0,471 MB).

Es geht in diesem Religionskrieg jedoch nicht nur um Syrien, sondern auch um die schiitische Landbrücke, die den Iran mit dem überwiegend schiitischen Irak und dem von schiitennahen Alawiten geführten, säkularen Syrien und mit der schiitischen Hisbollah im Libanon verbindet. Die Zerstörung dieser Achse ist für das wahhabitische Saudi-Arabien heilige Pflicht.

Inhaltsverzeichniss

Wirtschaftskrieg

Der Syrienkrieg ist schliesslich auch ein Wirtschaftskrieg. Syrien ist zum Dreh- und Angelpunkt zweier Pipeline-Projekte geworden, die für den energiepolitischen Einfluss auf Europa entscheidend sind. Das erste Projekt ist der Versuch des erdgasreichen Katars, Zugang zum europäischen Markt via Saudi-Arabien und durch die zwischen der Türkei und Österreich geplante Nabucco-Pipeline zu bekommen. Das Projekt, das 2008 wegen des saudischen Vetos scheiterte, brauchte auch die Zustimmung Syriens.

Eine Alternative war eine Pipeline-Route durch den Persischen Golf und den Irak, dafür brauchte man aber wieder die Zustimmung Syriens, Nachbar der Türkei.Stattdessen hat Syrien 2011 Verträge mit dem Iran geschlossen, die den Transport von iranischem Erdgas durch den Irak nach Syrien und weiter nach Europa ermöglichen. Laut iranischen Medien hat Iran im Herbst 2012 mit dem Bau von 225 km der 1500 km langen Pipeline im Wert von drei Milliarden Dollar begonnen

Das zweite Projekt ist das bisher gescheiterte Projekt Nabucco, das von der EU mit Billigung der USA geplant wurde, um die starke Stellung des Hauptlieferanten Gazprom zu verringern. Aus Mangel an Lieferanten ? Russland hat für sein Konkurrenzprojekt South-Stream mehrere grosse Gaslieferanten gewonnen ? wurde Nabucco nicht, wie geplant, gebaut. Außerdem wollte Iran kein Gas an Nabucco liefern, sondern, wie erwähnt, eine eigene Pipeline über den Irak nach Syrien und weiter nach Europa bauen, was zusammen mit der russischen South-Stream zum Scheitern der euro-atlantischen Pläne geführt hat. Syrien ist also ein Erdgas-Knotenpunkt, eine Niederlage des Assad-Regimes hätte demnach positive Folgen für diejenigen Länder, denen die Entscheidungsträger in Damaskus wichtige Öl- und Gasgeschäfte versaut haben.

Das ist einer der Gründe, warum auch Katar fundamentalistische Islamisten in Syrien grosszügig unterstützt und warum die ökonomischen Sanktionen gegen Syrien nicht nur von der EU und den USA, sondern auch von Mitgliedern der Arabischen Liga durchgeführt werden.

Die Sanktionen der UNO und der EUwie auch das strikte Embargo drängen Syrien an den Rand des gesellschaftlichen Zusammenbruchs. Wie Mairead Maguire schreibt, „ignoriert das Netzwerk der internationalen Medien diese Realitäten und ist versessen darauf, zu dämonisieren, zu lügen, das Land zu destabilisieren und noch mehr Gewalt und Widerspruch anzuheizen“. Laut Syriens Vizewirtschaftsminister Kadri Jamilunterstützen China, Russland und Iran massiv die syrische Wirtschaft und die von Sanktionen schwer betroffenen Währung.
Wenn Assad den Krieg gewinnen wird, werden seine Alliierten aller Wahrscheinlichkeit nach beim Wiederaufbau des Landes helfen. Im Falle einer Niederlage und eines Regimewechsels ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass die USA einen „Marshall-Plan“ für Syrien vorschlagen werden, der die Übernahme der totalen Kontrolle über die syrische Industrie und Wirtschaft ermöglichen würde.

Wer die Hintergründe ergründen will, die in Syrien zum Masaker führen, sollte sich auch mit der geopolitischen Bedeutung Syriens für das eurasische Energie-Schachbrett beschäftigen. Letztlich ist Syrien ein Hauptverkehrsknotenpunkt zukünftiger Öl- und Gaspipelines. Zielmarkt: Europa.

_#### Syriens Pipelineistan-Krieg

von Pepe Escobar

Tief unterhalb von „Damaskus-Vulkan“ und „Die Schlacht von Aleppo“ poltern weiterhin die tektonischen Platten des globalen Energie-Schachbretts. Jenseits der Tragödie und Trauer des Kriegs, ist Syrien auch ein Pipelineistan-Machtspiel._

Um weiter zu lesen auf aufklappen / zuklappen: klicken.

Anmerkung von dragaoNordestino

Inhaltsverzeichniss

Syrien und die Zukunft Eurasiens.

Zwei Modellszenarien

Was in Syrien passieren wird steht in den Sternen. Man kann mit Sicherheit sagen, dass sowohl die „Architekten“ als auch die in Kampfhandlungen involvierten Kräfte ebenso unwissend sind, wie wir die Beobachter. Sie wissen nur das, was passieren sollte, nicht aber was tatsächlich passieren wird. Exakte Prognosen gibt es in solchen Fällen nicht. Mögliche Szenarien können nur dazu dienen, Gedankenexperimente zu konstruieren, um theoretische Erkenntnisse zu gewinnen. Mehr nicht.

Inhaltsverzeichniss

Permanente Weltrevolution und eurasischer Bürgerkrieg

Ein Szenario könnte so aussehen: „In Syrien, der Türkei, dem Irak und dem Iran kommt es zu einem Aufstand der Kurden; der Irak, der Libanon, Syrien, die Türkei und der Jemen zerfleischen sich in religiös motivierten Kriegen; Algerien, Ägypten, Libyen, Pakistan und der Sudan werden durch Instabilität und Kämpfe zermürbt; Berber und Araber bekämpfen sich gegenseitig in ganz Nordafrika; Zentralasien wird von Unsicherheit und politischer Instabilität heimgesucht; ein Krieg im Südkaukasus verzehrt Georgien, Armenien und die Republik Aserbaidschan; unter den Kaukasusvölkern kommt es im Nordkaukasus zu Aufständen gegen die Russen; der Persische Golf wird zu einer Zone der Instabilität, und die Beziehungen Russlands zur Europäischen Union und der Türkei befinden sich auf einem Tiefpunkt.

_Bei dem ersten Szenario handelt es sich offensichtlich um „das Israelisch-amerikanisches Drehbuch“ zur Befriedung des Nahen und Mittleren Ostens.

Erst die Zerschlagung Syriens, dann die Zerschlagung des Rests

von Mahdi Darius Nazemroaya
Global Research

Die Entwicklungen in Syrien sind Vorboten dafür, was der gesamten Nahmittelost-Region droht. Regimewechsel ist nicht das einzige Ziel der USA und ihrer Verbündeten in Syrien. In Syrien selbst arbeitet Washington letztlich auf die Zerschlagung der Syrischen Arabischen Republik hin._

Um weiter zu lesen, auf aufklappen / zuklappen: klicken.

Anmerkung von dragaoNordestino

Dieses düstere Szenario erinnert an Trotzkis „permanente Weltrevolution“ und wäre natürlich im Sinne der Feinde des Islams und zugleich der Feinde Eurasiens der Beginn eines (vielleicht permanenten) eurasischen oder gar globalen Ausnahmezustands oder Bürgerkriegs. Aber wir wollen nicht so weit gehen, wir bleiben in Syrien. Was passiert, wenn die nationalen syrischen Kräfte den Krieg verlieren?

Dann werden die Salafisten, falls sie die stärkste Kraft unter den Siegern sind und die Westmächte ihren Segen geben, einen islamischen „Kernstaat“ (S. P. Huntington, Kampf der Kulturen, 1998: 331-334. gründen, der die Funktion von C. Schmitts „Reich“ (C. Schmitt, Völkerrechtliche Großraumordnung mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte, 1991: 49-73) erfüllen wird, das die Idee der Großraumordnung ausstrahlt und den Plan des idealen, gottgewollten supranationalen Kalifats und einer fundamentalistischen staatstranszendierenden Großraumordnung mit Interventionsverbot für schariafeindliche und -ignorante Mächte im Levante verkündet und materialisiert. Die anderen oppositionellen Kräfte werden wahrscheinlich wenig Widerstand leisten und entweder den Raum verlassen oder sich dem Kalifat anschließen.

Und wenn die gemäßigten Kräfte obsiegen?. Dann würde ein neuer Konflikt, womöglich ein Bürgerkrieg zwischen ihnen und den Fundamentalisten, die ihren Dschihad weiter führen werden, vorprogrammiert sein.Bereits jetzt wurden Kämpfe zwischen FSA und Al-Nusra-Front gemeldet, die zu einem Krieg im Krieg führen könnten.

Im ersten Fall, der der interessanteste ist, werden Syriens Verbündete, vor allem die drei großen eurasischen Akteure Russland, China und Iran, nicht tatenlos zusehen, schließlich wird die rote Linie eindeutig überschritten. Es könnte zu einem offenen Krieg zwischen Kalifat-Anhängern und „Eurasiern“, zu einem neuen Weltordnungskrieg kommen, in dem die USA nicht wagen werden, sich einzumischen und Israel nur für einen Verteidigungskrieg bereit wäre.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Fundamentalisten ihre Angriffe trotz westlicher Unterstützung auch gegen die USA und Israel richten, was kein neues Szenario wäre ? die von USA unterstützen anti-sowjetischen islamischen Freiheitskämpfer in Afghanistan haben das gewagt. Was die US-Geostrategen von damals nicht richtig begriffen haben, war die religiöse Dimension des Kampfes. Für die Guerilla-Kämpfer war der Krieg in Afghanistan nicht nur ein nationaler Befreiungskrieg – unter ihnen befanden sich außer Afghanen auch Moslems verschiedener Rassen und Ethnien ?, sondern ein religiöser Krieg, den sie als heilig bezeichneten und mit dem islamischen Dschihad identifizierten.

Anders als die nutzenmaximierenden Amerikaner, die in diesem Krieg nur die Chance sahen, der konkurrierenden Sowjetmacht eine empfindliche Niederlage beizubringen, empfanden die Dschihadisten ihren Kampf gegen die kommunistischen Invasoren ähnlich wie den Kampf gegen jede andere islamfeindliche Macht nicht als bloße ideologische Auseinandersetzung, sondern als eine heilige Mission. Die Geschichte könnte sich trotz westlicher Unterstützung und CIA-Steuerung auch heute wiederholen, und zwar nicht nur bezüglich der USA, sondern auch Israel. Man darf nicht vergessen, dass die Demütigung und die hohen Verluste an Menschen und Material, welche die US-Armee in Irak und Afghanistan erlitten, zum größten Teil das Werk der radikal-sunnitischen oder einfach islamistischen Gotteskrieger sind. Im Geiste der Mudschahidin, die früher das sowjetische „Reich des Bösen“ besiegt haben, wollten diese Dschihadisten auch den Kampf gegen den „großen Satan“ USA gewinnen.

Inhaltsverzeichniss

Eurasische Großraumordnungen mit Interventionsverbot für raumfremde Mächte

Assad gewinnt in diesem Moment die Oberhand, dank der logistischen Unterstützung verbündeter Mächte und der Kampffähigkeiten der Hisbollah und der iranischen und russischen Freiwilligen, die auf seiner Seite kämpfen. Wenn die Lage sich stabilisiert und die syrische Armee immer mehr Terrain gewinnt, werden die Dschihadisten immer weniger Freiraum haben. Dann werden die USA aller Wahrscheinlichkeit nach einen militärischen Einsatz erwägen, um den „Rebellen“ mehr Handlungsraum zu verschaffen. Was passiert aber, wenn Assad und die pro-syrischen Kräfte das Land schneller in den Griff bekommen und sogar den Krieg gewinnen?

Erstens wird Assad als Verteidiger des syrischen Volkes mit all seinen Ethnien und Konfessionen gefeiert und seine Position an Legitimation gewinnen, denn Souverän ist der, der über Ausnahmezustand entscheidet (C. Schmitt, Politische Theologie, 1996: 14). Er wird also nach diesem Krieg stärker sein als je zuvor. Die schiitische, sozial-nationalistische Landesbrücke würde mehr Kontur gewinnen, vielleicht als eine klassische Allianz, als Bündnis oder mit russischer und chinesischer Unterstützung gar als Großraumordnung mit Interventionsverbot für bestimmte raumfremde Mächte.

Nicht ausgeschlossen ist auch eine auf Freiwilligkeit und völkerrechtlicher, ethnischer und religiöser Gleichheit beruhende „großsyrische“ oder levantinische Alternative, eine über den Staat hinausgehende Großraumordnung (wie die EU), die zusammen mit Israel und ohne die „Mediation“ raumfremder Mächte eine friedliche, möglichst gerechte Lösung für das Palästina-Problem zu suchen versucht. Das wäre ein Beweis dafür, dass die erfolgreiche Verteidigung eines Raumes gegen als unschlagbar erscheinende raumfremde Mächte möglich ist. Das könnte der Anfang vom Ende des von den USA initiierten Balkanisierungsprozesses im Nahen Osten sein. Das könnte auch das Ende der subtilen, geheimdienstlichen Steuerung des Dschihadismus, den einige euro-atlantische Akteure zur Kriegshetze missbrauchen und so unschuldige Nichtfundamentalisten sowie auch gut gemeinte, rechtgläubige Gotteskämpfer in den sicheren Tod schicken.

Man vergisst aber, dass die syrische Tragödie Teil des Schicksals Eurasiens als „Schauplatz des global play“ (Z. Brzezinski, Die einzige Weltmacht, 1997: 54) ist, d.h. auch des Schicksals der Gegner Syriens. Man nimmt auch nicht wahr, dass die Welt auf Dauer keine politische, geschweige denn eine religiöse Einheit oder Zweiheit sein kann. Sie wird immer, d.h. auch in scheinbar unipolar-imperialen Zeiten, eine in Großräumen organisierte politische und religiöse Vielheit. bleiben. Nach dem amerikanischen unipolaren Moment ist die „Pluralität von Großräumen“ (C. Schmitt, Staat, Großraum, Nomos, 1995: 499) bereits Realität.

Großmächte, die ihre Träume von Welthegemonie zu verwirklichen versuchen und daran scheitern sind ein Beweis dafür, dass die Dialektik aller menschlichen Macht nicht grenzenlos ist, sondern unfreiwillig die Kräfte fordert, die ihr eines Tages, die Grenze setzen werden. Vielleicht sind diese Kräfte die Dschihadisten und das scheiternde Empire die USA.

Vielleicht wären diese Kräfte ohne den negativen Einfluss nichtislamischer Kräfte in ihrem Bestreben, ein Kalifat zu errichten, erfolgreicher. Schließlich gibt es auch im Rahmen des islamischen Rechts Toleranz und Flexibilität: zwischen den Kategorien „Pflicht“ und „Verbot“ gibt es in der Scharia auch Kategorien wie „empfehlenswert“, „indifferent“ und „tadelnswert“ (aber nicht strafbar) (A. Noth, Die Scharia, das religiöse Gesetz des Islam, in: W. Fikentscher/H. Franke/O. Köhler, Entstehung und Wandel rechtlicher Traditionen, 1980: 430). Auch den Dschihad darf man nicht nur als einen physischen, militärischen Kampf deuten, ? zumindest solange keine islamfeindliche Macht ein islamisches Land angreift ?, sondern auch als eine geistig-metaphysische Anstrengung, als eine permanente Auseinandersetzung des Gläubigen mit dem Bösen in sich und in der Welt. Rein rechtstheologisch waren die Kriege in Irak und Afghanistan Aggressionen gegen den Islam und ein „dschihadistischer Bündnisfall“. Den Syrienkrieg kann man aber mittlerweile als Verteidigungskrieg gegen fremde Mächte interpretieren.

Eine nichtimperialistische Großraumordnung, die sowohl in ihrem Inneren als auch in ihren Außenbeziehungen auf Prinzipien der Freiwilligkeit und Nichtintervention beruht, könnte die friedliche, goldene Mitte zwischen kriegerischer Staatenanarchie und autoritärem „Global Empire“ sein. In einem aus solchen Großraumordnungen zusammengesetzten Eurasien würde es genug Platz sowohl für säkulare als auch für religiöse Ordnungen geben, d.h. auch für ein Kalifat.

Eine gezwungene überkonfessionelle Einheit, eine künstliche synkretistische Ersatzreligion oder die Vorherrschaft einer einzigen Religion in Eurasien, wo alle großen Religionen der Geschichte ihre Anfänge haben, sind jedoch nicht nur utopische, sondern auch gefährliche Vorstellungen. Ein eurasisches Imperium wird eine multireligiöse, plurikulturelle und multirassische Einheit sein oder überhaupt nicht sein (F. Liepe, Jenseits des Nationalismus, in: Junges Forum 8, 2008: 22). Wäre diese eurasische Einheit in Vielfalt real, wäre das hegemoniale Projekt eines amerikanischen Jahrhunderts, das die Ideologen des US-Empires in ihren Think Tanks am Reißbrett entworfen haben, nur ein chiliastisch-säkularer Traum von der Einheit der Welt unter amerikanischer Führung geblieben.

Inhaltsverzeichniss

Informationen zum Autor der Analyse: Christian Hoffmann-Plesch

Dipl. Jur., Dipl. sc. pol. Univ. Roland Christian Hoffmann-Plesch, (LL.M.), wurde 1972 geboren. Er absolvierte Studium der Rechtswissenschaften und Politikwissenschaften (Juristische bzw. Sozialwissenschaftliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität und Hochschule für Politik München). Außerdem ein Studium der Religionswissenschaft, Ethnologie, Philosophie und Theologie (als Gaststudent in Bukarest, Jassy, München). Seine rechtswissenschaftlichen Fachgebiete und Schwerpunkte sind Strafrecht, Rechtsphilosophie, Kriminologie/Kriminalpsychologie, Rechtsmedizin, Forensische Psychiatrie, Kriminalistik. Die politikwissenschaftlichen Fachgebiete und Schwerpunktesind Politische Theorie, Staats-, Europa- und Völkerrecht, Internationale Politik.

Hoffmann-Plesch ist Magister der Rechte am Institut für die gesamten Strafrechtswissenschaften, Rechtsphilosophie und Rechtsinformatik (LMU München), Doktorand der Rechtswissenschaften (Thema der Dissertation: „Freiheitsrechte, Minimalstaat, polyzentrisches Recht. Eine Abhandlung zur Rechts- und Staatsphilosophie des Libertarismus“). Er war bis 2005 Anwalt für Strafrecht.

Aktuelle Forschungsgebiete sind: Libertaristische Rechts-, Staats- und Straftheorie, Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, Politische Theologie, Mittelalterliche Rechts- und Reichsordnung, Multipolare Weltordnung.

Inhaltsverzeichniss

Quelle: Eurasisches Magazin

_

Eine grossartige und aussergewöhnlich erhellende Analyse.! Danke an Christian Hoffmann-Plesch für diese umfangreiche Arbeit.

Die Bilder wurden von mir eingefügt und die Arbeit von Christian Hoffmann-Plesch noch mit ein paar wenigen Anmerkungen ergänzt. Für die Wahrheit gibt es kein „Copyright“ und sowie so nicht, wenn dabei das Leben und die Gesundheit von Milliarden von Menschen auf dem Spiele steht….in diesem Sinne hoffe ich, dass mir das Eurasische Magazin den Nachdruck zu nicht kommerziellen Zwecken nicht übel nimmt.

_

Werbeanzeigen

CIA Operationen Codenamen – Bearbeitungsstand: 18.04.2019


CIA cryptonym


Update 18.04.2019

CIA Cryptonyms


AEAMGPHTJMKULCLIODPBQDQKWOZROTHER

AE

AESoviet Union sources, in particular defectors and agents.

AEASPICDavid Tzitzichvili aka David de Panaskhet was a surveillance and sabotage agent and included in the planning stages of at least one unfinished plot for assassination in the Congo.

AEBARMANSoviet officer Yuri Ivonovich Nosenko, who defected in Feb 1964 with information about Oswald.

AEBURBLEStateside Soviet double-agent controlled by the FBI, and code-named TUMBLEWEED by the FBI. Actual name Guenter Schulz.

AECAMBARO-1Freds Ziedonids Launags, he was a contract agent for the CIA from 1951 to 1959 and was a member of the Latvian underground that targeted Soviet internal operations and gathered intelligence.

AECAMBARO-2Leonids Brombergs, aka Arturs Leonids Brombergs. Active in the Latvian resistance.

AECLUSTERVladimir Sakharov, a Soviet diplomat that later served the CIA as a defector in place.

AEDAZZLE-1Oleg Penkovsky

AEDEPOTAEDEPOT (formerly AEREADY) (1957-65) was designed to provide a trained „Hot War“ cadre of agents who could be used during a period of heightened tensions/increased alert or during actual hostilities against the Soviet Union. Mikola Abramtchik, Constantine Mierlak, Tscherim Soobzokov associated with Project. AEDEPOT personnel were made available to other functions within the CIA at the Director’s approval – for instance personnel from that unit were used in training Cuban volunteers at bases in both Panama and Guatemela for the JMMATE project against Castro’s regime in Cuba

AEDINOSAURSoviet Russia Division project. Designed to get censored books inside the Soviet Union.

AEDIPPER-20Piotr Deriabin – aka Peter Deryabin – a Soviet defector during 1954. [status: Probable]

AEDONORSoviet officer Yuri Ivonovich Nosenko, who defected in Feb 1964 with information about Oswald.

AEFISSIONNikolai Ivanovich Trofimov.

AEFOXTROTSoviet officer Yuri Ivonovich Nosenko, who defected in Feb 1964 with information about Oswald.

AEGAINArtush Oganesyan.

AEGENERATEA target in Mexico City that was wiretapped by LIFEAT’S listening post, referred to as the AEGENERATE LP. This was an important CI/CE operation that involved the NSA. During late October 1963, Staff D concluded that the subject was not currently communicating from „his shop“. [status: Probable]

AEGOLDA defector with the surname Zavoroskiy

AEGUSTOYuriy Loginov, a KGB officer who became an in-place double agent for the CIA. [status: Probable]

AEJAMMERTranslations and exploitations of Soviet mail intercept programs.

AELADLEAnatoliy Golitsyn, a Soviet defector prized by CIA CounterIntelligence head James Angleton.

AELENISVladimir Mikhailovich Petrov.

AEMIGALEAntanas Zigmas Butkus

AEMIQUELET-2A suspect Soviet support agent in Mexico City in 1963. „Miquilet“ means musket. [status: Probable]

AEOCEANThe legal travelers program; i.e., the intelligence use of legal travelers to the Soviet Union.

AEOCEAN-3Philip R. Neilson was the agent used by CIA Officer Jacques Richardson aka Thomas B. Casasin for the CIA’s Legal Travelers Program inside the Soviet Union. This agent similar to Lee Harvey Oswald was able to marry a Russian woman named Tamara Kungarova and later immigrate to France with her.

AEPLEBEA Soviet defector with the surname Bimbli.

AESTORAGECollection of information about the Soviets provided by several reliable and sensitive sources.

AEVISIONMichael Goleniewski.

AM

AMOperations, organizations, and individuals relating to Cuba.

AMACRATICGeorge Nobregas, a Cuban exile and Executive Committee member of the Montecristi Group. [status: Probable]

AMAKA-1One of the radio men working on the AMTRUNK personnel during November, 1963. [status: Unknown]

AMANCHOR-1Alberto Beguiristain, was a frogman for the CIA in the 1960’s, and an associate of Rolando Martinez (the anti-Castro Cuban activist who was one of the Watergate burglars in 1972). He was also an associate of Manuel Villamanan (AMFAUNA-13).

AMAPACHE-2Iglesais Pons, JMWAVE FI asset, arrived Key West 6/16/61 on boat PANMAJA.

AMAPOLAAn agent complex for the Cuban Intelligence Service, with an outstation in Miami. One of the principal agents was Jose Carbonell Marrero.

AMAUTO-1Orestes Guillermo Ruiz-Perez was a Cuban official and a Cuban intelligence officer. He was also the cousin-in-law of Cuban exile leader Antonio Veciana Blanch. [status: Probable]

AMBADGER-1Dr. Julian Gallo, head of legal department of Cuban telephone company.

AMBANGMRP until 1962 – during 1962, the MRP outside of Cuba became JURE. The Cuban group within Cuba was much smaller by 1962 because of the arrests in 1961.

AMBANG-1Manuel Ray Rivero, leader of the Revolutionary Movement of the People (MRP) and later Junta Revolucionaria Cubana (JURE).

AMBANG-2Ignacio Mendoza y de la Torre.

AMBANG-3Jose Antonio Duarte Oropesa

AMBANG-4Rogelio Winceslao Cisneros y Diaz, one of the leaders of MRP inside Cuba; shortly after his arrival in the US, the MRP group split off and became JURE.

AMBANG-5Oswaldo Rodriguez Moura.

AMBANTYParamilitary operation of internal resistance in Cuba during 1965-64 before Castro shut it down. Originally called AMCOBRA in 1962.

AMBANTY-1Esteban Marquez Novo. His oft-used pseudonym was Colonel Francisco Abad.

AMBARBPropaganda project to place DRE members in universities throughout Latin America.

AMBARB-19Nephew of AMFACET-1 (Umberto Figueres Gonzalez). Name unknown. [status: Unknown]

AMBARB-22(First name unknown) Corredera, a Cuban Revolutionary Council representative based in Lima, Peru in 1962.

AMBARB-41Rafael Tremols Fresneda, DRE member in Caracas.

AMBARB-54Jose Maria Lasa Urrutibeascoa [status: Probable]

AMBARB-70Martin Morua Arrechea, national coordinator of DRE 1962-63. Joined propaganda unit within TFW in April 1962; by Oct 1962, a TFW „ops specialist“. During 1961 and 1962 he was trying to purchase detonators in Chicago with Jorge Salazar who hosted Alpha 66 meetings at 3126 Harlandale, Dallas.

AMBARB-90Unknown. [status: Unknown]

AMBARK-1Hernandez (first name unknown). [status: Unknown]

AMBASAL-1Unknown identity. Was a CIA asset working mainly on propaganda activities, and was part of one of JMWAVE’s psychological projects directed against the Castro regime. He was recommended by Luis Aguero Conte (AMCORE-2) to accompany him in 1966 on a proposed trip to Central America. He was 42 years old in 1966. [status: Unknown]

AMBASS-1Anis Felaifel, the chief of intelligence for the MRR.

AMBIDDY-1Manuel Artime Buesa, a prominent Cuban exile who was in the Bay of Pigs invasion, in 1963 moved to Nicaragua as leader of operation AMWORLD. In 1963, he used the pseudonym „Ignacio“.

AMBLAB-1AMBLAB-1 is Domingo G. Silverio, aka „Alligator.“ Alligator is another messenger (besides AMULAR) used by Silvio Cardenas as a channel to William Pawley. Cardenas was the contact person for Rubio Padilla to communicate with Pawley. Rubio, Cardenas, and Pepin Rivero were active in the anti-Castro Accion Democratica Christiana (ADC) group in Cuba.

AMBLEAK-1Estaban Joaquin Blanco Sanchez, an official of Rescate. Also known as Fernando Fernandez Cavada y Paris, an official of UR, and Frank Dutton.

AMBLESS-1Alberto del Junco Mesa, head of the internal wing of MDC from June 1961 until his defection January 1962; afterwards, he led a major faction in the US. Also known as „Julian Diego“ and „Jesus“.

AMBLESS-3Violeta del Junco Mesa, mother of Alberto del Junco Mesa.

AMBLINK-1Jack Stewart, also known as Henry Pachankis, „Joe“, Andrew Merton, Jack Warren, and Vincent Pivall. [status: Probable]

AMBLOODLuis Torroella y Martin Rivero, former Cuban Treasury minister who was executed in 1962 for his role in planning to kill Fidel Castro.

AMBLYGONRolando Masferrer Rojas. Was a casual informant – not an employee – from 1948-1950. [status: Probable]

AMBOARMitchell Livingston WerBell, III, an arms merchant based in Powder Springs, Georgia. [status: Probable]

AMBOLT-2Agent in Miami in contact with Evilio Duque, possibly the attorney Gonzalo Lage. [status: Speculative]

AMBRONC-1Colonel Eduardo Martin y Elena

AMBRONC-5Juan Manuel Guillot Castellanos aka Renato M. Lopez Zamoka. Alias „Monty“.

AMBRUSHIntel Section of the FRD (Cuban Democratic Revolutionary Front). Later described as the CRC’s security and counter-intelligence team.

AMBUCKLE-1Ana Tomeu de Miller, head of the women’s group known as the CFC.

AMBUDCuban Revolutionary Council (CRC), Cuban exile organization formed on 22 Mar 1961 under U.S. guidance to unify various exile groups. By late 1963, Henry Ruiz-Williams was the titular liaison between the moribund organization and the Kennedy Administration.

AMBUD-1Jose Miro Cardona, first Prime Minister of Cuba under Castro, who left Cuba and headed the Cuban Revolutionary Council (CRC) exile group.

AMBUD-7Pedro Aponte Mendez. Was a member of the Cuban Revolutionary Council (AMBUD), and was also an official of FORDC (AMICE).

AMBUD-8Maximo Sorondo Quintana. Sorondo was a CRC delegate in Colombia, Dominican Republic Brazil in the 1960’s, and became a CIA asset in early 1963.

AMCALLCatholic Action group. [status: Probable]

AMCALL-1Reinol Gonzalez Gonzalez, head of the Catholic-based MRP in Cuba until arrested at the Cesar Odio farm in October 1961. Also referred to as „Reynoldo“. His war name was „Antonio“. Another psuedonym was „Joaquin“.

AMCALL-2Known as „Pepe Alegria“, and possibly the man known to Antonio Veciana as „Melton“. HIs actual identity may have been CIA officer James O’Mailia. O’Mailia was also known as „Pepe“. [status: Speculative]

AMCANOEProject of U.S. contacts for a resistance group in Cuba, incl. support of Unidad de Liberacion Nacional (ULN). Paulino Sierra worked with this group in an effort to unify exiles.

AMCANOE-1Eduardo Garcia Molina.

AMCANOE-3Antonio Jose Ramirez Mendez aka Tony Ramallo

AMCANOE-7Benjamin Acosta Valdes.

AMCANOE-9Juan Amestoy Dominguez.

AMCAPE-1Tad Szulc, confidant of JFK, New York Times journalist involved in AMTRUNK project.

AMCARBON-1Al Burt, Miami Herald journalist used as source and „operational support“ for CIA’s JMWAVE station.

AMCARBON-2A Miami Herald journalist who introduced Shackley to Al Burt/AMCARBON-1 in late 1962 to ensure that CIA always had access to a Herald reporter. One possibility is Dom Bonafede, who was the chief Latin American correspondent until mid-1963. [status: Speculative]

AMCARBON-3Donald Dean Bohning, Latin American editor of Miami Herald and CIA source.

AMCHALK-1Gustavo Villoldo, chief of the intelligence service of Brigade 2506 in Guatemala in 1960-1961. After the Bay of Pigs, he spotted Cubans for recruitment and was a principal agent in paramilitary teams. Played a key role in the destruction of Che Guevara’s guerrilla band in Bolivia in 1967. [status: Probable]

AMCHALK-5Miguel Angel Diaz Isalgue served as a Team Leader for several black infiltration groups targeting Cuba during the 1960s.

AMCHEERThe AMCHEERS were a group of approximately 100 older, non-political Cubans, who received training from Dave Morales at JMWAVE as reserve intelligence personnel—80 had been trained by April 1961.

AMCHEER-1Julio G. Garcia aka Al Smith, „D-81“

AMCHIRP-1Ramon Barquin Lopez of the MRP.

AMCIGARFrente Revolucionario Democratico (FRD) Executive Committee; changed name in November 1960 to AMPORT.

AMCLATTER-1Bernard Leon Barker, Cuban exile and a contract agent for CIA. Barker worked with E. Howard Hunt, Frank Sturgis, and Rolando Martinez – all four men were part of the team of Watergate burglars. His pseudonym was Spencer O. Terteling.

AMCLATTER-4Pedro Fernandez

AMCLATTER-5Alberto de Jesus Alberty Garcia.

AMCLATTER-6Associate of Bernard Barker (AMCLATTER-1); identity unknown. [status: Probable]

AMCLEVE-15Luis Posada Carriles, aka Luis Clemente Faustino Posada, Luis Clemente Posada, Luis Clemente Faustino Posada Carriles, El Bambi, Father Frank Roddson, Jr.

AMCOAX-1Jose Pujals Mederos. His patronymic is also seen as Pujol and Pujols. Aliases included Chacho and Ernesto. [status: Probable]

AMCOBRAParamilitary operation of internal resistance in Cuba, renamed AMBANTY, rolled up by Castro in 1964. One of the two teams infiltrated into Cuba during the Cuban missile crisis.

AMCOGA “complex” operational net inside Cuba.

AMCOG-1Ramón Grau Alsina, a.k.a. Mongo. Brother of AMCOG-2. Nephew and later adopted son of AMCOG-3.

AMCOG-2Mrs. (Maria) Leopoldina Grau Alsina de Agüero, aka “Polita.”

