Archiv des Autors: derblauweisse

Ein dummer Gedanke zu „Copy & Paste“….


Auch eine kopierte Information hat an der richtigen Stelle, seine nicht zu unterschätzende Wirkung, oder?

Die Konsequenzen die einer Information folgen scheren sich hoffentlich nicht im geringsten um den Verfasser. Allerdings haben Begriffe wie Authentizität und Wahrheit in diesem Zusammenhang einen, wie ich finde sehr bedeutsamen Stellenwert.
Es geht doch gar nicht um das Renommee des Autors, vielmehr geht es doch um das “Renommee” der Information, die mit all ihrer unumstößlichen Wahrheit für sich wirken kann. Mal angenommen Ihnen stünde sowohl die unendliche Menge an Informationen zur Verfügung und gleichzeitig hätten Sie die Fähigkeit diese zu verarbeiten; warum sollten Sie sich dann noch mit so etwas wie dem Verfasser beschäftigen?
Er könnte Ihnen keinen weiteren Mehrwert liefern!
Und selektierte, nicht Motiv belastete Informationen machen so einen wie mich dann überflüssig. Hochgelobte Persönlichkeiten mutieren spätestens dann zu fleißigen Drohnen eines Bienenvolkes.

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Az: W5 KLs 68 Js 3284/13 Der Fall U.Hoeneß: Zuviele offene Fragen! Hoeneß – Kirch – HVB – Adidas – Dreyfus – Schweiz


Die Dokumente zum Hoeneß Prozess

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Eine ordentliche Staatsanwaltschaft legt Revision ein! Aber auch ohne Revision wird es weiter gehen, versprochen! Da gibt es jetzt gutes Material um die Zusammenhänge FCB/Adidas/HVB/Telekom transparent zu machen! Evtl. spielt der Fall Mollath sogar noch eine Rolle, der hat noch ein paar Nummernkonten aus der Schweiz von HVB Kunden…..es bleibt spannend

Respekt für U.Hoeneß?

Ich kann es nicht mehr hören: Respekt wofür? Dafür, dass er sich entschieden hat kein Eigentor zu schießen?! Das wäre im Fußball mal ein ganz neuer Maßstab für einen Fußballspieler, sollte man schnellst möglich an die Bild weitergeben….. Der Kerl ist gut weggekommen, nicht mehr und nicht weniger! 4 Tage Prozessdauer für mind. 30 Mio., noch Fragen? Ich hoffe das dieser ganze Respekt und die Anerkennung, den Zellengenossen so richtig heiß gemacht haben!

Auch ohne Revision wird es weiter gehen, versprochen! Zusammenhänge FCB/Adidas/HVB/Telekom…..es bleibt spannend! Wer mehr erfahren möchte hier ist alles zusammengefasst:

U. Hoeneß und bist du nicht willig so haben wir noch 3 weitere Nummernkonten…

„Return to sender….“

 

  • 1999 Horizont Award in der Kategorie „Unternehmer des Jahres”
  • 2002 Bayerischer Verdienstorden
  • 2006 Bayerischer Sportpreis in der Kategorie „Hochleistungssportler Plus“
  • 2009 „Goldenen Sportpyramide“ und damit Aufnahme in die Hall of Fame des deutschen Sports
  • 2009 Bambi in der Kategorie „Wirtschaft”
  • 2010 Zivilcouragepreis der Stiftung „Bündnis für Kinder“
  • 2010 Querdenker-Award für sein besonderes soziales Engagement
  • 2011 Ehrenpreis der Hamburger Sportgala (für 2010) für sein Lebenswerk und insbesondere für seinen Einsatz bei der Rettung des FC St. Pauli
  • 2012 scherzhafte Verleihung des Status Bayer ehrenhalber mittels „Einbürgerungsurkunde“ durch den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer
  • 2012 Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienst
#56 - Das bringt mich aus der Schusslinie!

#56 – Das bringt mich aus der Schusslinie! (Photo credit: wildcard communications GmbH)

Auf dem Depotkonto von Hoeneß bei der Privatbank Vontobel hätten sich in den Jahren vor 2008 durchgehend Werte von mehr als 500 Millionen Schweizer Franken befunden. Das gab ein Hinweisgeber über seinen Anwalt bei der Münchner Staatsanwaltschaft an. Nach Informationen des stern (Hinweis im Fall Hoeneß Hunderte Millionen in der Schweiz?
7. August 2013, 11:30 Uhr
)
machte der Hinweisgeber außerdem, bereits in 2010, Angaben zu angeblichen Aktiengeschäften und zu Transaktionen auf Nummernkonten bei drei weiteren Schweizer Banken, die im Fall Hoeneß eine Rolle spielen sollen. Die Vontobel soll zudem nicht die einzige Bank gewesen sein, die in diesem Fall eine Rolle spielt. Der anonyme Hinweisgeber brachte drei weitere Geldhäuser ins Spiel: Danach sollen um das Jahr 2008 herum von 4028BEA erhebliche Summen auf Nummernkonten bei der Großbank Credit Suisse, der Züricher Kantonalbank und dem Bankhaus Julius Bär abgeflossen sein. Von Hoeneß gab es auch hierzu keinen Kommentar. Nach neuen Recherchen zu dem Fußballschatz befanden sich darunter zeitweise für rund 40 Millionen Euro Aktien der Deutschen Telekom AG. Zudem wurden offenbar Wertpapier- und vor allem Devisengeschäfte in zweistelliger Millionenhöhe getätigt. Stern Artikel v. 07.08.2013

Warum spielten diese Informationen in diesem „Schnellprozess“ keine Rolle?

Warum wurden von der Staatsanwaltschaft München nicht schon damals Ermittlungen eingeleitet?

Selbst diverse konkrete Nachfragen des Stern in 2013 führten zu keinen eigenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München! Warum kam es erst durch die Selbstanzeige von U.Hoeneß, am 17.01.2013, zu offiziellen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München?

Hätten die offiziellen Ermittlungen bereits 2010 begonnen, wären rückwirkend bis zum Jahr 2000, eventuelle Straftatbestände, von einem Prozess betroffen!
Hat die Staatsanwaltschaft München aktiv, durch ihre Untätigkeit, die Aufdeckung wesentlicher Straftaten verhindert bzw. Unterlassen?

Hoeneß sagt: Nachdem absehbar gewesen sei, dass ein geplantes Steuerabkommen mit der Schweiz scheitere, das Steuersündern gegen Abschlagszahlung Amnestie versprach, habe er seine Selbstanzeige auf den Weg gebracht. Hoeneß nennt in dem Gespräch auch ein Datum: den 12. Januar 2013, einen Samstag. An diesem Tag habe er die über Monate vorbereitete Selbstanzeige schließlich eingereicht. Damals recherchierte der stern längst im Fall des angeblichen Fußball-Kontos. Am Montagmorgen, dem 14. Januar, konfrontierte der sterndie Bank.
Die Anklageschrift

Darum wird der Prozess auch gerne schnell beendet!? Es wird also, so wie immer, zu keiner Aufklärung kommen? Offensichtlich bleiben die wesentlichen Fragen ohne Antworten!? 40 Millionen Euro Aktien der Deutschen Telekom AG? 3 weitere Konten in der Schweitz? Ungeklärte Geldflüsse? Ein Ministerpräsident der bereits am 15.01.2013 über die Hoeneß Selbstanzeige informiert war?!

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Servus aus Amigo-Land!.

„Das Münchner Machtkartell“

So etwas nennt man Korruption! Servus aus Amigo-Land! FC Bayern München verschleierte Kirch-Millionen!
Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Der FC Bayern München hat 1999 mit Deutschlands berühmtestem Pleitier Leo Kirch einen Vertrag über insgesamt rund 160 Millionen Mark abgeschlossen. Der Grund: Die Bayern sollten für die Zentralvermarktung der Bundesliga durch den Ismaninger Medienmogul entschädigt werden.

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Der FC Bayern konnte die Kohle indes natürlich gut gebrauchen. Zwar rechtfertigte Hoeneß die Höhe die Summe noch mit dem Verweis auf den in Deutschland gültigen Steuersatz und bemängelte, dass „die Hälfte ohnehin an Herrn Eichel“ geflossen sei, aber das macht die Sache nicht besser. Denn die Hälfte von 40 Millionen sind 20 Millionen. Das ist wiederum exakt die Summe, die ein gewisser Sebastian Deisler im Jahr 2001 von den Bayern als, ähem, „Darlehen“ erhalten hat. Zufällig ist das auch die Summe die angeblich das Schweizer „Hoeneß-Konto“ betrifft.
Leo Kirchs inzwischen insolvente Firma KirchMedia und die Seppels schlossen einen 18-seitigen Vertrag, um die Übertragung der Vermarktungsrechte des FC Bayern zu regeln. Pikant wird die Geschichte, wenn der Blick auf die Gegenleistung gelenkt wird, die von den Bayern zu erbringen war. Einer der möglichen Zentralvermarkter war Leo Kirch, der für vier Jahre das stolze Sümmchen von drei Milliarden Mark geboten hatte. Für den FC Bayern nicht genug. Also bot KirchMedia dem Münchner Vorzeigeklub an, bis einschließlich zur Saison 2004/05 die Summe erstatten, die den Bazis in die Kasse geflossen wäre, wenn sich der Klub selbst vermarktet hätte – schätzungsweise 30 bis 50 Millionen Euro pro Jahr. Im Gegenzug sollten die Bayern nun der Zentralvermarktung zustimmen. Zitat aus dem Vertrag: „Sport-Werbe GmbH und FC Bayern München befürworten eine zentrale Vermarktung der TV-Verwertung der Fußballbundesliga, da eine solche zentrale Vermarktung in der derzeitigen medialen Situation für den Aufbau einer optimierten Verwertung der Bundesligaspiele größere Vorteile erwarten lässt, als sie nur möglicherweise bei einer dezentralen Vermarktung eintreten könnten.“

Geschlossen hatten den Vertrag Bayern-Manager Uli Hoeneß, das heutige AG-Vorstandsmitglied Karl Hopfner, Vize-Präsident Fritz Scherer sowie die Kirch-Manager Dieter Hahn und Stefan Ziffzer.

FC Bayern München verschleierte Kirch-Millionen

Den dubiosen Millionenvertrag mit Kirch hat der FC Bayern München nicht nur der Deutschen Fußball-Liga (DFL) verschwiegen, sondern die Herkunft der Gelder auch in seiner eigenen Bilanz verschleiert. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner aktuellen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Der Münchner Bundesliga-Club, der von 2000 bis zur Kirch-Pleite im Jahr 2002 insgesamt rund 43 Millionen Mark (21,47 Mio. Euro) von dem Ex-TV-Vermarkter erhielt, verbuchte die Kirch-Gelder im Geschäftsbericht der „FC Bayern Sport-Werbe GmbH“ unter „Sonstige“. Die Bilanz der Firma, die vor dem Übergang in eine Aktiengesellschaft im Jahr 2002 für die Vermarktung des Clubs zuständig war, liegt dem stern vor. So wuchs der Posten „Sonstige“ allein in der Saison 2000/2001 auf 30,44 Millionen Mark (Vorjahr: 573 578 Mark). Ob die gesamte Differenz von Kirch stammte, wollte Bayern-Vorstand Karl Hopfner auf Anfrage des Stern nicht kommentieren. Die „FC Bayern Sport-Werbe GmbH“ machte damals bei knapp 134 Millionen Mark Umsatz einen Vorsteuergewinn von 79,6 Millionen Mark.
Der Spiegel titelte am 24.02.2003:“Das Münchner Machtkartell“ 

Im Streit mit der Deutschen Fußball-Liga (DFL) hat Manager Uli Hoeneß vom FC Bayern München ein Schlichtungs-Angebot unterbreitet. Wenn die DFL auf eine Bestrafung wegen des umstrittenen Geheimvertrags mit der Kirch-Gruppe verzichte, werde der Club einen Millionen-Betrag für bedürftige Kinder im Irak spenden.

Uli Hoeneß kündigte an, der FC Bayern werde sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen eine Bestrafung wehren. „Ich glaube nicht, dass wir irgendetwas gemacht haben, das juristisch angreifbar ist“, sagte Hoeneß in einem Interview mit der „Passauer Neue Presse“, „deshalb zahlen wir keine Strafe wegen der Kirch-Verträge.“ Der Manager des deutschen Rekordmeisters räumt zugleich ein, „dass wir eine geringfügige moralische Schuld haben.“

Er habe daher der DFL vorgeschlagen, „dass wir einen Millionen-Betrag für bedürftige Kinder im Irak stiften, wenn sie auf eine Bestrafung verzichtet. Die Aussichten einer solchen Offerte schätzte Hoeneß positiv ein: „Ich kann noch nichts Näheres sagen, doch ich glaube, dass das Angebot angenommen wird.“

Eine Frage, deren Antwort nur ganz Spezielle Gesellschaftskreise interessiert:

Wie transferiere/erhalte ich große Summen Geld an/von bestimmte(n) Personen, ohne das es dafür einen Nachweis gibt?

