Blog-Archive

„Anne Will“, „Hart aber Fair“ und die Nachrichtensendungen im öffentlich-rechtlichen TV – Inszenierungen einer brutalen und Gewaltverherrlichenden Streitkultur!


Verschwörungstheorien gibt es nicht nur im Netz. Mittlerweile werden uns diese, tagtäglich in Talkrunden und in den Nachrichtensendungen der öffentlich-rechtlichen Sender, in die bundesdeutschen Wohnzimmer übermittelt. Allerdings ist das nur die eine Seite einer enthemmten Propaganda.

Es darüberhinaus ein gefährliches Spiel das wir gerade in Talkrunden und Nachtenformaten der öffentlich-rechtlichen erleben!

Mittlerweile geben die Talkrunden und die Nachrichtensendungen eine Richtung, für den Umgang mit Andersdenkenden vor, die einem Angst macht.
Diese Anschläge, die wir aktuell in Deutschland erleben, sind auch eine Folge einer wild um sich schlagenden Politik, die sich der Folgen einer Gewaltverherrlichenden Medienpropaganda-Maschine offensichtlich nicht einmal bewusst ist.

 


Da werden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen unbequeme Experten regelrecht „geschlachtet“.
Zuerst musste sich der Nahost-Experte Lüders am Sonntag in der Talkrunde bei Anne Will, von dem völlig entgleisten Ex US Botschafter Kornblum ungestraft, als Verschwörungstheoretiker diffamieren lassen und dann, man dachte eigentlich jetzt haben wir die unterste Stufe an Eskalation erreicht, da musste man
leider erkennen, das war nicht einmal der Rubikon der Entgleisungen. Wer sich am Montag den Auftritt des BildBlödls Julian Reichelt bei Hart aber Fair, angetan hat musste erkennen, das andersdenkende Menschen in Deutschland zum Abschuss freigegeben sind. Dort wurde ein Ex NATO Planungsoffizier und Bundeswehr Pilot, der mit seinem Insiderwissen interessante Aussagen machte dermaßen verunglimpft und beleidigt, dass man sich fragen muss, wohin uns das alles noch führen wird.

 


Es erweckt mittlerweile den Eindruck, als ob man seitens des Establishments den Straßenkampf erleben möchte.
Wer hätte davon etwas?
Diese Frage sollte man sich stellen und sich auch die Antwort schnellstens bewusst machen. Wenn in den Medien eine Verrohung im Umgang mit anderen Meinungen und Menschen, dermaßen vorangetrieben wird, dann führt das zwangsläufig auch zu einer Verrohung bei den Menschen im Umgang mit anderen Meinungen. Die eine Folge sind die zunehmende Enthemmung im Umgang mit Gewalt, der Anstieg der Terroranschläge liefert dazu einen Hinweis, aber nicht nur im Lager der Extremisten erzielt diese Enthemmung ihre Wirkung, auch bis dahin ganz normale Menschen werden plötzlich zu Gewaltbereiten „Tätern“ – siehe der Rentner der mit der Sprengung einer Kirche, wegen des Kirchengeläuts, drohte, oder der Autofahrer der mit seinem Pkw und einer Gasflasche in das Rathaus von Verden gefahren ist, bis hinzu den vielen kleinen Gewaltexzessen, von denen wir gar nichts hören.
Ja, die Grüne Abgeordnete Göring-Eckhard hat wohl recht…Deutschland wird sich verändern….
Eskalation wohin man schaut, es ist widerlich…

P.S.
Julian Reichelt und Erfahrung?
Meine Güte, der Junge hat nichts in seinem, offensichtlich von allzu viel Reiki Erziehung geprägten Leben auf die Reihe gebracht. Was sagt uns das mit 20 Abitur gemacht und dann, mit Vitamin B von Papa und Mama, immerhin eine Praktikantenstelle bei Springer geschafft.
Ich empfand die Facebook Profil Angabe „Schule des Lebens“ eigentlich bisher eher lustig, aber seit es diesen Herrn Reichelt gibt, der ja nicht mehr als diese „Schule des Lebens“ Qualifikation vorzuweisen hat, bin ich nur noch entsetzt.
Ja, die Dummen sind wohl immer die lautesten, diesen Anspruch erfüllt Julian Reichelt auf jeden Fall.👎

 

Related Articles

TV-Kritik: „Hart aber fair – Kriegspropaganda – einmal nicht aus Moskau“

Advertisements

Das Ende des Osmanischen Reichs – Die Folgen für den Nahen Osten


Karte der im Sykes-Picot-Abkommen vereinbarten Einflusssphären


Karte der im Sykes-Picot-Abkommen vereinbarten Einflusssphären

  • Französisch besetzt.
  • Britisch besetzt.
  • Russisch besetzt.
  • Zone „A“, französisches Protektorat.
  • Zone „B“, britisches Protektorat.
  • Internationale Zone.

Das Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 war eine geheime Übereinkunft zwischen den Regierungen Großbritanniens und Frankreichs, durch die deren koloniale Interessengebiete im Nahen Osten nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg festgelegt wurden.
Das Abkommen wurde im November 1915 von dem französischen Diplomaten François Georges-Picot und dem Engländer Mark Sykes ausgehandelt. Am 3. Januar 1916 wurde ein Entwurf vereinbart,[1] daher wird auch dieses Datum alternativ zum 16. Mai 1916, an dem das Abkommen offiziell geschlossen wurde, genannt. Picot war der deutlich erfahrenere Verhandlungspartner und verstand es, für Frankreich weit mehr als erwartet zu erreichen.


Großbritannien wurde die Herrschaft über ein Gebiet zuerkannt, das insgesamt etwa dem heutigen Jordanien, dem Irak und dem Gebiet um Haifa entspricht. Frankreich übernahm die Herrschaft über die Südost-Türkei, den Nordirak, Syrien und den Libanon. Jedes Land konnte die Staatsgrenzen innerhalb seiner Einflusszone frei bestimmen.

Das später Palästina genannte Gebiet wurde unter internationale Verwaltung gestellt. Dieses Gebiet, das in der Folge Anlass zu heftigen Kontroversen sein sollte, hatte folgende Grenzen:

  • Im Süden: eine West-Ost-Linie, beginnend auf etwa der halben Strecke von Dair al-Balah nach Gaza bis zum Toten Meer, nördlich von Be’er Scheva und südlich von Hebron.
  • Im Osten: vom Toten Meer den Fluss Jordan entlang zum See Genezareth und einige Meilen nördlich des Sees.
  • Im Norden: im Anschluss an die Ostgrenze eine Linie in west-nordwestlicher Richtung, die fast an den Süden von Safedreicht und etwa in der Mitte zwischen Haifa und Tyros auf das Meer stößt.
  • Im Westen: das Mittelmeer.

Das Sykes-Picot-Abkommen stand inhaltlich mit der Hussein-McMahon-Korrespondenz der Jahre 1915/16 im Widerspruch. Während in der Korrespondenz den Arabern die Unterstützung Großbritanniens im Falle einer Revolte gegen das Osmanische Reich zugesagt und die Anerkennung einer anschließenden arabischen Unabhängigkeit in Aussicht gestellt wurde, teilten Frankreich und Großbritannien weite Teile des arabischen Territoriums unter sich auf. Allerdings enthielt auch das Sykes-Picot-Abkommen bereits im ersten Paragraphen den Hinweis, dass sowohl Frankreich als auch Großbritannien bereit seien, einen unabhängigen arabischen Staat in den mit A und B markierten Regionen der Landkarte anzuerkennen und zu schützen. Beide Staaten behielten sich aber in ihren Einflusssphären Privilegien vor.[2]

Später wurde das Sykes-Picot-Abkommen erweitert, um Italien und Russland einzubinden. Russland sollte Armenien und Teile von Kurdistan erhalten, Italien einige ägäische Inseln (die Dodekanes) und eine Einflusssphäre um İzmir in Südwest-Anatolien. Die italienische Präsenz in Kleinasien sowie die Aufteilung der arabischen Länder wurde im Vertrag von Sèvres im Jahre 1920 formell besiegelt.


Die Oktoberrevolution von 1917 führte dazu, dass Russlands Ansprüche am Osmanischen Reich verworfen wurden. Die bolschewistische Regierung veröffentlichte daraufhin den Inhalt des geheimen Sykes-Picot-Abkommens am 23. November 1917 in den russischen Tageszeitungen Prawda und Iswestija. Drei Tage später erschien der Inhalt des Abkommens auch in der britischen Tageszeitung The Guardian.[3] Die Veröffentlichung löste große Verärgerung unter den Entente-Mächten und wachsendes Misstrauen bei den Arabern aus, was die Arabische Revolte zusätzlich anstachelte.

Mit der Konferenz von Sanremo vom 19. bis 26. April 1920 und dem Churchill-Weißbuch von 1922 wurden Versuche unternommen, diese Probleme zu lösen. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass Palästina ein Teil der ausgenommenen Gebiete war („Syrien westlich des Bezirks von Damaskus“).

Die Hauptpunkte des Sykes-Picot-Abkommens wurden in der Konferenz von Sanremo bestätigt, auf der die drei Völkerbundmandate beruhen, die am 24. Juli 1922 ratifiziert wurden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs legte der Vertrag von Versailles fest, dass die Unabhängigkeit der ehemals unter osmanischer Herrschaft stehenden arabischen Länder anerkannt würde, wenn diese das „Mandat“ eines Staates akzeptieren würden.[4] Großbritannien erhielt das britische Mandat Mesopotamien auf dem Gebiet des heutigen Irak sowie das Völkerbundsmandat für Palästina, welches den südlichen Teil der osmanischen Provinz Syrien (Syrien, Palästina und Jordanien) umfasste, während Frankreich das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon auf dem restlichen Gebiet des osmanischen Syriens (das moderne Syrien, den Libanon und Hatay) zugesprochen wurde. Vor dem Ersten Weltkrieg verfolgten noch fünf bis sechs europäische Großmächte ihre Interessen im Nahen Osten, teilweise auch gegeneinander. Danach waren Russland, Deutschland und Österreich-Ungarn dazu nicht mehr in der Lage. Nunmehr war der gesamte Nahe Osten für mehrere Jahrzehnte uneingeschränkt britisch-französisches Einflussgebiet.[5]


Einzelnachweise


  1. Christopher M. Andrew, Alexander Sydney Kanya-Forstner: _The climax of French imperial expansion. 1914–1924._Stanford University Press, Stanford CA 1981, ISBN 0-8047-1101-1, S. 95.
  2. Siehe §1 des Sykes-Picot-Abkommens
  3. The Geographer: International Boundary Study. Jordan – Syria Boundary. Bureau of Intelligence and Research, Department of State, USA, 30. Dezember 1969, S. 9, abgerufen am 4. März 2011 (PDF; 296 kB, englisch).
  4. Albert Hourani: Die Geschichte der arabischen Völker. 1997, S. 389.
  5. Albert Hourani: Die Geschichte der arabischen Völker. 1997, S. 391.

Syrien und kein Ende…Das Drehbuch wurde nicht verändert. Teil 2


Today could go off one particularly if one has risked a small look at the mainstream press. A bad man should be lynched once more in Saddam’s Gaddafi manner. And before generally more exact backgrounds are analyzed or one could have the idea than media organ to report neutrally and sophisticatedly, is spread, instead, in well-tried tradition – immediately after the awful event in Syria – warmongering and Regime-Change-Propraganda on all canals and is repeated unchecked and printed. Of course with the tenor known everywhere of the double standards of the west and his unsound values.

We are the good…

… and, nevertheless, we – the west – are really the only ones in the world who proceed in the sacrificial role and can give, besides, at the same time the hangman’s legitimization. Ideologically is spiced and is tasted the whole then with the usual enemy’s picture genesis ala „Muslim Hitler“ and the masses it swallows, it legitimises, or remains silent.

I am shaken and deeply grievedly about the pictures from Syria… without question. I could cry and am stunned that people can do to other people – in the case still children – something like that. But the answer should be – because the person knows no other means and ways – even more power, even more bombs and even more dead people? Is ashamed to you, her desk culprit that you want to move from the dead use to produce even more dead people in the final effect!

The spiral of violence runs… and gasified children adorn the title pages. Yes, there one shouts immediately after war… right, dear jumper’s press?! You print the pictures of the dead child bodies shamelessly as an emotional extortion and manslaughter argument in your magazine and NOT inflammatory-freely and without to clear up own interests, to think honestly to the victims or to hand over real humanitarian aid even the remained – no – but to make to merely wide mood against Assad, so that, finally, our military bases can be built and oil pipelines be moved. An increase of the topical military actions in Syria seems to be, in any case, probably the corollary and consequence and is probably sold to us again as a „humanitarian democracy preservation and western counter-terrorism“.

But no, the PICTURE does not arrange for instruments, but asks itself only – like already so often – why then the world nothing undertakes, Assad names postal-actually as a mass butcher and today boasts in her sheet seriously with it „for many years about the century crimes of the dictator Assad and his assistant Putin in the Syrian people to clear up“… the sentence already hurts while reading and is something like that from wrong!

Here in memory… as a small aetiology and what the media in the topical reporting have consciously left out: An almost exactly 3 year-old report among other things from the „Tagesspiegel“ which proves that German companies have played a crucial role with the construction of the Syrian poison gas programme. Only in him of 80th and 90th became various pumps, controlling valves, gas detectors, a chemical car wash and whole 2400 tonnes of a sulfuric acid which is used for the production of the poison gas Sarin to the Syrian regime verscherbelt. Why it is not reminded now in the news about that gefachsimpelt or to itself of it?

http://www.tagesspiegel.de/politik/deal-mit-syrien-deutschland-lieferte-material-fuer-assads-giftgas-fabriken/9636424.html

And the fact that the US Secret Services and the „DEFENSIVE ALLIANCE“ NATO particularly exactly do not take it with the truth in the fight for our values and freedom, one does not know only since him, till this day „without a trace to disappeared“ weapons of mass destruction during the Iraq war 2003…, nevertheless, also in the poison gas attack about Ghouta (Damascus) 2013 which one wanted to suspend at that time also immediately Assad, we were lied. At that time American researchers indicated which Assad the poison gas could not have used at all, because the rocket from an area came which was not controlled by the Syrian government.

Here the original document with the results at that time as a PDF: https://s3.amazonaws.com/s3.documentcloud.org/documents/1006045/possible-implications-of-bad-intelligence.pdf

Whether it is this once more in such a way, one cannot know yet…, nevertheless, I am sure which is not incorporated the prehistory and our portion of the guilt tonight in the fact situation if a new resolution is signed against Syria which will demand absolutely even more civil dead people, than 72 victims of the poison gas attack.

German Translation
Heute konnte einem besonders schlecht werden, wenn man einen kleinen Blick auf die Mainstream-Presse riskiert hat. Es soll mal wieder ein böser Mann in Saddam-Gaddafi-Manier gelyncht werden. Und bevor überhaupt genauere Hintergründe durchleuchtet werden oder man als Medienorgan auf die Idee kommen könnte, neutral und differenziert zu berichten, wird stattdessen in altbewährter Tradition – unmittelbar nach dem schrecklichen Ereignis in Syrien – Kriegshetze und Regime-Change-Propraganda auf allen Kanälen verbreitet und ungeprüft wiederholt und abgedruckt. Natürlich mit dem allseits bekannten Tenor der Doppelmoral des Westens und seinen angegriffenen Werten.

Wir sind ja die Guten…

… und wir – der Westen – sind doch tatsächlich die Einzigen auf der Welt, die sich in die Opferrolle begeben und dabei gleichzeitig die Henker-Legitimation erteilen können. Ideologisch gewürzt und abgeschmeckt wird das Ganze dann mit der üblichen Feindbildgenese ala „muslimischer Hitler“ und die breite Masse schluckt es, legitimiert es, bzw. schweigt sich aus.

Ich bin erschüttert und tief getroffen über die Bilder aus Syrien… ohne Frage. Ich könnte weinen und bin fassungslos, dass Menschen anderen Menschen – in dem Fall auch noch Kinder – sowas antun können. Aber die Antwort soll – weil der Mensch keine anderen Mittel und Wege kennt – noch mehr Gewalt, noch mehr Bomben und noch mehr Tote sein? Schämt euch, ihr Schreibtischtäter, dass ihr aus den Toten Nutzen ziehen wollt, um im Endeffekt noch mehr Tote zu produzieren!

Die Gewaltspirale läuft …und vergaste Kinder zieren die Titelseiten. Ja, da schreit man sofort nach Krieg… nicht wahr, liebe Springer-Presse?! Ihr druckt die Bilder der toten Kinderkörper schamlos als emotionale Erpressung und Totschlagargument in euer Magazin und NICHT, um hetzfrei und ohne eigene Interessen aufzuklären, den Opfern ehrlich zu gedenken oder gar den Verbliebenen echte humanitäre Hilfe zukommen zu lassen – nein – sondern um lediglich weiter Stimmung gegen Assad zu machen, damit endlich unsere Militärbasen gebaut und Ölpipelines verlegt werden können. Eine Verschärfung der aktuellen Militäreinsätze in Syrien scheint jedenfalls wohl die logische Folge und Konsequenz zu sein und wird uns wohl wieder als „humanitäre Demokratieerhaltung und abendländische Terrorbekämpfung“ verkauft.

Aber nein, die BILD instrumentalisiert ja nicht, sondern fragt sich nur – wie schon so oft – wieso denn die Welt nichts unternimmt, benennt postfaktisch Assad als Massenschlächter und rühmt sich heute in ihrem Blatt ernsthaft damit „seit Jahren über die Jahrhundertverbrechen des Diktators Assad und seines Helfers Putin am syrischen Volk aufzuklären“ …der Satz tut schon beim Lesen weh und ist sowas von falsch!

Hier zur Erinnerung… als kleine Ursachenforschung und was die Medien in der aktuellen Berichterstattung bewusst weggelassen haben: Ein fast genau 3 Jahre alter Bericht u.a. vom „Tagesspiegel“, der belegt, dass deutsche Firmen eine entscheidende Rolle beim Aufbau des syrischen Giftgas-Programms gespielt haben. Allein in den 80er und 90er wurden diverse Pumpen, Kontrollventile, Gas-Detektoren, eine Chemiewaschanlage und ganze 2400 Tonnen einer Schwefelsäure, die zur Produktion des Giftgases Sarin genutzt wird, an das syrische Regime verscherbelt. Wieso wird jetzt in den News nicht darüber gefachsimpelt oder sich daran erinnert?

http://www.tagesspiegel.de/politik/deal-mit-syrien-deutschland-lieferte-material-fuer-assads-giftgas-fabriken/9636424.html

Und dass die US-Geheimdienste und das „Verteidigungsbündnis“ NATO es mit der Wahrheit beim Kampf für unsere Werte und Freiheit nicht sonderlich genau nehmen, weiß man ja nicht erst seit den, bis heute „spurlos verschwundenen“ Massenvernichtungswaffen im Irak-Krieg 2003… doch auch beim Giftgasangriff von Ghouta (Damaskus) 2013, den man damals ebenfalls sofort Assad anhängen wollte, wurden wir belogen. Amerikanische Forscher zeigten damals auf, das Assad das Giftgas gar nicht eingesetzt haben konnte, da die Rakete aus einem Gebiet kam, welches nicht von der syrischen Regierung kontrolliert wurde.

Hier das Originaldokument mit den damaligen Ergebnissen als PDF: https://s3.amazonaws.com/s3.documentcloud.org/documents/1006045/possible-implications-of-bad-intelligence.pdf

Ob es dieses mal wieder so ist, kann man noch nicht wissen… doch ich bin mir sicher, das die Vorgeschichte und unser Anteil der Schuld heute Abend nicht in die Faktenlage mit einbezogen wird, wenn eine neue Resolution gegen Syrien unterschrieben wird, die sicherlich noch mehr zivile Tote fordern wird, als die 72 Opfer des Giftgasangriffs.

Syrien und kein Ende…Was uns die Opferbilder erzählen.


Uns erreichen Nachrichten von Menschen in Todesangst. Doch welche sind echt? Wie man Bilder einem ersten Check unterzieht.

Bildlegende: Welche Bilder stammen tatsächlich aus Aleppo?

Bildlegende: Welche Bilder stammen tatsächlich aus Aleppo?

In Syrien ist jetzt Winter! Viele Videos und Bilder von den Opfern sind schon älter, sie stellen nicht die aktuelle Situation dar!

Worum geht’s?


Via Social Media erreichen uns Nachrichten aus Aleppo von Menschen in Todesangst. Immer wieder folgt die Frage auf dem Fusse: Ist das Bild echt?
Das Online-Magazin Vocativgibt in einem Artikel einen kurzen Einblick in die Debatte im Netz und zeigt einen ganz simplen Trick, wie man Bilder einem ersten Check unterziehen kann. Erklärt wird’s in einem Video von «First Draft News» – einem Netzwerk, das sich auf die Verbreitung von News aus Social Media spezialisiert hat.

Es zeigt das Beispiel eines Fotos, das 2015 aufgetaucht ist und Al-Kaida-Kämpfer im syrischen Homs zeigen soll. Der Weblink des Bildes wird in die Google-Bildersuche eingegeben und die Suchergebnisse zeigen sofort, dass das Bild bereits 2013 verwendet wurde – in Mali.

Warum ist’s interessant?

Weil man sich angesichts der Bilderflut fragt, wie man die Spreu vom Weizen trennen kann. Das Video liefert eine Möglichkeit innert 20 Sekunden einen ersten Check zu machen und einen schlechten Fake (und deren gibt es vermutlich viele) aufzudecken. Wer schon bei dieser ersten Mini-Recherche Unregelmässigkeiten feststellt oder etwas entdeckt, das ihm suspekt scheint: Gebt die Information nicht weiter!

Wer noch einen Schritt weitergehen will, weist im Netz aktiv auf Fake-Bilder hin. Wie die User, die im Vocativ-Artikel vorkommen. Sie sind der Meinung, falsche Bilder schaden echten Opfern.

Aber die Bilder erzielen trotzdem ihre Wirkung!

Nichtsdestotrotz sind diese Bilder Beispiele für unsere kaputte Welt. Wir sollten nicht den Fehler machen, das Leid der Menschen in gut und böse aufzuteilen.
Die gleichen schrecklichen Bilder haben wir in Gaza, in Afghanistan, im Irak, eigentlich in allen Auseinandersetzungen im Nahen Osten gesehen. Die Konflikte in dieser Region begleiten uns jetzt seit Jahrzehnten. Es dürfte den Opfern ziemlich egal sein, wenn andere darüber streiten wer dafür verantwortlich ist.
Für die Opfer spielt es keine Rolle ob es eine gute Bombe der Amerikaner, oder eine böse russische Bombe, war.
Wer jetzt die Opfer für Propagandazwecke missbraucht, der macht sich schuldig, schuldig daran, dass das Bomben weiter geht!

Warum stellt sich das Merkel-Reich auf die Seite der Terroristen?
Zumindest solange die USA noch mit gebombt haben, von Januar bis Dezember 2015 wurden, laut CNN, über US 23.000 Bomben abgeworfen, waren es mordende Terroristen.
Es waren Terroristen, die für das Leid der syrischen Bürger und der Flüchtlinge verantwortlich sind.
Und die Bundesregierung stellt sich jetzt auf die Seite dieser Schlächter?
Als wir am Wochenende gemeinsam mit zwei syrischen Flüchtlingen die Nachrichten aus Aleppo gesehen haben, fingen die beiden an zu weinen. Sie weinten wegen der Zustände in ihrem Land, sie weinten aber auch, weil sich Deutschland auf die Seite der Terroristen gestellt hat. Ja, diese Menschen finden das Vorgehen Assads richtig. Ja, für sie sind die sogenannten Rebellen, die eine kleine Minderheit der syrischen Bevölkerung ausmachen, die Verantwortlichen für das Chaos in ihrem Land.
Aber für die Bundesregierung gilt, Hauptsache gegen Assad, Hauptsache gegen Putin….was für eine traurige Weihnachtsgeschichte!
Ich schäme mich für diese Bundesregierung, Pfui!

Die Kritik am Assad-Regime

Der Nahe Osten ist nicht Westeuropa, aber wenn ein Vergleich die dortigen Verhältnisse recht gut beschreibt, dann versetzen Sie sich mal in die Zeit des Mittelalters und schauen sich die damaligen Verhältnisse hier in unserem heute so fortschrittlichen Europa, an. Ein hauen und stechen, Kreuzzüge, Inquisition, Folter und und und…
Jede Zeit hat seine spezielle Kultur und sein „passendes“ Herrschaftssystem. Kriege haben, wenn überhaupt, nur einen positiven Effekt, die Menschen haben irgendwann genug davon. Vielleicht braucht es diese Entwicklung auch um die Sinnlosigkeit von Krieg zu begreifen, wer weiß?

Es gibt für keine der vorstellbaren Lösungen der Konflikte nur Gewinner. Aber weder alle Christen und Alewiten finden Assad gut, noch sind alle Sunniten gegen Assad. Ich sagte ja, die Zahl der Oppositionellen, ist verschwindend klein. Von den ca. 23 Mio. Einwohnern besteht die syrische Opposition aus lediglich ein paar Tausend. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es sich bei den Auseinandersetzungen um eine Vielzahl unterschiedlichster Stellvertreter Konflikte handelt, das macht eine Gut und Böse Betrachtung im Grunde unmöglich. USA-Der Westen gegen Russland, Wahibisten gegen „Die Ungläubigen“, Iran-Syrien gegen die Saudis, Kuwait und Katar….etc.etc.etc.
Kommt es da wirklich noch darauf an, wer, wann und was zu verantworten hat?
Ganz sicher kann man sich aber darauf verlassen, dass wer auch immer an der Eskalationsschraube dreht, hat nicht das Recht im Nachhinein die Eskalation zu verurteilen.
Wie ein Elefant im Glashaus, so handelt unsere Bundesregierung, es wird Zeit, dass jemand diesen Elefant an die Kette legt, oder aus dem Glashaus entfernt.
So sicher wie das Amen in der Kirche, so sicher dürfte Trump derjenige sein, der genau das machen wird und darum fürchten sich auch eine ganze Menge Leute des weltweiten Establishments.
Hat sich irgendwer von all den Kritikern einmal die Frage gestellt, was es für Deutschland wohl bedeutet, wenn sich die zwei Großmächte USA und Russland zusammentun?

Deutschland ist ein Kind des Kalten Krieges, der Kälte Krieg hat uns deutsche zum Nabel der Welt gemacht, wir haben dem kalten Krieg viel zu verdanken.
Was wird wohl aus Deutschland ohne diesen Konflikt?

Anne Will Sendung 14.02.2016: Hintergründe zum Syrienkonflikt


++ Kriegstreiber haben Assad und Putin unterschätzt ++

 

Gute Bomben, böse Bomben. Krieg ist für die Bevölkerung immer die schlimmste Lösung.

Gute Bomben, böse Bomben. Krieg ist für die Bevölkerung immer die schlimmste Lösung.

Eigentlich wollten die „Helfershelfer der Terroristen“ spätestens im Jahr 2013 Assad stürzen und Syrien endgültig zerlegen. Dieser Plan gestaltete sich aber schwieriger als gedacht. Denn Syrien war nicht Libyen. Und jetzt wendet sich sogar das Blatt!

Im Jahr 2011 hatten die gleichen „Sponsoren des Terrors“ noch leichtes Spiel gehabt. Über den UN-Sicherheitsrat bekamen sie zunächst die Legitimation, eine «Flugverbotszone» über Libyen durchzusetzen. Die NATO und ihre arabischen Verbündeten, Saudi Arabien und Katar, nahmen diese Resolution dankend an und machten kurzen Prozess mit der libyschen Armee. Russland und China, welche unter den medialen Druck gegen Gaddafi, von Ihren Vetorecht nicht Gebrauch gemacht haben, fühlten sich verständlicherweise betrogen. Gaddafi wurde anschließend von Terrormilizen gestürzt und getötet. Die ca. 300 Milliarden Dollar Auslandsguthaben der libyschen Zentralbank wurden von den NATO-Staaten konfisziert. Die Staaten also, die Libyen ins Chaos gebombt haben, ließen sich diesen Krieg mit diesen Auslandsguthaben bezahlen. Die westlichen Rüstungsindustrien bekamen wieder frisches Kapital und neue Aufträge um die Lager wieder aufzufüllen. Libyen gilt seither als großes Drehkreuz und Trainingscamp für Terroristen aus aller Welt.

Was in Libyen so leicht von statten ging und auch noch profitabel war, sollte doch auch bei Syrien funktionieren? Die Türkei, die beim Libyenkrieg nur ganz halbherzig mitmachte und wenig profitierte, wollte in Syrien an vorderster Front stehen und als großer Sieger hervorgehen. Die guten freundschaftlichen Beziehungen zu Damaskus, Bagdad und Teheran mussten zwar daran glauben, aber der für sicher geglaubte Gewinn würde alles wieder wettmachen.

Die Türkei war im Krieg gegen Syrien die Schlüsselfigur, weil es direkt an dieses Land grenzt. Die verschiedenen Terrorgruppen wie ISIS und Al-Nusra-Front bekamen zu 90-Prozent ihre Gelder, Waffen und weitere logistische militärstrategische Unterstützung von der Türkei. Mit von der Partie waren auch die USA, Großbritannien, Frankreich, Saudi Arabien, Katar, Jordanien und Israel.

Wie schon in Libyen trommelten die Medien für einen Krieg gegen Assad. Der syrische Präsident wurde über Nacht zum Inbegriff des Bösen und sogar als neuer Hitler gehandelt. Die Medienberichterstattung ist ein Teil der Kriegsführung. Bis hierhin verlief für die Kriegstreiber alles nach Plan. Doch als die „Helfershelfer der Terroristen“ im UN-Sicherheitsrat wie im Fall Libyen versuchten, eine Resolution für eine «Flugverbotszone» einzufordern, scheiterte es dieses Mal an das Doppelveto von Russland und China. Noch ein Mal wollten sich die Vetomächte nicht reinlegen lassen. Putin erklärte Syrien sogar zur «roten Linie», die von den Kriegstreibern nicht überschritten werden sollte. Auch Obama wollte ein wenig Muskeln zeigen und erklärte, dass ein Einsatz von Massenvernichtungswaffen, dieses Mal für Washington eine rote Linie war. Syrien besitzt als Abschreckung tatsächlich C-Waffen. Für die „Helfershelfer der Terroristen“ in Saudi Arabien und der Türkei war das eine willkommene Möglichkeit, um doch noch, unter Umgehung des UN-Sicherheitsrats, einen Krieg gegen Syrien anzuzetteln.

2013 war es dann soweit: Es häuften sich Meldungen von kleineren Einsätzen von Giftgas nahe Aleppo. Die von den Kriegstreibern beherrschten Medien machten natürlich Assad dafür verantwortlich. Der syrische Präsident hatte daraufhin UN-Experten nach Syrien eingeladen, um die Vorwürfe vor Ort prüfen zu lassen. Einen Tag nach der Ankunft der UN-Experten in Damaskus, fand in einem Vorort ein Giftgas-Angriff auf die Zivilbevölkerung statt, was von den Medien und den Kriegstreibern Assad in die Schuhe geschoben wurde. Heute weiß man, dass das Giftgas aus der Türkei stammte und höchstwahrscheinlich vom türkischen Geheimdienst für eine False-Flag-Aktion eingesetzt hat, um Obama in einen Krieg gegen Syrien zu zwingen. Für einen kurzen Moment sah es tatsächlich so aus, dass Obama unter dem Druck der mächtigen Medien bereit war, Syrien militärisch anzugreifen. Auch Putin war bereit, Syrien gegen die Aggressoren zu verteidigen und verlegte eine ganze Armada von Kriegsschiffen vor der Küste Syriens. Diese Situation hätte sogar zum Weltkrieg ausarten können. Doch im allerletzten Moment machten die Russen einen Vorschlag, der es ermöglichte, dass die Beteiligten Atommächte gesichtswahrend aus dieser festgefahrenen Situation abziehen konnten. Assad sollte seine Massenvernichtungswaffen unter internationaler Aufsicht aufgeben. Obama konnte den Krieg, den er selbst gar nicht wollte, nun auch Offiziell abblasen.

Wie konnte es sein, dass Syrien seine einzigen Abschreckungswaffen in solch einer Situation aufgibt? Denn die aggressiven Nachbarländer wie Türkei und Israel drohten jedes Mal mit Angriffen auf Damaskus. Ganz einfach: Putin hat Assad für die Zusage der Abrüstung der C-Waffen im Gegenzug versprochen, Syrien im Falle eines Krieges zu verteidigen. Nachdem Syrien seine C-Waffen vernichtet hatte, haben die „Helfershelfer der Terroristen“ wieder damit begonnen, den Plan eines Sturzes von Assad wieder zu intensivieren. Als die Türkei ankündigte, eine «Pufferzone» und sogar eine «Flugverbotszone» über Syrien einzurichten, war der Part von Putin gekommen. Im Jahr 2015 (wahrscheinlich im Mai), als die Türkei immer lauter eine «Flugverbotszone» gefordert hatte, begannen die russischen Militärs bereits mit Vorbereitungen, um eigene Truppen und Flugzeuge nach Syrien verlegen zu lassen. Ende September 2015, als Putin eine Rede vor der UN in New York abgehalten hatte, waren die Vorbereitungen abgeschlossen. Die Streitkräfte warteten nur noch auf das OK vom russischen Oberbefehlshaber Putin. Heute sind die Russen die einzigen «Player» in Syrien, die im Einklang des Völkerrechts handeln. Die USA, Türkei, Deutschland und Co. handeln völkerrechtswidrig und verletzen täglich den Luftraum der Arabischen Republik Syrien.

Eine von der Türkei favorisierte Flugverbotszone ist seit dem direkten Eingreifen der Russen kein Thema mehr. Die russischen Streitkräfte verhindern zum einen ein libysches Szenario, zum anderen werden Präzisionsschläge gegen die Terroristen geflogen. Das Blatt hat sich komplett gewendet. Assad und die syrischen Streitkräfte sind wieder in der Offensive und immer mehr Gebiete werden befreit. Die USA versuchen wenigstens etwas Einfluss in der Region zu wahren, in dem man die Sanktionen gegen den Iran fallen lässt und die Kurden in Syrien unterstützt. Die einzigen großen Verlierer dieser jetzigen Situation, sind vor allem Saudi Arabien und Türkei. Beide haben einfach viel zu viel in diesen Krieg investiert und haben einen Punkt erreicht, wo es kein zurück mehr gibt. Die von der Türkei unterstützten Terrorbanden haben darüberhinaus unvorstellbare Verbrechen gegen kurdische Zivilisten in Syrien und Irak verübt, woraufhin die Stimmung innerhalb der Türkei, wo die meisten Kurden leben, ebenfalls aufgeheizt wurde. In der Türkei droht nun ein Bürgerkrieg und wenn die Kurden in Syrien erfolgreich sind und ihre Autonomie erkämpfen, könnte sich sogar ein Teil der Türkei abspalten.

Für Erdogan bleibt scheinbar nur noch eine Chance. Er will um jeden Preis Assad stürzen und eine pro-türkische Regierung in Damaskus installieren, die eine kurdische Autonomie mit allen Mitteln zu verhindern weiß. Sollte dieser Plan aufgehen, wird Syrien für die nächsten Jahrzehnte zum Unruheherd und das jetzige Blutvergießen wird lange kein Ende finden.

Die Russen wollen stattdessen das Land wieder stabilisieren und Wahlen unter internationaler Aufsicht ermöglichen. Der Westen ist dagegen! Denn Assad ist in der syrischen Bevölkerung viel beliebter, als es uns die Medien weismachen wollen. Im Westen hat man die Sorge, wenn die Russen erfolgreich werden, dass das gesamte Lügenkonstrukt zusammenbrechen könnte. Auch die Flüchtlingskrise in Europa könnte bald zu Ende gehen, wenn Syrien wieder stabilisiert wurde. Anstatt dieses Vorhaben gutzuheißen, unterstützt Bundeskanzlerin Merkel ausgerechnet die Staaten, Türkei und Saudi Arabien, mit Geld und Waffen, welche noch heute Terrorgruppen sponsern, die Syrien noch mehr destabilisieren sollen. Deutschland unterstützt also die Akteure, die die Flüchtlingskrise mit Terror immer weiter anfachen.

Werden Saudi Arabien und die Türkei noch mal alles riskieren und mit eigenen Truppen in Syrien einmarschieren, um die Terroristen zur Hilfe zu kommen? Putin kann sich jetzt erstmal zurück lehnen. Denn wenn die Saudis und Türken offen in Syrien eingreifen, präsentieren sich diese Länder nun auch Offiziell als Helfershelfer von Terroristen. Besonders für die Türkei wird das ein mediales Desaster und ein unglaublicher Imageverlust. Sobald diese Akteure sich selbst bloßstellen, werden die Russen zum finalen Schlag ansetzen und alle Invasoren bombardieren.

Die Bundespressekonferenz – Syrien – Jung & Naiv und ein Kommentar von Alt & Bekloppt…


Veröffentlicht am 09.10.2015
Ein bisschen Realsatire zum Wochenende: Die Bundesregierung​ will nicht sagen, wer für sie eigentlich „die Guten“ in Syrien sind. Die Bundesregierung will auch nicht verraten, welcher Seite man in Syrien die Daumen drückt… 50 Shades of Grey of Weltpolitik!
Teil 1
Geschwafel ohne Inhalt, dass muss nicht sein! Die Frage(n) war(en) einfach und verständlich gestellt und sollte nach menschlichem Ermessen, so oder so ähnlich auch innerhalb der relevanten Ministerien gestellt worden sein! Dass die vermeintliche Antwort darauf eine gewisse Komplexität aufweist dürfte hoffentlich zum politischen Alltag gehören und sollte wohl kaum als Erklärung für dieses Herumgeeiere genügen. Soweit mir bekannt ist, sind auch komplexere Antworten auf einer Bundespressekonferenz erlaubt, diese könnten, sofern man denn überhaupt Antworten geben möchte, ja durchaus von einer längeren schriftlichen Erklärung geleistet werden.
Aber, um mit diesem Wortspiel beginnend, eine Erklärung für das Geschwafel zu geben, „Leistung“ setzt das „Können“ und den „Willen“ dazu voraus, ohne diese Beiden Faktoren gibt es im besten Fall eine „Minderleistung“. Und um genau diese „Minderleistung“, in der Schule sagte man kurz und knapp: „Setzen 6!“ geht es hier.
Entweder fehlt der Wille zur Transparenz, oder es fehlt die Fähigkeit, auch könnten beide Aspekte bei dieser „Muppet-Show“ eine Rolle spielen.
Getreu dem Motto „und es geht doch!“
Hier nun mein Ansatz dafür, wie man die Situation in Syrien erklären könnte.
Hinweis:
Ich bin weder ein gut bezahlter Staatssekretär, noch erhalte ich ein üppiges, mit Steuern finanziertes, Einkommen vom Staat! Nein, ich zahle Steuern für diese Leute, die Ihren Job nicht machen oder diesen Job scheinbar schlicht nicht beherrschen!
Die Situation in Syrien:
Ganz offensichtlich haben die Russen Schlüsselziele bombardiert und der Rest der Welt schaut zu und sagt: »Putin hat die Sache übernommen und bereitet dem Wahnsinn ein Ende.«
Putin hat vor aller Welt beim Treffen der UN wörtlich gesagt: »Wir können die Zustände in der Welt nicht länger tolerieren.«. Er hat also den Vereinigten Staaten, Europa und den anderen Marionetten-Staaten wie Kanada, Australien und Japan zu verstehen gegeben, dass Russland das Spiel nicht mehr mitspielt. Und zwei Tage später haben sie die Situation in Syrien in die Hand genommen. Er hat beschlossen den Islamischen Staat zu stoppen, für den im Wesentlichen die USA verantwortlich sind.
ISIS – Von den USA in Libyen aufgestellt
Das ist die Gruppierung, die aus den Streitkräften hervorging, die von den USA in Libyen aufgestellt wurde um Gaddafi zu stürzen. Und als Russland die von Obama vorgesehene Invasion Syriens aufgehalten hat, hat Obama diese Leute nach Syrien geschickt und so getan, als handle es sich um eine Freie Syrische Armee von unterdrückten Syrern, die um die Befreiung ihres Landes von einem Diktator kämpfen, der chemische Waffen gegen sein eigenes Volk eingesetzt hat.
Aber die Vereinigten Staaten haben die Kontrolle über sie verloren, obwohl Washington sie immer noch heimlich mit Material versorgt. Im Grunde genommen haben die Russen also gesagt, dass sie das komplette und totale Chaos im Mittleren Osten nicht tolerieren können und es stoppen werden, bevor es Syrien verschlingt.
Was wir hier also sehen ist echte Führung durch den russischen Präsidenten; etwas, was die Vereinigten Staaten seit langer Zeit nicht mehr zu bieten haben. Wir erleben hier einen russischen Präsident, der die lang vermisste amerikanische Führung bereitstellt.
Washingtons Lügen haben sich abgenutzt
Und es ist sehr interessant, wenn man sich an die berühmte Aussage von George Orwell erinnert:

»In Zeiten umfassender Täuschung,
wird das Aussprechen der Wahrheit
zu einem revolutionären Akt.«

Das ist genau was Putin vor der UN gemacht hat – er stand auf und sagte die Wahrheit. Er fragte Obama direkt ins Gesicht: »Ist Euch klar, was Ihr angerichtet habt?« Und was haben die Vereinigten Staaten gegen diese Wahrheit aufzubringen? Nichts.
Die Lügen aus Washington, die Lügen der Neocons, sie haben sich abgenutzt. Ich glaube also, das was wir beim 70ten Jubiläum gesehen haben war der Triumph Russlands und Russland hat nun eine neue Führungsrolle angetreten und es gibt wirklich nichts, was die Vereinigten Staaten dagegen tun können, außer sich noch unverantwortlicher zu benehmen.
Entschlossenes Handeln Russlands
Das werden wir sehen. Die russische Regierung hat das Ganze sehr schnell unterstützt. Das alles ist erstaunlich schnell geschehen. Ich denke, dies ist einer der Aspekte, die Washington gelähmt haben. Putin kommt zur UN und sagt allen, dass Russland die Zustände in der Welt nicht länger tolerieren kann. Und zwei Tage später ist er dort draußen und bombardiert die ISIS. Es ist verblüffend.
Und das russische Äquivalent des UN-Sicherheitsrates hat seine Entscheidung sehr schnell ratifiziert, wie auch das russische Parlament, die Duma. Das sind also keine Leute, die herumsitzen, an ihren Daumen lutschen und miteinander streiten. Die stellen fest was zu tun ist und handeln entschlossen.
Und Putin ist dabei die ganze Zeit sehr höflich, selbst bei der Umsetzung entschiedener militärischer Aktionen. Ich meine, er hat Obama gefragt: »Ist Euch klar, was Ihr angerichtet habt?«. Putin beschimpft niemanden, wie er selbst beschimpft wird und er droht nicht mit Sanktionen oder verhängt Gegen-Sanktionen. Er ist nicht provokativ, aber entschlossen und er lässt sich das alles nicht mehr gefallen.
Und es ist nicht nur Putin, es ist das gesamte Land. Die Zustimmung für ihn liegt bei 86 Prozent! Das gibt es in keinem westlichen Land. Und außerdem sind von den 14 Prozent, die ihm nicht zustimmen, 11 Prozent der Ansicht, er gehe mit dem Westen zu schonend um. Tatsächlich hat Putin also 97 Prozent des Volkes hinter sich. Kein anderes Land unterstützt seinen politischen Führer in einem solchem Ausmaß.
Teil 2 folgt…
Teil 2
Russland legt Wert auf Legalität
Eine weitere interessante Tatsache, Eric, ist dass Putin die absolute Legalität der russischen Herangehensweise betont hat, denn Putin wurde vom Präsidenten Syriens um Einmischung ersucht. Die Regierung des Landes hat die Russen gebeten das zu tun. Und Putin und auch sein Außenminister Lawrow haben beide darauf hingewiesen, dass die amerikanischen und französischen Bombardements illegal sind, weil Syrien sie nicht darum gebeten hat. Die USA und Frankreich üben also eigenmächtig militärische Gewalt in einem souveränen Land aus, ohne dass es grünes Licht von Seiten der Regierung des Landes gibt.
Wir sehen also auch hier, dass es Putin ist, der Wert auf Legalität und internationales Recht legt und es die Amerikaner sind, die selbiges verletzen. Im Vergleich schneidet Washington also nicht besonders gut ab. Es sorgt dafür, dass Washington genau so aussieht, wie es wirklich ist – dass die USA außergewöhnlich sind und keine Regeln befolgen müssen, sich nicht an Gesetze halten brauchen und einfach daher gehen und Chaos stiften können.
Europa trägt die Folgen US-amerikanischer Kriege
Das wird vermutlich Folgen haben, insbesondere, wenn man den massiven Zustrom von Flüchtlingen nach Europa aufgrund der amerikanischen Kriege im Mittleren Osten in die Gleichung mit einbezieht. Europa sieht sich mit einem horrenden Problem konfrontiert und es muss ihnen dämmern, dass sie an alledem selbst Schuld sind, weil sie die Kriege der Amerikaner im Mittleren Osten gutgeheißen und unterstützt haben, besonders die Entsendung der Gruppe Islamischer Staat nach Syrien.
Das ist eine Schwächung des amerikanischen Imperiums. Die Europäer, wir, werden denken: »Wollen wir wirklich amerikanische Vasallenstaaten sein? Schaut Euch die Folgen an. Jetzt werden wir von Millionen von Flüchtlingen überrannt, wo wir doch selbst wirtschaftliche Probleme, hohe Arbeitslosigkeit und Probleme mit den Staatsschulden haben.«
Ich glaube, das alles rächt sich jetzt. Die Vereinigten Staaten haben so viel Instabilität in der Welt verursacht, so viel Chaos, Zerstörung, Leid und Not und jetzt bekommen, wir, Europa die Konsequenzen zu spüren. Die Europäer werden sich also fragen müssen: Warum machen Sie Washingtons Kriege möglich, wenn die Rechnung für Europa so hoch ist?
Und zu allem Überfluss….
Habe ich mich an einem Video versucht:
Veröffentlicht am 09.10.2015


Es war einmal Amerika – USA „The Land of The Free“ Eine Weltmacht demontiert sich selbst! Warum die Welt den USA nicht mehr über den Weg traut.
Ein Video, das ich meiner Enttäuschung über meinen zerstörten Kindheitstraum, schuldig war!

Die USA, ein Schatz im östlichen Mittelmeer, die Finanzhilfen der EU und der Syrien-Konflikt


„Das europäische Drama entstand zur Zeit der griechischen Antike im 5. Jahrhundert v. Chr. in Athen“

Wenn man den Titel liest könnte man meinen es handelt sich im folgenden um den Thriller eines Bestseller Autors, dem ist ganz und gar nicht so, heute sind reale Vorgänge der Welt- und Finanzpolitik mindestens genauso spannend! Alles was ein erfolgreicher Autor dazu braucht lässt sich mit etwas Recherche in öffentlich zugänglichen Quellen finden!

Hier kann man das Buch „Showdown“ von Dirk Müller online bestellen!

Das gesamte östliche Mittelmeer, umgeben von den aktuellen Krisenherden Griechenland, Türkei, Zypern, Syrien, Libanon, Israel, Ägypten und Libyen „schwimmt“ auf riesigen Öl- und vor allem Erdgasvorkommen. Diese Erdgasvorkommen würden nach aktuellen Schätzungen ausreichen, um Europa für Jahrzehnte mit Erdgas zu versorgen. Der Wert und die geostrategischen Bedeutungen dieses „neuen persischen Golfes“, sind ein wesentlicher Treiber der Entwicklungen in Griechenland und Zypern.

Diese reichen Vorkommen werden von unseren Regierungen vollkommen ignoriert und das Buch „Showdown“ erfährt die größten Angriffe einiger Journalisten auf genau dieses Thema, weil sie die Existenz dieser Gasvorkommen und ihrer Größenordnung vollkommen in Abrede stellen.

Die ehemalige griechische Außenministerin Bakojannis hat Dirk Müller im persönlichen Gespräch unter Anwesenheit weiterer bekannter Personen aus Wirtschaft und Finanzwissenschaft bestätigt, dass nach ihrem Wissen Griechenland auf Gasvorkommen sitzt, die jenen Libyens entsprächen. Aber bitte urteilen Sie nach diesen Quellen selbst:

Der griechische Minister für Umwelt und Energie, Giorgos Papaconstantinou, Ende März 2012 auf einer Konferenz:

„Griechenland, Zypern und Israel werden die europäische Energielandkarte komplett umgestalten.“

image

Dirk Müller recherchiert in Griechenland

Warum sollen diese Informationen nicht öffentlich werden?

Kostas Karamanlis (Nea Dimokratia), Ex-Premierminister In seiner Amtszeit sind die griechischen Staatsfinanzen angeblich vollkommen abgedriftet. Karamanlis sitzt seit 2009 auf Hinterbänken im Parlament. Seit seinem Amtsverlust hat er weder im Parlament noch gegenüber Medien jemals irgendeine Äußerung gemacht.

Kostas Karamanlis (Nea Dimokratia), Ex-Premierminister
In seiner Amtszeit sind die griechischen Staatsfinanzen angeblich vollkommen abgedriftet. Karamanlis sitzt seit 2009 auf Hinterbänken im Parlament. Seit seinem Amtsverlust hat er weder im Parlament noch gegenüber Medien jemals irgendeine Äußerung gemacht.

In 2008/2009 gab es gezielte Versuche eines westlichen Geheimdienstes Griechenland zu destabilisieren und den Sturz des amtierenden Präsidenten Karamanlis zu betreiben. Die Hintergründe und Zusammenhänge sind im Buch ausführlich geschildert und beziehen sich unter anderem auf einen Bericht des russischen Geheimdienstes FSB über diese Aktivitäten. Die dort dargestellten Abläufe klingen so unglaublich, dass Dirk Müller lange gezögert hat darüber zu berichten, da ihm  der russische Geheimdienstbericht als Quelle nicht genügte. Er behauptet bis heute NICHT, dass es so gewesen ist, aber nachdem er darauf gestoßen ist, dass die griechische Staatsanwaltschaft 2012 nach umfangreichen Voruntersuchungen genügend Anhaltspunkte gesehen hatte, um in diesem Zusammenhang Anklage wegen Hochverrat, versuchtem Staatsstreich und Mordversuch an Karamanlis zu erheben, war ihm das Beweis genug um ZUMINDEST im Buch über diese Dinge zu berichten.

Hier der Artikel der angesehenen englische Zeitung „The Guardian“, der auf dem gleichlautenden Bericht der bekannten Nachrichtenagentur AP (Associated Press) beruht:

Diese Quelle hat Herr Müller bereits im Buch benannt und auf die Anklageerhebung der griechischen Staatsanwaltschaft verwiesen. Auch an dieser Stelle war er von der Berichterstattung der ansonsten eigentlich renommierten FAS sehr enttäuscht, da diese bei ihrer Kritik dieses wichtigste Argument völlig unberücksichtigt lässt und stattdessen den Eindruck erweckt, seine Quellen würden sich im Wesentlichen auf Taxifahrer beschränken.

Selbst Bild berichtete über einen Bombenanschlag auf Karamanlis noch kurz vor der Wahl.

Bereits seit Ende des zweiten Weltkrieges gab – und vermutlich gibt es noch immer – geheime Nato-Kommandos in Europa, die gelegentlich für politische Zwecke im Inland „zweckentfremdet“ wurden, wie der italienische „Gladio“-Skandal zeigte.

Der griechische Premier Papandreou, der nach den Wahlen im Anschluss an die (wodurch auch immer hervorgerufene) Destabilisierung Griechenlands ins Amt kam, hat den Bruch mit der europäischen Union bewusst herbeigeführt. Sein Finanzminister hat nach gerade einmal 14 Tagen im Amt Selbstanzeige in Brüssel erstattet und die bisherigen griechischen Daten als Fälschung benannt. Die wahren Daten (die er in der Kürze der Zeit offenkundig gewonnen hatte) lägen um ein vielfaches schlechter.

Unmittelbar vor der Bekanntgabe dieser schlechten Zahlen stößt der größte amerikanische Anleihenverwalter der Welt (Pimco) seine Griechenlandanleihen ab, wie der Spiegel berichtet.

Auszug aus nachfolgendem Artikel:

„Pimco ist mit Abstand der weltgrößte Investor in Staatsanleihen. Das Unternehmen leiht den Staaten Geld, indem es deren Schuldverschreibungen kauft. Wenn Pimco nicht mehr kauft, ist das ein deutliches Zeichen, dass einem Land erst die Krise, dann die Pleite droht.

Pimco herrscht – im Auftrag seiner Kunden – über 1300 Milliarden Dollar. Es ist eine absurde Zahl, selbst in dieser Zeit der Superlative, in der Rettungsschirme gespannt und Banken mit endlosen Staatsmilliarden gestützt werden: ein Finanzunternehmen, vielen nicht einmal bekannt, mit einer Anlagemacht viermal so groß wie der deutsche Bundeshaushalt.

Deswegen halten fast alle Regierungen einen engen Draht zu Pimco. Sie schicken ihre Finanzminister und Zentralbankvorsitzenden und manchmal auch ihre Regierungschefs zu Mohamed El-Erian, dem Chef von Pimco, um ihn zu überzeugen, dass er ihre Staatsanleihen kauft.

Pimco stößt in den Wochen Ende 2009 alle Griechenland-Anleihen ab. „Wir wollten raus, bevor alle anderen merken, dass die Zahlen nicht stimmen“, sagt Mohamed El-Erian. Nie verlässt sich Pimco auf ein Urteil von außen, dafür beschäftigt die Firma Horden von eigenen Analysten, viele waren einst beim Internationalen Währungsfonds, auch El-Erian hat dort seine Karriere begonnen.“

Hier der ganze Artikel:

Wer jetzt noch mehr verträgt ein recht langer aber erhellender Vortrag von Andreas Popp

%d Bloggern gefällt das: