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Ein Politikum: „Die Frage der deutschen Souveränität“. Wer macht das Rennen, die Rechten oder die Linken?


Europa: Demokratie, Souveränität und Allgemeinwohl, eine linke Sicht


Schlüter

 

by Schlüter

 

Im Juli hat man wieder „etwas herausgefunden“, nämlich, dass auch Außenminister Steinmeiers Handy und das Außenministerium abgehört wurden (1), wie „erstaunlich“!

Nein, es ist wahrlich nicht erstaunlich, es muss langsam jedem hier klar sein, dass die US-Politik (die keineswegs nur durch die US-Regierung selbst betrieben wird, sondern durch den „tiefen Staat“ der US-Machtelite) absolut entfesselt ist (2) und auch sogenannten „Verbündeten“ (ein freundliches Wort für Vasallen) gegenüber keinerlei Skrupel kennt. Die Politik der eigentlichen US-Machtelite (die zwar, obwohl kaum aus 100 Personen bestehend, über bestimmte taktische Fragen insbesondere im Nahen und Mittleren Osten gespalten ist) ist im Wesentlichen auf destruktive Methoden gestützt, spielt ein Land gegen das andere aus (3), liebt im Gegensatz zum Kapitalismus früherer Zeiten Chaos und Katastrophen (4). Sie ist auf „Weltbeherrschung“ aus, aber aus der Erkenntnis heraus, dass die USA wirtschaftlich zu schwach sind, eine stabile Welt zu beherrschen, zielt sie darauf ab, einen chaotisierte Welt zu beherrschen (5). Dabei sind ihre „Hauptfeinde“ das aufstrebende China und das wiedererstarkte Russland, sowie die mögliche größere Selbstständigkeit Europas, was zur Annäherung der EU an Russland und China führen könnte (6). Letzteres wird u. a. durch die Installation eines Feuergürtels um Europa von Libyen durch Afrika (7), den Nahen Osten bis in die Ukraine bekämpft. Auch das geplante TTIP spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle (8).

Wenn die Antwort Europas nicht „rechts“ ausfallen soll, muss sie „links“ sein!

Einer großen Zahl von Menschen in Europa wird dieser US-amerikanische „Quasi-Kolonialismus“ Europa gegenüber immer klarer. Die Gefahr eng-nationalistischen und ethnozentrischen Reflexes bei Vielen ist sehr groß, befördert durch die Flüchtlingsströme, die die US-gesteuerten NATO-Kriege in Europas Umgebung erzeugen (9). Dagegen muss man begreifen, dass Demokratie, Allgemeinwohl und damit soziale Politik untrennbar mit Souveränität verbunden sind. Die Souveränitätsfrage darf eine Linke nicht den Rechten überlassen! Diese Frage ist auch dafür wichtig, die europäischen Staaten aus der US-geführten Kolonialkriegs-Politik herauszubrechen, deren Folgen nicht nur die gequälten Millionen der südlichen Hemisphäre erleiden, sondern die auch Europa schwer belasten. Ja, und der Kampf der US-Machtelite gegen Russland stellt Europa erneut vor die Gefahr, Kriegsschauplatz zu werden. Von dieser Einbindung muss Europa sich befreien!

Befreiung (auch die von Mittäterschaft) erfordert Mut!

Tatsächlich gibt es diese Freiheit nicht umsonst. Seit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nimmt die US-Machtelite durch die „Gladio“-Strukturen höchst gewaltsam Einfluss auf die Politik in Europa, mit Terror und der „Strategie der Spannung“. Lange waren „False-Flag“ Operationen, die man dem Ostblock, linken Kräften oder explizit neofaschistischen Kräften (die ihrererseits gefördert wurden) zuschrieb, das „Mittel der Wahl“ (10). Bald nach dem Ende des Kalten Krieges gelang es, einen neuen Popanz aufzubauen, der allerdings auch reale Strukturen (durch den „Großen Bruder“ und enge Verbündete gefördert) entwickelte, den Islamistischen Terrorismus! Mit dem grauenvollen und spektakulären Anschlag vom 11. September 2001 hat die US-Machtelite das Narrativ vom „bedrohten Westen“ und seinen „Werten“ („in Dollar oder Euro?“ könnte die sarkastische Frage lauten) begründet. Indessen, überaus viel deutet darauf hin, dass dies die größte „False Flag Operation“ aller Zeiten war (11).

Aufmüpfig, kommt dann der Terror?

Und der Popanz kann sehr wirksam sein: es gibt gute Gründe, der Wiedergabe Glenn Greenwalds von Sigmar Gabriels Äußerungen zum Asyl für Snowden in Deutschland, „Sie haben uns wissen lassen, dass sie dann aufhören würden, uns über geplante Anschläge und andere nachrichtendienstliche Erkenntnisse zu informieren,“ Glauben zu schenken. Was hieße das im Klartext: „gebt ihr Snowden Asyl, kommt der Terror!“ (12). Da muss man sich an merkwürdige Vorkommnisse erinnern: z. B. an den Bombentaschenfund am Bonner Hauptbahnhof, kurz nachdem sich die Bundesregierung in Fragen der Flugverbotszone über Libyen im Sicherheitsrat enthalten hatte (13).

Ein wichtiger Schritt

Ein wichtiger Schritt wäre es, die deutschen Geheimdienste endlich von Leuten zu befreien, die auf der „zweiten Schulter“ US-Interessen tragen. Unter historisch gebildeten Menschen ist es kein Geheimnis, dass die USA und Großbritannien die deutschen Geheimdienste nach dem Zweiten Weltkrieg unter Benutzung vieler altgedienter Nazis, wie dem General Gehlen aufgebaut haben, da diese am besten lenk- und benutzbar waren. Die „Dienste“ sind mit „gedoppelten“ Strukturen versehen worden (14). Diese sind eng mit den überlebenden Gladio-Strukturen verbunden. Ebenso muss politisch der „Transatlantismus“ bekämpft werden. Es ist an der Zeit, dass die Regierung ans Grundgesetz erinnert wird, auf das ihre Mitglieder einen Eid abgelegt haben.

Wenn der politische Wille da wäre, könnte man allen in den „Diensten“, der Telekommunikation und der Politik Tätigen, sowie allen anderen sagen: „Solltet ihr für den „Großen Bruder“ arbeiten, habt Ihr zwei Monate Zeit, euch zu offenbaren! Ihr werdet amnestiert, wenn ihr Eure Tätigkeit für ihn einstellt! Wenn ihr dem nicht nachkommt und entdeckt werdet, fahrt ihr wegen Landesverrats ein, wie das Gesetz es vorsieht!“

Aber, wie gesagt, das erfordert Mut! Und der große Bruder weiß natürlich eben auch über deutsche Politiker sehr viel. Erpressung ist das erste Geschäft in der Geheimdiensttätigkeit. Wenn aber Deutschland wie die übrigen europäischen Länder diesen Mut nicht aufbringen, werden sie bald wirklich als Kolonie und Kriegsschauplatz aufwachen!

Wie gerne singt man das Loblied auf die Helden vom 20. Juli (die kommunistischen und sozialistischen Widerständler vergisst man gern), oder auf die Geschwister Scholl. Offenbar ist Widerstand nur in der Vergangenheit gut, in großen Teilen der deutschen Politik ist das Heldenlied zum Lippenbekenntnis verkommen!

Andreas Schlüter

  1. http://www.ad-hoc-news.de/wikileaks-veroeffentlichungen-verdeutlichen-das-ausmass-des–/de/News/44924745
  2. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/amerikas-politiker-aus-prinzip-verantwortungslos-13747097.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2
  3. https://www.youtube.com/watch?v=ZzrsDZ8Uo8M
  4. https://www.youtube.com/watch?v=poQ4rW8fVPs
  5. > https://wipokuli.wordpress.com/2015/06/07/der-einfluss-der-us-amerikanischen-machtelite-auf-die-internationale-politik/
  6. > http://www.barth-engelbart.de/?p=33857
  7. http://wipokuli.wordpress.com/2014/02/04/die-feuerwehr-kommt-nach-afrika/
  8. http://www.euractiv.com/sections/trade-industry/us-ambassador-eu-anthony-l-gardner-beyond-growth-ttip-must-happen
  9. > https://wipokuli.wordpress.com/2015/04/19/unmenschlichkeit-und-heuchelei-zum-fluchtlingsdrama-es-ist-unertraglich/
  10. > https://www.youtube.com/watch?v=Ov2x5Bcyhfg
  11. http://wipokuli.wordpress.com/2014/09/11/nine-eleven-vor-dreizehn-jahren-dreizehn-jahre-lang-wiederholung-der-marchenstunde-des-george-w-bush/
  12. http://politik-im-spiegel.de/die-usa-htten-deutschland-wegen-snowden-gedroht-behauptet-der-vizekanzler/
  13. https://wipokuli.wordpress.com/2012/12/16/usa-unser-groser-bruder-und-willst-du-nicht-mein-bruder-sein/
  14. https://de.wikipedia.org/wiki/Organisation_Gehlen

Weitere Links:

Meine Artikel zu den USA: > https://wipokuli.wordpress.com/2014/02/17/link-liste-meiner-artikel-zu-den-usa/

Gladio, NSU & Geheimdienste: > https://wipokuli.wordpress.com/2011/11/12/%e2%80%9egladio-eine-%e2%80%9euntote-organisation/

Meinungsfreiheit in Deutschland? Wer die Wahrheit schreibt, darf nicht mehr schreiben!


Schwere See – Mit Tränen in den Augen…


Mir ist es so als Kommentator in „DieWelt“ ergangen, dem Autor
LinksPazi als Kommentator bei „Der Freitag“
Unter dem Pseudonym Linkspazi bloggt Jochen Mitschka. Sein Beitrag wurde zwischenzeitlich gelöscht!

Beitrag von "Linkspazi" gelöscht! "Der Freitag" und die Meinungsfreiheit

Beitrag von „Linkspazi“ gelöscht! „Der Freitag“ und die Meinungsfreiheit

 

Dies ist der Cache von Google von https://www.freitag.de/autoren/linkspazi/ukraine-und-pearl-harbour. Es handelt sich dabei um ein Abbild der Seite, wie diese am 2. Febr. 2015 13:13:59 GMT angezeigt wurde. Die aktuelle Seite sieht mittlerweile eventuell anders aus.

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Ukraine und Pearl Harbour


Weltkriegsgefahr? Freunde, die 25 Jahre in Asien lebten, fast ohne Kontakt zu alten Heimat, überlegen, im Ruhestand nach Deutschland zurück zu kommen. Mein Brief zu ihrer Begrüßung.

Ein Nutzerbeitrag von LinksPazi

Liebe Freunde, vor 25 Jahren seid Ihr nach Asien aufgebrochen. In eurem pulsierenden, gefährlichen und atemberaubenden Leben dort, habt ihr die Kontakte nach Deutschland und Europa verloren, wart ihr ganz auf Eure neue Welt fokussiert. Jetzt kommt ihr zum ersten Mal
wieder nach Deutschland, und ihr werdet feststellten, dass alle Hoffnungen, die aus der Öffnung der Sowjetunion sprossen, längst verwelkt sind. Noch nie gab es mehr Kriege, Flüchtlinge, Bomben und Tote wie seit diesem Zeitpunkt. Und wir sind heute näher denn zur Zeit des kalten Krieges, an einem neuen großen Krieg. Ich will gar nicht beschreiben, wie es dazu kam, sonst wird der Brief zu lange. Hier ein update der Situation.

DAS UNHEIL STEHT SCHON AN DER WAND GESCHRIEBEN

Sogar Gorbatschow warnt davor, dass die USA einen realen Krieg gegen Russland beginnen könnte. Ja unser Gorbi. Der, der Putin mal wegen seiner autoritären Politik stark kritisierte, der jetzt aber seit ca. 2 Jahren immer stärker vor einem Krieg warnt, und Putin den Rücken stärkt. Mit ihm viele ältere Staatsmänner, darunter Bundeskanzler, ein Bundespräsident, Minister, ehemalige US-Präsidenten.

PEARL HARBOUR 2015

Vorgestern sollte Russland aus dem Swift Bankentransfer ausgeschlossen werden. Das war ein ähnlicher Versuch, mit dem die USA vor dem Eintritt in den 2. Weltkrieg, gegen Japan mit Sanktionen erfolgreich waren. Damals wollten Sie einen Angriff durch Japan erzwingen, damit sie vor der eigenen Bevölkerung sagen konnten, dass man sich verteidigen muss. Ihr wisst nicht, dass der Angriff gegen Pearl Harbour von den USA bewusst provoziert worden war? Lest mal den Artikel in der Süddeutschenüber Pearl Harbour. Danach wisst Ihr, wie das auch heute wieder läuft, wenn Russland aus dem SWIFT-Abkommen ausgeschlossen werden soll. Nun im Moment spielt die Ukraine die Rolle von Pearl Harbour. Und die EU beteiligt sich an Sanktionen, um Russland in den Krieg zu zwingen.

Schauen wir mal auf die Reihe von Provozierungen in der Ukraine: Schüsse auf dem Maidan, durch den ein gewaltsamer Putsch erzwungen wurde, das Massaker in Odessa, der Abschuss von MH17, alles wird inzwischen vom größeren Teil der Welt dem neuem Regime in Kiew, mit Hilfe der CIA zugeschrieben, während die Medien in NATO-Ländern immer noch behaupten, Russland wäre verantwortlich. Die neue Offensive der Armee Kiews gegen die Ost-Ukraine, bei der täglich Zivilisten unter Artillerie und Bomben sterben, war die bsiher letzte Provokation, von der so gut wie nichts in deutschen Massenmedien erscheint. Als aber ein einziger Raketenangriff auf Mariupol stattfand, das von der Armee der Ukraine besetzt ist, gab es sofort und unmittelbar eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates. Obwohl längst nicht einwandfrei feststeht, wer für den Angriff verantwortlich war.

Im Moment wurde die Sanktionsspirale, die die USA gegen die Interessen der Europäer durchsetzen will, nur durch den Widerstand der neuen Regierung in Griechenland gestoppt, assistiert von einem durch diesen Widerstand mutiger gewordenen Österreich.

DIE KOMMENDEN WELTMÄCHTE

Allerdings ist Russland inzwischen nicht mehr alleine. Nicht nur Brasilien, Indien, China, Südafrika, sondern viele andere Länder stehen heute hinter Russland. Und längst wird eine alternative Bankenorganisation aufgebaut. D.h. wenn es nicht klappt, Russland zu einem Krieg zu provozieren, werden die USA vielleicht tatsächlich einen solchen als „Präventivkrieg“ beginnen. Übung und Zuversicht haben die
USA darin, weil niemand etwas unternahm, als sie Irak und Afghanistan ohne Grund bekriegten. Der IRAK hatte absolut nichts mit 9/11 zu tun, das braucht man gar nicht mehr zu erklären, und wie der erste IRAK-Krieg durch die Brutkastenlüge gerechtfertigt wurde, ward der 2. Irakkrieg durch die Massenvernichtungswaffenlüge. Aber auch Afghanistan zu zerstören, war sicher nicht gerechtfertigt durch einem Terroranschlag, selbst wenn er von ein paar Bärtigen, die in afghanischen Höhlen lebten, tatsächlich durchgeführt wurde.

Und so hört man erstaunlich oft in den letzten Monaten von Präsident Obama das Credo, dass die USA eine besondere Rolle in der Welt spielen, und sich nicht durch so lächerliche Dinge wie Völkerrecht oder UNO in ihren Entscheidungen über Krieg oder Frieden einschränken lassen werden. Davon zeugt auch ihr weltweiter verdeckter und schmutziger Krieg in ca. 120 Ländern (siehe „Dirty Wars“ von Scahill).

DER EWIGE KRIEG DER USA

Die USA hatten die AlKaida aufgebaut und jetzt haben sie die ISIS finanziert. Das ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Habt Ihr gehört, dass ein ISIS-Kommandant in Pakistan verhaftet wurde, der erklärte, dass die CIA 600 Dollar pro angeworbenen ISIS-Kämpfer zahlte, und konkrete Angaben zu US-Banken machen konnte, die die Zahlungen ausführten? Ja, jene ISIS, gegen die die USA angeblich so hart in der Ukraine und dem Irak bombt. Selbst wenn diese letzte Information nicht zutreffend sein sollte, so ist sie nur eine von vielen Indizien für die Unterstützung des Terrorismus in seiner schlimmsten Form. Ich will euch nicht die ganzen Hintergründe erklären. Ihr könnt ja auch mal selbst was googeln.

Vorgestern hat Nuland gesagt, die USA würden in 6 Frontländern an Grenzen zu Russland Kommandoeinheiten und Strukturen aufbauen. Damit rückt nicht nur die NATO weiter gegen Moskau vor, sondern ganz offiziell wird angekündigt, dass die USA auch selbst und persönlich an den Grenzen zu Russland Raketen und Panzer in noch größerem Umfang als bisher aufstellen will. Die Bedrohung durch einen neuen US-„Präventivkrieg“ sind daher für Russland höchst real.

(Quelle: http://alles-schallundrauch.blogspot.de)

Gleichzeitig kamen kurz darauf Nachrichten, dass russische Bomber „abgefangen“ worden wären. Dabei waren sie auf Routineflügen lediglich in die NÄHE des britischen Luftraums gelangt. Und sie werden das weiter tun. Denn Putin hat die Routineflüge, die die Sowjetunion unternommen hatte, vor ca. einem Jahr wieder aufgenommen, als die NATO, trotz Versprechen NICHT nach Osten vorzudringen, immer mehr Länder an den Grenzen Russlands aufnahm, und dort US-Raketen stationiert wurden.

Falls ihr es verschlafen habt: Die NATO ist in den letzten Jahren, entgegen ihren Versprechungen bei Auflösung der Sowjetunion, bis an die Grenzen Russlands vorgedrungen. Hier ein Bild aus dem Internet, das schon dutzende von Male in unterschiedlichen Sozialen Medien kursierte. Man findet es auf den Seiten vonwww.neopresse.com.

MEIN KAMPF

Sicher kennt Ihr Hitlers „Mein Kampf“. Jeder der den Bestseller von 1932 damals las, hätte wissen können, was über Deutschland kommen würde. Aber heute will es niemand gewusst haben. Heute gibt es nicht nur ein, sondern mehrere Äquivalenzen zu diesem Buch, in Bezug auf
die USA:

Menschen der wichtigsten Think Tanks der USA schrieben im Jahr 2000, in einem Memorandum mit dem Namen „Rebuilding America’s Defenses“, wie sie die absolute Kontrolle über die Welt für die USA erlangen wollen. Nur zwei kurze Zitate daraus, die mir spontan einfallen:

Seite 51: „Further, the process of transformation, even if it brings revolutionary change, is likely to be a long one, absent some catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor.“

Nur ein Jahr später passierte, wie bekannt dieses „Pearl Harbour 2001“, das sich die Neocons herbei wünschten, um die alte Stärke der USA wieder aggressiv voran treiben zu können, bekannt als 9/11. Aber natürlich bezog sich der Satz auf vorhergehende Forderung nach mehr Informationstechnik für die Armee, weshalb er nichts mit 9/11 zu tun hat, wird behauptet. Auch die Tatsache, dass die NSA danach fast unbegrenzte Mittel für die technologische Überwachung der ganzen Welt erhielt, natürlich auch nicht.

Seite 60: „Information systems will become an important focus of attack, particularly for U.S. enemies seeking to short-circuit sophisticated American forces. And advanced forms of biological warfare that can “target” specific genotypes may transform biological warfare from the realm of terror to a politically useful tool.“

Ja, richtig gelesen. Biologische Waffen, mit denen man gezielt gegen ethnische Gruppen vorgehen kann, werden als wichtige zukünftige Waffe gegen Feinde der USA angesehen.

Die Verfasser dieser Thesen arbeiten eng mit der Atlantikbrücke und der NATO zusammen, und dort sind praktisch alle wichtigen Chefredakteure deutscher Medien Stammgast bzw. Mitglied. Wie uns in Deutschland ausgerechnet eine Satire-Sendung „die Anstalt“ erklärte. Wir haben in Deutschland, vielleicht sogar in ganz Europa, keine pluralistischen Medien mehr.

Das 2. Buch, ist von Zbigniew Brzeziński, „The Grand Chessboard: American Primacy and Its Geostrategic Imperatives“, 1997. Wikipedia: Ziel dieses Buches ist es, „im Hinblick auf Eurasien eine umfassende und in sich geschlossene Geostrategie zu entwerfen“. Die Vereinigten Staaten als „erste, einzige wirkliche und letzte Weltmacht“ nach dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion, müssen ihre Vorherrschaft auf dem „großen Schachbrett“ Eurasien sichern, um so eine neue Weltordnung zu ermöglichen.

Dort finden sich Sätze wie:

„Die Rolle Kiews bestätigt fraglos die These, daß die Ukraine der kritische Punkt ist, wenn es um Rußlands eigene künftige Entwicklung geht.“

RUSSLAND DARF NICHT ALLEINE ÜBER SEINE BODENSCHÄTZE VERFÜGEN

In dem Buch liest man auch, dass „keine einzelne Macht Kontrolle über dieses Gebiet erlangen“ darf (gemeint ist natürlich Russland, nicht die USA) und ein „ungehinderter wirtschaftlicher und finanzieller Zugang“ für die „Weltgemeinschaft“ sichergestellt werden müsse. Allerdings ist unter „Weltgemeinschaft“ statt eines multipolaren Pluralismus natürlich die von „westlichen Werten“ dominierten Kräfte der Globalisierung gemeint:

„Somit kann das Bemühen Russlands, allein über den Zugang zu bestimmen, nicht hingenommen werden“,

betont Brzezinski. (Zbiginiew Brzezinski: Die einzige Weltmacht. Amerikas Strategie der Vorherrschaft, 1997/2001, S. 216.)

ALLES VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN

Wenn Ihr immer noch nicht glaubt, dass kein großer Krieg bevorsteht, dann lest mal Chossudovskys Buch „Towards a World War II Scenario“ oder noch besser eine deutsche Besprechung, in der die Quellen geprüft und Verschwörungstheorie von Tatsachen getrennt wurden. (Außer dem ersten Artikel der Liste). Dort findet Ihr viele Informationen über Waffen und Manöver der USA, die teilweise geleakt, teilweise öffentlich zugänglich waren. Oder lest die Vorträge von Mearsheimer, einem der bekanntesten Politikwissenschaftler der USA.

Auch eine große Quelle der Erleuchtung sind die WikiLeaks-Unterlagen und die Stratfor-Emails. Wer da rein geschnüffelt hat, und immer noch glaubt, es ginge in der Ukraine-Krise um die Krim, Demokratie, oder gar die Menschen der Ukraine, wer immer noch glaubt, die USA wollten keinen Krieg, dem ist dann nicht mehr zu helfen.

ZAUBERLEHRLING MERKEL

Unsere Regierung glaubt vielleicht, sie könnte das Äußerste verhindern. So wie vermutlich der deutsche Kaiser vor dem 1. Weltkrieg auch. Aber dann entwickelte damals alles eine Eigendynamik und dann hatte keiner den 1. Weltkrieg gewollt. Wir stehen heute wieder genau vor dem gleichen Szenario. Es gibt Kreise, die sind sehr wohl interessiert an dem Krieg, andere, die wollen „nur“ profitieren, werden erpresst oder sind einfach Mitläufer, die glauben, es wird schon nicht schlimm kommen. Sie reden sich ein, wenn es ganz schlimm kommt, würden wir schon gewinnen. Schließlich ist die NATO so stark wie nie eine andere Streitmacht vorher in der Geschichte der Menschheit.

Das mit dem Glauben an den Sieg ist kein Witz. Manöver der USA gehen davon aus, dass sie auch einen großen Atomkrieg „gewinnen“ können. Noch … der Vorsprung beginnt zu schrumpfen, seit Russland, den ausländischen Konzernen die Kontrolle über die Bodenschätze abgenommen hat. Und das Geld aus den Bodenschätzen zumindest zum Teil wieder dem Staat zufließt. Und seit China langsam aber deutlich auch seine Rüstung aufbaut, gewarnt von Vorträgen von Mearsheimer in China, der einen Krieg als unvermeidbar voraussagt.

GRIECHENLAND

Griechenland hat die erste wirklich linke Regierung in Europa. Das kam so plötzlich, dass Maßnahmen noch nicht wirkten, um sie abzuhalten. Und es ist das erste Land, dessen neue Regierung sich schon am ersten Tag nach der Amtsübernahme, gegen die Kriegspolitik der EU gewandt hat. Und jetzt beobachtet, wie die Regierung in den Medien nieder gemacht wird. Und schaut Euch an, was der Hintergrund dafür ist.

RUHESTAND IN DEUTSCHLAND?

Also wenn Ihr Euch überlegt, jetzt zum Ruhestand ins beschauliche Deutschland zurück zu kommen, könntet ihr enttäuscht werden. Wir sind im Zentrum eines Konfliktes, der, um Willi Wimmer zu zitieren, Deutschland im Falle eines auch beschränkten Atomkrieges, von der Landkarte tilgen könnte. Aber storniert jetzt nicht Euren Flug. Glücklicherweise sind in Russland und China, den neuen Polen der globalen Macht, verantwortungsbewusste, intelligente und zurückhaltende Politiker an der Macht. Sie werden nicht auf jede Provokation reagieren. Und selbst auf einen „Präventivkrieg“ der USA oder der NATO, nur mit angemessenen Mitteln antworten.

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Die gestrige Manifestation von Paris wird, so eindrucksvoll sie auch war, die Möglichkeit zur Sozial- und Medienkritik um Jahre zurückwerfen

12.Januar 2015
Verantwortlich: Albrecht Müller


Es ist großartig, dass sich so viele Menschen gegen die Ermordung von 17 Menschen wenden und für Pluralität, für Pressefreiheit und Verständigung zwischen den Religionen eintreten. Ich habe das Geschehen und die mediale Behandlung gestern und heute nicht mit Genugtuung und Bewunderung verfolgt, sondern mit Sorgen. Die Überschrift eines ersten Textentwurfs von gestern lautete: „Vom schamlosen Missbrauch der Morde von Paris durch Politik und Medien.“ Jetzt will ich den unterlassenen Einwurf mit einigen kritischen Fragen und Feststellungen nachholen. Albrecht Müller.

