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Deutschland made in Amerika? – Steuerung der Demokratie


Jetzt beginnt also wieder einmal das Possenspiel der möglichen Regierungskoalitionen. Man könnte meinen „wie immer“. Allerdings gibt es, durch das Ausscheiden der FDP, dieses mal einen gravierenden Unterschied. Eine große Koalition würde nicht nur eine Regierungsmehrheit bedeuten, nein eine große Koalition käme einer „Diktatur“ sehr nahe.

Eine parlamentarische Opposition gäbe es faktisch nicht!

Erstmals wird damit auch die Schwäche unserer Parteiendemokratie mehr als deutlich. Fraktionszwang der Abgeordneten und fehlender unmittelbarer Einfluss des Wählers verschärfen diese Problematik. Eigentlich müsste der Wähler diese Entscheidung über Regierungskoalitionen mit entscheiden. Der Wähler wird aber nicht gefragt, allenfalls könnten die jeweiligen Parteimitglieder befragt werden…
Mir macht das Angst!

Die Frage der Koalitionsbildung…..

Eigentlich eine sehr einfache Sache, wenn
es diese undemokratischen Standpunkte und Ängste nicht gäbe! Natürlich haben die Besitzstandswahrer berechtigte Befürchtungen vor Systemänderungen und die gibt es nun einmal vor allem bei den etablierten Parteien. Also ist es auch nicht verwunderlich, dass sich vor allem auch die Medien extrem schwer tun ein demokratisches Ergebnis der Wahlen objektiv zu kommunizieren. Gerade unser, nach wie vor nicht durch die Wähler legitimiertes, politisches System könnte dadurch in einer Weise geändert werden, dass sein eigentlicher Zweck gefährdet und offenbar wird. Genau davor sollen wir mit aller Macht „bewahrt“ werden. Unser System war und ist bis heute ein System, das vor allem die Interessen Amerikas sichert. Nach wie vor spielen Geopolitische Überlegungen der Großmächte vor allem in Deutschland eine besondere Rolle. Wenn man es genau betrachtet gelten bei uns immer noch Teile der Besatzungsabkommen von 1955. Bis heute existiert kein Friedensvertrag mit den damaligen Siegermächten! Bis heute haben wir kein durch die Wähler legitimiertes Grundgesetz.
Das alles könnte durch die Linken und auch die AfD thematisiert werden, darum sind gerade diese Parteien für das Establishment so gefährlich, darum werden diese Parteien gerade auch von den öffentlich rechtlichen Medien gebrandmarkt, denn diese Parteien bedrohen auch die Struktur unserer aktuellen Medienlandschaft. Vor diesem Hintergrund sollte man deshalb auch die häufig überzogene und einseitige Berichterstattung bewerten.
Also keine Angst vor rot-rot-grün, allerdings berechtigte Ängste vor einer großen Koalition, denn faktisch existiert damit keine parlamentarische Opposition mehr, dass macht mir Angst!

Das Fußball Stadion – ein Tummelplatz für Profilneurotiker?


ArenaAufSchalke_Beleuchtet

Meine Meinung ist , dass das Erlebnis/Event Fußballspiel mittlerweile ein Tummelplatz für Profilneurotiker geworden ist.

Anders lässt sich die, zunehmend zur Selbstdarstellung genutzte, Diskussion über Pyrotechnick, Stadionverbote und „Fankultur“ nicht mehr erklären.

Soziale Gruppen, denen es nicht darum geht in die Rechtssphäre anderer einzudringen, haben in der Regel keine juristischen Fragen abzuhandeln. Diese sozialen Gruppen, werden im menschlichen Miteinander eine Lösung im Sinne aller erreichen.
Wer hier von Freiheitsrechten oder was weis ich diskutiert, führt in meinen Augen eine Pseudo-Debatte. Der einzig erkennbare Sinn besteht darin, als Randgruppe in den öffentlichen Focus zu gelangen.

Ich bin ein absoluter Befürworter individueller Freiheitsrechte.

Derbysieg in Lüdenscheid 2012

Raucher und Nichtraucher haben Jahrhunderte ohne Gesetze schiedlich, friedlich miteinander leben können. Es gab keine öffentlichen Kriege oder Auseinandersetzungen die zu einer gesetzlichen Regelung geführt haben, nein die Arroganz „kleiner mächtiger Gruppen“ hat uns allen ein Stück persönlicher Freiheit genommen.
Wen wundert es dann wenn vor allem Politiker, Juristen und eben diese „kleinen Gruppen“ gerne zu diesem Thema einen Beitrag leisten. Der Ruf nach neuen Gesetzen hat die Menschen noch nie der eigenen Freiheit näher gebracht.

Auch in dieser viel zu hoch gehängten Diskussion geht es um nichts anderes als um die Freiheit des Eigentümers, um das wie und was er mit seinem Eigentum machen darf. Es geht um Sicherheit, die eigentlich selbstverständlich sein sollte.Und es geht um eine „kleine Gruppe“, die sich genau diesen Ort für ihre eigene Inszenierung einer arroganten Fankultur ausgesucht hat.

98% der Stadion Besucher nehmen an dieser Diskussion entweder gar nicht oder nur mit Unverständnis teil.

Für diese ja oftmals auch gerne als „Kunden“, „Eventies“ oder „Erfolgsfans“ denunzierten Zuschauer gehen selbst diese diffamierenden Etiketten ins leere.
Sie stören sich nicht einmal daran, denn diese 98% gehen ins Stadion um ein Freizeiterlebnis, ein Event, einen Kampf, ihren Star, ihren Verein oder einfach nur ein Fußballspiel zu erleben.
Für diese Zuschauer kann der Stadion-besuch niemals zum Mittelpunkt des Lebens werden.

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Genau wie zu Kuzorras Zeiten beschäftigt die Menschen heute auch die Sorge um das eigene existenzielle Überleben, ein Alltag von Zukunftsängsten geprägt.
Jemand der nicht im Ruhrgebiet, in einer Bergarbeiter Familie aufgewachsen ist kann das nur schwer nachvollziehen.

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Auch wenn der Arbeitsalltag nicht immer durch eine körperlich so anstrengende Tätigkeit wie damals geprägt ist, so bleibt es doch vergleichbar.
Der Verein, das Spiel war und ist ein Fluchtpunkt aus einer grauen Welt.

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Genau diese Flucht haben übrigens alle Stadionbesucher, egal ob Nordkurver, Sitzer oder VIP-Zuschauer, gemeinsam.
Die Flucht wird allerdings höchst unterschiedlich gelebt, anders geht es auch nicht.
Jeder, der sein „Fluchterlebnis“ über das des anderen stellt greift damit in einen elementaren Bereich des „Erlebnisses Fußball“ ein und gefährdet dessen Attraktivität.

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Wer eine Glatze zum Freund hat, darf nicht rudern?


Reblogged from uhupardo

Nadja Drygalla
Quelle: uhupardo

Das politische Spektrum reicht von Links bis Rechts, ob es einem gefällt oder nicht!
In einer Demokratie gehört das gesamte Spektrum politischer Gesinnungen nun einmal dazu! Egal ob es die eigene politische Position darstellt oder nicht. Aber gerade diese Reaktion der Medien zeigt mal wieder mit welch vorauseilendem Gehorsam hier gearbeitet wird. Gerade zu einer Zeit, in der ein kritischer Journalismus gefragt ist, entlarven sich viele sogenannte Journalisten als oberflächlich recherchierende PR-Agenten. Ich kann mich gar nicht mehr soviel Aufregen, wie es Anlässe dazu gibt!

Was ist denn los in Deutschland? – Da wird eine Sportlerin vom Verband dazu gedrängt, die Olympischen Spiele zu verlassen, weil sie einen rechtsradikalen Freund hat und nirgendwo ist eine Diskussion in Sicht? Alle finden das völlig in Ordnung? In einem Land, in dem über Jahrzehnte SS-Anhänger in höchste Staatspositionen gelangten, geht das ohne breiteren Diskurs einfach so durch? Nicht der rechtsradikale Lover ist der Skandal – die Diskriminierung von Nadja Drygalla ist es!

Das geht so einfach nicht! Seit wann darf man denn eine Sportlerin in Sippenhaft nehmen für das, was ihr Freund denkt? Hier wird der bestraft, der keine Straftat begangen hat. Aus meiner Sicht ist die blonde Ruderin genug bestraft damit, offensichtlich seit Jahren einen NPD-Kandidaten zu lieben. Doch das ist ihr Problem. Sie selbst hat sich nie in fremdenfeindlicher Weise geäussert, ist nie durch rechtsradikale Positionen aufgefallen. Jetzt wird sie aus dem olympischen Dorf gedrängt, weil ihre Freund einer zwar komplett unerträglichen, aber legalen Partei angehört?

Der wirkliche Skandal ist aber, dass so ein Vorgehen gar keine öffentliche Diskussion auslöst. Allüberall ist zwar über den Vorgang zu lesen, doch niemand scheint sich berufen zu fühlen, eine Debatte anzustossen, ob das denn in Ordnung ist. Statt dessen wird überall darüber palavert, wer das schon und seit wann gewusst haben müsste und nicht gehandelt hat. Alle scheinen es sehr peinlich zu finden, dass eine deutsche Sportlerin “mit rechtsradikalen Kreisen” zu tun habe. Wussten die auch, dass der Glatzen-Freund früher selbst Leistungssportler war und 2006 bei der Ruder-WM der Junioren im Achter startete?

Und vor allem: Kann man bitte – und möglichst ausführlich – darüber reden, ob und wie sehr man bestraft werden kann, weil man Andersdenkende liebt oder mit ihnen verwandt ist?

Hier geht es zum original Artikel:Uhupardo

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