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1971 – Das Ende des Goldstandards – Beginn des Größenwahns der USA


Illustration by Victor Juhasz

Illustration by Victor Juhasz

Vor genau siebzig Jahren, im Juli 1944, trafen sich 730 Delegierte aus 44 alliierten Ländern, um ein neues internationales Währungssystem zu etablieren. Ort des Treffens war das wunderschöne Mount Washington Hotel in Bretton Woods, einem Kurort in den Bergen des US-Bundesstaates New Hampshire. Die Verhandlungen dauerten drei Wochen und mündeten in ein Abkommen, das fast 40 Jahre lang Bestand haben sollte.

Die Geschichte ist längst vergangen, aber es lohnt sich, sie wieder einmal genauer zu betrachten. Man kann viel aus ihr lernen.

Das Bretton-Woods-System ruhte auf drei Pfeilern:

  • Alle Währungen wurden an den US-Dollar gebunden, der als einzige Währung frei in Gold umgetauscht werden konnte. Man sprach deshalb auch von einem Dollar-Gold-Standard.
  • Das Bretton-Woods-Abkommen erlaubte geordnete Auf- und Abwertungen für den Fall, dass sich fundamentale Ungleichgewichte zwischen Überschuss- und Defizitländer einstellten.
  • Eine neue Institution, der Internationale Währungsfonds (IWF), erhielt den Auftrag, mit Krediten zu helfen, wenn ein Land mit Zahlungsbilanzproblemen zu kämpfen hatte.

Mit anderen Worten: In Bretton Woods versuchte man, den Goldstandard im Grundsatz zu bewahren, aber mehr Flexibilität zuzulassen. Denn man hatte erlebt, dass ein rigider Goldstandard in den 1930er Jahren nicht in der Lage war, die Schockwellen der Weltwirtschaftskrise aufzufangen. Schlimmer noch: Der Goldstandard hatte die Krise verstärkt. Eine Wiederholung dieser Katastrophe wollte man auf jeden Fall vermeiden.
Interessant ist nun vor allem die Frage, warum das System trotz dieser Überlegungen gescheitert ist. Aus Fehlern lernt man oft mehr als aus Erfolgen.

Das System scheiterte, weil die grossen Industrienationen, insbesondere die USA, in den 1960er-Jahren zu viele Ziele gleichzeitig erreichen wollten.

Sie wollten offene Kapitalmärkte, eine stabile Währung und geldpolitische Autonomie haben. Aber wie Trilemma des Wechselkursregimes (in Anlehnung an Krugman, Internationale Wirtschaft, 2009) sagt, kann ein Land nur zwei von diesen drei Zielen erreichen.
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Anders formuliert: Feste Wechselkurse können auf die Dauer nicht überleben, wenn der internationale Kapitalverkehr frei ist und ein Land seine Geldpolitik ganz auf die eigenen Bedürfnisse ausrichtet, das heisst die Politik der wichtigsten Handelspartner ignoriert. Es treten Ungleichgewichte auf, welche grosse internationale Kapitalbewegungen auslösen und das Währungsgefüge durcheinander bringen. Die USA schauten nur noch für sich – wegen dem Vietnamkrieg, der innenpolitischen Agenda und der Wahlen.

1971 hob Präsident Nixon die Bindung des Dollars ans Gold auf – es war das definitive Ende des Goldstandards.

Es ist ja bekannt, dass in finanzpolitischen Dingen nicht immer die klare Wahrheit gesagt wird. Der Vietnamkrieg verschluckte Unsummen von Dollars, das wurde mit Dollar Banknotendrucken kompensiert wurde.

Da die Amerikaner mit der Weltwährung jegliche Dollarmengen gegen Gold zurückkaufen mussten, leerte dies den Goldtresor der USA.

Wie das bei den Amerikanern oft üblich ist, stoppte Nixon ohne die Teilnehmer von Breton Woods zu fragen die Abmachung und kaufte keine überschüssigen Dollars mehr zurück. De Gaulle dürfte hier eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben als er 1965 verlangte, das französische Gold sei nach Hause zu holen um es der Verfügungsgewalt der FED zu entziehen. Das wurde von der Hochfinanz als ungeheurer Akt empfunden und hat Nachahmer auf den Plan gerufen. In der Folge hat Nixon wegen der schwindenden Goldbestände die Einlösbarkeit des Dollars in Gold unilateral aufgehoben. Die heutige schonungslose und unberechenbare grenzenlose Schuldenpolitik aller Staaten der Welt ist eine Folge davon. Viele Länder haben seither den “point of no return” bei den Schulden längst überschritten, darunter Schwergewichte wie Japan aber auch die USA. Das könnte bald zu gefährlichen Dominoeffekten führen wenn die Zinsen wieder ansteigen…Das Problem des Zinseszins versucht man aktuell auch durch eine möglichst geringe Sparquote zu verringern. Um den Dominoeffekt zu verhindern, versuchen die Notenbanken dieses Szenrio mit künstlich tiefen Zinsen zu verzögern, ein zweifelhaftes Bemühen, das nur an den Symptomen etwas ändern könnte!

In diesem Zusammenhang sind auch die Zweifel über die Existenz der Deutschen Goldreserven mehr als berechtigt! Denn Deutschland war in den 70er Jahren für die USA nicht mehr als ein besetztes Land!

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Thanks, Obama! Unemployment Falls To 6.1% Everywhere Except On Fox News

Die US-Wirtschaft gleicht einem Kartenhaus. Nahezu jeder Aspekt dieser Wirtschaft fußt auf Betrug und die Illusion einer ökonomischen Erholung basiert hauptsächlich auf gefälschten Statistiken. Der amerikanische Kapitalismus selbst ist zu einer Illusion geworden. Denn alle Finanzmärkte werden manipuliert. Die massiven Liquiditätsspritzen in die Finanzmärkte, die aus dem QE-Programm der Federal Reserve herrühren, inflationieren die Aktien- und Bondpreise in einer nie zuvor zu beobachtenden Weise.

Die Zinssätze, die als Maßstab für die Kosten von Kapital fungieren sollen, werden in diesem Zuge auf Null oder gar in negatives Terrain getrieben, mit der Schlussfolgerung, dass Kapital im Überfluss vorhanden ist und dessen Kosten bei Null liegen – und man es somit umsonst bekommt. Großen Unternehmen wie Megabanken und Autoherstellern, die in die Pleite schlittern, wird ein Bankrott nicht gestattet.

Anstelle dessen werden Staatsschulden und elektronische Gelderzeugung dazu genutzt, private Verluste zu kompensieren und so genannten „Too-big-to-fail“ Konzerne am Leben zu erhalten. Diese Maßnahmen finden nicht auf Kosten der Aktionäre, sondern auf Kosten derer, die überhaupt keine Aktien an den jeweiligen Unternehmen besitzen, statt. Profite sind nicht länger ein Maßstab dafür, der gesellschaftliche Sozialfürsorge durch sinnvollen Einsatz von Rohstoffen und Ressourcen mittels eines kapitalistischen Systems zu dienen.

Längst ist es so, dass Profite erzielt werden, indem einheimische Arbeitskräfte durch billigere ausländische Arbeitskräfte ersetzt werden. Genau hieraus resultiert nicht nur dieser immense Rückgang der heimischen Kaufkraft, sondern vor allem auch ein beständig wachsendes Einkommens- und Wohlstandsgefälle. Im 21. Jahrhundert, der Ära der Jobauslagerung, haben die Vereinigten Staaten eine Explosion des Einkommens- und Wohlstandsgefälles erfahren, das in der Landesgeschichte ihres Gleichen sucht.

Ich bin auf diese mehr als eindeutigen Hinweise mit dem Zweck einer Beweisführung zu einem scheiternden Kapitalismus, der es nicht mehr zustande bringt, Sozialleistungen im Sinne der traditionellen ökonomischen Leitlinien und Werte aufrecht zu erhalten, in meiner Buchpublikation The failure of Laissez Faire Capitalism eingegangen. Auch Thomas Pikettys jüngste Buchpublikation mit dem Titel Capital in the 21st Century hat dazu beigetragen, unbekümmerten Ökonomen wie Paul Krugman ein alarmierendes Bild der Realität vor Augen zu führen.

So besorgniserregend Pikettys gezeichnetes Bild der gesellschaftlichen und ökonomischen Ungleichheit auch sein mag, ich stimme mit Michael Hudson überein, dass die Situation noch weitaus schlimmer ist, als Piketty sie in seinem Buch beschreibt.

Der Kapitalismus wurde von machtvollen Privatinteressen ausgehöhlt, deren Kontrolle über Regierungen, Gerichte und Behörden den Kapitalismus in nichts anderes als einen plündernden Mechanismus verwandelt haben. Der Wall Street kommt keine positive Funktion mehr zu. Die Wall Street generiert Profite, indem Frontrunning-Geschäfte mittels Hochleistungscomputern betrieben und indem betrügerische Finanzinstrumente in alle Welt verkauft werden.

Nicht nur, dass sie selbst gegen diese Instrumente wettet, dabei jedoch den Eindruck vermittelt, als würde es sich um risikolose Sicherheiten handeln. Zudem werden an der Wall Street Profite generiert, indem Kapital auf noch nie zuvor zu beobachtende Weise gehebelt wird, indem Wetten abgeschlossen werden, deren finanzieller Gegenwert sich im Ernstfall nicht decken lässt und indem eine Manipulation der Preise an nahezu allen wichtigen Rohstoffmärkten stattfindet.

Nicht nur die Federal Reserve, sondern auch das „Plunge Protection Team” des US-Finanzministeriums unterstützen diese Art der Plünderung, indem zum Beispiel die Aktienmärkte durch einen Ankauf von Futures unterstützt und der Außenwert des US-Dollars vor der außergewöhnlichen Dimension der elektronischen Kapitalerzeugung abgeschirmt wird, indem es zur Ausführung nackter Leerverkäufe am Comex Gold-Futuresmarkt kommt. Die US-Wirtschaft basiert nicht länger auf den Stützpfeilern namens Bildung, harter Arbeit, freien Marktpreisen, freien Marktprozessen und einer generellen Zurechenbarkeit, die echten freien Märkten zueigen ist.

Anstelle dessen basiert die US-Wirtschaft auf Manipulation der Preise, der spekulativen Kontrolle von Rohstoffen, einer dauerhaften Unterstützung des US-Dollars durch Washingtons Vasallenstaaten, manipulierten und gefälschten Statistiken, Propaganda durch die Finanzmedien und der Trägheit von Ländern wie Russland und China, die sich beide – sowohl wirtschaftlich als auch politisch – durch einen Verbleib im US-Dollarsystem hohen Risiken aussetzen [Anmerkung der Redaktion: genau daran scheint sich ja nun einiges zu ändern; siehe dazu auch nochmals mein jüngstes Interview mit Dr. Paul Craig Roberts oder Jim Rickards].