AMCOG-3Ramon Grau San Martin, uncle of AMCOG-2 and AMCOG-1 (later foster father of AMCOG-1). Former (1944-48) Cuban President.

AMCOG-5Alleged sighting of Oswald in Cuba by a woman who was a source for AMCOG-5.

AMCONCERT-1Francisco Wilfredo Varona Alonso, AKA „Pancho,“ AKA „Paco.“ No relation to FRD chief Tony Varona.

AMCOODelia Failde, the “Dragon Lady”, operator of commercial boats including the Veramar used in CIA exfiltrations.

AMCOOP-1Miguel Xiques Macias. Allied with AMCALL-1 during 1961.

AMCOREA political action/propaganda operation using radio commentators to promote resistance, harassment, and sabotage against the Castro government.

AMCORE-1Abel Mestre, former owner of television and radio station „Circuito CMQ“ in Cuba.

AMCORE-2Luis Ernesto Conte Aguero, former radio and TV commentator in Cuba who subsequently „worked on propaganda for the FRD“ under AMCORE-1.

AMCOUP-1Ralph Brent aka Rolf Brent, president of WRUL and in charge of programming. [status: Probable]

AMCOVEAn „operation centered around an FI (Foreign Intelligence) net in Cuba to report intelligence information via Secret Writing.“

AMCOVE-1Alejandra Sanchez.

AMCRAG-1Francisco Bilbao Alvarez, MRR chief, Oriente province, 1960-61. Worked with ONI intelligence officer Harold Feeney at Guantanamo Naval Base in the early sixties.

AMCRIB-1Jesus Angulo Clemente. Was formerly a member of the Cuban Communist Party, and was from the radical left wing of the anti-Castro Cuban movement in the U.S. Participated in the Bay of Pigs invasion in April 1961, and was active in the COJCE and MDC in particular.

AMCROAK-1Bernardo Milanes Lopez, Castro’s mother’s doctor, recruited by Tony Sforza in Madrid in 1963. Part of Operation Raphael, a plot to assassinate Fidel, Raul, and Che.

AMCROW-1Oscar de la Vega Torres

AMCRUMP-7Angel Hernandez Rojo was a member of the DRE and the MDC in the 1960’s. He was a boat operator.

AMCUBE-1Pedro Jose Lucas Alvarez. During 1961, received in Cuba all equipment targeted for delivery to MDC. [status: Probable]

AMCUTLER-1Brother of David Capeza Coupau. Courier for the AMFAUNA network. [status: Unknown]

AMCUTLER-2Courier, wife of AMCUTLER-1. Known as Carmina. [status: Unknown]

AMDENIM-1Alberto Fernandez Hechevarria, aka Echevarria, Cuban exile whose boat Tejana was used in anti-Castro activities. Leader of the paramilitary wing of the Unidad Revolucionario (UR). A source on CIA unsanctioned exile missions such as those conducted by Alpha 66.

AMDENIM-11Eduardo Perez Gonzalez, aka Eddie Bayo

AMDENIM-13Antonio Blanco Fernandez. A cable in early December 1960 asked for biographic data for a POA request on both Alberto Fernandez Hechevarria and Antonio Blanco Fernandez, possibly indicating that they worked closely together. [status: Speculative]

AMDENIM-14Antonio („Tony“) Cuesta Valle, aka Lobanillo, military leader of Commandos L and other militant anti-Castro organizations such as Alpha-66, the UR and the MRR.

AMDENIM-4Larry Laborde, captain of the Tejana III for many years. The vessel was used for resupply and infiltration operations until Laborde was laid off in 1962.

AMDESK-1Ricardo Anibal Morales Navarrete, aka Monkey Morales.

AMDIP-1Tony Varona, full name Manuel Antonio de Varona. He was president of the CRC (Cuban Revolutionary Council).

AMDIP-2Jesus Exposito Lorenzo [status: Unknown]

AMDIP-3Ramon Augusto Ruisanchez, aka Comandante Augusto, Cesar, and Tandi.

AMDITTOMIRR – Movimento Insurreccional de Recuperacion (Insurrectional Movement for Revolutionary Recovery). The exile group was led by Orlando Bosch.

AMDITTO-23Orlando Bosch Avila, a famous Cuban exile who led the MIRR. The MIRR engaged in a number of raids directed at the sugar industry in Cuba during 1963 in an effort to disrupt the economy. Bosch was linked to a number of bombing attacks directed at Cuba, particularly during the 1960s and 1970s.

AMDOFF-1Juan Orta, Director of the Office of the Prime Minister from 1959-1961. Described as Fidel Castro’s private secretary. A probable double agent of the US government. [status: Probable]

AMDOTAn Army team that conducts training at Eglin Air Force Base. CIA officer Norman Kiggins (possibly Bob Wall) was one of the trainers. [status: Probable]

AMECRU-1Guillermo Alonso Pujol, who was Vice-President of Cuba from 1948 to 1952 in the government of Carlos Prio. His son was among the exiles captured at the Bay of Pigs. Served as negotiator to rescue anti-Castro exiles from prison – CIA later identified him as a Cuban intelligence service agent

AMEERThe AAA, or „Triple A“, a wing of the Autentico party. Autentico led Cuba between 1944-1952, the first four years by Ramon Grau Martin and the latter four years by Carlos Prio.

AMEER-1Aureliano Sanchez Arango, head of the AAA, a wing of the Autentico party in Cuba. Sanchez was associated with Gerry Hemming and initially endorsed the anti-Castro activities of Hemming’s Interpen group.

AMEMBER-1Julio Lobo, sugar magnate in Cuba and later an exile and donor to the anti-Castro cause. Known in Cuba as „Mr. Sugar“.

AMFACET-1Umberto Figueres Gonsalez

AMFASTThe apparent core of Operation 40. A hundred selected Cubans trained to serve as counterintelligence (CI) officers and future government leaders. In a revolt such as the Bay of Pigs, their role was to penetrate inland as fast as possible and to identify and seize documents of the Castro government – and then serve as the intelligence arm of a temporary civilian government of Cuba.

AMFAST-6Jose Garcia Valdez, aka Pepe Gatillo, Pepe Iglesias and „Luciano“. 201-299287. [status: Probable]

AMFAUNANetwork of in-Cuba agents, nearly all women, providing military, political, and economic reporting, including reports on attempts to kill Castro.

AMFAUNA-1David Cabeza Coupau

AMFAUNA-13Manuel Villamanan was involved in the MRR and the AMFAUNA Operation. He was also an associate of Rolando Martinez, one of the Watergate burglars, and Alberto Beguiristain. Villamanan was questioned by the FBI in the 1970’s in the wake of Watergate.

AMFAUNA-14Key part of the AMFAUNA network and a link to the AMCOG network. Taken into custody and interrogated at length by the Cuban government during October 1963. Known as „Soledad“. [status: Unknown]

AMFAUNA-3Hortensia Orizondo Meneses

AMFOX-1Juan Falcon Tamar, aka Juan Esteban. Also known as „Montes“. [status: Probable]

AMFRAME-1Rafael Rivas Vasquez was a prominent member of Artime’s MRR from 1959 onward. He also became a highly valued propaganda asset in AMSCROLL projects in the 1960’s.

AMGABE-1Julio Gaspar Hubert Rico. Among a small group of agents supposedly asked to determine if pro-Castro Cubans or anti-Castro Cubans were involved in the killing of JFK.

AMGIRAFFEAn unknown CIA asset involved with Cuban exiles members of the Unidad Revolucionaria (UR). [status: Speculative]

AMGLAD-1Ralph Diaz Hanscom, aka Rafael Diaz Hanscom

AMGLAD-2A financially independent member of the UR, possibly Wilfredo Brito Hanscomb, a relative of Ralph Diaz Hanscomb. Both men, as well as AMBLEAK-1, were skilled in sabotage operations for the UR. [status: Speculative]

AMGLAD-3Arturo Villar, aka „Javier Miranda“ [status: Probable]

AMGLEN-1Jesus A. Valdes Cardenas.

AMGLOSSYComandos Mambises – a CIA infiltration team designed to set up an intelligence network and a resistance organization inside Cuba during 1963. Members of the team were captured on 10/21/63. [status: Probable]

AMGORILLA-1Rafael Guas Inclan, Vice President of Cuba, 1954-58, fits the description of the man described as a „rightist Cuban exile“ who had been an official in the Batista regime and a trained reporter. [status: Probable]

AMGOSH-1Contact of Margot Pena and Tony Varona, known under the alias of Frau Marsal Barbarossa Lorenzo. [status: Unknown]

AMGUPPY-1Ricardo Rafael Sardinas Sanchez.

AMHALFAction involving Uruguay in Cuba [status: Probable]

AMHALF-2German Roosen, Second Secretary at the Uruguayan embassy in Havana. Willing to assist in helping people defect for a fee. [status: Speculative]

AMHAM-1Juan Felaifel Canahan testified against Rolando Cubela and others at the 1966 criminal trial in Cuba.

AMHAWKManuel Antonio (Tony) de Varona, a leader in the Cuban Revolutionary Council and other anti-Castro exile groups.

AMHAWK-2Jesus Exposito Lorenzo. Also known as „Ralph“.

AMHAZEA post-Bay of Pigs CIA operational group consisting of exiles initially recruited for the 2506 Brigade. This brigade was the anti-Castro Cuban exiles and allies that participated in the Bay of Pigs.

AMHAZE-2523Carlos Eduardo Hernandez Sanchez, war name Eduardo Sanchez, nickname „Batea“ [status: Unknown]

AMHAZE-2524Jorge Giraud Leiva. Early exile volunteer (April 1960) for military action against Cuba, along with Carlos Hernandez (AMHAZE-2523) and Felix Rodriguez. He was asked to be part of AMWORLD. Completed full military training including maritime operations and parachute drops. In 1963 recommended by JMWAVE Operations (Morales) for AMWORLD project.

AMHELM-1Antonio Perez Quesada. His 201 number, 201-328512, matches that of AMHELM-1’s. He was a captain of vessels, a fisherman guide, and a gun runner. He was officially a CIA asset or agent for only a few months, from around February 1963 to May/June 1963.

AMHICKA paramilitary operation based on infiltrating individuals into Cuba and exfiltrating other individuals from Cuba. [status: Unknown]

AMHIMProject for the „distribution of news and information bulletins and radio newscast tapes to addresses throughout Latin America“ via AIP (Agencia de Informaciones Periodisticas).

AMHIM-2Augustin Alles Soberon, worked under AMHIM project and also for Juana Castro’s radio program.

AMHINTA branch of the DRE that conducted paramilitary and infiltration operations in Cuba. Their case officer was JMWAVE chief of operations David Morales. [status: Probable]

AMHINT-1Alberto Muller Quintana, also known as AMING-3. 201-286050.

AMHINT-19Raul Villaverde [status: Probable]

AMHINT-2Juan Manuel Salvat Roque.

AMHINT-24Victor Espinosa Hernandez aka Victor Papucho Espinosa.

AMHINT-26John Koch Gene, aka Jose R. Alsina Vazquez

AMHINT-27Manuel Baro Esteva, military coordinator for the MRR [status: Probable]

AMHINT-3Miguel A. Garcia Armengol.

AMHINT-30Albor Ruiz Salazar, used the war name „Raul“.

AMHINT-4Antonio Garcia Crew.

AMHINT-40Julio Hernandez Rojo, used the war name Cesar. Took part in Operations GORDO, PEPE and PATRICIO. Arrested in October 1962, probably due to the double agent activities of Jorge Medina Bringuier.

AMHINT-5Isidro ‚Chilo‘ Borja, early member of the DRE. He controlled the group’s boats and headed the group’s military section in 1963. Clare Boothe Luce referred to him as a boatman she called ‚Julio Fernandez‘. When CIA director Bill Colby followed up this story in October 1975, he was fired within days – with Donald Rumsfeld and Dick Cheney taking over leadership positions in the Ford Administration.

AMHINT-53Luis Fernandez-Rocha, Secretary General of the Revolutionary Student Directorate (DRE).

AMHINT-56Juan Francisco Blanco Fernandez, participated in DRE raids on Cuba. Head of the DRE’s military section.

AMHINT-58Jose Angel Lozano y Lozano [status: Probable]

AMHINT-8Jose Lanusa (also spelled Lanuza and Llanusa) [status: Speculative]

AMHOBONewsletter in Mexico that received funds from CIA. [status: Probable]

AMICEFORDC, Frente Obrero Revolucionario Democratico Cubano. The English translation is Labor Revolutionary Democratic Front of Cuba.

AMICE-1Pascasio Linera Lopez, leader of FORDC. Also referred to as Pascasio Lineras. [status: Probable]

AMICE-14Miguel A. Diaz Isalgue, a „principal“ in the AMTRUNK operation. Used the alias „David Pardo“.

AMICE-27Dr. Nestor Moreno, a „principal“ in the AMTRUNK operation.

AMICE-3Mario Massip Masiques. Was an official of FORDC (AMICE). He was an FBI informant from at least 1960 onward, and was of interest to the CIA from this point onward as well. In addition, Massip was named Press and Propaganda Secretary for FORDC in the Cuban Revolutionary Handbook entry of March 1965. Massip was also named as an associate of Luis Conte Aguero (AMCORE-2) in a CIA document of 1966. [status: Speculative]

AMICE-31Reinaldo Pico Ramon, captured at the Bay of Pigs.

AMICE-8Unknown identity. Appeared to be in close contact with Jose Miro Cardona (AMBUD-1), who headed the CRC, and JMWAVE in 1962. [status: Unknown]

AMIGGY-1Espino Lopez Rieto, director of CRC’s radio program on WRUL.

AMING-3Alberto Muller Quintana.

AMING-4Juan Manuel Salvat Roque. Salvat was later AMHINT-2.

AMIRE-1Emilio Americo Rodriguez.

AMIRONThe Frente Revolucionario Democratico (FRD), aka Cuban Democratic Revolutionary Front. The FRD Executive Committee was known as AMCIGAR.

AMJAGJusto Carrillo Hernandez

AMJAG-1Justo A. Carrillo Hernandez. Changed from AMWAIL-1 after breach of security in December 1960.

AMJAVA-4Rafael Quintero, aka Rafael Aureli Quintero Ibarbia, aka Jose M. Hernandez Valdes, aka „Omar“.

AMJOKE-1Felix Rodriguez Mendigutia

AMJUTE-1Arnesto Napoleon Rodriguez y Gonzalez. Worked with ONI in the 1930s. Father of Arnesto, Jr., an FBI informant that was in communication with Lee Oswald in New Orleans during the summer of 1963.

AMKHAN-2Carlos Martin Ahrens Temple, Western Union employee in Cuba recruited by CIA agent Bernard Barker (AMCLATTER-1).

AMKIRK-1Maria Witoski, the estranged wife of Castro’s personal physician Rene Vallejo.

AMLACE-1Luis Bastian Pinto, Brazil’s ambassador to Cuba.

AMLAKAPre-Bay of Pigs infiltration operation into Cuba. [status: Probable]

AMLAMEAn anti-Castro government net of agents based in Cuba’s Las Villas province.

AMLAME-1Arturo Sueiras, a Cuban exile with contacts in the exile community in both Miami and New York.

AMLASHRolando Cubela Secades, a Cuban doctor and official who was recruited in 1963 for an assassination attempt on Castro. Cubela stated that Castro had to be eliminated before any coup could succeed and had initially requested a high powered rifle from the CIA. The CIA balked at that and Cubela was being given a CIA poison pen on Nov 22 when news of JFK’s death broke. Suspicion remains that Cubela may have been acting as a dangle to the CIA by Castro; that is fueled by his lenient treatment after being exposed and convicted of treason.

AMLASH-2Jorge Carlos Robreno Marieguez aka „El Mago“ (The Wizard)

AMLASH-3Alberto Blanco Ramirez aka „El Loco“ (The Crazy One)

AMLAW-1Armando Hart, Cuban Minister of Education under Castro. [status: Probable]

AMLAW-3Carlos Lechuga Hevia, the diplomat at the Cuban Embassy in Mexico who became Cuba’s Ambassador to the United Nations. Had an affair with Cuban embassy secretary Silvia Duran; this affair was used by the CIA by leaning on his wife in an effort to convince Lechuga and his family to defect.

AMLEGAn FI (foreign intelligence) operation using Cuban merchant seamen.

AMLEMON-1Unknown identity, was described as a former JMWAVE agent in late October 1963. [status: Unknown]

AMLEO„An FI propaganda operation involving the exploitation of Capt. Jose Ricardo Rabel Nunez (AMLEO-3), a high-level defector who escaped from Cuba in an INRA plane on 6 December 1962.“

AMLEO-2Sister of AMLEO-3. Her name may be Dolores Rabel y Nunez. [status: Probable]

AMLEO-3Capt. Jose Ricardo Rabel Nunez, „a high-level defector who escaped from Cuba in an INRA plane on 6 December 1962.“ Probably a double agent run by the Castro government.

AMLEPTONProgram run jointly by Ted Shackley’s Miami station known as JMWAVE and James Angleton’s CI Branch. Aimed at spotting refugees in Miami area who could serve as intermediaries to reach and ultimately recruit persons in Cuba for counterintelligence purposes.

AMLIGHT-1Huber Matos Benitez, important Cuban military leader in Camaguey province until his purge in 1959 for challenging Fidel Castro. Imprisoned until the 1970s.

AMLILAC„Commando Groups“ (Comandos Mambises and others) involved in infiltrations into Cuba.

AMLINT-1Jose Gomez Rodriguez, aka „Cabezas“ [status: Probable]

AMLISP„A FI (foreign intelligence) project targeted against political and economic targets.“

AMLITAINT-1Unknown identity. Was a long time friend of Jaime Varela Canosa. [status: Unknown]

AMLOON-1Ricardo Rafael Sardinas Sanchez, aka Rafael Sardina Sanchez, active with the Cuban Association of Cane Growers and the FRD.

AMLOUT-1Raul Castro, brother of Fidel.

AMLUNCH-1Carlos A. Valdes-Fauli, an agent in Miami that reported Jack Ruby’s alleged visits to Cuba during the 1962-63 period.

AMLUNT-1Alwin Odio Tamayo.

AMLUNT-2Duney Perez Alamo, aka Dunney Perez Alamo.

AMLYRIC-1Salvador Lew, Juanita Castro’s business partner, JMWAVE media/propaganda asset. Worked with AMCORE-2, AMRAZOR-1, and AMSTRUT-2. [status: Probable]

AMMUG-1Cuban intelligence officer named Vladimir Lahera Rodriguez, who defected to U.S. via Canada in April 1964, and was interrogated about Oswald in addition to other matters.

AMNIP-1Miguel Roche Monroy – Cuban DGI defector.

AMNORM-1Higino Diaz, aka Nino Diaz.

AMNUBA-2Anibal Garcia Diaz.

AMOTTeam of some 40 Cubans trained by David Morales to be a new Cuban intelligence service once Castro had been ousted.

AMOT-11Cuban officer working in the AMOT group, reporting on the leadership of the FRD and CRC. [status: Unknown]

AMOT-110Mario del Canal, member of RESCATE and right-hand man to Jose Miro Cardona. [status: Speculative]

AMOT-119Max Lesnick Menendez, aka Max Lesnik. Lesnick ran the radio show „Cuba Despierta“ aka „Cuba Awakens“, which originated in Miami and transmitted from the Dominican Republic 1962-1963. Editor of the small Miami newspaper „Replica“, beginning in 1963 and continuing for many years afterwards.

AMOT-120He was a source of reports for JMWAVE from 1962 until at least the end of 1965. He was a Cuban exile in Miami who was described as being well known in his community, and who had international shipping interests in the Caribbean. [status: Unknown]

AMOT-14Anti-Castro agent working with JMWAVE officer David Morales in Miami. [status: Unknown]

AMOT-15CIA source. [status: Unknown]

AMOT-16This agent and AMOT-4 were the controlled penetration agents within the AMOTS and the AMFASTS. Reporting on pro- and anti-Castro activity in the Miami area. [status: Unknown]

AMOT-186Rene L. Diaz Gonzalez. AMOT-186’s 201 number was 201-726332. Carl Jenkins‘ debriefing report on Reinol Gonzalez Gonzalez in May 1979 mentioned the latter’s cousin, Rene Diaz Gonzalez, whose 201 number was 201-726332, matching AMOT-186’s.

AMOT-2Jose Joaquin Sanjenis Perdomo, also known as Joaquin Sanjenis, titular head of the AMOT organization circa 1961 prior to the Bay of Pigs landings and into 1962. His pseudonym was Carlos Blanco.

AMOT-20Mario Fontela Alfonso, a member of FORDC and the AMBUD Executive Committee during 1962-63. [status: Speculative]

AMOT-28Andres Eugenio Venegas Garcia. He was a heavy equipment operator in Cuba. His 201 number was 201-314932, matching AMOT-28’s. He was involved in the failed Operation Red Cross/Bayo-Pawley raid/Operation Tilt in June 1963. Later took part in Masferrer’s planned uprising in Haiti and was arrested by U.S. Customs in early January 1967.

AMOT-3Vincente Rafael Zorrilla Zorrilla

AMOT-31Felix Gutierrez Fernandez, deputy to AMOT leader Joaquin Sanjenis. [status: Probable]

AMOT-34Probably George Nobregas aka Jorge Nobregas, in his role as contact with members of the Staybehind Net in Cuba, particularly AMIRE-1 (Emilio Americo Rodriguez), AMRYE-1 (Tony Sforza), and AMCONCERT-1 (Francisco Wilfredo Varona). [status: Probable]

AMOT-4This agent and AMOT-16 were the controlled penetration agents within the AMOTS and the AMFASTS. Reporting on pro- and anti-Castro activity in the Miami area. [status: Unknown]

AMOT-5Pedro Diaz Lanz, also known as QDBIAS. David Morales helped exfiltrate him from Cuba in 1959, and used him as a source thereafter. Diaz had been head of the Cuban Air Force. [status: Speculative]

AMOT-53Unknown identity. An AMOT source used by the CIA Miami Station. [status: Unknown]

AMOT-6Marcos Diaz Lanz. Source used by David Morales in 1961. Among the AMOTS, known as C-5. Previously known as QDCHAR. By 1964 was member of the Minutemen using the alias „Pedro Garcia“. [status: Probable]

AMOT-87Mercedes Maria de los Angeles Meana Contina

AMOT-99Julio Fernandez Gonzalez

AMOURETTE-7Unsure of this person’s identity. Traveled during April 1957 with Cuban ambassador Emilio Nunez Portunado. [status: Probable]

AMOURETTE-9Padre Enrique Osler, aka Enrique Osle, Jesuit priest. Spiritual advisor to the youth workers JOC (Juventad Obrera Catolica) and the labor group UTC (Union Trabajadorsa Cristianos). Father Osler worked with Reynoldo Gonzalez/AMCALL-1 both before and after his capture at the farm of Amador Odio in October 1961. [status: Probable]

AMOURETTE-ALa Asociacion Cubana Pro-Democracia, based in Havana, spearheaded a wide variety of anti-Communist propaganda campaigns. [status: Probable]

AMOURETTE-BThe Catholic Youth Workers, known as the JOC or the Joventud Obrera Catolica. This group ran a radio program operation that was designed to create an active body of anti-Communists within the Cuban labor movement.

AMOURETTE-XA project of developmental propaganda activities in the television field under the direction of the Havana Station. Supported by David Phillips under alias of Michael Choaden.

AMPACAMedia outlet on Cuban news, using radio and print. [status: Probable]

AMPAD-1Source at the Havana Station up to 1960. Also known as „Rodriguez“. [status: Unknown]

AMPAL-1Alec Resnick, also known as Abe Resnick. Havana station source. Old friend of Lino Hernandez. Used the alias Joe Anderson.

AMPALMDescribed as the MDC/MRR complex circa 1960. An early effort, aided by CIA, to develop an organized anti-Castro united political front. The MDC, also known as the Christian Democrats.

AMPALM-1Oscar Echeverria y Salvat, Ministry of Commerce

AMPALM-10Angel Ros, national coordinator of the MRR

AMPALM-2Laureano Batista Falla, military chief for the MDC. JMWAVE gave US Army permission to use Batista in 1962. Batista then became head of training site in Lacombe, Louisiana, and told Garrison the trainees were going to Manuel Artime’s base in Nicaragua.

AMPALM-26Salvador Diaz Verson, a newsman who became Cuban National Police chief in 1934, and then military intelligence chief during Carlos Prio’s presidency from 1948 to 1952. After JFK was killed, he admitted that he was the source of a phony rumor that Oswald and Silvia Duran met with the Cuban ambassador to Mexico.

AMPALM-3Roberto Ortiz Batista Falla, aka „Roberto Ortiz Crabb“. [status: Unknown]

AMPALM-4Angel Fernandez Varela, paramilitary leader of the MDC/MRR complex.

AMPALM-5Jose Ignacio Agusto Rasco Bermudez, aka Jose Rasco, head of the Christian Democratic Movement (MDC). In 1961, Chicago cop/Mafia man Richard Cain served as his bodyguard.

AMPALP-1One of three net chiefs in Cuba involved in the „staybehind plan“ – the ones organizing the resistance inside Cuba after U.S. interests were forced to leave. [status: Speculative]

AMPAN-1Jose Orta. Sabotage expert in Havana, active with the MAR group during November 1960. Brother of Juan Orta, who worked as Fidel’s secretary and tried to poison Fidel. Participated in „November 30th Group“ bombings of electrical plants that blacked out one fifth of Havana for almost a full day during November, 1960. [status: Unknown]

AMPAN-2Military coordinator and treasurer Roberto Vale, also known as Roberto Valdez and Roberto Suarez de Cardenas. A net chief inside Cuba during 1960; active with MRP and Comandos L, and provided financial assistance to groups. Defected to US on 3/21/61, days before the Bay of Pigs. [status: Probable]

AMPAN-22Jose Ignacio Zarraga Diez-Muro

AMPAN-4Eladio Bas Trespalacios. AMPAN-4’s boat was used to exfiltrate notable anti-Castro Cubans figures, such as Manuel Ray and Ramon Padilla Perez, from Cuba to the United States. [status: Speculative]

AMPANIC-1Jorge Eduardo Mallo Cardisi

AMPANIC-13Armando Escoto Aloy, captured during air drop and executed on April 20, 1961.

AMPANIC-14Juan de Jesus Arbelo Zabaleta. A communications trainer.

AMPANIC-2Antonio Santiago Ruiz

AMPANIC-5A member of the Cuban-based insurrection team for the Bay of Pigs. [status: Unknown]

AMPANIC-6A Cuban-based spotter informing CIA on individuals and groups who were candidates for an insurrection against Castro both before and after the Bay of Pigs. [status: Unknown]

AMPANIC-7Emilio Adolfo Rivero Caro, also known as „Brand“ and „Pancho“. He was arrested in April 1961 and spent many years in Cuban prison.

AMPANIC-9Wilfredo Brito [status: Unknown]

AMPARCH-1Warren E. Frank, AKA Edward D. Knapman

AMPASSAlberto Roque Muller

AMPATRINMichael „Jack“ Malone, Vice President of Czarnikow-Rionda, a major sugar company with its headquarters in New York City. Malone was an important CIA and FBI informant.

AMPATROLAMPATROL was an operation created in 1959-1960 with Edward Tichborn (aka Henry Preston Lopez) hired by the CIA as a „political organizer“ to bring together the most promising anti-Castro groups. [status: Probable]

AMPATROL-1Jose Antonio Gomez Perez.

AMPHODARCHA net of agents providing coverage of political activities at the University of Havana led by case officer Ross Crozier who used the pseudonym Arthur G. Vaivada.

AMPOON-1Manuel Vega Perez, pseudonym „Marcos“. High ranking Cuban intelligence official in Mexico City in late 1963.

AMPORTFRD Executive Committee; it was known as AMCIGAR until November 1960.

AMPUG-1Alfredo Izaguirre Revoi aka Alfredo Izaguirre de la Riva, Alfredo Izaguirre Rivas. Also used the alias Luis Ravelo. 201-273550.

AMQUACKChe Guevera, guerrilla leader and minister in Castro’s Cuba, killed in Bolivia in 1968. Aka AMQUACK-1.

AMQUIP-1Felipe Vidal Santiago [status: Probable]

AMRANGEA foreign intelligence project targeting Fidel Castro and other high-level officials in the Ministry of Industry.

AMRASPFRD (Democratic Revolutionary Front). This crypt was changed in December 1960 for security reasons.

AMRAYON-4Cecilio Argelio Martinez, member or ally of the 30th of November Movement

AMRAZOR-1WAVE source and „weather vane“ in the Miami Cuban community in the 60s. [status: Probable]

AMRAZZ-1Joaquin Godoy y Solis. Informant, a leader within the MRP, associate of Antonio Veciana. Used as a penetration inside the MRP/Alpha-66/November 30 alliance.

AMRIFT-1Ramon Sinobas.

AMRIPE-2Involved in the attempt to exfiltrate AMCANOE-3 from Cuba on 11/22/63. Sent pouch to Mexico City on 11/21/63. [status: Unknown]

AMRIPE-3Raul Roa Kouri. In 1963, he was the Cuban ambassador to Brazil, son of Cuban foreign minister Raul Roa Garcia. Also known as Raulito Roa.

AMRODCIA program designed to split the Castro regime, with a special focus on the Soviet-aligned Vice Minister of Defense Joaquin Ordoqui. One operation planted false papers on Cuban Cultural Attache Teresa Proenza to make it look like Ordoqui was a CIA agent who had betrayed the Soviet missile buildup in Cuba to the Americans.

AMRUG-5Victor Paneque Batista, aka Comandante Diego Rene Ricardo. MIRR coordinator answering to AMDITTO-23/Orlando Bosch during early sixties. Sent by his uncle, AMPALM-2/Laureano Batista, to set up the training camp in Lacombe, Louisiana in 1963.

AMRUNG-1Rogelio Gonzalez y Corso, code name „Francisco“. Name also referred to as Corzo and Corcho. Head of the internal resistance in Cuba until his capture in March 1961.

AMRYE-1Anthony “Tony” Sforza

AMSAIL-1Carlos Fernandez Trujillo

AMSALON-1Unknown identity, was described as one of „several key AMWORLDERs“ (along with AMHINT-27, AMYUM-29) in a June 1964 CIA cable. [status: Unknown]

AMSANTAJoint FBI/CIA program to place willing FPCC members into Cuba to collect intelligence.

AMSCROLLUR, also known as Unidad Revolucionaria. Its organizing membership was described as impatient former members of the MRR, well-educated and with the skills needed to overthrow a government.

AMSERF-1Francisco (Frank) Bartes.

AMSESS-1Oscar Concepcion Mendoza

AMSEVER-2Double agent in Mexico City. Referred to as a „contract agent“ and a „marginal agent“. [status: Unknown]

AMSEVER-3Manuel Fernando Avila Aguirre, a double agent.

AMSHADY-1„Havana Rose“, also known as Pepita Riera, a Cuban writer and broadcaster, who had a biweekly show on WMIE during 1963 where she discussed Cuban G-2 agents and informers.

AMSHALE-1Antonia Veciana, leader of Cuban exile group ALPHA-66. Veciana told HSCA investigator Gaeton Fonzi that he had worked with a „Maurice Bishop“ who Fonzi came to believe was CIA officer David Phillips. Also known as Victor Fernandez, Victor Orcarlos.

AMSIGH-2Clemente Inclan Werner, prisoner released in 1970 and then used as intermediary between the Cuban government and imprisoned anti-Castro agents.

AMSKIRLS-1Andres Zayas, aka „Justo“, a UR leader inside Cuba.

AMSLAW-1Pedro Julio Martinez Fraga y Fernandez

AMSLOUCH-1Cuban businessman, trained in use of wireless telegraphy communications. Worked with CIA, may have become a double agent for Cuban intelligence. [status: Unknown]

AMSMILE-1Ernesto Betancourt was a supporter and later influential staunch critic of Fidel Castro that worked for the Organization of American States.

AMSNAP-3Eugenio Rolando Martinez, one of the Watergate burglars.

AMSOURAn operation based in Pinar del Rio province, utilizing the American rancher Lawrence K. Lunt. Collection of military, political and economic intelligence. [status: Probable]

AMSOUR-1Lawrence Kirby Lunt.

AMSOUR-2Juan Gomez Blanco, working with Larry Lunt in Pinar del Rio, Cuba in the early 1960s. [status: Speculative]

AMSPELLThe Directorio Revolucionario Estudiantil, or DRE (Cuban Student Directorate). DRE delegate Carlos Bringuier had the famous altercation with Lee Oswald in New Orleans in the summer of 1963, and DRE members quickly spread information about Oswald after JFK’s assassination. Ray Rocca wrote in 1967 that DRE was „initially set up as a „psych war outfit“: https://www.archives.gov/files/research/jfk/releases/104-10013-10387.pdf

AMSPICE-1Geraldine Shamma de Carrera aka Geraldine Shamman de Carrera, close colleague of Manuel Artime in 1960.

AMSPILLProject centered around a Cuban intelligence source (AMSPILL-1) who provided political and economic intelligence. The intelligence AMSPILL-1 provided „…dealt with Soviet personnel activity, Cuban military activity, shipping and health-related information.“

AMSPRAWL-2A male official used by Mexico City Station to penetrate G-2 operations (Cuban Intelligence apparatus in Mexico) with „good access to Cuban Embassy personnel in Mexico City.“ [status: Probable]

AMSTALK-1Miguel Angel Diaz Isalgue

AMSTET-1Jose Antonio „Nico“ Garcia Lara, commercial attache in the Cuban embassy during 1962-63. A source of great value on the defection and recruitment front regarding Cubans.