  1. Die westliche Politik nutzt das Verbrechen, um ideologisch aufzurüsten: die Morde waren ein Anschlag auf unsere „Werte“, auf die Freiheit und insbesondere auf die Pressefreiheit, auf die Demokratie. – Damit wird vergessen gemacht, wie wertlos, wie wenig orientiert an Grundwerten der Menschlichkeit und Brüderlichkeit die Politik geworden ist. Es wird vergessen gemacht, dass es die vielbeschworene Wertegemeinschaft gar nicht gibt. Wo ist denn die Brüderlichkeit bei der Übertragung der sogenannten Reformpolitik auf Griechenland und andere Länder? Wo ist denn die Brüderlichkeit im Umgang mit den Menschen in Staaten, die der Westen destabilisiert hat? Wo ist denn die Gerechtigkeit geblieben? Und wo ist die Freiheit in Guantanamo geblieben? Und an vielen anderen Orten der Welt?
  2. Die Überschriften und Botschaften lauten wie gestern in der Tagesschau/Tagesthemen: „Gemeinsam gegen den Terror“, „Die Welt rückt zusammen“; in meiner Zeitung: „Europa vereint gegen den Terror“. Was bleibt als Hauptbotschaft bei solchen Schlagzeilen und den entsprechenden Berichten über: „Wir sind die Guten“. – Merken die Bewunderer der großen Solidarität von gestern nicht, dass hier zugleich die Sauce des Einvernehmens über die überall sichtbare Ungerechtigkeit und über Gängelung und Überwachung und auch über die gängige Korruption im Westen gekippt wird?
  3. Sowohl in der Übernahme des Sprachgebrauchs – „Terror“ – als auch in auffallend oft hinterlassenen Bemerkungen zur angeblichen Notwendigkeit besserer Kooperation mit den USA und im Westen insgesamt muss doch klar werden, dass diese schrecklichen Ereignisse von Paris benutzt werden, den Schulterschluss zwischen den USA und Europa fester zu machen und überall einzuüben und in den Köpfen und Herzen zu verankern. Die Bild-Zeitung hat das ja schon am 9. Januar schamlos zum Ausdruck gebracht: „Zwischenruf zum Anschlag in Paris – warum wir die Überwachung der NSA gegen den Terror brauchen“. Und die europäischen Innenminister haben in den Gesprächen mit dem amerikanischen Innenminister in die gleiche Kerbe gehauen.
  4. Der Kampf gegen TTIP und andere Vorhaben wird nach der einvernehmlichen Manifestation von gestern schwieriger. Da sollte man sich keine Illusionen machen.
  5. Die Kritik am Umgang mit Russland in der Ukraine-Krise und die Forderung nach Strukturen der gemeinsamen Sicherheit in Europa einschließlich Russlands werden es viel schwerer haben. Der Widerstand gegen Krieg wird es schwerer haben.
  6. Die Kritik an den zerstörerischen und menschenverachtenden Kriegen des Westens, der USA und der NATO – von Libyen über den Iran bis nach Afghanistan – wird es nach den gestrigen Manifestationen noch schwerer haben. Das haben vermutlich die meisten der Demonstranten nicht gewollt; aber so wird es kommen.
  7. Die Kritik an der Geopolitik der USA (und des Westens) wird abprallen an der Solidarität der Europäer im Kampf gegen den Terror. Wer wird denn noch an Kleinigkeiten wie den folgenden von a bis g herummeckern, wenn es um das große Ganze geht? Hier ein paar Hinweise auf die „Kleinigkeiten“:
  8. der Folterbericht – siehe unter anderem hier.
  9. der Bericht über die Beeinflussung der internationalen Finanzmärkte durch den Präsidenten und seinen Zuarbeiter Mister Glaser: „Die Superwaffe des Mr. Glaser
  10. die Überwachung durch die NSA
  11. die Verfolgung der Whistler-Blower, von denen ARTE letzthin berichtet hat.
  12. die Ächtung Snowdens
  13. der Drohnenkrieg
  14. die Aktivitäten der US-Sondereinheit im Kampf gegen den Terror. (Terror, das ist der gleiche Begriff, der in den Berichten über die Demonstrationen von gestern gebraucht wird.)
  15. Medienkritik wird schwieriger. Wir haben ja Pressefreiheit so der Gesamteindruck. Der Satz des früheren Gründungsherausgebers der FAZ Paul Sethe vom 5. Mai 1965: „Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten“, klingt wie die irrelevante Erkenntnisse lang vergangener Zeiten. Es ist ja auch nicht mehr nötig, solche Erkenntnisse zu haben, weil ja gar nichts im Argen liegt. Über 1 Million Menschen haben sich mit ihren Plakaten und Buttons „Je suis Charlie“ zu der Meinung bekannt, dass es hier einen Anschlag auf die vorhandene Pressefreiheit gegeben habe. Die Existenz von Charlie, die Existenz dieses kritischen Blattes wird als Existenz von pluraler Meinungsbildung gewertet. Das ist grotesk.
    Im Kapitel 21 meines Buches „Meinungsmache“ habe ich auf über 60 Seiten im Detail beschrieben, warum man davon ausgehen muss, dass die Medien als kritische Instanz verschwunden sind. Mit dieser Aussage würde ich bei den Teilnehmern der gestrigen Manifestation nur noch ungläubiges Kopfschütteln auslösen. Ja, „wir“ haken uns jetzt ein und marschieren so zusammen gegen die Zweifel an jeglicher Sozial- und Medienkritik. Aufklärung ist nicht mehr angesagt. Wir stehen zusammen!
  16. Zur Vertiefung: Stellen Sie sich vor, morgen, am Dienstagabend zur üblichen Zeit würde die „Anstalt“ vom ZDF mit dem folgenden Programm daherkommen (ab Minute 37), also mit einer kritischen Würdigung des Wirkens einiger besonders einflussreicher Journalisten und ihrer atlantischen Vereinigungen – die Macher dieser Sendung und vermutlich auch das ZDF würden von der Politik als pietätslos und von den Medien als unkollegial und unsolidarisch mit „Charlie“ niedergemacht.
    Medienkritik ist stigmatisiert, das zeigt auch die zuvor eingeklinkte Illustration, die gestern die erste Seite der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung geziert hat. Aus dem Mund eines der Terroristen von Paris schallt der Ruf: „Lügenpresse!“. – Wehe, wir versuchen weiter die Glaubwürdigkeit vieler Medien zu hinterfragen. Die im Gegenangriff gebrauchte Assoziation steht.
  17. Aufklärung auch im Sinne der Suche danach, was die Terroristen von Paris zu ihren Taten tatsächlich getrieben hat und welche sozialen Hintergründe es möglicherweise gibt, ist nicht sonderlich aktuell. Gefragt wird nicht mehr, nicht nach den Hintergründen, auch nicht nach den Ungereimtheiten. Wer in diesen herumrührt, stellt sich außerhalb der geschlossenen Reihen.

Auf eine mir gestern begegnete Ausnahme will ich hinweisen und zugleich sichtbar machen, dass unsere Medienkritik keineswegs pauschal ist. Der Reporter der ARD in Paris, Matthias Werth, hat gestern neben vielem anderen immerhin auch geraten, sich über die Ursachen Gedanken zu machen und dem Sinne nach gefragt: Wie geraten junge Menschen in diesen Strudel? – Nach meinem Eindruck ist er mit dieser richtigen Frage ziemlich einsam.

Es gebe noch viel anzufügen, manche Leser werden meine Anmerkungen hinterfragen. Warum nicht! Die NachDenkSeiten sollen ein Medium für Menschen sein, die sich noch eigene Gedanken machen. So ist es gedacht. Deshalb auch dieser Text.

Die Springer Propaganda – Zionisten verhöhnen die Opfer von Charlie Hebdo – Lasst euch nicht belügen!


Die Propagandamaschinerie läuft:
Springer Propagandisten auf allen Sendern A.Höpner, Springer Konzern Chef bei Jauch, der nun wirklich zu nichts zu gebrauchende Dauerversager J.Reichelt bei Hart aber Fair, mit am Tisch, Springer und Atlantiker Grüne, ohne Ausbildung Katrin Göring-Eckardt

Reflexartig hieß es nicht: „das habe nichts mit dem Islam zu tun.“Reflexartig wurden die Täter ohne dass Beweise vorlagen, ohne dass es Ermittlungsergebnisse gegeben hätte, als Islamisten bezeichnet bzw. identifiziert.

Die Inquisition hatte etwas mit dem Christentum zu tun!
Ein Vergleich der Inquisition mit den heutigen Terroranschlaegen herzuleiten zeugt einerseits von der Ahnungslosigkeit dieser Intriganten, andererseits offenbaren die Hetzer damit ihr wirkliches Gesicht.
Muslime verurteilen zum größten Teil den Terror ebenfalls. Kreuzritter bzw. die Allgemeinheit der Christen dieser Zeit standen hinter ihren Taten.

Warum es diese (Einzel) Täter unbestreitbar immer wieder und überall in der Welt gibt, dafür gibt es mehrere, durchaus simple Erklärungen:

a) Die US-Aktivitäten zum Missbrauch diverser islamistischer Gruppen.

b) Ohne Frage sind viele der Täter von einer naiven Grundstruktur, nicht selten sozial Schwache und deshalb leichte Opfer für „Verführer“ aller Couleur.

c) Vor allem, passen sie leider häufig allzugut in geheimdienstliche Operationen und dadurch die eigentlichen Strippenzieher nicht identifizierbar werden.

Sucht man die Verantwortlichen hinter, all den schrecklichen Taten, den fragwürdigen extremistischen Islamisten, so wird man immer auch auf eine Beteiligung der weltpolitischen Player stoßen, deren Spiele natürlich für niemanden öffentlich, sondern stets im Verborgenen stattfinden.
Wir alle sind in diesem Spiel nicht nur Zuschauer, sondern wir sind diejenigen, um deren Meinung es geht.
Wir sind diejenigen, die durch die „Aufführungen“ zu einer bestimmten Überzeugung geführt werden.

Die Wahrheit, um die es uns letztendlich allen geht, hinter allen diesen Spielen, ist schwer zu identifizieren. Deshalb hilft uns nur die nicht manipulierbare Logik, vielleicht ist oft auch unser Bauchgefühl ein besserer Ratgeber, als der, der Medien, deren Rat sich allzuoft als nicht unabhängig erwiesen hat.

Und so ganz nebenbei, warum stört dann meine Frage „Wo sind die Beweise für einen islamistischen Hintergrund?“ (Anm. diese Frage wurde als Kommentar zu einem Artikel in der „Die Welt“ mehrfach entfernt! Siehe https://derblauweisse.wordpress.com/2015/01/11/charlie-hebdo-pressefreiheit-meinungsfreiheit-das-gegenteil-davon-die-springer-medien/)

Wieviel Meinungsfreiheit darf es sein Herr Peters?

Wieviel Meinungsfreiheit darf es sein Herr Peters?

 

überhaupt, es ist ja keine Erfindung von mir, es ist einfach nicht mehr und nicht weniger, als ein Teil der wahren Geschichte! Ja, dieser Teil wirft ein anderes Licht auf die bisher erzählte Geschichte! Darin liegt doch eine Manipulation, die Wahrheit, braucht keine Manipulation!

Könnt ihr Eigenständig logisch denken?
FR will raus aus der EU!
FR ist dabei mit Russland intensiver zusammen zu arbeiten!!
FR ist gegen weitere Sanktionen gegen Russland!! FR hat für die Anerkennung Palästinas als Staat gestimmt!!
usw….!!
Es gibt eine Menge Gründe und wer ein wenig kombinieren und ein einigermassen gutes Gedächtnis hat, kann sich noch an 9/11 erinnern!!
Was geschah danach – Verschärfte Sicherheits-Vorschriften: bei Flügen, nur noch kleine Fläschchen an Körperpflege, verschärfte Kontrolle in die USA usw.
Jetzt wollen sie ihre Kontrolle ausweiten – sie, die Überwacher z.B. NSA – sie wollen auch, dass die Menschen nach mehr Polizeischutz schreien!
Sie wollen die totalitäre Kontrolle!!

Schaut doch mal, was die USA weltweit, Israel in Gaza veranstalten – und niemand schreit!

In Nigeria wurden 2000 Menschen abgeschlachtet, weil die Nigerianer sich wehren, ihre Oelfelder den Ausbeuter kampflos zu überlassen!
Da schreit niemand!! Im Gaza wurden einige Tausend abgeschlachtet, da schreit niemand!!
In Paris wurde jetzt ein grausames, nicht zu verharmlosendes Attentat verübt! Die Täter wurden von Anfang an als Islamisten, Djihadisten bezeichnet, ohne dass es zu diesem Zeitpunkt einen Beweis dafür gegeben hätte!
Die Logik, das Bauchgefühl zeigt in eine andere Richtung! Zumindest die Vermutung, es könnten auch andere Tatzusammenhänge geben sollten doch erlaubt sein, oder? Nein, sind sie nicht, selbst solche Vermutungen werden mit aller Macht verhindert, sie dürfen offensichtlich für die Öffentlichkeit nicht vorkommen!
Mündige, denkende Bürger kommen da zwangsläufig ins Grübeln, ok andere nicht!

Ich bin Tolerant, ich kann auch mit anderen Meinungen umgehen!

Doch wo bleibt die Presseberichterstattung der Aufschrei zu dem, was aktuell, gleichzeitig in der Ukraine passiert?

Gestern Nacht wurden wieder Städte bombardiert, Zivilisten getötet – schaut euch die Videos zum Bombardement in Donnezk auf YouTube an! So und jetzt darf jeder selber nachdenken!

Bitte immer Tolerant und seriös in alle Richtungen!
Franzosen haben in vielen Dingen, z.B. Rechtspopulismus und Kommunismus, eine ganz andere Tradition. Deshalb ist eine Diskussion dort, die offene Schnauze, nie mit einer typisch deutschen vergleichbar! D’accord! Ich persönlich würde mir ein Deutsch-Französisch geprägtes Europa, lange sah es danach aus, als ob uns das gelingen könnte, wünschen! Allerdings hat es immer dann, wenn sich Europa auf diesen Weg begeben hat, eine drastische Korrektur durch die USA gegeben! Adenauer – DeGaulle und damit ein von Anfang an europäisches Europa wurde damals von „Stay Behind“ Aktionen in Algerien zunichte gemacht!

Die USA wollen ein starkes Europa, ja, aber kein Europa, dass sich z.B. mit den Russen allzusehr anfreundet, kein Europa, das sich allzusehr unabhängig von den USA macht.

Die Gefahr, dass es zu solchen Entwicklungen kommen könnte, ist in Frankreich, viel wahrscheinlicher, als bei uns. Frankreich hat sowohl eine Linke, als auch eine Rechte, die traditionell eine Unabhängigkeit zur USA bedeuten. In Deutschland wurde diese Linke in den 50ern durch Adenauer quasi abgeschafft, eine Rechte hat seit WW II sowieso keine Basis mehr!

Es wird geheuchelt was das Zeug hält! Als son simpler Norddeutscher sag ich mal, bis heute hat mich noch kein Moslem bedroht, ich habe noch nie einen Aufstand erlebt, der mich bedroht hätte, ich bin aber ehrlich, ich habe aber immer schon ein gewisses beklemmendes Gefühl zur arabischen Welt, das ich nicht näher erklären kann; Urlaub in der Türkei war für mich immer ein NoGo, ich habe Italien, Frankreich oder Spanien auch jedem anderen Arabischen Urlaubsland vorgezogen. Es ist einfach so….Tel Aviv, Jerusalem oder Haifa kamen da immerschon eher in Betracht. Trotzdem, ich habe in Bezug auf Israel und dem Krieg gegen die Palästinenser, gegen die arabische Welt immer auch ein Gefühl von einer nützlichen Lüge gehabt! Dazu beigetragen hat sicherlich auch die Entstehungsgeschichte des Staates Israel. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde diese Region ja immer noch von den Kolonialmächten England und Frankreich regiert. Die Region des heutigen Israels war sozusagen, ein von der UN, den Engländern unterstelltes Protektorat. Damals gab es dort tatsächlich eine kaum relevante Zahl an Juden, die dort lebten. Aber gerade die damals begonnene Geschichte der Besiedlung dieser Region durch Juden kommt mir, bei allen heutigen Ereignissen immer wieder in den Sinn. Die UN hatte ein Verbot ausgesprochen, wonach weitere Ansiedlungen von Juden in dieser Region nicht erlaubt war. Die Briten, als provisorische Regierung, waren verantwortlich für die Einhaltung dieser UN Verbote. Damals waren terroristische Anschläge auch schon an der Tagesordnung, jedoch waren Terroristen und die Opfer ganz Andere, als heute! Die Anschläge wurden von Juden verübt und die Opfer waren nicht etwa Araber, nein, die Opfer waren vor allem die Briten. Die Engländer hatten also eine höchst unerfreuliche Rolle für die UN auszuführen, sie waren froh diese Aufgabe so schnell wie möglich loszuwerden. Die Jüdische Terror und Siedlungspolitik war höchst effizient und erfolgreich. Innerhalb nur eines Jahres wurden die Juden zur stärksten ethnischen Gruppe und hatten Palästina mit ca. 2 Mio. Juden quasi überschwemmt….Ja und genau diese Geschichte habe ich immer im Kopf, bei allem was heute in dieser Region passiert….Sollte ich irgendwie etwas nicht ganz korrekt wiedergegeben haben, bitte korrigiert mich, ein Geschichtsbuch habe ich für meine Aussagen nicht bemüht, ich bin mir aber ziemlich sicher, nichts Wesentliches falsch dargestellt zu haben.

Das Rattenfänger Experiment mit der Empathie, ein Versuch der ganz billigen Art Menschen zu manipulieren! http://vonmusenundmaultieren.tumblr.com/post/107685807855/liebe-muslime-wie-wuerdet-ihr-euch-fuehlen#107685807855 …
Das „Rattenfänger Experiment“, so nenne ich diese Story! Eine einzige Annahme stellt nähmlich alle anderen Schachmatt! „Nehmen wir doch einfach einmal an, die Naivität der Moslemgläubigen (nicht aller, sondern nur derer, die dumm genug sind einen Anschlag auszuführen), ist dermaßen ausgeprägt, dass sie so ziemlich von jeder psychologisch geschulten Sondereinheit benutzt und manipuliert werden kann und deshalb dieser, wie menschliche Drohnen der Königin folgen…“
Das nennt man die Empathie der logischen Wahrscheinlichkeit!
Deren Vorteil ist, du darfst auch die Fakten berücksichtigen! Du musst also nicht nur eine Reihe von „Nehmen wir mal an…“ Bedingungen definieren! Hier liegt auch der Unterschied „Die nehmen wir mal an story“ hat immer mindestens einen Schwachpunkt! Die Empathie der Logik hat keine logische Schwachstelle….

Charlie Hebdo – Pressefreiheit – Meinungsfreiheit – das Gegenteil davon die Springer Medien!


Springer Meinungsfreiheit, Pressefreiheit?

Mehr Widerspruch geht gar nicht! Springer ist Meinungsdiktat!


Ein Medienkonzern, dessen Mitarbeiter per Unternehmensleitsätze verpflichtet sind keine US Kritik zu üben, keine negativen Äußerungen zum Schaden Israels zu machen, ist ein Propagandakonzern.

Das der Konzern mit CIA Kapital gegründet wurde, erklärt den Auftrag des Springer Konzerns!
Springer ist vor allem eines nicht:

Die Springer Leitsätze

Die Springer Leitsätze

Kai Diekmann informiert israelische Medien und Regierung! Der Denunziant und Informant!?

Kai Diekmann informiert israelische Medien und Regierung! Der Denunziant und Informant!?

– – –

(K)Eine Freihe Presse!

– – –
Springer, das ist ein, mit CIA Kapital gegründeter Umerziehungs- und Propagandakonzern!
Die Geschichte von Charlie Hebdo ist ein Paradebeispiel dafür, wie man aus einem ehemals antiautoritären, linken Satireblättchen ein liberales, antiklerikales Etwas gemacht hat!

Charlie Hebdo ist heute das traurige Opfer eines grausamen Anschlags geworden,

Charlie Hebdo war aber seit langem schon ein Opfer, vor allem jüdischer Denunzianten!

Er wurde ein Opfer der Jüdischen Denunzianten. Auch wenn er seinen Zivilprozess gewann und ihm 40.000 EURO Schadenersatz zugesprochen wurde, seinen Job bei "Charlie Hebdo" war er los!

Maurice Sinet, Künstlername Siné. Er wurde ein Opfer der Jüdischen Denunzianten. Auch wenn er seinen Zivilprozess gewann und ihm 40.000 EURO Schadenersatz zugesprochen wurde, seinen Job bei „Charlie Hebdo“ war er los!

Wie sehr sich die jüdischen gesellschaftlichen Größen dort um Einfluss bemühten zeigt das Beispiel von Maurice Sinet:

Am Mittwoch, den 23. Juli 2008 erschien die Wochenzeitung erstmals ohne die regelmäßige Rubrik ihres langjährigen Zeichners „Siné“. Dem 79jährigen – mit bürgerlichem Namen Maurice Sinet – werden anarchistische Tendenzen und Sympathien, aber auch ein ziemlich sturer Dickkopf und ein mitunter griesgrämiger Charakter nachgesagt. Seit mehreren Jahrzehnten hatte er bei der, ursprünglich einmal antiautoritären und linksradikalen, heute eher liberal-antiklerikalen Wochenzeitung mitgemacht: Er war bei der ersten Variante von Charlie-Hebdo, die zeitweilig auch auf den Namen Harakiri hörte und bei der damals auch der bekannte Comiczeichner Marc Reiser mitwirkte, in den Siebziger Jahren ebenso mit dabei wie bei dem 1992 unter dem alten Namen neugegründeten Blatt. Damit ist nun Schluss.

Auslösendes Element dafür, dass der Herausgeber und Chefredakteur Philippe Val ihm jetzt die Zusammenarbeit aufkündigte, ist eine am 2. Juli erschienene Kolumne Sinés. In seinem üblichen Stil – in einer mit kleinen Comicbildern und viel Krakelschrift ausgefüllten Senkrechtspalte – hatte Siné sich einmal mehr sarkastisch bis hämisch über eine Reihe von Persönlichkeiten, Gruppen und Mentalitäten ausgelassen. Den Stein des Anstoßes bildete dabei folgende Passage:

„Jean Sarkozy, würdiger Sohn seines Vaters und schon jetzt (Anm.: mit 21 Jahren) UMP-Bezirksparlamentarier, ist nahezu unter Applaussalven aus dem Gerichtssaal herausgekommen, wo er wegen Fahrerflucht angeklagt war. Der Staatsanwalt hat – einmal mehr! – Freispruch für ihn gefordert! Man muss dazu sagen, dass der Kläger Araber war! Das ist nicht alles: er“, gemeint ist Jean Sarkozy, „hat soeben erklärt, dass er sich zum Judentum konvertieren möchte, bevor er seine Verlobte ehelicht, die Jüdin und Erbe des Gründers (der Versandkaufhäuser) Darty ist. Er wird es im Leben weit bringen, der Kleine!“

Quelle: Freie Übersetzung aus Teilen des Artikels French cartoonist Sine on trial on charges of anti-Semitism over Sarkozy jibe (Telegraph.uk.com)

Die Geschichte könnte da beendet sein, ist sie aber deshalb nicht, weil die Springerpresse mit aller Vehemenz versucht diesen Teil der Wahrheit zu verhindern.

Diese Geschichte, die auch ein Teil der Wahrheit über das Attentat beleuchtet, war für „Die Welt“ und ihren Chefredakteur Jan-Eric Peters zuviel an Meinungsfreiheit! Mit allen höchst fragwürdigen Begründungen wurde eine Veröffentlichung untersagt! Das Vorgehen der Springer Redaktion ist natürlich von ihren AGB’s und Nutzungsbedingungen abgesichert!?

Eine Zusicherung der Meinungsfreiheit kommt dort nun einmal nicht vor!

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Warum wird ein Kommentar trotz Meinungsfreiheit, mit aller Macht verhindert?

Zur Rechtfertigung wird der britische Telegraph zu einer Quelle mit fragwürdiger Reputation oder gleich als Spam diffamiert!

Mit der gleichen Begründung darf sich die Seite „The National Security Archiv“ laut „Die Welt“ ab sofort diffamiert sehen!

Laut Forbes Magazine’s „Best of the Web“ im Jahr 2005, „the world’s largest nongovernmental collection“ according to the Los Angeles Times, im September 2005, gewann das „Archive“ einen Emmy Award „for outstanding news and documentary research“, die Liste der Auszeichnungen und Preise, die sich dieses Archive mit seiner Arbeit verdient hat steht für journalistische Qualität! About The National Security Archive

Doch vielleicht liegt gerade da der Grund, dass dieses Beispiel journalistischer Qualität und Recherche, den Springer Redakteuren nicht einmal bekannt ist!

Das Springerverständnis von Pressefreiheit und Meinungsfreiheit hat Jan-Eric-Peters darüberhinaus noch mit der Aufkündiung seiner Facebook Freundschaft zu mir unterstrichen! Auch mit dieser Begründung, die er hoffentlich so nicht aufrecht erhält (zivilrechtliche Schritte wären sonst unumgänglich), unterstreicht der „Die Welt“ Chef seine Ahnungslosigkeit in Sachen Social Media!

Removed Meine Kommentarversuche "Die Welt"

„Removed“
Meine Kommentarversuche „Die Welt“

Der Quellen Link zu der, von der Presse mehrfach ausgezeichneten Seite "The National Security Archiv" ist also Spam oder ein Link zu einer Seite "unbekannter Reputation"

Der Quellen Link zu der, von der Presse mehrfach ausgezeichneten Seite „The National Security Archiv“ ist also Spam oder ein Link zu einer Seite „unbekannter Reputation“

Man bleibt höflich, kündigt aber eine Antwort/Erklärung zu dieser in mehrfacher Weise ungeheuerlichen Begründung an.

Man bleibt höflich, kündigt aber eine Antwort/Erklärung zu dieser in mehrfacher Weise ungeheuerlichen Begründung an.

Meinungsfreiheit und Pressefreiheit sind Teil der Errungenschaften der Aufklärung, aber ganz sicher ist dieser Geist nicht beim Springerkonzern zu finden!
@Jan-Eric Peters hat meinen Kommentar zur Chefsache gemacht und ihn als Spam diffamiert und in den Papierkorb befördert.
Eine Verhöhnung von Meinungsfreiheit und das zu einem Artikel, der in seinem Untertitel folgenden Text formuliert:

 

„Nach dem zeitweiligen Triumph der Meinungsfreiheit über die Zensur hat Europa die blutige Intoleranz wieder importiert. Der Anschlag auf „Charlie Hebdo“ zielt ins Herz unserer Kultur.“


Hier wird der Rubikon überschritten, hier werden Werte wie Meinungsfreiheit auf die infamste Weise missbraucht und zu einem willkürlichen Wert reduziert! Eine Schande für Deutschland, eine Verhöhnung der „Charlie Hebdo“ Opfer, eine Missachtung unserer Grundgesetzlich verankerten Rechte und ein Missbrauch der Pressefreiheit!

Schämt euch!


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Frankreich Juli 2008

Ein Skandal erschüttert die französische Kulturwelt, aber die Vorwürfe lassen sich auf den ersten Blick nur schwer erhärten. Der Anlass ist in Wirklichkeit eher harmlos, aber es rächt sich, dass der angegriffene Zeichner in Sachen antisemitischer Ressentiments ein paar „Leichen im Keller“ hat. Unterdessen wählt der schwarze Ex-Antirassist Dieudonné, mit dem der kritisierte Karikaturist Siné in der Vergangenheit zu tun hatte, einen spektakulären Taufpaten für seine jüngste Tochter: einen gewissen Jean-Marie Le Pen…

Dicke Luft in der Redaktion, Hunderte von E-Mails mit zum Teil heftigen Reaktionen (darunter, laut Herausgeber Philippe Val, angeblich welche mit Todesdrohungen) und mehrere Tausend Leserkommentare auf einschlägigen Blogs, wo die Beiträge zum Thema in den ersten Tagen über 100.000 mal gelesen wurde: Kaum jemanden schienen die Vorgänge bei der französischen Satirezeitung Charlie Hebdo in den vergangenen 14 Tagen indifferent zu lassen.

Am Mittwoch, den 23. Juli 2008 erschien die Wochenzeitung erstmals ohne die regelmäßige Rubrik ihres langjährigen Zeichners „Siné“. Dem 79jährigen – mit bürgerlichem Namen Maurice Sinet – werden anarchistische Tendenzen und Sympathien, aber auch ein ziemlich sturer Dickkopf und ein mitunter griesgrämiger Charakter nachgesagt. Seit mehreren Jahrzehnten hatte er bei der, ursprünglich einmal antiautoritären und linksradikalen, heute eher liberal-antiklerikalen Wochenzeitung mitgemacht: Er war bei der ersten Variante von Charlie-Hebdo, die zeitweilig auch auf den Namen Harakiri hörte und bei der damals auch der bekannte Comiczeichner Marc Reiser mitwirkte, in den Siebziger Jahren ebenso mit dabei wie bei dem 1992 unter dem alten Namen neugegründeten Blatt. Damit ist nun Schluss.

Auslösendes Element dafür, dass der Herausgeber und Chefredakteur Philippe Val ihm jetzt die Zusammenarbeit aufkündigte, ist eine am 2. Juli erschienene Kolumne Sinés. In seinem üblichen Stil – in einer mit kleinen Comicbildern und viel Krakelschrift ausgefüllten Senkrechtspalte – hatte Siné sich einmal mehr sarkastisch bis hämisch über eine Reihe von Persönlichkeiten, Gruppen und Mentalitäten ausgelassen. Den Stein des Anstoßes bildete dabei folgende Passage: „Jean Sarkozy, würdiger Sohn seines Vaters und schon jetzt (Anm.: mit 21 Jahren) UMP-Bezirksparlamentarier, ist nahezu unter Applaussalven aus dem Gerichtssaal herausgekommen, wo er wegen Fahrerflucht angeklagt war. Der Staatsanwalt hat – einmal mehr! – Freispruch für ihn gefordert! Man muss dazu sagen, dass der Kläger Araber war! Das ist nicht alles: er“, gemeint ist Jean Sarkozy, „hat soeben erklärt, dass er sich zum Judentum konvertieren möchte, bevor er seine Verlobte ehelicht, die Jüdin und Erbe des Gründers (der Versandkaufhäuser) Darty ist. Er wird es im Leben weit bringen, der Kleine!“

Nachdem diese Zeilen erschienen waren, geschah zunächst einige Tage lang gar nichts. Aber am 8. Juli erklärte Claude Askolovitch, Journalist beim sozialliberalen Wochenmagazin Nouvel Observateur, in einer Radiosendung, es handele sich bei dieser Kolumne um „einen antisemitischen Text in einer Zeitung, die es nicht (d.h. die nicht antisemitisch) ist“. Daraufhin startete Herausgeber Philippe Val eine Untersuchung und berief die Redaktion zusammen. Er forderte Siné dazu auf, eine Entschuldigung zu formulieren. Als Grundlage, auf der er diese Forderung erhob, trug er allerdings zwei doch sehr unterschiedliche Dinge gleichzeitig vor und vermengte sie miteinander. Zum Einen stimmte Val der Auffassung zu, der Text könne zumindest als antisemitisch ausgelegt werden – indem er nämlich den Eindruck erweckt, um es „weit zu bringen“ in der französischen Gesellschaft, müsse man etwas mit dem Judentum zu tun haben. Auf der anderen Seite wünschte Val sich aber auch eine Entschuldigung gegenüber Jean Sarkozy und seiner Verlobten, Jessica Darty, die sich beleidigt fühlen könnten.

Inzwischen wird es, durch Philippe Val und andere, als blobes Gerücht dargestellt, dass Jean Sarkozy im Zusammenhang mit seiner geplanten Hochzeit zur jüdischen Religion konvertieren möchte. Nun heibt es, diese Behauptung sei falsch. Allerdings war sie bislang, seit fast einem Jahr, als angeblich richtige Information durch die bürgerliche Klatschpresse gegangen – und nicht dementiert worden.

Verhinderte Richtigstellung

Siné legte daraufhin einen Text vor, indem er eine Richtigstellung vornehmen wollte, der dann aber nicht in Charlie Hebdo erschien. Einige Tage später haben allerdings die beiden Websiten Marianne2 und Rue89 – die Homepage eines linksnationalistischen Wochenmagazins sowie ein Online-Medium, das von früheren Journalisten der Tageszeitung Libération betrieben wird – seinen Inhalt dann doch noch öffentlich gemacht. Siné schrieb darin: „Gut, es stimmt, dass das schlecht interpretiert werden konnte. Ich wollte die Idiotie kritisieren, die darin besteht, zu einer Religion – welcher auch immer – zu konvertieren, sowie die Faszination der Familie Sarkozy für den Zaster. Ich habe meine Aussage zusammengekürzt, und was letztendlich davon übriggeblieben ist, kann als zweideutiger und verurteilungswürdiger Kurzschluss analysiert werden. Ich entschuldige mich gegenüber jenen, die es so verstanden haben.“ Damit meinte er den „Kurzschluss“, der Juden mit Geld und einer vermeintlichen geheimen Macht assoziiert. Bei Jean Sarkozy und der Millionärserbin Jessica Darty bat er hingegen nicht um Pardon. Was man nun nicht unbedingt als unverzeihlich betrachten muss…

Das hätte es gewesen sein können. Kurz darauf erfuhr Siné aber, dass die darauf folgende Aussage nicht nur seinen mehr oder weniger klaren Richtigstellungstext enthalten sollte, sondern auch eine von Val formulierte und – angeblich – durch alle Mitarbeiter unterschriebene Erklärung, wonach „wir einstimmig die jüngsten Fantasieergüsse Sinés verurteilen.“ (Später haben sich allerdings zwei langjährige Mitarbeiter von ‚Charlei Hebdo’, Cabu und Cavanna, zu Wort gemeldet, die in dieser Angelegenheit gar nicht zu Rate gezogen worden waren. Cavanna, der zu den Gründern der Zeitung gehört, äuberte zwar auch Kritik an Siné – erklärte aber auch klar, dieser sei „kein Antisemit“, und „ich hätte auf keinen Fall 16 Jahre mit einem Antisemiten Seite an Seite gearbeitet.“) Der mit „die Redaktion“ unterschriebene Beitrag sollte zudem den Satz enthalten: „Die Verletzung unserer gemeinsamen Werte hat keinen Platz in unserer Zeitung.“ Damit wurde Siné symbolisch der Stuhl vor die Tür gestellt und der behauptete antisemitische Charakter seiner Kolumne ausdrücklich bestätigt. Denn ansonsten konnte der Zeichner nicht der „Verletzung unserer gemeinsamen Werte“ beschuldigt werden, zumal Philippe Val Letztere in der Öffentlichkeit dergestalt erläuterte, dass es sich um „die Ablehnung von Rassismus und Antisemitismus“ handele.

Siné zog seine Richtigstellung zurück, die daraufhin nicht erschien. Infolgedessen kündigte Philippe Val ihm die Zusammenarbeit auf. In einem von ihm gezeichneten Artikel erklärte Val zudem, das „Gerücht“ über den angeblichen Konversionswunsch von Sarkozy Junior sei „weder akzeptabel, noch würde es vor einem Gericht standhalten“. Die letztgenannten Worte haben mehrere Beobachter – unter ihnen den früheren Le Monde-Chefredakteur Edwy Plenel in dem heute von ihm geleiteten Online-Magazin Mediapart.fr – dazu veranlasst, hinter dem Schritt Philippe Vals andere Beweggründe als das Erschrecken über mögliche antisemitische Beweggründe seines bisherigen Mitarbeiters zu vermuten. Sie mutmaßen, die Furcht vor einem Prozess, den der Präsidentensohn anstrengen könnte, habe mindestens ebenso stark den Ausschlag gegeben. Tatsächlich ist die Familie Sarkozy, allen voran der prominente Vater, durchaus dafür bekannt, dass sie in anderem Zusammenhang ohne Zögern die Gerichte zur Verteidigung ihrer persönlichen „Ehre“ gegen kritische Stimmen bemühen.

Es bleibt die Sache selbst, also die Worte, die Siné in seiner Kolumne niederschrieb. Hegte er dabei antisemitische Ressentiments, etwa dergestalt, dass er einen Zusammenhang zwischen sozialer Situation bestimmter Gruppen in der französischen Gesellschaft und ihrer Herkunft oder Religionszugehörigkeit zog? Eine oberflächliche Betrachtung könnte diesen Schluss zulassen: Der „arabische“ Kläger im Fahrerfluchtprozess gegen Jean Sarkozy steht der „jüdischen“ Millionärserbin gegenüber. Nur ist die Frage, ob genau dieser „Zusammenhang“ vom Autor so intendiert war.

Ein eher harmloser Anlass

Aus der Lektüre der umstrittenen Kolumne ergibt sich dies unterdessen nicht: Dass insbesondere die Nachfahren „arabischer“ oder afrikanischer Einwanderer durch das französische Polizei- und Justizsystem oft überdeutlich benachteiligt werden, ist ein kaum bestreitbares Faktum. Dass Jean Sarkozy ein hemmungsloser junger Karrierist und Opportunist ist, dürfte sich ebenfalls schwer widerlegen lassen. Durch einige politische Tricks und Kniffs hat er es im vorigen Monat bis an die Spitze der Fraktion der Regierungspartei UMP im Bezirksparlament von Nanterre gebracht. In einem politischen Umfeld, das der neue Bezirkspräsident, Patrick Devedjian (UMP), unlängst selbst als „Augiasställe“ charakterisierte, die man dringend „reinigen“ müsse. Dass jemand wie Jean Sarkozy eher einer Multimillionärin denn einer hübschen Supermarktkassiererin etwas abgewinnen kann, dürfte ebenfalls niemanden verwundern.

Siné und sein Problemchen mit Religionen – ob Christen, Moslems oder Juden…

Last but not least kann man es Siné auch nicht prinzipiell übel nehmen, dass er etwas gegen eine religiöse Konversion im allgemeinen, und gegen einen von ihm als opportunistisch empfundenen Religionsübertritt im besonderen einzuwenden hat. Vor allem muss man die Persönlichkeit Sinés kennen, die sich durch eine strikte, oft barsche Frontstellung gegen Religionsgruppen aller Couleur auszeichnet. Im übrigen hat Siné selbst inzwischen mehrfach betont, im Falle, „dass Jean Sarkozy eine reiche Emirstochter ehelichen und (deshalb) zum Islam konvertieren möchte“, hätte er sich ganz genauso verhalten und seine Kritik auf dieselbe Weise dargestellt.

Am 11. Juni dieses Jahres, keine vier Wochen vor dem jüngsten Skandal, hatte er am selben Ort in seiner wöchentlichen Kolumne geschrieben: „Ich gestehe ein, dass die Moslems mir immer unerträglicher werden, und je mehr ich Kopftuch tragenden Frauen in meinem Stadtteil begegne, desto mehr habe ich Lust, ihnen heftig den Arsch zu versohlen.“ Wie so oft trennte Siné in seinem Verständnis von Antiklerikalismus dabei nicht scharf zwischen der Ablehnung einer Religion oder aller Religionen, sowie dem Angriff auf ihre individuellen Mitglieder als Personen. Zumal er auch noch hinzufügte, er habe Lust, „den Schulkindern, die in der Kantine kein Schweinefleisch essen möchten, den Linseneintopf mit Wurst in den Rachen zu stopfen.“ Hier hätte er längst die Grenze des Angriffs auf die persönliche Glaubens- und Gewissenfreiheit der Einzelnen übertreten.

Die Tatsache, dass die oben zitierte Kolumne vom 11. Juni ohne jegliche Reaktion blieb, jene vom 2. Juli (über Jean Sarkozy und seine angeblichen Pläne, zu konvertieren) aber so heftige Reaktionen auslöste, ruft nun wiederum – fast unvermeidlich – ganz bestimmte Stimmen auf den Plan. Etwa jene, in deren Augen die Moslems ohnehin tendenziell immer die Opfer sind, und gegenüber den Juden systematisch benachteiligt werden. Ein im Internet mehrfach geposteter Artikel auf der westalgerischen Tageszeitung ‚Le Quotidien d’Oran’ zieht etwa eine solche Parallele (jegliche Angriffe auf Moslems und den Islam seien erlaubt, solche gegen die jüdische Religion oder Bevölkerungsgruppe aber seien strikt verboten) und faselt von einer „Gedankenpolizei“, ‚police de la pensée’. Er trifft eine Tonlage, die durchaus in Kreisen der sozialen Unterklassen und der Einwanderungsbevölkerung Verbreitung finden kann – und durch den dick aufgetragenen Philosemitismus in der Politik Nicolas Sarkozy (und seines Clans) noch verstärkt zu werden droht: „Auf uns darff man herumreiten, aber über DIE darf man ja gar nichts sagen, DIE werden durch die Herrschaft beschützt…“ Ein potenziell gefährliches Phänomen, das die ohnehin vorhandenen Tendenzen zur „Opferkonkurrenz“ (Opfer des Holocaust hier, Opfer von Sklaverei und Kolonialmassakern dort werden für die Interessen der jeweils eigenen Gruppe gegeneinander ins Feld geführt) noch zu verstärken droht.

Demgegenüber hat eine Figur wie Siné übrigens durchaus keine bewusste, kohärente und stringente Haltung. Vielmehr variiert seine Position gegenüber den jeweiligen (von ihm mal mehr, mal weniger abgelehnten) Gruppen je nach Zeitpunkt und, anscheinend, je nach individuellen Stimmungen oder Launen. Denn, was durchaus (jedenfalls für bestimmte eher individualanarchistische Strömungen) anarcho-typisch wäre: Siné steuert oftmals weitaus mehr mit dem Bauch, als mit dem Kopf. So klingt oben angeführtes Zitat doch sehr „islamophob“. Andererseits aber schrieb derselbe Siné in seiner, nunmehr so heftig umstrittenen, Kolumne vom 2. Juli ganz am Ende, die Anpassungs- und Assimilierungsforderungen der Mehrheitsgesellschaft an die Adresse der Moslems gingen ihm auf die Nerven. Um seine Haltung zu unterstreichen, zog Siné eine Paralle zwischen moslemischen und orthodox-jüdischen Frauen, die einen „im Tschador“, die anderen „rasiert“. (Tatsächlich dürfen bzw; möchtgen sowohl streng praktizierende moslemische als auch jüdisch-orthodoxe Frauen jeweils ihre Haare nicht für Männerblicke sichtbar zeigen. Die Einen verbergen sie unter einem Schleier oder Kopftuch, die Letztgenannten rasieren oder schneiden sie hingegen ab und setzen eine Perücke darauf.) Siné fügte hinzu, gegenüber der „kahl rasierten Jüdin“ ziehe er dann doch immer noch „die moslemische Frau im Tschador“ vor.

Das ist sicherlich ebenso wenig für bare Münze zu nehmen, wie zahllose andere seiner Äuberungen: Siné hatte nur einfach, „aus dem Bauch heraus“, auf eine von ihm verspürte Ungerechtigkeit in Gestalt der Assimilationsforderung (der weiben Mehrheitsgesellschaft) reagiert. Nur lässt sich mit seinen jeweiligen eigenen Worten hinterher so ziemlich alles „beweisen“: Nimmt man seine Kolumne vom 11. Juni isoliert heran, lässt sich eine Argumentation über „islamophoben Rassismus“ (den Seinen und den der Anderen, die darauf nicht reagierten) daran aufziehen. Umgekehrt lässt sich, betrachtet man seine Kolumne vom 2. Juli isoliert, eine vermeintliche Bevorzugung von „Arabern“ oder „Moslems“ gegenüber „Juden oder Jüdinnen“ bei ihm ablesen. (Was übrigens der konformistische Fernsehphilosoph Bernard—Henri Lévy später in einem Beitrag in ‚Le Monde’ genau so aufgreifen würde, siehe zu diesem Beitrag unten mehr.) Wahrscheinlich entspricht weder das Eine noch das Andere der Geisteshaltung Sinés. Nur deutet die entstandene Maläse vielleicht doch daraufhin, dass seine Art von Humor vielleicht mitunter problematisch sein könnte…

Siné und seine „Leichen im Keller“

Aber auch wenn der unmittelbare Anlass für die Eskalation in der Charlie-Redaktion, die Kolumne vom 2. Juli, nicht unbedingt den nachweisbaren Vorwurf des Antisemitismus begründen kann: Es bleibt ein fundierter Verdacht, dass Siné genau dieses unausgesprochene Ressentiment, das von Kritikern benannt wird, also die Assimilation von „Juden“ mit „Reichtum und Erfolg“, in seinem Hinterkopf durchaus kultiviert. Denn unabhängig vom konkreten Anlass des Streiks weist Siné in dieser Hinsicht doch so manche „Leichen im Keller“ auf: Im Juni 2004 hatte er an einem gemeinsamen Auftritt mit dem schwarzen französischen Humoristen Dieudonné M’bala M’bala und Alain Soral teilgenommen. Es ging damals darum, die zu den Europaparlamentswahlen antretende Liste „Euro-Palestine“ zu unterstützen.

Die (neueste) Dieuedonné-Affäre: ein wirklich handfester Skandal

Während für einen Großteil des französischen „palästinasolidarischen“ Milieus – in dem zahlreiche Strömungen der Linken (CGT, KP, LCR, Antiautoritäre) vertreten sind – einen antisemitischen oder völkischen Charakter mit Recht bestritt werden kann, repräsentierte diese Liste den zum Teil unstrittig antisemitischen „Narrensaum“. Der als „Berufsprovokateur“ geltende Alain Soral, bis vor 15 Jahren einmal ein Linker, berät seit Anfang 2006 den rechtsextremen Politiker Jean-Marie Le Pen. Und der frühere Antirassist Dieudonné hat sich dem Chef des Front National ebenfalls angenähert: Am vorletzten Freitag, den 18. Juli 2008, fand die Taufe der jüngsten Tochter Dieudonnés, Plume, in einer katholischen Kirche im Beisein des Taufpaten statt – eines gewissen Jean-Marie Le Pen.

Beide Männer haben sich, obwohl vieles sie trennt, einander doch angenähert, weil sie sich beide als „Outlaws“ betrachten, die man in den „jüdisch dominierten Medien Frankreichs“ nicht zu Wort kommen lasse. Sicherlich ist bei Dieudonné auch eine bedeutende Menge Provokation im Spiel, die hauptsächlich dazu dient, von sich reden zu machen. Er rechtfertigte sich am darauf folgenden Wochenende denn auch mit den Worten: „Wissen Sie, was eine Imagekampagne im ersten Fernsehkanal kostet?“ Nur indem er den Medien „Negatives zum Fraß vorwerfe“, komme er in ihnen vor. (Bei derselben Gelegenheit setzte Dieudonné auch noch mal einen tendenziell antisemitischen Kalauer drauf: Um in die Medien zu kommen, weil er zusammengeschlagen werde – was ja auf Bestellung erfolgen könnte -, da müsse er schon Jude sein. „Oder reicht es“, fragte Dieudonné vor seinen Fans rhetorisch nach, „wenn ich eine Kippa aufsetze?“)

Als hinreichende Erklärung für die „Allianz wider Natur“ mit Jean-Marie Le Pen genügt dies freilich nicht. Denn ansonsten lässt sich – nur durch einen PR-Gag des Humoristen – nicht erklären, warum der 80jährige Rechtsextremist sich seinerseits auf die Geschichte einließ.

„Damals“, im Juni 2004, war der Rechtsdrall bei Dieudonné und auch Soral freilich noch nicht so klar zu erkennen wie heute. Oder in den Worten eines französischen Antifaschisten: „Der Misthaufen war damals schon da, aber der Baum darauf ist erst heute richtig gewachsen“. Freilich fand sich schon bei jenem Auftritt eindeutig Anstößiges. So hatte Siné auf der Bühne gezeichnet, während Dieudonné sprach – und sich zunehmend auf tatsächliche und vermeintliche „Unterstützer der israelischen Besatzungspolitik“ unter französischen Prominenten einschoss. Beim früheren sozialdemokratischen Finanzminister – und jetzigen IWF-Direktor – Dominique Strauss-Kahn angekommen, wählte Dieudonné eine betonte Verfremdung seines Namens, um seine jüdische Herkunft zu betonen: „Strauss-Cohen“. Spätestens damit tat er einen unbestreitbar antisemitischen Ausspruch: DSK ist zweifellos ein Verbrecher (da er als IWF-Direktor eine kriminelle Politik, die für den Hunger in der Welt mitverantwortlich ist, repräsentiert), hat aber wie jede andere menschliche Person das Recht, ausschließlich für das angegriffen zu werden, was er tut und wofür er verantwortlich ist – aber auf keinen Fall für seine Abstammung, Herkunft oder so genannte „Rassenzugehörigkeit“. Siné hatte nicht auf diesen Ausfall Dieudonnés reagiert.

Philippe Val: Andere als lupenrein antifaschistische Motive bewogen ihn zur Trennung von ‚Siné’

Aufgrund der „Leichen im Keller“, die der Anarcho-Zeichner mit sich herumschleppt, fiel es also leicht, beim Erscheinen seiner jüngsten Kolumne Verdacht zu schöpfen – auch wenn diese selbst zu weit weniger Kritik Anlass bot als seine früheren Auftritte.

Gleichzeitig trifft es durchaus auch zu, wenn Kritiker monieren, dass Philippe Val auch danach suche, durch verschiedene Personalentscheidungen endgültig mit der diffus linksradikalen Vergangenheit seiner Zeitung zu brechen. Phlippe Val, „antitotalitärer“ Verteidiger der „westliche Demokratie“ gegen Kritik von links wie von reaktionärer Seite, Befürworter des EU-Integrationsprojekts und des NATO-Kriegs gegen Serbien von 1999, trat in den letzten Jahren zunehmend auf die politische Bühne. Zunächst an der Seite der Grünen, aber im vergangenen Jahr 2007 dann als Befürworter einer Anhänger zwischen den Sozial- und Christdemokraten Ségolène Royal und François Bayrou (vgl. http://jungle-world.com ). Siné behauptet vor diesem Hintergrund: „Val wollte mich ohnehin seit zwei Jahren feuern.“

Einen heftigen Streit zwischen den beiden Männern hat es auch im Frühsommer dieses Jahres gegeben, weil Val den ihm ungenehmen Enthüllungsautor Denis Robert – durch die Blume, aber doch sehr deutlich – als Verschwörungstheoretiker abzutun versucht hatte. Aber besagter Denis Robert ist alles andere als ein antisemitischer, oder sonstwie finsterer, Verschwörungsfanatiker. Der Autor mehrerer Bücher hat in akribischer Kleinarbeit Details über das Funktionieren der in Luxemburg ansässigen Clearing-Bank (d.h. für die Abwicklung von Geldgeschäften zwischen Kreditinstituten zuständigen Bankanstalt) ‚Clearstream’ zusammengetragen und veröffentlicht. Die Anstalt ‚Clearstream’, bei der zahlreiche – u.a. französische – hochgestellte Persönlichkeiten über anonyme Konten verfügen sollen, unter ihnen auch Nicolas Sarkozy, ist in den letzten Jahren seit circa 2000 ins öffentliche Gerede gekommen. Sie wird – bei weitem nicht nur durch Denis Robert – verdächtigt, beim Transferieren von enormen Guthaben in „Steuerparadies“ wie auf die Virgin- und Kayman-Inseln, bei Geldwäsche und Waschengeschäften mit im Spiel gewesen zu sein. Den gerichtlichen Nachweis dafür zu führen, ist sicherlich schwierig. Allerdings hat Denis Robert die Mehrzahl seiner Prozesse gegen die Bank gewonnen. Im Juni hatte Philippe Val ihn jedoch durch einen Federstrich als Urheber von Verschwörungs-Unfug darzustellen versucht. Kleines Detail am Rande: Der Rechtsanwalt der Clearstream-Bank ist derselbe, der auch ‚Charlie Hebdo’ verteidigt, und mit Philippe Val persönlich befreundet ist… Dies war auch in „seiner“ Redaktion zum Teil nicht gut angekommen. Bei Siné hatte es zu einem empörten Aufschrei geführt.

Dass der Herausgeber also einen diffus antiautoritären Wirrkopf wie Siné aus völlig anderen als progressiven Motiven loswerden mochte, ist durchaus plausibel. An der notwendigen Kritik der Ressentiments, welche der Zeichner mitunter nährt, ändert dies hingegen nichts.

Kontroverse unter den Intellektuellen

Die ganze Affäre hat nun inzwischen eine Polemik unter Intellektuellen, Kulturschaffenden sowie unter politischen Aktivist(inn)en ausgelöst, wie sie Frankreichs intellektuelle Szene und Kulturwelt so gut beherrscht. Hitzig geht es her im Ideenstreit, es wird klar Partei ergriffen. Geschichtsmächtige Argumente werden bemüht und Ideen mit viel politischem, philosophischem, historischem Hintergrund werden ausgetauscht. Zwei mehr oder minder deutlich definierbare Lager bilden sich heraus. Und dabei hätte man zumindest bei bestimmten Personen und bei bestimmten Vereinigungen – bei nur ungefährer Kenntnis des Geschehens und ohne gröbere Ahnung vom vorherigen Debattenverlauf – erahnen bzw. „die Uhr danach stellen“ können, auf welcher Seite sie sich dabei wieder finden würden.

Beispielsweise dass Bernard-Henri Lévy („BHL“), der linksliberale und sich gern antifaschistisch – aber auch, und mindestens so sehr, antikommunistisch und anti-antikapitalistisch – gebende Fernsehphilosoph, sich rückhaltlos auf die Seite von Philippe Val stellen würde: Es war von vornherein klar. Und so kam es.

BHL, der im Laufe seiner Karriere schon sehr viel sehr groben Unfug verbreitet hat (vgl. http://jungle-world.com ), aber noch immer antifaschistisches Pathos zum – vermeintlich oder tatsächlich – rechten Zeitpunkt zu bemühen versteht, meldete sich mittels eines Gastbeitrags ‚Le Monde’ zu Wort. (Siehe unter http://abonnes.lemonde.fr) Darin schreibt er zunächst, völlig zu Recht, es gelte die legitime Kritik an Religionen von jeglicher Form der Rassenhetze zu unterscheiden: „Sich über Pfaffen, Imame oder Rabbiner lustig machen, Ja – aber niemals über ‚Araber’ oder ‚Juden’“. Im Anschluss daran behauptet er – und da wird es bereits wesentlich diskutabler -, der umstrittene Artikel von Siné erfülle den Tatbestand der antisemitischen Rassenhetze und stehe in einer historischen Reihe mit der „Gründerschrift“ der modernen antisemitischen Hetzliteratur: ‚Les juifs, rois de notre époque’ (Die Juden, Könige unserer Zeit) von Alphonse Toussenel (1845). Desweiteren kommt er sodann auf seine Lieblingsthema zu sprechen, die Links-Rechts-Gleichsetzung im Namen des (von ihm so heib geliebten) „Antitotalitarismus“ – die so lange Gleichheitszeichen herstellt und Sprünge zwischen Marxismus oder sozialem Protest einerseits und Faschismus/Rassismus/Antisemitismus andererseits durchführt, bis irgendwann „in der Nacht (und bei Tage) alle Katzen grau sind“.

Der moderne Antisemitismus des 20. Jahrhunderts, laut BHL im oben zitierten Artikel, hat folgende Akteure (in dieser Reihenfolge): „die französischen Anarchosyndikalisten im frühen 20. Jahrhundert“, „die (westdeutsche) Baader-Meinhof-Bande“ sowie „die so genannten Beafsteak-Sektionen der deutschen Nazibewegung, die infolge des kommunistischen Entrismus in die Massenbewegungen der NSDAP entstanden“. Dabei handelt es sich schon nicht mehr um eine wirkliche Argumentation, sondern bereits um ein pures Delirium. Oder um die Kunst, so ziemlich Alles mit Allem zu verwechseln: Das „Beafsteak“-Phänomen (die Bezeichnung rührt von der Idee „auben rot und innen braun“ her) gab es tatsächlich, man bezeichnete so bestimmte SA-Einheiten am frühesten Beginn der 1930er Jahre. Ihre Männer hatten oft zuerst bei den Parteikommunisten hospiziert, sich aber später den Nazis angeschlossen, weil letztere die schrillsten Parolen hatten und lauter schrieen, also vermeintlich die „radikalere Alternative“ darstellten. Es handelte sich dabei um Arbeiter ohne politisches Klassenbewusstsein, Arbeitslose oder verlumpte Kleinbürger. Dass sie durch die NSDAP angezogen wurden, war ein politisches Drama, aber keineswegs das Ergebnis einer bewussten Strategie seitens der damaligen Arbeiterparteien (SPD, KPD, plus kleinere Parteien wie SAP oder KPO) – im Gegenteil war diese Anziehungskraft der Nazipartei als „radikale“ Scheinalternative ein fundamentales Problem für die Kräfte der Arbeiterbewegung. Hingegen gab es sehr viel später, nämlich ab 1935/36, als sämtliche Parteien auberhalb der NSDAP längst verboten und zerschlagen worden waren, eine Phase des kommunistischen „Entrismus“ (Synonym für unerkanntes, kollektives Eindringen) in die Nazi-Betriebsorganisation „Deutsche Arbeitsfront“ DAF. Diese Taktik der, seit Jahren in der Illegalität operierenden, Kommunisten sollte allerdings keinesfalls der Stärkung von Nazi-Verbänden führen, sondern diese im Gegenteil von innen heraus aushöhlen und zur Sprengung bringen. Die (wohl illusionäre) Hoffnung der Parteikommunisten lautete, durch Aufwerfen der sozialen Frage lieben sich die bei der DAF organisierten Arbeiter, allmählich oder abrupt, von der Naziführung abwenden und gegen diese aufwiegeln.

Letzteres Kalkül ist nun nicht aufgegangen, und es hat absolut nicht funktioniert. Aber es handelt sich bei dieser fehlgeschlagenen Rechnung (unter Bedingungen, wo die illegalisierten KP-Strukturen verzweifelt nach IRGENDWELCHEN Handlungsfeldern und –möglichkeiten gegen das Nazi-Regime suchten, notfalls eben „von innen heraus“) eben keinesfalls um einen Beweis der „Annäherung“ zwischen Kommunisten und Nazis. Völlig im Gegenteil. Diese Feststellung steht aber völlig im Gegensatz zu dem, was BHL angeblich „beweisen“ möchte – nämlich, dass die „totalitären“ Kräfte, die Linke und die Nazis, schon immer in ein und derselbe Sauce geschwommen hätten. They call it „Antitotalitarismus“, but its real name is „Bullshit“…

Auf BHL antwortete der linksradikale Philosoph Alain Badiou, der im vergangenen Jahr 2007 ein kleines, aber weitverbreitetes Bändchen über das politische Phänomen Sarkozy vorlegt hat – und den BHL in seinem Beitrag in die Nähe des Faschismus rückte. Sein Gastbeitrag erschien ebenfalls in ‚Le Monde’ (vgl. http://abonnes.lemonde.fr). Darin ging es allerdings eher um die Voraussetzungen von Kritik und das Recht (oder nicht), den politischen Gegner zu beschimpfen, als um die Bewertung von Siné.

In der Folgezeit kristallisierten sich zwei Blöcke heraus. Einerseits konnten Philippe Val und BHL die üblichen Verdächtigen hinter sich sammeln, darunter die Leitungen der bürgerlich-antirassistischen Vereinigungen SOS Racisme und LICRA. Also kurz ausgedrückt: den rechten Flügel der Antirassismus-Organisationen in Frankreich: SOS Racisme wird eng durch den Parteiapparat der französischen Sozialdemokratie kontrolliert. Und der Vorsitzende der LICRA (Internationale Liga gegen den Rassismus und den Antisemitismus, Ende der 1920er Jahre gegründet) ist der Europaparlamentarier der konservativen UMP und frühere Berater des Ex-Innenministers Charles Pasqua, Patrick Gaubert. Derselbst Patrick Gaubert hatte im Juni dieses Jahres beispielsweise die damals vom Europaparlament angenommene „Abschiebe-Richtlinie“, von franzöischen NGOs und Solidaritâtsvereinigungen nur als „Richtlinie der Schande“ (directive de la honte) bezeichnet, verteidigt und gegen Kritik in Schutz genommen. Kurz, es handelt sich nicht wirklich um die Spitzen der Gesellschaftskritik…

Auf der anderen Seite sammelten sich tendenziell sowohl die Verteidiger der Freiheit der Kunst (unter ihnen viele Zeichner- und Karikaturistenkollegen von Siné), als auch Anhänger der klassenkämpferischen Linken. In ihren Augen wird gegen Siné ein – keineswegs durch reale antisemitische Ausfälle begründeter – politischer „Hexenprozess“ geführt. Kritik an Sinés eigenen Inhalten, auch wenn sie zum Teil durchaus vorhanden ist, kommt dabei tendenziell eher ein bisschen kurz. Allerdings sorgt die Dynamik der Debatte selbst notgedrungen für eine polarisierende Dynamik, in der man irgendwann notgedrungen „für“ oder „gegen“ etwas oder jemanden eintritt. Seitens von engagierten Linken wird oft zugunsten von Siné angeführt, dass dieser sich ein – unbestreitbares! – historisches Verdienst als „Kofferträger“ (illegaler Unterstützer) für die algerische Nationale Befreiungsfront (FLN) während des französischen Kolonialkriegs in Algerien in den 1950er und frühen 60er Jahren erworben habe. Eine Betätigung, welche damals dioch erheblichen Mut und Bereitschaft zum Widerstand gegen die Mächtigen, aber auch gegen einen in der Gesellschaft tief verankerten Rassismus erforderte. Und schlieblich spielt es für den Verlauf der Debatte sicherlich eine Rolle, dass – wie ein Blogbeitrag es kürzlich trefflich auf den Punkt brachte – „die <Linke> à la Philippe Val und BHL der kapitalistischen Rechten näher steht als man glaubt“ (vgl. http://poli-tic.lejdd.fr).

Ebenso vorhersehbar war, dass die Antirassismusverbände selbst sich im Laufe dieses Streits aufspalten würden. Die beiden rechteren unter ihnen, SOS Racisme (dereinst durch Präsident François Mitterand lanciert) und LICRA (heute im Umfeld der UMP angesiedelt) verurteilten Siné in scharfen Worten und verteidigten das Vorgehen Philippe Vals. Die LICRA möchte gar Strafanzeige gegen Siné erstatten, wegen „antisemitischer Äuberungen“. Auf der anderen Seiten hat die „linkere“ der drei groben Antirassismusorganisationen, der MRAP (‚Bewegung gegen Rassismus und für Völkerfreundschaft’, historisch eher KP-nahe) sich bisher jeder offiziellen Position „für“ oder „gegen“ jemanden in diesem Konflikt enthalten. Nicht aus Bequemlichkeit, vielmehr war intern eine kontroverse Debatte darüber real geführt worden. Auch wenn die Tendenz eher dahin ging, Siné gegen die falschen Vorwürfe – im Zusammenhang mit seiner aktuell umstrittenen Kolumne über das Präsidentensöhnchen Jean Sarkozy – zu verteidigen, so sorgten doch Vorbehalte gegen die Inhalte Sinés (jetzt und in der Vergangenheit) dafür, dass jede offizielle Pro-Stellungnahme zugunsten des Zeichners unterblieb. Privat unterzeichneten allerdings manche Funktionsträger Schreiben oder Solidaritätserklärungen an bzw. für Siné.

Eine Petition zur Unterstützung Sinés, als Freigeist und „Grobmaul“ (grande gueule), hat inzwischen 8.800 Unterschriften erzielt. (Vgl. http://www.soutenir-sine.org/petition/ ) Unter ihnen sind eine Reihe von Prominenten, beispielsweise der frühere NGO-Spitzenfunktionär und spätere NGO-Kritiker Rony Brauman, der atheistisch-antiautoritäre Philosoph Michel Onfray, aber auch Figuren der (radikalen) Linken wie Olivier Besancenot und Alain Krivine, und zahlreiche Zeichner und Karikaturisten (der berühmte Katzenzeichner Philippe Geluck, Willem von ‚Libération’, Pichon…). Auch der oben erwähnte Autor Denis Robert hat die Solidaritätserklârung unterschrieben. (Vgl. http://tempsreel.nouvelobs.com ) Der Zeichner der liberalen Pariser Abendzeitung ‚Le Monde’ sowie des konservativ-liberalen Wochenmagazins ‚L’Express’, Plantu, ging in seinem Einsatz für die Meinungsfreiheit Sinés und gegen die „Zensur“ durch Philippe Val sogar sehr weit: In einer Abbildung für ‚L’Express’ zeichnete Plantu den Herausgeber von ‚Charlie Hebdo’, Val, in jenem charakteristischen Hemd mit Armbinde (nach dem historischen Muster des „Braunshemds“ oder faschistischen „Schwarzhemds“), das er bislang füyr Figuren wie Jean-Marie Le Pen, aber auch Slobodan Milosevic reserviert hatte. Der im Diktatorenhemd auftretende Philippe Val verpasst in dieser Karikatur einem durch die Luft geschleuderten Siné einen monumentalen Fubtritt, mit dem Wort (in einer Sprechblase): „Gefeuert!“ Manche Beobachter fragen sich allerdings, ob Plantu dadurch nicht seine eigene Karriere – insbesondere beim ‚Express’ – gefährdet hat…

Ein zur o.g. Petition gegenläufiger Artikel, der als Gastbeitrag in ‚Le Monde’ unter dem Titel „Für Philippe Val, für ‚Charlie Hebdo’ und für einige Prinzipien“ erschien, trägt die Unterschrift von zwanzig Prominenten. (Vgl. http://abonnes.lemonde.fr) Unter ihnen der (man möchte fast hinzufügen: unvermeidliche) Fernsehphilosoph BHL, die französischen Neokonservativen Pascal Bruckner und Alexandre Adler (letzter ein früherer Kommunist), aber auch eine noble Figur wie der strikte republikanische Universalist Robert Badinter (Justizminister während der Abschaffung der Todesstrafe 1981/82). Auch die grüne Senatorin, und Bürgermeisterin der Pariser Vorstadt Montreuil, Dominique Voynet, und SOS Racisme-Chef Dominique Sopo zählen zu den Unterzeichner/inne/n, ebenso wie die prominente progressive Theaterregisseurin Ariane Mnouchkine, der Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel, der Regisseur Claude Lanzmann, die Historikerin Elisabeth Rudinesco sowie der parteikommunistische Ex-Minister (und Streber) Jean-Claude Gayssot. Der Text erinnert an einige grotesk bis erschreckend wirkende Äuberungen Sinés – ohne allerdings klarzustellen, dass viele von ihnen (etwa Auslassungen, in denen Siné sich scheinbar als Antisemit oder homophob outet) gar nicht inhaltlich ernst zu nehmen, sondern viel mehr sarkastisch-ironische Äuberungen waren.

Auf ihn antwortet wiederum der Ex-Trotzkist und nunmehr linke Sozialdemokrat Gérard Filoche in einem Beitrag im ‚Nouvel Observateur’, der darauf insistiert, es gelte die Freiheit der Kunst zu verteidigen. (Vgl. http://tempsreel.nouvelobs.com ) Siné sei kein Antisemit, ob seine Auslassungen aber den Tatbestand „des guten oder des schlechten Geschmacks“ erfüllten, darüber hätten – so Filoches Kernaussage – nicht zwanzig Prominente zu urteilen (und zu verurteilen).

Alles in allem bleibt ein unangenehmes Gefühl zurück: So falsch der symbolische Prozess ist, der Siné derzeit aufgrund eines (im Grunde harmlosen) Beitrags vom 2. Juli dieses Jahres gemacht wird – so zutreffend ist es leider auch, dass er aus der jüngeren Vergangenheit so manche „Leiche im Keller“ mit sich herumschleppt. Die notwendige differenzierte Kritik verstummt allerdings mitunter, wo sich festgezurrte Lager in der Debatte bilden – so hoch auch das grundsätzliche Engagement von französischen Intellektuellen in ihren oft schwungwollen und ziemlich grundsätzlichen Debatten einzuschätzen ist – und wo Pro- oder Kontra-Bekenntnisse gefragt sind.

Juristische Aufarbeitung steht ins Haus

Siné hat inzwischen angekündigt, Klage gegen Askolovitch – der als Erster den Vorwurf des Antisemitismus gegen seine Kolumne erhoben hatte – wegen wahrheitswidriger übler Nachrede zu erstatten. Ferner wird er seine Kündigung bei ‚Charlie Hebdo‘ arbeitsgerichtlich anfechten. Die Angelegenheit wird also in einiger Zeit noch die Gerichte beschäftigen.

Editorische Anmerkungen

Den Text erhielten wir vom Autor für diese Ausgabe.

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Meine Kommentar (Versuche): „Dieses Massaker ist ein Angriff auf die Aufklaerung“ (Welt.de) v. 08.01.2014


Hier nun eine Wiederholung meines Versuches vom
08.01.2014 15:55
08.01.2014 23:40
Meinungsfreiheit, Pressefreiheit und westliche Werte zu verteidigen…

[Ulf Poschardt, Jan-Eric Peters und natürlich Herrn Holger Melas
Dieser Kommentar wurde von mir heute um 15:55 auf der Internetseite „Dieses Massaker ist ein Angriff auf die Aufklaerung“ (Welt.de) gemacht. Er wurde dann kurz veröffentlicht, um schon kurze Zeit später wieder entfernt zu werden! Ohne Begründung, leider!
In der Vergangenheit wurden schon einmal ein Kommentar mit fadenscheinigen Begründungen unterschlagen.
So wurde die mit mehreren Journalistischen Preisen ausgezeichnete Seite „The National Security Archiv“, als fragwürdige Quelle bezeichnet und deshalb ein Beitrag von mir nicht veröffentlicht.
Mein Versprechen an
Herrn Holger Melas, Verantwortlicher Redakteur
Axel Springer SE
WELT-Gruppe,
darauf später zurückzukommen löse ich an dieser Stelle ein!
Diese Seite, als fragwürdige Quelle zu bezeichnen, bezeugt in mehrfacher Hinsicht die Ahnungslosigkeit und die offensichtlich fehlende Qualifikation der Springer Journalisten!
Ausnahmen mag es geben und inwieweit diese fachlichen Defizite tatsächlich verbreitet sind entzieht sich meinem Wissen. Es ist auch nicht meine Aufgabe diese Umstände näher zu bewerten.
Mich interessiert an dieser Stelle einzig die Frage, wie es ein deutsches Presseorgan schafft, ohne die Quelle „The National Security Archiv“ zu kennen, Artikel und Recherchen über die internationalen Politischen Beziehungen Deutschlands zu den USA zu fertigen?
Dieses Archiv, ist das weltweit größte und einzige, dass z.B. TOP SECRET Dokumente der diversen US Behörden, öffentlich zugänglich macht! Unter anderem findet sich dort alle Korrespondenz der US Präsidenten mit deutschen Politikern, geheimdienstliche Lageberichte der CIA, selbst über deutsche Mitarbeiter der CIA kann man sich anhand von Original Dokumenten bestens informieren!
Ein aktuelles Beispiel:
Eine von mir durchgeführte Recherche, brachte namentlich hochrangige Bundeswehrangehörige, unter anderem den Generalinspekteur der BW und weitere Regierungsvertreter zum Vorschein, wie sie den US-Botschafter beim gemeinsamen Lunch über, aus meiner Sicht, Staatsgeheimnisse informierten!
Ich fand das, ganz nebenbei gesagt, ungeheuerlich, aber diese Quelle aus Millionen von Schriftstücken, Verträgen, Gesprächsprotokollen etc. kennt ein Springer Redakteur nicht?
Noch dazu bezeichnet er die Seite als Quelle unbekannter Reputation!
Soviel zur Vorgeschichte, die so unglaublich zu meinem eigentlichen Kommentar passt!

Woher hat der Autor seine Erkenntnisse, die Täter seien IS Rückkehrer?
Die angeblichen Täter sind also:
Sie selbst haben sich als Al-Qaida Kämpfer geoutet (ein schwer zu erklärender Widerspruch),
ein 18 jährige, der sich selbst stellte und zur Tatzeit die Schulbank drückte,
zwei Brüder, die ihre Tat in GSG9 Manier geplant und durchgeführt haben aber ihren Personalausweis für die Fahnder liegenlassen?

Und dann diese Kommentare, die inhaltlich in allen Springer Blättern identisch sind und vor allem aber eine Vorverurteilung darstellen!
Geht es um die Verteidigung der Pressefreiheit, der Meinungsfreiheit und damit unserer westlichen Werte?
Diesen Eindruck möchten die Agitatoren gerne vermitteln, doch selbst in der, einer solchen schrecklichen Tat, aufgebrachten Stimmung wird dieser ziemlich dilettantische Versuch schnell entlarvt.

Eigentlich könnte mein Kommentar hier enden und hätte sein Ziel erreicht, doch es wird noch peinlicher für Springer. Denn diesen Aufruf zur Verteidigung der Pressefreiheit, der Meinungsfreiheit und unserer westlichen Werte hätte es auch in diesem Fall geben müssen. Der Betroffene Journalist, ein Urgestein bei Charlie Hebdo und seit Jahrzehnten dort tätig, musste sich nicht nur wegen eines Artikels (deutsche Übersetzung weiter unten) vor Gericht verantworten….nein, er wurde auf Druck einflussreicher Jüdischer Journalisten entlassen! Hier die Übersetzung der betreffenden Textpassagen:

[Chefredakteur Philippe Val feuert Urgestein „Siné“ – mit bürgerlichem Namen Maurice Sinet! Den Stein des Anstoßes bildete dabei folgende Passage:
„Jean Sarkozy, würdiger Sohn seines Vaters und schon jetzt (Anm.: mit 21 Jahren) UMP-Bezirksparlamentarier, ist nahezu unter Applaussalven aus dem Gerichtssaal herausgekommen, wo er wegen Fahrerflucht angeklagt war. Der Staatsanwalt hat – einmal mehr! – Freispruch für ihn gefordert! Man muss dazu sagen, dass der Kläger Araber war! Das ist nicht alles: er“, gemeint ist Jean Sarkozy, „hat soeben erklärt, dass er sich zum Judentum konvertieren möchte, bevor er seine Verlobte ehelicht, die Jüdin und Erbe des Gründers (der Versandkaufhäuser) Darty ist. Er wird es im Leben weit bringen, der Kleine!“]

Deshalb meine Frage an Ulf Poschardt, Jan-Eric Peters, Kai Diekman:
Gilt euer Aufruf, eure Empörung hier auch?
Warum hörte man euch hier nicht? Ok, die Springer Leitsätze…nix gegen die USA, nix gegen Israel sagen oder schreiben zu dürfen….Meinungsfreiheit? Pressefreiheit?
Soviel zu heuchlerischen Kommentaren, denen man selber zu keinem Zeitpunkt gerecht werden kann! Ob ihr es wollt, entzieht sich meiner Kenntnis….
Der Artikel, kann im telegraph uk com
„French cartoonist Sine on trial on charges of anti-Semitism over Sarkozy jibe“ gelesen werden!
#CharlieHebdo”]

Wer vertraut kann enttäuscht werden! Medien hatten eine Vertrauensstellung, der sie nicht gerecht geworden sind!


Die hier folgende Geschichte ist irgendwie immer länger geworden und am Ende hatte ich den Eindruck, das hier auch die Tiefe Kluft zwischen Lesern, Hörern, Guckern und den Medien erkennbar und nachvollziehbar wird.

Wer seid ihr Mainstream Medien?

ZDF, ARD, Arte, Phoenix, WELT, BILD, STERN, ZEIT, FAZ, Süddeutsche, taz, Spiegel, Foccus etc.. Stellvertretend ein paar Namen, mit denen ich in letzter Zeit persönlich Kontakt hatte…Rudolph Augstein, Kai Diekmann, Ulf Poschardt, Jan-Eric Peters, Dunja Hayali, Pinar Atalay ….. und Herrn Holger Melas im speziellen etc.

Warum ihr so oft daneben liegt!
Warum euch so oft misstraut wird!
Warum euch viele nicht glauben!

Viele Menschen, die wie ich zum erstenmal mit den heute nachzulesenden Geschichten, z.B. zur deutschen Souveränität, völlig perplex konfrontiert wurden, sind nicht nur von der Thematik als solche, sondern auch über die von unsere Medien, dann nicht erfüllten Erwartungen, uns zu informieren, nachgekommen zu sein, schockiert. Ja, das ist schockierend, das glaubt man zuerst nicht! Das dann eure Versäumnisse sich auch noch auf Jahrzehnte zurück ausdehnen hat bei mir zu einer abgrundtiefen Enttäuschung geführt. Man fühlt sich verlassen und das entgegengebrachte Vertrauen missbraucht!

Man vertraut den Geschichten nicht mehr, man fängt an selber gelesenes, gehörtes, gesehenes zu überprüfen!

Dabei können immer mehr Ungereimtheiten zu Tage kommen oder es könnte herauskommen, das es sich nur einzelne Fälle waren.

Der Misstrauende Kunde fängt also an jede Medienstory selber zu recherchieren und gelangt damit zu eigenen Erkenntnissen, die man mit den vorgekauten Zeitungsberichten, Fernsehinformationen abgleicht. Hier könnte sich wieder alles zum normalen wenden, wenn, ja wenn es nur einzelne Fälle bleiben. Doch viele der kritischer gewordenen Kunden, stellen jetzt fest, die Ungereimtheiten werden mehr und mehr…Beispiele dafür haben uns die Entwicklungen zu vielen interessanten Themen, wie NSA, der Ukrainekonflikt oder die Diskussion zu den transatlantischen Handelsabkommen von ganz alleine geliefert. Die Enttäuschung wuchs während dieser Zeit mehr und mehr an. Aus anfänglichem Unglauben wurde tiefes Misstrauen!
So ein Stachel sitzt tief!
Auch an dieser Stelle hätte eine aufrechte, ehrliche Erklärung die Geschichte beendet!

Doch das dann folgende Rumgeiere der Medien dass alles, nur nicht im Ansatz eine Erklärung, ist, hat diesen, von jetzt auf gleich entstandenen Graben nur noch vergrößert! Ihr habt das Gefühl für das verloren, was die Menschen von euch erwarten! Ihr seid für viele Menschen die 4. Macht im Staat gewesen, wenn ihr diese Rolle nicht ausfüllen wollt oder nicht ausfüllen könnt, dass hätte zu jedem Zeitpunkt deutlich auf eure Titelseiten gehört. Somit ist die jetzt,  vielfach durch alle Generationen gehende Kluft, erst der Anfang. Vielen ist diese Verlogenheit noch nicht bewusst geworden, aber selbst ohne ein Zutun von aussen, werden es immer mehr Menschen für sich entdecken, jeder einzelne für seinen Vertrauensbereich und jeder wird ein Maß an Enttäuschung erleben, wie es nicht nur mir, sondern 100.000den zuvor ergangen ist.

Aber genug philosophiert, lest einfach selber, es ist in vielerlei Hinsicht beispielhaft!

Was ich eigentlich wollte!

Dieser Kommentar wurde von mir heute um 15:55 auf der Internetseite http://www.welt.de/kultur/article136133060/Dieses-Massaker-ist-ein-Angriff-auf-die-Aufklaerung.html#disqus_thread (Welt.de) gemacht.

Zur Sicherheit habe ich diesen Kommentar auch auf Facebook veröffentlicht.

„Leider wurden in der Vergangenheit Kommentare schon mal mit fadenscheinigen Begründungen unterschlagen.
Zuletzt wurde die, mit mehreren Journalistischen Preisen ausgezeichnete, Seite

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„The National Security Archiv“ http://www2.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB146/index.htm,
als fragwürdige Quelle bezeichnet und deshalb ein Beitrag von mir nicht veröffentlicht.
Mein Versprechen an
Herrn Holger Melas, Verantwortlicher Redakteur
Axel Springer SE
WELT-Gruppe,
darauf später zurückzukommen löse ich an dieser Stelle ein!
Diese Seite, als fragwürdige Quelle zu bezeichnen, bezeugt in mehrfacher Hinsicht die Ahnungslosigkeit und die offensichtlich fehlende Qualifikation der Springer Journalisten!
Ausnahmen mag es geben und inwieweit diese fachlichen Defizite tatsächlich verbreitet sind entzieht sich meinem Wissen. Es ist auch nicht meine Aufgabe diese Umstände näher zu bewerten.
Mich interessiert an dieser Stelle einzig die Frage, wie es ein deutsches Presseorgan schafft, ohne die Quelle „The National Security Archiv“ zu kennen, Artikel und Recherchen über die internationalen Politischen Beziehungen Deutschlands zu den USA zu fertigen?
Dieses Archiv, ist das weltweit größte und einzige, das z.B. TOP SECRET Dokumente der diversen US Behörden, öffentlich zugänglich macht! Unter anderem findet sich dort alle Korrespondenz der US Präsidenten mit deutschen Politikern, geheimdienstliche Lageberichte der CIA, selbst über deutsche Mitarbeiter der CIA kann man sich anhand von Original Dokumenten bestens informieren!

Ein aktuelles Beispiel:
Eine von mir durchgeführte Recherche, brachte namentlich hochrangige Bundeswehrangehörige, unter anderem den Generalinspekteur der BW und weitere Regierungsvertreter zum Vorschein, wie sie den US-Botschafter beim gemeinsamen Lunch über, aus meiner Sicht, Staatsgeheimnisse informierten!

Ich fand das, ganz nebenbei gesagt, ungeheuerlich, aber diese Quelle aus Millionen von Schriftstücken, Verträgen, Gesprächsprotokollen etc. kennt ein Springer Redakteur nicht?
Noch dazu bezeichnet er die Seite als Quelle unbekannter Reputation!
Soviel zur Vorgeschichte, die so unglaublich zu meinem eigentlichen Kommentar passt!

Der Kommentar zum Artikel

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„Woher hat der Autor seine Erkenntnisse, die Täter seien IS Rückkehrer?
Die angeblichen Täter sind also:
Sie selbst haben sich als Al-Qaida Kämpfer geoutet (ein schwer zu erklärender Widerspruch),
ein 18 jähriger, der sich selbst stellte und zur Tatzeit die Schulbank drückte,
zwei Brüder, die ihre Tat in GSG9 Manier geplant und durchgeführt haben aber ihren Personalausweis für die Fahnder liegen lassen?

Und dann diese Kommentare, die inhaltlich in allen Springer Blättern identisch sind und vor allem aber eine Vorverurteilung darstellen!
Geht es um die Verteidigung der Pressefreiheit, der Meinungsfreiheit und damit unserer westlichen Werte?
Diesen Eindruck möchten die Agitatoren gerne vermitteln, doch selbst in der, einer solchen schrecklichen Tat, aufgebrachten Stimmung wird dieser ziemlich dilettantische Versuch schnell entlarvt.

Eigentlich könnte mein Kommentar hier enden und hätte sein Ziel erreicht, doch es wird noch peinlicher für Springer. Denn diesen Aufruf zur Verteidigung der Pressefreiheit, der Meinungsfreiheit und unserer westlichen Werte hätte es auch in diesem Fall geben müssen. Der Betroffene, ein auch für Charlie Hebdo tätiger Journalist muss sich nächste Woche wegen seiner Artikel vor Gericht verantworten….
Deshalb meine Frage an Ulf Poschardt, Jan-Eric Peters, @Kai Diekmann

Gilt euer Aufruf, eure Empörung hier auch?
Warum hört man euch hier nicht? Ok, die Springer Leitsätze…
Soviel zu heuchlerischen Kommentaren, denen man selber zu keinem Zeitpunkt gerecht werden kann! Ob ihr es wollt, entzieht sich meiner Kenntnis…. How the Jewish pro-censorship lobby legitimized attacks on Charlie Hebdo… http://t.co/nZN8A4aRtT #CharlieHebdo”

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