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JHV 2014 FC Schalke 04: Ungereimtheiten vor der Mitgliederversammlung 2014 des S04


Eigentlich wollte ich mich dieses Jahr mit Äußerungen zur Jahreshauptversammlung des FC Schalke 04 komplett zurückhalten. Die ständigen Streitereien unter den diversen „Aktivisten“ gingen mir mittlerweile auf den Keks! Nach wie vor bin ich der Meinung, dass AufSchalke viel zu viel Energie für diese „Nebenkriegsschauplätze“ aufgewendet wird. Die Initiative „Starkes Schalke“ hatte deshalb auch meine persönliche Unterstützung. Im Glauben an die diversen Versprechen der Vereinsführung die Gräben untereinander zu beseitigen, war diese Initiative ohne Frage dazu auch geeignet, denn bei allen Meinungsverschiedenheiten eint uns Schalker immer noch die Liebe zum FC Schalke! Dem Initiator gehört daher auch mein ausdrücklicher Dank für diesen Schritt. Alles war sehr gut Vorbereitet, man hatte ehemalige Spieler ,“Schalker Köpfe“, als Identifikationsfiguren gewonnen und man hat diese Initiative auch optimal kommuniziert. Doch dann ist etwas geschehen, was an Fragwürdigkeit kaum zu überbieten ist, die Initiative, ein „Starkes Schalke“, wurde plötzlich als Wahlkampfhelfer missbraucht. Die Person, die sich dafür Verantwortlich zeigt, sollte eigentlich mit einem Vereinsausschlussverfahren bedacht werden. Denn selten hat eine Einzelperson dem Verein mehr Schaden zugefügt. Das diese Initiative die Unterstützung der SFCV Kandidaten zum Wahlausschuss später zurückgenommen hat, kann den entstandenen Schäden nicht Rückgängig machen. Mittlerweile kennt jeder die dafür Verantwortliche Person, diese hat allerdings nicht das Rückgrat sich öffentlich für sein Vereinsschädigendes Verhalten zu entschuldigen! Solange dieser Schritt fehlt, wird es ein „Starkes Schalke“ schwer haben eine verbindende Rolle zu spielen!

Aus diesem Grund gibt es also einen Beitrag zur diesjährigen Mitgliederversammlung von mir!

Zu sagen und zu schreiben gäbe es leider viel zu viel, auch dieses Jahr gibt es viele kontroverse Themen. Teilweise handelt es sich um Themen, die ich in meinen Anträgen schon vor 3 Jahren angesprochen habe. Leider hat es damals wenig Unterstützung gegeben, teilweise wurde ich als Person sogar denunziert und von bestimmten Personen regelrecht verfolgt. Mittlerweile ist es aber bei einigen zu einem Sinneswandel gekommen, das ist gut so! Die Tatsache, dass die heutigen „Aktivisten“ die von mir bereits in der Vergangenheit angesprochene Punkte ohne Hinweis auf meine Urheberschaft thematisieren, ist für mich unerheblich, auch wenn ich mich über eine gewisse Rehabilitation natürlich freuen würde. Hier einige Beispiele:

Das alles sind aber nur Randthemen, das eigentliche Thema für mich, ist die vermeintliche finanzielle Unterstützung des FC Schalke 04 an den SFCV und die Verbindung beider Vereine sowohl personell, als auch finanziell. Die Gegenseitig verankerten Aufsichtsrat Mandate verursachen dabei einen nicht unerheblichen Interessenkonflikt bei der Kontrolle der jeweiligen Vorstände. Vor allem stellt sich diese Frage bei der Person Peter Peters, der zum einen im Vorstand des FC Schalke tätig ist und durch seine Funktion im Aufsichtsrat des SFCV über die Entsendung der Person in den Aufsichtsrat des S04 mit entscheidet.

Um es ganz deutlich zu sagen, Peter Peters bestimmt damit seinen Kontrolleur!

Die finanzielle Unterstützung des SFCV durch den FC Schalke 04 lässt sich nur vermuten, auch wenn die Tatsachen eine mehr als deutliche Sprache sprechen. Beweisen ließe sich diese Vermutung nur durch eine, durch die Mitgliederversammlung zu beschließende, Sonderprüfung der Bücher. Gründe dafür, gebe es allemal, denn laut

Satzung § 2 Zweck und Aufgabe des Vereins:

„…Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile oder sonstige Zuwendungen aus Mitteln des Vereins….“ 

Zuwendungen an Vereinsmitglieder sind nicht zulässig, sollten diese dennoch geflossen sein, würde es sich wohl um „Veruntreuung von Vereinsvermögen“ handeln, es wäre dann auch zu prüfen, inwieweit eine Kandidatur zum Wahlausschuss der SFCV-Mitglieder und Funktionsträger überhaupt zulässig ist.

Wieder einmal gibt es vor einer JHV des FC Schalke das alte Spiel, statt klarer Worte und Offenheit, wird mit allen nur erdenklichen Tricks versucht eine Gruppe von Mitgliedern für Dumm zu verkaufen. Über den Sinn solcher Aktionen muss man sich ernsthaft Gedanken machen! Dabei hätte es der Verein, nein natürlich nicht alle aber jeder weis wer dahintersteckt, denkbar einfach!

Warum wird das Kind nicht einfach beim Namen genannt? Da wird hinter vorgehaltener Hand und in geheimen Kreisen über etwas gesprochen, was sowieso jedem klar ist!

Auf den Punkt gebracht hat die Vereinsführung ein Problem mit dem Status e.V. und den damit verbundenen Mitgliederrechten!

Als Lösung stehen dem Verein nur zwei Optionen zur Verfügung.

  1. Die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft.
  2. Die Begrenzung von Mitgliedsrechten.

Auch wenn es heute niemand hören möchte, 2011 wurde das Thema Kapitalgesellschaft vs e.V. durch meine Aktivitäten in diversen Foren, wenn auch zu meinem Schaden, erst in die Köpfe der Fanszene gebracht. Die dadurch ausgelöste Sensibilität bei den Fans hat diesen Plan für die Verantwortlichen einfach unmöglich gemacht, zu groß wäre vermeintlich der Widerstand um diesen Schritt zu gehen. Und auch hier erkennt man wieder das alte Muster, die eigene Schwäche versucht man nun mit unlauteren Mitteln zu kaschieren.

Wie ich bereits zuvor erwähnt habe ist die Lösung allerdings denkbar einfach. Die Schwäche hat zum wiederholten Mal den gleichen Namen, ich lasse an dieser Stelle den Namen außen vor, um mir weitere persönliche Schwierigkeiten zu ersparen, es mangelt ganz einfach an der Kommunikationsfähigkeit dieser Person und am Vertrauen dieser Person in die Kommunikationsmöglichkeiten! Ich erspare mir an dieser Stelle ebenfalls darauf einzugehen, was dieses Verhalten über den Charakter, als auch über die Führungsqualitäten aussagt.

Eine einfache Wahrheit an die Mitglieder kommuniziert und die Schalker Familie wäre sich schnell einig:

„Liebe Schalker Familie, wir haben eine schwere Entscheidung vor uns. In Anbetracht der zunehmenden Kommerzialisierung in unserem Sport sind wir, die in der Verantwortung für die Zukunft unseres Vereins stehen, der festen Überzeugung euch mit dieser historisch, weitreichenden Frage offen zu konfrontieren! Wir der Vorstand und der Aufsichtsrat wollen euch mit dieser Abstimmung über die Zukunft des Vereins mitbestimmen lassen.

Den Status e.V., wollen wir, genauso wie ihr, weiter erhalten. Allerdings müssen wir eingestehen, dass das Vereinsrecht an vielen Stellen den Mitgliedern Mitsprache – und Mitgestaltungsrechte einräumt, die den langfristigen Weg, der wirtschaftlichen Konsolidierung und des zwingenden sportlichen Erfolgs, gefährden.

Wir werden deshalb heute über einige Anträge zu Satzungsänderungen abstimmen, die auch eure Rechte begrenzen.

Es geht uns dabei auch um Ehrlichkeit und Offenheit, wir glauben nämlich daran, dass alle die sich heute hier eingefunden haben, trotz zum Teil extrem kontroverser Meinungen, in einer Sache einig sind.

Wir wollen miteinander einen wirtschaftlich gesunden und sportlich erfolgreichen Verein!

Wir wollen auch gerne die Frage Warum? Oder gibt es keinen anderen Weg? mit euch besprechen. Ihr könnt euch allerdings sicher sein, niemand von uns hier oben konfrontiert euch gerne mit diesen Anträgen, jedoch sind wir uns alle darin einig

den alternativ möglichen Weg erst gar nicht vorzustellen, der wäre die Umwandlung des e.V. in eine Kapitalgesellschaft gewesen, oder wollt ihr etwa diesen Weg gehen?

Heute geht es nicht um große Reden von uns hier oben, heute entscheidet ihr ganz alleine über die Zukunft unseres Vereins! Wir alle hier oben brauchen für diesen nicht ganz einfachen Weg nicht nur eure Zustimmung hier und heute, wenn es um die Abstimmung geht, nein wir brauchen viel mehr von euch und daran hat es, vielleicht auch durch uns selbst verursacht, vor allem gemangelt.

Wir brauchen euer Vertrauen!

Denn eins können wir nicht leisten, jede getroffene oder zutreffende Entscheidung in ihrer Vielschichtigkeit so transparent zu machen, wie ihr und auch wir es uns wünschen würden, denn dann würden unser aller Hauptaufgaben die wir für den Verein erbringen wollen darunter leiden! Deshalb brauchen wir heute nicht nur eure Stimme, wir brauchen euer Vertrauen genauso,

wie wir heute auf euch vertrauen,

bei dieser Abstimmung die richtige Entscheidung für den FC Schalke 04 zu fällen! Danke…“

Warum erleben wir diese Form von Kommunikation nicht durchgängig?

Die üblichen Sonntagsreden auf der Mitgliederversammlung sind abgenutzt und vor allem nicht authentisch. Langfristig wird ein miteinander nur so wieder entstehen können!

Diese Sonntagsrede beinhaltet die Kernpunkte einer kontinuierlich umzusetzenden Kommunikationsstrategie. An der es bis heute aber nicht nur in Richtung der eigenen Mitglieder mangelt. Als ehemaliger Schalke Werbepartner, konnte ich vor allem eine sehr Personen abhängige Kommunikation feststellen, die zwar sehr individuell war aber damit auch wenig gemeinsame Kommunikationselemente hatte.

Eine kontinuierliche Kommunikation des Vorstands sollte, offen, ehrlich und mit einer klaren Positionierung verbunden sein! Im sportlichen Bereich und auch im Marketing Bereich verkörpern die verantwortlichen Personen ehrlich, offen und klar ihre Aussagen und werden deshalb auch durchgängig positiv wahrgenommen.

Das es nicht unbedingt zu den Stärken von Peter Peters gehört ist nicht wirklich neu, ist aber in der Verantwortlichkeit für den Bereich „Mitglieder“ nicht zum ersten mal zum Problem geworden.

Vielleicht sollte man intern einfach mal über eine andere Arbeitsaufteilung nachdenken, um diese Probleme nicht zum Dauerbrenner werden zu lassen!

 

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Die Anträge der Fan Organisationen zur Schalker JHV 2014


Mein erster Gedanke war: „Endlich haben sie verstanden wie es geht…“, allerdings war diese Freude nur von kurzer Dauer. Nachdem ich die Inhalte dieser Anträge gelesen habe, kommt man leider zu der Erkenntnis, dass sich ein paar selbstverliebte Kinder zu einem Spiel im Sandkasten zusammen gefunden haben. Diese Anträge machen keinen Sinn, sie schaffen nicht im Ansatz mehr Demokratie. Ein Aufsichtsrat muss so einen Unsinn einfach ablehnen, genau darin liegt aber vielleicht der wahre Grund für diese Anträge.

Der Wahlausschuss hat sich mit seiner Funktion, den Bierlaunigen Kandidaturen ein Ende zu setzen, bewährt! Die Kandidaten Auswahl wird durch dieses 7-köpfige Gremium getroffen. Den 7 Mitgliedern des Wahlausschusses  wird also eine hohe Verantwortung übertragen. Die Art und Weise ihrer Arbeit wird bisher nicht kontrolliert, es gibt auch keine Informationspflicht gegenüber anderen Vereinsgremien. Weder Begründungen, Abstimmungsergebnis noch das Abstimmungsverhalten der einzelnen Ausschuss-Mitglieder ist transparent. Einzig die Mitgliederversammlung kann durch die Wahl der Kandidaten Einfluss  auf die Zusammensetzung des Ausschusses nehmen. Dieser Ausschuss verlangt seinen Mitgliedern ein hohes Maß an Integrität ab. Diese Integrität ist aber von aussen nicht überprüfbar, weil weder das Abstimmungsverhalten noch eine Begründung dafür den Mitgliedern bekannt wird.

Wie also kann die Arbeit eines Kandidaten des Wahlausschusses überhaupt beurteilt werden?

Antwort: „Gar nicht!“

Gerade die aktuelle Zusammensetzung dieses Gremiums macht diese Problematik deutlich, 5 von 7 Wahlausschuss Mitgliedern sind Teil der aktiven Fanszene und trotzdem kam es für die Fanszene, zu offenbar überraschenden, unbefriedigenden Ergebnissen bei der Kandidaten Zulassung. Jetzt soll also Mithilfe einer Satzungsänderung die Mitgliederversammlung die Kandidaten Auswahl des Wahlausschusses korrigieren können, was für ein Unsinn!

Dann könnte man den Wahlausschuss auch gleich als ganzes abschaffen.

Ein Aufsichtsrat, der seine Sinne beisammen hat, kann und muss so einen „Kindergarten Antrag“ einfach ablehnen. Die selbstverliebten Sandkasten Kinder, die sich für den Mittelpunkt des Vereinslebens halten, haben einmal mehr ihre mehr als beschränkten Möglichkeiten offenbart.

Hier also der Antrag:

Folgender Antrag auf Satzungsänderung, der den § 6.3.1.1 Wahlen zum Aufsichtsrat betrifft, wurde heute dem Verein übermittelt:

Neu beantragte Fassung § 6.3.1.1 (Wahlen zum Aufsichtsrat) Absatz 2:

Der Vorstand hat die Vorschläge innerhalb einer Woche nach Ablauf der Vorschlagsfrist dem Wahlausschuss zu übergeben. Dieser entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen über die Zulassung der Kandidaten. Dazu sollen die Kandidaten vorab persönlich angehört werden. Die Entscheidungen des Wahlausschusses sind nicht zu begründen und sollen sich alleine an der Eignung der Kandidaten zum Aufsichtsratsamt orientieren. Der Wahlausschuss soll mehr Kandidaten zulassen, als Aufsichtsratsämter zu besetzen sind, höchstens aber die doppelte Zahl. Die Entscheidung, ob der Kandidat zugelassen wurde, ist diesem spätestens drei Wochen vor der Jahreshauptversammlung schriftlich bekannt zu geben.

Die Mitgliederversammlung kann mit einfacher Mehrheit bis zu zwei vom Wahlausschuss nicht zugelassene Bewerber dennoch zur Wahl zum Aufsichtsrat zulassen, sofern sie die Voraussetzungen gem. § 7.1 erfüllen, ihre Kandidatur nach der Ablehnung durch den Wahlausschuss aufrecht erhalten und dies dem Vorstand spätestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung schriftlich anzeigen. Der Vorstand leitet die Kandidatur an die Versammlungsleitung weiter. Halten mehr als zwei abgelehnte Bewerber ihre Kandidatur aufrecht und erzielen bei der Abstimmung zur Zulassung eine einfache Mehrheit auf der Jahreshauptversammlung, dann sind die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen zur Kandidatur zugelassen.

Bisherige Fassung § 6.3.1.1 (Wahlen zum Aufsichtsrat) Absatz 2:

Der Vorstand hat die Vorschläge innerhalb einer Woche nach Ablauf der Vorschlagsfrist dem Wahlausschuss zu übergeben. Dieser entscheidet abschließend nach pflichtgemäßem Ermessen über die Zulassung der Kandidaten. Dazu sollen die Kandidaten vorab persönlich angehört werden. Die Entscheidungen des Wahlausschusses sind nicht zu begründen und unanfechtbar. Die Entscheidung soll sich alleine an der Eignung der Kandidaten zum Aufsichtsratsamt orientieren. Der Wahlausschuss soll mehr Kandidaten zulassen, als Aufsichtsratsämter zu besetzen sind, höchstens aber die doppelte Zahl. Der Wahlausschuss muss im Rahmen seiner Entscheidungen jeweils ein Mitglied vom Vorstand und Ehrenrat anhören.

Begründung:
Die Mitgliederversammlung ist laut Satzung das höchste Vereinsorgan, eine ihrer Hauptaufgaben besteht gemäß § 6.1 Absatz 3 c) darin, die Mitglieder des Aufsichtsrates zu wählen. Der Wahlausschuss hat lediglich die Aufgabe, bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder eine grobe Vorauswahl zu treffen, indem er die geeignetsten Bewerber zur Wahl zulässt und offensichtlich ungeeignete Bewerber ablehnt. Die eigentliche Auswahl, wer dieses Amt am Ende bekleiden soll, obliegt dabei der Mitgliederversammlung.
In der Vereinspraxis ist es jedoch zuletzt vorgekommen, dass der Wahlausschuss bereits eine personelle Auswahl getroffen hat, indem er die Anzahl der Kandidaten beschränkt. So kam es vor, dass neben zwei Kandidaten, die zur Wiederwahl standen, lediglich ein weiterer Kandidat zugelassen wurde, der im Vorjahr aus dem Aufsichtsrat abgewählt worden war. Durch diese Praxis rekrutierte sich der Aufsichtsrat zuletzt ausschließlich aus sich selbst heraus. Es besteht die Gefahr, dass neue Kandidaten nicht mehr zugelassen werden, da ein Korrektiv fehlt.
Der Mitgliederversammlung soll nun das Recht zugestanden werden, Kandidaten, die sie für geeignet hält, trotz Ablehnung durch den Wahlausschuss zur Wahl zuzulassen, um ihr als höchstes Vereinsorgan bei der Wahl der Aufsichtsräte das „letzte Wort“ zu sichern.

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