AMSTOKE-1Lucas Roig, aka Pedro Lucas Roig Ortega, assistant commercial attache at the Cuban embassy in Mexico City who defected during June 1962. [status: Probable]

AMSTOW-1Unknown identity. Referred to in one CIA document as „Filipe.“ Was the principal agent of the AMRYE-1 (Tony Sforza) stay behind net in Cuba in 1961. [status: Unknown]

AMSTRUTThe operation and net of assets involved in the defection and recruitment of AMSTRUT-2 and, subsequently, her anti-Castro radio broadcasts.

AMSTRUT-2Juana de la Caridad Castro Ruz, sister of Fidel and Raul, who ran a radio program against her brothers‘ regime.

AMSTUFF-1Unknown identity. Associated with AMSTOW-1. Wrote a report following the arrest of Francisco Wilfredo Varona Alonso, AKA „Pancho,“ AKA „Paco,“ (AMCONCERT-1), in October 1961. [status: Unknown]

AMSUPER-1Dimas Domingo Figueredo Fernandez, CRC representative in Mexico City. [status: Probable]

AMSWEEPA foreign intelligence operation concerned with the collection of Cuban military and political information via shortwave and OWVL (one way voice link). AMSWEEP-1 was Jose Pujol Roca and his wife was Maria Caridad Aurelia Buch Y Rodriguez.

AMSWIRL-1Customs agent Cesar Diosdado.

AMTABBYA major paramilitary operation consisting of numerous sabotage operations against on-island targets. At least some of these operations were reviewed and approved by the Special Group (Augmented).

AMTABBY-15Miguel Angel Orozco Crespo [status: Probable]

AMTABBY-23Pedro Vera Ortiz [status: Probable]

AMTABBY-27A valuable source for information on AMTABBY.

AMTAFFY-1Unknown identity. Possibly a female journalist/reporter. [status: Unknown]

AMTAUPA CIA mole operation inside JURE, focusing on anti-CIA activities. [status: Probable]

AMTAUP-1Dr. Ernesto Alanis Angulo. [status: Probable]

AMTAUP-10Juan Bautista Perez Luis, chief gardener at the naval base in Cuba. Arrested as part of an CIA espionage net in 1965.

AMTAUP-2Armando Alanis Angulo, personnel chief of JURE and a penetration agent of the CIA. [status: Probable]

AMTEASE-1Heriberto Corona Mendez, the CRC representative in Panama. Provided support to AMBARBS.

AMTHIGHA political action/propaganda operation using WRUL – the radio station owned by the Mormon Church – to sponsor anti-Castro broadcasts aimed at Cuba.

AMTHRILL-1Julio Kouri Barreto, diplomat and brother-in-law of Cuban foreign minister Raul Roa Garcia. [status: Probable]

AMTHUGFidel Castro, the Cuban leader who took power in 1959 and whose demise the U.S. began unsuccessfully plotting soon thereafter. 201-97456.

AMTIKI-1Believed to be Juan A. Paula Baez. The Official History of the Bay of Pigs Operation states that his true name was Manuel F. Goudie.

AMTOAD-1Julian Arias Prado, 1960 defector from Cuba after a stint as consul at the embassy in Los Angeles. Lee Oswald visited this embassy during Arias‘ stint while stationed at EL Toro in 1959.

AMTORRIDOne of the two CIA assault teams that Bill Harvey sent into Cuba during the Cuban missile crisis in 1962. [status: Probable]

AMTOUT-1An SAS/EDE asset in New York City. [status: Unknown]

AMTRIGON-1Argimiro Fonseca Fernandez, aka Argimino Fonseca Fernandez.

AMTRIGON-2Unknown identity, was the team leader of the infiltration team aboard the Villaro vessel in May 1962. In 1963 AMTRIGON-2 was working for Alberto Fernandez Hechevarria (AMDENIM-1). [status: Unknown]

AMTRIGON-8Miguel de los Santos Delgado Martinez, anti-Castro Cuban and member of the Villaro crew.

AMTRUNKOperation for military overthrow of Castro’s government in 1963, promoted within White House circles but distrusted by CIA. Also known as Plan Leonardo.

AMTRUNK-1George Volsky aka Jorge Volsky. His name was originally Jerzy Stanislaw Ajbuszyc when he served in the Polish military under the British operational command during World War II. Volsky was his grandmother’s name.

AMTRUNK-10Ramon Tomas Guin Diaz.

AMTRUNK-11Carlos Pedraza Aguilar.

AMTRUNK-19Jose Alberto Semidey Isalgue, cousin of Miguel Diaz Isalgue (AMICE-14/AMSTALK-1), and Cubana pilot. [status: Probable]

AMTRUNK-2Enrique Cayado Rivera, aka Enrique Javier Cavado Rivera

AMTRUNK-3Antonio Garcia Perez.

AMTRUNK-4A fisherman who defected to the US during Feb. 1963 and was used as a maritime guide. Identity unknown. [status: Unknown]

AMTRUNK-7A coastal guide with extensive maritime and weapons training. Identity unknown. [status: Unknown]

AMTRUNK-9Modesto Orlando Orozco Basulto.

AMTURVYAn operation „designed for the purpose of conducting sabotage operations against Cuba. It consisted of a net of 13 AMTURVY assets whose primary function, apart from sabotage, was the preparation of target studies and analysis of sabotage operations.“

AMTURVY-1Arturo Maria Jesus Varona Alonso.

AMTURVY-13Mario Salabarria Aguiar.

AMTURVY-4Enrique Diaz Fernandez.

AMULARThe most likely candidate is David Morales, who at least twice delivered messages between Cuba to William Pawley (QDDALE) and the CIA station in Miami in 1960. [status: Speculative]

AMULLA-1Owner of Havana TV station. Probably Goar Mestre, owner of CMQ TV. [status: Probable]

AMUPAS-1Viola June Cobb, who informed for CIA under crypt AMUPAS-1 while working for Castro, and played a role in the Elena Garro de Paz story, with Mexican crypt LICOOKY-1.

AMWAILAgrapucion Montecristi

AMWAIL-1Justo Carrillo Hernandez, leader of Agrupacion Montecristi and a founding member of the Frente Civico Revolucionario (FRD), forerunner of the CRC.

AMWAIL-3Jose Joaquin Sanjenis Perdomo, also known as Joaquin Sanjenis. He also had the cryptonym of AMOT-2, and was the leader of the AMOTs.

AMWAIL-5Manuel F. Goudie, also known as Juan Paula/AMTIKI-1.

AMWARMA foreign intelligence operation that targeted Cubana Airlines and provided intelligence on travelers, negotiations, flight traffic, scheduled flights, and personnel at Rancho Boyeros Airport in Cuba.

AMWARM-1An on-island asset that investigated whether Castro played any role in the JFK assassination as well as any plots to assassinate Castro. A civilian aviation expert who is affiliated with the Ministry of Transportation and who has been trained for intelligence work. [status: Unknown]

AMWASP-1Gilberto R. Alemany, Cuban trade counsellor in Tokyo, who defected to the U.S. in August, 1965.

AMWAX-1Oscar Fernandez Viega

AMWEECzech sources and entities in Cuba. [status: Probable]

AMWEE-1Bohumil Jirkal, chauffeur at Czech Embassy, Mexico City, in 1963. [status: Speculative]

AMWEE-2Zbynek Samonil [status: Probable]

AMWHIP-1Carlos Tepedino Gonzalez, a Cuban exile living in the U.S. who was a „long-time friend“ of Rolando Cubela (AMLASH). AMWHIP-1 arranged the 1961 meeting between a CIA case officer and Cubela, who was recruited to attempt to assassinate Fidel Castro.

AMWOO-1Jose Enrique Dausa Alvarez. Member of the Directional Committee of the MRR. [status: Probable]

AMWORD-3Mario Seiglie Montoro, interim secretary general of the Unidad Revolucionaria (AMSCROLL) at the time of the assassination of President John F. Kennedy.

AMWORLDAlso known as Second Naval Guerilla. Plan for offensive military operations against Cuba from offshore, led by Manuel Artime (AMBIDDY-1). Based at Monkey Point in Nicaragua.

AMWORLD-2Friend of Orlando Piedra, a leading Batistiano. [status: Unknown]

AMWORM-1Miguel Angel Leon, aka Miguel de Leon Rojas, aka „Cuco“, former Cuban senator and aide to Manuel Artime. Used the alias of Domingo Beltard when he helped Tony Sforza and other CIA officers escape from Cuba in the wake of the Bay of Pigs

AMWORRY-1Appears to be another cryptonym for Raul Roa, Jr., the Cuban Ambassador to Brazil, during the fall of 1963.

AMYUMMRR – Revolutionary Recovery Movement.

AMYUM-1Lino Bernabe Fernandez Martinez, psychiatrist from Sagua la Grande and MRR leader outside of Cuba. Also known as Ojeda.

AMYUM-19Cesar Baro Esteva. Until he had a falling out with Manuel Artime/AMBIDDY-1, Baro was the number three man on the AMWORLD project. He had previously been head of the MRR.

GP

GPCrypts related to JFK, including JFK’s alleged assassin.

GPAZUREEnno Hobbing, head of the Latin American Information Center in New York. He also worked for the CIA and answered to officer Albert Haney. [status: Probable]

GPBEFITKeith Botsford, a case officer with the Congress for Cultural Freedom. [status: Probable]

GPFLOORLee Harvey Oswald (post-assassination designation). It is usually used as a „slug“ to describe the contents of a memo as „Oswald-related“.

GPFOCUSRobert F. Kennedy, JFK’s brother and Attorney General in the JFK administration.

GPIDEALPresident Kennedy.

GPLOGICLyndon B. Johnson

GPPHOTOGeneral Maxwell Taylor, chair of the Cuba study group after the Bay of Pigs and later the head of the Joint Chiefs of Staff.

HT

HT??? [status: Unknown]

HTAUTOMATCamera system for project Oxcart, the CIA’s SR-71 program and U-2 photography. James McCord, CIA’s Security Research Staff officer and a Watergate burglar, was part of this project. [status: Probable]

HTLINGUALCIA mail opening and mail cover program, operated from 1952 to 1973. It was a joint operation of the CI Staff and the Deputy Director of Security/Investigations and Operational Support. The mail of Lee Harvey Oswald while in the USSR was among the targets of this program.

HTPLUMEThe nation of Panama.

JM

JMAll locations and people related to the program challenging the Cuban government led by Fidel Castro. [status: Probable]

JMADDRetalhuleu Air Base, used for air training at the time of the Bay of Pigs. Also known as Rayo Base or as MADD.

JMARCOverall Cuban operations, including the Bay of Pigs project, before this cryptonym became compromised in December 1960. It was then changed to JMATE.

JMASHForward operating base – CIA, Miami. Original name for JMWAVE. JMASH used until December 1960, when a security compromise forced change in name.

JMATEOverall Cuban operations, including the Bay of Pigs project. Known as JMARC before this cryptonym became compromised in December 1960, and then became JMATE. Used for Cuban operations well into 1962.

JMBARCIA maritime covert operations group located at Key West, Florida. [status: Probable]

JMBELLA special channel used primarily for JMWAVE and Headquarters communications but also for communications with other JM sites. [status: Probable]

JMBLUGJohn S Peurifoy was appointed by President Truman to serve as the Ambassador of Guatemala, he occupied the post during the 1954 overthrow of Guatemala by CIA supported military opposition forces.

JMCLEARAir Operations during the Bay of Pigs. [status: Probable]

JMCLIPPERThe National Catholic Welfare Conference (1919-66), which then became the US Catholic Conference. (1966-2001). In 2001, it merged with the National Conference of Catholic Bishops – now the two groups are the US Conference of Catholic Bishops. [status: Probable]

JMCLOSETProgram working with potential allies who are using embassies as sanctuary. [status: Speculative]

JMDUSKThe security division within JMWAVE. There was a portion of the JMWAVE grounds that was reserved for the buildings of these officers. They had their own separate payroll. They had the ability to „backstop“ (provide cover) and provide clearance to classified information. [status: Speculative]

JMFIGThe Opa-locka air station, where Cuban immigrants were screened at the Caribbean Admissions Center prior to entry into the United States.

JMFURYThe airstrike designed to take out Castro’s air force at the outset of the Bay of Pigs invasion.

JMGINCuban travel surveillance activities [status: Probable]

JMGOLDA JMWAVE unit within the CIA base in Havana itself. This base was forced to disband when diplomatic relations between the US and Cuba ceased in January 1961. [status: Probable]

JMHARPSome of these dissidents were held as „prisoners“ after a revolt within the Guatemalan Army during November 1960. Another memo describes them as CRC expeditionary force „detainees“ – anti-Castro exiles at foreign bases that could not join the Bay of Pigs invasion for military disciplinary reasons. These detainees broke into the AMOT and CRC intelligence files in the wake of the Bay of Pigs. [status: Probable]

JMHOPEA radio station within range of Havana, probably Radio Swan, based on one of the Swan Islands near Cuba. [status: Probable]

JMMOVEThe Belle Chasse Louisiana Ammunition Dump. A CIA controlled training camp from Feb-April 1961 used for special explosives and underwater training for Cuban exiles involved in the Bay of Pigs landing.

JMNETRouting indicator for the Latin American Division. It may refer to Miami. [status: Probable]

JMPALMOperational and intelligence information concerning Haitian exile politics and the Haitian political situation. Operations were based at the JMWAVE station.

JMRAKEProgram to exploit news on Cuba. [status: Probable]

JMRIMMCommunications facility in the Miami area. [status: Probable]

JMRYEFort Gulick in the Panama Canal Zone, used to train the initial volunteer group of anti-Castro Cuban exiles prior to the establishment of the infantry training camp in Guatemala. [status: Probable]

JMSPURInvestigation of traces (or „spoor“) of former programs or records that for political reasons (Kennedy assassination, Watergate) became extremely sensitive. [status: Probable]

JMTIDEStrike base for the Bay of Pigs at Puerto Cabezas, Nicaragua.

JMTRAVInfantry training base in Guatemala used for the Bay of Pigs invasion.

JMTRAXBase in Guatemala to train the soldiers for the Bay of Pigs.

JMWAVECIA Station in Miami, training facility for anti-Cuban operations, existing on what is now the site of the Miami Zoo.

JMZIPLatin American Division routing indicator.

KU

KUDivisions of the CIA itself.

KUBARKCIA.

KUCAGECIA Psychological and Paramilitary Operations Staff.

KUCLUBCIA Office of Communications.

KUDESKCounter Intelligence (CI) division of CIA.

KUDOVEClandestine services of CIA.

KUFIREIntelligence.

KUFULGENTRelated to DTDORIC [status: Unknown]

KUGOWNPsychological and Paramilitary Staff. Related to Operation KUGOWN, a propaganda effort designed to inform on the extent communism had infiltrated Guatemala following the 1954 overthrow. KUGOWN was later changed to KUWOLF.

KUHOOKCIA Paramilitary Operations Staff

KUJAZZThe CIA Office of National Estimates.

KUJUMPOffice of Operations (OO)

KULOOKDomestic Collections Division

KUMONKCIA Office of Political Analysis (OPA).

KUPALMSystem of electronic records, including a biographic registry.

KURIOTCIA Technical Services Division (TSD).

KUROARTraining Branch. [status: Probable]

KUSODACIA Office of Security.

KUTUBEForeign Intelligence (FI) division of CIA.

KUTUBE/DCIA „Staff D“ responsible for SIGINT (Signals Intelligence – electronic intercepts), where the ZR/RIFLE „executive action“ (assassination) program was housed.

KUWOLFPsychological and Paramilitary Staff. Replaced the earlier name, KUGOWN.

LC

LCA program or operation designed to separate truth from falsity. [status: Speculative]

LCFLUTTERPolygraph („lie detector“) testing, sometimes referred to simply as „FLUTTER“.

LCHARVESTLCHARVEST (TPFAST, TPTERRY, VLVIGOR) involved operations against Peoples Republic of China (PRC) scientists and efforts to monitor PRC state technology.

LCIMPROVECounter-espionage involving Soviet intelligence services, worldwide.

LCPANGSThe nation of Costa Rica.

LCPIPITProgram utilizing journalists as informants or sources, based in Paris. The pipit is a songbird that blends in easily with its environment. [status: Probable]

LI

LIOperations, organizations, and individuals related to Mexico City.

LIANCHORA program to create an Agency-controlled „leftist“ press service to distribute political articles in Latin American countries.

LIBIGHTMail opening operation in Mexico City, with Soviet and/or Cuban targets.

LIBRIFORMA CIA source of unique information regarding the Czechoslovakian Embassy located in Mexico City. [status: Probable]

LICALLAOne of three photo surveillance sites under the LIEMPTY umbrella project. LILYRIC was an apartment which provided a view of the back of the Soviet Embassy compound in Mexico City. The other two photo sites were LIMITED and LILYRIC.

LICAPERProposed joint installation during 1963-64 with the Mexican Ministry of Interior, Federal Security Service (DFS), approved in principle by Headquarters but not implemented because for local security and economic reasons in March 1964.

LICASA-1An agent in Mexico City whose production was rated „among the most valuable“. His sources were from the Soviet Bloc, with a large portion from Cuba. He worked with the station from roughly 1958 to 1969. [status: Unknown]

LICHANT-1Unwitting asset Manuel Calvillo, who the HSCA failed to locate in its attempt to corroborate Elena Garro de Paz’s story regarding Oswald in Mexico City.

LICHAP-1Involved in creating false visas. [status: Unknown]

LICHEWLeo C. Redlich, US citizen and professor at the University of Mexico, a contract agent serving as the outside case officer between 1962-1968 for covert action projects LINLUCK and LICOAX among others.

LICOAXStudent group in Mexico City, used by Agency for political action and intelligence. [status: Unknown]

LICOMET-1Carlos Fernandez.

LICOOKY-1Viola June Cobb, who informed for CIA under crypt AMUPAS-1 while working for Castro. As LICOOKY-1 in Mexico, involved in both the FPCC campaign and monitoring Mexican playwright Elena Garro de Paz. Used Clarinda E. Sharp when corresponding with FPCC and Guatemalan friends.

LICOOLMicrophone/transmitters. Used at the Soviet embassy and the Cuban embassy. Last installation was in 1960 with the Soviets, and 1961 with the Cubans. After that point, the decision was made to prepare a separate project for each audio installation.

LICOWL-1A CIA double agent employed against the Soviets in Mexico City who owned a store near the Soviet Embassy. [status: Probable]

LICOZY-3Steve Kenin, or Kenin’s twin brother Larry. Both men were motorcyclists in Mexico City. At least one of them allegedly met Lee Oswald and their name is misspelled in documents as „Kennan“ or „Keenan“. [status: Speculative]

LICOZY-5Operator of the Mundus Tours company in Mexico. [status: Unknown]

LICRAB-1A still unidentified law student, whose primary task was to wiretap KGB officer Konstantinov. According to Mexico City station monitor Boris Tarasoff, Sergey Konstantinov may have the Soviet officer who allegedly spoke to Lee Oswald on 9/28/63, because he was one of the two Soviet embassy officers who had a strong command of English. [status: Unknown]

LICUFF-1A Soviet access agent whose cryptonym was assigned on 11/4/63. This is possibly Ricardo Poery Cervantes, a leftist journalist in Mexico. [status: Probable]

LIELEGANTRodolfo Echeverria, Mexican lawyer and Presidential adviser in charge of the Mexican DFS (Treasury Dept. intelligence), father of President Luis Echeverria. Both men played a role in the LIENVOY telephone tap operation. [status: Probable]

LIELOPEProject which supported and directed the activities of those who traveled to the United States from Mexico who were engaged in trade union activities.

LIEMBRACEA Mexico City-based surveillance project, under the umbrella LIPSTICK project. LIEMBRACE included a surveillance team, a radio repairman, and a phototruck team.

LIEMBRACE-11Yolanda del Valle Gonzalez, engaged to LIEMBRACE-4.

LIEMBRACE-4This surveillance agent was caught up in the fracas of the 1968 attack on the Mexico City students. [status: Unknown]

LIEMPTYUmbrella surveillance project in Mexico City, formerly code-named LIPSTICK. Included a variety of sub-projects under it.

LIEMPTY-1Ramon Joseph Alvarez aka Raymond Gerende, who ran the three photographic basehouses focused on the Soviet compound in Mexico City.

LIEMPTY-14LILYRIC surveillance was run by a meticulous woman known as LIEMPTY-14. LIEMPTY-14’s daily logs and reports were reportedly „detailed and complete”. LILYRIC provided the best vantage point for photos of visitors, as it was aimed at the Soviet embassy front gate. lIEMPTY-14’s identity is unknown.

LIEMPTY-19Hester Roos De Alvarez

LIEMPTY-2Juan Nepomuseno Frias Ramirez, using the pseudonym of Oliver Scantling and the cryptonym of LIEMPTY-2 in Mexico City.

LIEMPTY-3This agent spent time trying to recruit AEIMPULSE to defect and to set up a listening post on Soviet officials Kazantsev and Konstantinov in Mexico City. [status: Probable]

LIEMPTY-5Sister of Raymond Gerende. She assisted with the processing of the photographic take in Mexico City in her husband’s darkroom during the early sixties. [status: Unknown]

LIEMPTY-6LIMITED was the best of the three surveillance sites focused on the Soviet compound, as it was fixed on both the vehicle entrance and the pedestrian entrance. Run by an older man known as LIEMPTY-6 who lived in the basehouse with his family, the LIMITED take yielded no pictures of Oswald. LIEMPTY-6’s identity is unknown.

LIEMPTY-9She was the head of the LILYRIC photosurveillance basehouse focusing on the Soviet compound in Mexico City. Her name is unknown. [status: Unknown]

LIENTRAPMobile surveillance photo truck with several support agents used to track Soviet operatives in Mexico City.

LIENVOYCIA telephone tapping program in Mexico City, targeting Cuban and Soviet embassies and run in conjunction with the Mexican DFS. Netted phone calls allegedy of Oswald. See also LIFEAT.

LIENVOY-16Anita Tarasoff. When it was discovered that her husband, transcriber Boris Tarasoff, knew Russian and English but virtually no Spanish, his wife was pressed into service to help him. [status: Speculative]

LIENVOY-2Luis Echeverria Alvarez – described as „a Mexican supervisor field agent“, #4 in the command flowchart, and right under intercept center chief and CIA officer Charles Flick [status: Probable]

LIERODECIA photosurveillance and tapping operation targeting the Cuban embassy compound in Mexico City (see refs for confusion on this). It is the LIERODE operation which allegedly failed to obtain photos of Oswald due to a camera breakdown.

LIEVICTMURO, a right-wing Catholic student group in Mexico. This program supported a national Catholic student group that was anticommunist; it considered allying with the PRI (the Mexican governing party); the president’s group met biweekly with a station officer. [status: Probable]

LIFEATCIA telephone tapping program on a number of phone lines in Mexico City, collecting information on a variety of targets, including home phone lines of Soviet officers, the Yugoslav Embassy, and more. Project grew to include TELEX systems and microphone placements. See also LIENVOY.

LIFEUD-1Unidentified individual who retired from the LIFEAT program in 1963, played a valuable role in protecting LIFEAT. [status: Unknown]

LIFEUD-2Lineman for the Mexico City telephone company. [status: Unknown]

LIFEUD-22Alberto Cesar Rodriguez Gallego, the main photographer in the LIERODE basehouse covering the Cuban embassy in Mexico City.

LIFIREA joint program with the Mexican security forces. LIFIRE obtained passenger manifests of all commercial flights, passport photographs of travelers to Cuba, and could sometimes even follow a passenger to the hotel with their surveillance truck.

LIFIZZLIFIZZ put out various publications. One of them was Espejo magazine, a right-wing weekly periodical in Mexico that received CIA funding. [status: Probable]

LIGAFFA covert anti-communist propaganda program in Mexico in 1963, using a variety of legal and illegal tactics. [status: Probable]

LIHABITA base used to conduct photographic surveillance targeting the Soviet allied Czechoslovakian Embassy in Mexico City.

LIHUFFAn anti-communist organization in Mexico with emphasis on students, economics, civil pressure and propaganda. Financed by the Mexico City station.

LIHUFF-1Alfonso Rudolph Wichtrich, Executive VP, American Chamber of Commerce in Mexico. The cut-out for LIHUFF-2.

LIHUFF-2Augustin Navarro.

LIJERSEYPhysical surveillance team operating in Mexico City. Renamed LIRICE in 1962.

LIKAYAK-2Ran a postal intercept operation in Mexico City with 22 agents between 1957 to 1969.

LILINKAn operation in Mexico City to provide non-official cover for CIA officers with infra-red communications system to the CIA station in the Embassy.

LILISPA funding mechanism for covert action projects in Mexico.

LILYRICOne of three photo surveillance sites under the LIEMPTY umbrella project, the only one of the three that photographed license plates of all vehicles entering the compound. LILYRIC was a 3rd story apartment across the street from the Soviet Embassy in Mexico City, south of the LIMITED installation. The other two photo sites were LIMITED and LICALLA.

LIMASK-1Long-time agent in Mexico City. Answered to AMSUPER-1 in the Gyrose Debriefing Unit. Member of AMBUD. [status: Unknown]

LIMERICKSoviet Embassy in Mexico City.

LIMESAExtremely sensitive monitoring operation targeting Soviet Embassy in Mexico City, run by FI/D.

LIMEWGeorge Munro, often used the psuedonym Jeremy Benadum. An ex-FBI agent that was one of Mexico City CIA station chief Win Scott’s chief lieutenants. Munro helped run the LITEMPO program. [status: Probable]

LIMITEDOne of three photo surveillance sites under the LIEMPTY umbrella project. LIMITED was a fixed site right across the street from the front gate of the Soviet Embassy. The other two photo sites were LILYRIC and LICALLA.

LIMOTORAn „eyes and ears“ project using American students at Mexico City universities to observe the operations of the Soviet intelligence service and to determine which American students were Soviet targets.

LIMUDMail intercept operation in Mexico.

LIMUSTA collection of four housing units used in the LIMESA project as part of a sensitive FI/D operation. One of these units housed the LICALLA photographic surveillance on the Soviet embassy.

LINEB-1Double agent working for the CIA and the FBI as well as the USSR. Based in Mexico City, but would travel within the United States. Identity is unknown. [status: Unknown]

LINILE-1One of the known five double agents working for the Mexico City station in 1963. [status: Unknown]

LINLUCKCarlos Manuel Pellecer

LINOODLEPress placement and publications program in Mexico City.

LIONIONPhotosurveillance project targeting Cuban Embassy in Mexico City, also referred to as LIERODE. The purported failure of the LIONION installation to capture a picture of Lee Oswald in late September 1963 was a matter of concern and some disbelief in the HSCA’s investigation.

LIONION-1Alberto Rodriguez Gallego, part of LIONION photography project targeting Cuban embassy.

LIONION-2The mother of LIONION-1. She assisted him in caretaking the technical surveillance operation against the Cuban embassy in Mexico City.

LIOOZE-1Pablo Agustin Aldama Acosta, chief of Cuban intelligence in Mexico, and a double agent.

LIOSAGECarl Migdail, US News and World Report staffer. Friend of David Phillips and Mexico City station chief Win Scott.

LIOVAL-1John Emil Blankeneagel, American friend of Soviet consul Pavel Yatskov in Mexico City.

LIPAWNAudio surveillance on Soviets in Mexico City. [status: Probable]

LIPLUGListening post in Mexico City aimed at two Soviets, GRU officer Vadim Aleksandrovich Sheynok and Yuriy Mikhaylov.

LIPSTICKThis Mexico City-based project was an „umbrella type project…consisted of multiline phone taps, three photographic sites, a mobile surveillance team and a mail intercept operation.“ Under this project were LIMITED, LILYRIC, and LICALLA, LIEMBRACE, LIENTRAP, and possibly other projects. Renamed LIEMPTY.

LIPSTICK-20The initial cryptonym for Raymond Joseph Alvarez Durant aka Raymond H. Gerende, assigned in the 1950s. He later became LIEMPTY-1.

LIQUIFIER-7Student leader with LIEVICT and ZRAFRAID in 1963 in Mexico City. Sometimes referred to as simply LIQUIFIER. [status: Probable]

LIRAMAGustavo Diaz Ordaz, president of Mexico from 1964-1970.

LIRAVINEMid-1960s project „for the purpose of consolidating into one administrative group a number of active Cuban informants,“. Most productive were the LITAMILs and the LITAINTs.

LIREAMDialogos, a left wing intellectual publication funded by the CIA in the 1960s. The editor was known in the CIA as Edward Tichborn – his true name was Henry Lopez.

LIRICESurveillance project targeting the Communist Party in Mexico City. Some of its agents were arrested and their CIA case officer detained by the Mexican Security Service and subsequently allowed to leave the country. Originally named LIJERSEY.

LIRINGStudy and recruitment of Cuban officers working at the Cuban embassy compound in Mexico City. [status: Probable]

LIRING-1Ramiro Jesus Abreu Quintana. Debriefed the triple agent AMKNOB-1 in 1966, during the trial of Rolando Cubela. Third Secretary in the Cuban Embassy in Mexico in the mid-60s. [status: Probable]

LIRING-10Reynaldo Cepeda, Cuban intelligence officer in Mexico City.

LIRING-3Carlos Jurado-Delmar, also known as Carlos Jurado J. Delmar and Carlos Delmar Jurado. Shortly after Garrison’s JFK investigation became public in early 1967, Jurado allegedly began having sexual relations with Silvia Duran, and she allegedly told him that she had sexual relations with Lee Harvey Oswald.

LIRING-4Chichay Jurado. Worked as a secretary for LIRING-1 in Cuban Embassy in Mexico City in 66-67 period. Wife of LIRING-3, Carlos Jurado.

LIRING-9Enrique M. Cicard Librada

LIROMANCE A CIA Mexico City Station audio surveillance operation; the listening device was installed inside the furniture in the Cuban embassy in Mexico City.

LISAMPANLISAMPAN was a multiaudio project covering the Cuban Embassy and the residence of the Cuban ambassador in Mexico, installed in late 1964. [status: Unknown]

LISICLE-1Marginal agent, medical student. [status: Unknown]

LISIREN-3Stayed at the Ochsner Clinic in early November 1963 [status: Unknown]

LISPURA magazine proposed by the Mexico City station that was rejected by the ambassador as „too dangerous“. HQ wanted to fund this magazine. [status: Speculative]

LISTEED-2Double agent with connections in San Diego that was working Soviet commercial attache Vladimir Fedorovich Kuznetsov in Mexico City. One of five double agents that the US relied on Mexico City in November 1963. [status: Unknown]

LITABBYA photographic base used by Mexico City Station to obtain intelligence on foreign officials and related individuals.

LITAG-1Jaime Varela Canosa, naval attache at the Cuban Embassy in Mexico City until he defected in March 1960.

LITAINTHarassment efforts directed at the Cuban compound in Mexico City in the 1960s.

LITAINT-1Angel Lorenzo Saavedra Correa – known in the US as „Manuel Villafana Martinez“ – a Cuban Military and Air Attaché who defected to the US in April 1960. He fought at the Bay of Pigs and with Comandos Mambises in 1963.

LITAINT-2Ran a harassment program aimed at the Cuban Embassy in Mexico City during 1962-1963. [status: Unknown]

LITAINT-5Julian Arias Prado, a member of Task Force W’s Debriefing Unit in Mexico City in 1962; active with LITAINT since 1960 after resigning as Cuban vice consul in Los Angeles and moving into Mexico. Also known as AMTOAD-1.

LITAINT-7Antonio Montanes, Second secretary at the Cuban embassy in Mexico who made a dramatic defection speech that „received wide play in the Mex. press“.

LITALK-1Agent that worked with both DFS officer Fernando Gutierrez and Mexican government official Luis Echavarria. [status: Unknown]

LITALUS-1Surveillance agent in Mexico City who had Thomas Hazlett as his case officer for several years. [status: Unknown]

LITALUS-2Agent conducting surveillance in Mexico City. His case officer in 1963 was Thomas Hazlett aka Clyde Shryock. [status: Unknown]

LITALUS-3This recruited agent was the first to plant microphones inside the Cuban embassy. [status: Unknown]

LITAMILCuban operations.

LITAMIL-1Manuel Machado Llosas, a Cuban businessman in Mexico and treasurer of the July 26 movement in Mexico.

LITAMIL-13Source for LITAMIL-2, used in late 1963 in the MHVIPER program for economic warfare on Cuba. 201-329618. [status: Unknown]

LITAMIL-2201-275992. Was born in 1918. Resided in the US from 1936 to 1941. Had diplomatic plates in 1960. Purchased arms and equipment, established a clandestine radio station in Mexico prior to Castro’s successful revolt. [status: Speculative]

LITAMIL-3Ricardo Vidal Dominguez. Informant within the Cuban diplomatic corps who tried to convince consul Eusebio Azcue to defect during September 1963. He himself had a history as consul in the Cuban embassy in Mexico City, 1959-1961.

LITAMIL-7Consuelo Esperon Perez, a secretary at the Cuban Embassy, received operational approval as an agent of Task Force W, Mexico City during 1962-1963.