Ich will hier in aller Kürze aufzeigen, wie Hoeneß mit einem intelligenten Trick unter Zuhilfenahme der internationalen Finanzmärkte z.B. die 20 Mio. Darlehen von Adidas-Chef Dreyfus in eigene „Spekulationsgewinne“ umgewandelt haben könnte. Darüber hinaus, könnte hier natürlich auch eine Erklärung für die enormen Verlustvorträge ( ca. 120Mio. €) vorliegen. Hier wäre es dann natürlich genau umgekehrt wie im folgenden Beispiel.

Die Staasanwaltschaft wundert sich zu Recht, wie Hoeneß aufgrund eines „Devisen-Geschäftes“ plötzlich 20 Mio. Gewinn gemacht haben könnte. Nun, die Sache ist ganz einfach:

A=z.B. „Dreyfus“ will B= z.B. Hoeneß 100 Euro geben, ohne dass es auffällt.

Hintergrund: Korruption, Gefälligkeit, Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Schwarzgelder an Spieler, Bestechungsgelder oder sonst was.

Also leiht A dem B das Geld offiziell. Dann kann keiner sagen, B hätte es möglicherweise zu Unrecht erhalten. Denn B muss es ja zurückzahlen.

Wie aber kommt B nun an das Geld, ohne dass es auffällt? Dazu bedient er sich z.B. der so genannten kommunizierenden Röhren der internationalen Derivate-Börsen.

Und so funktionierts:

B stellt an den Derivate-Börsen (Eurex etc, Devisenbörsen, oder auch OTC -Over The Counter, Tafelgeschäft) eine Wette zur Verfügung, die totsicher für A negativ ausgeht und für den Käufer einen Gewinn darstellt.

Beispiel: 

B verkauft für 100 Euro eine Wette, dass der DAX nächste Woche auf 1000 Punkte fällt. (was praktisch ausgeschlossen ist)
Solche Wetten sind zum Beipiel über die Eurex möglich. Natürlich würde niemand auf so ein angebot eingehen. Denn das Geld ist mit Sicherheit verloren. Macht es aber doch jemand, dann ist es für B ein gutes Geschäft, denn er kann den Gewinn sicher einstreichen.

Solche Wetten sind nicht nur bei Aktien, sondern auch in Devisenbereichen möglich. Damit lassen sich problemlos größere Summen von A nach B transferieren, ohne dass Geld überwiesen werden muss.

Wie könnte es nun im Fall Hoeneß gelaufen sein?

Beispiel:

Hoeneß darf laut Vereinbarung eine Option (Wette) verkaufen in Höhe von 20 Mio., dass der DAX auf 1000 Punkte fällt.

Unter normalen Umständen würde niemand eine solche Option kaufen, weil sich mit Sicherheit wertlos ausläuft. Aber da sich Dreyfus und Hoeneß entsprechend vorher verständigt haben, bietet Hoeneß diese Wette auf dem Markt an. Und siehe da: Sie wird tatsächlich von jemanden gekauft. (in diesem Fall von Dreyfus, der ja das Geld absichtlich „verlieren“ will)

Also: Hoeneß verkauft die Wette (Option) / Dreyfus kauft sie.

Ergebnis:
Schwub – landen 20 Mio. auf dem Hoeneß Konto. Die Option verfällt wertlos und der Käufer hat alles verloren.

Im Fall Hoeneß war aber genau das gewollt.

Offiziell sieht es so aus, also ob Hoeneß an den Finanzmärkten einen guten Deal gemacht hat und damit viel Geld gewonnen hat. Damit ist er formell aus dem Schneider. Dabei handelt es sich um eine abgekartete Angelegenheit,

die einzig dem unauffälligem Geldtransfer dient

  • und nur deshalb funktioniert, weil Dreyfus mitspielte.


Warum das Darlehen?

Warum aber braucht Hoeneß nun 20 Mio. um den Deal überhaupt einzufädeln? – Die 20 Mio. dienen einzig als Sicherheit, (Margin) um den Deal überhaupt an den Börsen einfädeln zu können. Wenn man eine Option verkaufen will, braucht man Grundkapital um Risiken abzufedern falls es schief geht.

Im vorliegenden Fall verlief alles wie geplant. Die verkaufte Option von Hoeneß ist wertlos verfallen, Hoeneß konnte sich das Geld einstecken und das Darlehen wieder zurückzahlen.
Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die Staatsanwaltschaft dahinter kommt…

Waren die Dreyfus Zahlungen an Hoeneß wirklich rein Privat?

Aus dem Adidas Geschäftsbericht geht hervor, dass Dreyfus die Ausgabe von Aktienoptionen „…an Mitglieder der Geschäftsleitungsorgane verbundener Unternehmen sowie an weitere Führungskräfte der adidas-Salomon AG und verbundener Unternehmen…“ finanziert hat!
Hier nach zu lesen:

29. Kapitalbeteiligungspläne/Optionspläne

Der Optionsplan wird von zwei Aktionären (Robert Louis Dreyfus und Christian Tourres) finanziert, die die zur Erfüllung der Verpflichtung der Gesellschaft aus dem Optionsplan
benötigten Aktien zur Verfügung stellen. Die Aktien werden zu einem Wert bereitgestellt, der dem Bezugspreis der Optionen entspricht. Der Beitrag der beiden Aktionäre für die Jahre 2000 und 1999 in Höhe von 259.874 € bzw. 4.856.762 € (der sich aus dem Unterschied zwischen dem realisierten Aktienkurs und dem Bezugspreis der ausgeübten Option ergibt) wird unter der Position außerordentliches Ergebnis ausgewiesen; die entsprechenden Aufwendungen in gleicher Höhe sind in den Vertriebs-, Verwaltungs- und allgemeinen Aufwendungen enthalten.

Aktienoptionsprogramm

Die ordentliche Hauptversammlung hat am 20. Mai 1999 ein bedingtes Kapital in Höhe von 3.500.000 € zur Gewährung von Bezugsrechten für auf Inhaber lautende Stückaktien an Mitglieder des Vorstands der adidas-Salomon AG, an Mitglieder
der Geschäftsleitungsorgane verbundener Unternehmen sowie an weitere Führungskräfte der adidas-Salomon AG und verbundener Unternehmen beschlossen.
Im Rahmen des beschlossenen Aktienoptionsprogramms wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 27. August 2004 nicht übertragbare Bezugsrechte für bis zu 1.367.187 auf Inhaber lautende Stückaktien an den oben genannten Personenkreis auszugeben.
http://www.adidas-group.com/de/investorrelations/assets/pdf/annual_reports/gb_2000_gesamt_d.pdf

Ein Kreis der sich hier schließt?

War es wirklich ein Darlehen von R.-L Dreyfus an U.Hoeneß, oder handelt es sich um die im Jahr 2003 aufgedeckten Provisionszahlungen der Kirchgruppe? Damals konnte selbst der Stern den Verbleib bzw. die Verbuchung dieser 21,5 Mio EURO nicht aufklären.
So wollte der Stern im Amtsgericht in München die Handelsregisterakte der FC Bayern Sport-Werbe GmbH einsehen – jener Tochterfirma, an die Kirchs Zahlungen gegangen waren. Doch zur Verblüffung der dortigen Sachbearbeiter ist die gesamte FC-Bayern-Akte, Aktenzeichen HRB 140 475, unauffindbar, auch die Bilanzen waren Anfang der Woche spurlos verschwunden, wenn sie denn jemals hinterlegt waren. Schlamperei vom Amt? Oder haben die Bayern noch mehr zu verbergen, was partout nicht bekannt werden soll? Jedenfalls lässt sich vorerst nicht nachvollziehen, wie die Millionen bilanziert wurden und was es noch für Einnahmen gab. Am Ende wären 97 Millionen Euro geflossen – ein traumhafter Deal für die Münchner.
Warum es durchaus einen Zusammenhang geben könnte?
Robert Louis-Dreyfus (58), Sportrechtehändler, Fußballmäzen und Telefonunternehmer, ehemals Chef des Sportartikelherstellers Adidas-Salomon Quelle dpa

Robert Louis-Dreyfus (58), Sportrechtehändler, Fußballmäzen und Telefonunternehmer, ehemals Chef des Sportartikelherstellers Adidas-Salomon
Quelle dpa

Woher Louis-Dreyfus kam:
Schon vor seinem Engagement bei Adidas hatte der Spross einer schwerreichen Pariser Händlerdynastie mit einigen erfolgreichen Firmensanierungen viel Geld und sich einen Namen gemacht. Anfang der achtziger Jahre versiebenfachte er als Teilhaber und Chef den Wert der New Yorker Marktforschungsgruppe IMS und kassierte bei seinem Ausstieg einige hundert Millionen Mark. Anschließend brachte Louis-Dreyfus – obwohl kein Werber – die renommierte Londoner Agentur Saatchi & Saatchi innerhalb von drei Jahren aus der Krise und zurück in die Gewinnzone. Seit dem Abgang im März 2001 bei Adidas war es still geworden um ihn – bis er zusammen mit Ex-Kaffeekönig Jacobs aus der Kirch-Konkursmasse die Kirch Sport AG kaufte. Seit 1. Januar 2003 heißt die Firma Infront Sports & Media und vermarktet die Bundesliga und die Fußballweltmeisterschaft 2006. Weitere Beteiligungen halten der frühere Ringier-Chef Oscar Frei (10 Prozent) und der frühere Nationalspieler Günter Netzer (1,25 Prozent). Louis-Dreyfus wurde durch seine Beteiligungen an Adidas und Infront zu einem wichtigen Element im sehr eng geknüpften Netzwerk des Fußballs rund um Sepp Blatter und der FIFA.
Robert L. Dreyfus, der Miteigentümer der TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga, nahm 2003 die Wahl zum Aufsichtsrat der FC Bayern AG nicht an.
Robert L. Dreyfus war aber als Präsident und Eigentümer des französischen Spitzenclubs Olympique Marseille auch durch einen Prozeß rund um schwarze Kassen und anrüchige Transfers aus dem Zeitraum 1997-1999 in Sachen kein unbeschriebenes Blatt. Insgesamt wurden ihm illegale Zahlungen in Höhe von 22 Millionen EURO nachgewiesen. Dafür wurde er 2006 zu 3 Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 375.000 EURO verurteilt.
FC Bayern Sport-Werbe-GmbH-FC Bayern AG-Hoeneß-Kirch-KirchSport AG-Infront-Robert Louis-Dreyfus -Adidas-ISL Marketing AG-Dassler…das Karussel dreht sich!
Die Chronologie
  • 1982 entsteht die International Sport and Leisure (ISL)-“Mutter” war übrigens die Rofa Sport Management AG (Schweizer Vermarktungsgesellschaft; Horst Dassler/Robert Schwan/F. Beckenbauer)
  • 1990 Adidas-Eigentümer ist heillos zerstritten vier Töchter des Firmengründers Adolf („Adi“) Dassler, auf der anderen die beiden Kinder des 1987 im Alter von 51 Jahren verstorbenen Adi-Dassler-Sohnes Horst. Die verheirateten Adi-Dassler-Töchter Inge Bente, Karin Essing, Brigitte Baenkler und Sigrid Dassler-Malms halten je 20 Prozent der Adidas-Aktien. Den Horst-Dassler-Erben Adolphe („Adi“), 26, und Suzanne Dassler-Werle, 27, gehören je zehn Prozent.
  • 1994 Die FC Bayern Sport-Werbe-GmbH wird gegründet.
  • 1995 März Sporis Holding AG, in S a r n e n Neu gehört dem Verwaltungsrat an: Suzanne Dassler Werlé, französische Staatsangehörige, in Luzern.
  • 1997 Im zweiten Quartal führte adidas-Salomon AG einen einmaligen Aktienoptionsplan ein. Der Optionsplan wird von Robert Louis-Dreyfus, für das Jahr 1997 in Höhe von TDM 21.690, finanziert. Der Gewinn aus diesen Optionen beträgt TDM 4.117. Robert Louis-Dreyfus,  Mitglied des Vorstands der adidas-Salomon AG, hat indirekten Einfluß auf den Fußballklub Olympique de Marseille. Robert Louis-Dreyfus ist auch Vorsitzender dieses Klubs. Die Gesellschaft hat mit dem genannten Klub Promotionverträge abgeschlossen.
  • 1997-1999 Robert L. Dreyfus illegale Transferzahlungen und schwarze Kassen bei Olympique Marseille in Höhe von ca. 22 Millionen EURO.
  • 1999 Vertrag der Kirch Fa. Taurus mit dem FCB über 160 Mio.
  • 2000 Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus richtet für U.Hoeness ein Schweizer Konto mit 20 Mio. ein.
  • 2000 März Gründung der Global Interactive Gaming AG Entwicklung und weltweite Vermarktung von Spiel- und Wettsoftware.
  • 2000 Mai ein vierjähriger TV-Vertrag für die Liga mit der KirchGruppe, ausgehandelt durch die DFL TV- Kommission zu der Uli Hoeneß gehörte.
  • 2000 Juli ISMM Investments AG, Luzern Erste Veröffentlichung Die ausserordentliche Generalversammlung vom 9. Mai 2000 hat die Fusion mit der ISMM AG (bisher: Sporis Holding AG), Zug (bisher: Sarnen) gemäss Art. 748 OR beschlossen. Sämtliche Aktiven und das gesamte Fremdkapital sind per 31. Dezember 1999 auf die ISMM AG (bisher: Sporis Holding AG), Zug (bisher: Sarnen) übergegangen.
  • 2000 Dezember aus der Global Interactive Gaming AG wird die KirchSport AG
  • 2001 Mai ISL Marketing AG Konkurseröffnung vom 21.05.2001. Der Konkursrichter des Kantons Zug hat mit Verfügung vom 01.06.2001 über folgende Gesellschaften den Konkurs eröffnet: ISMM AG, ISMM Interactive AG, ISL Worldwide, ISL Marketing AG, ISL (International) AG, alle Grafenauweg 2, 6300 Zug.
  • 2001 September, Adidas gibt Einstieg beim FC Bayern AG bekannt.
  • 2001 im Dezember, die FC Bayern AG wird gegründet.
  • 7. Dezember 2001 Erste Spekulationen über eine feindliche Übernahme der KirchGruppe durch den Medienmogul Rupert Murdoch.
  • 11. Februar 2002 HypoVereinsbank Chef Albrecht Schmidt eilt Leo Kirch zur Hilfe und bietet ihm 1,1 Milliarden Euro.
  • Februar 2002 Rückwirkend zum 01.01.2002 wird die KirchSport AG/Zug CH- gegründet.
  • 24.03.2002 Die Banken bieten Leo Kirchweitere 600 bis 800 Millionen Euro Hilfe, im Gegenzug wollen die Banken sich an dem Kerngeschäft der Gruppe, der KirchMedia, beteiligen.
  • 8. April 2002 Die KirchGruppe reicht beim Münchner Amtsgericht Insolvenzantrag ein. Kirch stellt den Antrag für die KirchMedia, zu der unter anderem der TV-Konzern ProSiebenSAT.1 und der Filmrechtehandel gehören.
  • 2002 Sommer Neuvergabe der Bundesliga-Rechte – an die damals schon insolvente Kirch-Gruppe.
  • 2002 Juli Herbert Hainer, Vorstandsvorsitzender der adidas-Salomon AG, ist auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG. Der adidas Konzern hält eine Beteiligung in Höhe von 10% in Höhe von 77 Mio. € (adidas International B.V.-NL, Anschaffungskosten einschließlich der Transaktionskosten) an der FC Bayern München AG und hat zusätzlich mit diesem Klub einen Promotionvertrag abgeschlossen.
  • 10.10.2002 Robert Louis-Dreyfus übernimmt die KirchSport AG/Zug CH….,
  • 2002 Dezember die Infront Holding AG geht aus der Elsworth Holding AG hervor. Zur Holding gehören: Infront Sports & Media AG, HOST BROADCAST SERVICES (HBS) AG, Infront Operations Europe AG, Infront WM AG, Host Broadcast Services, Consulting GmbH, Triventura AG, Jacobs Venture AG. Minderheitsaktionäre sind Martin Steinmeyer und das von Scheich Saleh Kamel kontrollierte Unternehmen Overlook Management BV. Zehn Prozent der Anteile entfallen auf das Infront-Management um den Ex-Fußballstar Günter Netzer und den Chef des Ringier-Verlags, Oscar Frei.
  • 2003 Februar Der „Kirch-Geheimvertrag“ von 1999 fliegt auf. Verdacht von Schmiergeldzahlungen, beim Landgericht München I wird Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der FC Bayern AG und der Kirch Media: Uli Hoeneß, das heutige AG-Vorstandsmitglied Karl Hopfner, Vize-Präsident Fritz Scherer sowie die Kirch-Manager Dieter Hahn und Stefan Ziffzer, gestellt.
  • 2004 Der bestehende Kontrakt der DFL mit Infront endet mit Ablauf der aktuellen Saison im Sommer.
  • 2004 Februar Die ProSiebenSat.1 Media AG gehört dem US-Investor Haim Saban bietet der DFL bis zu 650 Millionen Euro für 3 Jahre.
  • 2004 April  Infront bietet 275 Millionen Euro.
  • 2004 August TV-Rechte DFL-Direktvermarktung bringt ca. 300 Millionen EURO (ARD 60 Millionen, DSF 20 Millionen, ZDF 15 Millionen und Premiere 180 Millionen Euro).
  • 2005 Dezember Die DFL hat 233 Einzelpakete  für 2006 bis 2009 ausgeschrieben.
  • 2005 Dezember DFL erhält jährlich 409 Millionen EURO für 2006-2009, Unity Media(Arena) 220 Millionen EURO, ARD, DSF und ZDF
  • 2006 Robert L. Dreyfus wird zu 3 Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 375.000 EURO verurteilt.
  • 2006 Juni Adidas Aktiensplit im Verhältnis 1:4.  Geplant sind bis zu 10 % des Grundkapitals als Gegenleistung für den Erwerb von gewerblichen Schutzrechten, wie z.B. Patenten, Marken, namen und Logos von Sportlern, Sportvereinen und sonstigen Dritten oder den Erwerb daran bestehender Lizenzen, auch durch Tochtergesellschaften, anzubieten und zu veräußern.
  • 2006 Die Produktion des Basissignals für die 1. und

    2. Fußball-Bundesliga ab der Spielzeit 2006/2007 hat die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH an ihre 100 %ige Tochtergesellschaft Sportcast GmbH vergeben.

  • 2007 Oktober  Im Schnitt 500 Millionen Euro jährlich 2009-2015 hat Kirch-Firma Sirius (Geschäftsführer Dieter Hahn) der DFL zugesagt. EM.Sport Media+Plazamedia werden das Joint Venture „Produktionsfirma“ zwischen Sirius 51% und der DFL 49% unterstützen.
  • 2008 Juli Kartellamt verbietet Zentralvermarktung der Bundesliga mit Kirch.
  • 2008 September Die DFL hat den vom Kartellamt beanstandeten Vertrag mit der Kirch-Agentur Sirius gekündigt.
  • 2008 November DFL erhält jährlich 2009-2013 durchschnittlich 412 Mio. EUR (Premiere 225-275 Mio. EUR,
Der Gläubiger-Ausschuss der KirchMedia habe für den Verkauf an das Management um Netzer gestimmt, teilten Insolvenzverwaltung und Geschäftsführung am Donnerstag in München mit. Der Kaufpreis liege im dreistelligen Millionen-Bereich, sagte KirchMedia-Geschäftsführer Hans-Joachim Ziems. Unbestätigten früheren Presseberichten zufolge soll die Gruppe um Netzer 300 Millionen Euro geboten haben.
Günther Netzer leitete die Schweizer KirchMedia-Tochter KirchSport AG, bei der die Sportrechte offiziell liegen. Sie war rechtzeitig vor der Insolvenz der KirchMedia ausgegründet worden und ist im Gegensatz zu ihrer Muttergesellschaft nicht zahlungsunfähig. Netzer wird finanziell von dem französischen Großinvestor und früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus unterstützt.
Wenn Netzer und Partner tatsächlich 300 Millionen bezahlt haben, könnten sie ein Schnäppchen gemacht haben. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger ist die KirchSport fast 600 Millionen Euro wert. Netzer hatte indes betont, der tatsächliche Wert liege niedriger – viele der bilanzierten Werte seien übertrieben.
Der Rechte Preis Einnahmen aus den Bundesliga Übertragungsrechten 1996-2004 in Mio. EURO

Der Rechte Preis
Einnahmen aus den Bundesliga Übertragungsrechten 1996-2004 in Mio. EURO

Erstaunlich ist auch, dass Netzer offenbar gegen Kirch selbst antrat – jenen Mann, der ihn noch vor kurzem als Chef der KirchSport eingesetzt hatte. Ähnlich mysteriös: Invision, angeblich Kirchs Vehikel für den Bieter-Streit, soll früher zur Holding des Metro-Gründers Otto Beisheim gehört haben, der schon früherere Kirch-Geschäfte unterstützt haben soll.

Was machte die FC Bayern Sport-Werbe-GmbH?

Im November 1996 konnte man das ungefähr so beschreiben: Die FC Bayern Sport-Werbe GmbH ist quasi das ausführende Organ des Marketingkundigen Bayern-Managers Uli Hoeneß. Sie fungiert gleichzeitig als Groß- und Einzelhandelsunternehmen. Das heißt: Sie beliefert sowohl Fans als auch Wiederverkäufer wie die Kaufhof-Kette und die Fachgeschäfte der Zusammenschlüsse „Intersport“ und „Sport-2000“. Ein Dienstleistungsvertrag mit der Quelle AG, Fürth, hat weniger die Generierung zusätzlichen Umsatzes als vielmehr die Entlastung des Warenlagers zum Ziel. Quelle beliefert die Kunden, deren Bestellmengen die Raumkapazität des mittelständischen Unternehmens sprengen würden.

Presseerklärung des FC Bayern München AG
Stellungnahme zu Veröffentlichungen im Stern
05.03.2003  Die Zeitschrift „Stern“ veröffentlicht in ihrer morgigen Ausgabe vom 6.3.2003, und kündigt dies in einer Vorab-Pressemitteilung heute an, einen Artikel mit dem Arbeitstitel „FC Bayern München verschleiert Kirch-Millionen“
Dazu nimmt die FC Bayern München AG wie folgt Stellung:
Der Geschäftsbericht der „FC Bayern Sportwerbe GmbH“ zum 30.6.2001 liegt dem Stern offensichtlich vor. Es handelt sich hierbei um den Bericht des Wirtschaftsprüfers, der den Jahresabschluß der „FC Bayern Sportwerbe GmbH“ testiert hat. Wie der „Stern“ an diesen umfassenden Bericht kam, der dem Finanzamt, den Banken und der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorliegt, ist uns nicht bekannt, wäre aber auf offiziellem Weg nicht möglich gewesen.
Zum Inhalt des Geschäftsberichtes ist grundsätzlich zu erklären:
Nach handelsrechtlichen Vorgaben wäre es überhaupt nicht notwendig gewesen, die Position „Umsatzerlöse“ weiter aufzugliedern. Die hier erfolgte Aufgliederung stellte eine freiwillige Information der „FC Bayern Sportwerbe GmbH“ an die bestimmungsgemäßen Empfänger wie z.B. das Finanzamt, die Banken, die DFL und den Gesellschafter dar.
Der Wirtschaftsprüfer hat genau dies in seinem Bericht dargestellt. Hierbei hat er – wie oben erwähnt und nicht einmal gesetzlich vorgeschrieben – u.a. die Gesamtumsatz-Erlöse in bestimmte Gruppen aufgegliedert, eine Position davon sind „Sonstige Erlöse“.
Von einer „Verschleierung“ der FC Bayern Sportwerbe GmbH zu sprechen ist daher abwegig und unseriös.

Die FC Bayern Sport-Werbe GmbH war die Keimzelle der FC Bayern AG!

Die Verwandlung passierte still und leise: Seit dem 21. Dezember 2001 führt das Handelsregister des Amtsgerichts München den Clubweltmeister FC Bayern als Aktiengesellschaft unter der Nummer HRB 140475. Die Vorstände der neuen AG sind Karl-Heinz Rummenigge (Vorsitzender), Uli Hoeneß und Karl Hopfner. Im Aufsichtsrat sitzen Franz Beckenbauer (Vorsitz), Fritz Scherer (Stellvertreter) und der Rechtsanwalt Eckhart Müller-Heydenreich. Die AG entstand durch „formwechselnde Umwandlung“ der FC Bayern Sport-Werbe GmbH und notiert mit einem Stammkapital von 21,5 Millionen Euro.

Die Lizenzspielerabteilung und der Amateur- und Frauenfußball sollen bereits am 14. Februar bei der nächsten Mitgliederversammlung in die Aktiengesellschaft eingegliedert werden. Dazu bedarf es einer Zweidrittelmehrheit der Stimmberechtigten.

Sommer 2002 die Neuvergabe der Bundesliga-Rechte – an die damals schon insolvente Kirch-Gruppe. Als Konkurrent war der Münchner Filmhändler Herbert Kloiber angetreten, der die Rechte an die ARD weiterverkaufen wollte. Kloiber machte das höhere Angebot. Doch die DFL-Manager und deren Aufsichtsrat stimmten für den Pleite-Konzern. Die Senderechte liegen zurzeit bei der schweizerischen Firma Infront, die von Kirchs Insolvenz-Managern das Sportrechtegeschäft erst vor wenigen Wochen erwarb. Hinter Infront stehen der ehemalige Adidas-Sanierer und FC-Bayern-Verwaltungsbeirat Robert Louis-Dreyfus, Kaffee-Erbe Christian Jacobs und als Aushängeschild Ex-Kicker Günter Netzer. Infront – beziehungsweise dessen Ableger, die Buli GmbH – muss für die Saison 2003/2004 der Bundesliga 290 Millionen Euro überweisen.

Karlheinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern: „Meine Aussagen jetzt so zu interpretieren, dass ich Lobbyarbeit für Kirch betrieben habe, ist absurd. Ich hatte und habe nie eine persönliche Vereinbarung mit ihm und seinen Firmen getroffen. Nochmals: Ich war kein Lobbyist für Kirch.“

Die „Sport-Bild“ berichtete am Mittwoch, dass die Kirch-Gruppe angeblich 152 Beraterverträge mit Personen geschlossen habe, die mit dem Fußball in Deutschland zu tun haben. Rummenigge beteuerte im „stern“, anders als Bayern-Präsident Franz Beckenbauer niemals eine persönliche Vereinbarung mit einer Kirch-Firma getroffen zu haben: „Ich war kein Lobbyist für Kirch.“

Freuten sich über die Kirch-Millionen: Manager Uli Hoeneß (v.l.), Präsident Franz Beckenbauer und der Vorstandsvorsitzenden der FC Bayern München AG, Karl-Heinz Rummenigge © dpa

Manager Uli Hoeneß saß in der TV- Kommission, die im Mai 2000 einen vierjährigen TV-Vertrag für die Liga mit der KirchGruppe ausgehandelt hatte. Zum Zeitpunkt der Gespräche der Kommission sei der FC Bayern bereits den Geheimvertrag mit der KirchGruppe eingegangen.

2003

Rummenigge rechnete mit der DFL ab (dpa)
„Wir möchten mit dieser DFL nichts mehr zu tun haben“, erklärte Rummenigge am Sonntag, einen Tag nach dem Vergleich mit der DFL in der Kirch- Affäre, im Deutschen Sportfernsehen (DSF) und kündigte gleichzeitig den Rückzug des Branchenführers aus allen Verbandsgremien an.

2003

„Dümmer kann man eine Presseerklärung nicht formulieren“, entgegnete Beckenbauer. „Einem Uli Hoeneß moralische Verwerflichkeit vorzuwerfen, ist der größte Witz“, so Rummenigge.

2006

„Die Bezeichnung des Vorstands der Deutschen Fußball Liga (DFL) als ‚Kommission Rummenigge‘ empfinde ich als große Beleidigung der DFL und als Diskreditierung“, sagte der Vorstandsvorsitzende von Bayern München in einem Interview mit dem „kicker“. Sollte sich der Eintracht-Boss nicht „in aller Form entschuldigen“, werde er eine Klage prüfen.

„Wenn sich diese Haltung des Herrn Bruchhagen in der Bundesliga durchsetzt, werden wir konkret erwägen, ob wir weiterhin so zur Zentralvermarktung stehen. Wir lassen uns nicht beleidigen, weil wir auf wahnsinnig viel Geld verzichten. Diese Zeiten gehören der Vergangenheit an. Herr Bruchhagen hat da eine Lawine losgetreten, die er besser nicht losgetreten hätte“, sagte der Münchner Vorstandschef. „Wenn wir morgen zu Herrn Kofler von Premiere gehen und er den FC Bayern exklusiv live übertragen kann, dann sind unsere TV-Einnahmen drei, vier Mal so hoch, sie liegen dann bei 75 bis 100 Millionen Euro.“

Karla Kolumna kümmert sich um Demokratie, Bulldozer und Gräben


Dieser Artikel, Eingetragener Verein FC Schalke 04 vs. demokratische Grundsätze?, stammt aus dem Jahr 2012. Damals haben sich die heute, die Demokratie einfordernden Gestalten, noch recht wenig um Demokratie gekümmert.
An dieser Stelle beziehe ich mich auf eine aktuelle Kolumne, Die Schalke-Kolumne 156: Bulldozer, Gräben und das Demokratieverständnis, deren Autorin (Karla Kolumna) diesen Artikel vor zwei Jahren noch in der Luft zerrissen hat und heute das hohe Lied von Moral und Demokratie singt.
Offensichtlich ist diesen Heuchlern weniger an demokratischen Zuständen, als an eigenen Interessen gelegen!
Anders lassen sich die damaligen Kommentare, sowohl zu den abgelehnten Anträgen, als auch zu diversen betriebswirtschaftlichen und juristischen Aussagen, nicht deuten. Die nach wie vor von der damals ihnen gewährten Macht beschwingten „kleinen Gruppen“, haben bis heute mehr zu den vorhandenen Problemen innerhalb der Fanszene beigetragen, als es ein Clemens Tönnies oder Peter Peters jemals alleine hätten schaffen können.
Dabei werden die Werte des Schalke Fan Daseins kontinuierlich, von den selbsternannten Hütern dieser Werte, beschädigt.
Das alles würde ein wahrer Schalker niemals zulassen, er würde erkennen, wann sein Selbstdarstellungs-Wahn, sein Machtstreben der Herzensangelegenheit Schalke schadet.
Allein die immer wieder aufs neue entfachten Konflikte zwischen den Fangruppen und der gleichzeitigen Forderung nach Mitbestimmung im Verein, macht am Ende die Ausgliederung des Bereiches Profifußball, in eine Kapitalgesellschaft unausweichlich. Kein Unternehmen, in dem selbstverständlich neben dem sportlichen auch der wirtschaftliche Erfolg angestrebt werden, kann es auf Dauer zulassen, durch zerstrittene Fan Gruppen mitbestimmt zu werden.
Ganz offensichtlich hat die Mitwirkung an der Entlassung von Felix Magath bei vielen zu, für den Verein, ungesunden Höhenflügen geführt.
Bescheidenheit, Sachlichkeit und der notwendige Respekt im Umgang miteinander müssen vor allem in die Fan Gruppierungen wieder Einzug halten.
Das soll nicht heißen, das es keine sachlich berechtigte Kritik an Missständen geben darf.
Ohne Zweifel sind die zweifelhaften Gebahren eines SFCV und der verantwortlichen Personen zu überprüfen.
Berechtigt ist auch das einfordern demokratischer, Satzungskonformer Abläufe. Allerdings gilt es hier, sowohl für das einzelne Mitglied, als auch für die Vereinsverantwortlichen, besonderes Augenmaß zu wahren! Dabei müssen von allen Beteiligten Schaden und Nutzen im Interesse unseres Vereins abgewogen werden! Unabdingbar für diesen Prozess ist eine vertrauensvolle und ehrliche Kommunikation.
Ein wesentlicher Anspruch der Mitglieder ist Information, ohne diese sind Entscheidungen nicht transparent und die Arbeit der Vereinsgremien sind nicht zu beurteilen. Genauso verlässlich müssen Zielsetzungen an die Mitglieder kommuniziert werden, auch wenn diese nicht allen gleichermaßen gefallen können!

Die Anträge der Fan Organisationen zur Schalker JHV 2014


Mein erster Gedanke war: „Endlich haben sie verstanden wie es geht…“, allerdings war diese Freude nur von kurzer Dauer. Nachdem ich die Inhalte dieser Anträge gelesen habe, kommt man leider zu der Erkenntnis, dass sich ein paar selbstverliebte Kinder zu einem Spiel im Sandkasten zusammen gefunden haben. Diese Anträge machen keinen Sinn, sie schaffen nicht im Ansatz mehr Demokratie. Ein Aufsichtsrat muss so einen Unsinn einfach ablehnen, genau darin liegt aber vielleicht der wahre Grund für diese Anträge.

Der Wahlausschuss hat sich mit seiner Funktion, den Bierlaunigen Kandidaturen ein Ende zu setzen, bewährt! Die Kandidaten Auswahl wird durch dieses 7-köpfige Gremium getroffen. Den 7 Mitgliedern des Wahlausschusses  wird also eine hohe Verantwortung übertragen. Die Art und Weise ihrer Arbeit wird bisher nicht kontrolliert, es gibt auch keine Informationspflicht gegenüber anderen Vereinsgremien. Weder Begründungen, Abstimmungsergebnis noch das Abstimmungsverhalten der einzelnen Ausschuss-Mitglieder ist transparent. Einzig die Mitgliederversammlung kann durch die Wahl der Kandidaten Einfluss  auf die Zusammensetzung des Ausschusses nehmen. Dieser Ausschuss verlangt seinen Mitgliedern ein hohes Maß an Integrität ab. Diese Integrität ist aber von aussen nicht überprüfbar, weil weder das Abstimmungsverhalten noch eine Begründung dafür den Mitgliedern bekannt wird.

Wie also kann die Arbeit eines Kandidaten des Wahlausschusses überhaupt beurteilt werden?

Antwort: „Gar nicht!“

Gerade die aktuelle Zusammensetzung dieses Gremiums macht diese Problematik deutlich, 5 von 7 Wahlausschuss Mitgliedern sind Teil der aktiven Fanszene und trotzdem kam es für die Fanszene, zu offenbar überraschenden, unbefriedigenden Ergebnissen bei der Kandidaten Zulassung. Jetzt soll also Mithilfe einer Satzungsänderung die Mitgliederversammlung die Kandidaten Auswahl des Wahlausschusses korrigieren können, was für ein Unsinn!

Dann könnte man den Wahlausschuss auch gleich als ganzes abschaffen.

Ein Aufsichtsrat, der seine Sinne beisammen hat, kann und muss so einen „Kindergarten Antrag“ einfach ablehnen. Die selbstverliebten Sandkasten Kinder, die sich für den Mittelpunkt des Vereinslebens halten, haben einmal mehr ihre mehr als beschränkten Möglichkeiten offenbart.

Hier also der Antrag:

Folgender Antrag auf Satzungsänderung, der den § 6.3.1.1 Wahlen zum Aufsichtsrat betrifft, wurde heute dem Verein übermittelt:

Neu beantragte Fassung § 6.3.1.1 (Wahlen zum Aufsichtsrat) Absatz 2:

Der Vorstand hat die Vorschläge innerhalb einer Woche nach Ablauf der Vorschlagsfrist dem Wahlausschuss zu übergeben. Dieser entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen über die Zulassung der Kandidaten. Dazu sollen die Kandidaten vorab persönlich angehört werden. Die Entscheidungen des Wahlausschusses sind nicht zu begründen und sollen sich alleine an der Eignung der Kandidaten zum Aufsichtsratsamt orientieren. Der Wahlausschuss soll mehr Kandidaten zulassen, als Aufsichtsratsämter zu besetzen sind, höchstens aber die doppelte Zahl. Die Entscheidung, ob der Kandidat zugelassen wurde, ist diesem spätestens drei Wochen vor der Jahreshauptversammlung schriftlich bekannt zu geben.

Die Mitgliederversammlung kann mit einfacher Mehrheit bis zu zwei vom Wahlausschuss nicht zugelassene Bewerber dennoch zur Wahl zum Aufsichtsrat zulassen, sofern sie die Voraussetzungen gem. § 7.1 erfüllen, ihre Kandidatur nach der Ablehnung durch den Wahlausschuss aufrecht erhalten und dies dem Vorstand spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung schriftlich anzeigen. Der Vorstand leitet die Kandidatur an die Versammlungsleitung weiter. Halten mehr als zwei abgelehnte Bewerber ihre Kandidatur aufrecht und erzielen bei der Abstimmung zur Zulassung eine einfache Mehrheit auf der Jahreshauptversammlung, dann sind die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen zur Kandidatur zugelassen.

Bisherige Fassung § 6.3.1.1 (Wahlen zum Aufsichtsrat) Absatz 2:

Der Vorstand hat die Vorschläge innerhalb einer Woche nach Ablauf der Vorschlagsfrist dem Wahlausschuss zu übergeben. Dieser entscheidet abschließend nach pflichtgemäßem Ermessen über die Zulassung der Kandidaten. Dazu sollen die Kandidaten vorab persönlich angehört werden. Die Entscheidungen des Wahlausschusses sind nicht zu begründen und unanfechtbar. Die Entscheidung soll sich alleine an der Eignung der Kandidaten zum Aufsichtsratsamt orientieren. Der Wahlausschuss soll mehr Kandidaten zulassen, als Aufsichtsratsämter zu besetzen sind, höchstens aber die doppelte Zahl. Der Wahlausschuss muss im Rahmen seiner Entscheidungen jeweils ein Mitglied vom Vorstand und Ehrenrat anhören.

Begründung:
Die Mitgliederversammlung ist laut Satzung das höchste Vereinsorgan, eine ihrer Hauptaufgaben besteht gemäß § 6.1 Absatz 3 c) darin, die Mitglieder des Aufsichtsrates zu wählen. Der Wahlausschuss hat lediglich die Aufgabe, bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder eine grobe Vorauswahl zu treffen, indem er die geeignetsten Bewerber zur Wahl zulässt und offensichtlich ungeeignete Bewerber ablehnt. Die eigentliche Auswahl, wer dieses Amt am Ende bekleiden soll, obliegt dabei der Mitgliederversammlung.
In der Vereinspraxis ist es jedoch zuletzt vorgekommen, dass der Wahlausschuss bereits eine personelle Auswahl getroffen hat, indem er die Anzahl der Kandidaten beschränkt. So kam es vor, dass neben zwei Kandidaten, die zur Wiederwahl standen, lediglich ein weiterer Kandidat zugelassen wurde, der im Vorjahr aus dem Aufsichtsrat abgewählt worden war. Durch diese Praxis rekrutierte sich der Aufsichtsrat zuletzt ausschließlich aus sich selbst heraus. Es besteht die Gefahr, dass neue Kandidaten nicht mehr zugelassen werden, da ein Korrektiv fehlt.
Der Mitgliederversammlung soll nun das Recht zugestanden werden, Kandidaten, die sie für geeignet hält, trotz Ablehnung durch den Wahlausschuss zur Wahl zuzulassen, um ihr als höchstes Vereinsorgan bei der Wahl der Aufsichtsräte das „letzte Wort“ zu sichern.

Uli Hoeneß Con Te Partiro – Time To Say Goodbye


A Tribut to Uli Hoeneß Con Te Partiro – Time To Say Goodbye….

Stephanie zu Guttenberg überreicht Uli Hoeneß ...

Stephanie zu Guttenberg überreicht Uli Hoeneß den BAMBI in der Kategorie „Wirtschaft“ (Photo credit: BAMBI 2010)

Lieber Uli, jetzt wirst du auch noch als „Dreck“ bezeichnet, willst du dir das wirklich antun. Scheinbar bist jetzt nicht nur mit deinen Steuervergeßlichkeiten aufgefallen, sondern jetzt wo viele genauer hinschauen, wirst du auch noch als das erkannt was du augenscheinlich schon immer warst. Uli, schau mal wie gut es dem Bischof von Limburg jetzt geht! So ein bisschen Einkehr und Ruhe würde doch auch ganz gut sein. Also erspar uns doch jetzt allen deine dumme Hoffnung du könntest in irgendeiner Weise um den den Knast herum kommen. Ja sicher, es ist schwer los zu lassen, dass verstehen wir alle. Aber es kommt schließlich für jeden von uns der Zeitpunkt vor er sich im Spiegel seines Lebens mit dem Saldo abfinden muss. Dein Saldo verschafft dir jetzt ein neues Zuhause, eine ganz neue Perspektive. Uli, wie ich dich kenne schreibst in der Zeit in ganz tolles Buch und wirst geläutert nie wieder in die Schweiz fahren, denn soviel Einsicht wird man von dir wohl erwarten.

Uli, es wird Zeit, pack schon mal die Sachen und vergiss deine Zahnbürste nicht. Genügend frische Unterhosen solltest du auch einpacken, denn das gute Essen im Knast verursacht wohl gerade in den ersten Wochen reichlich Durchfall.
Auch wenn du nun mal kein knackiger Jüngling mehr bist, du solltest vielleicht doch besser mit dem Rücken zur Wand schlafen. Schließlich soll deine Beliebtheit ja auch bis zu den Insassen Stadelheims vorgedrungen sein. Damit deine Freunde und Bekannten dich auch dort erreichen, hier schon einmal deine neue Postanschrift. Stadelheimer Straße 12 81549 München, Postfach 90 06 55 81506 München. Telefon: (089) 69922-0. Telefax: (089) 69922-490. E-Mail: Bitte bei der NSA erfragen….
Dir alles gute und sicher wirst auch dort für dich nützliche Kontakte knüpfen.

Justizvollzugsanstalt München (Stadelheim)

Justizvollzugsanstalt München (Stadelheim) (Photo credit: Wikipedia)

Cyber Security seit 09/11: CIA, NSA, NRO, NGA, DIA, DNI – US-Geheimdienste


English: NORFOLK (April 14, 2009) Terry Halvor...

English: NORFOLK (April 14, 2009) Terry Halvorsen, Naval Network Warfare Command deputy commander, speaks about cyber security as the featured guest speaker during the monthly Armed Forces Communications and Electronics Association luncheon. U.S. Navy photo by Mass Communication Specialist 2nd Class Justin Ailes/Released) (Photo credit: Wikipedia)

Die Informationen, der SZ Serie der Geheime Krieg, sind weder neu noch sollten sie uns überraschen. Nichts davon ist geheim, alles war und ist für jedermann recherchierbar. Verwunderlich ist eigentlich nur die späten Erkenntnisse und die jetzt damit verbundenen Interpretationen. Seit Jahrzehnten hat auch die Medien Landschaft ihre Augen und Ohren gerne zugemacht und einfach nicht darüber berichtet. Wir sollten nicht vergessen, dass Anti Amerikanismus bei uns noch nicht lange, ich sage mal, Salonfähig ist.
Die Tatsache, dass die USA ihre wirtschaftliche Macht mindestens genauso oft, wie auch geschickt, zum erreichen eigener Weltpolitischer Ziele einsetzt, sollte uns spätestens seit der Existenz von Begriffen wie „Coca Cola Imperialismus“, bekannt sein.
Es gibt kein strategisch wichtiges US-Unternehmen ohne Geheimdienst Einfluss!
Ich kann dabei auch auf eigene Erfahrungen zurück greifen.
Was wir bei uns allerdings versäumt haben, ist zu realisieren, dass die Vereinigten Staaten ihre Unternehmen schon immer als strategische Speerspitze zur Demokratisierung gesehen und benutzt haben. Das die USA in ihrem Handeln nicht mehr und nicht weniger als einfach nur konsequent in der Umsetzung ihrer Strategischen Überlegungen sind, sollte deshalb niemanden verwundern.
Das ist die Stärke dieser Nation!
imageGenau daran mangelt es in unserem Land.
Natürlich sind die Aktivitäten der US Geheimdienste komplett aus dem Ruder gelaufen, daran gibt es keine Zweifel, dass wird auch in großen Teilen der US Bevölkerung nicht anders gesehen.
Doch eine Wertung dieser Fehlentwicklungen muss man immer vor dem Hintergrund der amerikanischen Geschichte, der sich daraus entwickelten Mentalität und von 09/11 sehen.

Seit 09/11 befinden sich die USA im Krieg. Cyber Security ist für die USA gleichbedeutend mit Überwachung! Die USA unterliegen dabei einer fatalen Fehleinschätzung. Die Analysen des damaligen Attentats haben gezeigt, dass die Attentäter intensiv per Email und Handy kommuniziert haben. Das führte zu der Fehleinschätzung der Dienste, das Attentat hätte verhindert werden können, wenn man die Kommunikation der Attentäter gekannt hätte. Die US Geheimdienste haben daraus den Ansatz der generellen Überwachung aller Kommunikationskanäle weltweit entwickelt. Der damalige Schock Zustand und die generelle Mentalität der USA lassen im nationalen Taumel solche Maßnahmen zu. Auch die den Amerikanern ansonsten unantastbare persönliche Freiheit spielt in einem solchen als “Verteidungsfall” für die US Bürger keine Rolle. Die amerikanische Geschichte hat der Nation dieses Kollektive zusammenrücken gelehrt.
Heute, 12 Jahre nach dem Attentat und einige, im Namen des Anti Terror Kampfes geführten, fragwürdigen Kriegen, sieht auch die US Bevölkerung diese Entwicklung zunehmend kritisch. Der Widerstand, sowohl in der Bevölkerung als auch im Senat, wächst. Die Frage, die sich jetzt allerdings stellt ist, ob es überhaupt noch möglich sein wird, die sich in nahezu alle Bereiche des privaten Lebens ausgebreiteten Strukturen der Geheimdienste, zu entfernen bzw. mindestens effektiv zu kontrollieren. Solange sich die USA in diesem Anti Terror Kampf befinden, ergibt sich für uns das Problem des Nato Bündnisfalls und der damit verbundenen Verpflichtung der Unterstützung der USA.

Darf die NSA in Deutschland die Telekommunikation überwachen?


Aktuelle Ergänzung 03.11.2013 um 21:43:

Die NSA Affäre war auch nur der Auslöser für die Fragestellung nach der Souveränität Deutschlands und nach den damit verbundenen Fragen nach den demokratischen Grundlagen und der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland. Gerade hat sich endlich ein Top Jurist sehr treffend zu dem Thema geäußert: http://www.internet-law.de/2013/11/geheimdienste-gefaehrden-unsere-demokratie.html

„Geheimdienste gefährden unsere Demokratie“

Der Beitrag ist noch nicht fertig, weder Struktur noch Formulierungen sind endgültig. Bis jetzt eine lose Gedankensammlung zu diesem Thema.

Darf die NSA in Deutschland die Telekommunikation überwachen?

The seal of the U.S. National Security Agency....

The seal of the U.S. National Security Agency. The first use was in September 1966, replacing an older seal which was used briefly. For more information, see here and here. (Photo credit: Wikipedia)

Ich habe selten ein Thema mit so wenig intellektuell geeigneten Beiträgen erlebt. Angefangen von den Antworten einer Professorin, die mit den Fragen offensichtlich komplett überfordert ist, bis zu den Beiträgen von „Dr.“, deren darin offenbarten Fähigkeiten sofort eine Überprüfung ihrer Promotions Arbeiten als erforderlich erscheinen lässt. Deutschland, deine intellektuelle Elite ist nicht einmal in der Lage die Souveränität ihres eigenen Staates zu belegen, nationale Rechtssysteme im Kontext einer globalisierten Welt zu verstehen. Deutschland, deine intellektuelle Elite hat mittlerweile Schwierigkeiten mit dem kleinen 1×1. Ich empfehle an dieser Stelle zuerst einmal das Studium des historischen Kontext dieser Frage zu eruieren. Dazu gehören ohne Zweifel die Beantwortung der Frage nach dem Ende des Staates Preußen und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für das bestehende Rechtssystem. Ohne die besonderen Umstände der Beziehung der USA zu uns als Besatzungsmacht, zu betrachten und zu bewerten, wird es wohl kaum gelingen, eine auch nur im Ansatz sinnvolle Antwort zu formulieren. Warum sich hier kein einziger Beitrag damit auseinandersetzt bleibt obsolet.
Warum wohl haben es sich die damaligen Besatzungsmächte nicht nehmen lassen, das Ende des Staates Preußen explizit zu deklarieren. Wie ist ein, auf Befehl der Siegermächte zustande gekommenes, provisorisches GG in diesem Zusammenhang zu bewerten. Zumal, wenn die heutigen „Überwacher“, maßgeblich Einfluss auf die Inhalte des GG und aller damals entstandenen Gesetze genommen haben.
Einen Hinweis auf die Frage der Rechtmäßigkeit bzw. auch eine Erklärung für die „Mitwirkungspflichten“ Deutschlands zum technische Gelingen dieser Spionage Aktivitäten beizutragen; Deutschland wurde auf Befehl der USA, am 1.Juli 1947 Mitglied des Vereins „Internationaler Fernmelde Vertrag von Atlantic City“….Die Inhalte sind sind durch das Völkerrecht legitimiert. Mehr Nachhilfe gibt es heute nicht…..

Die Fragestellung als solche beinhaltet eben auch die Frage nach der Souveränität unseres Nachkriegsdeutschlands. Die oft zu lesenden Argumente beziehen sich ausschließlich auf die innerstaatliche Gesetzgebung, z.B. auf die Wirkung von Gesetzes-/Verordnungs Hierarchien. Folge ich dieser Logik, hätten sich tatsächlich alle Regierungen, zumindest bis 1990, des Hochverrats schuldig gemacht, oder?

Recht ist Auslegungssache, so war es und so wird es immer bleiben.

Genau an dieser jetzt hier stattfindenden Diskussion zeigt sich doch wie schwierig eine genaue Beurteilung dieser Sachverhalte ist.

Man könnte trefflich für diverse Standpunkte, Ansätze oder Rechtspositionen die passenden Argumentationen finden.

Die Frage der Legalität der NSA Abhörmaßnahmen streift immer auch die Frage nach der Souveränität unseres Staates.

Die von Prof. Dr. Anne Peters gemachten Aussagen sind, trotz ihrer unbestrittenen fachlichen Kompetenz, für eine eindeutige Bewertung wenig hilfreich. Dabei soll der Staat in seiner Ureigensten Funktion doch vor allem für klare gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen sorgen.

Hier geht es schließlich nicht um eine juristische Bagatellfrage, nein die Persönlichkeitsrechte der Bürger eines Staates gehören zu den elementaren Grundrechten und damit zu den Säulen unseres Rechtsstaats Systems.

English: fundamental ideas of democracy Deutsc...

English: fundamental ideas of democracy Deutsch: Grundgedanken der Demokratie :*Graphics by Jacki :*Ausgabepreis: 40 Pfennig :*First Day of Issue / Erstausgabetag: 13. August 1981 :*Michel-Katalog-Nr: 1105 (Photo credit: Wikipedia)

Beispiele wie der Rechtsstaat eine eindeutige Antwort zu seiner Souveränität vermeidet:
Art.2 Abs.1 Satz 1 des Vertrages zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen (Überleitungsvertrag) hindert deutsche Gerichte daran, die Rechtmäßigkeit besatzungshoheitlicher Enteignungsmaßnahmen zu überprüfen. Dies gilt auch nach dem Inkrafttreten des Vertrages über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland.
Bayerisches Oberstes Landesgericht, Beschluß vom 22.7.1993 (2Z BR 70/93), DtZ 1994, 37 ff. (ZaöRV 55 [1995], 893f.)
„…von deutschen Gerichten nicht auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft werden kann, weil es sich dabei um eine Verwaltungsmaßnahme einer Besatzungsbehörde im Sinne der genannten Bestimmung handelte….“
Sind deutsche Gerichte mit dem „Einigungsvertrag“ (Gesetz vom 11.10.1990, BGBl.II, 1317 [1318]) nicht nur völkerrechtlich befugt, sondern auch verfassungsrechtlich verpflichtet, die willkürfreie Anwendung von Besatzungsrecht zu überprüfen?

Nein sagt das Verfassungsgericht und hat dabei folgende Leitsätze etabliert:

  • Art.79 Abs.3 GG verlangt nicht, daß zur Wiedergutmachung von Enteignungsmaßnahmen einer fremden Staatsgewalt, die sich für den dem Grundgesetz verpflichteten Gesetzgeber als nicht hinnehmbar erweisen, die enteigneten Objekte zurückgegeben werden.

  • Es ist von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden, daß nach deutschem internationalen Enteignungsrecht die Enteignungsmaßnahmen eines anderen Staates einschließlich entschädigungsloser Konfiskationen, auch wenn diese mit der deutschen Verfassungsordnung unvereinbar sind, grundsätzlich als wirksam angesehen werden, soweit sie Vermögen im Gebiet des fremden Staates betreffen.

  • Art.3 Abs.1 GG gebietet es, daß der Gesetzgeber auch für die nicht rückgängig zu machenden Enteignungen auf besatzungsrechtlicher oder besatzungshoheitlicher Grundlage im Sinne von Anlage III Nr.1 des Einigungsvertrages eine Ausgleichsregelung schafft.

Bis zum „Zwei plus vier Vertrag“ galten allerdings z.B. Leitsätze wie diese,
hier z. B. festgestellt durch den Hessischen Verwaltungsgerichtshof, Beschluß vom 14.7.1988 (11 TG 1736/85), NJW 1989, 470 (ZaöRV 50 [1990], 138)

  • Die im Bundesgebiet stationierten US-Streitkräfte unterliegen deutscher Hoheitsgewalt nur nach Maßgabe der einschlägigen völkerrechtlichen Verträge. Im übrigen genießen sie kraft Völkergewohnheitsrechts Immunität.

  • Im Hinblick auf diese Immunität können deutsche Bürger Rechtsschutz gegen Maßnahmen dieser Streitkräfte nur indirekt dadurch erlangen, daß sie die zuständigen deutschen Organe um Schutzgewährung ersuchen.

  • Die deutschen Organe genießen in dieser Hinsicht einen weiten Entscheidungsspielraum. Daher müssen die Gerichte sich auf eine Willkürkontrolle beschränken.

Leider haben es unsere verantwortlichen Politiker aber seit Jahrzehnten versäumt, eine eindeutige Rechtslage zu schaffen.

Wer an dieser Stelle jetzt mit dem Argument der internationalen Komplexität kommt, dem muss ich leider entgegnen, gerade das gehört zu den Aufgaben einer Regierung, der Schutz vor äußeren und inneren Gefahren.

Unsere Regierungs-Praktikanten haben sich stattdessen, über Jahrzehnte lieber im Scheinwerferlicht der aktuellen Medien, mit Gesetzes Aktionismus beschäftigt.

Damit haben sie ihren ganz persönlichen Anteil, am immer undurchschaubar werdenden Gesetzes Dschungel.

Wie man es besser macht:

Unsere amerikanischen Freunde sind dafür ein Lehrbeispiel. Als Besatzungsmacht hat man Nachkriegsdeutschland sehr schnell auf allen erdenklichen Ebenen in die eigenen Strategischen Planungen eingebunden. An dieser Stelle geht es nicht ohne etwas Zeitgeschichte.

Als Beispiele seien an dieser Stelle genannt:

  • Konferenz von Potsdam 2. August 1945: Entwaffnung, Entmilitarisierung, Entnazifizierung, demokratische Umgestaltung des Erziehungs- und Gerichtswesens, Wiederaufbau des politischen Lebens und der lokalen Selbstverwaltung nach „demokratischen“ Grundsätzen. Übermäßige Konzentration der Wirtschaft sollte vernichtet und „das Hauptgewicht auf die Entwicklung der Landwirtschaft und der Friedensindustrie für den inneren Bedarf“ gelegt werden.
  • Gesetz Nr. 46 des Alliierten Kontrollrates in Deutschland über die Auflösung des Staates Preußen, 25. Februar 1947: Nach einer Entscheidung des Reichsgerichts vom 13. August 1936 sollen jedoch die alten Verträge seit dem Gesetz vom 30. Januar 1934 nicht mehr rechtsverbindlich sein, weil damals die Länder ihren Charakter als Staaten verloren hätten. Diese Ansicht wird teilweise abgelehnt, weil sie darauf hinausliefe, dass von innerstaatlichen Rechtsgemeinschaften abgeschlossene völkerrechtliche Verträge durch innerstaatliches Staatsrecht einseitig beseitigt werden könnten. Dieser ablehnenden Auffassung schloss sich 1981 das Oberlandesgericht München an, als es den Fortbestand einer konkursrechtlichen Übereinkunft des Königreichs Bayern mit Schweizer Kantonen aus dem Jahre 1834 bejahte. Die Vertragskontinuität über das Jahr 1934 lässt sich jedoch dann erklären, wenn man bereits seit der Fusion der deutschen Staaten 1867/1871 deutscherseits das Reich als Vertragspartner ansähe. Es kann dann ein Untergang der Länder durch die Verreichlichung 1934 angenommen werden. Die Verträge gelten entweder nach 1934 nicht mehr fort, sodass sie auch nicht als Beleg für eine Fortexistenz der Länder herangezogen werden können, oder die Verträge binden das Reich, seitdem die Länder bei der Fusion der deutschen Staaten 1870/71 zum Deutschen Reich in bestimmten Sachgebieten ihre Völkerrechtsunmittelbarkeit verloren haben, so dass auch das Fortgelten der Verträge nicht die Fortexistenz der Länder als Staaten belegen kann. Mit dem Gesetz vom 30. Januar 1934 haben jedenfalls die Länder ihren Charakter als Staaten durch die Beseitigung ihrer Volksvertretungen und die Unterstellung der Landesregierungen unter die Reichsregierung verloren. Durch den damit verbundenen Verlust der Hoheitsrechte waren die Länder zu bloßen Gebietskörperschaften höherer Art des zum Einheitsstaat gewordenen Reiches herabgesunken.
  • Internationaler Fernmeldevertrag 2.Oktober 1947, auf Empfehlung der „Hohen Kommissare“ wurde Nachkriegsdeutschland Mitglied in dieser, damals als Verein organisierten Gruppe von Amerika freundlichen Staaten. Hier wurden die Grundlagen für die westlichen Überwachungs-Bestrebungen gelegt. Gleichzeitig wurden dort enge Verbindungen zur UNO aufgebaut.
  • Die Frankfurter Dokumente vom 1. Juli 1948, in denen wurde den Ministerpräsidenten in den elf Ländern der drei Westzonen, der Auftrag erteilt bis zum 1. September 1948 eine Verfassunggebende Versammlung einzuberufen, die eine demokratische Verfassung ausarbeiten sollte. Das neue Staatsgebilde sollte auch weiterhin einer, allerdings gemilderten, Besatzungsherrschaft unterworfen bleiben und seine künftige Verfassung bestimmte Vorgaben der Westmächte enthalten.

Zuerst einmal gilt es den historischen Kontext dieser Frage zu eruieren. Dazu gehören ohne Zweifel die Beantwortung der Frage nach dem Ende des Staates Preußen und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für das bestehende Rechtssystem. Ohne die besonderen Umstände der Beziehung der USA zu uns als Besatzungsmacht, zu betrachten und zu bewerten, wird es wohl kaum gelingen, eine auch nur im Ansatz sinnvolle Antwort zu formulieren. Warum sich hier kein einziger Beitrag renommierter Juristen damit auseinandersetzt bleibt obsolet.
Warum wohl haben es sich die damaligen Besatzungsmächte nicht nehmen lassen, dass Ende des Staates Preußen explizit zu deklarieren.

Wie ist ein, auf Befehl der Siegermächte zustande gekommenes, provisorisches GG in diesem Zusammenhang zu bewerten. Zumal, wenn die heutigen „Überwacher, maßgeblich Einfluss auf die Inhalte ges GG und aller damals entstandenen Gesetze genommen haben.
Zum Schluss noch ein Hinweis auf die Frage der Rechtmäßigkeit bzw. auch eine Erklärung für die „Mitwirkungspflichten“ Deutschlands für das technische Gelingen dieser Spionage Aktivitäten. Deutschland wurde auf Befehl der USA, am 1.Juli 1947 Mitglied des Vereins „Internationaler Fernmelde Vertrag von Atlantic City“….Die Inhalte sind sind durch das Völkerrecht legitimiert. Mehr Nachhilfe gibt es heute nicht…..

Zur Gewährung einer vollen Souveränität war dieser »Überleitungsvertrag« mit seinen alliierten Vorschriften infolge des »Zwei-plus-Vier-Vertrages« also aufzuheben. Dazu diente die »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 zu dem Vertrag über die Beziehung der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten (in der geänderten Fassung) sowie zu dem Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen (in der geänderten Fassung)«, veröffentlicht als Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt 1990, Teil II, Seite 1386 ff.

Hierin wird in Punkt 1 bestimmt, daß die alliierten Bestimmungen suspendiert werden und nun außer Kraft treten – doch vorbehaltlich der Festlegungen des Punktes 3. Und hier ist nun das Erstaunliche zu lesen:

»3. Folgende Bestimmungen des Überleitungsvertrages bleiben jedoch in Kraft:

ERSTER TEIL: Artikel 1, Absatz 1, Satz 1 bis „… Rechtsvorschriften aufzuheben oder zu ändern“ sowie Absätze 3, 4 und 5, Artikel 2, Absatz 1, Artikel 3, Absätze 2 und 3, Artikel 5, Absätze 1 und 3, Artikel 7, Absatz 1, Artikel 8

DRITTER TEIL: Artikel 3, Absatz 5, Buchstabe a des Anhangs, Artikel 6, Absatz 3 des Anhangs

SECHSTER TEIL: Artikel 3, Absätze 1 und 3 SIEBENTER TEIL: Artikel 1 und Artikel 2 NEUNTER TEIL: Artikel 1

ZEHNTER TEIL: Artikel 4«

Doch damit noch nicht genug:

Zusätzlich zu dieser detaillierten Festschreibung, welche Teile des Überleitungsvertrages von 1954 in Kraft bleiben, wird in der »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 …« (BGBl. 1990, Teil II, S. 1386 ff) in Ziffer 4 c festgelegt, daß die in Ziffer 1 dieser »Vereinbarung« zugestandene Suspendierung der übrigen Teile des Überleitungsvertrages deutscherseits die weitere Erfüllung bestimmter Festlegungen »nicht beeinträchtigt«.

Mit welchem Recht spricht man von einer »Suspendierung« des Überleitungsvertrages von 1954, wenn in der hier zitierten »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 … «(siehe oben) festgelegt wird, daß er in seinen grundsätzlichen Bestimmungen fortbesteht?

Nehmen wir als Beispiel aus den oben zitierten Bestimmungen, die in Kraft bleiben, aus dem ERSTEN TEIL den Artikel 2, Absatz 1.

https://derblauweisse.files.wordpress.com/2013/10/image7.jpg

Dieser Artikel des Überleitungsvertrages von 1954 lautet

»Alle Rechte und Verpflichtungen, die durch gesetzgeberische, gerichtliche oder Verwaltungsmaßnahmen der alliierten Behörden oder aufgrund solcher Maßnahmen begründet oder festgestellt worden sind, sind und bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem Recht in Kraft, ohne Rücksicht darauf, ob sie in Übereinstimmung mit anderen Rechtsvorschriften begründet oder festgestellt worden sind.

Diese Rechte und Verpflichtungen unterliegen ohne Diskriminierung denselben künftigen gesetzgeberischen, gerichtlichen und Verwaltungsmaßnahmen wie gleichartige, nach innerstaatlichem deutschem Recht begründete oder festgestellte Rechte und Verpflichtungen.«

Also gelten doch ganz offenbar grundsätzliche Bestimmungen des Besatzungsrechts auch weiterhin!

Denn das heißt doch ganz klar und unzweifelhaft, daß bestimmte bisher im Rahmen des früheren Besatzungsrechts seitens der Alliierten festgelegten Entscheidungen für Deutschland fortgelten, ohne Rücksicht darauf, ob sie mit dem deutschen Rechtssystem vereinbar sind oder nicht. Und das bedeutet, dass sich die deutsche Politik für alle Zukunft daran auszurichten und zu halten hat.

Aus all diesen Verträgen und Vorgängen ergeben sich so wesentliche Fragen für den völkerrechtlichen Status der Bundesrepublik Deutschlands und Berlins, dass sie dringend einer Klärung bedürfen!

Das »Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland« (so die offizielle Bezeichnung) ist zum anderen keine Verfassung »der« Bundesrepublik, sondern ein Nachkriegsprovisorium, geschaffen unter der Oberhoheit der ehemaligen Siegerstaaten »für« die BRD.

So fehlen dem GG die Zustimmung des deutschen Volkes und jedwede plebiszitären Elemente.

Über eine, uns im Grundgesetz Artikel 146 zugesicherte, eigene Verfassung zu entscheiden hat uns bisher zumindest kein Gericht oder Parlament verholfen.

Die grundlegende demokratische Forderung »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus« (Artikel 20 (2) GG) erschöpft sich in der Erlaubnis, alle vier bis fünf Jahre zur Wahl gehen zu dürfen, ohne die dann durchgeführte Politik in irgendeiner Weise korrigierend beeinflussen zu können.

Offiziell wird das Argument, die 2+4 Verträge hätten uns endgültig und Vollständig gesichert, gerne verwendet. Daran könnte man beim lesen des “Schreibens der Drei Mächte vom 8. Juni 1990″ seine Zweifel haben.

“…wobei sie [Helmut Kohl] berücksichtigen, dass diese Sektoren wie bisher kein Bestandteil (konstitutiver Teil) der Bundesrepublik Deutschland sind und auch weiterhin nicht von ihr regiert werden”, bleibt unverändert.

http://www.gesetze-im-internet.de/avorbaschrbek/BJNR010680990.html

Zusammenfassend stelle ich leider fest, dass es keinesfalls eine so Eindeutige Rechtslage gibt. Dafür scheint es nach wie vor auch nicht öffentliche Vereinbarungen zu geben, bzw. diese könnte es geben. Über den Inhalt einer solchen Vereinbarung, kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Glaubt man dem SPD Urgestein Egon Bahr, so erscheint die Existenz solcher geheimen Vereinbarungen jedoch sehr wahrscheinlich.

Drei Briefe und ein Staatsgeheimnis

Herbst 1969: Bundeskanzler Willy Brandt wird ein Schreiben vorgelegt. Erst weigert er sich, es zu unterzeichnen – dann tut er es doch.

http://www.zeit.de/2009/21/D-Souveraenitaet

Diese Undurchsichtigkeit lassen leider auch Verschwörungstheorien entstehen, die den Rechten, ewig gestrigen einen Nährboden bieten.

Meine kritischen Ansätze haben vielmehr den Hintergrund sich mit der Möglichkeit auseinander zu setzen, in der ein Zusammenbruch der gegenwärtigen Weltfinanzarchitektur denkbar ist. Kommt dem souveränen Nationalstaat als wirtschaftlicher “Zelle”, als Raum (potenzieller) relativer Stabilität, bzw. Stabilisierung im Chaos der Wirtschaftskrise dann nicht eine überlebenswichtige Rolle zu. Große Nationalstaaten wären als Kristallisationskerne einer danach entstehenden, nachhaltigeren Weltordnung unverzichtbar.

 

Blondundblau Schlumpfine und die Geschichte des Pandora-Mythos


http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=16955

Verzwickte Frauendialektik

Blondundblau, Schlumpfine und die Geschichte der Pandora.  Schlumpfines Rolle in Schlumpfhausen ist klar definiert: Sie wird behandelt wie "ein schwacher Schlumpfling, der nichts im Schlumpf hat. Ein Schlumpfpüppchen, gut genug, um hübsche Kleider zu tragen und Kekse zu schlumpfen." Als sie sich mal wieder bei Papa Schlumpf beschwert,  verlässt dieser Schlumpfhausen. Als Stellvertreter bestimmt er die schlumpfige Blondine. Potzschlumpf aber auch, damit hat kein Schlumpf geschlumpft. Schlumpfine schafft es auch, ihre Ideen durchzuschlumpfen.

Blondundblau, Schlumpfine und die Geschichte der Pandora.

Heinz-Peter Preusser, Françoise Rétif und Juliane Rytz haben einen erhellenden Sammelband zur wirkungsmächtigen Geschichte des Pandora-Mythos herausgegeben

Von Rolf Löchel

Im Leitartikel der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 26. Juni diesen Jahres [2012] prognostizierte Mitherausgeber Günther Nonnenmacher, „dass die Aussicht auf eine Volksabstimmung über eine neue Verfassung Begehrlichkeiten hervorrufen würde.“ Eine Vorstellung, die ihm einiges Unbehagen bereitet, da schwerlich auszumachen sei, wo „die Grenze“ zwischen wünschenswerten Verfassungsänderungen und solchen, die dies nicht sind, „zu ziehen“ wäre. Darum befindet er, „diese Büchse der Pandora sollte besser geschlossen bleiben“. Ganz unbeabsichtigt bestätigt er damit eine These von Heinz-Peter Preusser, Françoise Rétif und Juliane Rytz, der zufolge der Mythos der Pandora nicht nur „Eingang in unsere Alltagssprache gefunden hat“, sondern „zumeist im unreflektierten Vorverständnis“ aufgegriffen wird. Nonnenmacher setzt das alltägliche Verständnis des Mythos von Pandora und ihrer Büchse obendrein auf eine recht merkwürdige Weise ein. Zutreffender wäre es wohl gewesen, er hätte die Metapher von der schiefen Ebene gewählt.

Was nun die These von Preusser, Rétif und Rytz betrifft, so mag sie zwar wenig überraschend sein, doch bietet sie einen idealen Ausgangspunkt als Einleitung in den vom AutorInnen-Trio herausgegebenen Band, der unter dem titelstiftenden Namen Pandoras Aufsätze „zur mythischen Genealogie der Frau“ versammelt. Als ebensolche wird sie von ihnen eingesetzt.

Hesiod, dessen Werke „Theogonie“ und „Werke und Tage“ die ältesten schriftlichen Überlieferungen des Mythos darstellen, legen sie in der Einleitung weiter dar, habe „mit der Figur Pandora“, die im übrigen nur im zweiten der genannten Werke einen Namen hat, „einen der wirkungsmächtigsten, aber auch problematischsten Mythen der abendländischen Tradition gestaltet“. Anders als etwa Kassandra, Antigone oder Medea werde die Figur der Pandora von der literaturwissenschaftlichen Forschung jedoch sträflich vernachlässigt. Auch sei der Mythos bisher nur wenigen „feministischen Lektüren“ unterzogen worden.

Erst seit jüngerem stoße Pandora in den literatur- und medienwissenschaftlich orientierten Gender Studies auf etwas mehr Interesse. Dabei „sollte der Mythos der Pandora für literatur- und medienwissenschaftliche Gender-Studien sowie für die Erforschung des Zusammenhangs von Mythos und Geschlecht zentral sein“, wie die HerausgeberInnen betonen. Angesichts dieses Befundes behandelt der vorliegende Sammelband nicht nur den Mythos und seine Wirkungsgeschichte, sondern fragt auch danach, „warum die Dringlichkeit einer solchen Untersuchung nicht bereits zuvor angemessen eingeschätzt und diese entsprechend angestrengt und betreiben worden ist“ und „weshalb die typisierte und ontologisierte Repräsentation des Weiblichen nach wie vor dominant im Alltagsdiskurs ist, im Wissenschaftsdiskurs allerdings erst seit Kurzem reflektiert wird“.

Damit ist das Unternehmen des auf eine in Bremen vom Institut für kulturwissenschaftliche Deutschlandstudien der dortigen Universität, zusammen mit dem ‚Centre de Recherche sur l’Austriche et l’Allemagne‘ der Université de Rouen ausgerichtete Tagung zurückgehenden Sammelbandes bereits hinreichend gerechtfertigt. Zumal es sich bei ihm um einen der ersten seiner Art handelt und sich die teils deutschsprachigen, teils französischen Beiträge darüber hinaus fast ausnahmslos als erhellend und instruktiv erweisen. Dies gilt auch für die Einleitung der HerausgeberInnen selbst. Ausgehend davon, dass der Pandora-Mythos „generell Rückschlüsse […] auf die Deutung des Geschlechterverhältnisses“ zulasse, da er „den Ursprung dieser Differenzmarkierung selbst bebildert“, zielt der Band darauf ab, genau „diesessynthetische Ursprungsbild analytisch zu durchtrennen“ und „die Konstituenten freizulegen, aus denen die Phantasmagorie des Ursprungs gestrickt sind“.

Pandora selbst, so formulieren es die HerausgeberInnen, „fällt in den Bereich der Auseinandersetzung zwischen den beiden männlichen Protagonisten“, dem Göttervater Zeus und dem Titan Prometheus. Somit ist die von Almut-Barbara Renger in einem der Beiträge als „Urfrau“ apostrophiert mythische Gestalt das Opfer des Kampfes zwischen Männern, womit sie im Übrigen das Schicksal zahlreicher ihrer Nachfahrinnen teilt. Und dabei ist nicht nur an all die in der Menschheitsgeschichte zu Kriegszeiten vergewaltigten Frauen zu denken.

In der geläufigen Version des Mythos brachte Prometheus den Menschen das Feuer und wurde dafür an den kaukasischen Felsen geschmiedet. Die Menschen aber wurden gestraft, indem Zeus den Götterschmied Hephaistos beauftragte, aus Lehm eine „verführerisch mit vielen Gaben ausgestattete Trägerin“ der Büchse zu schaffen. In der Büchse sollte sich neben den Übeln der Welt zuunterst die Hoffnung befinden, die Pandora, kaum mit Epimetheus, dem Bruder des Prometheus vermählt, öffnet. So lautet jedenfalls die verbreitete Lesart der Hesiod-Texte, die über Pandoras weiteres Schicksal als Ehefrau nichts verraten. Soviel aber ist klar: Es handelt sich bei Pandora um die erste Frau. Und als solche wurde sie nicht selten mit der biblischen Eva verglichen, die ebenso wie Pandora an den Übeln der Welt, das heißt in ihrem Fall an der Vertreibung aus dem Paradies, Schuld sein soll.

Pandora und ihr Tun „spiegeln“ den HerausgeberInnen zufolge „nicht nur die Genealogie der Frau und die Geschlechterdifferenzen oder deren Polaritäten wider, sondern auch die Ambiguität der condition humaine und die fließenden Grenzen von Natürlichkeit und Künstlichkeit.“ „Summa summarum“, beschließen sie ihre einleitenden Überlegungen, sei Pandora „eine ideale Projektionsfläche für männliche Fantasien und Ängste.“ So passe sie einerseits zu „essenzialistische Weiblichkeitsvorstellungen“, reize jedoch nicht weniger „zum Widerspruch und zur Mythenkorrektur, etwa in Form einer feministischen Kritik“.

Allerdings erwiesen sich die „philogynen Umdeutungen“ des Mythos oft als „unzureichend“, da sie ihn nur umkehrten. Denn auch in ihnen blieb „der männlich projektive Charakter der Gestalt dominant“. Der „Mythoskern“ werde „selbst in der Widerlegung nur ‚aufgehoben‘. Damit aber zugleich bewahrt und weitergegeben.“ Dazu ließe sich anmerken, dass der Begriff des Aufhebens bei Hegel noch eine weitere Dimension besitzt, die von den HerausgeberInnen nicht berücksichtigt wird. Ihm bedeutet er nicht nur sowohl negieren undbewahren, sondern als Drittes auf eine höhere Ebene heben. Dafür fehlt bei Hegel die Bedeutungsdimension des Weitergebens. Die von den Herausgeberinnen intendierten Bedeutungsaspekte des Begriffs negieren, bewahren und weitergeben fassen vielleicht erst gemeinsam mit Hegels Drittem, dem Heben auf eine höhere Ebene die feministischen Umdeutungen des Mythologems. Die HerausgeberInnen jedenfalls sind der Auffassung, dem „Zirkel des Mythos“ sei nur zu entrinnen, „indem man ihn analytisch zu durchdringen versucht“, ohne „seinen Ursprung“ zu verlassen.

Diese Intention vereint auch die Beiträge des Bandes, die von den HerausgeberInnen zu drei Gruppen zusammengefasst wurden. Den Eingang bilden die „Grundfiguren des Mythos“. Ihnen folgt „Pandora in der Kunstperiode“. Beschlossen wird der Band von den „Transformationen im langen 20. Jahrhundert“.

Eröffnet wird der erste Teil mit einem Vergleich der Ausformungen des Pandora-Mythologems bei Hesiod, Johann Wolfgang Goethe und Peter Hacks. Ihm folgt Wolfgang Röslers Beitrag über den „Pandora-Mythos bei Hesiod“. Diese Reihenfolge ist nicht ganz einsichtig. Darum sei hier zunächst ein Blick auf Röslers überaus erhellenden Text geworfen. Der klassische Philologe Rösler versäumt nicht zu betonen, wie schwer sich sein Fach gerade mit dem Verständnis der einschlägigen Passagen in Hesiods „Werke und Tage“ getan hat. Ihre „Ratlosigkeit, wie einzelne Verse zu verstehen sind“, habe zu „weitgehenden Fehleinschätzungen“ geführt. Eine dieser Fehleinschätzungen lässt sich auf eine falsche Interpretation des Ausdrucks Pithoi zurückführen, der mitnichten eine Büchse bezeichnet, sondern vielmehr „das größte tönerne Vorratsgefäß der Griechen“. Es konnte ohne weiteres „übermannshoch“ sein und diente der „Aufbewahrung von Wein, Olivenöl und Getreide“, wie er aus dem „Neuen Pauly“ zitiert. Damit aber sei die wirkungsgeschichtlich maßgebliche Vorstellung ad absurdum geführt, der zufolge Zeus Pandora mit einem Gefäß auf die Erde schickte, das alle Übel und zuunterst die Hoffnung enthalten habe. Erstere seien entwichen, als sie die Büchse öffnete, letztere in dem Behältnis geblieben. Bei Hesiod selbst fänden sich denn auch keine Anhaltspunkte, welche diese Version begründen könnten. Vielmehr habe sich der Pithos im Hause von Pandoras Gatten Epimetheus befunden und eben Vorräte enthalten, die Pandora „verbrauchte“, indem sie mit ihnen gemäß ihrer Rolle als Frau „wirtschaftete“. Denn in dem gegebenen Zusammenhang sei diese Übersetzung der altgriechischen Vokabel eskédas „zwingend“ und nicht die grundsätzlich ebenfalls mögliche Übersetzung „entweichen lassen“. Die „schlimmen Sorgen“ für die Menschen seien nun dadurch entstanden, dass das verbrauchte Nahrungsmittel, mutmaßlich Getreide, „durch Arbeit ersetzt werden“ musste. Bei dem Etwas, das auf dem Boden des Fasses verblieben ist, habe es sich um „das zurückgehaltene Korn für die nächste Aussaat“ gehandelt, das von Hesiod „metonymisch eben als ‚Hoffnung‘ bezeichnet“ worden sei. Der Auffassung, dass diese Interpretation Pandoras Handeln innere Logik und Plausibilität“ verleihe, lässt sich ohne weiteres folgen.

Riedels Ausführungen zu Hesiods Text sind kaum weniger instruktiv als diejenigen Röslers, wie man das von Angehörigen der klassischen Philologie eben erwarten darf. Auch er spricht die Ergebnisse der „neueren Forschung“ an, denen zufolge Pandora ein „Vorratsfass“ öffnete. „Möglicherweise“ aber, mutmaßt er, „war Pandora ursprünglich eine Fruchtbarkeitsgöttin, die als ‚Allschenkende‘ verehrt wurde.“ Doch hat Riedel nicht minder erhellendes zu den Pandora-Darstellungen bei Goethe und Hacks, ja überhaupt über die Wandlungen der literarischen Gestaltung des Mythos über die Jahrtausende hinweg, zu sagen.

In den beiden folgenden, wesentlich umfangreicheren und etwa gleichgroßen Teilen zur Entwicklung des Pandora-Mythologems während der „Kunstperiode“ und im 20. Jahrhundert, befassen sich neben Riedel zwei weitere AutorInnen mit Goethes „Pandora“. Christoph Schmitt-Maß geht anhand des Festspiels der „Humanisierung des Mythos“ nach und Alexandra Richter unternimmt eine „semiotische Lektüre“ des Stücks. Um „sich der Aussagekraft des Mythos im Rahmen der Aufklärungsdiskussion zu nähern“, unterzieht Kristina Lahl zwei einschlägige Wieland-Texte einer „textnahen Behandlung“: die „Traumgespräche mit Prometheus“ und das Lustspiel „Pandora“.

Heinz-Peter Preusser widmet sich Carl Spittleres Werken „Prometheus und Epimetheus“ und „Prometheus der Dulder“, in denen der Dichter „die Abkehr vom frauenfeindlichen Mythologem“ nur mittels einer „fragwürdigen Idealisierung des Weiblichen“ erreichte, die Pandora als „reine Himmelsmaid“ auftreten lässt. Unter Verweis auf Silvia Bovenschens wegweisendes Buch „Die imaginierte Weiblichkeit“ konstatiert er, Spitteler sitze „den um 1900 üblichen Kompensationsmodellen auf, die Frauen […] als Ergänzung und Übersteigerung männlicher Defizienz [verstehen]“ und fragt rhetorisch, was angesichts dessen „für die Figur Pandora, für die Konzeption von Weiblichkeit bei Spitteler bestehen“ bleibe. Spitteler gestalte nicht eine seiner weiblichen Figuren „plastisch“, „keine fächert sich in eine Vielzahl von Chartereigenschaften, von Widersprüchen, Fehlhandlungen, von Umschwüngen zum Besseren, von Abstürzen ins Bodenlose“. All dies sei ausschließlich männlichen Figuren „vorbehalten“. Auch Pandora fungiere als bloße „Impulsgeberin“ für die „handelnden“, „irrenden“ und „leidenden“ Männer. Sie selbst, „aber auch die weiblich konzipierte Seele“ stünden für allgemeine „Prinzipien“ und seien „als solche nicht ambivalent“. In der von den männlichen Figuren Pandora entgegengebrachten „Ehrfurcht schwindet die Anerkennung, weil gar kein konkretes Gegenüber gemeint ist – oder überhaupt gemeint sein müsste.“ Somit schlage die „sicherlich intendierte Mythenkorrektur“ fehl, so lautet Preussers ernüchterndes Fazit.

Peter C. Pohls wendet sich nicht dem ausgehenden 19. Jahrhundert Spittelers zu, sondern dem frühen 20. von Frank Wedekind und Robert Musil. Sein Text über „weibliche Mythen“ und deren „gesellschaftliche Funktionalisierung“ in Wedekinds Monstertragödie „Die Büchse der Pandora“ und Musils Mammutfragment „Der Mann ohne Eigenschaften“ beginnt mit einer kritischen Anmerkung zur „frühen feministischen Wissenschaftsgeschichte“ und einer unkritischen Bezugnahme auf Christoph Kucklicks „provokanter und bedeutsamer“ Dissertation „zur Geburt der Negativen Andrologie“, die wie Kucklicks hier zitierter Untertitel insinuiert, von Frauen ‚auf die Welt gebracht‘ worden sein soll.

Begnügt sich Pohl mit einem Seitenhieb auf den Feminismus, so gilt Juliane Rytz’ ganzes Interesse dem Feminismus, genauer gesagt, „Irmtraud Morgners Versuch einer feministischen Mythenkorrektur im Roman ‚Amanda’“. Ihre Frage, worin der „feministische Impetus“ bei der Pandora-Rezeption des Romans liegt und ob Morgners „Anspruch einer erneuerten Auslegung und Aneignung eingelöst wird“, beantwortet die Literaturwissenschaftlerin mit der These, „dass das Projekt einer feministischen Mythopoiesisinsofern gelingt, als es eine Verunsicherung über den vermeintlich eindeutigen mythischen Gehalt erzeugt und eine Auflösung seiner Apodiktik herbeiführt.“ Dennoch misslinge es letztlich, da es „die zuvor erzeugte diskursive Öffnung“ wieder zurücknehme.

Vor allem zwei Beiträge erhellen die Renaissance, die der Pandora-Mythos in der femme fatale, dieser um und nach 1900 besonders virulenten Kunstfigur männlicher Weiblichkeitsfantasien erlebte. Einer gilt der Literatur, der andere dem damals noch jungen Medium Film. Ersterer steht unter dem Titel „‚Produkt Frau‘: Die Femme fataleals Resultat männlicher Sehnsuchts- und Angstproduktionen in der Literatur des Fin de siècle“ und wurde von Henrike Walter verfasst. Den zweiten hat Peter Beicken geschrieben. Er untersucht „G. W. Pabsts filmische Sicht von Wedekinds Lulu“. Walter zeichnet anhand von Heinrich Manns „Professor Unrat“, Eduard Graf Keyserings Novelle „Wellen“ und Stefan Zweigs „Der Amokläufer“ „ phänomenologische Varianten“ des „Topos“ nach, der die Begegnung zwischen einer „zur grenzüberschreitenden Leidenschaft fähigen Frau“ und einem dieser nicht gewachsenem Mann in eine Katastrophe münden lässt. Pandoras Büchse denkt sie dabei als „Behältnis jener Leidenschaften die im gesellschaftlichen Ordnungssystem sorgsam weggedacht, kanalisiert oder sublimiert werden“, um so einen „spezifischen Kontext von Macht, Herrschaft und Geschlecht nachzuweisen, in dem sich der Konstrukt- beziehungsweise Projektionscharakter des weiblichen Bildes als Ausdruck männlich kodierten Bewusstseins lesen lässt.“ Ausgehend von der Erkenntnis, „dass die Frauen selbst dort, wo sie als Mächtige, Übermächtigende dargestellt werden, grundsätzlich Objekt des männlichen Blickwinkels und im Kräftespiel der Geschlechter stets die Unterlegenen sind“, beleuchten Walters Analysen der drei ausgewählten Texte „Funktion und Mechanismus des Femme- fatale-Mythos in der Literatur des Fin de siècle“ vor den zeitgenössischen „psychologischen und gesellschaftlichen Hintergründen“ Dabei geht es der Autorin nicht etwa um die „Entlarvung“ der Geschlechterhierarchie, sondern vielmehr um die „in der männlichen Projektion wirksamen psychosozialen Aspekte“.

Peter Beicken wiederum bescheinigt der „Lulukonzeption“ in G. W. Pabsts cineastischer Wedekind-Adaption „Die Büchse der Pandora“ eine „verzwickte Frauendialektik“, die sich „nicht leicht auflösen“ lasse. Im Unterschied zu Wedekinds „Mythologisierung der Lulu-Figur“ habe der österreichische Regisseur „den Pandora-Mythos nicht als Spektakel der männerzerstörenden Wirkung der fatalen Weiblichkeit inszeniert, sondern als männlichen Drang zur Selbstzerstörung von Augen geführt“. Eine besondere Würdigung, ja geradezu eine Liebeserklärung des US-amerikanischen Germanisten erfährt die Schauspielerin Louise Brooks, deren „neuartige Darstellungsweise“ mithilfe von „Untertreibung, Einfachheit und natürlichem Spiel“ eine „vielseitige Weiblichkeit“ auf die Leinwand bringe. Die „Geschlechtsidentität“ der von ihr verkörperten Figur bleibe auch dann „im Fluss“, wenn Brooks „erotisches Fluidum vor allem durch die Fähigkeit der liebevollen Hingabe und die dynamische Bewegung im Raum sich ergibt, wobei diese permanente Körperbewegung und Leichtigkeit Signatur ihrer natürlichen, unverkrampften Wesensart, ihrer unbekümmerten seelischen Disposition und ansteckenden Lebensfreude ist.“ Dabei lasse sich Brooks Lulu-Darstellung keineswegs auf die einer „ungekünstelten Kindfrau“ oder eines „naiven Weibchens“ reduzieren. Denn, „wenn ihre Unabhängigkeit bedroht ist“, könne sich die Figur sehr wohl „frivol, widerspenstig, verschlagen, kratzbürstig, berechnend und trotzig“ verhalten.

Ebenfalls einer cineastischen Pandora geht Almut-Barbara Renger in ihrem bereits zitierten Beitrag „zu Albert Lewins filmischer Erschaffung einer Kunstfrau im Spannungsfeld der Geschlechter“ nach: der von Ava Gardner verkörperten weiblichen Titelfigur in „Pandora and the Flying Dutchman“. Renger wertet Lewins Film als besonders „gewagte“ und „originelle“ Variante des Pandora-Mythos, da er einzelne seiner Momente mit der Legende vom Fliegenden Holländer „verwebt“.

Beschlossen wird der insgesamt sehr instruktive Band weder mit der Analyse einer literarischen Aufnahme noch mit der einer cineastischen Adaption des Mythos, sondern mit einem Aufsatz über eine Comicfigur. Sébastien Dalmon interpretiert die Schtroumpfette aus den berühmten Bildergeschichten des Zeichners Pierre Culliford mit den blauhäutigen Bewohnern eines im Walde versteckt gelegenen Dorfes als „un avatar du mythe de Pandore“.

 

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