Da die Regierungen beinahe im gesamten Rest der Welt schlichtweg unfähig sind, fällt Washingtons Inkompetenz nicht so sehr auf, worin eine Rettung liegen könnte. Doch es ist nicht die Rettung für die Amerikaner, die unter Washingtons Führung leben müssen. Wie selbst geschönte Statistiken verdeutlichen, sinken Einkommen und Wohlstand unter einem Großteil der amerikanischen Bevölkerung beständig.

Dieser beständige Rückgang läutet das Ende des Konsummarktes ein, der sich bislang als Standbein der US-Wirtschaft erwies. Da den Megareichen immer unproportionalere Anteile am Wirtschaftswachstum, Einkommen und Wohlstand zufallen, stellt sich die Frage, was mit einer Wirtschaft geschehen wird, die sich auf Importe und eine überseeische Produktion von Gütern aller Art stützt?

Wie kann der Großteil der Amerikaner mehr kaufen und konsumieren, wenn dessen Einkommen seit Jahren nicht wuchsen, sondern – im Gegenteil – sogar beständig abnahmen? Und wie soll sich dieses Rad weiterdrehen, wenn ein immer größerer Teil der Bevölkerung zu arm ist, um sich Geld von Banken zu leihen, die per se kaum noch Kredite vergeben?

Das Amerika, in dem ich aufgewachsen bin, war autark. Der Handel mit dem Ausland machte nur einen kleinen Teil der Wirtschaftsleistung aus. Als ich stellvertretender Finanzminister der Vereinigten Staaten war, verfügten die USA immer noch über einen Handelsüberschuss, mit Ausnahme des Ölsektors. Die Auslagerung von amerikanischen Jobs hatte noch nicht begonnen und die Einnahmen amerikanischer Investoren aus deren ausländischen Investments übertrafen die Einnahmen von Auslandsinvestoren aus Investments in den USA.

Von diesem Standpunkt aus betrachtet, trugen die Einnahmen amerikanischer Investoren aus deren ausländischen Investments dazu bei, dieses Energiedefizit in der eigenen Handelsbilanz zu decken. Die wirtschaftliche Stabilität, die unter der Führung Ronald Reagans zustande kam, wurde von einer überbordenden Gier an der Wall Street zerschmettert und zunichte gemacht.

An der Wall Street drohte man Unternehmen und Konzernen in diesen Tagen mit Übernahmen, falls diese Unternehmen nicht dazu imstande waren, höhere Gewinne zu erzielen. In diesem Zuge wurde die Produktion von Gütern und Dienstleistungen für den amerikanischen Markt ins überseeische Ausland verlagert. Die geringeren Arbeitskosten kurbelten die Gewinne und Aktienkurse dieser Unternehmen an und befriedigten das Bedürfnis der Wall Street nach immer höheren Einnahmen und Profiten.

Einer Verbesserung des allgemeinen US-Lebensstandards wurde jedoch ein jähes Ende beschert – mit Ausnahme der Superreichen. Eine voranschreitende Deregulierung der Finanzmärkte setzte die heimische Wirtschaft einer hohen Anzahl von Risiken und potenziellen Vermögenspreisblasen aus. Die Amerikaner sind ein erstaunlich unbekümmertes Volk. An diesem Punkt hätte wohl jedes andere Volk die Wall Street längst niedergebrannt.

Und auch in Washington tummeln sich in ihrer Art einmalige Subjekte. Die Amerikaner werden endlosen Missbrauch in Kauf nehmen müssen und für ihre Zwangslage irgendeine andere Regierung verantwortlich machen – den Irak, Afghanistan, Libyen, China, Russland. Ein solch unbekümmertes und passives Volk ist ideales Ziel für eine derartige Form der Ausplünderung, während die Wirtschaft – ausgehöhlt durch diese schnell voranschreitenden Plünderungen – nichts mehr anderem als einem Kartenhaus gleicht.

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Fakten und Fiktion

Ich möchte Sie jetzt einmal mit einer Theorie konfrontieren. Nennen Sie es Verschwörungstheorie oder wie Sie wollen. Ich nenne es eine gedankliche Fiktion auf Basis vorhandener und nachprüfbarer Erkenntnisse. In dieser Fiktion spielt ein Name eine besondere Rolle: der Name Rockefeller, nicht als Person, sondern als Clan.

1911 Fakt:
Der Trust von John D. Rockefellers Standard Oil wird aufgrund des Anti-Trust-Gesetzes durch Theodore Roosevelt in 34 Einzelunternehmen zerschlagen. Rockefeller verdient dennoch an dieser Aktion, weil er erkennt, dass der ins Bodenlose fallende Shareholder Value sich wieder erholen wird und die Aktien seines Unternehmens aufkauft.

Gedankliche Fiktion:
Rockefeller hat zwar nach vorsichtigen Schätzungen ca. 200 Millionen Dollar (entspräche heute einem Wert von rund 45 Milliarden) verdient, aber dennoch sinnt er darauf, wie man die Macht des Kapitals oberhalb der politischen Macht etablieren könnte. Mit seinem Bruder William Rockefeller, der lange Zeit eine führende Position in der Standard Oil einnahm, nach der Zerschlagung aber sein Aktien verkaufte und in Immobilien, Eisenbahnen und Banken investierte. So war er beteiligt an der National City Bank. Vielleicht erinnerten sich die Rockefeller Brüder an den Spruch von Amschel Rothschild: „Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig wer die Gesetze macht.“ Das mag sie inspiriert haben, also holte man ein paar Gleichgesinnte mit ins Boot. 1913 gelang es dann Paul Moritz Warburg, Teilhaber des Bankhauses M. M. Warburg & CO und des New Yorker Bankhauses Kuhn, Loeb & Co, den man auch interessiert hatte, Woodrow Wilson, den 28. Präsidenten der USA, zu überzeugen, dass die USA eine Notenbank nach deutschem Muster, aber in privater Hand benötige.

1913 Fakt:
Woodrow Wilson unterschreibt den Federal Reserve Act, mit dem die FED (Federal Reserve System) als das Zentralbanksystem der USA gegründet wird. In diese aus privaten Banken bestehende Zentralbank werden bei der Gründung die nachfolgenden privaten Banken eingebunden:

Chase Manhattan Bank New York
Goldman Sachs Bank New York
Lehmann Bank New York
Khun Loeb Bank New York
Warburg Bank Hamburg und Amsterdam
Rothschild Bank London Paris
Israel Moses Seif Bank Italien
Lazard Brothers Bank Paris
Der Sohn von John D. Rockefeller, John D. II überzeugt seinen Vater, dass die rigiden Geschäftsmethoden dem Image abträglich waren und es fand eine wundersame Wandlung der Rockefellers zu Philanthropen statt, die mit zahlreichen Stiftungen die Welt beglückten. Zu den philanthropischen Taten der Rockefellers gehören die

1890 gegründete University of Chicago,
das 1901 gegründete Rockefeller Institute for Medical Research und
die 1913 gegründete Rockefeller Foundation.
Weitere Stiftungen:

1952: The Population Council Inc. (Bevölkerungsentwicklung und Geburtenkontrolle)
Das Grundstück für die UN gekauft und der UN geschenkt.
1944 United Negro Collage Fund (Finanzierung von afroamerikanischen Collages in den USA) und weitere Stiftungen z. B. für Kunst.
Gedankliche Fiktion:
Stiftungen versehen ihre Gründern mit einem philanthropischen Image, sind aber zumeist mit ganz gezielten politischen Interessen verbunden. Nicht selten sind Stiftungen der Schafspelz, den sich der Wolf überzieht. Auf die Rockefeller Stiftungen komme ich noch zurück.

1915 Fakt:
Nahum Goldmann veröffentlicht sein Buch „Der Geist des Militarismus“, (Stuttgart/Berlin, Deutsche Verlagsanstalt). Auf Seite 37 ist zu lesen:
„Man kann den Sinn und die historische Mission unserer Zeit in einem zusammenfassen: Ihre Aufgabe ist es, die Kulturmenschheit neu zu ordnen, an die Stelle des bisher herrschenden gesellschaftlichen Systems ein neues zu setzen. Alle Um- und Neuordnung besteht nun in zweierlei: In der Zerstörung der alten Ordnung und im Neuaufbau der neuen.
Zunächst einmal müssen alle Grenzpfähle, Ordnungsschranken und Etikettierungen des bisherigen Systems beseitigt und alle Elemente des Systems, die neu geordnet werden sollen, als solche, gleichwertig untereinander auseinander gelegt werden. Sodann erst kann das zweite, die Neuordnung dieser Elemente, begonnen werden. Sodann besteht denn die erste Aufgabe unserer Zeit in der Zerstörung: Alle sozialen Schichtungen und gesellschaftlichen Formungen, die das alte System geschaffen hat, müssen vernichtet, die einzelnen Menschen müssen aus ihren angestammten Milieus herausgerissen werden; keine Tradition darf mehr heilig gelten; das Alter gilt nur als Zeichen der Krankheit; die Parole heißt; was war, muss weg.
Die Kräfte, die diese negative Aufgabe unserer Zeit ausführen, sind auf wirtschaftlich-sozialen Gebiet der Kapitalismus, auf dem politisch-geistigen die Demokratie. Wie viel sie bereits geleistet haben, wissen wir alle; aber wir wissen auch, dass ihr Werk noch nicht ganz vollbracht ist. Noch kämpft der Kapitalismus gegen die Formen der alten, traditionellen Wirtschaft, noch führt die Demokratie einen heißen Kampf gegen alle Kräfte der Reaktion. Vollenden wird das Werk der militärische Geist. Sein Uniformierungsprinzip wird die negative Aufgabe der Zeit restlos durchführen: Wenn erst alle Glieder unseres Kulturkreises als Soldaten unseres Kultursystems uniformiert sind, ist diese Aufgabe gelöst.
Dann aber erhebt sich die andere, die größere und schwierigere Aufgabe: Der Aufbau der neuen Ordnung. Die Glieder, die nun aus ihren alten Verwurzelungen und Schichtungen herausgerissen und ungeordnet sind, anarchisch herumliegen, müssen zu neuen Formungen und Kategorien geschlossen werden. Ein neues, pyramidales, hierarchisches System muss errichtet werden.

1930 wurde die Chase Manhatten Bank mit der Equitable Trust Bank von Rockefeller verschmolzen.

1929 bis 1933 wird eine Politik in Deutschland gefahren, die der derzeitigen Politik zum verwechseln ähnelt. Das führt 1933 zur Machtübernahme der Nazis. Die Nazis wurden dabei von zahlreichen Großindustriellen massiv unterstützt, u. a. von den IG-Farben, einem Monopol, gegründet aus namhaften deutschen Chemieunternehmen, die bereits vor ihrer Fusion ein Kartell gebildet hatten.

Die IG-Farben hatten dabei zahlreiche Verbindungen ins Ausland, u. a. zur

Standard Oil (USA, Rockefeller)

und zahlreiche Befürworter in der Gruppe des Anglo-German-Fellowship bis hin zu der englischen Regierung, die auch nach dem Überfall auf Polen durch die Nazis die so genannte Appeasement-Politik verfolgte.
Gedankliche Fiktion:
Der zweite Weltkrieg war kein Unfall und kein Ergebnis der Unachtsamkeit der umliegenden Staaten, sondern die Umsetzung der militärischen Vision von Nahum Goldmann durch interessierte Kreise. Ohne diesen Krieg gäbe es keine Europäische Union und möglicherweise auch kein Israel. Die Unterstützung der Nazis aus den USA durch namhafte Bank- und Industrieunternehmen erfolgte sogar noch über die Kapitulation hinaus. Die IG Farben wurden zwar zerschlagen, aber nur in die vor der Fusion bestehenden Chemie Werke wie Hoechst, Bayer, AGFA, BASF usw. Die Kartellstruktur dieser Unternehmen wurde nicht aufgelöst. Die mächtige Standard Oil hatte darauf erheblichen Einfluss. Auch andere Nazi-Größen wurden sehr pfleglich behandelt. Dazu gehörten Thyssen, Krupp und Herman Josef Abs, die nicht wesentlich später wieder Schlüsselpositionen in der deutschen Wirtschaft und den deutschen Banken innehatten und maßgeblichen Einfluss auf die Politik ausübten.

Der Marshall-Plan nach dem 2. Weltkrieg förderte den Wiederaufbau im zerstörten Europa und Deutschland wurde später darin eingebunden. Er ist maßgeblich dafür verantwortlich, dass weite Kreise der Bevölkerung bis heute alle US-Aktivitäten mit dem Hinweis abtun, dass man nicht vergessen sollte, dass die Amerikaner Deutschland befreit haben. Das ist unstrittig, ebenso wie der Umstand, dass der Wiederaufbau Deutschlands ohne den Marshall-Plan entschieden länger gedauert hätte. Aber ganz so uneigennützig war dieses Vorgehen der Amerikaner nicht. Weite Wirtschaftskreise in den USA befürchteten nämlich, dass ohne diese Hilfe wertvolle Absatzmärkte und Handelspartner verloren gehen würden. Hinzu kam der Umstand, dass die USA ein Bollwerk gegen den Kommunismus in Europa benötigten.
Die UDSSR hatte die Hilfen aus dem Marshall-Plan abgelehnt. Somit war der beginnende kalte Krieg eine der Ursachen für den Marshall-Plan. Aber damit wurde auch der Grundstein für die EU gelegt. So wurde die OEEC (heute OECD) gegründet und der amerikanische Führungsstil als Voraussetzung eingebracht. Die OEEC war die Voraussetzung für die Senkung der Zollbarrieren in Europa, so wie es das gerade von der US-Regierung ins Leben gerufene GATT (General Agreement on Tariffs and Trade) forderte.

Man könnte die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg auch sarkastisch als Gründerzeit bezeichnen. Die UN löste den vorher bestehenden Völkerbund ab und verkündet die Charta der vereinten Nationen.

Noch während der Weltkriegs (1944) wurde mit dem Bretton-Woods Abkommen der Grundstein gelegt, mit der die FED zum Herrscher der Weltfinanzen wurde. Der Dollar wurde zur Leitwährung auf der Basis des Goldstandards. Dabei wurde die Unze Gold mit 35 $ bewertet und die FED hatte die Verpflichtung, auf Wunsch Dollars in Gold umzutauschen. Während die USA in ihren Geldgeschäften autonom waren, mussten die anderen Mitglieder gegenüber dem Dollar feste Wechselkurse vereinbaren, die nur bei dauerhaften Ungleichgewichten zu einer Auf- oder Abwertung führen konnten. Dabei mussten sie ihren Wechselkurs gegenüber dem Dollar über Devisenmarktinterventionen absichern. Als Instrumente des Bretton-Woods-Systems wurden der IWF (Internationaler Währungsfond) und die Weltbank gegründet. Das System funktionierte reibungslos, bis die USA, genauer die FED während des Vietnamkrieges die Geldmenge erhöhten. Damit war der Goldstandard nicht mehr zu halten. Aber die Mitgliedsländer mussten für den internationalen Handel Dollar vorhalten, um ihre Wechselkurse zu halten. 1971 wollte Frankreich seine Dollar in Gold einlösen, aber die FED waren nicht mehr in der Lage, nur für das eine Land den Wechsel in Gold vorzunehmen. Als Folge kündigte Nixon 1971 die Verpflichtung für die Einlösung des Dollars in Gold auf.

1973 brach das Bretton-Woods-System völlig zusammen und die Wechselkurse wurden freigegeben. Dabei kristallisierte sich heraus, dass der Dollar völlig überbewertet war, was am Beispiel der DM offensichtlich wurde. Vor der Wechselkursfreigabe wurde die DM gegenüber dem Dollar 1:4 gehandelt, danach nur noch 1:2. Die DM war also völlig unterbewertet.

IWF und Weltbank blieben aber bestehen und sind heute verantwortlich für die Kreditvergabe an andere Staaten, vornehmlich die Entwicklungsländer. Diese Kredite werden seit geraumer Zeit vom IWF nur unter teils extremen Auflagen gebilligt. Die Auflagen verlangen die Liberalisierung des Marktes in Form von Privatisierung und den Anbau genmanipulierter Monokulturen für den Export. Hier kommt wieder die Rockefeller-Stiftung ins Spiel, die vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern die Vorzüge der Genmanipulation anpreist und in diesen Staaten Biotechniker ausbildet.

Unter der Einbeziehung des von Kissinger eingebrachten Strategie-Papiers NSSM-200, welches 1989 zur Veröffentlichung freigegeben wurde und inhaltlich die Bevölkerungskontrolle und die Entwicklung der Population in rohstoffreichen Entwicklungsländern behandelt, muss festgehalten werden, dass der Hunger in einigen Nationen vor allem dazu dient, die Population in diesen Staaten möglichst niedrig zu halten, damit diese nicht auf den Gedanken kommen, die Rohstoffvorkommen selbst auszubeuten und selbst zu verbrauchen oder sie für teures Geld auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Das gilt für Öl und alle anderen, für die USA wichtigen Rohstoffe. Das Papier von Kissinger dokumentiert klar, dass vor allem durch die Ernährung die Bevölkerungsentwicklung gesteuert werden kann und soll. Das Papier war nicht nur eine Ausarbeitung, sondern wurde in die offizielle Regierungspolitik übernommen und bis heute nicht widerrufen.

Kissinger ist eine schillernde Figur in der Weltpolitik. Ob seine Karriere ohne die Rockefellers so steil verlaufen wäre, ist fraglich. Seine ersten politischen Erfahrungen machte er als Sicherheitsberater des Gouverneurs von New York, Nelson A. Rockefeller und wurde dessen Freund. Während des Zweiten Weltkriegs war Nelson A. Rockefeller für amerikanische Propaganda in Mittel- und Südamerika zuständig. Nach dem Krieg war er Vorsitzender des International Development Advisory Board, Teil von Präsident Trumans „Punkt Vier Programm für die Entwicklungshilfe“. Er machte auch mehrere Anläufe, Präsident der USA zu werden, doch über die Vize-Präsidentschaft kam er nicht hinaus. Aber seine Protektion verhalf Kissinger in die höchsten Ämter in der US-Administration. Kissinger hat eine weiße Weste, so weiß, wie das Fell eines Dalmatiners. Aber das muss wohl so sein, will man in der Politik auch über die aktive Zeit hinaus noch gefragt sein. Besonders hierzulande ist sein Urteil ja sehr gefragt.
Dabei komme ich auf eine Organisation, welche die Namen Kissinger, Rockefeller, Prinz Bernhard der Niederlande und weitere illustre Namen in ihrer Stammrolle trägt, die Bilderberger. In vielen Verschwörungstheorien werden die Bilderberger als Geheimbund bezeichnet, aber man weiß ja, Verschwörungstheorien legt man gleich ad acta, denn das sind ja nur Spinnereien von Leuten, die sich alles aus den Fingern saugen. Das zumindest ist die landläufige Vorstellung von Verschwörungstheorien.

Ich denke ein wenig anders darüber. Wir leben in einer Zeit, in der auf der basis vorhandener Daten und Fakten Hochrechnungen oder Prognosen erstellt werden. Würde man sich mit den Verschwörungstheorien objektiv, aber intensiv befassen, Fakten von den Vermutungen und Unterstellungen trennen, dafür die Fakten aufarbeiten und deren Basis Prognosen erstellen, stünden sicherlich manche Schweinereien in der Weltgeschichte anders in den Geschichtsbüchern.

Doch zurück zu den Bilderbergern, die erstmalig 1954 zusammen trafen. Es ist keine feste Organisation mit eingeschworenen Mitgliedern. Zu den jährlich einmal stattfindenden Treffen werden immer wieder andere Leute eingeladen. Es gibt nur einen kleinen festen Kern, zu denen die zuvor genannten Namen gehören. Es gibt keine Aufnahmerituale wie bei Geheimbünden (zumindest ist darüber nichts bekannt) und die Teilnehmerlisten der letzten Jahre sind öffentlich. Teilnehmer sind immer Leute aus hochrangigen Bereichen der Politik, Wirtschaft, Presse und der Banken. Unter den Teilnehmern, vor allem in der Anfangszeit, waren auch etliche Leute mit nachgewiesener Nazivergangenheit oder zumindest intensiven geschäftlichen Beziehungen zu den Nazis. Das zumindest scheint die Teilnehmer nicht zu verunsichern.
Die Bilderberger sind keine Geheimorganisation, nur was sich bei den Treffen abspielt, das ist höchst geheim. Jeder Teilnehmer muss sich verpflichten, über die Inhalte dieser Treffen strengstes Stillschweigen zu bewahren. Erstaunlich ist, dass dieses Stillschweigen von allen Teilnehmern auch gewahrt wird. Von der Presse befragt, wird als Antwort eine zwanglose Diskussion über die anstehenden politischen und wirtschaftlichen Probleme angegeben, allerdings über die Inhalte kein Wort verloren.

In einem Interview des Deutschlandradio mit dem Soziologen Prof. Hans-Jürgen Krysmanski wiegelt dieser ab. Er stellt die Bilderberg-Konferenzen als inzwischen in die Jahre gekommen hin und verweist darauf, dass es sicher andere Zirkel gäbe, von denen man noch nichts wüsste.

Einem Interview der CNN mit Jon Ronson zufolge ist die Geheimhaltung auf einen Spleen von Kissinger zurückzuführen, der sich gerne mit dem Image des Geheimnisvollen umgibt. Dagegen spricht, dass sich alle an die absolute Geheimhaltung halten, dafür ist die Zahl der Teilnehmer zu groß. Jon Ronson ist ein englischer Journalist, der ein Buch über Verschwörungstheorien geschrieben hat. Er hat mit Teilnehmern der Bilderberger gesprochen, aber nie an einer Konferenz teilgenommen.

Gedankliche Fiktion:
Wie kommt es, dass es von keinem der Teilnehmer in über 50 Jahren zu Indiskretionen gekommen ist? Ist die Auswahl der Teilnehmer so gewählt, dass es eine absolute Übereinstimmung über die Themenauswahl und die politische und wirtschaftliche Zielrichtung gibt? Oder verfügt man über Druckmittel, die das absolute Schweigen bedingen?
Die Zahl der Teilnehmer liegt in der Regel bei 120 bis 130 Leuten. Was ich noch nie erlebt habe, dass bei einer Teilnahme von über 100 Personen aus unterschiedlichen Lagern und Nationen über alles Gesprochene absolute Einigkeit besteht und nicht zumindest ein Teilnehmer seinen Frust über die Konferenz in irgendeiner Form in die Welt hinaus posaunt. Wenn das bei den Bilderbergern möglich ist, kann das aus meiner Sicht nicht freiwillig sein.

Es gibt dennoch einige wenige Statements, die an die Öffentlichkeit gelangten, die allerdings nicht mit den Inhalten zusammenhingen.
So äußerte sich Rockefeller 1991:

„Es wäre unmöglich gewesen, dass wir unseren Plan für die Weltherrschaft hätten entwickeln können, wenn wir Gegenstand der öffentlichen Beobachtung gewesen wären. Aber die Welt ist jetzt weiter entwickelt und darauf vorbereitet, in Richtung einer Weltregierung zu marschieren. Die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und der Weltbanker ist sicher der nationalen Souveränität, wie sie in der Vergangenheit praktiziert wurde, vorzuziehen“.
(Quelle Wikipedia)

Die SVP (Schweiz) berichtet:

Giovanni Agnelli und Prinz Bernhard der Niederlande
Die Vorstufe einer Weltregierung bedeutet in Wirklichkeit nichts anderes als die Zerstörung der nationalen Souveränität der Staaten. Das ist gleichbedeutend mit der Überführung der Macht in eine Handvoll supranationaler, nicht gewählter Organisationen. Der inzwischen verstorbene Bilderberger Giovanni Agnelli verkündete: „Die europäische Integration ist unser Ziel, und wo die Politiker versagten, werden wir Industriellen erfolgreich sein“. Dazu sind sie auf dem besten Weg, denn der Einfluss der multinationalen Konzerne ist in stetem Wachsen begriffen. Der erste Vorsitzende der Bilderberger, Prinz Bernhard der Niederlande bekannte: „Es ist schwierig, die im Nationalismus aufgewachsenen Völker umzuerziehen und sie an die Idee zu gewöhnen, ihre Souveränität an übernationale Organisationen abzutreten“. Es darf nicht verkannt werden, dass solche Organisationen nicht den leisesten Hauch von Demokratie aufweisen. Er machte auch keinen Hehl aus dem Hauptziel der Bilderberger, eine Weltregierung und eine globale Armee durch die UNO einzusetzen. Es ist ganz offensichtlich, dass deren Interessen unter Umgehung der nationalen Parlamente koordiniert werden sollen. Beispiel EU-Verfassung. Diese wurde nicht etwa in Arbeitsgruppen des Konvents erarbeitet, sondern von Giscard d’Estaing als Konventspräsident mehr oder weniger diktiert.
Quelle: SVP, Schweiz

Rockefeller vor den Wirtschaftsausschuss der USA 1994:

„Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig große Krise und die Nationen werden die „Neue Weltordnung“ akzeptieren.“
Quelle: SVP, Schweiz

Henry Kissinger 1993 bei einem Treffen im Haus der Weltkulturen in Berlin:

„Die vier Botschafter (der Siegermächte des zweiten Weltkrieges) brauchten über das Berlin-Abkommen nicht viel zu verhandeln. Sie brauchten nur den Text zu unterzeichnen, den die Bilderberger ausgearbeitet hatten.“

Inzwischen gibt es mehr als 2.000 Teilnehmer, die an diesen Konferenzen teilgenommen haben. Manche nur einmal, einige oft bzw. fast immer. Hier einige der Namen sehr illustrer Gäste, die zum Teil recht regelmäßig an den Konferenzen teilnehmen.

International:
Giovanni Agnelli (Fiat), Königin Beatrix, Bill Clinton, Lynn Forester de Rothschild, Sir Evelyn de Rothschild, König Carl Gustav von Schweden, Henry Kissinger, McNamara, Richard Perle (am. neokonservativer Politiker), David A. Rockefeller, Sir Lord Robertson (ehem. Oberbefehlshaber und Chef der britischen Militärverwaltung in Deutschland), Etienne Davignon (EU-Kommission) , Jean-Luc Dehaene (Ex- Premierminister Belgien) Indra K. Nooyi (Pepsi), Heather Reisman (Indigo Books & Music Inc.), James Wolfenson (Weltbank bis incl. 2005), Paul Wolfowitz (Weltbank ab 2006, bis dahin pol. Berater von Bush und ausgesprochener Hardliner), Henry R. Kravis (US-Milliardär), Timothy F. Geithner (FED), Franco Bernabè (stellv. Vorsitzender von Rothschild Europa), Peter Weinberg (Goldman Sachs), Peter Sutherland (Goldman Sachs International)

Einige wenige von Deutscher Seite:

Hermann Josef Abs, Josef Ackermann, Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt, Helmuth Kohl, Hilmar Kopper (deutsche Bank), Volker Rühe, Rudolf Scharping, Axel Springer, Christoph Bertram, Gerhard Schröder, Angela Merkel, Jürgen Schrempp, Friedbert Pflüger, Matthias Wissmann, Mathias Döpfner, Klaus Kleinfeld, Hubert Burda, Klaus Zumwinkel, Matthias Nass, Eckehard Schulz, Egon Bahr

Es gibt sicherlich andere Zirkel, bekannte und unbekannte, aber sicher mit ganz anderen Zielsetzungen. Denkt man an die Hedge- und Equity-Fonds und deren Geldgeber, dann verbergen sich dahinter sicherlich immens reiche Leute, immer darauf aus, einen schnellen Dollar zu machen und vor allem ihr Kapital in Sachwerten zu festigen. Die Spitzen der Bilderberger sind sicherlich in die Jahre gekommen, aber die Darstellung von Krysmanski über einen bloßen Meinungsaustausch einer politischen und finanziellen Elite entbehrt nicht einer gewissen Komik. Wenn sich die Spitzen der Politik, der Wirtschaft, der Banken und der Presse nur über die weltpolitische Lage austauschen, warum lassen sie dann nicht die Welt an ihren Erkenntnissen teilhaben? Eine Menge der Teilnehmer von Bilderberg-Konferenzen war immer scharf darauf, sich zu allen möglichen Themen zu äußern. Warum nicht zu den bei den Bilderbergern angefallenen Themen? Warum werden die Konferenzen so hermetisch abgeschirmt und im jeweiligen Hotel keine anderen Gäste während der Konferenz zugelassen? Warum werden Presseleute, die versuchen, etwas herauszufinden, von den Sicherheitskräften regelrecht bedroht (so geschehen auf der Konferenz 2006 in Ottawa, Kanada)? Nicht zu vergessen, in der Teilnehmerliste sind keineswegs nur alte Leute zu finden, sondern aktuelle Spitzen der Wirtschaft, der Politik und der Banken, incl. FED, Weltbank und IWF.

Ich stelle die Prognose, die Politik der westlichen Welt folgt einem Ziel, das von einem nicht gewählten Zirkel schon vor langer Zeit ausgearbeitet und seither beharrlich und kontinuierlich verfolgt wurde. Quasi in der Halbzeit wurde dann ein weiterer Zirkel, die Bilderberger gegründet, dessen innerer Kern mit dem Ursprungszirkel übereinstimmt.
Handlanger zu finden, die aus Gier und Machtbesessenheit alles tun, ist nicht schwer für Leute, die über genügend Kleingeld verfügen. Wer nur seine persönliche Gier und seine Macht im Visier hat, hat fast immer auch Dreck am Stecken, etwas, womit man Leute in der Hand hat. Dazu ein wenig Zuckerbrot, indem man Karrieren fördert und schon hat man willfährige Handlanger, die jedes Spielchen mitmachen. Wenn man die Teilnehmerlisten der Bilderberger betrachtet, sollte man nicht nur auf die Namen schauen, sondern vor allem auf die Institutionen, die sie vertreten.

Teilnehmerliste 2004
Teilnehmerliste 2005
Teilnehmerliste 2006

Teilnehmerliste 2008

Es heißt, die Teilnehmer an Bilderberg-Konferenzen dürften keine nationalistischen Tendenzen haben. Zu Beginn habe ich aber über die Verbindungen zu den Nazis geschrieben. Ein Widerspruch? Sieht man wie ich als Ziel der Bilderberger die Auflösung der Nationalstaatlichkeit, was wäre dann besser für das Ziel als ein Krieg, ausgelöst von einem Wahnsinnigen Nationalisten, um aller Welt die Gefahren der Nationalstaatlichkeit zu beweisen? Hat dieser Krieg nicht herkömmliche Strukturen zerschlagen, wie es Nahum Goldmann in seinem Buch beschrieben hat? Hat der Krieg nicht erst den Weg zu einer europäischen Allianz geebnet? Dient diese Europäische Union aber dem Zusammenschluss der Völker oder ist es eine reine Wirtschaftsallianz, in der ein Land gegen das andere ausgespielt wird?

Nun werden einige Leute einwenden, das sei absoluter Blödsinn, schließlich habe ein Krieg völlig andere Ursachen. Ich weiß, solche Naivlinge gibt es. Jeder Krieg, welcher Grund auch immer angegeben wird, dient ausschließlich wirtschaftlichen Interessen und dem Erhalt bzw. der Erweiterung der Macht. Jede angeführte Begründung für Kriege dient nur der Scharfmacherei, damit die Bevölkerung sich bereit erklärt, sich abschlachten zu lassen. Die eigentlichen Drahtzieher aller Kriege halten sich dabei schon sehr lange stets im Hintergrund oder verziehen sich solange ins neutrale Ausland. Im Krieg sterben die Soldaten nicht,

sie fallen

oder eine Einheit wird aufgerieben. Außerdem ist die Erde nach Ansicht der Ränkeschmiede ohnehin total überbevölkert. Sie irren, wenn Sie glauben, dass sie in den Augen der echten oberen Zehntausend Menschen sind. Da sind sie nur Arbeitstiere und Kanonenfutter. So ist die steigende Jugendarbeitslosigkeit ein probates Mittel, die Bundeswehr für Jugendliche attraktiv zu machen. Dann kann man getrost jede Art von Aufträgen an allen beliebigen Standorten der Welt annehmen, Kanonenfutter gibt es dann ja genug.
Meine Fiktion ist die für mich logische Schlussfolgerung aus einer Menge nachprüfbarer Fakten. Die angesprochene neue Weltordnung wird alte Strukturen (Feudalismus) erneut beleben, nur statt des nominierten Adels wird das unnominierte Kapital die hierarchische Spitze bilden. Allerdings ist die Verleihung von Titeln dann nur eine Frage der Zeit. Auch Napoleon hat der Titel General nicht gereicht. Dabei habe ich nicht einmal alle vorhandenen Fakten aufgezählt. Zählen wir noch einige Dinge hinzu. Ich beschränke mich dabei auf die unmittelbare Umgebung, auf Deutschland, im Zusammenhang mit der EU.

Die WTO und GATS. GATS-Verträge werden durch die EU-Kommission und den zuständigen Ministerrat in Brüssel beschlossen. Damit werden die nationalen Parlamente ausgehebelt. Was uns als unabdingbare Notwenigkeit beschrieben wird, ist oft nichts als die Folge von GATS-Verträgen, so z. B. die Privatisierung von staatlichen Unternehmen, der Verkauf von Wohngesellschaften der öffentlichen Hand, die Vergabe von PPP-Aufträgen für staatliche Aufgaben, der Verkauf von Institutionen der Gesundheitsvorsorge u. a.
Die permanente Verlagerung politischer Verantwortung auf so genannte Expertenkommissionen mit vornehmlich neokonservativen Mitgliedern oder an Beratungsunternehmen wie McKinsey oder Roland Berger, von denen bekannt ist, dass sie rein wirtschaftliche Interessen vertreten.
Die Umverteilung von unten nach oben durch ständig neue Belastungen für die Bevölkerung bei gleichzeitiger Entlastung der Konzerne.
Die Befreiung von Steuern für den Verkauf von Unternehmensbeteiligung und damit die Begünstigung des Einfalls der „Heuschrecken“ wie Hedge- und Equity-Fonds, oder Aktionen wie die von Siemens und BenQ (Verkauf der Handy-Sparte durch Siemens).
Die Aufgabe einer sehr stabilen Währung (DM) zugunsten einer Gemeinschaftswährung für Länder mit sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Standards. Damit wurde das Instrument steuer- und währungspolitischer Einflussnahme des Staates abgegeben und an die EU übertragen.
Ratifizierung der EU-Verfassung ohne Volksbefragung.
Immer mehr Gesetze haben ihren Ausgangspunkt in der EU-Gesetzgebung, so genannte Richtlinien, die in nationales Recht umgewandelt werden müssen.
Die Arbeitsmarktpolitik, die Arbeitslosigkeit und Standortverlagerungen subventioniert, die den Niedriglohnsektor und Lohndumping favorisiert und ausweitet. Dabei werden Arbeitslose ausgegrenzt, stigmatisiert und um die angemessene Leistung aus der AV betrogen.
Die ausgrenzende Rentenpolitik der Regierung, mit der Altersarmut forciert wird und Arbeitnehmer in private Versicherungen gedrängt werden.
Die Fokussierung auf global agierende Konzerne bei gleichzeitiger Ausdünnung des Binnenmarktes mit der Folge von Firmenpleiten und der Zunahme der Arbeitslosigkeit.
Die Treibjagd der Politik, Arbeitnehmer abzudrängen in private Sozialversicherungen und die ständig stärkere Entlastung der Unternehmen von der paritätischen Beteiligung an den Sozialversicherungen.
Die ab 2007 geltende Mehrwertsteuer von 19 % wird die Not bei Arbeitslosen, Geringverdienern und Kleinrentnern drastisch verschärfen. Gleichzeitig sollen die Körperschafts- und Gewerbesteuer drastisch gesenkt werden.
Das ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was sich definitiv derzeit abspielt. Deutschland wird an Private verkauft und immer mehr Handlungsspielraum an die EU abgetreten. Unsere Regierung wird noch ein Schattendasein fristen, bis auch die anderen europäischen Länder so weit sind.

Internationales Kapital flüchtet sich in Sachwerte, in dem Bewusstsein, dass ein Finanzcrash immer näher rückt. Die FED ist ein Zusammenschluss von Privatbanken mit der Lizenz zum Drucken von Geld. Davon ist ein Vielfaches dessen in Umlauf, was an Gegenwerten des Staates vorhanden ist. Die Kriege in Afghanistan, dem Irak, im nahen Osten und möglicherweise gegen den Iran dienen vor allem der Stabilisierung des Dollars. Solange der Welthandel mit Dollars abgewickelt wird, gelingt es der FED, den Dollar scheinbar stabil zu halten. Wenden sich Staaten davon ab und wickeln ihren Welthandel über andere Währungen ab, steht ein Crash des Finanzmarktes ins Haus, gegen den 1929 ein leichtes Säuseln war. Nur die Insider haben sich durch Sachvermögen abgesichert und gehen unbeschadet daraus hervor. Das dieser Crash kommen wird, wird von allen seriösen (falls es die gibt) Finanzexperten prognostiziert. Nur der Zeitpunkt ist noch ungewiss, den günstigsten Prognosen nach in ca. 8 Jahren (wenn China seine Dollarreserven auf den Markt wirft).

Die Zukunft?

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Ein Wissensvorsprung ist bares Geld wert.

The four big commodity traders – Archer Daniels Midland (ADM), Bunge, Cargill and Louis Dreyfus, collectively referred to as ‘the ABCD companies’ – are dominant traders of grain globally and central to the modern agri-food system. 

Cargill Inc.: Corporate Greed Threatens World ...

Cargill Inc.: Corporate Greed Threatens World Food Supply (Photo credit: watchingfrogsboil)

Archer Daniels Midland

Archer Daniels Midland (Photo credit: Wikipedia)

Image representing Bunge as depicted in CrunchBase

Image via CrunchBase

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Based on the findings, there are some conclusions:
1. The ABCDs matter.
They are not alone, nor unchallenged, but they remain the overwhelmingly dominant traders of grain globally, and what they do is central to understanding international markets (and the domestic politics of food in many countries, too). Too often invisible in policy debates about farmers and consumers, these companies are careful about where and when they get involved in such debates, rarely seeking the limelight. They do not have brand names to protect in the way that a food processor such as Nestlé does. ADM is publicly listed and Bunge is also a fully public company. Dreyfus and Cargill remain essentially family-owned businesses. None of the companies is very forthcoming about its activities, and to track their activities requires patience and guesswork. However, despite the difficulties, it is important to understand their role and their interactions with other companies, national and global.

2. The ABCDs are evolving.
This is inevitable, given the way of the world but also given the changes that globalization has brought in its wake. At this stage in their evolution (and some of the companies are over 150 years old), they have begun operating in some cases like banks (and banks, in turn, have found themselves trading on commodity exchanges). The ABCDs continue to trade grain, but grain is not their only activity, nor is it where their growth is most impressive. As they grow, they need more capital, and there is constant pressure for the historically family-owned company, Dreyfus, to undertake public share offerings. With that will come legal demands for greater transparency, although probably not enough to satisfy concerns about the potential for abuse of oligopolistic market power.

3. The ABCDs do not operate in a vacuum.
They are shapers of the world they inhabit, but they are also shaped by it. New realities, particularly the rise of new economic powers, including China, Brazil, and India, as well as the re-emergence of Russia and some of the former Soviet republics as agricultural powerhouses, are reshaping the global economy. The ABCDs are responding and adapting to those changes, as well as playing their part in deciding the direction that events should take. The new emerging powers are not as wedded to open trade, deregulated markets, and deregulated capital flows as are the governments they now challenge (the United States and the European Union, in particular). One effect of this change in the balance of power has been to make the likelihood of a meaningful outcome to the Doha negotiations at the World Trade Organization (WTO) improbable. These changes and their implications are only just becoming apparent.

‚Financialization’ has entered the policy insiders’ lexicon as an overarching term to refer to the increasingly important role that investors play in the food system. Traditionally the food system involved producers (farmers) and a series of commercial interlocutors, who traded, processed, distributed, and sold food. Today, banks and other investors, as well as dedicated investment funds established as subsidiaries of the ABCDs themselves, have invested billions of dollars in food commodities with no interest in taking possession of any physical commodity. Their behaviour is intimately linked to what is happening in the physical trade of food, of course, but it also affects that trade by affecting prices and behaviour. This is what is meant by the financialization of commodity markets. A second dimension of financialization is also considered, that of production itself. In this case, the term refers to the increasing involvement of investment funds of different kinds in buying or leasing land and producing agricultural commodities.

Not all grain is traded:
in fact, most production never crosses a border. For example, only about 18 per cent of world wheat production and 10 per cent of maize production is traded globally. The figures for oilseeds are higher: around 34 per cent of soy crosses a border and 75 per cent of palm oil production, making this last more typical of traditional tropical commodities, such as tea, coffee, and cocoa, which are grown in one part of the world (the tropics) for consumption elsewhere. In either case, the same few companies overwhelmingly dominate that share of the harvest of grain or oilseed that is traded. Those few companies are the ABCDs.  The ABCD traders tend to be privately held, opaque, and answerable to a board that comprises family members, employees, and/or a handful of private investors. Combined with the traders’ undoubted economic might, this tends to breed suspicion and conspiracy theories – which are sometimes well founded, as ADM’s payment of a record fine when it was found guilty of pricefixing in 1998. Yet, while undoubtedly giant in their global reach, their access to capital, and their power over the producers who sell them their crops, the traders are also subject to their own share of pressures and constraints that force them to constantly reassess their strategies and to evolve the way that they do business.

Indeed, the traditional realm of the ABCD companies (bulk commodities) is growing only slowly relative to consumer-oriented or intermediate products in the agri-food sector, and their share of world trade in food and fibre products is diminishing. This is due to the major shifts that are taking place in world production and trade in food, in turn a consequence of the redistribution of power along the agri-food supply chain with the emergence of global retailers such as Wal-Mart, Carrefour, and Tesco, and changing consumer tastes and expectations. As a consequence, trade in agri-food commodities is increasingly dominated by exports and imports of processed and value-added products, while trade in bulk commodities, which until the early 1980s accounted for most agricultural trade, now accounts for only one-third of the total.Yet it is also notable that among the four big categories of global agri-food companies (input providers, grain traders, food processors, and food retailers) it is the grain traders that have changed the least in two decades of extraordinary change in the food system. Chemicals companies such as Monsanto and Ciba-Geigy have been reborn as ‘life sciences companies’ with their move into agricultural biotechnology and pharmaceuticals. In the process, they have seen many mergers and splits, and have largely taken over the commercial seed sector. Food processors, too, are constantly in motion – Unilever and Nestlé are two continuing giants in this group, but many other firms have been swallowed up or merged into new entities, and the existing processors are also constantly changing and adapting.  The so-called supermarket revolution is perhaps the best-documented shift of all – and the most dramatic. Supermarkets now reach down right to the fields where crops are grown, sometimes halfway around the world from where the crops are eventually sold. Supermarkets have truly penetrated every continent, though their presence is least well established in sub-Saharan Africa. Wal-Mart is today the largest firm on the planet, judged by the Fortune 500. In contrast, the only new firm in the top five commodity traders since the mid-19th century is ADM, which was founded in 1902 but which only became a global player in the 1970s. The one other change occurred in 2002, when one of the big five, the Swiss-based André, went bankrupt. Bunge is now just six years from its 200th year of continual operation. These huge firms are not likely to disappear any time soon. They, too, are adapting and they continue to grow and prosper, even though they have garnered less attention than the inputs, processing, and supermarket sectors over the past two decades. For example, a rapid expansion in the consumption of meat products has fuelled significant growth in the demand for feed, which is made from crops such as soy, wheat, and maize. Similarly, the rapid growth of the biofuels sector is dependent upon the crops in which the ABCD companies specialise, especially sugar and maize for ethanol, and palm oil and soy for biodiesel. These new areas of demand ensure the continuing expansion of commodity trading companies.  Moreover, the ABCD companies are not just traders of physical agricultural commodities: they operate all along the agri-food supply chain as input suppliers, landowners, cattle and poultry producers, food processors, financiers, transportation providers, and grain elevator operators, and they provide much of the physical infrastructure involved in agri-food production and marketing. The commodity companies are also increasingly diversifying into the production and marketing of industrial products that are derived from agricultural commodities – such as plantbased plastics, paints, and industrial starches. In the changing global environment in which the global agri-food system operates, the ABCDs continue to play a unique role. They have the capacity to produce, procure, process, and deliver the raw material inputs that are at the heart of the modern agri-food system, and they are uniquely placed to exploit opportunities across a wide range of activities tied both directly and indirectly to the production and trade in agricultural commodities. As a consequence, they continue to exert a great deal of influence over global food systems and over the lives and consumption patterns of farmers and consumers throughout the world.

THE COMMODITY TRADERS’ BUSINESS MODEL
Despite their diversity in terms of scale, scope, and focus, there are several specific features that the ABCD companies share. These are separated here into ten specific components, but it should be noted that these components and functions overlap and reinforce each other in significant ways. Taken together, these components can be said to constitute the main framework of the companies’ business models.

1. Originators of bulk commodities.
2. Price-setting or market power.
3. High-volume bulk trade.
4. Focus on ‘ingredient’ or ‘input’ commodities.
5. Transportation, storage, and logistics.
6. Continuous growth in size through acquisitions, mergers, and private family funding models.
7. Flexibility in modes of landholding and sourcing of raw materials.
8. Arms-length access to land.
9. Active risk and financial management.
10. Active engagement in shaping the regulatory context.

These ten features together are part of a model that seeks to minimize risk and manage outcomes by controlling as much as possible of the production, pricing, trade, logistical base, financial income, and regulatory context, and by hedging against future uncertainties. Through each of these components of their strategy, privileged access to information is key to the companies’ success. Their activities in all of these areas guarantees them access to the information they need regarding supply, demand, and risk, while promoting a regulatory environment that privileges their way of doing business.

Their existing business model made them the natural actors to take up these roles, and their size and integration both horizontally and vertically have given them a unique hold on this portion of the agri-food system.

Their existing business model made them the natural actors to take up these roles, and their size and integration both horizontally and vertically have given them a unique hold on this portion of the agri-food system.

THREE COMMODITIES: SOY, PALM OIL, AND RICE

They are mainly soybeans, wheat, maize, palm oil, sugar, and, to a lesser extent, rice. Three commodities are described here to illustrate the ABCDs’ role: soy, palm oil, and rice.

1. Soybeans
The top producers of soybeans worldwide are the United States, Brazil, Argentina, China, and India. China is also the world’s biggest importer, followed by the European Union, Mexico, and Japan, while the USA is still the world’s largest exporter, followed by Brazil, Argentina, Paraguay, and Canada. Argentina is the largest exporter of soybean oil, by far, followed by Brazil, the USA, the Netherlands, and Paraguay.

About 85 per cent of the global soybean harvest is processed, or ‘crushed’, into soybean meal and oil. Approximately 98 per cent of the soybean meal is further processed into animal feed. The remaining 2 per cent is used to make soy flour and proteins. Of the 15 per cent that is turned into oil, 95 per cent is consumed as edible oil. The remaining 5 per cent is used for industrial products such as fatty acids, soaps, and biodiesel. Some 90 per cent of US biodiesel is made from soybean oil (this percentage is lower in Europe).
Soy processing is dominated by the ABCD companies. Soybean oil costs roughly twice as much to produce as palm oil and so processors have to exploit significant economies of scale to remain competitive. This means that soybean crushing is a capital-intensive industry. The same companies (Bunge, Cargill, and ADM) dominate in all the major exporting countries. Within the USA, these three firms process 71 per cent of the crop.
The soybeans traded globally are typically grown on industrial farms, and increasingly the world supply comes from genetically engineered seed. Brazil resisted GM soy for some years, but has since dropped its resistance, and GM seed now dominates production there too. The GM seed is overwhelming provided by Monsanto.
Soybean expansion in Brazil has been responsible for significant population movements into the Amazon forest region; an estimated 11 agricultural workers have been displaced for each person employed in soybean production in Brazil, and this has fuelled a huge migration to the Amazon, where they have cleared forest to create new farms. More recently, the Amazon ‘Soy Moratorium’ and the expansion of production in the Cerrado savanna region have been accompanied by a dramatic decrease in Amazon deforestation. There are family farms producing soybeans in the USA and in Brazil, but the farms are heavily mechanized. It is not a sector with many small-scale producers.

Soy production relies on relatively little use of pesticide but rather more herbicide. Overall, soy production and end-use are significant contributors to climate change: soy production relies on fossil fuels and fossil fuel-derived inputs for production, processing is energy-intensive, significant transportation is required to move the commodity around the globe, and the primary end-uses (feed and fuel) are themselves both associated with significant greenhouse gas emissions.
2. Palm oil
Palm oil is used mainly for the production of edible oils for the food industry. More recently, it has also been used as a feedstock for biodiesel. Palm oil and its derivatives are found in half of all processed and packaged foods; these foods use some 70 per cent of all palm oil production. Among the leading companies that buy palm oil for this purpose are Nestlé and Unilever.

The rapid emergence of biofuels as a competing source of demand for palm oil has led to significant pressures to raise output in recent years. Production in the two leading producer countries – Malaysia and Indonesia, which together account for 87 per cent of world output – has increased very significantly. Malaysia’s output grew from 10,842,100 metric tonnes in 2000 to 16,993,000 tonnes ten years later, an increase of 57 per cent. In Indonesia, the increase was 214 per cent over the same ten-year period. This increased production has for the most part relied on expansion of cultivated areas. Indonesia has indicated that it is planning to cultivate another 4m hectares by 2015 for use in the biofuels sector alone, while overall demand for palm oil is expected to double by 2030 and to treble by 2050.
Most oil palm is cultivated on large-scale plantations, since the economics of milling and marketing favour a larger scale of operations. Nonetheless, smallholders in Malaysia and Indonesia still account for some 35–40 per cent of the area planted to oil palm and around 33 per cent of production. Most of these smaller producers are located within a short distance of a mill, since the oil fruit must be processed within 24 hours of harvesting if the crop is not to lose quality. To this extent, smallholders are in a contractual relationship with the plantation operators and mill owners, which in turn are usually owned and operated by a few large companies.
Cargill owns two plantations in Indonesia and accounts for around 11 per cent of the value of the country’s exports of palm oil. The company has long had a presence in Malaysia, but as a refiner rather than as a plantation operator, taking supply from palm oil mills throughout the country. One of the largest plantation owners is the Wilmar Group, a Singapore-based conglomerate that owns more than 235,000 hectares of palm oil operations in Indonesia and Malaysia, as well as fertilizer and shipping interests. The close links between the producers and the commodity traders are well illustrated in the case of Wilmar and ADM. Following a series of mergers, acquisitions, and strategic partnerships between Wilmar, the Malaysian Kuok Group, and ADM in 2006, Wilmar emerged as one of Asia’s leading agribusiness groups, and ADM ended up with a 16.4 per cent ownership interest in the company.

3. Rice
Rice is the most widely consumed grain in the world, but it is also the least traded. The leading producer country is China, with an output in 2008 of 193,354,175 tonnes of rice paddy. But China’s rice exports were only 22,000 tonnes – just 0.01 per cent of production. Thailand is the world’s leading exporter: in 2008, it exported 8.6m tonnes of its total production of 31.6m tonnes, or just over 27 per cent.
Following Thailand in terms of export volumes is Viet Nam at 4.7m tonnes, then Pakistan and India, each with about 2.4m tonnes. The leading importers are the Philippines at 2.5m tonnes, the United Arab Emirates at 1.2m tonnes, and Iran at 1.1m tonnes. In total, only 5–7 per cent of global rice production is traded. Most countries only engage in trade when there is a surplus of production (i.e. not regularly), or where demand exists for a higher-quality product that is sought in wealthier markets, such as the sale of jasmine rice from Thailand and basmati rice from Pakistan.

Louis Dreyfus is the only one of the four big commodity traders to have any significant involvement in the rice trade. The company sources paddy, brown, and milled rice from all over the world and transports it mainly to Africa, where it holds an estimated market share of 30 per cent. Louis Dreyfus is the largest single purchaser of Thailand’s export rice, taking about 700,000 tonnes a year. This gives it an 8 per cent share of Thailand’s rice exports. Another major exporter is the Singapore-based Olam International, which is among the top three suppliers of rice, cotton, cocoa, and coffee to world markets. In the latter part of 2010, Olam International and Louis Dreyfus entered into negotiations which, had they succeeded, would have created the largest rice exporting company in the world. However, the merger talks collapsed in February 2011.

Financial services divisions of the ABCDs

Hedging or speculation, or both?

Hedging or speculation, or both?

Regulation and the ABCDs’ financial activities
The fact that the ABCD firms are providing financial services for speculative purposes to external investors, even if they do not engage in such speculation for their own benefit, does raise important questions about the role of the traders in the increase in speculative investment in agricultural and food markets. Traders, because they have a commercial link to physical markets, have long enjoyed exemptions from regulations designed to curb manipulation of the market by speculators (particularly exemptions from position limits), on the grounds that they needed to be able to hedge the risks they run in buying, storing, and selling commodities. These exemptions also apply to their financial dealings on commodity futures markets because they are ultimately ‘end-users’, or commercial traders i.e. they deal in the physical commodity as a key part of their business.
The ABCDs argue that they are hedging genuine risk as end-users when they engage in the futures and agricultural derivatives markets, and thus should remain exempt from regulations that have been put in place to prevent excessive speculation. However, there is an obvious weakness in the traders’ argument. Once those funds are open to other investors, how do the ABCDs justify not playing by the same rules as others? If the companies wish to sell their services to investors, that activity ought to be clearly and wholly separate from any of their commercial hedging activities, with the burden of proof that that this is so resting clearly with the trading firm.

Questions have also been raised about whether these firms are manipulating markets for their own gain. Bunge Global Markets was found in 2009 to be in contravention of the Commodities Exchange Act by the US Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Twice in March 2009 Bunge traders placed buy and sell orders for soybeans in the pre-opening trading session, which they then cancelled before the market session opened. The CFTC found that the traders had no intention of executing those orders (something that the traders openly acknowledged), but instead were deliberately seeking information about support for specific price levels. Their activity influenced the Globex (electronic trading platform) Indicative Opening Price (IOP), which is an opening price broadcast to Chicago Mercantile Exchange market feed data and all CME Globex users. The CFTC noted, ‘If successful, they would have obtained information that was unavailable to other traders. Because the traders had no intention of allowing the orders to be executed, placing the orders caused prices to be reported that were not true and bona fide…’ and as such were in violation of parts of the Commodity Exchange Act.100 The CFTC ruling was released in 2011, and Bunge was fined $550,000 for this violation and ordered to ‘cease and desist’ from violating those parts of the Act.

Regulatory reform and the reaction of the ABCDs
The regulatory context
In the USA, agricultural futures markets have been tightly regulated for nearly a century. The Grain Futures Act of 1922 required that all futures trading could only take place on approved exchanges, which were required to outlaw manipulation or cornering of the market. Daily reporting of trading on the market by large traders has been required since 1923, on the grounds that the large traders could influence prices and needed to be more closely monitored than others. The US Commodity Exchange Act of 1936 empowered US federal regulators (now known as the Commodity Futures Trading Commission, or CFTC) to establish ‘position limits’ on ‘non-commercial’ traders who are not bona fide hedgers. Non-commercial traders are those who do not trade the actual commodity, such as speculators and banks. Commercial traders are those who are end-users of the commodity, such as farmers, grain elevator operators, food processors, and trading companies.
Position limits place a ceiling on the number of agricultural futures contracts a single non-commercial trader is allowed to hold. The purpose of the regulation was not to eliminate speculation, which is widely seen to perform a useful price discovery function. Instead, the idea is to prevent market manipulation and distortion by overly powerful speculators that could cause havoc for farmers, food producers, and consumers. The 1936 Act speaks of the objective of eliminating ‘excessive speculation’ that causes ‘sudden or unreasonable fluctuations or unwarranted changes’ in commodity prices.102
The regulatory framework in the USA began to soften when position limits were effectively relaxed over the 1980s and 1990s. In 1986 the US Congress directed the CFTC to consider including the use of future markets to manage financial investment portfolio risks in its definition of bona fide hedging. This request prompted the CFTC to issue a number of clarifications and interpretations that effectively expanded the definition to include trading strategies aimed at reducing financial risk.103 The CFTC also granted exemptions from speculative trading limits to a number of financial institutions starting in the 1990s.
Banks also began to request and were granted ‘no action letters’ from the CFTC. These letters provided regulatory relief by stating that the regulatory body would not recommend enforcement action against the requesting entity for failure to comply with specific CFTC rules or regulations if a proposed transaction or activities was completed by that entity. In requesting no-action letters, banks argued that they should not be subject to enforcement action because their hedges in commodity markets were hedges against real risks in financial markets. The relaxation of the rules by these various means in effect transformed banks and other financial services firms into commercial traders because they were treated similarly to end-users. With an effective exemption from position limits, banks began to sell directly a variety of financial products ‘over-the-counter’ (OTC), which means that they are not directly traded on commodity futures exchanges. Such products also include ‘commodity index funds’ (CIFs), which bundle together different kinds of commodities, including agricultural commodities. These trades were not regulated because they were not traded on an exchange, but banks were able to hedge the risk from the sale of those products on futures markets because of their exemptions from position limits.

The Commodity Futures Modernization Act (CFMA) was passed in the USA in 2000, legislation that exempted OTC derivatives trade from CFTC oversight. The OTC commodity derivatives trade, including CIFs, was not subject to any position limits under this regulation, nor any reporting requirements. The Act also allowed purely speculative trading in OTC derivatives. In other words, investments in these products were not required to be hedges against a pre-existing risk for either party. In effect, the CFMA codified what the no action letters had already established, limiting the oversight of the CFTC and opening the possibility of a much higher volume of speculative trading in commodity markets.
Trader firms already saw themselves as commercial actors, but in some cases they asked for exemptions from rules as well. In 2006, for example, Cargill requested exemptions from regulation from the CFTC for future sales of OTC agricultural derivative products to external customers by a new financial division of the firm. Cargill wanted to be sure that its subsidiary would be exempt from regulation if it became a separate agricultural trade options merchant. The CFTC granted ‘no action’ relief to Cargill for its soon-to-be-established subsidiary to act as an ATOM (agricultural trade options merchant – for which the rules state that the firm must be a producer, processor, or commercial user, etc.):

‘Clearly, as used in the agricultural trade options regulations, the phrase, “producer, processor or commercial use of, or a merchant handling” a commodity was intended to apply more broadly than to just first handlers of commodities. The division believes that the Applicant, as a wholly-owned subsidiary of a grain merchant such as Cargill, is an appropriate candidate for inclusion within that broader application of the “producer, processor…” category.’

The US regulatory context was important, as it applies to the most important agricultural commodity markets in the world, primarily the Chicago Mercantile Exchange Group, which includes the Chicago Board of Trade, the world’s oldest and largest futures and options market. There are, of course, other futures markets that specialize in specific agricultural products, including London’s Liffe, which specializes in coffee and cocoa, and the Bursa Malaysia, which focuses on palm oil. Some others have relatively small volumes and serve more local markets, such as the Tokyo Grain Exchange, the Brazilian Mercantile and Futures Exchange, and the Indian Multi-Commodity Exchange. In a regulatory sense, the USA had the most extensive regulation on commodity markets, but some light regulations existed in the EU. In the period prior to the 2008 financial crisis, the EU did not regulate OTC derivatives and applied only minimal regulations to commodity derivatives traded on exchanges.
After 2000, there was a massive increase in investment in OTC financial products linked to commodities, as well as an increase in the complexity and types of agricultural commodity derivatives available for investors. Between the start of 2005 and March 2008, commodity futures contracts held by investors worldwide doubled in value, to an estimated $400bn. The sharp increase in these kinds of investment was mainly attributable to large-scale investors such as hedge funds, sovereign wealth funds, pension funds, university endowments, and other institutional investors. Commodity index funds have been especially attractive to these typically long-term and passive investors because they require little knowledge of the physical markets. As commodity prices began to rise in the early 2000s, investment in these instruments grew from $15bn in 2003 to $200bn by mid-2008, more than a ten-fold increase. Holding investments in CIFs as part of a long-term passive investment strategy has, according to some analysts, the same effect as the hoarding of physical stocks, but in practice this hoarding of futures contracts is virtual. According to former hedge fund trader Michael Masters, ‘Index Speculators’ trading strategies amount to virtual hoarding via the commodities futures markets. Institutional Investors are buying up essential items that exist in limited quantities for the sole purpose of reaping speculative profits.’

As commodity prices began to rise in the early 2000s, investment in these instruments grew from $15bn in 2003 to $200bn by mid-2008, more than a ten-fold increase.

As commodity prices began to rise in the early 2000s, investment in these instruments grew from $15bn in 2003 to $200bn by mid-2008, more than a ten-fold increase.

About Louis Dreyfus
Louis Dreyfus was founded in 1851 in Alsace and is today headquartered in France. It is primarily a family-owned conglomerate, with about 20 per cent of its shares held by employees.
The firm had net sales of $34bn in 2009.

Margarita Louis Dreyfus. The trust, called Akira, controls 65 per cent of the capital of the trading house’s parent, Louis Dreyfus Holding.

The trust, called Akira, controls 65 per cent of the capital of the trading house’s parent, Louis Dreyfus Holding.

Louis Dreyfus’ commodities trading arm, LD Commodities, headquartered in the Netherlands, specializes in the merchandising of grains and oilseeds, coffee, sugar, wheat, and rice. LD Commodities is the world’s leading merchandiser of cotton and rice, and one of the largest producers of orange juice, accounting for 15 per cent of global production, largely derived from its ownership of 74,000 acres of Brazilian orange groves. Louis Dreyfus holds a leading position in the Brazilian ethanol market and owns the largest biodiesel refinery in the USA. This processes 50m bushels of soybean a year, producing up to 88m gallons of biodiesel for blending with conventional fuels and 1m tons of soy meal for animal feed. Louis Dreyfus’ energy trading enterprises operate independently from Louis Dreyfus Commodities and are managed separately.

AN OVERVIEW OF THE FINANCIAL SERVICES DIVISIONS OF THE ABCD FIRMS
Louis Dreyfus has long played futures markets to hedge its own risk. Because it discloses even less information than the other ABCD traders, there is very little publicly available information on its financial activities. In 2008, it began to offer its financial services to third parties, using the slogan ‘Monetize our expertise’.
Louis Dreyfus Commodities Alpha Fund In 2008 Louis Dreyfus Commodities set up a new agricultural commodity hedge fund, the Alpha Fund, focusing on agricultural products, specifically grains, oilseeds, sugar, coffee, and cocoa. The fund bets on the direction of prices and on the differences between future and spot prices for these commodities. This new fund was launched following the success of a Louis Dreyfus energy-based hedge fund in 2007. The Alpha Fund, which is based in the Cayman Islands, began with $100m in assets and grew by a factor of 20 within two years. Its return in 2010 was a whopping 17.3 per cent and it managed some $2bn in assets. The fund had become so large that in early 2011 it stopped accepting new investors.
Calyx Agro  In 2007 LD Commodities established a new subsidiary whose purpose is to identify, acquire, develop, convert, and sell farmland in Brazil, Argentina, Uruguay, and Paraguay, for large institutional investment funds such as AIG. According to the New York Times, Calyx Agro is ‘buying tens of thousands of acres of cropland in Brazil with the backing of big institutional investors, including AIG Investments’.
The firm is seeking to expand its land portfolio and further develop its farming activities.
Calyx Agro has been the source of controversy recently, however, with the revelation that it applied to the World Bank’s private sector lending arm, the International Finance Corporation (IFC), for a loan of up to $30m to finance the expansion of its activities. If the loan had been granted, the World Bank would in effect have been promoting land grabbing by a major private grain trading firm as a financial investment for large-scale investors. This prospect prompted civil society groups from Latin America and around the world to issue an open letter to the IFC asking it to reject the proposal.

To be continued….

Henry Ford: “Würden die Menschen verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert, hätten wir eine Revolution – und zwar schon morgen früh.” Teil 2


Zum Teil 1

Unser Geldsystem – ein

System mit Verfallsdatum

Teil 2

Du bist Millionär

Du bist Millionär (Photo credit: Andy Carl)

Der Zins als Umverteilungsmechanismus

Gesamtsystematisch gesehen ist es auf Dauer problematisch, wenn im Tauschmittel gespart wird, da diese gesparte Geldsumme dem Tauschmittelkreislauf entzogen wird und im Wirtschaftssystem zur Tilgung von Schulden fehlt.
Wichtig: Ob Ihr Geld nun unterm Kopfkissen oder auf dem Girokonto liegt, spielt dabei keine Rolle. In beiden Szenarien werden dem Tauschmittelkreislauf, der Höhe des Sparvermögens entsprechende, Tauschmittel entzogen. Entgegen des landläufigen Irrglaubens, Banken würden ausschließlich Geld von anderen Sparer weiterverleihen, schöpft jede Bank die im Kreditprozess vergebene Kreditsumme im Moment der Kreditvergabe selbst(!) – durch Bilanzverlängerung (siehe auch Beschreibung der Deutschen Bundesbank zur Geldschöpfung „aus dem Nichts).
Einige Geldsystemkritiker bezeichnen den Umstand des Sparens, angelehnt an den Sprachgebrauch des Begründers der Freiwirtschaftslehre – Johann Silvio Gesell, auch als Horten von Tauschmitteln.

Bilanzsummen der Notenbanken

Der Systemcrash erfolgt, wenn nicht ausreichend (neue) Nachschuldner und somit nicht ausreichend Schuldendeckungsmittel (also Tauschmittel = Geld) im System vorhanden sind, um die Forderungen der Gläubiger, also fällige Kredite oder sonstige Schulden – gesamtsystematisch – zu begleichen.

Nun muss der Schuldner nicht nur den erhaltenen Betrag zurückzahlen, sondern zusätzlich die Zinsen, das heißt, er macht Verlust, wird also ärmer, während der Geldvermögende reicher wird. Damit ist der Zins ein Umverteilungsmechanismus des Geldes von den Ärmeren zu den Geldbesitzern. Man könnte nun einwenden, dass es menschlich gesehen ja gerechtfertigt ist, dass der Schuldner dem Geldverleiher auch etwas für seine Hilfe zurückgibt, also mehr zahlt. Der Zins an sich ist auch gar nicht das Problem, – aber der Zinseszins. Wenn ein Geldbesitzer das Mehr an Vermögen wieder weiterverleiht, hat das nichts mehr mit einem gerechten Ausgleich zu tun, sondern mit dem Ausbeuten der Schuldner, schließlich bekommt er Zinsen auf Geld, das er nicht selbst erarbeitet hat, ab einem bestimmten Vermögen kann er auch gut von den Zinsen leben, schließlich sogar viel besser, als seine Schuldner, die sein Leben finanzieren.

To big to fail

Es ist auch keineswegs so, dass nur diejenigen von diesem Mechanismus betroffen sind die selbst Schulden machen. Denn die größten Schuldner sind die Staaten, die die Zinslast via Steuern auf die gesamte Bevölkerung eines Landes verteilen, und die Unternehmen, die je nach  Verschuldung die Preise erhöhen. Letztendlich zahlt also die gesamte Bevölkerung wachsenden Reichtum weniger Privatpersonen. Die durchschnittliche Zinslast in den Preisen betrug  in den 1990er Jahren etwa ein Drittel. Inzwischen ist dieser Anteil natürlich entsprechend gestiegen.

Der Zwang zu Wirtschaftswachstum

Ein Geldbesitzer wird natürlich nur in die reale Wirtschaft investieren, wenn er dort mehr Gewinn machen kann, als durch die Verzinsung seines Vermögens. Also muss ein Unternehmen seinen Gewinn ständig steigern um mit dem Zinswachstum mithalten zu können. Selbst wenn ein Unternehmer aus Idealismus sein Geschäft nicht gewinnorientiert führt, muss er meist Kredite mit hohen Zinsen zurückzahlen – gerade für kleinere Unternehmen sind die Zinssätze auch besonders hoch. So bewirkt der Zins konkret den Zwang nach exponentiellem Wirtschaftswachstum.

Ein hohes Wirtschaftswachstum kann die Verarmung der Bevölkerung abmildern: Das was der Bevölkerung durch den Zins genommen wird, wird ihr durch das Mehr an Volkseinkommen wieder zugeführt. Nur kann die Geschwindigkeit des Wachstums nicht immer weiter zunehmen.

Dieses künstliche Wirtschaftswachstum kann man überall beobachten:

– Obwohl eigentlich das Geld fehlt, wird ständig in neue, im Prinzip überflüssige – vor allem, wenn man bedenkt, wie knapp das Geld ist – Bauprojekte investiert .

– Viele Waren werden von vorn herein so produziert, dass sie nach einer bestimmten Zeit kaputt gehen und ersetzt werden müssen.

– Außerdem ist man darauf angewiesen, durch Werbung ständig neue Bedürfnisse zu schaffen. Ein Amerikaner zum Beispiel sieht durchschnittlich 22.000 Werbespotts pro Jahr.

– Natürlich braucht man auch immer neue Gebiete, in die sich die eigene Wirtschaft ausbreiten kann. Dazu werden Länder erobert oder wirtschaftlich abhängig gemacht. Schon die Römer mussten deshalb expandieren, der Imperialismus hat dieselbe Ursache, heutzutage läuft dasselbe ab unter dem Deckmantel der Globalisierung.

Dabei wird die inländische Wirtschaft eines Landes häufig systematisch zerstört, z. B. durch sogenannte Strukturanpassungsprogramme von IWF und Weltbank, die arme Länder zwingen, ihre Märkte zu öffnen und ausländische Investoren genauso zu fördern wie inländische. Dadurch gehen die inländischen Kleinbetriebe Pleite und das Land wird vom Import abhängig. Eine Studie aus den 1980er Jahren zeigt, dass in 24 Ländern, die sich Strukturanpassungsprogrammen unterzogen, der Export in 13 Ländern nachgelassen hat und in den anderen 11 den Importzuwachs nicht ausgleichen konnte.

Außerdem bieten Entwicklungsländer günstige Produktionsbedingungen (kaum Umweltauflagen, Steuerfreistellungen, billige Arbeitskräfte (viele arbeiten für unter 1 $ am Tag, unbezahlte Überstunden, keine Arbeitsschutzmaßnahmen, Gewerkschaften oder Sozialleistungen)).

Auch können dort billig produzierte, minderwertige Waren abgesetzt werden. Die Babynahrung ist in der dritten Welt z. B. so schädlich, dass die Weltgesundheitsorganisation und Unicef einen Kodex eingeführt haben, der es verbietet, gesunde, wohlgenährte Babys auf den Produkten abzubilden, da die meisten Leute dort nicht lesen können und sonst denken, Babynahrung sei gesünder als Muttermilch. Die Kodex ist jedoch kaum durchzusetzen. Als Guatemala entsprechende Gesetze erließ, drohte ein amerikanischer Konzern damit, das Land bei der WTO zu verklagen, daraufhin machte die Regierung einen Rückzieher. (Die WTO hat bisher allen Klagen gegen Gesundheits- oder Umweltschutzgesetze, außer der Asbest-Klage stattgegeben)

Der wachsende Schuldenberg fordert in wachsendem Maße seinen Tribut in Form von Zinslasten, die von den Schuldnern im Durchschnitt immer schwerer aufzubringen sind, die immer größere Teile des Bruttoinlandsprodukts (Wirtschaftsleistung) beanspruchen und an die Geschäftsbanken bzw. an Eigentümer von Geldvermögen fließen. Solange das Bruttoinlandsprodukt noch kräftig wuchs und die Zinslasten nur einen geringen Prozentsatz ausmachten (aufgrund der durch die Währungsreform 1948 zusammengeschrumpften Schulden), fiel das Wachstum der Zinslasten nicht weiter auf. Es blieb immer noch ein absolut wachsender Rest des Bruttoinlandsprodukts zur Verteilung übrig.

Aber in einer Welt begrenzter Ressourcen und Absatzmärkte kann die Produktion auf Dauer unmöglich mit dem vom Zins geforderten exponentiellen Wachstum mithalten.

Was passiert, wenn die Grenzen des Wachstums erreicht sind?

Defloration – Deflation

Trotz all dieser Maßnahmen zur Wachstumssteigerung, ist die Grenze des Wachstums irgendwann erreicht. Dann sinken die Zinssätze. Wenn die Zinssätze jedoch stark sinken, nimmt die Geldhortung zu. D. h. der Geldumlauf ist nicht mehr gewährleistet. Wenn sich das Wirtschaftswachstum aber verlangsamt, drücken die weiter wachsenden Zinslasten immer mehr auf das Bruttoinlandsprodukt und drängen andere Ansprüche immer mehr in die Defensive. Die Schuldner geraten dadurch immer mehr in die Klemme. Bleiben die erforderlichen Umsatzsteigerungen aus, dann müssen die privaten Unternehmen andere Kosten senken. Mit der Folge von Entlassungen, gesamtwirtschaftlichem Nachfragerückgang, einer steigenden Zahl von Konkursen usw., kurz: mit der Folge einer Wirtschaftskrise. Die Zinslasten wachsen demnach wie ein Tumor, zuerst ganz langsam und unauffällig, dann immer dramatischer, bis das System daran zusammenbricht.

Wie entstehen Kriege?….

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