LITAMIL-9Luis Alberu Souto, Cuban Cultural Attache in Mexico City, working as a double-agent for the CIA. According to one CIA document, LITAMIL-9 made photo identifications for the LIONION surveillance project.

LITEASE-1An American double agent in Mexico City that convinced Vladimir Koznetsov to use her as an agent in late 1963. [status: Unknown]

LITEMPOOperation support and security backstopping for the Mexico City operations, commencing in 1960. Involved a liaison relationship with the Mexican government.

LITEMPO-1Emilio Bolanos, a nephew of Gustavo Díaz Ordaz, Minister of Gobernación and then President of Mexico from 1964-1970.

LITEMPO-12Miguel Nazar Haro, aka Angus J. Laverdure aka Juan Noriega – a Mexico City station agent close to Win Scott between 1960-1971 who became head of the DFS in 1976 before his US conviction in the 1980s for smuggling stolen cars. [status: Probable]

LITEMPO-2Gustavo Diaz Ordaz, President of Mexico from 1964 to 1970. He was president in 1968 during the famous Tlatelcolco massacre. Diaz Ortiz was part of Mexico City station chief Win Scott’s LITEMPO program. Later known as LIRAMA.

LITEMPO-4Fernando Gutierrez Barrios, head of the Mexican secret police (DFS) from 1964 to 1970, and later held other Mexican government posts. Gutierrez Barrios was part of Mexico City station chief Win Scott’s LITEMPO program.

LITEMPO-8Luis Echeverria Alvarez, acting secretary of Gobernacion in 1963; Mexican Interior Minister in 1964; President from 1970-76; and the liaison contact with the Mexico City station during chief Win Scott’s tenure.

LITENSORAdolfo Lopez Mateos, President of Mexico in 1963.

OD

ODDepartments or agencies of the U.S. government.

ODACIDU.S. State Department.

ODALOEU.S. Secret Service.

ODBEATDefense Intelligence Agency. [status: Probable]

ODBOONU.S. Customs Agency.

ODCOILBureau of Narcotics and Dangerous Drugs [status: Probable]

ODEARLU.S. Department of Defense.

ODENVYFederal Bureau of Investigation (FBI).

ODFOAMU.S. Secret Service.

ODIBEXU.S. Army.

ODINCHNational Security Agency

ODOATHU.S. Navy.

ODUNITU.S. Air Force.

ODURGEU.S. Immigration and Naturalization Service (INS)

ODWIFEAgency for International Development.

ODYOKEUnited States government. It sometimes specifically means „The White House“. Note to see if it is referring to an individual or entity in charge for a particular set of decisions on behalf of the US government.

PB

PBRelated to entire countries, or possibly countries in North America or Western Hemisphere. [status: Speculative]

PBGREGALEOperation using Clare Booth Luce and other socialites and personalities as contributors in a Latin American publication during 1958. [status: Probable]

PBGROVELAn Guatemalan operation – probably a funding source – using David Phillips in the early 1950s. [status: Unknown]

PBHISTORY„Central Intelligence Agency project to gather and analyze documents from the Arbenz government in Guatemala that would incriminate Arbenz as a Communist.“

PBPRIMEUnited States of America.

PBRUMENCuba.

PBSUCCESSProject to overthrow Arbenz government in Guatemala in 1954.

PBSWINGU.S. Embassy or official installation.

PBWIZARDEarly fifties project involving attorney Edward P. Morgan, former FBI agent who blew the whistle on the Castro assassination plots in the late sixties. This project used Morgan as a conduit for the CIA to secretly donate money to John Hopkins University and the School for Advanced International Studies. [status: Probable]

QD

QDAnti-Castro activists working directly with William Pawley. [status: Speculative]

QDBIASPedro Diaz Lanz.

QDCHARMarcos Diaz Lanz, brother of Pedro Diaz Lanz.

QDCOVERicardo de la Lorie, aka Ricardo Luis de la Lorie-Bals, aka Ricardo Lorie Valls.

QDDALEWilliam D. Pawley. A former diplomat, he had also owned major sugar interests in Cuba, as well as Havana’s bus, trolley and gas systems.

QDELFPossibly Hal Hendrix, Source with a great deal of background on Miami journalists. Identity still unknown. [status: Probable]

QK

QK??? [status: Unknown]

QKACTIVEProgram to weaken the Soviet regime, run by the CIA’s Soviet division, utilizing radio broadcasts (Radio Free Europe and Radio Liberty), the Institute for the Study of the USSR (BGCALLUS) chaired by Stanislaw Stankiewicz, and published articles and books. [status: Probable]

QKENCHANT„Agency project used to provide security approvals on non-Agency personnel and facilities…..to discuss proposed projects, activities, and possible relationships.“

QKFLOWAGEUnited States Information Agency/USIA

QKGLACEPropaganda issued by political organizations. [status: Probable]

QKHILLTOPA cryptonym assigned in 1954 to a project to study Chinese Communist brainwashing techniques and to develop interrogation techniques.

QKMAGNETA consortium of agents from Immigration (INS), Customs, the Bureau of International Programs of the Department of Commerce, and the US Coast Guard. The apparent purpose was to allow certain raids on Cuba based on approval from intelligence chiefs. [status: Probable]

WO

WODivisions of the CIA itself (see also KU).

WOBONEThe CIA’s Office of Security [status: Probable]

WOFACTCIA.

WOHIVEThe Office of Strategic Services

WOLADYThe nation of Mexico. [status: Probable]

WOMACEDDO – Directorate of Operations (formerly Directorate of Plans).

WOMUSECIA CounterIntelligence staff. [status: Probable]

WOVIEWCIA’s Covert Action Staff.

ZR

ZRReferring to projects emanating from Staff D (signals and communications intelligence). Related, in an elastic sense, to CIA foreign intercept and code-breaking activities conducted to collect data for the NSA. [status: Speculative]

ZRACORNLumumba assassination project in the Congo. [status: Unknown]

ZRAFRAIDThe Psychology Congress that held its biennial meeting in December 1963 in Mexico City. [status: Probable]

ZRALERTUse of hypnotism by CounterIntelligence staff in „certain operational situations.“

ZRAVOIDU.S. Border Patrol. [status: Probable]

ZRAWARDLatin American Information Center, which later became the Business Council in 1963 and the Council of the Americas in 1970.

ZRBEACHCommunications intercepts by the CIA that are passed on to the NSA.

ZRCHESTA Staff D project which put Technical Services Division/Audio chief David Christ and his team into Cuba to tap the New China News Agency circuits and obtain information for breaking their commercial codes. [status: Speculative]

ZRCLIFFSouthern Air Transport Inc., a CIA „proprietary“ aviation company in Miami.

ZRGRACEThe operation that hunted for the NSA defectors, Martin and Mitchell. [status: Unknown]

ZRJEWELA paramilitary training program in 1961 that included Rip Robertson, Grayston Lynch, and Lucien Conein.

ZRJOINTAlternate name for LIENVOY.

ZRKNICKThe communications monitoring operation against Cuban agents in Latin America. To avoid violating the rule prohibiting CIA operations inside the US, the FBI would obtain the take in these instances and then share the results with CIA.

ZRMAJORA project for the exploitation of political consultants.

ZRMETALWashington, DC.

ZRPENNYActivity to counter Cuban student participation in communist-sponsored world youth festival in Helsinki in 1962.

ZRPRIMAProgram to penetrate the foreign technical personnel being hired by Castro to work in Havana.

ZRRIFLEProgram to recruit foreign criminal assets for various illegal activities including burglary, wire taps, strong arm work and thefts in support of ZR code breaking work. Later used by William Harvey as a cover for an Executive Action assassinations program.

ZRSIGNA program using American labor organizer and CIA agent Serafino Romualdi. [status: Probable]

ZRSOLOAn alternate name for the Mexico City listening posts of LIFEAT.

ZRTAFFYA closed channel internal CIA communication between Headquarters and some other CIA office of which only the principals (usually two) were cognizant. A single channel dissemination keeping information tight and secure. [status: Probable]

ZRWAGONA program of overseas dockside sabotage operations, including the recruitment of seamen. The target was commercial shipments to Cuba. [status: Probable]

ZRWAHOOThinly based intelligence reports on Latin American subjects in the Western Hemisphere, collected outside regular channels that need to be checked out more thoroughly. [status: Probable]

OTHER

ANTLERSA highly sensitive CIA project to move a defector from Europe to the US „…without leaving any trace of his true identity.“

AQUATICAQUATIC was an Office of Technical Security program that deployed a variety of intrusive techniques. Documented usage against Cuban diplomatic facilities in Mexico City.

AQUATONEThe production and development of planes and equipment designed particularly for intelligence purposes. A joint procurement project by both the CIA and the Air Force. The objective was to obtain coverage of high priority targets in the USSR.

ARTICHOKEThe study and/or use of „special“ interrogation methods and techniques. These „special“ interrogation methods have been known to include the use of drugs and hypnosis, and „total isolation“, a form of psychological harassment.

ATTICPyotr Popov, who provided information on the Soviet Union to CI/SIG.

BARRThe communications designator for the the JMBAR facility at Key West. [status: Probable]

BEThe CIA nation designation for operations in Soviet controlled Poland. [status: Probable]

BESMOOTHA project to monitor and translate foreign intelligence communications, process the material, and assess and recruit potential targets as intelligence sources.

BEVISIONProject using the Polish defector Michael Goleniewski [status: Unknown]

BGACTRESSInternational Organizations Division [status: Probable]

BGGYPSYThe nation of Russia and Russian connected operations. [status: Probable]

BGMORNINGA program related to LIFEAT, Mexico City, and the Soviet spy Rudolf Abel

BIOGENESISArgentine federal police. Principal liaison service of the Buenos Aires CIA station and used for telephone-tapping and other joint operations.

BKCROWNCIA. This cryptonym was adopted in the early 1970s. [status: Probable]

BKHERALDCIA, Soviet Bloc division. This cryptonym was used in the 1970s. [status: Probable]

BLANKETA request to permit discussion of National Security Council 5412/2 matters on a need-to-know basis.

BUTANEA surveillance project created at the direction of the Director of Central Intelligence to determine the activities and contacts of Victor Marchetti a former CIA employee with current Agency employees.

BYEMANProgram for clearance for a CIA officer to handle sigint (signals intelligence) materials. [status: Probable]

CANDICuban intelligence service clandestine drop in Mexico City

CAPRICE-1Possibly Oscar Mendoza Concepcion. Cuban intelligence agent, stationed in the Cuban embassy. [status: Speculative]

CARROTExfiltration operation in 1961, designed to rescue members of the Escambray Libre (EL) forces in the Sierra Maestra after the capture of their leader Plinio Prieto.

CELOTEX-1Physical surveillance by CIA of Washington Post reporter for four month period in early 70s.

CELOTEX-2Surveillance of DC journalist Jack Anderson and his staff.

CIDigraph for Venezuela.

CIARK-1May have been the father of Rafael Rivas Vasquez. Described as a medium level Venezuelan Government official with contacts among Cuban exiles. [status: Speculative]

CIFENCE-4Luis Posada. This cryptonym was used after the use of AMCLEVE-15.

CIHUMP-1Jose de Jesus Planas. Was appointed Assistant Secretary of Labor in the new Cuban labor movement in early January 1959. Also appointed to posts in this organization were Reinaldo Pico and Reinol Gonzalez Moure (Gonzalez).

CIMOTIF-1A member of the JURE Cuban exile group that fled Panama and traveled with Manolo (Manuel) Ray. [status: Probable]

CIRAKE-1Unknown. His chief asset was US AFL-CIO officer Salvador Romani. [status: Unknown]

CIRAKE-3Unknown Cuban exile in Caracas, selling radio commo materials and equipment. [status: Unknown]

CIRASH-6Orlando Garcia Vasquez. Involved in smuggling arms to Autentico party chief Carlos Prio in Cuba during the 1950s. Others investigated in this arms trade included Robert Ray McKeown. McKeown had at least one meeting with Jack Ruby, who also was involved in Cuban arms trade.

CITASTEDirector of Central Intelligence Allen Dulles

CITUTOR-1Rafael Tremols Fresneda, DRE member in Caracas.

CLIPIn 1960, CIA initiated a program under the codename „CLIP“ (105-89923), the establishment of an organization among anti-Castro exiles capable of replacing the Castro government. In May, 1960, CIA furnished the names of the men who would become the nucleus of the FRD.

CORALClearance for military matters; it may be related to decisions about life-or-death situations, based on the high level paramilitary and intelligence people who received this clearance. It could be related to the coral beaches of the Caribbean. [status: Speculative]

DAINOLDDesmond FitzGerald, chief of Special Affairs Section (SAS) during 1963, the successor group to Bill Harvey’s Task Force W.

DEPIGRAMSource and spotter for the Corsicans. In 1960, a CIA official recommended that he be „eliminated“ – „cut out of the operation“ after choosing QJ-WIN. [status: Unknown]

DIThe CIA nation designation for operations in Soviet controlled Czechoslovakia.

DIZTAGThe nation of Czechoslovakia

DMThe CIA nation designation for operations in Soviet controlled Yugoslavia. [status: Probable]

DMLIVIDMajor Djurorie Dujare Djurorie [status: Probable]

DNThe CIA nation designation for South Korea. [status: Probable]

DTDORICIndicator for covert action to be used in book distribution programs directed at intellectuals in communist and socialist countries.

DTFROGSThe nation of El Salvador.

DTGODOWNThe American wing of the Congress for Cultural Freedom

DTLEAFAGELiterary project to counter Soviet propaganda. [status: Probable]

DTMIKADOA Japanese operation. The subject – businessman Gordon McClendon. Subject knew it was a CIA matter.

DYMAROONThe United States Department of State.

DYVOURRouting indicator for Mexico. [status: Probable]

EMANTHEM-1I. Irving Davidson, public relations officer. [status: Speculative]

EMARGOSYAn operation in the Dominican Republic in 1966, related to the US invasion. [status: Probable]

EMDEEDDelivery of pistols, carbines, submachine guns and ammo from the CIA to the Dominican Republic for the purpose of assassinating Rafael Trujillo in 1961. [status: Probable]

ERACERB-1Luis Debayle Somoza, President of Nicaragua. [status: Probable]

ERYTHROID-3Captain Franklin Anthony Wheelock Garcia, chief of the Anti-Communist Section, Office of National Security, Nicaragua. [status: Probable]

ESLARD-1Juan Jose Arevalo Bermejo.

ESVEHICLE-1General Miguel Ydigoras Fuentes, president of Guatemala from 1958 to March 1963.

EVAL-3Secretary of CIA officer Nestor Sanchez. [status: Probable]

FJDUSTCable indicator for CIA security.

FJHEARSAYThe Coordinating Secretariat of National Unions of Students (COSEC). Later in the 60s, it became known as the International Student Conference. This organization had contacts with and support from friends within the CIA and was generally supportive of anti-Communist positions.

FJSTEALUSSR.

FUBIAS-7Enrique Villarrea, worked on the FUBIAS Project in 1965. It appeared to contain some kind of DRE involvement. Villarrea worked closely with Reinaldo Pico Ramon (AMICE-31) in the early months of 1965 in particular.

FULMINATOR-1David Atlee Phillips, during a portion of the 1950s.

GFGESTETNERHerbert Manell, chief of anti-Soviet operations in Mexico City station from 1959-1964.

GIAGAR-7A member of the GIAGAR group established to support viable anti-Castro activities in Columbia. [status: Probable]

GOLIATHDescription of the CIA during late fifties and sixties, with perhaps an emphasis on its domestic intelligence activities. [status: Speculative]

GOOSECREEKSlugline used when requests are made for traces or other assistance from Staff D. [status: Speculative]

GRIPWestern European business excecutive of proven reliability, had business inside Cuba and was involved in a variety of operations, including an AMLASH operation to deliver pills to poison or otherwise kill Fidel Castro in a Vedado restaurant between 1962-1964. [status: Unknown]

GYROSERouting indicator for Task Force W’s communications regarding Cuba.

HBEPITOMEOfficers Foundation for Youth and Student Affairs. Worked with the International Organizations Division, which later was folded into the Covert Action Division. [status: Probable]

HBFAIRYThe nation of France. [status: Probable]

HBFINCHUS Embassy.

HTBASTEA pitch for defection made by a CIA officer at the United Nations. In later years, the term became used for the United Nations itself. [status: Probable]

HTKEEPERMexico City

HULAKE-1Flores Fernando Vega Lopez, San Juan source on the activities of Manuel Artime during 1963. Also referred to as Flores Fernandez Vega Lopez. [status: Probable]

HUMAP-9Lt. Colonel Fernando FIguls Quiros, head of Costa Rica’s Security Agency and aide to the President.

HYSAGE-1Thelma King, Panamanian legislator and double or triple agent. She indicated to CIA officer Jake Esterline on 11/22/63 that she knew Oswald and said that „Castro would never do that“. Had dual loyalties to Cuba and the United States.

IGORA pre-Bay of Pigs operation. [status: Probable]

IJDECANTERA Second Directorate KGB officer providing information to the CIA whose bona fides were prior firmly established.

INANITIONMystery figures passing on information about Richard Gibson and Lee Harvey Oswald. [status: Unknown]

ISOLATIONCIA’s Camp Peary, also known as „The Farm“.

JAGUARMI-5, the domestic branch of the British Intelligence Service. [status: Probable]

JKLANCECodename for the CIA, adopted by the Agency in about 1967 and borrowed from JFK’s Secret Service code name LANCER, in the wake of charges made by New Orleans DA Jim Garrison and others of CIA involvement in the JFK assassination.

JUDASA plan to kill Castro during 1963-1964. CIA officers stated that this was not its operation, and tried to learn more about it. [status: Probable]

KAPOKCable indicator for the highest level of document sensitivity. KAPOK is above RYBAT, which is above EYES ONLY.

KDFACTORA compartmentalized foreign intelligence project originally approved in 1958 as LIEMPTY before it was renamed in 1970. Its role was to provide financial and material support for visual and photographic surveillance operations targeting the Soviet Embassy in Mexico City.

KEYWAYCIA Europe Division

KLDigraph for operations in Bolivia. [status: Probable]

KLAMBROSIA-29Lydia Duran became a CIA source in Bolivia during October 1959. She was the sister-in-law of Cuban consulate secretary Silvia Duran.

KMFLUSHThe nation of Nicaragua.

KMFORGETA program where stories planted by the agency in one country would be clipped and mailed to media in other countries, and such efforts enhanced the likelihood that the stories would be seen by an American correspondent and transmitted home.

KMLASKINGWorld Assembly of Youth, an anti-Communist organization run by the CIA since 1954.

KMPAJAMAThe nation of Mexico.

KMPLEBEThe nation of Peru.

KMULCERThe nation of Italy.

KMWAAHOOAlbania.

KOBIRDThe CIA’s East Asia Division.

LADILLINGERBarbara Murphy Manell – the contract officer at the Soviet desk in Mexico City that wrote the 10/8/63 memo identifying Oswald as telephoning the Soviet embassy on October 1. [status: Unknown]

LAROBDouble agent of FBI and USSR. A saIes representative for American Airlines, may be 201-729524, identity remains unknown. [status: Unknown]

LAURICLEAn action indicator for Staff D operations.

LCFLAKEThe nation of Greece.

LIBORIOMRP plan to overthrow the Cuban government in the autumn of 1961. Assisted by CIA agent AMCOAX-1/Jose Pujals Mederos. AMBLOOD was also part of this operation.

LNAGONBureau of Narcotics and Dangerous Drugs. This cryptonym was used during the seventies.

LNCOLLARDrug Enforcement Agency (DEA) – formed in the early 1970s.

LNERGOFBI, used during the late 60s and 70s.

LNGOLDThe US Department of State.

LNHARPU.S. Government

LNPUREUS Embassy or Consulate.

LPDICTUMLPDICTUM/LPSPICE was an investment company. As of September 1973, it had invested over $100,000 in Petrolcos Mexicanos, S.A. Mexico. LPDICTUM/WUSALINE was also a investment company. Both companies were dissolved between 1965-1975, but their officers may have maintained links with the CIA [status: Probable]

LPHIDDENAn extremely sensitive operation run by the Office of Security in 1954. Private investigator Robert A. Maheu was paid by a competitor of Aristotle Onassis in 1954 to carry out a campaign of wiretaps and dirty tricks against the Greek shipping tycoon – with the knowledge and approval of the CIA and then-vice president Richard M. Nixon. [status: Unknown]

LPOVERConover Mast Publications [status: Probable]

MERRIMACA penetration and surveillance project designed to monitor dissident groups and potential threats to Agency personnel and operations.

MHDesignation is to signify the program had a worldwide area of operations. [status: Probable]

MHAPRONWorldwide program for the penetration of the power centers and armed forces of the Cuban regime.

MHCHAOSProgram to gather and evaluate all available information about foreign links to racial, antiwar and other protest activity in the United States.

MHCHILDA program encompassing a variety of so-called „babysitting“ chores. [status: Probable]

MHDOWELA descriptor for the revelations in 1967 about the CIA’s subsidies to the National Student Association, unions, businesses, foundations, and various other groups in the public sphere. [status: Probable]

MHMUTUALAn insurance program for non-staff covert CIA agents to receive death and disability payments.

MHORDERIndicator for negative publicity about the CIA. [status: Probable]

MHVIPEREconomic denial program focusing on sabotage of all Cuban traffic involving buying, selling, and shipment of parts and supplies.

MKAn operation of the CIA’s Office of Technical Services Staff.

MKCHARITYEquipment basehouse in Mexico City, supported by the CIA’s Technical Services Division. It was located in the home of technical security officer Harvey Mulford.

MKNAOMIA joint project between the CIA and the Army’s Special Operations Division involving the use of chemical and biological agents for a variety of purposes including both incapacitation and elimination. Program operational between 1952 and 1970.

MKTOPAZCIA Technical Services Division. Functions included preparation of false documents and related cover/backstop identity materials.

MKTRAPThe technical nomenclature of a hot-mike telephone installation. Beginning in 1962, such a device was installed at the Cuban embassy in Mexico City.

MKULTRAMKULTRA was the principal CIA program involving the research and development of chemical, biological and radiological materials capable of employment in clandestine operations to control human behavior.

MONGOOSEA major covert action program aimed at overthrowing the Castro regime in Cuba from November 1961 to October 1962. The Chief of Operations was Gen. Edward Lansdale, who coordinated the activities among the CIA, the State Department, and the Defense Department.

NEMOV-1Marvin Kantor, a Russian-speaking student who defected to Minsk, and left shortly before Oswald’s arrival. Like Oswald, he was the only American in Minsk at the time.

NIACTAn abbreviation for „Night action“, a communications indicator requiring action by the recipient at any hour day or night.

NIEXIT-3An agent handling a communication circuit based in Mexico. [status: Probable]

NONIACTNo night action. [status: Unknown]

NOTLOXThe radio channel used by CIA to communicate with MRR inside Cuba.

OLYMPUSA PW effort with the DRE. The plan was to parachute into an airdrop zone and set up propaganda programs for the guerilla movement.

OMEGAAn exile group plan to invade Cuba, in the 1963-1964 time period, with Eloy Gutierrez Menoyo as the military chief.

OPERATION40Counter-intelligence team which was to be integrated into the brigade and charged with the occupation and temporary administration of liberated territories. Comprised of AMFASTs and AMOTs. Military leader was Vicente Leon Leon who died at Bay of Pigs; overall leader was Joaquin Samjenis. [status: Probable]

OPIMOperational immediate

OWVLOne way, coded radio telegraphy link. Required sender/receiver one time PAD for decoding message.

PALPCIA Headquarters station in Washington, D.C.

PARAGONThe domestic surveillance of Thelma King, a Latin American revolutionary whose group possessed alleged ties to a prominent CIA detractor. The CIA’s Office of Security also conducted domestic surveillance of several of King’s contacts in multiple US cities.

PASSAVOYCol. Wendell C. Johnson, retired Army colonel, was hired in 1961 as a contract agent. [status: Probable]

PATTYOperation to kill Fidel Castro and Raul Castro on 7/26/61, and then fire on Guantanamo Naval Base under the cover of Cuban uniforms, with the hope of provoking a US invasion of Cuba.

PAWNEE-3REDSKIN student in Helsinki during the summer of 1959. Friendly with Gregoriy Golub, the Soviet consul in Helsinki. Her Finnish was not as good as that of another REDSKIN student, PAWNEE-5. PAWNEE-3’s identity is unknown.

PAWNEE-5REDSKIN student in Helsinki during the summer of 1959. Flirted with Gregoriy Golub, the Soviet consul in Helsinki. During Sept. 1959, Golub began to offer „instant visas“ for foreigners seeking to enter the USSR through Helsinki. Lee Oswald was one of the first to use this new arrangement. PAWNEE-5’s identity is unknown.

PBIMPULSEA hot-mike telephone, used in Mexico City.

PDDONORYuriy Ivanovich Nosenko, using the pseudonym George Martin Rosnek. He was a highly controversial Russian defector who caused a deep split among CIA leaders regarding his credibility.

PEKLOKRadio communications circuit used by the MRR before NOTLOX.

PEPEExfiltration-infiltration Cuban operation in 1962, run by Dr. Augusto Valdes Miranda aka Polo Miranda.

PLMHABYSSPersons or events that provide „low points“ in the CIA’s history. Offered from the viewpoint of the Office of Security. [status: Speculative]

PLUTOThis operation appears to be a Pentagon plan for air operations, and not strictly speaking a CIA cryptonym. It appears to be only a part of the CIA-led Operation Zapata, which entailed the landing of troops on the Zapata Peninsula in Central Cuba. [status: Probable]

PLVWBLANKETDescriptor for embarrassing information about the CIA that has or will enter the public arena. [status: Probable]

PLVWCADETHighly sensitive information that would be embarrassing to CIA if it were to be exposed. [status: Probable]

QJBANNER-1Uncertain at this time.

QJWINJose Marie Andre Mankel

QKIVORYNational Committee for a Free Europe and its subcommittees.

QKOPERACongress of Cultural Freedom, sponsoring Western intellectuals, artists, and musicians – some knew about their CIA benefactors, while others did not.

QMTURGIDOne of the Watergate burglars, and probably Howard Hunt. [status: Probable]

QRACTIVERadio Liberty – CIA proprietary, began in 1953 broadcasting to the Soviet Union in Russian and fifteen other languages.

QRPHONE-1Richard Gibson

QUHOPS-1Jose Luis Gonzalez Gallarreta, an AMLASH operative that provided Rolando Cubela with a telescopic rifle, a silencer, and other equipment designed for the assassination of Cuban Prime Minister Fidel Castro.

QUMALT-1Odon Alvarez de la Campa

QUSPORT-1Bichi Bernal, Cuban military attache in Japan who was recruited by the CIA and then defected.

QUSWIFT-1Earl Williamson, Chief of Madrid Station in the nation of Spain [status: Probable]

QUSWIFT-7Miguelina Teurbe-Tollon Collado, nicknamed“Tota“, a woman in Paris that worked with the AMLASH group after her partner was killed in a Cuban prison.

REDCAPREDCAP was a program of operational exploitation of Soviet personnel. Included within its objectives was inducement of Soviets to defect from their official posts, or to extract information from them in the course of attempting to convince them to defect.

REDCOATInformation indicator for the Soviet/Eastern European Division.

REDSKINCIA source program based in legal travelers to the Iron Curtain countries.

REDSOXIllegal operations mounted into the USSR.

REDTOPCIA Soviet Division.

REDWOODAction indicator for the Soviet/Eastern European Division.

RESISTANCEThis project was designed to provide security to CIA recruiters on college campuses.

RXZIMContested cryptonym for Lee Harvey Oswald. Cited by CIA officer James Wilcott. Not corroborated. [status: Speculative]

RYBATA high level of secrecy required to protect the message. As of 1969, if a document was marked as „RYBAT“, CIA employees were not allowed to photocopy it.

SEALProject containing Information concerning Office of Security operational support for covert action relative to the Bay of Pigs invasion. Project continued for years after the Bay of Pigs.

SGHOUSEAn accounting program used to provide vouchered funds for administrative purposes.

SKEWER-1Luis A. Ferre, former governor of Puerto Rico

SLEEPERThis project used a Cuban official within the Communist Party to gather intelligence. [status: Probable]

SLFREE-1Irving Richard Poyle, jailed in Cuba between 1964-1973. At the time of JFK’s death, the CIA was planning a meeting with him in Mexico regarding the AMROD operation with officer Oliver Fortson, whose actual identity remains uncertain.

SLINCTelegram indicator for CIA’s Guatemalan covert operations headquarters in Florida.

SLIPSTREAMAgent that identified the „Mystery Man“ in Mexico City as Juriy (Yuri) Maskelov. [status: Speculative]

SMThe CIA nation designation for the United Kingdom. [status: Probable]

SMOTHMI-6, the British intelligence agency that provides the British government with foreign intelligence.

STESCALADEThe bugging or attempted bugging of the New China News Agency in Havana by David Christ and his Office of Technical Security colleagues in 1960. [status: Probable]

STGANGAudio operations targeting Chinese Communists in Mexico City.

SUGARRichard Gibson, chair of the Fair Play for Cuba Committee from 1961-1962, and then an expatriate in Europe. His work for the CIA began no later than 1965.

TARBRUSHA black propaganda program run by the Mexico City station during the 1950s-1960s.

TEKLOKAgent inside Cuba in 1961 attempting to kill Fidel Castro, war name „Luis Jorge“. [status: Unknown]

TODHUNTERDDCI Marshall Carter

TOPAZIn Leon Uris‘ book Topaz, this was the pseudonym for Phillipe Thyraud de Vosjoli, member of the French intelligence service SDECE.

TPELIDEAt least through 4/64, used by the Mexico City station as a generic term for „embassy“ and also used for a CIA team conducting surveillance. Caused confusion within CIA ranks. [status: Probable]

TPRANSACKA covert action program targeting left wing groups within the trade union movement using the International Federation of Journalists. [status: Probable]

TPTONICRadio Free Europe, aimed at the Eastern European countries.

TWIXTRobert Maheu’s first project with the CIA, assigning him to work against the interests of Greek industrialist Aristotle Onassis. Maheu was retained by the CIA to aid Onassis‘ competitor Stavros Nairchos after Onassis cut a deal to control 90% of Saudi Arabia’s oil.

TYPICRouting indicator for Cuban operations. [status: Probable]

UNOperations or agents based in France. [status: Probable]

UNBOUNDFrench security/intelligence service, probably SDECE. [status: Speculative]

UNRUMBLEParisian operation focused on Cuba. [status: Unknown]

UNRUMBLE-2Pedro Ruiz Quintero, a Cuban medical student living in Paris.

UNRUMBLE-6Parisian agent communicating by shortwave with Manuel Ray of JURE. [status: Unknown]

UNSNAFU-5Angel Luis Fernandez Ruiz, worked at Cuban Embassy in Paris

UNSNAFU-9Luis Enrique Trasancos, a CIA penetration agent at the Cuban embassy in Paris.

UNSTARAn unknown French diplomat, who in the days after 11/22/63 allegedly claimed that JFK was killed due to a joint plot by the Chinese government and Castro.

UOACEUOACE was a Western Hemisphere project that provided funds for salary, travel and miscellaneous operations in Mexico in the 1960s.

VENOMA CIA project monitoring the actions of the violent anti-Castro groups, located in Miami. [status: Speculative]

WASHTUBPhony arms cache planted by CIA in Nicaragua during 1954.

WIROGUEThis project used a foreign agent to recruit assets for sabotage, intelligence gathering, and proposed assassinations.

WIROGUE-1David Tzitzichvili aka David de Panaskhet.

WITHRUSHProject using Cuban pilots, possibly in the Congo. [status: Unknown]

WKSCARLET-3Luis Posada [status: Probable]

WKTANGO-1Orlando Garcia Vasquez, head of DISIP intelligence service in Venezuela. Previously known as CIRASH-6. In 1976, he was intelligence and security adviser to Venezuelan president Carlos Andres Perez. [status: Probable]

WSWarfare – more in the context of sabotage than weaponry. Examples would include psychological warfare, political warfare, and economic warfare, in the Cold War context. [status: Probable]

WSACROBATCo-organizers on a literacy seminar. Identity unknown. [status: Unknown]

WSBURNTThe nation of Guatemala.

WSCHILDU.S. National Student Association

WSHOOFSHonduras.

WUBONBONBook publishing project – one of the Domestic Operations Division propaganda programs supervised by E. Howard Hunt.

WUBRINYWUBRINY included Haitian operations – but it may have been broader in scope. [status: Probable]

WUBRINY-1Thomas Devine, former CIA staffer who then became an „oil-wildcatting associate“ with George Bush at Zapata Offshore Drilling Company. Devine also became a member of the investment firm of Train, Cabot and Associates, New York. He also does financial consulting. [status: Speculative]

WUMUTUALA mutual fund, used as a proprietary corporation by the CIA. [status: Probable]

WUSALIFYTrain, Cabot & Associates, an investment firm in New York City. [status: Probable]

WUSALINEA proprietary investment and investment consulting firm. WUSALINE may have invested in a number of companies. One of them may have been Zapata Off-shore Drilling Company. George Bush was its CEO from 1956 to 1964. A proprietary corporation housed and managed by the investment firm of Train, Cabot and Associates, New York, aka WUSALIFY. [status: Speculative]

YEASTSlugline used for Operation Yeast, a landing plan for a small group during the Bay of Pigs.

YOACREGuantanamo Naval Base.

YOBELTUniversity of Miami. [status: Probable]

ZENITHA private, civilian corporation known as Zenith Technical Enterprises – serving as the commercial cover for the CIA’s JM/WAVE station in Miami.

ZIPPERGehlen Organization

ZODIACInternal CIA system for processing travel information regarding all Soviet satellite nationals that travel into or from the United States.

ZOMBIEA list maintained within the CIA’s Records Integration Division of all non-Soviet/satellite nationals who travel to the Soviet bloc.

ZORROA cache operation conducted by a four man team to provide weapons and explosives for Rolando Cubela inside Cuba.

ZRTORCHCommunications between CIA officers and defectors or potential defectors. [status: Probable]

 

 

Bearbeitungsstand 16.08.2015

CIA cryptonyms are

(https://en.m.wikipedia.org/wiki/Code_name „Code name“) or

(https://en.m.wikipedia.org/wiki/Code_word „Code word“) used by the U.S.Central Intelligence Agency (CIA) to refer to projects, operations, persons, agencies, etc.

Introduction


The term „code word“ was used by the CIA during the 1960s as a partial designation for a Top Secret report on a highly classified and sensitive intelligence topic, and for compartmenting information. In the context of discussing code words used in the President’s Daily Brief (PDB) during the Johnson and Nixon administrations, former CIA Director Richard Helms wrote:[1]

„At the time, the highest security classification was known as Top Secret/Code Word. In practice, the slug — as we called it — ‚Top Secret/Code Word‘ was followed by a noun, so scrupulously chosen that even the most intuitive intruder could not associate a glimpse of the code word with the subject matter it protected. In my day there were a dozen or more of these tightly compartmented classifications of information. Aside from the President and a few others — usually the Secretary of State, Secretary of Defense, and National Security Advisor — no other government official was automatically cleared for ‚all source‘ reports. The lesser recipients of specific code word data had to have a clearly established ’need to know‘ the substance of the compartmentalized report. Compartmentation, as we called it, is one of the most effective means of protecting sensitive data. Even today, I hesitate to pick a typical code word to illustrate the system. As surely as Heaven gave us little green apples, it would be my luck to pick a five-letter noun that is in current use.“

Top Secret/Code Word documents contained „highly classified and sensitive intelligence.“[1]

Format of cryptonyms


Each CIA cryptonym contains a two character prefix called a digraph, which designates a geographical or functional area.[2]Certain digraphs were changed over time; for example, the digraph for the Soviet Union changed at least twice.[citation needed]

The rest is either an arbitrary dictionary word, or occasionally the digraph and the cryptonym combine to form a dictionary word (e.g. AEROPLANE) or can be read out as a simple phrase (e.g., WIBOTHER, read as „Why bother!“). Cryptonyms are sometimes written with a slash after the digraph, e.g., ZR/RIFLE, and sometimes in one sequence, e.g., ZRRIFLE. The latter format is the more common style in CIA documents.[citation needed]

Examples from publications by former CIA personnel show that the terms „code name“ and „cryptonym“ can refer to the names of operations as well as to individual persons.[citation needed] TRIGON, for example, was the code name for Aleksandr Ogorodnik, a member of the Ministry of Foreign Affairs in what was then the Soviet Union, whom the CIA developed as a spy;[3] HERO was the code name for Col. Oleg Penkovsky, who supplied data on the nuclear readiness of the Soviet Union during the Cuban Missile Crisis of 1962.[4] According to former CIA Director Richard M. Helms: „The code names for most Agency operations are picked in sequence from a sterile list, with care taken not to use any word that might give a clue to the activity it covers. On some large projects, code names are occasionally specially chosen — GOLD, SILVER, PBSUCCESS, CORONA. When Bob Kennedy requested a code name for the government-wide plan that Richard Goodwin was drafting, an exception was made. Goodwin was on the White House staff, and the plan concerned Cuba. Occasionally the special code names come close to the nerve, as did MONGOOSE.“[5] A secret joint program between the Mexico City CIA station and the Mexican secret police to wiretap the Soviet and Cuban embassies was code-named ENVOY.[6]

Some cryptonyms relate to more than one subject, e.g., a group of people.[citation needed] In this case, the basic cryptonym, e.g., LICOZY, will designate the whole group, while each group member is designated by a sequence number, e.g., LICOZY/3, which can also be written LICOZY-3, or just L-3.[citation needed]

Digraphs


Partial list of digraphs and probable definitions

  • AE: Soviet Union (1960s)[7]
  • AM: Cuba (1960s)[2]
  • AV: Uruguay
  • BE: Poland
  • BG: Albania
  • BI: Argentina
  • CK: CIA Soviet and East Europe division sensitive cases (late 1970s)[7]
  • DB: Iraq
  • DI: Czechoslovakia
  • DM: SFRY / Yugoslavia
  • DN: South Korea
  • DU: Peru
  • EC: Ecuador
  • ES: Guatemala
  • GT: CIA Soviet and East Europe division sensitive cases (1980s)[7]
  • HA: Indonesia (1958)
  • IA: Angola[8]
  • JM: Cuba
  • KK: Israel[9]
  • KU: Part of CIA (1960s)
  • LC: China
  • LN: United States
  • LI: Mexico[2]
  • MH: Worldwide operation.[10]
  • MJ: Palestinian-related[11]
  • MK: CIA Technical Services Division (1950s/1960s)
  • MO: Thailand
  • OD: Other US Government Departments (1960s)
  • PB: Guatemala
  • PD: Soviet Union (1980s)[7]
  • PO: Japan
  • SD: Iran
  • SM: United Kingdom
  • ST: CIA Directorate of Operations, Far East division, China Branch[12]
  • TP: Iran (1953)
  • TU: South Vietnam
  • WI: Democratic Republic of the Congo (1960s)
  • ZR: Intelligence intercept program of CIA Staff D ops, the group that worked directly with the NSA (National Security Agency).

Unidentified digraphs

CA, DT, ER, FJ, HB, HO, HT, JU, KM, QK, SC, SE, SG, WS, ZI

Known cryptonyms


  • AEFOXTROT: Yuri Ivanovich Nosenko, a Soviet defector.
  • AELADLE: Anatoliy Golitsyn, a Soviet defector.
  • AESCREEN: Soviet Bloc division’s translation and analysis unit[13]
  • AMBIDDY-1: Manuel Artime.[14]
  • AMBLOOD: Luis Torroella y Martin Rivero, a CIA agent.[15]
  • AMCLATTER-1: Bernard Barker, one of the Watergate burglars.[16]
  • AMBUD
  • AMCLEOPATRA[17]
  • AMCOBRA[17]
  • AMCROW[17]
  • AMCRUZ or AMCRUX?[17]
  • AMFOX[17]
  • AMGLOSSY[17]
  • AMHALF[17]
  • AMJUDGE[17]
  • AMLASH: Plan to assassinate Fidel Castro associated mainly with Rolando Cubela. AMLASH has been referred to as a „basically one-person Cubela operation“.[18]
  • AMLASH-1: Rolando Cubela Secades, a Cuban official involved in plot to kill Fidel Castro in 1963.
  • AMOT: Cuban exile informants of David Sánchez Morales.[19]
  • AMPALM-4[20]
  • AMQUACK: Che Guevara, Argentinian (later Cuban) guerrilla leader.
  • AMTHUG: Fidel Castro, Prime Minister of Cuba 1959-1976.[21]
  • AMTRUNK: A CIA plan by New York Times journalist Tad Szulc initiated in February 1963, also called the „Leonardo Plan,“ that was „an attempt to find disgruntled military officials in Cuba who might be willing to recruit higher military officials in a plot to overthrow Castro“,[22] as well as to overthrow the Cuban government „by means of a conspiracy among high-level … leaders of the government culminating in a coup d’etat“.[18] AMTRUNK has also been described as a „CIA-DIA Task Force on Cuba“,[23]and as „a plodding bureaucratic effort“ that „had worked for months to identify Cuban leaders who might be able to stage a coup“.[22]
  • AMWHIP-1: Business associate of Santo Trafficante, Jr. who was in contact with Rolando Cubela (AMLASH) in 1963.[24]
  • AMWORLD: A plan initiated June 28, 1963, to overthrow the Castro regime in a coup on December 1, 1963 (C-Day), that would have installed Juan Almeida Bosque, a top ranking Cuban military officer, as the new head of state.[20][25] Some Cuban exiles referred to C-Day as „Plan Omega“.[26]
  • DBACHILLES: 1995 effort to support a military coup in Iraq.[27]
  • DBROCKSTARS: Iraqi spy ring recruited by the CIA shortly before the 2003 invasion of Iraq.[28]
  • CKGULL: CIA Polish agent Ryszard Kukliński (also QTGULL)[29]
  • DYCLAIM: CIA[30]
  • GROSSBAHN: Otto von Bolschwing, Sicherheitsdienst officer who later served as a spy for CIA[30]
  • HTAUTOMAT: Photointerpretation center for the Lockheed U-2 reconnaissance aircraft project.
  • HTKEEPER: Mexico City
  • HTLINGUAL: Mail interception operation 1952-1973.
  • HTNEIGH: National Committee for Free Albania (NCFA) [1949-mid1950s]
  • HTPLUME: Panama
  • JMADD: CIA air base near city of Retalhuleu, Guatemala 1960-1961
  • JMATE: CIA Air operations office for the Bay of Pigs Invasion 1961
  • JMBELL: CIA office (location unknown) 1961
  • JMBLUG: John Peurifoy, U.S. Ambassador to Guatemala.
  • JMFURY: Preparatory strikes against Cuban airfields before Bay of Pigs Invasion 1961
  • JMGLOW: CIA Washington 1961
  • JMTIDE: CIA air base in Puerto Cabezas, Nicaragua 1961
  • JMTRAX: CIA covert air base/training camp in Guatemala 1960-1961
  • JMWAVE: CIA station in Miami (that operated against Cuba).
  • JMZIP: CIA office (location unknown) 1961
  • KKMOUNTAIN: CIA-Mossad cooperation in the 1960s[9]
  • KMFLUSH: Nicaragua
  • KMPAJAMA: Mexico
  • KMPLEBE: Peru
  • KUBARK: CIA Headquarters, Langley[30]
  • KUBASS: CIA Directorate of Science and Technology (DS&T)[31]
  • KUCAGE: CIA Overseas Paramilitary / Propaganda Operations
  • KUCLUB: CIA Office of Communications
  • KUDESK: CIA Counterintelligence department
  • KUDOVE: CIA Deputy Director for Operations (DDO)[31]
  • KUFIRE: CIA Foreign Intelligence Staff[31]
  • KUGOWN: CIA Psychological and Paramilitary Operations Staff[31]
  • KUHOOK: CIA Paramilitary Operations Staff[31]
  • KUJAZZ: CIA Office of National Estimates[31]
  • KUJUMP: CIA Contact Division[31]
  • KUKNOB: CIA Office of Scientific Intelligence (OSI)[31]
  • KUMONK: CIA Office of Political Analysis (OPA)[31]
  • KUPALM
  • KURIOT: CIA Technical Services Division.[31]
  • KUSODA: Center for CIA Security.]).[31]
  • KUTUBE: CIA Foreign Intelligence Staff.]).[31]
  • LCFLUTTER: Polygraph,[30] sometimes supplanted by truth drugs: Sodium Amytal (amobarbital), Sodium Pentothal(thiopental), and Seconal (secobarbital) to induce regression in the subject.
  • LCPANGS: Costa Rica
  • LNHARP: United States Government
  • LIENVOY: Wiretap or intercept program.
  • LIONIZER: Guatemalan refugee group in Mexico.
  • LITENSOR: Codename of CIA informant Adolfo López Mateos, president of Mexico.[32]
  • LITEMPO: Spy network, operated between 1956–1969, to exchange information with Mexican top officers.[33]
  • LITEMPO-1 Emilio Bolanos, nephew of Gustavo Díaz Ordaz (Secretary of the Interior in the cabinet of president Adolfo López Mateos)
  • LITEMPO-2: Gustavo Díaz Ordaz, Secretary of the Interior in the cabinet of president Adolfo López Mateos and President of Mexico 1964-1970.[34]
  • LITEMPO-4 : Fernando Gutiérrez Barrios, Head of the Dirección Federal de Seguridad (DFS), the top Mexican intelligence agency, at the midst of the dirty war (1964 – 1970).
  • LITEMPO-8 (later LITEMPO-14): Luis Echeverría, Secretary of the Interior in the cabinet of president Gustavo Díaz Ordaz and President of Mexico 1970-1976.[34]
  • LITEMPO-12 : Miguel Nazar Haro, a LITEMPO-4 subordinate, known to be in contact with CIA station chief Winston M. Scott; Nazar Haro later became head of the DFS intelligence agency (1978–1982)[35][36][37][38]
  • MHCHAOS: Surveillance of antiwar activists during the Vietnam War.
  • MJTRUST/2 : Ali Hassan Salameh[11]
  • MKCHICKWIT: Identify new drug developments in Europe and Asia and obtain samples, part of MKSEARCH.
  • MKDELTA: Stockpiling of lethal biological and chemical agents, subsequently became MKNAOMI.
  • MKNAOMI: Stockpiling of lethal biological and chemical agents, successor to MKDELTA.
  • MKOFTEN: Testing effects of biological and chemical agents, part of MKSEARCH.
  • MKSEARCH: MKULTRA after 1964, mind control research.
  • MKULTRA: Mind control research. Renamed MKSEARCH in 1964.
  • ODACID: United States Department of State/U.S. embassy
  • ODEARL: United States Department of Defense
  • ODENVY: Federal Bureau of Investigation[2]
  • ODEUM: Gehlen Organization (1950-1951)[30][39]
  • ODOATH: United States Navy
  • ODOPAL: Counterintelligence Corps, United States Army
  • ODUNIT: United States Air Force
  • ODURGE: Immigration and Naturalization Service[30]
  • ODYOKE: Federal government of the United States[20]
  • PBFORTUNE: CIA project to supply forces opposed to Guatemala’s President Arbenz with weapons, supplies, and funding; predecessor to PBSUCCESS.
  • OFFSPRING: Gehlen Organization (1949-1950)[39]
  • PBHISTORY: CIA project to gather and analyze documents from the Arbenz government in Guatemala that would incriminate Arbenz as a communist.
  • PBJOINTLY: Operation that built a tunnel from the American sector of Berlin, to the Russian sector.
  • PBPRIME: the United States[20]
  • PBRUMEN: Cuba
  • PBSUCCESS: (Also PBS) CIA covert operation to overthrow the Arbenz government in Guatemala in 1954.
  • POCAPON: Taketora Ogata, Japanese politician in the 1950s.
  • PODAM: Matsutarō Shōriki, Japanese businessman and politician.
  • QJWIN: European assassin.[40] Also described as an „assassin recruiter“.[41]
  • QKCIGAR: United States Government
  • QKELUSION: West German Social Democratic Party (SPD)[31]
  • QKENCHANT: CIA program associated with E. Howard Hunt (1918–2007), who with G. Gordon Liddy and others, was one of the White House’s „plumbers“ — a secret team of operatives charged with fixing „leaks“.[42]
  • QKFLOWAGE: United States Information Agency
  • QTGULL: CIA Polish agent Ryszard Kukliński (also CKGULL)[29]
  • SMOTH: UK Secret Intelligence Service (MI6)
  • TPBEDAMN: U.S. operation to counter communist subversion in Iran with propaganda and bribes.
  • TPAJAX: Joint US/UK operation to overthrow Mohammed Mossadeq, Prime Minister of Iran.
  • TPCREDO: Italy
  • TPROACH: Yugoslavia
  • TPTONIC: National Committee for Free Europe (NCFE)
  • UNREST: Otto von Bolschwing[30]
  • USAGE: Otto von Bolschwing[30]
  • UTILITY: Reinhard Gehlen, first president of the Bundesnachrichtendienst[30][39]
  • ZIPPER: Gehlen Organization (1951-1956)[30][39]
  • ZRRIFLE: An assassination plot targeting Fidel Castro

Unidentified cryptonyms

AEBARMAN, AEFOX, AEROPLANE, AVBLIMP, AVBRANDY, AVBUSY, CABOUNCE, CLOWER, ECJOB, ESGAIN, ESODIC, FJDEFLECT, GOLIATH, HBDRILL, HOPEFUL, JUBATE, JUBILIST, LCPANES, LICOZY, LPHIDDEN, ODIBEX, PBCABOOSE

Operations and projects


  • APPLE: Agent team seen in 1952 by CIA/OPC as best bet to successfully continue BGFIEND Project aimed to harass/overthrow Albanian communist regime. Team was arrested, communists controlled radio ops for 16 months, luring more agents into Albania in 1953, and trying and executing original agents in 1954 to suddenly end BGFIEND.[43]
  • ARTICHOKE: Anti-interrogation project. Precursor to MKULTRA.
  • AZORIAN: Project to raise the Soviet submarine K-129 from the Pacific Ocean.[44]
  • BGGYPSY: Communist.
  • BIRCH
  • BLACKSHIELD: A-12 aircraft reconnaissance missions off Okinawa.[45]
  • BLUEBIRD: mind control program
  • BOND: Puerto Barrios, Guatemala.
  • CATIDE: Bundesnachrichtendienst
  • CHARITY: Joint CIA/OSO-Italian Naval Intelligence information gathering operation against Albania (1948–1951).
  • CHERRY: Covert assassination / destabilization operation during Vietnam war, targeting Prince (later King) Norodom Sihanoukand the government of Cambodia. Disbanded.
  • DTFROGS: El Salvador
  • ESCOBILLA: Guatemalan national.
  • ESMERALDITE: Labor informant affiliated with AFL-sponsored labor movement.
  • ESQUIRE: James Bamford, author of „The Puzzle Palace“.
  • ESSENCE: Guatemalan anti-communist leader.
  • FDTRODPINT : Afghan tribal agents, formerly known as GESENIOR, reactivated in the 1990s by the CIA to hunt Mir Aimal Kasi and later Osama bin Laden.[46]
  • FIR
  • FJGROUND: Grafenwöhr, West Germany paramilitary training ground.
  • FJHOPEFUL: Military base.
  • FPBERM: Yugoslavia
  • FUBELT: Project to prevent Salvador Allende rise to power, and to promote a military coup in Chile.
  • GANGPLANK: KYP, Greek Central Intelligence Service (1952–1974)
  • GESENIOR: Afghan tribal agents working with the CIA during the Soviet war in Afghanistan. Later called FDTRODPINT.[46]
  • GPFLOOR: Lee Harvey Oswald, J.F. Kennedy’s assassin.
  • GPIDEAL: John F. Kennedy, US president.[47]
  • GRALLSPICE: Pyotr Popov, CIA Soviet agent[48]
  • GUSTO: Project to design a follow-on to the Lockheed U-2 reconnaissance aircraft. Succeeded RAINBOW. Succeeded by OXCART.[49]
  • HBFAIRY: France
  • HTCURIO: American or U.S. [Not Government]
  • IAFEATURE: Operation to support the National Union for the Total Independence of Angola (UNITA) and the National Liberation Front of Angola (FNLA) during the Angolan civil war.
  • IDIOM: Initial work by Convair on a follow-on to the Lockheed U-2 reconnaissance aircraft. Later moved into GUSTO.[50]
  • Project JBEDICT: Tripartite Stay-Behind project.
  • JENNIFER: Document control system for Project AZORIAN.[44]
  • KEMPSTER: Project to reduce the radar cross section (RCS) of the inlets of the Lockheed A-12 reconnaissance aircraft.
  • KMHYMNAL: Maine-built motor sailer JUANITA purchased by CIA to use as floating, clandestine, propaganda broadcast facility in Mediterranean/Adriatic (1950–53).
  • LEMON
  • LNWILT: US Counterintelligence Corps (CIC)
  • LPMEDLEY: Surveillance of telegraphic information exiting or entering the United States.
  • MAGPIE: US Army Labor Service Organization
  • MATADOR: Project to recover section of Soviet submarine K-129 dropped during Project AZORIAN. Cancelled after Soviet protest.[44]
  • MOCKINGBIRD: Recruitment of American journalists for CIA work.[45]
  • MONGOOSE: „Primarily a relentless and escalating campaign of sabotage and small Cuban exile raids that would somehow cause the overthrow of Castro,“ which „also included plans for an invasion of Cuba in the fall of 1962“.[51]
  • OAK: Operation to assassinate suspected South Vietnamese collaborators during Vietnam war.
  • PANCHO: Carlos Castillo Armas, President of Guatemala, also RUFUS.
  • PAPERCLIP: US recruiting of German scientists after World War II.
  • PHOENIX: Vietnam covert intelligence/assassination operation.
  • PINE
  • RAINBOW: Project to reduce the radar cross section (RCS) of the Lockheed U-2 reconnaissance aircraft.[52] Succeeded by GUSTO.
  • QKWAVER: Egypt
  • RUFUS: Carlos Castillo Armas, President of Guatemala, also PANCHO.
  • RYBAT: Indicates that the information is very sensitive.
  • SARANAC: Training site in Nicaragua.
  • SCRANTON: Training base for radio operators near Nicaragua.
  • SGCIDER: Germany
  • SGUAT: CIA Station in Guatemala
  • SHERWOOD: CIA radio broadcast program in Nicaragua begun on May 1, 1954.
  • SKILLET: Whiting Willauer, U.S. Ambassador to Honduras.
  • SKIMMER: The „Group“ CIA cover organization supporting Castillo Armas.
  • SLINC: Telegram indicator for PBSUCCESS Headquarters in Florida.
  • STANDEL: Jacobo Arbenz, President of Guatemala.
  • STARGATE: Investigation of psychic phenomena.
  • STBAILEY: political action and propaganda part of STBARNUM[53]
  • STBARNUM: CIA Tibetan program (covert action in Tibet, 1950s onwards)[54]
  • STCIRCUS: aerial part of STBARNUM[54]
  • STSPIN: Three P-3A Orion aircraft operated from Taiwan in 1966.[55]
  • SYNCARP: The „Junta,“ Castillo Armas‘ political organization headed by Cordova Cerna.
  • THERMOS: Unclassified codeword used in lieu of RAINBOW[56]
  • THROWOFF/2: Albanian ethnic agent/radio operator employed by Italian Navy Intelligence/CIA in several early Cold War covert operations against Albania. Was captured, operated radio under communist control to lure CIA agents to capture/death, tried in 1954, death sentence commuted, freed after 25 years. CIA paid his son $40,000 in 1996.[57]
  • OPERATION TILT: The CIA’s name for „an operation put together by John Martino, who was fronting for his boss Santo Trafficante and his roommate Johnny Roselli„.[58] OPERATION TILT used „some of the same people working on the CIA-Mafia plots in the spring of 1963 … [and] involved sending a Cuban exile team into Cuba to retrieve Soviet technicians supposedly ready to defect and reveal the existence of Soviet missiles still on the island“.[59]
  • TROPIC: Air operations flown over North Korea, China, and the Soviet Union by CAT pilots during the 1950s.[45]
  • VALUABLE: British MI-run Albanian operations 1949 to 1953.
  • WASHTUB: Operation to plant Soviet arms in Nicaragua.
  • WBFISHY: British Foreign Office
  • WSBURNT: Guatemala
  • WSHOOFS: Honduras
  • ZAPATA: Bay of Pigs Invasion 1961.

See also


Notes


  1. ^ ab Helms 2003, pp. 378-379
  2. ^ abcd_Final Report of the Assassination Records Review Board, p. 52_
  3. ^ Wallace and Melton, pp. 88-102
  4. ^ Helms 2003, p. 216
  5. ^ Helms 2003, p. 197
  6. ^ Weiner 2008, p. 258
  7. ^ abcd David Wise, Nightmover: How Aldrich Ames Sold the CIA to the KGB for $4.6 Million, HarperCollins Publishers, 1996 p.15
  8. [^](#cite_ref-8)[„Our War“ in Angola, May 22, 1978. TIME Magazine](http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,919657,00.html).
  9. ^ ab Seymour M. Hersh, The Samson Option: Israel’s Nuclear Arsenal and American Foreign Policy, New York, Random House, 1991 pp. 5
  10. [^](#cite_ref-Friedman05_10-0) Friedman, John S. (2005). The Secret Histories: Hidden Truths That Challenged the Past and Changed the World. Macmillan. pp. 278–279. [ISBN](https://en.m.wikipedia.org/wiki/International_Standard_Book_Number „International Standard Book Number“)0-312-42517-1.
  11. ^ ab Kai Bird, The Good Spy: The Life and Death of Robert Ames, Crown Publishing Group, New York, 2014 p. 95
  12. ^ Kenneth Conboy and James Morrison, The CIA’s Secret War in Tibet, Lawrence, Kansas: University Press of Kansas, 2002, p. 269
  13. ^ Ronald Kessler, Spy vs. Spy: Stalking Soviet Spies in America, New York: Charles Scribner’s Sons, 1988 p. 53
  14. ^ Waldron & Hartmann 2005, p. 878
  15. [^](#cite_ref-15) Escalante, Fabian. 1995. The Secret War: CIA Covert Operations Against Cuba, 1959-62, p. 93, [ISBN 1-875284-86-9](https://en.m.wikipedia.org/wiki/Special:BookSources/1875284869)
  16. ^ Waldron & Hartmann 2009, p. 262
  17. ^ abcdefgh Waldron & Hartmann 2009, p. 204
  18. ^ ab Waldron & Hartmann 2005, p. 215
  19. ^ Waldron & Hartmann 2009, p. 38
  20. ^ abcd Waldron & Hartmann 2005, p. 794
  21. ^ Waldron & Hartmann 2009, p. 35
  22. ^ ab Waldron & Hartmann 2005, p. 216
  23. ^ Waldron & Hartmann 2009 p. 224
  24. ^ Waldron & Hartmann 2009, p. 19
  25. ^ Waldron & Hartmann 2009, p. 13
  26. ^ Waldron & Hartmann 2005, p. 589
  27. [^](#cite_ref-27) David Ignatius, [A Big Man To Watch In Baghdad](http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/articles/A23-2004Jan30_2.html), Washington Post, February 1, 2004
  28. ^ Bob Woodward, Plan of attack
  29. ^ ab Benjamin Weiser, A Secret Life: The Polish Officer, His Covert Mission, and the Price He Paid to Save His Country, New York: PublicAffairs, 2003 p. 344
  30. ^ abcdefghijThe Case of Otto Albrecht Alfred von Bolschwing
  31. ^ abcdefghijklmResearch Aid: Cryptonyms and Terms in Declassified CIA Files
  32. [^](#cite_ref-32)[http://www.razon.com.mx/spip.php?article77508](http://www.razon.com.mx/spip.php?article77508)
  33. [^](#cite_ref-33)[George Washington University](http://www.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB204/index.htm)
  34. ^ ab„El espía que impactó a México“ (in Spanish). El Universal. Retrieved 2009-08-04.
  35. [^](#cite_ref-35)[http://www2.gwu.edu/ ~ nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB204/index2.htm](http://www2.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB204/index2.htm)
  36. [^](#cite_ref-36)[http://www.jornada.unam.mx/2011/05/19/index.php?section=cultura&article=a04n1cul](http://www.jornada.unam.mx/2011/05/19/index.php?section=cultura&article=a04n1cul)
  37. [^](#cite_ref-37)[http://articles.latimes.com/1996-03-27/news/ls-51612_1_michael-scott](http://articles.latimes.com/1996-03-27/news/ls-51612_1_michael-scott)
  38. [^](#cite_ref-38)[http://harpers.org/blog/2008/04/six-questions-for-jefferson-morley-on-our-man-in-mexico/](http://harpers.org/blog/2008/04/six-questions-for-jefferson-morley-on-our-man-in-mexico/)
  39. ^ abcdForging an Intelligence Partnership: CIA and the Origins of the BND, 1949-56
  40. ^ Waldron & Hartmann 2009, pp. 35, 136
  41. ^ Waldron & Hartmann 2005, p. 527
  42. ^ Waldron & Hartmann 2009, p. 709
  43. ^ OBOPUS/BGFIEND, RG263, Various documents, include Vol. 6, Box 47, National Archives, College Park, MD
  44. ^ abc Sharp 2012
  45. ^ abc Smith 2003
  46. ^ ab Steve Coll, Ghost Wars, p.372
  47. ^ Waldron & Hartmann 2005, p. 894
  48. ^ David Wise, Molehunt: The Secret Search for Traitors that Shattered the CIA, New York: Random House, 1992 p. 46
  49. ^ Pedlow & Welzenbach, p. 274.
  50. ^ Contracting officer, Change of Project Funds Obligated Under Contract No. SS-100, Convair, San Diego, California, Project CHAMPION, DPD-2827-59, CIA, Washington, DC, 30 April 1959.
  51. ^ Waldron & Hartmann 2005, p. 37
  52. ^ Pedlow & Welzenbach, p. 129.
  53. ^ John B. Roberts II and Elizabeth A. Roberts, Freeing Tibet: 50 Years of Struggle, Resilience, and Hope, New York: AMACOM, 2009 p. 82
  54. ^ ab Kenneth Conboy and James Morrison, The CIA’s Secret War in Tibet, Lawrence, Kansas: University Press of Kansas, 2002, p.
  55. [^](#cite_ref-55) Pocock, Chris. The Black Bats: CIA Spy Flights Over China From Taiwan, 1951 – 1969. Atglen, Pennsylvania: Schiffer Publishing, 2010. [ISBN 978-0-7643-3513-6](https://en.m.wikipedia.org/wiki/Special:BookSources/9780764335136).
  56. [^](#cite_ref-56) Bissell, Richard M., Jr., „[…] Cable Handling Procedures,“ SAPC-21143, CIA, Washington, DC, 8 November 1957.
  57. ^ OBOPUS/BGFIEND, AHMET KABASHI, RG263, Name Files, National Archives, College Park, MD
  58. ^ Waldron & Hartmann 2005, p. 471
  59. ^ Waldron & Hartmann 2005, p. 438

Bibliography


  • Agee, Philip. 1975. Inside the Company: CIA Diary. Stonehill Publishing ISBN 0-14-004007-2, p. 48
  • Carl, Leo D. 1990. The International Dictionary of Intelligence. Mavin Books, p. 107
  • DPD Contracting Officer, Change of Project Funds Obligated under Contract No. SS-100. CIA DPD-2827-59, 30 April 1959.
  • Helms, Richard and Hood, William. 2003. A Look Over My Shoulder: A Life in the Central Intelligence Agency. Random House, pp. 378–379
  • Pedlow, Gregory W. and Welzenbach, Donald E. 1992. The Central Intelligence Agency and Overhead Reconnaissance: The U-2 and OXCART Programs, 1954 – 1974. CIA History Staff
  • Sharp, David (2012). The CIA’s Greatest Covert Operation: Inside the Daring Mission to Recover a Nuclear-Armed Soviet Sub. Lawrence, KS: University Press of Kansas. p. 344. ISBN978-0-7006-1834-7.
  • Smith W. Thomas. 2003. Encyclopedia of the Central Intelligence Agency. Checkmark Books ISBN 0-8160-4666-2
  • Stockwell, John. 1978. In Search of Enemies
  • Waldron, Lamar and Hartmann, Thom. 2009. Legacy of Secrecy: The Long Shadow of the JFK Assassination. Counterpoint (LS)
  • Waldron, Lamar and Hartmann, Thom. 2005. Ultimate Sacrifice: John and Robert Kennedy, the Plan for a Coup in Cuba, and the Murder of JFK Carroll & Graf Publishers (US)
  • Wallace, Robert and Melton, H. Keith. 2008. Spycraft: The Secret History of the CIA’s Spytechs from Communism to Al-Qaeda. Dutton
  • Weiner, Tim. 2008. Legacy of Ashes: The History of the CIA. Anchor Books
  • Wise, David. 1992. Molehunt. Random House, p. 19

External Links



# Research Aid: Cryptonyms and Terms in Declassified CIA Files Nazi War Crimes and Japanese Imperial Government Records Disclosure

Terms Definition
A-287 Cryptonym for Josef Stigler.
ABN Anti-Bolshevik Bloc of Nations (ABN). Stanislaw Stankiewicz was a member of the ABN Central Committee.
Abramtchik, Mikola AECAMBISTA-4, CAMBISTA-4 (cryptonyms). Associated with AEQUOR and AEDEPOT/AEREADY Projects. See also AMCOMLIB, BNR, CHAURUS, SONR.
ACEN Assembly of Captive European Nations (ACEN).
ACKERMAN Gehlen Organization alias for Ebrulf Zuber.
ACROBAT Cryptonym for Yury Lopatinsky.
Adenauer, Konrad UPTHRUST (cryptonym).
AEABYSS AEABYSS Project involved information collected on Salzgitter Industriebau GmbH. Walter Mehnert associated with Project.
AEABYSS-1 Cryptonym for Walter Mehnert.
AEACRE AEACRE (1952-64) established a mechanism for the planning and conduct of REDSOX operations via a Domestic Operations Base (DOB) used for the interrogation, assessment, training, briefing, and preparation for dispatch of agents for infiltration into the USSR. Aleks Kurgvel, Tscherim Soobzokov associated with Project.
AEASTER AEASTER was a program in near east areas to spot, recruit, and train Circassians and other Russian emigres and send them back into the USSR. Tscherim Soobzokov associated with Project.
AEBALCONY AEBALCONY (1960-62) was designed to use U.S. citizens with Baltic language fluency in „mounted“ and „piggy-back“ legal traveler operations into Soviet- occupied Estonia, Latvia, and Lithuania. Jouzas Brazaitis, Vilis Hazners, Edgars Laipenieks associated with Project.
AEBASIN AEFREEMAN (1953-64), which included AEBASIN/AEROOT (1953-60), AEFLAG (1955-62), and AEPOLE (formerly AECHAMP (1949-59)), was designed to strengthen resistance to communism and harrass the Soviet regime in the Baltic countries. AEBASIN/AEROOT supported Estonian emigres and émigré activities aganist the Estonian SSR. AEFLAG was aimed at people of the Latvian SSR. AEPOLE (formerly AECHAMP (formerly BGLAPIN)) targeted the Lithuanian SSR. These projects provided intelligence and operational data from Baltic countries through radio broadcasts, mailing operations, liaison with emigre organizations, political and psychological (PP) briefings for legal travelers and exploitation of other media such as demonstrations. Aleks Kurgvel, Elmar Lipping, Romulus Mandel associated with AEBASIN/AEROOT Project. Vilis Hazners associated with AEFLAG Project. Antanas Bernotas, Jouzas Brazaitis, Stasys Rastikis associated with AEPOLE Project. Alexandras Lileikis associated with AECHAMP Project. ILgvars Skaistlauks considered for possible use on AECHAMP Project.
AEBASIN-4 Cryptonym for Elmar Lipping.
AEBATH AEDOGMA / AEBATH (1947-61), which supported the activities of the Principal Agent (PA), Michael Korzhan, was designed to produce CI/CE information on two Ukrainian nationalist groups in Germany; positive intelligence on other Ukrainian groups in Germany and Western Europe; information on Soviet penetration of Orthodox churches; and miscellaneous CE and other support activities beginning in 1947. In 1959, the PA was transferred to Paris to report on the efforts of the Soviet Services in emigre circles; and to act as a spotter in Soviet emigre circles for REDSKIN opportunities. The PA was not very productive in Paris and the project was terminated in 1961.
AEBATH-1 Cryptonym for Michael Korzhan.
AEBEEHIVE QRDYNAMIC/QRPLUMB (formerly AEBEEHIVE) (1970-91) superceded Project AERODYNAMIC and supported the Ukrainian émigré organization ZP / UHVR (Ukrainian Supreme Liberation Council) with a New York publishing arm called Prolog Research Corporation (QRTENURE, AETENURE) and a Munich Office, Ukrainian Society for Foreign Studies (QRTERRACE, AETERRACE), publisher of the monthly journal Suchasnist. CIA terminated QRPLUMB after the fall of the Berlin Wall in 1991 and provided funds to enable Prolog to transition to a privately-funded company. In 1992, Prolog’s monthly Ukrainian journal Suchasnist (Contemporary Times) was successfully transitioned to a publishing company in Kiev, Ukraine and thereafter was published as a collaborative effort between Prolog and a Ukrainian group in Kiev. Ivan Hrinioch, Mykola Lebed, Yury Lopatinsky, Lyubomir Ortinskiy associated with Project.
AEBLOSSOM AEBLOSSOM provided training for selected projects dealing with Latvia. Rudolf Kocins, Juris Spade considered for possible use on Project.
AEBOLSTER-1 Cryptonym for Michael Rudko.
AECADILT-10 Cryptonym for Wilhelm Gruenwaldt.
AECAMBARO-1 Cryptonym for Freds Launags.
AECAMBARO-2 Cryptonym for Arturs Brombergs.
AECAMBISTA-1 Cryptonym for the Byelorussian National Council (BNR). Mikola Abramtchik in Paris was the head of the BNR.
AECAMBISTA-16 Cryptonym for Vitaut Tumash.
AECAMBISTA-17 Cryptonym for Stanislaw Stankiewicz.
AECAMBISTA-2 Cryptonym for Major Boris Ragula.
AECAMBISTA-4 Cryptonym for Mikola Abramtchik.
AECAMUSO-2 Cryptonym for Edvins Ozolins.
AECANOE-3 Cryptonym for Vilis Janums.
AECAPELIN-1 Cryptonym for Michael Korzhan.
AECAPELIN-2 Cryptonym for Volodymyr Bohdan Slymakovsky.
AECARRERA AECARRERA (1953-58) exploited REDCAP opportunities (collection of information on Soviets stationed abroad) arising out of the propaganda distributed by AEVIRGIL and collected positive intelligence through debriefings of East German nationals visiting the AECARRERA office in Berlin in response to AEVIRGIL materials ballooned into East Germany. Wilhelm Gruenwaldt associated with Project.
AECARTHAGE AERODYNAMIC (formerly CARTEL, ANDROGEN, AECARTHAGE) (1949-70) refers to CIA support for ZP/UHVR (Ukrainian Supreme Liberation Council), which began in 1949. CIA helped to establish in New York City the Prolog Research and Publishing Company in 1953 as ZP/UHVR’s publishing and research arm. Prolog, through an affiliate in Munich, published periodicals and selected books and pamphlets which sought to exploit and increase nationalist and other dissident tendencies in the Soviet Ukraine. ZP/UHVR operational activity concentrated on propaganda and contact operations. In 1970, AERODYNAMIC was redesignated QRPLUMB. The file includes AERODYNAMIC Development and Plans (Vol. 1-8), Operations (Vol. 9-41), and Contact Reports (Vol. 42-47). Yaroslav Fedyk, Ivan Hrinioch, Mykola Lebed, Yury Lopatinsky, Lyubomir Ortinskiy associated with Project. Roman Tymewycz a clerical employee in Branch Office of Project AERODYNAMIC.
AECASSOWARY-1 Cryptonym for Ukrainian émigré organization, ZP/UHVR, Foreign Representation of the Ukrainian Supreme Liberation Council.
AECASSOWARY-2 Cryptonym for Mykola Lebed.
AECASSOWARY-27 Cryptonym for Lyubomir Ortinskiy.
AECASSOWARY-3 Cryptonym for Ivan Hrinioch.
AECASSOWARY-6 Cryptonym for Yaroslav Fedyk.
AECAVATINA Cryptonym for either Organization of Ukrainian Nationalists (OUN) or Foreign Section of Organization of Ukrainian Nationalists (Zch/OUN).
AECAVATINA-1 Cryptonym for Stefan Bandera.
AECAVATINA-12 Cryptonym for Ivan Kashuba.
AECAVATINA-2 Cryptonym for Yaroslav Stetsko.
AECAVATINA-5 Cryptonym for Bodhan Pidhainy.
AECAVATINA-6 Cryptonym for the Bandera faction of the Organization of Ukrainian Nationalists (OUN-B).
AECHAMP AEFREEMAN (1953-64), which included AEBASIN/AEROOT (1953-60), AEFLAG (1955-62), and AEPOLE (formerly AECHAMP (1949-59)), was designed to strengthen resistance to communism and harrass the Soviet regime in the Baltic countries. AEBASIN/AEROOT supported Estonian emigres and émigré activities aganist the Estonian SSR. AEFLAG was aimed at people of the Latvian SSR. AEPOLE (formerly AECHAMP (formerly BGLAPIN)) targeted the Lithuanian SSR. These projects provided intelligence and operational data from Baltic countries through radio broadcasts, mailing operations, liaison with emigre organizations, political and psychological (PP) briefings for legal travelers and exploitation of other media such as demonstrations. Aleks Kurgvel, Elmar Lipping, Romulus Mandel associated with AEBASIN/AEROOT Project. Vilis Hazners associated with AEFLAG Project. Antanas Bernotas, Jouzas Brazaitis, Stasys Rastikis associated with AEPOLE Project. Alexandras Lileikis associated with AECHAMP Project. ILgvars Skaistlauks considered for possible use on AECHAMP Project. See AEGEAN/CAPSTAN.
AECHAMP-7 Cryptonym for Alexandras Lileikis.
AECHEROOT Atomic energy sampling program.
AECOB AECOB, approved in 1950, was a vehicle for foreign intelligence (FI) operations into and within Soviet Latvia and involved infiltration and exfiltration of black agents and the recruitment of legally resident agents in the USSR, especially Latvia. ZRLYNCH was approved in 1950 for use of the Latvian Resistance Movement, which had been formed in 1944, as a vehicle for clandestine activities within the USSR. ZRLYNCH was renewed in 1952 as a part of AECOB, which then provided both FI and political and psychological (PP) activities. AECOB / ZRLYNCH PP project was terminated in 1955. AECOB FI project was terminated in 1959. Roberts Ancans, Andrejs Apsits, Nikolajs Balodis, Arturs Brombergs, Freds Launags, Edvins Ozolins, Janis Ozolins, Janis Presnikovs, Alfreds Riekstins, Peteris Rungis, ILmars Rupners, Arturs Stankevics, Vidvuds Sveics, Voldis Viksna associated with Project. Janis Ozols considered for possible use on Project.
AECOB-1 Cryptonym for Voldis Viksna.
AECOB-10 Cryptonym for Andrejs Apsits.
AECOB-3 Cryptonym for Arturs Stankevics.
AECOB-4 Cryptonym for ILmars Rupners.
AECOB-5 Cryptonym for Peteris Rungis.
AECOB-6 Cryptonym for Janis Presnikovs.
AECOB-7 Cryptonym for Vidvuds Sveics.
AECOB-8 Cryptonym for Janis Ozolins.
AECONFIDE-1 Cryptonym for Walther Block.
AECORSAIR-3 Cryptonym for Ignatz Apyrubis.
AECUPBOARD Program to establish and maintain a communications channel via open mailing of packages to the USSR.
AEDEPOT AEDEPOT (formerly AEREADY) (1957-65) was designed to provide a trained „Hot War“ cadre of agents who could be used during a period of heightened tensions/increased alert or during actual hostilities against the Soviet Union. Mikola Abramtchik, Constantine Mierlak, Tscherim Soobzokov associated with Project.
AEDOGMA AEDOGMA / AEBATH (1947-61), which supported the activities of the Principal Agent (PA), Michael Korzhan, was designed to produce CI/CE information on two Ukrainian nationalist groups in Germany; positive intelligence on other Ukrainian groups in Germany and Western Europe; information on Soviet penetration of Orthodox churches; and miscellaneous CE and other support activities beginning in 1947. In 1959, the PA was transferred to Paris to report on the efforts of the Soviet Services in emigre circles; and to act as a spotter in Soviet emigre circles for REDSKIN opportunities. The PA was not very productive in Paris and the project was terminated in 1961.
AEDOGMA-1 Cryptonym for Michael Korzhan.
AEFLAG AEFREEMAN (1953-64), which included AEBASIN/AEROOT (1953-60), AEFLAG (1955-62), and AEPOLE (formerly AECHAMP (1949-59)), was designed to strengthen resistance to communism and harrass the Soviet regime in the Baltic countries. AEBASIN/AEROOT supported Estonian emigres and émigré activities aganist the Estonian SSR. AEFLAG was aimed at people of the Latvian SSR. AEPOLE (formerly AECHAMP (formerly BGLAPIN)) targeted the Lithuanian SSR. These projects provided intelligence and operational data from Baltic countries through radio broadcasts, mailing operations, liaison with emigre organizations, political and psychological (PP) briefings for legal travelers and exploitation of other media such as demonstrations. Aleks Kurgvel, Elmar Lipping, Romulus Mandel associated with AEBASIN/AEROOT Project. Vilis Hazners associated with AEFLAG Project. Antanas Bernotas, Jouzas Brazaitis, Stasys Rastikis associated with AEPOLE Project. Alexandras Lileikis associated with AECHAMP Project. ILgvars Skaistlauks considered for possible use on AECHAMP Project.
AEFORD PBSTEAM (formerly EUCHRE, later AEFORD) (1948-50) provided the services, experience, and backgound of a Russian specialist, Gustav Hilger, not only for CIA but also for other U.S. Government agencies.
AEFREEMAN AEFREEMAN (1953-64), which included AEBASIN/AEROOT (1953-60), AEFLAG (1955-62), and AEPOLE (formerly AECHAMP (1949-59)), was designed to strengthen resistance to communism and harrass the Soviet regime in the Baltic countries. AEBASIN/AEROOT supported Estonian emigres and émigré activities aganist the Estonian SSR. AEFLAG was aimed at people of the Latvian SSR. AEPOLE (formerly AECHAMP (formerly BGLAPIN)) targeted the Lithuanian SSR. These projects provided intelligence and operational data from Baltic countries through radio broadcasts, mailing operations, liaison with emigre organizations, political and psychological (PP) briefings for legal travelers and exploitation of other media such as demonstrations. Aleks Kurgvel, Elmar Lipping, Romulus Mandel associated with AEBASIN/AEROOT Project. Vilis Hazners associated with AEFLAG Project. Antanas Bernotas, Jouzas Brazaitis, Stasys Rastikis associated with AEPOLE Project. Alexandras Lileikis associated with AECHAMP Project. ILgvars Skaistlauks considered for possible use on AECHAMP Project.
AEGEAN AEGEAN (formerly CAPSTAN) provided FI (foreign intelligence) from the Baltic States and USSR using support bases developed in the Lithuanian SSR as transit points. AEGEAN/CAPSTAN work continued under Project AECHAMP.
AEGIDEON AESAURUS / AENOBLE (initially AEROSOL, renamed AEGIDEON / AENOBLE in 1958) operation (1950-61) maintained communications with agents of the National Alliance of Russian Solidarists (Narodno Trudovoi Soyuz or NTS (CABOCHE-1, PDGIDEON, SHUBA-100)). NTS was founded in 1930s by Russian emigres with extreme rightest and anti-Semitic views and collaborated closely with the Nazis in Russia, providing local administrators, propagandists, and informants. NTS rebuilt itself in 1945 as an anti-Soviet émigré organization inside the USSR and with its own newspaper „Possev.“ This project sought the development and exploitation of NTS agents as long- term hot war assets and as sources of operational positive and psychological intelligence. The Project included Operation CARCASS, training/dispatch into USSR of agents to organize resistance groups and collect FI; Operation SPAIN to establish NTS groups in US zone/Germany and Austria against Soviet occupation forces through propaganda, defection, resistance, and collecting FI; Operation RADIO to establish a mobile covert radio operated by NTS for propaganda into East Zone. See also QKDROOP.
AEGLOBE Soviet Merchant Marine personnel.
AEGRIP Soviet Military Intelligence Directorate.
AEHAWKEYE-1 Cryptonym for Freds Launags.
AEISSUE-1 Cryptonym for Heinrich Bandholz.
AEJAMMER AEJAMMER provided translations and exploitation of Soviet mail intercept programs. Aleks Kurgvel associated with Project.
AEJAMMER-8 Cryptonym for Aleks Kurgvel.
AEJETSET Cryptonym for Erik Heine vs Yuri Raus lawsuit in Baltimore.
AEKICK Soviet Committee for State Security, KGB.
AEKILO-2 Cryptonym for Vilis Hazners.
AELADLE Anatoliy Golitsyn, Soviet defector and former KGB officer.
AELICTOR-1 Cryptonym for Ignatz Apyrubis.
AELUNG Cryptonym for Aleks Kurgvel.
AEMANNER AEMANNER (1955-58) was an operation to collect intelligence on the Lithuanian SSR by spotting, recruiting, and training Lithuanians who planned to return to Lithuania; spotting, recruiting, and training Lithuanian merchant seamen who would be on vessels calling at Lithuanian SSR ports; exploiting existing postal channels between Lithuanian SSR and the West; and interrogating persons coming out of the Lithuanian SSR. Ignatz Apyrubis and Alexandras Lileikis associated with Project.
AEMANNER-23 Cryptonym for Ignatz Apyrubis.
AEMANNER-7 Cryptonym for Alexandras Lileikis.
AEMARSH AEMARSH (1953-59) involved collecting foreign intelligence on the Soviet regime in Latvia through sources residing in the Latvian SSR, legal travelers, and all possible legal means. The Institute for Latvian Culture (AEMINX) was established as a cover facility engaged in the preservation and development of Latvian national culture, collection of information on Latvian national life, and the safeguarding and preserving of physical, spiritual, and moral conditions of Latvians who were separated from their homeland. Alfreds Berzins, Aleksandrs Burmeisters, Janis Cirulis, Vilis Hazners, Peteris Janelsins, Freds Launags, Herberts Zagars associated with Project.
AEMARSH-1 Cryptonym for Herberts Zagars.
AEMARSH-14 Cryptonym for Alfreds Berzins.
AEMARSH-15 Cryptonym for Peteris Janelsins.
AEMINX Cryptonym for the Institute for Latvian Culture that was established as a cover facility under Project AEMARSH.
AENIDUS BND/CIA joint operations against Karlshorst, the Soviet compound in East Berlin.
AENOBLE AESAURUS / AENOBLE (initially AEROSOL, renamed AEGIDEON / AENOBLE in 1958) operation (1950-61) maintained communications with agents of the National Alliance of Russian Solidarists (Narodno Trudovoi Soyuz or NTS (CABOCHE-1, PDGIDEON, SHUBA-100)). NTS was founded in 1930s by Russian emigres with extreme rightest and anti-Semitic views and collaborated closely with the Nazis in Russia, providing local administrators, propagandists, and informants. NTS rebuilt itself in 1945 as an anti-Soviet émigré organization inside the USSR and with its own newspaper „Possev.“ This project sought the development and exploitation of NTS agents as long- term hot war assets and as sources of operational positive and psychological intelligence. The Project included Operation CARCASS, training/dispatch into USSR of agents to organize resistance groups and collect FI; Operation SPAIN to establish NTS groups in US zone/Germany and Austria against Soviet occupation forces through propaganda, defection, resistance, and collecting FI; Operation RADIO to establish a mobile covert radio operated by NTS for propaganda into East Zone. See also QKDROOP.
AEPAYOFF Information collected on the Soviet Trade Mission in Bonn, Germany.
AEPIONEER AEPIONEER provided personnel to do translations. Aleks Kurgvel associated with Project.
AEPIONEER-6 Cryptonym for Aleks Kurgvel.
AEPLIMSOLL Shipyards at Kiel, Germany.
AEPOLE AEFREEMAN (1953-64), which included AEBASIN/AEROOT (1953-60), AEFLAG (1955-62), and AEPOLE (formerly AECHAMP (1949-59)), was designed to strengthen resistance to communism and harrass the Soviet regime in the Baltic countries. AEBASIN/AEROOT supported Estonian emigres and émigré activities aganist the Estonian SSR. AEFLAG was aimed at people of the Latvian SSR. AEPOLE (formerly AECHAMP (formerly BGLAPIN)) targeted the Lithuanian SSR. These projects provided intelligence and operational data from Baltic countries through radio broadcasts, mailing operations, liaison with emigre organizations, political and psychological (PP) briefings for legal travelers and exploitation of other media such as demonstrations. Aleks Kurgvel, Elmar Lipping, Romulus Mandel associated with AEBASIN/AEROOT Project. Vilis Hazners associated with AEFLAG Project. Antanas Bernotas, Jouzas Brazaitis, Stasys Rastikis associated with AEPOLE Project. Alexandras Lileikis associated with AECHAMP Project. ILgvars Skaistlauks considered for possible use on AECHAMP Project.
AEPOLE-1 organization Lithuanian émigré organization in West Germany.
AEPOLE-5 Cryptonym for Stasys Rastikis.
AEPOLE-8 Cryptonym for Jouzas Brazaitis.
AEPRIMER AEPRIMER’s (1957-59) objective was to establish long-term, durable assets illegally infiltrated into the Byelorussian SSR. Candidates for these assets were to be recommended by the Byelorussian National Council (BNR). However, AEQUOR/FI had similar objectives and was terminated in 1956 when information about AEQUOR Team 2 in Byelorussia surfaced in Pravda. In addition, AEQUOR’s relationship with the BNR was terminated for security reasons. AEPRIMER’s association with the BNR was limited to its President (Mikola Abramtchik) and his representative (Francis Kushel) in New York. AEPRIMER was terminated in 1959. Constantine Mierlak associated with Project.
AEPRIMER-1 Cryptonym for Constantine Mierlak.
AEQUOR AEQUOR Project (1951-62) involved operations into Byelorussia through the exploitation of the Byelorussia National Council (BNR), and later evolved into primarily supporting the publication of a Byelorussian language weekly newspaper. Mikola Abramtchik, Francis Kushel, Boris Ragula, Stanislaw Stankiewicz, Vitaut Tumash associated with Project. See AEPRIMER.
AEREADY AEDEPOT (formerly AEREADY) (1957-65) was designed to provide a trained „Hot War“ cadre of agents who could be used during a period of heightened tensions/increased alert or during actual hostilities against the Soviet Union. Mikola Abramtchik, Constantine Mierlak, Tscherim Soobzokov associated with Project.
AEREADY-2 Cryptonym for Constantine Mierlak.
AEREALITY AEREALITY was the Soviet Realities Orientation Training Program. Aleks Kurgvel associated with Project.
AERECOVER CARECOVER (formerly AERECOVER) was a net of Soviet military intelligence agents in Wiesbaden.
AERODYNAMIC AERODYNAMIC (formerly CARTEL, ANDROGEN, AECARTHAGE) (1949-70) refers to CIA support for ZP/UHVR (Ukrainian Supreme Liberation Council), which began in 1949. CIA helped to establish in New York City the Prolog Research and Publishing Company in 1953 as ZP/UHVR’s publishing and research arm. Prolog, through an affiliate in Munich, published periodicals and selected books and pamphlets which sought to exploit and increase nationalist and other dissident tendencies in the Soviet Ukraine. ZP/UHVR operational activity concentrated on propaganda and contact operations. In 1970, AERODYNAMIC was redesignated QRPLUMB. The file includes AERODYNAMIC Development and Plans (Vol. 1-8), Operations (Vol. 9-41), and Contact Reports (Vol. 42-47). Yaroslav Fedyk, Ivan Hrinioch, Mykola Lebed, Yury Lopatinsky, Lyubomir Ortinskiy associated with Project. Roman Tymewycz a clerical employee in Branch Office of Project AERODYNAMIC.
AEROOT AEFREEMAN (1953-64), which included AEBASIN/AEROOT (1953-60), AEFLAG (1955-62), and AEPOLE (formerly AECHAMP (1949-59)), was designed to strengthen resistance to communism and harrass the Soviet regime in the Baltic countries. AEBASIN/AEROOT supported Estonian emigres and émigré activities aganist the Estonian SSR. AEFLAG was aimed at people of the Latvian SSR. AEPOLE (formerly AECHAMP (formerly BGLAPIN)) targeted the Lithuanian SSR. These projects provided intelligence and operational data from Baltic countries through radio broadcasts, mailing operations, liaison with emigre organizations, political and psychological (PP) briefings for legal travelers and exploitation of other media such as demonstrations. Aleks Kurgvel, Elmar Lipping, Romulus Mandel associated with AEBASIN/AEROOT Project. Vilis Hazners associated with AEFLAG Project. Antanas Bernotas, Jouzas Brazaitis, Stasys Rastikis associated with AEPOLE Project. Alexandras Lileikis associated with AECHAMP Project. ILgvars Skaistlauks considered for possible use on AECHAMP Project.
AEROOT-7 Cryptonym for Romulus Mandel.
AEROSOL AESAURUS / AENOBLE (initially AEROSOL, renamed AEGIDEON / AENOBLE in 1958) operation (1950-61) maintained communications with agents of the National Alliance of Russian Solidarists (Narodno Trudovoi Soyuz or NTS (CABOCHE-1, PDGIDEON, SHUBA-100)). NTS was founded in 1930s by Russian emigres with extreme rightest and anti-Semitic views and collaborated closely with the Nazis in Russia, providing local administrators, propagandists, and informants. NTS rebuilt itself in 1945 as an anti-Soviet émigré organization inside the USSR and with its own newspaper „Possev.“ This project sought the development and exploitation of NTS agents as long- term hot war assets and as sources of operational positive and psychological intelligence. The Project included Operation CARCASS, training/dispatch into USSR of agents to organize resistance groups and collect FI; Operation SPAIN to establish NTS groups in US zone/Germany and Austria against Soviet occupation forces through propaganda, defection, resistance, and collecting FI; Operation RADIO to establish a mobile covert radio operated by NTS for propaganda into East Zone. See also QKDROOP.
AESAURUS AESAURUS / AENOBLE (initially AEROSOL, renamed AEGIDEON / AENOBLE in 1958) operation (1950-61) maintained communications with agents of the National Alliance of Russian Solidarists (Narodno Trudovoi Soyuz or NTS (CABOCHE-1, PDGIDEON, SHUBA-100)). NTS was founded in 1930s by Russian emigres with extreme rightest and anti-Semitic views and collaborated closely with the Nazis in Russia, providing local administrators, propagandists, and informants. NTS rebuilt itself in 1945 as an anti-Soviet émigré organization inside the USSR and with its own newspaper „Possev.“ This project sought the development and exploitation of NTS agents as long- term hot war assets and as sources of operational positive and psychological intelligence. The Project included Operation CARCASS, training/dispatch into USSR of agents to organize resistance groups and collect FI; Operation SPAIN to establish NTS groups in US zone/Germany and Austria against Soviet occupation forces through propaganda, defection, resistance, and collecting FI; Operation RADIO to establish a mobile covert radio operated by NTS for propaganda into East Zone. See also QKDROOP.
AESCREEN AESCREEN was Russian language transcription unit. Aleks Kurgvel associated with Project.
AESIDECAR-2 Cryptonym for Edgars Laipenieks.
AETARGET AETARGET provided information about Soviet audio monitoring programs. Aleks Kurgvel associated with Project.
AETENURE Prolog Research Corporation, the New York publishing arm of Project QRPLUMB.
AETERRACE Ukrainian Society for Foreign Studies, which was the Munich office of QRPLUMB and published the monthly journal Suchasnist.
AETOMAC-1 Cryptonym for the Byelorussian Central Council (BZR/BCR).
AETOMAC-2 Cryptonym for Radislaw Ostrowsky.
AETOPHAT Information collected on the Soviet Embassy near Bonn, Germany.
AEVAIN-14 Cryptonym for Aleksandrs Burmeisters.
AEVAIN-24 Cryptonym for Janis Cirulis.
AEVIRGIL AEVIRGIL (1953-63) provided a controlled, anti-communist émigré organization for political and psychological activities against the Soviet target. The particular émigré organization, which was called the Central Association of Post-War Emigres (TsOPE) and located in Munich, produced and disseminated Russian language leaflets and a monthly magazine (Svoboda), held propaganda meetings and press conferences, and was engaged in psychological warfare against the Soviet target. Wilhelm Gruenwaldt associated with Project.
AEVIRGIL-109 Cryptonym for Wilhelm Gruenwaldt.
AFU Program AFU Program/UJLENTIL refers to SATURN Program’s Berlin and East German foreign intelligence staybehind observer/reporter teams.
AIN Activities associated with the Armenians during 1952-54. Drostamat Kanayan associated with Project.
AJAJA Cable indicator for CIA Near East Division.
AKULE CIA Latin America Division.
ALBERT Gehlen Organization alias for Andreas Haderlein.
Albert, Ludwig V-2600 (Gehlen Organization V-Number). ANDERS (Gehlen Organization alias).
Albert, Theodor Von GRANOLITE-30 (cryptonym).
ALBERTI, Dr. Ernst Gehlen Organization alias for Emil Augsburg.
ALCATRAZ Project ALCATRAZ involved penetration of Communist Party of Germany. Hildegard Beetz associated with Project. Herbert Von Strempel, Kuno Wirsich considered for possible use by OSS/SSU/CIG on Project.
ALLEYCAT-14 Cryptonym for Roberts Stiglics.
ALLMANN, Heinrich Gehlen Organization alias for Erich Olbrueck.
ALTHAUS, Dr. Ernst Gehlen Organization alias for Emil Augsburg.
AMCOMLIB American Committee for the Liberation of the Peoples of Russia (AMCOMLIB) was a part of Project QKACTIVE. Mikola Abramtchik was the representative of a coordinating committee of non-Russian organizations representing six nationalities (Ukrainians, Georgians, Azerbaijani, North Caucasians, Armenians, and Byelorussians), which was founded in Europe to represent non- Russian groups willing to associate themselves with AMCOMLIB. PBAFFIRM (cryptonym). PBCHORD (cryptonym for Munich Office of AMCOMLIB).
AMIS Austrian Military Intelligence Service (AMIS). GREENSOAP (cryptonym).
Amt Blank Amt Blank was the predecessor organization of a part of West Germany’s Ministry of Defense under Theodore Blank, the first postwar Minister of Defense during the Adenauer administration. Colonel Friedrich Wilhelm Heinz associated with Amt Blank.
Ancans, Roberts CATTURA (cryptonym). Associated with AECOB/ZRLYNCH Project.
ANDERS Gehlen Organization alias for Ludwig Albert.
Anders, Heinz Heinz SCHAUTH, Peter ANDERS, Peter KIRCHNER (Gehlen Organization aliases).
ANDERS, Peter Gehlen Organization alias for Heinz Anders.
ANDROGEN AERODYNAMIC (formerly CARTEL, ANDROGEN, AECARTHAGE) (1949-70) refers to CIA support for ZP/UHVR (Ukrainian Supreme Liberation Council), which began in 1949. CIA helped to establish in New York City the Prolog Research and Publishing Company in 1953 as ZP/UHVR’s publishing and research arm. Prolog, through an affiliate in Munich, published periodicals and selected books and pamphlets which sought to exploit and increase nationalist and other dissident tendencies in the Soviet Ukraine. ZP/UHVR operational activity concentrated on propaganda and contact operations. In 1970, AERODYNAMIC was redesignated QRPLUMB. The file includes AERODYNAMIC Development and Plans (Vol. 1-8), Operations (Vol. 9-41), and Contact Reports (Vol. 42-47). Yaroslav Fedyk, Ivan Hrinioch, Mykola Lebed, Yury Lopatinsky, Lyubomir Ortinskiy associated with Project. Roman Tymewycz a clerical employee in Branch Office of Project AERODYNAMIC.
Angerer, Johann PP-5 (Otto Von Bolschwing’s cryptonym for a member of his PP Net (Austrian Police and a counterintelligence network) in Austria).
ANT OSS/SSU cryptonym for Klavoli Voss.
ANTLER Cryptonym for Mykola Lebed.
ANTONOV, Rostislav Pseudonym for Sergie Shebalin.
APOSTLES Couriers sent by ZPUHVR to the Ukraine beginning in 1949.
Apsits, Andrejs TILBURY-1, AECOB-10 (cryptonyms). Associated with AECOB Project.
Apyrubis, Ignatz AELICTOR-1, AECORSAIR-3, AEMANNER-23 (cryptonyms). Associated with Project AEMANNER.
AQUATIC CIA Technical Services Division (TSD).
Aradi, Zsolt CRABBE, SARAZEN (OSS cryptonyms). KILKENNY, CARRYALL (CIA cryptonyms). Malcolm W. STEVENS (pseudonym).
AREDIT Plan BAZAR and Project AREDIT included intelligence reporting on Near East matters. Ugo Dadone associated with Projects.
Arlt, Fritz V-2881 (Gehlen Organization V-Number). WERNER (Gehlen Organization alias).
Arrow Cross The Hungarian Arrow Cross was formed in the 1930s as the leading Hungarian fascist political party, led by Ferenc Szalasi. The Arrow Cross party ruled Hungary from 15 Oct. 1944 to Jan. 1945 and, during that time, sent 80,000 Jews on a death march to the Austrian border.
ASCHAM, Robert A. Pseudonym for Director of Central Intelligence Allen Dulles.
Aso. Tatsuo STBRANT-1, TLBRANT, LFSALAD (cryptonyms).
Augsburg, Emil V-2907 (Gehlen Organization V-Number). Dr. Ernst ALBERTI, Dr. Ernst ALTHAUS, Dr. KRAUSS (Gehlen Organization aliases).
AVOCET Cryptonym for Heinz Schmalschlager.

WissenToGo: Angela Merkel – „Sie hat uns geschafft!“ Die Volkswirtschaftliche Bilanz nach 13 Jahren Kanzlerschaft


Deutscher Bundestag: Angela Merkel wird am 14. März 2018 zum vierten Mal als Kanzlerin vereidigt.

 

Merkels Billionen-Raub: Volksvermögen nach 13 Jahren Kanzlerschaft vollständig vernichtet


Völlig losgelöst von der Erde schwebt das Raumschiff Berlin, völlig schwerelos. »Major Angela« sprach ihre 14. Neujahrsansprache aus der Tiefe des Alls. In ihrer Raumkapsel, der Berliner Blase, entfernt sich Merkel mit Lichtgeschwindigkeit von der Realität: »Wir bauen auf dem auf, was unsere Vorgänger uns überlassen haben, und gestalten in der Gegenwart für die, die nach uns kommen.«

Und ihre Nachfolger werden viel zu tun haben! Berlin schwirrt momentan vor Gerüchten: Der ›Tagesspiegel‹ spekuliert über einen Wechsel im Kanzleramt möglicherweise schon im März. Es könne »jetzt alles schneller gehen als gedacht«. Tatsächlich wächst in der Union die Zahl der Skeptiker. Immer mehr Abgeordnete halten es für immer unwahrscheinlicher, dass Merkel das Superwahljahr 2019 (Europa, vier Landtagswahlen) übersteht. Spätestens im Herbst, nach den Wahlen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen, werde die Chaos-GroKo zerbrechen. So gesehen könnte es vielleicht Sinn ergeben: Merkel übergibt das Kanzleramt vorher an Annegret Kramp-Karrenbauer. Die könnte dann mit Kanzlerbonus Neuwahlen ansteuern.

So oder so: Es ist an der Zeit, Bilanz zu ziehen. Politisch und wirtschaftlich. Politisch betrachtet hat kein anderer Kanzler Deutschland so gespalten wie die Frau aus dem Osten. Nicht einmal der »Basta«-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) oder ein am Ende selbstherrlich entrückter CDU-Kanzler Helmut Kohl haben einen derart tiefen Graben in der Gesellschaft aufgerissen wie Angela Merkel (CDU). Allein ihre an Gesetz und Parlament vorbei betriebene Migrationspolitik wird die Nation und ganze Familien noch lange spalten. Hinzu kommt eine immer tiefere Isolation Deutschlands in der europäischen Staatengemeinschaft.

Auch die volkswirtschaftliche Bilanz der Kanzlerschaft Merkels ist bei Lichte besehen verheerend. »Wie atomarer Müll werden die politischen GAUs dieser langen Amtszeit über Generationen weiterstrahlen, Deutschland im kommenden halben Jahrhundert mit einem schweren Rucksack in die Zukunft schicken«, schriebkürzlich ›CICERO‹-Chefredakteur Christoph Schwennicke.

Dass Deutschland wirtschaftlich überhaupt noch einigermaßen stabil dasteht, jedenfalls vergleichsweise, ist ein Umstand, den das Land nicht wegen, sondern trotz der Politik der vergangenen 13 Jahre zu verdanken hat. Die Abschlussrechnung von Merkels Kanzlerschaft sei »in Tausenden Milliarden Euro zu taxieren«, so der nüchterne Befund des Ökonomen Daniel Stelter, der bis 2013 Mitglied im Exekutiv-Ausschuss der renommierten »Boston Consulting Group« war, eine der weltweit größten Unternehmensberatungen. Zur Erinnerung: 1.000 Milliarden sind eine Billion!

Seine düstere Prognose: Die politische Misswirtschaft der ohne jeden Reformeifer von Merkel geführten Bundesregierungen wird sich schon bald rächen. Verteilungskonflikte werden sich verschärfen, Sozialleistungen müssen drastisch gekürzt werden. Und das in einer Zeit, in der die geburtenstärksten Jahrgänge kurz vor der Rente stehen!

Vordergründig steht Deutschland im internationalen Vergleich (noch) gut da. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt unter fünf Prozent, allerdings statistisch bereinigt um die sogenannte verdeckte Arbeitslosigkeit (z. B. Bezieher von Arbeitslosengeld II, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Ein-Euro-Jobs, Niedriglöhner, Altersteilzeit, Langzeitkranke). Der Handelsüberschuss (rund 300 Milliarden Euro) ist nicht nur der größte aller Industrienationen, sondern auch der größte aller Zeiten.

Aber es ist bekanntlich nicht alles Gold, was glänzt: Der Erfolg der deutschen Wirtschaft basiert im Wesentlichen auf Sonderfaktoren wie dem schwachen Euro, der die Exporte beflügelt; der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die Kredite und Staatsschulden verbilligt; einer industriellen Auslandsnachfrage, die vor allem von den USA und China getrieben wurde.

Schon vor einem halben Jahr warnte Ökonom Stelter: Es sei »absehbar, dass die deutsche Sonderkonjunktur ein schmerzhaftes Ende findet«. Inzwischen werden die Wachstumsprognosen auf breiter Front zurückgenommen, am Konjunkturhimmel ziehen düstere Wolken auf. Spätestens dann, wenn es zu einer zu Rezession kommt, bricht das Narrativ von den angeblich guten Merkel-Jahren wie ein Kartenhaus zusammen.

Dann kommen Deutschland die Merkel-Jahre richtig teuer zu stehen. Ökonomen schätzen die volkswirtschaftliche Erblast auf 3.700 bis 4.700 Milliarden Euro – je nach Zählweise. Die langfristigen Kosten dürften noch weit höher liegen. Zusätzlich zu diesen Kosten kommen die Lasten, die sich aus der Alterung der Gesellschaft ergeben und für die keine Regierung der letzten 40 Jahre vorgesorgt hat. Zum Vergleich: Die volkswirtschaftlichen Kosten durch die historische Sondersituation der Wiedervereinigung betrugen rund zwei Billionen. Aber sie waren eine Investition in die Zukunft. Die volkswirtschaftliche Bilanz von 13 Jahren Merkel hingegen ist einfach nur erschütternd:

Euro-Rettung

Allein der Zinsverlust für die deutschen Sparer durch die diversen Griechenland-Rettungspakete ist mit über 250 Milliarden Euro zu veranschlagen. Hinzu kommt: Weitere Krisenländer leihen sich Geld von Deutschland. Rund 1.000 Milliarden Euro reicht die Bundesbank derzeit über die EZB als Dispo aus, um vor allem südeuropäische Zombie-Banken vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Das sind mehr als 12.000 Euro pro Kopf der deutschen Bevölkerung. Zerbricht der Euro, bleiben die deutschen Sparer auf dem Geld sitzen. Bleibt der Euro, sind die Kredite wegen der niedrigen Zinsen quasi wertlos.

Energiewende-Irrsinn

Dieser Posten ist mit bis zu 1.500 Milliarden gleich 1,5 Billionen Euro, verteilt über vier Jahrzehnte, die vermutlich teuerste Hinterlassenschaft der Amtszeit von Angela Merkel. Ihre Klimaziele hat die Bundesregierung trotz der Milliarden-Subventionen für Windräder bereits jetzt buchstäblich in den Wind geschrieben. Die Zeche der absurden Subventionspolitik zahlen Verbraucher und Industrie. Der Bundesrechnungshof (BRH) bescheinigte der Bundesregierung unlängst, sie habe den Überblick über die Kosten ihrer 2011 nach der Atomkatastrophe von Fukushima chaotisch eingeleiteten »Energiewende« verloren.

Bis Ende des Jahrzehnts summieren sich allein die Investitionen für die Übertragungsnetze der Windenergie auf bis zu 40 Milliarden Euro, schätzt Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Die Rechnung könnte sich vervielfachen, wenn Anwohner Erdkabel anstelle von Freileitungen durchklagen. Schon jetzt müssen nirgendwo in Europa Haushalte und Betriebe so viel für Strom zahlen wie in Deutschland, nämlich doppelt so viel wie beispielsweise in Frankreich, wohin die deutsche Stromüberproduktion zum Schleuderpreis (und oft auch darunter) verramscht wird. Allein bis zum Jahr 2025 dürfte die sogenannte Energiewende den deutschen Michel 6.300 Euro pro Kopf gekostet haben. Die Staatsausgaben allein für die Subvention erneuerbarer Energien werden auf insgesamt 500 bis 1.000 Milliarden Euro geschätzt. Stichwort Kohleausstieg: Mindestens 25 Milliarden Euro Schadensersatz dürfen die Energieversorger vom Steuerzahler erwarten.

Atomausstieg

Zusätzlich drohen den Steuerzahlern Milliardenrisiken beim Rückbau der Atommeiler. Die Gesamtkosten belaufen sich nach einem Gutachten des Bundeswirtschaftsministeriums derzeit auf 47,5 Milliarden Euro. Geld haben die Stromversorger für den Abriss der Atomkraftwerke (AKW) und die Endlagerung des Atommülls entgegen manchen Behauptungen bisher nicht zurückgelegt. Die Wahrheit lautet: Sie haben de facto nichts auf der hohen Kante. Denn: Die angeblich rund 38 Milliarden Euro, von denen immer die Rede ist, sind eine Luftbuchung. In der Bilanzsprache sind die AKW-Rückstellungen nichts anderes als vorab gebuchte Schulden, die später bedient werden müssen – im Zweifel von den Stromverbrauchern und/oder vom Steuerzahler!

Die Dimensionen, um die es dabei geht, veranschaulicht das Beispiel des früheren DDR-Atomkraftwerks Greifswald: Für dessen Rückbau wurden anfangs 3,2 Milliarden Euro veranschlagt, aktuell wird bereits mit 6,5 Milliarden kalkuliert. Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, wirft der Bundesregierung vor, dass sie die Kosten für den Atomausstieg mit allen Folgekosten schöngerechnet habe. Bis zum Ende des Jahrhunderts dürften sich die tatsächlichen Kosten auf geschätzte 169 Milliarden Euro addieren. Parallel dazu hat das Bundesverfassungsgericht den Stromkonzernen Schadensersatz in Milliardenhöhe wegen entgangener Gewinne zugesprochen.

Investitionsstau

Die Politik der »Schwarzen Null«, also eines auf dem Papier ausgeglichenen Haushalts ohne Neuverschuldung, ist überhaupt nur aufgrund der niedrigen Zinsen möglich gewesen. Im Bundeshaushalt 2019 ist die »Schwarze Null« bei Lichte besehen bereits eine »Rote Null«. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat den Haushaltsausgleich nur mit Ach und Krach und viel Etat-Kosmetik hingekriegt (zum Beispiel Einstellung von Rücklagen für die Migration). Hinzu kommt: Für wirkliche Zukunftsinvestitionen (Glasfaserausbau, Infrastruktur, Bundeswehr) gibt die Bundesregierung nicht mehr, sondern weniger Geld aus. Ökonom Stelter bilanziert: »Der unmittelbare Schaden des Sparens am falschen Ende liegt bei mindestens 250 Milliarden.« Vermutlich noch deutlich darüber. Denn die Kosten steigen mit jeder verzögerten Zukunftsinvestition.

Ungedeckte Schecks

Bei ehrlicher Bilanzierung müssten im Bundeshaushalt auch die Kosten für zukünftige Generationen aufgeführt werden. Implizite oder versteckte Staatsverschuldung nennen das Ökonomen. Allein die jüngsten Wahlgeschenke (z. B. Rente, Familie) dürften bis zum Jahr 2045 zu geschätzten Mehrausgaben von rund 100 Milliarden Euro jährlich führen, schätzen Experten. Die gesamten impliziten, also nicht offen ausgewiesenen Schulden Deutschlands betragen je nach Schätzung mindestens 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen). Ein Drittel davon dürfte Deutschland den Regierungen unter Angela Merkel zu verdanken haben. Das wären rund 1.000 Milliarden Euro.

Zuwanderung

Eine weitere Rechnung mit vielen Unbekannten ist die sogenannte Flüchtlingskrise. Die wahren Folgekosten der Grenzöffnung 2015/16 sind in Einzeletats versteckt. Dabei geht es um hohe Milliardensummen. Das Kieler Institut für Wirtschaftsforschung kalkuliert mit bis zu 55 Milliarden Euro jährlich (!), während die Bundesregierung auch hier mit 22 Milliarden Euro die rosa Brille aufsetzt. Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen schätzt, dass jeder Flüchtling den Staat in seiner Lebenszeit per Saldo 450.000 Euro kostet.

Der Freiburger Professor addiert die Gesamtkosten der Zuwanderung auf 900 Milliarden Euro. Hans-Werner Sinn, der frühere Präsident des Ifo-Instituts, hält sogar diese horrende Summe für zu niedrig gegriffen. Er geht von über einer Billion Euro für den deutschen Steuerzahler aus. Selbst die den Grünen nahestehende Heinrich-Böll-Stiftung rechnet mit Kosten von 400 Milliarden Euro, sollte die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt nicht schnell gelingen.

Fazit: Es waren fürwahr teure Merkel-Jahre. Unter dieser Erblast wird Deutschland auf Generationen hinaus ächzen. Wie lautete noch mal gleich der Amtseid der Kanzlerin?

WissenToGo: Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration


Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration


Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration. 16 S.
Via:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/deutschland-und-frankreich-schliessen-vertrag-von-aachen-1566838

Deutsch-Französische Agenda. Prioritäre Vorhaben in Umsetzung des Vertrags von Aachen. 3 S.
15 gemeinsame Vorhaben, die vom Deutsch-Französischen Ministerrat überprüft werden.
Via:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/unterzeichnung-des-vertrages-zwischen-der-bundesrepublik-deutschland-und-der-franzoesischen-republik-ueber-die-deutsch-franzoesische-zusammenarbeit-und-integration-vertrag-von-aachen–1571032

Wir stehen im Wettbewerb mit China und anderen Billiglohnländern! Darum ist vieles bei uns so wie es ist…


Wo bleiben unsere Steuergelder?

Auf fast 3.000 Seiten erklärt die Bundesregierung die Einnahmen und Ausgaben für 2019!

Aber welches Gesamtkonzept hinter diesem Haushaltsplan steckt bleibt nach wie vor offen.

Man sollte vor allem die Hintergründe dieser Zahlen kennen und dabei die wesentlichen Fragen nicht vergessen.
Dazu gehören generelle Fragen zu aktuell oberflächlich diskutierten gesellschaftlichen Entwicklungen.

Zum Beispiel:

Fakt ist, in den letzten Jahren wurden aus unserem Rentensystem ca. 700 Mrd. EUR für „Versicherungsfremde Leistungen“ entnommen!

Fazit:

Die Rente könnte sicher sein!

Warum wollen unsere Politiker das nicht?
Wer hat Interesse an Altersarmut?

Antwort:

Eine produzierende Wirtschaft, die im Wettbewerb mit China, Indien und anderen Billiglohnländern steht, braucht massenweise billige Arbeitskräfte!
„Woher nehmen wenn nicht stehlen“, lautet ein altes Sprichwort, dass das Dilemma einer überalterten Gesellschaft mit zuwenig Bevölkerungszuwachs, sehr gut beschreibt.

Der Bedarf an billigen Arbeitsplätzen kann so nicht gedeckt werden.


Die Politik liefert dazu genau die Antworten, um diesem Problem entgegenzuwirken, allerdings ohne der Bevölkerung die Wahrheit mitzuteilen.
Dieses Problem steckt hinter vielen Mainstream Kuriositäten, z.B. warum jegliche Anstrengung unternommen wird immer mehr Frauen zur Arbeit statt zur Kindererziehung zu motivieren, z.B. warum wir wie selbstverständlich plötzlich Millionen von Flüchtlinge aufnehmen, z.B. warum alles daran gesetzt wird Hartz IV so menschenunwürdig wie möglich zu gestalten und natürlich auch warum unsere Alten, statt den Ruhestand zu genießen, gezwungen sind weiter arbeiten zu müssen, um einigermaßen über die Runden zu kommen.
Diese Logik ergibt sich aus den Fehlern, die man Ende der 80er, Anfang der 90er gemacht hat, als man geglaubt hat den Wettbewerb mit den Billiglohnländern durch Qualität „Made in Germany“ aufnehmen zu können.

Statt Innovationen zu entwickeln, entwickelt der deutsche Maschinenbauer den Standort China.

Der Fehler, den man damals gemacht hat war, sich als Industriestandort zu produktionslastig aufzustellen, anstatt innerhalb der Wirtschaft zu diversifizieren und den Dienstleistungs-/Forschungs- und Entwicklungsbereich zu einem weltwirtschaftlich wettbewerbsfähigen Sektor zu entwickeln.

Deutschland war Vorreiter bei der Entwicklung und Herstellung von Solarzellen. Chance vertan?

Die Rechnung zahlen wir schon heute alle, aber es kommt noch schlimmer, dazu muss man nur einen Blick auf die wesentlichen Bereiche unserer Vorzeigebranchen, z.B. die Automobilindustrie oder den Maschinenbau, werfen. Die einen haben scheinbar keine Antworten auf die Fragen der zukünftigen Mobilität, und die anderen werden von einer Industrie 4.0 quasi überflüssig gemacht und verpassen gerade die Chancen Vorreiter eines technologischen Wandels zu sein. Während andere sich schon heute die Märkte von morgen sichern, beherrschen bei uns die Diskussionen über den Saldo von Arbeitsplatzverlusten und neu entstehenden Arbeitsplätzen die Mainstream-Medien.

Während andere die Zukunft gestalten bauen wir „Windmühlen“, Stromleitungen, den BER, das „schnelle Internet“ und hoffen irgendwann flächendeckend Mobilfunk zu haben!

Bei soviel „Zukunftsprojekten sollten wir nicht vergessen, dass es für unsere Wohlstandsgesellschaft nicht nur auf die schlichte Anzahl von Beschäftigungsverhältnissen ankommt, sondern, dass es für den sozialen Frieden bei uns auch darauf ankommt, dass diese Arbeitsplätze den Beschäftigten ein sorgloses Leben, eine ausreichende Alterssicherung ermöglichen und dem Staat die Finanzierung unserer Sozialsysteme, unserer Infrastruktur und unseres Bildungssystem ermöglicht.

Das deutsche Jobwunder, oder die Aussicht auf die Wahrheit zukünftiger Arbeitsplätze?

Wenn Lohnsteigerungen nicht mehr als eine Lüge sind.

Leider werden diese Fragen erstens kaum gestellt und zweitens gibt es derzeit überhaupt keine Zielsysteme, die diesen Ansprüchen genügen würden.
Prost Mahlzeit!

Die schwarze Null…Olaf Scholz

Die Zahlen, der Bundeshalt 2019

https://www.bundeshaushalt.de/fileadmin/de.bundeshaushalt/content_de/dokumente/2019/soll/Haushaltsgesetz_2019_Bundeshaushaltsplan_Gesamt.pdf

#Neuwahlen, sofort! Weil die Bundestagswahl 2017 ungültig ist!


Urteil erklärt Bundestagswahl 2017 für ungültig: Verfassungsgericht schreibt Neuwahlen vor


Urteil erklärt Bundestagswahl 2017 für ungültig: Verfassungsgericht schreibt Neuwahlen vor


Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts erklärt die Bundestagswahl 2017 für ungültig. Zulässig sind höchstens 15 Überhangmandate. Bei der Wahl am 24. September sind aber 46 Überhänge entstanden, ein nie dagewesener Rekord. Schlimmer noch: Ein glasklarer Bruch von Artikel 14 Grundgesetz, der zwingend Neuwahlen zur Folge haben müsste.

von Manfred C. Hettlage

Die Wahlprüfung ist ein Grundrecht. Sie ist Sache des Bundestages. So will es die Verfassung. Die Einzelheiten regelt das Wahlprüfungsgesetz (WahlPrüfG). Danach kann die Wahl von jedem Wahlberechtigten einzeln oder zusammen mit anderen, innerhalb einer Frist von zwei Monaten ab dem Wahltag, beim Deutschen Bundestag in Schriftform, angefochten und zu Fall gebracht werden. Die Anfechtung muss eine Begründung enthalten. Weil die Wahlprüfung im Grundgesetz verbürgt wird, hat der Wahlleiter eine konkrete Anleitung in das Netz gestellt, wie man das zu machen hat. Es gilt das Prinzip: Wo kein Kläger da kein Richter.

Die Gründe liegen auf der Hand

Die Gründe für eine Wahlanfechtung liegen auf der Hand: 709 Abgeordnete sind in die Volksvertretung eingezogen. Es gibt dort regulär aber nur 598 Sitze. Das sind 111 Volksvertreter mehr, als das Hohe Haus bei normaler Besetzung Plätze zu bieten hat. Das ist aber nicht der springende Punkt. Mehr als 15 Überhänge sind unzulässig und verfassungswidrig. So hat das Verfassungsgericht in Karlsruhe mit seiner Grundsatzentscheidung (BVerfGE 131, 316) vom 25.7.2012 geurteilt. „Überhangmandate“ sind zulässig, aber gedeckelt. Es dürfen also nicht zu viele werden. Gibt es mehr als 15 Überhänge, ist die Wahl ungültig. Es sind aber 46 – verfassungswidrige – Überhänge entstanden. Und damit ist es höchstrichterlich entschieden: Die Wahl vom 24.9.2017 ist ungültig.

Um das ganze Elend des dualen Wahlsystems mit Erst- und Zweitstimme perfekt zu machen, wurden die – immer noch verfassungswidrigen – 46 Überhänge auch noch durch 65 nachgeschobene Ausgleichsmandate „egalisiert“. Wie schon 2013 gab es auch 2017 erneut überhanglose Ausgleichsmandate: Der Ausgleich überragt 2017 den Überhang um 19 Plätze. Es gab also 19 Ausgleichsmandate, denen gar kein Überhang gegenüberstand. Wie bekannt sind 2013 in vier Bundesländern 4 Überhänge entstanden. Sie wurden ausgeglichen, aber nicht durch 4, sondern durch 29 nachgeschobene Ausgleichsmandate. ,Der Ausgleich überstieg also schon 2013 den Überhang, und zwar um mehr als das Siebenfache. In sechs von sieben Fällen stand schon 2013 dem Ausgleich überhaupt kein Überhang gegenüber. Man muss also die Grundsatzfrage nach dem Sinn und Zweck der Ausgleichsmandate stellen.

„Ist es auch Wahnsinn, so hat es doch Methode!“

An der Wahl des Bundestagspräsidenten und an der Kanzlerwahl werden also 111 Volksvertreter teilnehmen, von denen 46 ein Direktmandat (ohne Listenplatz) errungen haben, was vom Gesetzgeber gar nicht beanstandet wird. (Vgl. § 6 Abs. 4 Satz 2 BWahlG.) Es gibt nämlich 299 Wahlkreise. Keinen weniger und keinen mehr. Darin wurden auch 2017 genau 299 Volksvertreter mit der Erststimme direkt gewählt, keiner weniger und vor allem keiner mehr. Und gewählt ist gewählt. Deshalb gibt es keinen direkt gewählten Volksvertreter, dem sein Direktmandat in Wahrheit gar nicht zusteht. Der Wahlleiter hat sogar alle 299 Abgeordneten ohne Ausnahme aufgefordert, an der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages teilzunehmen und dort zunächst den Parlamentspräsidenten und etwas später auch den Kanzler oder die Kanzlerin zu wählen.

Es gibt also gar keinen Volksvertreter, dem sein mit der Erststimme errungenes Direktmandat in Wahrheit gar nicht zusteht. Das ist ein Märchen und bleibt ein Märchen. Denn die „Überhänge“ sind gar keine konkreten Mandate, sondern eine Differenz. Doch Märchen werden gerne weitererzählt. Tatsache ist und bleibt dagegen, dass in Deutschland das „Westminster-Modell“, also die klassische Direktwahl in 299 überschaubaren Wahlkreisen „ohne Wenn und Aber“ bereits voll verwirklicht ist, bei dem verbleibende Rest von mindesten 299 Abgeordneten aber die Verhältniswahl gilt. Wer seinen Wahlkreis mit einfacher Mehrheit gewinnt, zieht also in den Bundestag ein. – Punkt!

Es gibt daher schlicht und einfach keinen Rechtsgrund, das abweichende Wahlergebnis auf der Seite der Verhältniswahl, also bei der Verteilung der Listenplätze auf die Parteien zu korrigieren, zu verbessern oder irgendwie „auszugleichen“. Nachdem die Wahllokale schon geschlossen und die Wahlergebnisse ausgezählt waren, konnten für die nachgeschobenen Listenplätze natürlich keine Wählerstimmen mehr abgegeben werden. Für die demokratische Legitimation der Ausgleichsmandate hätte man wenigsten eine Eventualstimme oder eine richtige Nachwahl speziell über den Mandatsausgleich gebraucht, mit eigenen Kandidaten, neuen Stimmzetteln und allem, was zu einer Nachwahl dazugehört. Beides gab es weder 2013 noch 2017. Die Ausgleichsmandate kamen demnach ohne freie Entscheidung des Wahlvolkes zustande, wer, welches Ausgleichsmandat, für welche Partei, in welchem Bundesland erhalten soll – und das ist grob verfassungswidrig.

Zu allem Überfluss wurde auch 2017 das Wahlergebnis wie schon 2013 nach der Wahl „ausgeglichen“, aber nicht durch 46, sondern durch 65 Ausgleichsmandate. Der Ausgleich überstieg also den ohnehin schon überhöhten und deshalb verfassungswidrigen Überhang insgesamt um 19 überhanglose Ausgleichsmandate. In 19 Fällen stand auch 2017 dem Ausgleich also gar kein Überhang gegenüber. Die Stimmen werden ausgezählt, niemals aber ausgeglichen und schon gar nicht im Übermaß. Das deutsche Wahlrecht ist ein Narrenschiff: Die Wähler geben ihre Stimmen ab, und danach ist niemand befugt, das Wahlergebnis nachträglich zu korrigieren, zu verbessern oder „auszugleichen“. Das gibt es nur, wo die Demokratie nur eine Theaterkulisse ist.

Ausgleichsmandate sind wie Kuckuckseier

Ausgleichsmandate sind wie Kuckuckseier. Sie werden den Wählern untergeschoben, ohne dass sie wissen, wie ihnen geschieht. Sie sind vor dem Verfassungsgericht in Karlsruhe mit den beiden Wahlprüfungs-Beschwerden (AktenZ. 2 BvC 64/14 und AktenZ. 2 BvC 67/14) angegriffen und als verfassungswidrig gerügt worden. Das Verfassungsgericht hat mit der Fünf-Prozent-Hürde eine strenge Obergrenze für nachträgliche Eingriffe in das Wahlergebnis gezogen. Diese Obergrenze kann nicht überschritten werden. (Vgl. BVerfGE v. 1, 208 (256); ferner Strelen in Schreiber, BWahlG 2013, § 6, Rdnr 35, mit weiteren Fundstellen in Anm. 78.) Durch die nachträgliche Zuteilung von Ausgleichsmandaten wird über die Sperrklausel hinaus noch einmal in das Wahlergebnis eingegriffen. Niemand ist jedoch dazu befugt, das Ergebnis der Wahl jenseits der vom BVerfG akzeptierten Fünf-Prozent-Hürde erneut zu verändern, zu verbessern, zu korrigieren oder „auszugleichen“.

Außerdem werden Abgeordnete grundsätzlich nicht von staatlichen Instanzen zugeteilt. Abgeordnete werden gewählt. So will es Art. 20, Art. 28 und Art. 38 GG. Und das ist bei den nachgeschobenen Ausgleichsmandaten eindeutig nicht der Fall. Das Volk wählt aus seiner Mitte die Volksvertreter, die sich zum Deutschen Bundestag versammeln, dort den Kanzler oder die Kanzlerin wählen und während der vierjährigen Legislaturperiode gemeinschaftlich an der parlamentarischen Willensbildung mitwirken, um darüber zu entscheiden, was im öffentlichen Interesse geschehen soll oder zu unterbleiben hat. Die Staatsgewalt geht vom Volke aus. Das Volk tut seinen Willen in der namentlichen Wahl zur Volksvertreter kund (Volkssouveränität).

Wohlgemerkt: Die Wahl ist grundsätzlich keine Parteien- sondern eine Personenwahl. „Eine bloße Parteienwahl schließt die Verfassung aus.“ Das hat das Verfassungsgericht in Karlsruhe der Nachrücker-Entscheidung v. 26.2.1998, BVerfGE 97, 317 (323) so festgehalten.

Das Verfassungsgericht in Karlsruhe hätte den Spuk verhindern können

Die acht Richter des Zweiten Senat beim Bundesverfassungsgericht hätten den ganzen Spuk verhindern können, haben es aber nicht getan. Am 21.9.2017, also drei Tage vor der Wahl, hatte das Verfassungsgericht in Karlsruhe die Wahlprüfungs-Beschwerde (Az: 2 BvC 64/14) in der Hauptsache durch eine sog. „A-Limine-Entscheidung“ ohne weitere Begründung verworfen (Vgl. § 24 BVerfGG). Als Folge davon haben sie auch einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung für erledigt erklärt. Diese Entscheidung wurde den Beschwerdeführern nach der Wahl zugestellt und ist endgültig.

Mit ihrem Eilantrag wollten die Beschwerdeführer des Verfahrens 2 BvC 64/14 erreichen, dass die Abgeordneten, die lediglich ein nachgeschobenes Ausgleichsmandat bekleiden, solange nicht an den Abstimmungen im Deutschen Bundestag teilnehmen dürfen, also von der Wahl des Bundestagspräsidenten und des Bundeskanzlers ausgeschlossen bleiben, solange über die Wahlprüfungs-Beschwerde nicht in der Hauptsache entschieden wurde. Nun ist es ganz anders gekommen. Drei Tage, nachdem das Verfassungsgericht die Wahlprüfungs-Beschwerde (2 BvC 64/14) in der Hauptsache nach § 24 BVerfGG 2 „a limine“ vom Tisch gefegt hat, sind bei der Bundestagswahl 46 „Überhänge“ entstanden. Allesamt sind sie verfassungswidrig, weil die höchstrichterliche gezogen Zulässigkeitsgrenze von 15 „Überhängen“ turmhoch überschritten wurde. Ist aber der Überhang schon verfassungswidrig, wird auch der Ausgleich davon erfasst. Auch der nachgeschobene Mandatsausgleich von 65 Sitzen wird also in den Strudel der Verfassungswidrigkeit mit hineingezogen.

Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag ist deshalb ungültig. Sie kann im Rahmen einer Wahlprüfung nach Art. 41 Abs. 1 GG zuerst vor dem Bundestag, nach Art. 41 Abs. 2 GG später vor dem Verfassungsgericht erfolgversprechend angegriffen und am Ende zu Fall gebracht werden. Doch wo kein Kläger, da kein Richter. Deshalb sind nun die wahlberechtigten Staatsbürger am Zug. Und der Weg nach Karlsruhe ist weit.

Volkswirtschaftliche Thesen: Ohne Grundeinkommen sieht Deutschlands Zukunft düster aus


Top-Ökonom erklärt: Ohne Grundeinkommen sieht Deutschlands Zukunft düster aus


Thomas Straubhaar

Focus „FINANZEN Archiv“

Nicht bezahlbar, Faulheit wird belohnt – viele Argumente sind gegen das bedingungslose Grundeinkommen zu hören. Dabei bietet es eine einzigartige Chance, eine Spaltung der Gesellschaft zu verhindern und die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.

Bill Gates, Microsoft-Gründer und einer der reichsten Männer der Welt, und Benoît Hamon, sehr linker Präsidentschaftskandidaten der französischen Sozialisten, haben eins gemeinsam: Beide plädieren für einen radikalen Umbau der Steuersysteme. Beide haben erkannt, dass die Realität im 21. Jahrhundert nach einem Sozialstaat verlangt, der Robotern, künstlicher Intelligenz, aber auch dem demografischen Wandel und der Individualisierung der Gesellschaft Rechnung trifft. Genau das ist auch der Nährboden, auf dem das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens gedeiht und weltweit Zulauf erhält – von allen Seiten.

„Geld für alle“ vom Staat. Ohne Gegenleistung. Einfach so. An alle. Ob arm oder reich, jung oder alt, ob mit oder ohne Familie, allein lebend oder zusammen mit anderen. Menschen mit oder ohne Beschäftigung, Hilfs-, Fach- oder Führungskräfte: Allen wird gleichermaßen vom Staat Monat für Monat ein exakt identischer Geldbetrag auf das persönliche Konto überwiesen. In der Höhe des steuerlichen Existenzminimums. Sodass für jede und jeden, unabhängig von einer eigenen Erwerbstätigkeit oder einem eigenen Vermögen, möglich wird, ein menschenwürdiges Dasein zu finanzieren und am öffentlichen Leben teilzunehmen.

 

Das bedingungslose Grundeinkommen muss lieber früher als später kommen

„Geld für alle“ – was für eine radikale Forderung. Das kann nicht gut gehen, sagen viele. Falsch: Die Vision des bedingungslosen Grundeinkommens muss Realität werden – lieber früher als zu spät! Denn die westlichen Demokratien sind in Unruhe. In atemberaubenden Tempo geht gerade das Zeitalter der Globalisierung zu Ende. Nationalisierung statt Internationalisierung und Abschottung statt Freihandel widerspiegeln den Zeitgeist

Wer hierzulande eine Spaltung der Gesellschaft verhindern will, die andernorts einen Donald Trump ins Weiße Haus gebracht hat, muss Verteilungsfragen ganz oben auf die politische Agenda setzen. Wenn es den großen Parteien nicht gelingt, eine überzeugende Verteilungspolitik gegen die Polarisierung anzubieten, werden es die (noch) kleine(re)n Außenparteien zur Rechten und zur Linken (zu) einfach haben, mit populistischer Propaganda die lauten Proteste von Unzufriedenen und Benachteiligten zu bündeln und mit einer Allianz der extremen politischen Gegensätze an die Macht zu kommen.

Wir brauchen eine neue Antwort auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

Ein bedingungsloses Grundeinkommen legt das zeitgerechte Fundament eines sozialpolitischen Neubaus. Wenn die demografische Alterung, die Digitalisierung und die damit einhergehenden gesellschaftlichen und ökonomischen Verhaltensänderungen alles Bisherige in Frage stellen, bedarf es neuer, zeitgemäßer Antworten.

Das bedingungslose Grundeinkommen ermöglicht eine gerechte, liberale und effektive Anpassung des Sozialstaates an die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es ist auf die Lebenswirklichkeit der Zukunft ausgerichtet und hält nicht an einer Vergangenheit fest, die es schon lange nicht mehr gibt. Somit ist nicht das Grundeinkommen, sondern der Verzicht auf ein Grundeinkommen eine riskante Politik, die scheitern wird.

Sorge und Hoffnung sind die fundamentalen Motive für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Sorge, um den inneren Zusammenhalt der Gesellschaft. Streit und Misstrauen prägen gegenwärtig das gesellschaftliche Miteinander. Unfassbare Manager-Boni, Panama-Papers, Cum-Ex-Geschäfte und Steuervermeidung als zentrales Geschäftsmodell wecken bei der Masse alles andere als Vertrauen, dass die Wohlhabenden noch eine gemeinsame Verantwortung für das große Ganze zu tragen bereit sind. Eher werden Vorurteile bestätigt, dass moralische Standards abgesenkt wurden, Moral und Anstand verloren gegangen sind.

Eine neue Perspektive für eine verunsicherte Gesellschaft

Das bedingungslose Grundeinkommen bietet Hoffnung, mit einem gemeinsam getragenen neuen Zukunftsmodell das Zusammengehörigkeitsgefühl wieder zu beleben. Alle mitzunehmen, niemanden auszuschließen. Neben ökonomischer Effizienz auch eine soziale Umverteilung anzustreben. Einer verunsicherten Gesellschaft eine Perspektive aufzuzeigen für ein großes gemeinsames Ziel: ein für alle lebenswertes Deutschlands.

Ein radikaler Systemwechsel eröffnet die dringend benötigte Chance eines unverbrauchten Neuanfangs. Er ermöglicht es, ausgetretene, misstrauisch beobachtete, über Dekaden gewachsene Interessenverflechtungen, kritische Pfadabhängigkeiten und veraltete Verfahrensweisen in Frage zu stellen. Etwas Neues zu tun. Offensiv zu gestalten, nicht defensiv immer wieder alte Löcher stopfen zu müssen.

Das bedingungslose Grundeinkommen weist Deutschland einen zwar radikalen, aber eben auch gangbaren Weg, um die eigendynamische Spirale des gesellschaftlichen Auseinanderlebens zu durchbrechen. Es liefert eine nachhaltig tragfähige Grundlage für einen Gesellschaftsvertrag zwischen den Generationen. Es zeigt, wie die Arbeitsgesellschaft auf die dramatischen Veränderungen durch die Digitalisierung reagieren kann – wohl eher reagieren muss, wenn nicht überall, aber doch mancherorts mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Roboter den Menschen ersetzen werden. So, dass die Herausforderungen der Zukunft bewältigt und zu einer historischen Chance, nicht zu einer Gefahr für Deutschland werden.

Buchtipp:

Thomas Straubhaar: Radikal gerecht. Wie das Bedingungslose Grundeinkommen den Sozialstaat revolutioniert – Edition Körber-Stiftung 2017

Video: Finnland testet das bedingungslose Grundeinkommen

_

FOCUS Online 560 Euro im Monat! Finnland testet das bedingungslose Grundeinkommen_

Zur Person

Thomas Straubhaar (* 2. August 1957 in Unterseen, Kanton Bern) ist ein Schweizer Ökonom und Migrationsforscher. Er ist Professor für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Hamburg.

Straubhaar schloss 1981 das Studium der Volkswirtschaftslehre mit den Nebenfächern Operations Research und Mathematik an der Universität Bern mit dem Lic. rer. pol. ab. Von 1981 bis 1989 war er Assistent am dortigen Volkswirtschaftlichen Institut. 1983 erfolgte die Promotion bei Egon Tuchtfeldt zum Dr. rer. pol. und 1986 die Habilitation mit der Arbeit On the Economics of International Labour Migration. Zwischenzeitlich forschte er an der University of California, Berkeley. 1989/90 war er Lehrbeauftragter im Aufbaustudium Internationale Wirtschaftsbeziehungen der Universität Konstanz und von 1989 bis 1992 Lehrbeauftragter für Wirtschaftspolitik an der Universität Basel. 1991/92 war er außerdem als Stellvertreter am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg im Breisgau tätig.

1992 wurde Straubhaar als Professor für Volkswirtschaftslehre an die Universität der Bundeswehr Hamburg berufen. Seit 1999 ist er Professor für Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Universität Hamburg und war zugleich Präsident des 2006 geschlossenen Hamburgischen Weltwirtschaftsarchivs (HWWA). Im Jahr 2005 wurde Straubhaar Direktor des damals neu gegründeten Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI). Straubhaar kündigte 2013 an, diese Position im September 2014 niederzulegen.[1] Außerdem hält er regelmäßig Vorlesungen an der HSBA Hamburg School of Business Administration. Von 2008 bis 2011 gehörte er dem Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration an.

Straubhaar ist Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Er gehört den Kuratorien der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (seit 1994 Vertrauensdozent) und der HASPA Finanzholding an, ist im Stiftungsrat der Körber-Stiftung und der Edmund Siemers-Stiftung und Mitglied im BahnBeirat. Seit 2013 ist er Policy Fellow des Instituts zur Zukunft der Arbeit. Straubhaar ist zudem Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (Acatech). Er ist Mitglied des Konzernbeirats der Deutschen Bahn.

Er ist Initiator des Vereins Pro Bürgergeld und initiierte 2005 gemeinsam mit Bernd Lucke und Michael Funke den Hamburger Appell.

Straubhaar ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Grundeinkommen Bearbeiten
Im Mai 2016 publizierte Straubhaar in Die Welt und Die Zeit[2] seine Auffassung eines (zeitgemässen) Grundeinkommens – welches auf:

  • modernem Sozialsystem
  • integriertem Steuertransfermodell
  • mit Wertschöpfungssteuer

beruht. Er schrieb dazu: Ein soziales Sicherungssystem, das einseitig auf Beiträgen aus Lohneinkommen basiert, ist ein Anachronismus aus  der Zeit der Industrialisierung und der ungebrochenen lebenslangen Erwerbsbiografien, als das Arbeitseinkommen des Mannes die wichtigste Quelle eines Familieneinkommens darstellte. Die Individualisierung hat das traditionelle Rollenverständnis und die Solidargemeinschaft der Familie infrage gestellt. Die Arbeitswelt von heute verursacht Brüche und erfordert Auszeiten zur Neuorientierung. Beiden Veränderungen muss ein modernes Sozialsystem gerecht werden. Und eine Verlagerung der Finanzierung der sozialen Sicherung von Lohnbeiträgen auf eine Wertschöpfungssteuer erfüllt genau diese Forderung … Kein anderes Modell [als das des Grundeinkommens] trägt als integriertes Steuertransfermodell aus einem Guss sowohl den Folgen der Digitalisierung wie den Wirkungen der Individualisierung Rechnung … Je höher das Grundeinkommen, umso höher müssen die Steuersätze zur Finanzierung sein und umso geringer dürften die Arbeitsanreize bleiben. So einfach funktionieren die Regeln der Ökonomik – auch im Zeitalter der Digitalisierung und auch bei einem Grundeinkommen. Weitere Einzelheiten, oder ob jemand an solchem, umfassenden Modell arbeitet, führte er (darin) nicht auf.

Im Februar 2016 lehnte er die von der „Initiative Grundeinkommen“ lancierte schweizerische Volksinitiative ab mit der Begründung, nur ein niedriges Grundeinkommen, das nur die Existenz absichert und dabei Doppelspurigkeiten der Bürokratie der Sozialwerke abbaut, könne funktionieren.[3] Die Befürworter in der Schweiz schlugen jedoch ein hohes Grundeinkommen von CHF 2500 pro Monat vor, was hohe Steuern mit sich bringen würde. Das sei nach Straubhaar zu viel Risiko und bedeute einen Systemwechsel bei so viel offen bleibenden Kernpunkten auch bezüglich der Finanzierung. Ein bedingungsloses Grundeinkommen passe absolut zu einer liberalen Gesellschaft, es unterstützt die Schwächeren. Urliberal ist, wenn man Transfers nicht an Bedingungen knüpft, nicht ein bestimmtes Verhalten vorschreibt – deshalb hat auch der liberale Ökonom Milton Friedman die negative Einkommenssteuer – und nichts anderes ist das bedingungslose Grundeinkommen – propagiert. Die Höhe des Grundeinkommens soll nur das steuerliche Existenzminimum abdecken, in Deutschland zum Beispiel 8820 € pro Erwachsenen und Jahr. Das Existenzminimum ist durch die Sozialhilfe schon heute für jeden garantiert. Alles darüber hinaus bleibt der Eigenverantwortung überlassen. In Deutschland macht ein niedriges Grundeinkommen mit entsprechend niedrigem Steuersatz Arbeit wieder lohnend. Zu der in Deutschland bundesweit gesetzlich verankerten Sicherung durch den Mindestlohn oder den Kündigungsschutz sagte er: Nein, diesen Schutz braucht es [dort nach Einführung eines Grundeinkommens] nicht mehr. Und darin sieht er einen Unterschied zwischen Deutschland und der Schweiz. Die Schweiz hat keinen Kündigungsschutz und keinen Mindestlohn, sondern einen vergleichsweise liberalen Arbeitsmarkt. Deshalb setze ich mich für das Grundeinkommen in der Schweiz auch nicht ein.

Volkswirtschaftliche Thesen: Vor 50 Jahren hielt Milton Friedman eine Rede, die das Denken über die Geldpolitik bis heute prägt. Manche Erkenntnisse sind allerdings in Vergessenheit geraten.


Milton Friedman ein Vordenker Neoliberaler Politik


Milton Friedman

Zu Beginn eines jeden Jahres treffen sich die wichtigsten Ökonomen der Welt auf der Tagung der Amerikanischen Ökonomenvereinigung, die dieses Mal in Philadelphia stattfindet. Ein fester Bestandteil des Programms bildet ein Vortrag des jeweiligen Präsidenten der Vereinigung. Vor genau einem halben Jahrhundert hielt der spätere Nobelpreisträger Milton Friedman eine außerordentlich einflussreiche Rede über die Rolle der Geldpolitik, die damals das Denken über die Zusammenhänge von Geldpolitik, Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit prägte und bis heute nachwirkt. James Tobin, damals der wohl bedeutendste Kritiker von Friedmans Geldlehre und später ebenfalls Nobelpreisträger, bezeichnete die in der Fachzeitschrift der Ökonomenvereinigung, der American Economic Review (AER) abgedruckte Rede als den „sehr wahrscheinlich einflussreichsten Artikel, der jemals in einer wirtschaftswissenschaftlichen Zeitschrift erschienen ist“. Als vor einiger Zeit die 20 wichtigsten jemals in der Review gedruckten Artikel zusammengestellt wurden, befand sich Friedmans Rede darunter. Gleich drei Arbeiten bekannter Ökonomenbehandeln daher auf der diesjährigen Tagung die Rede Friedmans und ihre Folgen.

Das ökonomische Denken der sechziger Jahre war geprägt von der Annahme eines inversen Zusammenhangs zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit. Nach dieser Überzeugung konnte der Staat mit Geld- oder Finanzpolitik zwischen unterschiedlichen Kombinationen von Inflation und Arbeitslosigkeit wählen, wobei niedrige Arbeitslosigkeit mit hoher Inflation und hohe Arbeitslosigkeit mit niedriger Inflation einhergeht. Fachleute bezeichnen diesen Zusammenhang als „Phillips-Kurve“. (Wir haben uns in FAZIT zuletzt hier und hier mit der Phillips-Kurve befasst.) In dieser Denkweise wird die Lage am Arbeitsmarkt alleine von der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage bestimmt. Arbeitslosigkeit kann demnach erfolgreich bekämpft werden, solange die Öffentlichkeit bereit ist, dafür eine höhere Inflation zu akzeptieren. Nichts beschreibt diesen Zusammenhang besser als Helmut Schmidts berühmtes Zitat: „Lieber fünf Prozent Inflation als fünf Prozent Arbeitslosigkeit.“

Friedman hat in seiner Rede die Vorstellung einer simplen Austauschbeziehung von Inflation und Arbeitslosigkeit auf zweierlei Weise zerstört. Zum einen wandte er sich gegen die Vorstellung, jede Form von Arbeitslosigkeit lasse sich durch aktive Konjunkturpolitik bekämpfen. Stattdessen etablierte er die Idee einer sogenannten natürlichen Arbeitslosenquote. Damit ist jene Arbeitslosigkeit gemeint, die sich, modern gesprochen, aus strukturellen Gründen ergibt, darunter mangelnde Information über offene Stellen, fehlende Qualifikation oder zu geringe Mobilität der Arbeitnehmer. Friedman sagte nicht, gegen eine solche Arbeitslosigkeit lasse sich nichts tun. Er war aber der Meinung, mit einer aktiven Konjunkturpolitik lasse sich diese Arbeitslosigkeit nicht bekämpfen, wohl aber mit einer Politik, die für bessere Angebotsbedingungen sorgt.

Friedmans zweiter Punkt war die These, dass jeder Versuch, die natürliche Arbeitslosigkeit durch aktive Geld- oder Finanzpolitik zu bekämpfen, zu einer sich beschleunigenden Geldentwertung führt. Das heißt: Aktive Konjunkturpolitik kann, in der falschen Situation betrieben, schweren Schaden anrichten. Stattdessen plädierte Friedman dafür, durch eine Geldpolitik, die auf eine längerfristige Steuerung der Geldmenge zielt, die Konjunkturschwankungen zu reduzieren.

Auch wenn sich das Konzept der Geldmengensteuerung durch die Notenbank in der Praxis nicht bewährt hat und Notenbanken seit langem die von Friedman ungeliebte Zinspolitik in den Mittelpunkt gestellt haben, war Friedmans Rede ein beeindruckender Erfolg. Noch heute diskutieren Ökonomen über die sogenannte Phillips-Kurve, aber Friedman hat den naiven Glauben nachhaltig zerstört, die Geldpolitik könne nach ihrem Gusto zwischen Kombinationen von Inflation und Arbeitslosigkeit wählen. Ebenso ist heute weithin akzeptiert, dass Arbeitslosigkeit auch strukturelle Ursachen haben kann, die sich mit expansiver Geldpolitik nicht bekämpfen lassen – auch wenn in der Praxis eine strikte und zuverlässige Trennung zwischen struktureller und konjunktureller Arbeitslosigkeit schwierig ist. Und drittens ist auch die Idee tot, mit hoher Inflation ließen sich andere wirtschaftliche Übel kurieren.

Ein wenig untergegangen ist gerade in Deutschland jedoch Friedmans Erkenntnis, dass Geldpolitik eine Rolle in der Konjunkturstabilisierung zu spielen hat – und zwar in beide Richtungen. In den sechziger bis neunziger Jahren wurde von Parteigängern vor allem über die Rolle der Geldpolitik als Kampfmittel gegen eine zu hohe Inflation gesprochen. Aber Friedman hat auch, unter anderem in einem früher sehr bekannten Buch über die Geldgeschichte der Vereinigten Staaten, auf die Verantwortung der Geldpolitik für die Bekämpfung einer schweren Krise hingewiesen. Nach seiner Ansicht hatte die Geldpolitik in den dreißiger Jahren durch zu große Passivität die Weltwirtschaftskrise mit verursacht.

Daher ist es bemerkenswert, wenn heute Ökonomen, die Friedman in ideologischer Hinsicht eigentlich nahe stehen, die Geldpolitik seit der 2007 ausgebrochenen Finanzkrise als eine einzige Verirrung betrachten, obgleich sie in Amerika ausdrücklich mit Bezug auf Friedmans Plädoyer für expansive Geldpolitik in Krisen begründet worden ist. Ebenso ist es bemerkenswert, wenn heute Friedman ideologisch nahe stehende Ökonomen Anleihekaufprogramme von Notenbanken als gefährliches Teufelszeug verdammen, obgleich Friedman in Zeiten sehr niedriger Zinsen Anleihekaufprogramme ausdrücklich gutgeheißen hatte. Es darf auch erwähnt werden, dass diese Ökonomen Zinsen von nahe Null als wirtschaftlich katastrophal betrachten, obgleich Friedman in einem diesen Ökonomen zweifellos bekannten Aufsatz einen Nominalzins von Null (in Kombination mit einem leicht fallenden Preisniveau) als gesamtwirtschaftlich optimal hergeleitet hatte.

Und es kann nur erstaunen, wenn noch heute sogar Professoren optisch niedrige Nominalzinsen grundsätzlich als Ausdruck einer (hyper-)expansiven Geldpolitik ansehen, wo Friedman doch gelehrt hatte, dass allenfalls Amateure auf eine solche Idee kommen. Damit zusammenhängend: Schon Ende der fünfziger Jahre hatte es Friedman als fundamentales Fehlverständnis bezeichnet, einen über längere Zeit konstanten Zins als Beleg für eine konstante Ausrichtung der Geldpolitik anzusehen. Das ist rund 60 Jahre her, aber dieses fundamentale Fehlverständnis lässt sich noch heute antreffen.

Wie andere große Ökonomen – Adam Smith, John Maynard Keynes und Friedrich von Hayek sind vergleichbare Fälle – war Milton Friedman intellektuell weitaus gelenkiger, facettenreicher und komplexer als manche Leute, die meinen, sie wären seine Schüler.

Milton Friedman geb. 31. Juli 1912 in Brooklyn, New York City


Milton Friedman (* 31. Juli1912 in Brooklyn, New York City; † 16. November2006 in San Francisco) war ein US-amerikanischerWirtschaftswissenschaftler, der fundamentale Arbeiten auf den Gebieten der Makroökonomie, der Mikroökonomie, der Wirtschaftsgeschichte und der Statistik verfasste. Er erhielt 1976 den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften für seine Leistungen auf dem Gebiet der Analyse des Konsums, der Geschichte und der Theorie des Geldes und für seine Demonstration der Komplexität der Stabilitätspolitik.[1] Friedman wird neben John Maynard Keynes als der einflussreichste Ökonom des zwanzigsten Jahrhunderts angesehen.[2]

Friedman, der sich selbst als klassischen Liberalen betrachtete,[3] hob besonders die Vorteile eines freien Marktes und die Nachteile staatlicher Eingriffe hervor. Seine Grundhaltung kommt in seinem Bestseller Kapitalismus und Freiheit (1962) zum Ausdruck. Darin forderte er die Minimierung der Rolle des Staates, um politische und gesellschaftliche Freiheit zu fördern. In seiner Fernsehserie Free to Choose, die PBS im Jahre 1980 sendete, erklärte Friedman die Funktionsweisen des freien Marktes und unterstrich besonders, dass andere wirtschaftliche Systeme die sozialen und politischen Probleme einer Gesellschaft nicht adäquat lösen könnten.[4]

Friedman war Professor an der University of Chicago. Er war Schüler von Frank Knight. Der Rechtswissenschaftler David D. Friedman ist sein Sohn, Patri Friedman sein Enkel.

Ein Ghost Tweed von Heiko Maas wirft Fragen zum #NetzDG auf – Ist das Gesetz ein Einfallstor für gezielte Wahlmanipulation?


Ein Twitterpost sorgt gerade für Aufregung im Netz

Heiko Maas twitterte 2010 ein klares Hassposting. Ob sein NetzDG greifen wird?

Ausgerechnet ein Post von Heiko Maas aus dem Jahr 2010, in dem er seinen Parteigenossen Sarazin, als Idiot bezeichnet, wirft ziemlich beunruhigende Fragen auf.

Dem Macher des Netzwerkdurchdetzungsgesetz, dürfte das jetzt ganz und gar nicht passen, denn ihm könnte jetzt selbst nicht nur eine Twittersperre, sondern auch noch eine Strafverfolgung wegen des §185 StGB Beleidigung, drohen…

Wenn, ja wenn wir alle vor dem Gesetz gleich wären…

Was sagt Ihr dazu? Was steckt noch dahinter?

Offensichtlich ist es möglich Twitter Accounts zu manipulieren und damit unbescholtene User mit Twitter sperren zu belegen und noch viel schlimmer, der Strafverfolgung auszusetzen….

 

Beim Besuch der islamischen Gemeinde Saarbrücken ist mir gerade wieder klar geworden was für ein Idiot Sarazin ist.

 

Bitte probiert es bitte selber aus, es würde mich interessieren unter welchen Bedingungen (Betriebssystem, Browser etc.) das funktioniert oder wann es evtl. nicht funktioniert.
Bei meinem IPad Safari + Twitter App ist der angeblich gelöschte Heiko Maas Tweed jedesmal sichtbar, ich kann den Tweed sogar liken und Antworten, ein Tweed zitieren funktioniert auch, allerdings bringt der Link zum Maas-Tweed dann das Ergebnis Tweed würde gelöscht. Wer den Tweed gelöscht hat, Twitter oder Heiko Maas selber, bleibt ein Geheimnis.

Heiko Maas Tweed liken

Heiko Maas Tweed RT

Heiko Maas Tweed Antworten

Heiko Maas Tweed Antwort

Heiko Maas Tweed Antwort

Heiko Maas Tweed Gelöscht

Heiko Maas Tweed RT

Heiko Maas Tweed zitieren

 

So gelangt zum „Ghost Tweed“ von Heiko Maas

Ein seltsamer Tweed von @HeikoMaas aus dem Jahr 2010 in dem er seinen Parteigenossen als Idiot bezeichnet, wird normalerweise als gelöscht angezeigt….

aber wenn man den Link unter dem Bild öffnet, erscheint er in meiner Twitter App wie jeder andere Tweed auch.
Interessant dabei sind für mich zwei Aspekte, zum einen stellt sich die Frage, ob Twitter diesen „Ghost Tweed“ nicht genauso wie jeden anderen Tweed der gegen das #NetzDG verstößt behandeln muss? In diesem Fall müsste der Twitter Account von @HeikoMaas gesperrt werden. Gleiches Recht für alle!

Aber es gibt darüberhinaus noch einen viel wichtigeren Aspekt, nämlich die Tatsache, dass es offensichtlich möglich ist, einem Account einen Tweed zuzuordnen, den der Account-Inhaber u.U. nicht einmal selber verfasst hat. Wenn das möglich ist und wie es aussieht, ist es offensichtlich möglich zumindest gelöschte Tweeds ohne das Wissen des Account-Inhabers zum Leben zu erwecken, dann könnte man jedem unbescholtenen Twitter Nutzer, ohne sein Wissen alles mögliche Unterschieben und jeden Account durch Twitter sperren lassen!
Gute Nacht Meinungsfreiheit, gute Nacht Demokratie, denn Wahlkampf wird heute auch auf den Social Media Plattformen betrieben und gewonnen!
Bei Reddit einfach unterhalb des Heiko Maas Bild klicken und der Tweet erscheint…bei mir dann in meiner Twitter App, „im neuen Tab öffnen“ funktioniert bei mir nicht.
Wie es bei Windows Nutzern funktioniert oder nicht keine Ahnung…

Hier geht es zur der reddit-Webseite:
https://out.reddit.com/t3_7oji5k?url=https%3A%2F%2Ftwitter.com%2FHeikoMaas%2Fstatus%2F8183574054309888&token=AQAArTNRWsdHCRt8YAXX-UDDFpzVKpFBV1rdTtJ2ggbZP3D_gjhQ&app_name=mweb2x

 

 

#SPDerneuern Das Ding drehen! Kein Jahr für kleine Fische!


Lesenswert

Thema: #SPDerneuern:


31. Dezember 2017

Foto: Dirk Jacobs

Thema: #SPDerneuern:

Nun sitzt man da zwischen den Tagen, wie man im Norden sagt, und man schwelgt in Erinnerungen. Im Fernsehen rennen Dick und Dalli mit ihren Immenhofponys in heiler Kulisse umher. Heile Welt eben. Nein, eigentlich habe ich gar keine Lust meinen Kopf aus meinem Kokkon der Erinnerungen herauszustecken und auf das Jahr 2018 zu schauen.

Dennoch, ich muss. Jeder sollte es. Unsere gute alte Tante SPD ist auf der Reise. Auf einer Reise in die Bedeutungslosigkeit. Einige, unbelehrbare von uns heizen den Zug an. Andere stehen am Bahnhof und winken. Was passiert mit uns gerade? Waren es nicht wir, die die Geschicke der Menschen immer gestaltet haben und positiv beeinflussten?

Hier geht es weiter zum kompletten Text….


Jörg Selan sagt:
5. Januar 2018 um 1:18 Uhr

Danke Dirk für diesen emotionalen Kommentar.
Danke auch an diejenigen, die hier mit ihren Fragen und ihrer Kritik, ohne es zu wissen, dazu beigetragen haben, das Bild, dass Dirk gemalt hat, für mich noch deutlicher werden zu lassen.
Ja, Dirk hat das Dilemma der SPD sehr eindrucksvoll geschildert und damit die immer und überall sich wiederholenden Fragen aufgeworfen. Diesen Automatismen erleben wir schon lange.
Also nichts Neues?!

Woran liegt es eigentlich, dass wir am Ende immer wieder an dem Punkt angelangen wo die Lösung, die letzte Antwort uns nicht zufriedenstellt oder wie so oft fehlt?

Zumindest dafür gibt es eine einfache und einleuchtende Erklärung.
Die Welt in der wir leben ist dermaßen komplex und schnelllebig geworden, dass selbst schon Morgen ein vermeintlich guter Lösungsansatz, durch irgendeine Innovation, Information oder schlicht von einem hochdotierten Professor, der bestens im Jetzt und Hier mit den richtigen Leuten vernetzt ist, mit seiner unumstößlichen wissenschaftlichen Expertise, die Zweifler wieder auf den Plan ruft und uns jede Hoffnung sofort raubt.

Auch dieses Monster von “Satz” ist dieser komplexen Welt, mit ihren komplexen Zusammenhängen, geschuldet.😉

Aber zurück zu meiner Frage, ich glaube, dass die Lösung, da wo wir sie suchen ganz einfach nicht vorhanden bzw. z.Zt. kaum möglich ist.
Wir scheitern nicht selten schon daran, dass in unseren Köpfen uralte, einfache Begriffe wie z.B. + und -, Einnahmen und Ausgaben, Geld, Arbeit, Einkommen, Kosten und Kaufkraft, so dermaßen an starre Denkmuster gekoppelt sind, dass daraus im Laufe der Geschichte uns allen vertraute Weisheiten, entstanden sind. Für viele Menschen sind damit Orientierung, Wohlstand, Armut und Angst oder Sicherheit, emotional eng verbunden. Gerade in Deutschland ist, durch die Erfahrungen mit der Weimarer Republik, eine erhebliche Vorsicht und Skepsis gegenüber jeglichen Veränderungen rund um das Thema Geld verwurzelt.
Systemveränderungen sind damit nur sehr schwer und wenn, dann nur langsam umsetzbar.
So lauten die allgemein bekannten Theorien.
Allerdings hat sich bisher auch niemand so richtig mit der Frage beschäftigt, unter welchen Bedingungen man einen solchen Systemwechsel erfolgreich umsetzen könnte.

Wir sollten uns an dieser Stelle einmal bewusst machen, welche Rolle bei all dem unsere sogenannten Wissenschaftler spielen oder vor allem nicht spielen.

Die Vorstellung, dass Wissenschaft unabhängig und vor allem der Forschung und Innovation verpflichtet sei, ist leider ein uns gern erzähltes Märchen. Dafür ist die Wissenschaft zu sehr von finanziellen Mitteln und vom politischen Willen abhängig.
Leider haben sich über die vielen Jahrzehnte der Nachkriegsdemokratie die gesellschaftlichen Strukturen zunehmend zu undurchlässigen, besitzstandssichernden Bollwerken entwickelt. Nicht wirklich anders muss man auch die Entwicklung der Parteistrukturen bewerten. Die parteiinternen Kaderschmieden und die fest in verkrusteten Netzwerken verankerten Berufspolitiker neigen leider auch eher zu einer besitzstandssichernden Politik und sind ganz sicher ein wesentlicher Teil des Problems erforderliche gesellschaftliche Veränderungsprozesse nicht aktiv voranzutreiben.

Besitzstände und undurchlässige verkrustete Strukturen wirken nun einmal wie Bremsklötze.
Wenn dann auch noch ein gewisser lähmender Wohlstand, wohlgemerkt auf Pump finanziert, hinzukommt, dann macht das deutlich, wo Veränderungen zuerst stattfinden müssen.

Die immer wieder versprochenen Veränderungen haben nie stattgefunden. Etwas Kosmetik hat bisher immer ausgereicht, um die Parteibasis, wie auch große Teile der Gesellschaft ruhig zu halten.
Aber wir laufen und mühen uns, wie ein Hamster in einem Hamsterrad, am Ende sind wir müde, enttäuscht und demotiviert. Klar Mißerfolg macht keinen Spaß und macht müde. Gewiss keine Mannschaft mit der sich die großen Aufgaben und große Ziele erreichen lassen.

Aber in der Partei und in der Gesellschaft rumort es gewaltig.
Neue Rekordzahlen bei den Mitgliedszahlen und eine zunehmend politisierte Gesellschaft erhöhen den Druck auf das gesellschaftliche und politische Establishment.

Die Zeichen der Zeit stehen auf Veränderungen.
Das Ding drehen!
Kein Jahr für
Kleine Fische!

Wir müssen also raus diesem Hamsterad. Aber wohin, was ist Teil des Hamsterrads und was ist außerhalb, vor allem aber, wo und was könnte eine Lösung außerhalb des Hamsterrads sein?

An dieser Stelle müssten wir uns zu einem elementaren Schritt durchringen, wir müssten den Mut aufbringen Neuland zu betreten. Neuland, unbekanntes Terrain, das bedeutet “against the Wind”, gegen alles und jeden, der etwas besitzt, das er fürchtet verlieren zu können. Noch dazu reagieren selbst die, die eigentlich nichts zu verlieren haben, jetzt reflexartig mit der tief in uns verwurzelten Angst vor dem Unbekannten. Was wir jetzt bräuchten, wäre ein winziges Licht am Ende des Tunnels, aber da ist nichts als finstere Ungewissheit. Aber nicht genug, dass uns jetzt eine Menge hochmotivierte Mitstreiter den Rücken zukehren, an dieser Stelle werden uns die nächsten Kritiker und Zweifler zurufen, sie haben uns gewarnt, Sie haben es gewusst, man hätte das Hamsterrad nie verlassen dürfen.

So oder so ungefähr wird es uns ergehen, wenn wir das Notwendige tatsächlich angehen würden.
Ich sagte ja schon zu Beginn, die Welt ist komplex und die Lösungen werden daher zwangsläufig ein ziemlich harter und langer Ritt…
Und doch gibt es die eine Chance, wenn es uns gelingt, diesen einen “Point of No Return” zu erreichen, dann und nur dann haben wir eine Chance für all die Mühen belohnt zu werden.
Nun gut, eine konkrete Lösung habe ich bis jetzt nicht geliefert, aber es würde auch keinen Sinn machen diese Lösung zu früh zu kommunizieren.
Bevor man dazu kommt, ist es viel wichtiger eine Entscheidung zwischen zwei Optionen zu treffen. Die eine Option lautet, “ab morgen geht es los”, wir sind uns also sicher, dass wir mit unserem Plan, zumindest den “Point of No Return” erreichen und auch einen funktionierenden Plan bis zum Ende des Tunnels parat haben.

Die zweite Option wäre eher taktischer Natur und würde sich mit dem Start solange zurückhalten, bis “der Ertrinkende erkennbar den Boden erreicht hat”, bis uns sozusagen alles in unserer Gesellschaft um die Ohren fliegt und jeder bereit ist, nach jedem Strohhalm zu greifen.
Auch diese Entscheidung würde uns enorme Opfer abverlangen. Ob es am Ende besser bzw. leichter ist, sehenden Auges alles vor die Hunde gehen zulassen oder ob es besser bzw. leichter, ist frühzeitig den “Trail” auf sich zu nehmen, wird ganz entscheidend von der Qualität des verfügbaren Personals und vor allem von den “Führern”, abhängen.
Für den harten und beschwerlichen “Trail” muss eine Top-Mannschaft verfügbar sein, die ohne jeden Selbstzweifel, mit 100% Loyalität und blindem Vertrauen zu ihrer analytisch überzeugenden und mitreißenden Führungspersönlichkeit steht.
Für die Alternative muss man nicht groß nachdenken. Man könnte zynisch feststellen, umso schlimmer und dümmer die politische Führung und die Mannschaft, umso schneller wird der Kahn absaufen. Spätestens wenn wir den Boden erreicht haben, kann das politische Personal ausgetauscht werden. Natürlich steht dann hoffentlich eine funktionierende und eine vorbereitete neue Mannschaft und Führungscrew zur Verfügung. Diese wird dann die Lösung, den Systemwechsel, über die es heute eigentlich nicht möglich ist, offen und ehrlich laut nachzudenken, umsetzen.
Anders als heute, wird es kaum noch Kritiker oder Zweifler geben, dafür wird das Elend allzu groß sein. Der Weg wird verglichen mit dem “Trail” ein Spaziergang werden, es wird stetig bergauf gehen, in den Köpfen der Menschen gibt es keine Kritik nur den Wundch nach besseren Zeiten.…

Ja, wir hätten die Wahl, wenn es gelingen würde offen und ehrlich darüber zu sprechen.
Aber wer will das schon?
Diese Frage beschäftigt mich vor allem, wenn ich mir Gedanken über die SPD mache…

Ich wünsche allen noch eine angenehme Nacht und bin auch ganz froh, dass ich mir das alles mal von der Seele geschrieben habe.

Herzliche Grüße aus dem Emsland

Jörg Selan
Twitter alias @derblauweisse

%d Bloggern gefällt das: