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Dein Weihnachtsgruß kann spanisch…


Dein Weihnachtsgruß kann spanisch

Es dauert nicht mehr lange und Weihnachten steht vor der Tür.
Zeit für Feiertagsgrüße und ein Dankeschön an Kunden, Partner, Freunde.

Was schreiben? Das fragt man sich jedes Jahr. Und wie auch noch in einer anderen Sprache? Ein Kunde in Schweden – ein potentieller Geschäftspartner in Russland – der Freund in Polen – die angeheiratete Familie in Spanien…

Ich habe etwas für Euch vorbereitet: Textvorschläge und die passenden Übersetzungen dazu. So macht die Feiertagspost kein Kopfzerbrechen und überrascht den Empfänger – egal wo auf der Welt – mit einem Gruß in seiner Muttersprache. So wird Euer Weihnachtsgruß multikulturell.

Bedient Euch. Ein kostenloser * Service von mir.

Weihnachtsgrüße Felicitaciones de Navidad
Frohe Weihnachten Feliz Navidad
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr Feliz Navidad y próspero Año Nuevo
Ein friedliches Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr wünscht Ihnen [Name/Firma] [Name/Firma] les desea Felices Fiestas y próspero Año Nuevo
Wir wünschen Ihnen ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr! ¡Le deseamos unas Felices Fiestas y un buen comienzo de año!
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr! ¡En estas fiestas navideñas nuestros mejores deseos de paz para Ud. y su familia y un buen comienzo de año!
Wir wünschen frohe Weihnachten, Glück, Erfolg und persönliches Wohlergehen für das neue Jahr. Les deseamos Felices Fiestas y un Año Nuevo colmado de fortuna, éxito y prosperidad.
Mit den besten Wünschen für einen besinnlichen Jahresausklang und viel Gutes im neuen Jahr! Ihr/-e [Name/Firma] ¡Con nuestros mejores deseos de paz para este final de año y una feliz entrada en el año que llega! [Name/Firma]
Besinnliche Weihnachtsfeiertage und gute Wünsche für ein gesundes und erfolgreiches 2014. Le deseamos unas fiestas navideñas de paz y recogimiento y un 2014 colmado de salud y éxitos.
Wir wünschen Ihnen, Ihren Mitarbeitern und Ihrer Familie ein fröhliches Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2014. Le deseamos a Ud., a sus empleados y a su familia unas Felices Fiestas y un Año Nuevo 2014 repleto de fortuna, salud y éxito.
Wir wünschen Ihnen ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest, alles Gute im Neuen Jahr, Gesundheit, Glück, Erfolg und Zufriedenheit. Le deseamos paz y felicidad en estas fiestas navideñas y salud, fortuna, éxito y bienestar para el nuevo año.
Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein frohes, friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest, alles Gute im Neuen Jahr, Gesundheit, Glück, Erfolg und Zufriedenheit. Le deseamos a Ud. y a sus seres queridos unas fiestas navideñas llenas de paz, armonía y felicidad, así como fortuna, éxito y bienestar para el nuevo año.
Frohe Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr wünscht Ihnen [Name/Firma] [Name/Firma] les desea Feliz Navidad y próspero Año Nuevo
Zum bevorstehenden Weihnachtsfest wünschen wir Ihnen, Ihren Mitarbeitern und Angehörigen besinnliche, erholsame Tage und für das Neue Jahr 2014 Gesundheit, persönlichen und geschäftlichen Erfolg. Le deseamos a Ud., a sus empleados y a sus seres queridos un tiempo de paz y reposo en las próximas fiestas navideñas, así como un nuevo año 2014 colmado de salud y de éxitos personales y profesionales.
Mit den besten Weihnachtsgrüßen verbinden wir unseren Dank für Ihr Vertrauen und Interesse an unserer Arbeit und wünschen Ihnen für das neue Jahr viel Glück und Erfolg! Con nuestras más afectuosas felicitaciones navideñas le agradecemos su confianza e interés en nuestro trabajo y le deseamos un año nuevo colmado de fortuna y éxito.
Danke möchten wir sagen für Ihr Vertrauen, Ihre Treue und die angenehme Zusammenarbeit. Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, viel Glück, Gesundheit und Erfolg im neuen Jahr. Queremos agradecerle su confianza, fidelidad y grata colaboración. Le deseamos unas Felices Fiestas navideñas y un Año Nuevo colmado de fortuna, salud y éxito.
Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Muchas gracias por la confianza depositada y la grata colaboración.
Wir wünschen Ihnen erholsame Feiertage und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr! ¡Le deseamos unos felices días de recogimiento y un exitoso comienzo en el nuevo año!
Wir wünschen Ihnen und Ihrem Team erholsame Feiertage und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr! ¡Le deseamos a Ud. y a su equipo unos felices días de recogimiento y un exitoso comienzo del nuevo año!
Ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr verbunden mit dem Dank für die gute Zusammenarbeit, Ihre [Firma] Le agradecemos su grata colaboración y le deseamos una Feliz Navidad y un próspero Año Nuevo. [Firma]
Für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen und die gute Zusammenarbeit möchten wir uns bei Ihnen bedanken. Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und uns allen ein erfolgreiches Jahr 2014! Queremos agradecerle la confianza depositada en nuestra empresa y el grato trabajo en equipo. ¡Le deseamos unas Felices Fiestas y un próspero Año Nuevo 2014!
Wir bedanken uns für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest, Gesundheit und Erfolg im kommenden Jahr. Queremos agradecerle la confianza depositada en nuestro trabajo deseándole Felices Fiestas y salud y éxito para el Año Nuevo.
Herzlichen Dank für ein Jahr guter Zusammenarbeit. Gerne möchten wir auch im neuen Jahr zuverlässige Partner für Sie sein. Muchas gracias por un año de grato trabajo en equipo. Confiamos en continuar siendo su socio de confianza en el nuevo año.
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest, zum Jahreswechsel Freude und Optimismus, im neuen Jahr Glück und Erfolg. Le deseamos tanto a Ud. como a su familia unas Felices Fiestas de Navidad, alegría y esperanza en la Nochevieja y un Año Nuevo colmado de fortuna y éxito.
Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und wünschen Ihnen und Ihren Mitarbeitern ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr. Le agradecemos la grata colaboración y le deseamos a Ud. y a sus empleados unas Felices Fiestas y un próspero Año Nuevo.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen und die erfolgreiche Zusammenarbeit im zurückliegenden Jahr. Queremos agradecerle la confianza depositada y el grato trabajo en equipo llevado a cabo durante este año.
Wir wünschen Ihnen eine besinnliche und erholsame Weihnachtszeit und für 2014 Gesundheit, Erfolg und einen guten Start ins neue Jahr. Le deseamos unas fiestas navideñas de recogimiento y reposo y para el 2014 salud, éxito y un buen comienzo de año.
Liebe Geschäftspartner, wie in jedem Jahr ist die Weihnachtszeit viel zu schnell herangerückt. Wir möchten uns herzlich für Ihre Treue bedanken und wünschen Ihnen ein wunderschönes und entspanntes Weihnachtsfest im Kreise Ihrer Lieben. Querido socio, como todos los años la Navidad se aproxima rápidamente. Queremos agradecerle cordialmente su fidelidad y le deseamos unas maravillosas fiestas navideñas, de recogimiento y armonía en compañía de sus seres queridos.
Für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im vergangenen Jahr bedanken wir uns herzlich und wünschen Ihnen und allen, die Ihnen am Herzen liegen, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Die besten Wünsche für Glück und Erfolg im neuen Jahr! Le agradecemos cordialmente la confianza depositada en nuestro trabajo durante el pasado año y le deseamos a Ud. y a todos sus seres queridos unas Felices Fiestas navideñas. Nuestros mejores deseos de fortuna y éxito también para el nuevo año.
Wieder neigt sich ein arbeitsreiches Jahr dem Ende zu. Wir wünschen allen friedvolle Feiertage und einen guten Rutsch in ein erfolgreiches und schönes neues Jahr. De nuevo se aproxima el fin de un año repleto de trabajo. Os deseamos a todos unas fiestas de paz, una feliz Nochevieja y un 2014 colmado de éxitos.

Eure Weihnachtsgrüße auch in  EnglischFranzösischItalienisch,NiederländischRussisch und Spanisch.


  • Die unentgeltliche Verwendung der hier gezeigten deutschen und/oder englischen Texte erfolgt ohne Gewähr und auf eigene Gefahr.
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Deutsche Geschichte, Wahrheit, Lügen, Demokratie und die Angst vor der eigenen Identität.


Money makes the world go round - auction in th...

Money makes the world go round – auction in the Hotel Adlon (Photo credit: luziefee)

Eigentlich habe ich für einen Artikel über die “ Goldenen 20er“ recherchiert, dabei bin ich auf den unten folgenden Artikel gestoßen. Nachdenklich wurde ich vor allem deshalb, weil der Inhalt bzw. das diesem Text zugrunde liegende Buch offensichtlich, als rechtsextrem betitelt wird, ich aber zugeben muss, dass man ähnliches gerade von älteren Menschen, also quasi „Zeitzeugen“, sehr häufig hört. Aber ich bin eben auch nachdenklich geworden, weil ich diesen Artikel nicht als rechtsextrem einstufe. Für mich stellt der Autor nicht mehr und nicht weniger als seine, sicherlich vom Mainstream abweichende Meinung, dar. Da ich mich weder als Sympathisant noch als Angehöriger irgendeiner rechtsextremen Gruppierung fühle, geschweige denn wahrgenommen werden möchte, beschleicht mich natürlich ein ungutes Gefühl.

Was ist denn überhaupt Rechtsextrem? Warum werden bei uns bestimmte Meinungen allzuoft als rechtsextrem diffamiert? Warum lassen wir aus der Zeit von 1933-1945 nichts positives zu? Selbst unsere Besatzungsmächte haben sich an vielen Stellen doch reichlich, sowohl an Menschen, als auch an wissen, bedient. Gehört zur Meinungsfreiheit nicht auch die, wegen meiner, rechte Meinung? Ist es nicht genau diese Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Standpunkten, die eine Demokratie erst ausmachen? Gehört nicht Toleranz anderen Standpunkten gegenüber zum demokratischen Selbstverständnis? Diese Fragen stellen sich mir gerade ganz grundsätzlich, dabei geht es nicht ausschließlich um das Thema Rechtsextremismus, sondern z.B. auch um die für mich als sehr einseitig empfundene Berichterstattung der Medien über Russland und Putin.

Ich werde diese Fragen hier und jetzt nicht beantworten können. Vielmehr würde ich mich über eine angeregte Diskussion und Leserkommentare freuen.

So hier nun also der Text, um den es geht:

Wovon wurde Deutschland 1945 befreit?
Während in der BRD und in Österreich scheinheilige Hofhistoriker und nicht minder aalglatte Medien sich in ihren Oden an die »Befreiung« gegenseitig zu übertreffen versuchen, kommt die nüchterne Betrachtung historischer Tatsachen – wieder einmal – zu kurz. Die gegenwärtige Geschichtsschreibung gibt ausschließlich die Wahrheit »der Sieger« wieder. Dementsprechend einseitig sind auch die Darstellungen über die »Befreiung«.

In den letzten Monaten und Jahren sind in denjenigen Medien und Verlagshäusern, die sich den Luxus auf eigenständiges Denken noch leisten, einige lesenswerte Beiträge und Bücher erschienen, die die tatsächlichen Umstände der »Befreiung« dokumentieren und kommentieren. Aus diesem Grunde wollen wir im vorliegenden Beitrag darauf verzichten, die Greuel der angloamerikanischen und sowjetischen Befreier und ihrer Komparsen, ihre ungesühnten Völkerrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit nochmals darzulegen.{[i]} Widmen wir unsere Aufmerksamkeit statt dessen einmal einer Frage, die im Schrifttum bislang viel zu gekommen ist: Von was sind die Deutschen eigentlich »befreit« worden?

Glaubt man den Erkenntnissen der systembraven unkritischen Geschichtsschreiber, ist das nationalsozialistische Deutschland gewissermaßen als ein Betriebsunfall in der deutschen Geschichte anzusehen; als ein dunkler Fleck sowieso – der dunkelste gar. Man könnte angesichts der hierzulande vorherrschenden Einseitigkeit überhaupt den Eindruck gewinnen, nationalsozialistische Politik, selbstredend von Verbrechern und Nichtskönnern gemacht, beschränkte sich auf die Verfolgung von Juden, dem Erbauen von Autobahnen (natürlich aus Gründen der Kriegsvorbereitung) und der Durchführung der Olympischen Spiele 1936 (selbstredend um die Welt propagandawirksam zu täuschen). Das Dritte Reich – ein Staat des Subversiven und Suggestiven also. Diese Sichtweise mag politisch korrekt sein, so einfältig ist sie aber auch.

Um einen Beitrag zur Beantwortung der Frage leisten zu können, von was das deutsche Volk »befreit« wurde, hat man sich vor allem auf die sechs Friedensjahre des Dritten Reiches und hier vorrangig auf die in dieser Zeit verwirklichte Sozialpolitik zu konzentrieren.

Die »goldenen« Zwanziger Jahre

Um das Ausmaß der Leistungen dieser Sozialpolitik ermessen zu können, ist es notwendig, sich die Verhältnisse in Erinnerung zurückrufen, unter denen die Masse des deutschen Volkes in der Weimarer Republik zu leben hatte. Die Mehrzahl der Deutschen war während dieser 14 Jahre Demokratie den schwersten sozialen Nöten ausgesetzt. Charles C. Tansill erklärt in seinem Buch Back Door to War: »Mit der Unterzeichnung des Waffenstillstandes vom 11. November 1918 wurde nicht die Blockade Deutschlands aufgehoben. Viele Monate lang nach Beendigung des Ersten Weltkrieges erlaubten die Regierungen der Verbündeten (die Alliierten) noch keine Lebensmittellieferungen zu den Millionen hungernden Menschen in Deutschland.« Der Historiker H. C. Peterson stellt in seinem Buch Propaganda for War ergänzend fest: »Bis 1918 kamen durch Unterernährung und Krankheit als Folge der Blockade schätzungsweise 763.000 Deutsche ums Leben«.{[ii]} Die vorstehend genannten deutschen Opfer waren Kinder, Frauen, Greise – eben die Schwächsten und Bedürftigsten unseres Volkes.

Die Zeit der »ersten deutschen Demokratie« war für die Masse des deutschen Volkes geprägt von Arbeitslosigkeit, Elend und Hunger, dem Mangel an einer warmen Wohnung im Winter und einer in allen Aspekten des menschlichen Lebens aussichtslose Zukunft. Die soziale Not erreichte nie zuvor gekannte Ausmaße. In der amtlichen Broschüre über die Not in Berlin aus dem Jahre 1923 beispielsweise, sind erschütternde Berichte des Jugendamtes über das Elend unter Kindern und Jugendlichen dokumentiert: »Zahlreiche Kinder, auch im zartesten Alter, erhalten nie einen Tropfen Milch, kommen ohne warmes Frühstück zur Schule. Als Schulfrühstück erhalten sie trockenes Brot oder als Aufstrich gequetschte Kartoffeln. Die Kinder gehen vielfach ohne Hemd und warme Kleidungsstücke zur Schule oder werden aus Mangel an Leib- und Unterwäsche ganz vom Schulbesuch zurückgehalten. Die Not erstickt allmählich jedes Gefühl für Ordnung, Sauberkeit und Sitte und läßt nur noch dem Gedanken an Kampf gegen Hunger und Kälte Raum.«{[iii]}

Aus den Großstädten zogen ganze Heerscharen von Arbeitslosen auf das Land und bettelten um Lebensmittel für ihre Familien. In den Kleinstädten boten sich die Arbeitslosen nur für das bloße Essen als Arbeitskräfte in der Landwirtschaft an. Auf den im Herbst bereits abgeernteten Kartoffelfedern stoppelten sie, das heißt, sie kratzten die letzten noch im Boden verbliebenen Kartoffeln heraus. Fatal wirkte sich ferner der Mangel an Heizmaterial aus. Kohle konnte die arbeitende Bevölkerung in Ermangelung von Geld nicht kaufen. Für den herannahenden Winter besorgte man sich deshalb einen sogenannten Holzschein beim Förster. Der Besitzer dieses Scheines hatte das Recht, in den Wäldern des Staatsforstes abgebrochene Zweige als Brennholz für den Winter zu sammeln. Täglich rollten ganze Menschenkolonnen, ihre Handwagen hinter sich herziehend, in Richtung Wald. Die Erniedrigung der Menschen konnte kaum tiefer sein! Zynische Journalisten und verlogene Historiker schwätzen heute nichtsdestotrotz von den »Goldenen 20er Jahren«. Für wen sollen diese »golden« gewesen sein? Für den damals hungernden und frierenden deutschen Menschen der arbeitenden Bevölkerung waren sie es wahrhaftig nicht!

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten

Als Adolf Hitler und sein Kabinett am 30. Januar 1933 die Führung des Deutschen Reiches übernahmen, erbten sie einen in jeder Hinsicht bankrotten Staat mit sieben Millionen Arbeitslosen, einer desolaten Wirtschaft und gähnend leeren Staatskassen. »Arbeit und Brot« hatten die Nationalsozialisten versprochen. Nun, in der Regierungsverantwortung, waren sie gefordert, dieses Wort zu halten; was nur möglich war, wenn sie politisch und wirtschaftlich einen vollkommen neuen Weg als den bisherigen zu gehen bereit waren.
Grundsätzlich standen die Nationalsozialisten auf dem Standpunkt, daß das Prinzip der Neuverschuldung zur Finanzierung der Wirtschaft abzulehnen sei, da das Volk ansonsten immer tiefer in die »Zinsknechtschaft der internationalen Hochfinanz« gerate. Gerade aus dieser Abhängigkeit herauszukommen, war die Voraussetzung zur Gesundung der Wirtschaft und damit zur deutlichen Verbesserung des Lebensstandards der Menschen. Folglich stieg die neue Regierung aus dem kapitalistischen Goldwährungssystem aus und entzog damit ausländischen Kapitaleignern den Einfluß auf die deutsche Wirtschaft, da der Handel mit dem Ausland nun zu einem gut funktionierenden Warenaustauschsystem umgeformt wurde. Deutschland lieferte beispielsweise Maschinen und bekam dafür, wie aus Spanien, Portugal, Brasilien, Argentinien und anderen Ländern, Erze, Kaffee, Fleisch, Südfrüchte und wichtige Rohstoffe. Alle mit dieser Handelsmethode gelieferten Produkte wurden den Spekulanten der Börse entzogen Dies stieß bei der internationalen Hochfinanz auf entsprechende Kritik. Vielleicht sollte in diesem Zusammenhang einmal das Motiv der diversen Kriegserklärungen gegen das Deutsche Reich neu betrachtet werden.

Vollbeschäftigung!

Der wesentliche Schritt zur nationalen Gesundung war die Schaffung der Vollbeschäftigung. Es ist eine Geschichtslüge zu behaupten, die Nationalsozialisten hätten die Vollbeschäftigung erstrangig durch Ankurbelung der Rüstungsindustrie erreicht. Diese Behauptungen entpuppen sich als Seifenblase, wie allein schon ein einfacher Blick auf die Statistik belegt. Die Ausgaben für die Wehrmacht und die Rüstung betrugen:

1933/34: 1,9 Milliarden RM = 4% des Volkseinkommens

1934/35: 1,9 Milliarden RM = 4% des Volkseinkommens

1935/36: 4,0 Milliarden RM = 7% des Volkseinkommens

1936/37: 5,8 Milliarden RM = 9% des Volkseinkommens

1937/38: 8,2 Milliarden RM = 11% des Volkseinkommens

1938/39: 18,4 Milliarden RM = 22% des Volkseinkommens{[iv]}

Angesichts des verheerenden Erbes der Weimarer Republik, war die Schaffung der Vollbeschäftigung ein unlösbar anmutendes Problem. In Angriff genommen – und gelöst! – wurde es unter anderem durch massive staatliche Bauvorhaben und öffentliche Bauarbeiten: Deiche zur Flutkontrolle, Reparaturarbeiten an öffentlichen und privaten Gebäuden, die Pflege denkmalgeschützter Kulturgüter, das Erbauen von Brücken, Kanälen, Hafenanlagen, Straßen und – als Weltneuheit – von Autobahnen. Millionen von bis dahin arbeitslosen Menschen wurden auf diese Weise wieder in den aktiven Arbeitsprozeß integriert. Hierbei ging ein Prozeß Hand in Hand mit dem nächsten. Diese Entwicklung läßt sich gerade am Bau der Autobahnen sehr gut verdeutlichen:

Der Bau von Straßen und Autobahnen wurde aus heimischen, also mit deutschen Werkstoffen und Materialien, in Angriff genommen. Da Gelder zur Anschaffung von Teer und Bitumen, also Erdölprodukten, die aus dem Ausland eingeführt und mit Devisen bezahlt hätten werden müssen, nicht vorhanden waren, machte man aus der Not eine Tugend: unter der Leitung von Dr.-Ing. Fritz Todt und Dr. Julius Dorpmüller wurde die Betonplatten-Bauweise erfunden. Die Fahrbahndecke bestand aus aneinanderliegenden Betonplatten, die an Ort und Stelle auf verfestigtem Boden gegossen wurden. Alle hierzu notwendigen Werkstoffe standen in Deutschland zur Verfügung. Um die Straßen und Autobahnen auch nutzen zu können, bedurfte es freilich entsprechender Fahrzeuge. Diese waren nicht vorhanden, bzw. waren für die Masse des Volkes unerschwinglich. Die Preise für einen gewöhnlichen Personenkraftwagen lagen etwa zwischen 1.500 und 2.000 Reichsmark. Diese Kosten galt es zu reduzieren! Es sollte daher nach den Vorstellungen des Reichskanzlers ein neues und modernes Auto für das Volk geschaffen werden. 1934 konstruierte Ferdinand Porsche dieses neue Auto, den sogenannten Volkswagen, übrigens eine Bezeichnung, die von Adolf Hitler persönlich geprägt worden war. Das Endprodukt, der »Käfer«, kostete 995 Reichsmark. Autos brauchen Reifen, die bekanntlich aus Gummi bestehen, also Erdölprodukte sind. Aus den bekannten Gründen mußte auch in der Autoreifenherstellung auf vorhandene heimische Werkstoffe zurückgegriffen werden. Diese fand man in der Kohle, die in den Werken in Merseburg durch entsprechende chemische Behandlung zu künstlichem Kautschuk verwandelt wurde. Selbst der Kraftstoff, das Benzin, ein Destillationsprodukt aus Erdöl, konnte mittels Kohleverflüssigung weitgehend selbst hergestellt werden.

Volksgemeinschaft, soziale Verantwortung
und »Kraft durch Freude«

Um die größte Not im deutschen Volk zu lindern, war unmittelbar nach der Machtübernahme ein Soforthilfsprogramm mit Namen ›Winterhilfswerk des Deutschen Volkes‹ ins Leben gerufen worden, das unter dem Motto stand: »Keiner soll hungern und frieren«. Dieses soziale Hilfsprogramm wurde aufgrund seines gewaltigen Erfolges im Dezember 1936 zur Dauereinrichtung erklärt: »Für alle Zeiten werden arm und reich, jung und alt zusammenwirken, um in jedem Winter als Zeugnis sozialistischer Solidarität der ganzen Nation denen zu helfen, die das Schicksal mit geringeren Gütern des Lebens bedacht hat oder denen es die Arbeitsfähigkeit nahm.«{[v]} In durchaus ähnlichem Sinne ist die Schaffung des Reichsarbeitsdienstes (RAD) zu sehen, dem allerdings neben der wirtschaftlichen Bedeutung vor allem die erzieherische Wirkung zukam. Männer und Frauen, gleichgültig welchem Berufsstand sie entstammten, ob arm oder reich, erlebten und verwirklichten eine Volkskameradschaft, in der sie gemeinnützige Arbeit zu achten lernten. Es gab kein effektiveres Erziehungsmittel, den einseitigen Klassengeist, soziale Vorurteile und standesdünklerische Arroganz zu überwinden und gleichzeitig echte soziale Gesinnung zu erwecken und damit sozialen Frieden zu schaffen. Darüber hinaus hatte der RAD allein bis zum Kriegsausbruch Milliardenwerte geschaffen, von denen beispielsweise die Neulandgewinnung an der Nordsee und in den großen Sumpfgebieten im Emsland, in Schlesien und Ostpreußen, die Verwandlung von Ödland in fruchtbare Felder, die Aufforstung von Wälder und die Betreuung kinderreicher Mütter vor allem auf dem Lande genannt werden müssen.{[vi]}

Im nationalsozialistischen Deutschland standen Arbeiter und Unternehmer zusammen in einer Front gegen die gemeinsamen Feinde Kapitalismus und Kommunismus – das mag sich pathetisch und plakativ anhören, entspricht aber nichtsdestotrotz den Tatsachen. Was heißt das konkret? Im Nationalsozialismus wurde der Grundsatz vertreten, daß Arbeiter und Unternehmer zu einer geschlossenen Einheit gehörten und nicht gegeneinander aufgehetzt oder ausgespielt werden dürften. »Arbeiter der Stirn«, also beispielsweise Lehrer, Dozenten und Journalisten, und »Arbeiter der Faust«, wie Bauarbeiter, Kraftfahrer und Handwerker, gehörten mit einem nationalbewußten Unternehmertum zu einer Aktionsgemeinschaft. Weder Klassenkampf noch Standesdünkel, sondern die Schaffung einer Volksgemeinschaft galt als das anzustrebende Ziel. Im Mai 1933 trat an Stelle der Gewerkschaften die Deutsche Arbeitsfront (DAF), die als erste Organisation der Welt Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu einheitlicher Gemeinschaftsarbeit zusammenfaßte. Das nationalsozialistische Motto »Gemeinnutz geht vor Eigennutz« bestimmte allem voran die Wirtschaft: In den Betrieben arbeiteten Arbeiter, Angestellte und Unternehmer als Gefolgschaft gemeinsam zur Förderung der Betriebszwecke und zum gemeinsamen Nutzen von Volk und Staat.

Die nationalsozialistische Regierung war sich, im Gegensatz zu den späteren Repräsentanten der »Gesellschaft der westlichen Wertegemeinschaft«, über den gravierenden Unterschied zwischen Spaß und Freude ganz klar bewußt. So war den neuen Machthabern auch der ethische Wert der Freude und ihre Bedeutung für die Wirtschaft, für das gesamte Gemeinwohl und für die Stabilität des gesamten Staates keine unbekannte Größe. Es ist nur konsequent, daß die neue Regierung in Deutschland deshalb daran ging, die Firmen und Betriebe von Grund auf zu reinigen. Düstere Ecken, lieblos angelegte Pflanzungen und überall aufgeschichtete Kohlehaufen wurden entfernt und durch Parkanlagen, Schwimmbäder, Sportmöglichkeiten und Erholungsstätten ersetzt. Das gesamte berufliche Umfeld wurde so nicht nur unter hygienischen Gesichtspunkten sauber, sondern auch »humanisiert«, will sagen, durch eine neue und helle, saubere, frische Umgebung, die möglichst viel Sonnenschein und frische Luft einfallen ließ, menschenfreundlicher und –würdiger gestaltet. Den neuen Machthabern war klar, daß nur ein gesunder Mensch, physisch wie psychisch, seinen Teil als Rad im großen Getriebe erfüllen konnte. Aus diesem Grunde führten die Nationalsozialisten eine weitere revolutionäre Innovation zugunsten der schaffenden Bevölkerung ein: das Programm »Kraft durch Freude« (KdF). Die Idee, die hinter diesem Programm stand, war einfach: diejenigen die arbeiteten, Werte schufen und produzierten, sollten nicht nur durch ein angemessenes Gehalt bezahlt, sondern darüber hinaus mit besonderen Annehmlichkeiten belohnt werden, die das Leben lebenswert machen. Mit diesem Programm wurde es zum ersten Mal in der Geschichte Arbeitern ermöglicht, mit ihren Familien Zugang zu künstlerischer und kultureller Unterhaltung aller Art zu finden. Dies war mitnichten nur auf den Besuch von Museen oder Sportstätten begrenzt. Sie bekamen erstmals in ihrem Leben die Möglichkeit, aus ihrer Region herauszukommen und ihren geistigen Horizont durch Reisen zu erweitern, keineswegs nur innerhalb Deutschlands, sondern jenseits der deutschen Grenzen. Mit den großen Kreuzfahrtschiffen ›Wilhelm Gustloff‹, ›Robert Ley‹, ›Cap Arkona‹ und anderen Dampfern und Segelschiffen konnten deutsche Arbeiter es sich leisten, in Urlaub zu fahren und Seereisen zu unternehmen. Die portugiesische Atlantikinsel Madeira sowie die skandinavischen und spanischen Inseln und Hafenstädte waren die beliebtesten Reiseziele. Das Anlaufen der deutschen Schiffe in englische Häfen wurde übrigens von der englischen Regierung untersagt. Die Gründe sind allein in der Angst zu suchen, daß der englische Arbeiter wohl dem Sozialneid verfallen wäre.

Der propagierte »Sozialismus der Tat« schlug sich im wahrsten Sinne des Wortes in seinen Taten nieder. Der Bau von Eigenheimen und Wohnungen für Kleinverdiener war im neuen Deutschland überall sichtbar – während 1932 rund 141.000 Wohnungen gebaut worden waren, waren es 1936 annähernd 300.000. Die Finanzierung war äußerst günstig. Neuverheiratete Paare und solche mit Kindern erhielten großzügige Kredite (Ehestandsdarlehen) mit einer Rückzahlungsverpflichtung zu 10 Jahren. Bei Geburt eines Kindes wurde ein Viertel des Darlehens gestrichen; ab vier Kindern wurde die Rückzahlung ganz erlassen. Die Häuser und Wohnungen wurden nach dem höchsten Stand und unter dem Aspekt der öffentlichen Gesundheit gebaut, waren also mit den späteren Plattenbauten und Arbeiterghettos der DDR nicht vergleichbar. Bei den im Dritten Reich gebauten Häusern für Arbeiter handelte es sich in der Regel um Einfamilienhäuser mit einem kleinen Garten. Die Monatsmiete durfte für einen Arbeiter, gesetzlich vorgeschrieben, 26 Reichsmark nicht übersteigen, das war etwa ein Achtel des damaligen Monatslohnes. Angestellte mit höheren Gehältern zahlten bis zu 45 Reichsmark, was die Höchstgrenze darstellte.{[vii]} Noch bevor das Jahr 1933 zu Ende ging, hatte die neue nationalsozialistische Regierung über 200.000 Wohnungen gebaut. Es gab in Deutschland keine Slums mehr, die Deutschen lebten erstmals in wahrhaft menschenwürdigen Verhältnissen.

Diese Tatsache spiegelte sich nicht zuletzt auch in der sozialen Verantwortung gegenüber Kindern, Kranken und Senioren wider. Die Kranken- und Rentenversorgung war gesichert. Die Krankenhäuser, ausgestattet mit der modernsten Technik, standen jedem Deutschen unabhängig seines Gehalts offen. Die Patienten hatten das Recht, den Arzt ihres Vertrauens zu konsultieren. Die Ausbildung an den Höheren Schulen und Universitäten war jedem Deutschen unabhängig seines eigenen Finanzbudgets zugänglich, sofern er natürlich die intellektuelle Qualifikation hierfür mitbrachte. Die Urlaubsfrage für Arbeiter, die vor 1933 völlig vernachlässigt worden war, wurde ab 1934 in allen Tarifverordnungen festgelegt, ebenso wie Sonderzuwendungen zu Weihnachten, Urlaubsbeihilfen und andere finanzielle Vergünstigungen, die früher nur bei Angestellten üblich waren.{[viii]}

»Wunderbarer Wandel im Denken«

Der neue Geist, der in Deutschland nun vorherrschte, wird nicht zuletzt durch die Tatsache dokumentiert, daß die Nationalsozialisten – als eines der ersten gesetzlichen Verordnungen überhaupt! – bereits am 10. März 1933 grundlegende Tier- und Naturschutzgesetze erlassen hatten. Die Umweltschutzgesetze zielten auf Maßnahmen ab, die einer Beeinträchtigung der Natur durch menschliche Betätigung entgegenwirkten und waren auf die Schonung und den Schutz bedrohter und aussterbender Tier- und Pflanzenarten gerichtet. Im November 1933 wurde der Tierschutz gesetzlich geregelt, demzufolge es verboten wurde ein Tier unnötig zu quälen oder roh zu behandeln, die Haltung, Pflege und Unterbringung zu vernachlässigen, ein Tier zu Arbeitsleistungen, Abrichtungen, Filmaufnahmen und Schaustellungen zu verwenden, wenn dies mit erheblichen Schmerzen verbunden war, ein Haustier auszusetzen, schmerzhafte Eingriffe beispielsweise Kastration und Kupieren ohne Betäubung vorzunehmen, schmerzhafte Versuche an lebenden Tieren vorzunehmen. Am 28. August 1933 erklärte Hermann Göring in einer Radioansprache, daß es nicht dem deutschen Empfinden und vor allem nicht der nationalsozialistischer Auffassung über die Geisteshaltung des deutschen Menschen entspreche, »das Tier einer leblosen Sache gleichzusetzen und seinem Besitzer das absolute Verfügungsrecht zuzuerkennen.« Stets habe das deutsche Volk Tiere als »Geschöpfe Gottes gesehen. Für den deutschen Menschen sind die Tiere nicht nur Lebewesen im organischen Sinne, sondern Geschöpfe, die ein eigenes Empfindungsleben führen, die Schmerz empfinden, Freude, Treue und Anhänglichkeit zeigen. Niemals hätte es dem Volksempfinden entsprochen, das Tier einer leblosen, toten und unempfindlichen Sache gleichzusetzen, das Tier nur als ein empfindungs- und seelenloses Objekt der Ausbeutung zu betrachten, als ein Hilfsmittel der Arbeit, das man vielleicht aus Gründen der Nützlichkeit gebrauchen und aus eben solchen Nützlichkeitsgründen quälen oder vernichten kann.«{[ix]}

Der ehemalige britische Ministerpräsident David Lloyd George erklärte nah seinem Deutschlandbesuch 1936 gegenüber dem Daily Express: »Ich bin eben von einem Besuch in Deutschland zurückgekehrt. Ich habe jetzt den berühmten deutschen Führer gesehen und auch etliches von dem großen Wechsel, den er herbeigeführt hat. Was immer man von seinen Methoden halten mag – es sind bestimmt nicht die eines parlamentarischen Landes‚ es besteht kein Zweifel, daß er einen wunderbaren Wandel im Denken des Volkes herbeigeführt hat. Zum ersten Mal nach dem Krieg herrscht ein allgemeines Gefühl der Sicherheit. Die Menschen sind fröhlicher. Über das ganze Land verbreitet sich die Stimmung allgemeiner Freude. Es ist ein glücklicheres Deutschland. Dieses Wunder hat ein Mann vollbracht. Die Tatsache, daß Hitler sein Land von der Furcht einer Wiederholung jeder Zeit der Verzweiflung und der Demütigung erlöst hat, hat ihm im heutigen Deutschland unumstrittene Autorität verschafft. Es ist nicht die Bewunderung, die einem Volksführer gezollt wird, es ist die Verehrung eines Nationalhelden, der sein Land aus völliger Hoffnungslosigkeit und Erniedrigung errettet hat.«{[x]}

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten ging die alte vom Versailler Diktat geprägte Zeit jäh zu Ende und eine neue, revolutionäre brach unwiderruflich an. Es dürfte kaum eine Zeitung geben, die im Dritten Reich den Nationalsozialisten gegenüber kritischer eingestellt gewesen war und trotzdem die umwälzenden Geschehnisse jener Zeit klar erfaßt hatte, als die Jüdische Rundschau: Im Jahre 1933 brach etwas vollkommen Neues auf, »eine neuer Lebenswille eines Volkes, nicht streng theoretisch fundiert, aber elementar, vital, aus den Tiefen der Seele. Das ›Prinzip der völkischen Lebensganzheit‹ (Krieck) wurde realisiert.«{[xi]} Diese Darstellung trifft exakt den Kern. Aufgrund der erfolgreichen Sozialpolitik im Dritten Reich sollte sich eine Prophezeiung Hitlers erfüllen, die er bereits am 11. Februar 1933 in seiner ersten Rede als Reichskanzler im Berliner Sportpalast verkündet hatte: »Denn ich kann mich nicht lossagen von dem Glauben an mein Volk, kann mich nicht lossagen von der Überzeugung , daß diese Nation wieder einst auferstehen wird; kann mich nicht entfernen von der Liebe zu diesem meinem Volk und hege felsenfest die Überzeugung, daß einmal doch die Stunde kommt, in der die Millionen, die uns heute verfluchen, dann hinter uns stehen und mit uns begrüßen werden das gemeinsam geschaffene, mühsam erkämpfte und bitter erworbene neue Deutsche Reich der Größe und der Ehre und der Kraft, der Herrlichkeit und der Gerechtigkeit. Amen!«{[xii]}

Die Regierung des Dritten Reiches hatte mit der erfolgreichen Durchführung ihres revolutionären Programms vor aller Welt gezeigt, daß es möglich war, eine Wirtschaft zum Wohle des Volkes aufzubauen, selbst wenn hierfür keine Gelder zur Verfügung standen. Der nationalsozialistischen Volkswirtschaftslehre zufolge war der arbeitende Mensch mehr als ein auswechselbares ökonomisches Teil. Sie betrachtete den Menschen als eine Einheit, als ein produktives und kreatives Teil seines Volkes. Der hier zugrunde liegenden Wertvorstellung sollte der arbeitende, der schaffende Mensch nicht nur über einen sicheren Arbeitsplatz und anständiges zu Hause verfügen, er sollte auch mit Würde und Respekt (»Arbeit adelt«) behandelt werden.

Zur Beantwortung der Frage, von was die Deutschen 1945 »befreit« wurden, ist aus den oben dargelegten historischen Fakten folgendes zu schließen: Die Friedensjahre des nationalsozialistischen Deutschland waren für die überwältigende Mehrheit seiner Bewohner gekennzeichnet durch eine funktionierende Wirtschaft und eine funktionierende Gesellschaftsordnung. Ist es überhaupt geistig zu erfassen, wie das Deutsche Reich nach 15 oder 20 Jahren Aufbauarbeit – diese Zeitspanne hatte sich der Reichskanzler noch 1939 erbeten – ausgesehen hätte? Das Herz Europas wurde jedoch mit einem Krieg überzogen, den alle Kulturnationen verlieren sollten. Die Deutschen wurden darüber hinaus von ihrem Staat »befreit«, der der Masse des Volkes »Arbeit und Brot« und den sozialen Frieden gebracht hatte und der nicht zuletzt deshalb von der überwältigenden Mehrheit des Volkes bis zum bitteren Ende getragen wurde.

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{[i]} Anmerkung der Redaktion: Dem Urteil vieler Rezensenten zufolge hat der Verfasser mit Der deutsche Aderlaß (22003) zu diesem Thema »ein Standardwerk« vorgelegt.
{[ii]} Zitiert nach Friedrick Kurreck, »Das Leben im Dritten Reich«, in Der Schlesier vom 26. Juli bis 16. August.2002. Dem Verfasser liegt ein undatierter, sechszehnseitiger Sonderdruck vor, S. 4.
{[iii]} Zitiert nach Arthur Rosenberg, Geschichte der Weimarer Republik, Frankfurt am Main 151973, S. 130.
{[iv]} Nach Friedrick Kurreck, »Das Leben im Dritten Reich«, op. cit., S. 4.
{[v]} Alfred-Ingemar Berndt, Gebt mit vier Jahre Zeit!, München 1937, S. 161.
{[vi]} Vgl. Wiebke Stelling und Wolfram Mallebrein, Männer und Maiden, Preußisch Oldendorf 1979.
{[vii]} Vgl. Friedrick Kurreck, »Das Leben im Dritten Reich«, op. cit., S. 8f.
{[viii]} Vgl. Max Klüver, Vom Klassenkampf zur Volksgemeinschaft, Leoni 1988.
{[ix]} http://globalfire.tv/nj/03de/zeitgeschichte/ns_tierschutz.htm
{[x]} Zitiert nach Friedrick Kurreck, »Das Leben im Dritten Reich«, op. cit., S. 12f.
{[xi]} »Ein Jahr Regierung Hitler«, in: Jüdische Rundschau v. 30.1.1934, S. 1.
{[xii]} Zitiert in Alfred-Ingemar Berndt, Gebt mit vier Jahre Zeit!, München 1937, S. 13.“

Weihnachtsgrüße aus Sizilien…


Ich habe heute einen wunderschönen Weihnachtsgruß aus Sizilien erhalten, den teile ich gerne mit euch….
„I will always love you from today till eternity…Hi Joerg,
Wish you a Merry Christmas. Always remember you…hope we will see us next year more often. I know how you love your world travelling, but it’s difficult to meet you, would really love to travel with you! I will always be with you!
Something to remember our short times we had. Hope you feel the same about this videos 😉
Sweetheart I’ll be yours forever
Alex“

Sayaka Alessandra should be an international superstar…

Deutschland made in Amerika? – Steuerung der Demokratie


Jetzt beginnt also wieder einmal das Possenspiel der möglichen Regierungskoalitionen. Man könnte meinen „wie immer“. Allerdings gibt es, durch das Ausscheiden der FDP, dieses mal einen gravierenden Unterschied. Eine große Koalition würde nicht nur eine Regierungsmehrheit bedeuten, nein eine große Koalition käme einer „Diktatur“ sehr nahe.

Eine parlamentarische Opposition gäbe es faktisch nicht!

Erstmals wird damit auch die Schwäche unserer Parteiendemokratie mehr als deutlich. Fraktionszwang der Abgeordneten und fehlender unmittelbarer Einfluss des Wählers verschärfen diese Problematik. Eigentlich müsste der Wähler diese Entscheidung über Regierungskoalitionen mit entscheiden. Der Wähler wird aber nicht gefragt, allenfalls könnten die jeweiligen Parteimitglieder befragt werden…
Mir macht das Angst!

Die Frage der Koalitionsbildung…..

Eigentlich eine sehr einfache Sache, wenn
es diese undemokratischen Standpunkte und Ängste nicht gäbe! Natürlich haben die Besitzstandswahrer berechtigte Befürchtungen vor Systemänderungen und die gibt es nun einmal vor allem bei den etablierten Parteien. Also ist es auch nicht verwunderlich, dass sich vor allem auch die Medien extrem schwer tun ein demokratisches Ergebnis der Wahlen objektiv zu kommunizieren. Gerade unser, nach wie vor nicht durch die Wähler legitimiertes, politisches System könnte dadurch in einer Weise geändert werden, dass sein eigentlicher Zweck gefährdet und offenbar wird. Genau davor sollen wir mit aller Macht „bewahrt“ werden. Unser System war und ist bis heute ein System, das vor allem die Interessen Amerikas sichert. Nach wie vor spielen Geopolitische Überlegungen der Großmächte vor allem in Deutschland eine besondere Rolle. Wenn man es genau betrachtet gelten bei uns immer noch Teile der Besatzungsabkommen von 1955. Bis heute existiert kein Friedensvertrag mit den damaligen Siegermächten! Bis heute haben wir kein durch die Wähler legitimiertes Grundgesetz.
Das alles könnte durch die Linken und auch die AfD thematisiert werden, darum sind gerade diese Parteien für das Establishment so gefährlich, darum werden diese Parteien gerade auch von den öffentlich rechtlichen Medien gebrandmarkt, denn diese Parteien bedrohen auch die Struktur unserer aktuellen Medienlandschaft. Vor diesem Hintergrund sollte man deshalb auch die häufig überzogene und einseitige Berichterstattung bewerten.
Also keine Angst vor rot-rot-grün, allerdings berechtigte Ängste vor einer großen Koalition, denn faktisch existiert damit keine parlamentarische Opposition mehr, dass macht mir Angst!

Grüße an den Bundesvorstand der SPD….


Liebe Politiker,
glaubt ihr wirklich ihr erkennt noch die Meinung, den Willen eurer Wähler? Wir Wähler haben von euch den Eindruck, dass für euch nichts wichtiger als Macht und eigene Besitzstände geworden sind!

Solltet ihr euch ernsthaft fragen woher die Politik Verdrossenheit wohl herrührt, genau da liegt das Problem!

Solange Parteiloyalität mehr Bedeutung hat als der Wille, die Meinung der Wähler, solange werden die Menschen den Politikern nicht vertrauen.
Fraktionszwänge bei Abstimmungen, egal auf welcher politischen Ebene, sind zwar wichtig für die Machterhaltung, widersprechen aber dem demokratischen Grundverständnis vieler Menschen. Heißt es nicht für den Abgeordneten im Bundestag, er stimmt nach seinem Gewissen unabhängig ab?
Wie mittlerweile in vielen Bereichen, so hat es auch in der Politik einen Verlust an Ausgewogenheit gegeben. Die Balance zwischen Machterhalt und Sachzwang ist verloren gegangen bzw. hat sich zu sehr in Richtung Machterhaltung verschoben. Natürlich ist ein gesundes Maß an Streben nach Macht erforderlich, denn ohne politische Macht wird es natürlich auch nicht möglich sein, den eigenen politischen Willen umzusetzen. Dies darf aber niemals auf Kosten der Glaubwürdigkeit oder sogar der eigenen Identität stattfinden.
Diese, in unserer Gesellschaft an vielen Stellen, zu beobachtende Tendenz macht natürlich auch vor der Politik nicht Halt. Fragt man nach den Gründen, wird man sehr schnell auch auf den Verlust von Werten kommen. Leider beschleunigen Politiker durch ihr Verhalten diese Entwicklung noch zusätzlich.
Das schlimmste daran ist, dass da wo Werte fehlen die Politik tatsächlich glaubt durch blinden Aktionismus, diese durch Gesetze ersetzen zu können. Dieses politische Feingefühl, diese Werte vermissen die Menschen gerade bei der heutigen Politiker Generation. Nicht umsonst charakterisieren Begriffe wie „politische Praktikanten“ oder „Dilettanten“ die meisten unserer heutigen Amtsträger recht treffend. Dabei glaube ich nicht einmal, dass damit eine fehlende fachliche Qualifikation gemeint ist, vielmehr entsteht dieser Eindruck einfach aus dem fehlendem Gefühl für Werte.
Sorry, aber als mündiger Bürger mit eigener Meinung und Grund- und anderen Rechten( politically mature citizen having both his own opinion as well as basic and other rights ), konnte ich mich mit meinem Kommentar einfach nicht zurückhalten, geschweige denn kürzer fassen. Ich Grüße vor allem den Bundesvorstand der SPD ganz herzlich….

3391 Tonnen umfassen die deutschen Goldreserven


Update 02.05.2014

In China wird mehr Gold gehandelt als weltweit produziert

Für Williams spricht gerade die Entwicklung in China für höhere Goldpreise. Der Finanzprofi verweist beispielsweise auf die Auslieferungen von physischem Gold der Shanghai Gold Exchange (SGE), der größten Warenbörse Chinas für den Handel mit Edelmetallen. Je nach den Berechnungen seien die Auslieferungen größer gewesen als die weltweite Goldproduktion im Jahr 2013. „Das kann so nicht weitergehen. Das ganze Gold kann nicht für immer vom Markt verschwinden und der Goldpreis bleibt da stehen, wo er ist.“ „Ich glaube wir haben das Tief beim Goldpreis gesehen. Ich glaube nicht, dass der Preis noch einmal in den 1.100er-Bereich zurückgehen wird“, fügte der Experte hinzu.

Wird der Goldmarkt manipuliert?

„Ich glaube der Goldpreis wird manipuliert, Es gibt klare Anzeichen für eine Manipulation“, sagte Williams. „Es ist viel leichter den Goldmarkt zu manipulieren, als jenen für Libor-Zinssätze oder für Währungen.“ „Die Leute, denen die Manipulation des Goldmarkts vorgeworfen wird, sind oftmals selbst ihre größten Feinde“, erklärte Williams. Es könnte eine Menge getan werden, um die Manipulationsvorwürfe kategorisch zu entkräften. „Das beste Bespiel hierfür wäre die Überprüfung der Goldreserven der Fed.“ Oftmals werde behauptet, die Fed besitze gar nicht mehr viel Gold, weil sie es verliehen habe. Laut Williams könnte die Fed einem Dutzend Journalisten Zugang zu den Goldspeichern geben und somit die Manipulationsvorwürfe leicht entkräften.

Hat die FED deutsches Gold verliehen?

„Die andere Sache ist die Repatriierung von Gold an die Bundesbank“, sagte Williams. Von den insgesamt 1.500 Tonnen deutschen Goldes, die bei der Federal Reserve in New York lagern, will die Bundesbank bis 2020 insgesamt 300 Tonnen zurückholen. Doch 2013, im ersten der acht Jahre, seien lediglich fünf Tonnen geliefert worden. „Die Fed hat der Bundesbank gesagt, dass der Versand sieben Jahre in Anspruch nehmen wird. Ich habe aber nachgerechnet. Man könnte es in einer Woche tun, wenn man das Gold in Jumbo Jets transportieren würde. Wenn das Gold vorhanden wäre und nur abgestaubt werden müsste, könnte man den Transport in einer Woche durchziehen, indem ein Jet pro Tag fliegen würde.“ Laut unseren Recherchen haben Jets wie die Boeing 747 eine maximale Frachtkapazität von 100 Tonnen und mehr. Die Erklärung der Fed, das Gold müsse erst eingeschmolzen werden, ehe es abtransportiert werde, überzeugt Williams nicht. „Es gibt keinen Grund, das zu tun.“ Es gebe in Deutschland hervorragende Goldschmelzereien.

Ende des Updates

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Worauf gründet sich Deutschlands Reichtum, unser Staatsvermögen? Wo sind die Deutschen Goldreserven?

Ein Thema das vielleicht noch brisanter ist als die Datenüberwachung durch den US Geheimdienst, NSA.

Weis die Bundesregierung wieder nichts und die Bundesbank auch nicht.
Es kommen Zweifel auf warum, die absolute Freundschaft mit den USA, nie infrage gestellt wird.

Was sagen Herr Gauck, Frau Merkel, Herr Schäuble?

Deutschen Goldreserven entsprechen rund 70 %[1] der Währungsreserven der Deutschen Bundesbank. Deutschland steht seit dem Ende der 1960er Jahre[2] mit der Höhe seiner Goldreserven an zweiter Stelle[1] hinter den Vereinigten Staaten.

Der Wert der 3391 Tonnen umfassenden deutschen Goldreserven wurde zum 31. Dezember 2012 mit 137,51 Milliarden Euro beziffert.[3] Bei einer Währungskrise würden die Reserven in Devisen umgewandelt werden, indem die Goldreserven zunächst verpfändet und anschließend verkauft würden.[4] Der Schatz soll das Vertrauen der Bürger ins Geld stärken.

Bestand und Lagerorte

imageVon dem Goldbestand von 3391,3 Tonnen (Stand: März 2013)[5] lagern 1536 Tonnen (~45 Prozent) bei der US-Notenbank Fed in New York. Rund 8000 Tonnen, lagern im Tresor der New Yorker Fed. Von denen gehören allerdings nur sechs Prozent den Amerikanern – der Rest auswärtigen Notenbanken. 450 Tonnen (~13 Prozent) bei der Bank of England in London und 374 Tonnen (11 Prozent) bei der Banque de France in Paris. 1036 Tonnen, ungefähr ein Drittel (~31 Prozent) des Bestandes verwahrt die Bundesbank selbst in den eigenen Tresoren im Inland.[6]

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Die Lagerung bei den Zentralbanken unserer Besatzungsmächte

Die Zentralbanken in London und Paris lehnten den Wunsch, die physischen Goldbestände der Bundesbank in Augenschein zu nehmen, ab.

Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele einen abschlägigen Bescheid: „Leider müssen wir Ihnen nach Rücksprache mit den beiden Notenbanken mitteilen, dass die Bank of England und die Banque de France Besuchern keinen Zutritt zu ihren Tresoren gewähren.“ Die Zentralbanken hätten keine „Sonderbereiche für Besucher“.

Allerdings hatte der französische Notenbank-Chef Christian Noyer im Interview mit der F.A.Z. erst kürzlich versichert: „Unsere Kunden (die Gold bei der Banque de France hinterlegt haben) können sich das ansehen, wann immer sie wollen.“

Das Gold ist in den fünfziger und sechziger Jahren als Bezahlung der hohen deutschen Außenhandelsüberschüsse in den Besitz der Bundesbank gekommen. Frankreich hat unter Präsident Charles de Gaulle 1966 sein Gold mit U-Booten aus New York abgeholt. Der damalige Bundesbank-Präsident Karl Blessing dagegen versicherte 1967 in einem Brief, Deutschland werde sein Gold nicht antasten, solange amerikanische Truppen in Deutschland stationiert seien. „Wir vertrauen unseren Partnern wie der amerikanischen Notenbank“, sagt Bundesbank-Präsident Jens Weidmann 2012. „Unsere Bilanzierung beruht auf Barrenlisten und einer ausdrücklichen Bestätigung der Partnernotenbanken über die Anzahl der bei ihnen für uns verwahrten Feinunzen Gold.“ Mittlerweile konnte man aber auch schon die unterschiedlichsten Begründungen hören, warum die Goldbarren in New York nicht einfach mal stichprobenhaft kontrolliert werden – wie man das im Keller in Frankfurt schließlich auch macht. Mal hieß es, die Barren in New York seien so eng gestapelt, dass dort kein Mensch hindurch käme. Dann hörte man, zu viel Misstrauen gegenüber den Vereinigten Staaten könnte womöglich zu diplomatischen Verwicklungen führen. Auch die hohen Kosten für eine Reise über den großen Teich wurden schon mal vorgeschoben.
Vielleicht ist es einfach unangenehm, darum zu bitten?
Immerhin sind die Sicherheitsvorkehrungen bei der Fed in New York streng. Fast wie in Fort Knox im Bundesstaat Kentucky, wo traditionell ein Großteil der amerikanischen Goldreserven lagert. 4580 Tonnen sollen es in Fort Knox sein, wo die erste amerikanische Infanteriedivision mit 10.000 Soldaten und 300 Panzern das Gold bewacht. Deutlich mehr Gold aber, rund 8000 Tonnen, lagern im Tresor der New Yorker Fed. Von denen gehören allerdings nur sechs Prozent den Amerikanern – der Rest auswärtigen Notenbanken.image

Die Fed ist eine Mischung aus privater und einer Staats Bank und ein Konsortium aus den führenden amerikanischen Banken, wie Goldmann und Sachs, Morgan Stanley und anderen und was von diesen Banken zu halten ist, das wissen wir ja: Sie sind die Hauptverantwortlichen für die anhaltende Finanzkrise.

Der Fed-Tresor liegt 80 Fuß unter der Erde, gebaut in den Fels von Manhattan. Nur mit einem Aufzug kommt man hinunter. Statt einer Tür gibt es einen 90 Tonnen schweren Stahlzylinder, der sich in einem 140 Tonnen schweren Stahlrahmen nur um 90 Grad drehen, aber nicht herausnehmen lässt. Kein einzelner Mitarbeiter kennt die Kombination zum Öffnen; nur gemeinsam können sie den Tresor aufmachen. Und zweimal im Jahr müssen die Mitarbeiter am Schießtraining mit unterschiedlichen Waffengattungen teilnehmen. Die Fed selbst wirbt damit, dass ihre Sicherheitsmaßnahmen so gut seien, dass selten ein Land darum gebeten habe, seine Goldvorräte überprüfen zu dürfen.

Gold-Leasing-Geschäfte werden abgeschlossen zwischen einem Geschäftspartner, der physisches Gold besitzt, und einem, der aus irgendwelchen Gründen eine Verpflichtung hat, Gold zu halten, dies aber nicht physisch tun will. Auch die Bundesbank hat eingeräumt, solche Geschäfte in der Vergangenheit in begrenztem Umfang getätigt zu haben. Im Augenblick soll aber kein Gold verliehen sein. Kritiker der Gold-Lagerung in Amerika hingegen argwöhnen, womöglich sei das deutsche Gold dort auch in irgendeiner Form verliehen – und existiere nur noch auf dem Papier. Sie fühlen sich bestätigt durch die Form der Bilanzierung der Goldvorräte in der Bilanz der Bundesbank. Dort sind nämlich „Gold und Goldforderungen“ in einem gemeinsamen Posten zusammengefasst. Was davon physisches Gold ist, auf das auch ärgste Kritiker in Krisenzeiten vertrauen würden, und was nur Goldforderungen, also letztlich auf Gold lautende Wertpapiere, sind, ist also zumindest nicht mit der Beweiskraft der Bilanz festzustellen.

„Es gibt keine Beweise dafür, dass das Gold nicht da ist, sagt Weinberg, „aber angesichts der Währungskrise des Euro wäre es schön, das genauer zu wissen.“

Nazi-Gold soll nicht mehr dazwischen sein
In der Vergangenheit sind auch schon mal gefälschte Goldbarren aufgetaucht. Nicht nur Notenbanken in Afrika haben sich wohl gelegentlich so etwas andrehen lassen. Auch in China sollen Barren aufgetaucht sein, die mit Wolfram gefüllt waren: einem Stoff, der ein ähnliches spezifisches Gewicht hat wie Gold. Nur durch Aufbohren konnte das bewiesen werden.
Die Franzosen immerhin haben ihr Gold bereits vor vielen Jahren nach Paris heimgeholt. Wie die Deutschen auch hatten sie in den 50er und 60er Jahren große Vorräte in New York angehäuft. Das war eine Folge des damaligen internationalen Währungssystems, des Bretton-Woods-Systems: In diesem System fester Wechselkurse sammelten Länder, die einen großen Überschuss im Außenhandel erwirtschafteten, Währungsreserven in Dollar an, die sie bei der amerikanischen Notenbank in Gold umtauschen konnten. Die Goldvorräte der Bundesbank in Amerika sind somit das „goldene Erbe des Wirtschaftswunders“, wie es ein Notenbanker einmal formuliert hat. Nazi-Gold soll nicht mehr dazwischen sein.
Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle jedenfalls wollte 1966 sichergehen – und tauschte große Mengen von Dollarreserven in Gold um und ließ das französische Gold von New York nach Paris bringen.
Er sagte, es erscheine ihm unerträglich, dass Frankreichs Gold „dem Zugriff einer fremden Macht preisgegeben sein könnte“.
Deutschlands Verhältnis zu Amerika war damals deutlich enger – die Bundesbank folgte dem Beispiel Frankreichs daher nicht. Veröffentlicht wurde viele Jahre später ein Brief des damaligen Bundesbankpräsidenten Karl Blessing (des Großvaters des heutigen Commerzbank-Chefs), in dem auch ein Zusammenhang mit der Stationierung amerikanischer Truppen in Deutschland hergestellt wurde. Blessing versicherte in diesem als „Blessing-Brief“ bekanntgewordenen Schreiben vom 30. März 1967 seinem amerikanischen Kollegen William McChesney Martin, Deutschland werde seine Dollarreserven nicht in Gold umtauschen und heimbringen lassen, solange amerikanische Truppen in Deutschland stationiert seien.

Aus Angst vor einem russischen Überfall
Das deutsche Gold eine Art Faustpfand also? In einem Interview mit dem „Spiegel“ kurz vor seinem Tod stützte Blessing diese These.
Es habe eine unausgesprochene Drohung des amerikanischen Hochkommissars John McCloy gegeben, Amerikas „Boys“ könnten andernfalls aus der Bundesrepublik abgezogen werden.
Später gab es ein anderes Argument, warum die deutschen Goldvorräte lieber nicht in Frankfurt lagern sollten: die Angst vor einem russischen Überfall. Schließlich liegt die Stadt nur 100 Kilometer Luftlinie von jenem Punkt entfernt, der im Kalten Krieg den Namen „Fulda Gap“ trug – eine Stelle an der innerdeutschen Grenze, die sich aufgrund ihrer topographischen Gegebenheiten gut für einen Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts geeignet hätte.
Bis heute hat es eine tatsächliche Überprüfung der Bestände durch Mitarbeiter der Bundesbank nicht gegeben. Die Bestände sollten, nach Aussagen des Bundesbank Chefs, aus den USA und aus Frankreich nach und nach wieder nach Deutschland gebracht werden. Doch glaubt man Hedgefonds Manager William Kaye sind die deutschen Goldvorräte aus den USA gar nicht mehr abrufbar.
„Deutschland wird das Gold nie wieder sehen“, sagte William Kaye im Gespräch mit Eric King, dem Gründer des alternativen Finanzportals kingworldnews.com. Demnach hat beispielsweise die Fed regelmäßig Gold an US-Banken wie Goldman Sachs und JP Morgan „verliehen“. Die Fed habe regelmäßig mehrere Tonnen Gold „verliehen“, um den Goldpreis zu drücken, sagte Kaye, der selbst einmal für Goldman Sachs gearbeitet hat. Eine Art Lesing-Vertrag, nur, dass das Gold nicht so zurückkommen wird, wie es die Fed wünscht. Denn die US-Banken verkaufen das Gold an den Markt – sowohl das Fed-Gold als auch das Bundesbank-Gold wechsle so den Besitzer.

Über den Markt wurde das Gold dann Kaye zufolge beispielsweise auf dem Goldmarkt in Hongkong verkauft. „Aber Deutschland wird das Gold nie wieder sehen, weil es sich sicher auf meinem Konto und den Konten unserer Investoren in Hong Kong befindet“, so Kaye. In Hong Kong sei das Gold geschmolzen worden:

„So funktioniert es in der Praxis. Das Fed-Gold, von dem die Amerikaner denken, dass es ihnen gehört, ist verschwunden. Das Gold, von dem die Deutschen gesagt haben, sie werden es in 7 Jahren wieder bekommen, werden sie nie wieder sehen. Weil es nicht mehr existiert (bei der Fed). Ich besitze es. Die Peoples Bank of China besitzt es. Die Reserve Bank of India besitzt es. Die Zentralbank der Russischen Föderation besitzt es. Aber die Menschen in Deutschland (und Amerika) besitzen es nicht.“

In den vergangenen Jahren hat China stetig mehr Gold über Hong Kong importiert: Seit Ende 2011 fast 2.000 Tonnen Gold. Und allein seit Januar 2012 waren es 1.345 Tonnen (hier). William Kaye spricht von inoffiziellen Zahlen zu Chinas physischen Goldbeständen in Dimensionen von 4.000 bis 8.000 Tonnen.

Die folgenden Persönlichkeiten aus Deutschland beurteilen die Lagerung des Goldes als problematisch:
Rolf Baron von Hohenhau, Peter Boehringer, Dr. Bruno Bandulet, Frank Schäffler, Prof. Hans-Olaf Henkel, Prof. Gerd Habermann, Philip Barton, Prof. Hans Bocker, Carlos A. Gebauer, Dr. Michael von Prollius, Oliver Janich, Walter Hachmann, Helmut Weimer, Prof. Ekkehard Wenger, Prof. Wilhelm Hankel

Frei nach dem patriotischen Volks- und Studentenlied von 1820. Das Lied haben übrigens die Mitglieder des Parlamentarischen Rates 1949 in der Original-Fassung gesungen, nachdem sie das Grundgesetz beschlossen hatten.
Ich hab mich ergeben
Mit Gold und mit Pfand,
Dir Land voll Schuld und Geben
Mein teures Euroland!

Denn so verfügt es der 1992 dem GG beigefügte „Europa-Atikel“ (Art.23), der uns zur Mitwirkung an der Eintwicklung der Europäischen Union, als Staatsziel (!), verpflichtet.

Fragen:
1. Haben andere Länder auch einen Europa-Artikel in ihrer Verfassung?
2. Kann man uns völkerrechtlich die Souveränität absprechen?

Welche Relevanz hat also heute die Frage noch, wieviel deutsche Souveränität die BRD tatsächlich repräsentiert bzw. wie und/oder in welcher Form das Deutsche Reich als wahrhaft legitimer deutscher Staat wiederhergestellt werden könnte? (Ich meine diese Frage nicht rethorisch/polemisch, sondern durchaus ernsthaft!)

Offensichtlich sind Zweifel an der uns stets versicherten Souveränität durchaus berechtigt, wie das folgende Beispiel zeigt!
Bekanntmachung des Schreibens der Drei Mächte vom 8. Juni 1990 zur Aufhebung ihrer Vorbehalte insbesondere in dem Genehmigungsschreiben zum Grundgesetz vom 12. Mai 1949 in bezug auf die Direktwahl der Berliner Vertreter zum Bundestag und ihr volles Stimmrecht im Bundestag und im Bundesrat
http://www.gesetze-im-internet.de/avorbaschrbek/BJNR010680990.html
Am 08. Juni 1990 teilen die „drei Siegermächte“, Frankreich, Großbritannien und die USA, dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl folgendes mit:
(Übersetzung)

„Bonn, den 8. Juni 1990
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,
wir möchten Ihnen mitteilen, daß die Drei Westmächte im Lichte der jüngsten Entwicklungen in Deutschland und in der internationalen Lage bestimmte Aspekte ihrer Vorbehalte zum Grundgesetz einer erneuten Prüfung unterzogen haben.
Die Vorbehalte der Drei Westmächte in bezug auf die Direktwahl der Berliner Vertreter zum Bundestag und das volle Stimmrecht der Vertreter Berlins im Bundestag und im Bundesrat, die insbesondere im Genehmigungsschreiben vom 12. Mai 1949 zum Grundgesetz angesprochen sind, werden hiermit aufgehoben.
Die Haltung der Alliierten, „daß die Bindungen zwischen den Westsektoren Berlins und der Bundesrepublik Deutschland aufrechterhalten und entwickelt werden, wobei sie berücksichtigen, daß diese Sektoren wie bisher kein Bestandteil (konstitutiver Teil) der Bundesrepublik Deutschland sind und auch weiterhin nicht von ihr regiert werden“, bleibt unverändert.
Wir bitten Sie, Herr Bundeskanzler, die Versicherung unserer ausgezeichnetsten Hochachtung zu genehmigen.
Für die Regierung der Französischen Republik
Serge Boidevaix
Für die Regierung des Vereinigten Königreichs
von Großbritannien und Nordirland
Sir Christopher Mallaby
Für die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika
Vernon A. Walters

“Der Mensch lebt nicht vom Brot allein”, auch der Deutsche nicht. Es ist unbestreitbar, dass die eingeschränkte Souveränität, die sich in verschärfter politischer Korrektheit, strafbewährter Geschichtsklitterung und einem perpetuierten Büßergestus manifestiert einen würdelosen Zustand darstellt und zu einer Verblödung großer Teile der deutschen Intelligenz geführt hat. Aber das geht, seien wir realistisch, dem größten Teil der Bevölkerung am Allerwertesten vorbei – zumindest, so lange sich die meisten einen Golf oder gar BMW, das wöchentliche Essen beim Thailänder und das Obst vom Bio-Markt leisten können.

Blickt man zurück, so scheint die Frage nach formaler Souveränität der deutschen Nation ein Thema fürs Museum zu sein.

Blickt man jedoch nach vorn, so gewinnt die Frage wirkliche Bedeutung. Allerdings nicht auf Deutschland beschränkt, sondern generell in der Richtung, welche Bedeutung das Konzept des europäischen, völkisch begründeten Nationalstaats hat. Er ist die Antithese zur “New World Order”, zum globalistischen Superstaat (bzw. zu einer Handvoll Superstaaten nach Orwell’schem Zuschnitt) der Finanz- und Konzerneliten, der seit 1945 und beschleunigt nach dem Zusammenbruch des Sowjetreichs offenkundig planmäßig aufgebaut wurde. Im Angesicht der Möglichkeit des Zusammenbruchs der gegenwärtigen Weltfinanzarchitektur kommt dem souveränen Nationalstaat als wirtschaftlicher “Zelle”, als Raum (potenzieller) relativer Stabilität, bzw. Stabilisierung im Chaos der Wirtschaftskrise eine überlebenswichtige Rolle zu. Große Nationalstaaten sind als Kristallisationskerne einer danach entstehenden, nachhaltigeren Weltordnung unverzichtbar.

Ich meine, das ist der eigentliche Kontext, in dem die Frage der deutschen Souveränität – genauso wie die der ehemaligen Kriegsgegnerstaaten – diskutiert werden sollte.

Darf die NSA in Deutschland die Telekommunikation überwachen?


Aktuelle Ergänzung 03.11.2013 um 21:43:

Die NSA Affäre war auch nur der Auslöser für die Fragestellung nach der Souveränität Deutschlands und nach den damit verbundenen Fragen nach den demokratischen Grundlagen und der Rechtsstaatlichkeit in Deutschland. Gerade hat sich endlich ein Top Jurist sehr treffend zu dem Thema geäußert: http://www.internet-law.de/2013/11/geheimdienste-gefaehrden-unsere-demokratie.html

„Geheimdienste gefährden unsere Demokratie“

Der Beitrag ist noch nicht fertig, weder Struktur noch Formulierungen sind endgültig. Bis jetzt eine lose Gedankensammlung zu diesem Thema.

Darf die NSA in Deutschland die Telekommunikation überwachen?

The seal of the U.S. National Security Agency....

The seal of the U.S. National Security Agency. The first use was in September 1966, replacing an older seal which was used briefly. For more information, see here and here. (Photo credit: Wikipedia)

Ich habe selten ein Thema mit so wenig intellektuell geeigneten Beiträgen erlebt. Angefangen von den Antworten einer Professorin, die mit den Fragen offensichtlich komplett überfordert ist, bis zu den Beiträgen von „Dr.“, deren darin offenbarten Fähigkeiten sofort eine Überprüfung ihrer Promotions Arbeiten als erforderlich erscheinen lässt. Deutschland, deine intellektuelle Elite ist nicht einmal in der Lage die Souveränität ihres eigenen Staates zu belegen, nationale Rechtssysteme im Kontext einer globalisierten Welt zu verstehen. Deutschland, deine intellektuelle Elite hat mittlerweile Schwierigkeiten mit dem kleinen 1×1. Ich empfehle an dieser Stelle zuerst einmal das Studium des historischen Kontext dieser Frage zu eruieren. Dazu gehören ohne Zweifel die Beantwortung der Frage nach dem Ende des Staates Preußen und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für das bestehende Rechtssystem. Ohne die besonderen Umstände der Beziehung der USA zu uns als Besatzungsmacht, zu betrachten und zu bewerten, wird es wohl kaum gelingen, eine auch nur im Ansatz sinnvolle Antwort zu formulieren. Warum sich hier kein einziger Beitrag damit auseinandersetzt bleibt obsolet.
Warum wohl haben es sich die damaligen Besatzungsmächte nicht nehmen lassen, das Ende des Staates Preußen explizit zu deklarieren. Wie ist ein, auf Befehl der Siegermächte zustande gekommenes, provisorisches GG in diesem Zusammenhang zu bewerten. Zumal, wenn die heutigen „Überwacher“, maßgeblich Einfluss auf die Inhalte des GG und aller damals entstandenen Gesetze genommen haben.
Einen Hinweis auf die Frage der Rechtmäßigkeit bzw. auch eine Erklärung für die „Mitwirkungspflichten“ Deutschlands zum technische Gelingen dieser Spionage Aktivitäten beizutragen; Deutschland wurde auf Befehl der USA, am 1.Juli 1947 Mitglied des Vereins „Internationaler Fernmelde Vertrag von Atlantic City“….Die Inhalte sind sind durch das Völkerrecht legitimiert. Mehr Nachhilfe gibt es heute nicht…..

Die Fragestellung als solche beinhaltet eben auch die Frage nach der Souveränität unseres Nachkriegsdeutschlands. Die oft zu lesenden Argumente beziehen sich ausschließlich auf die innerstaatliche Gesetzgebung, z.B. auf die Wirkung von Gesetzes-/Verordnungs Hierarchien. Folge ich dieser Logik, hätten sich tatsächlich alle Regierungen, zumindest bis 1990, des Hochverrats schuldig gemacht, oder?

Recht ist Auslegungssache, so war es und so wird es immer bleiben.

Genau an dieser jetzt hier stattfindenden Diskussion zeigt sich doch wie schwierig eine genaue Beurteilung dieser Sachverhalte ist.

Man könnte trefflich für diverse Standpunkte, Ansätze oder Rechtspositionen die passenden Argumentationen finden.

Die Frage der Legalität der NSA Abhörmaßnahmen streift immer auch die Frage nach der Souveränität unseres Staates.

Die von Prof. Dr. Anne Peters gemachten Aussagen sind, trotz ihrer unbestrittenen fachlichen Kompetenz, für eine eindeutige Bewertung wenig hilfreich. Dabei soll der Staat in seiner Ureigensten Funktion doch vor allem für klare gesellschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen sorgen.

Hier geht es schließlich nicht um eine juristische Bagatellfrage, nein die Persönlichkeitsrechte der Bürger eines Staates gehören zu den elementaren Grundrechten und damit zu den Säulen unseres Rechtsstaats Systems.

English: fundamental ideas of democracy Deutsc...

English: fundamental ideas of democracy Deutsch: Grundgedanken der Demokratie :*Graphics by Jacki :*Ausgabepreis: 40 Pfennig :*First Day of Issue / Erstausgabetag: 13. August 1981 :*Michel-Katalog-Nr: 1105 (Photo credit: Wikipedia)

Beispiele wie der Rechtsstaat eine eindeutige Antwort zu seiner Souveränität vermeidet:
Art.2 Abs.1 Satz 1 des Vertrages zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen (Überleitungsvertrag) hindert deutsche Gerichte daran, die Rechtmäßigkeit besatzungshoheitlicher Enteignungsmaßnahmen zu überprüfen. Dies gilt auch nach dem Inkrafttreten des Vertrages über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland.
Bayerisches Oberstes Landesgericht, Beschluß vom 22.7.1993 (2Z BR 70/93), DtZ 1994, 37 ff. (ZaöRV 55 [1995], 893f.)
„…von deutschen Gerichten nicht auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft werden kann, weil es sich dabei um eine Verwaltungsmaßnahme einer Besatzungsbehörde im Sinne der genannten Bestimmung handelte….“
Sind deutsche Gerichte mit dem „Einigungsvertrag“ (Gesetz vom 11.10.1990, BGBl.II, 1317 [1318]) nicht nur völkerrechtlich befugt, sondern auch verfassungsrechtlich verpflichtet, die willkürfreie Anwendung von Besatzungsrecht zu überprüfen?

Nein sagt das Verfassungsgericht und hat dabei folgende Leitsätze etabliert:

  • Art.79 Abs.3 GG verlangt nicht, daß zur Wiedergutmachung von Enteignungsmaßnahmen einer fremden Staatsgewalt, die sich für den dem Grundgesetz verpflichteten Gesetzgeber als nicht hinnehmbar erweisen, die enteigneten Objekte zurückgegeben werden.

  • Es ist von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden, daß nach deutschem internationalen Enteignungsrecht die Enteignungsmaßnahmen eines anderen Staates einschließlich entschädigungsloser Konfiskationen, auch wenn diese mit der deutschen Verfassungsordnung unvereinbar sind, grundsätzlich als wirksam angesehen werden, soweit sie Vermögen im Gebiet des fremden Staates betreffen.

  • Art.3 Abs.1 GG gebietet es, daß der Gesetzgeber auch für die nicht rückgängig zu machenden Enteignungen auf besatzungsrechtlicher oder besatzungshoheitlicher Grundlage im Sinne von Anlage III Nr.1 des Einigungsvertrages eine Ausgleichsregelung schafft.

Bis zum „Zwei plus vier Vertrag“ galten allerdings z.B. Leitsätze wie diese,
hier z. B. festgestellt durch den Hessischen Verwaltungsgerichtshof, Beschluß vom 14.7.1988 (11 TG 1736/85), NJW 1989, 470 (ZaöRV 50 [1990], 138)

  • Die im Bundesgebiet stationierten US-Streitkräfte unterliegen deutscher Hoheitsgewalt nur nach Maßgabe der einschlägigen völkerrechtlichen Verträge. Im übrigen genießen sie kraft Völkergewohnheitsrechts Immunität.

  • Im Hinblick auf diese Immunität können deutsche Bürger Rechtsschutz gegen Maßnahmen dieser Streitkräfte nur indirekt dadurch erlangen, daß sie die zuständigen deutschen Organe um Schutzgewährung ersuchen.

  • Die deutschen Organe genießen in dieser Hinsicht einen weiten Entscheidungsspielraum. Daher müssen die Gerichte sich auf eine Willkürkontrolle beschränken.

Leider haben es unsere verantwortlichen Politiker aber seit Jahrzehnten versäumt, eine eindeutige Rechtslage zu schaffen.

Wer an dieser Stelle jetzt mit dem Argument der internationalen Komplexität kommt, dem muss ich leider entgegnen, gerade das gehört zu den Aufgaben einer Regierung, der Schutz vor äußeren und inneren Gefahren.

Unsere Regierungs-Praktikanten haben sich stattdessen, über Jahrzehnte lieber im Scheinwerferlicht der aktuellen Medien, mit Gesetzes Aktionismus beschäftigt.

Damit haben sie ihren ganz persönlichen Anteil, am immer undurchschaubar werdenden Gesetzes Dschungel.

Wie man es besser macht:

Unsere amerikanischen Freunde sind dafür ein Lehrbeispiel. Als Besatzungsmacht hat man Nachkriegsdeutschland sehr schnell auf allen erdenklichen Ebenen in die eigenen Strategischen Planungen eingebunden. An dieser Stelle geht es nicht ohne etwas Zeitgeschichte.

Als Beispiele seien an dieser Stelle genannt:

  • Konferenz von Potsdam 2. August 1945: Entwaffnung, Entmilitarisierung, Entnazifizierung, demokratische Umgestaltung des Erziehungs- und Gerichtswesens, Wiederaufbau des politischen Lebens und der lokalen Selbstverwaltung nach „demokratischen“ Grundsätzen. Übermäßige Konzentration der Wirtschaft sollte vernichtet und „das Hauptgewicht auf die Entwicklung der Landwirtschaft und der Friedensindustrie für den inneren Bedarf“ gelegt werden.
  • Gesetz Nr. 46 des Alliierten Kontrollrates in Deutschland über die Auflösung des Staates Preußen, 25. Februar 1947: Nach einer Entscheidung des Reichsgerichts vom 13. August 1936 sollen jedoch die alten Verträge seit dem Gesetz vom 30. Januar 1934 nicht mehr rechtsverbindlich sein, weil damals die Länder ihren Charakter als Staaten verloren hätten. Diese Ansicht wird teilweise abgelehnt, weil sie darauf hinausliefe, dass von innerstaatlichen Rechtsgemeinschaften abgeschlossene völkerrechtliche Verträge durch innerstaatliches Staatsrecht einseitig beseitigt werden könnten. Dieser ablehnenden Auffassung schloss sich 1981 das Oberlandesgericht München an, als es den Fortbestand einer konkursrechtlichen Übereinkunft des Königreichs Bayern mit Schweizer Kantonen aus dem Jahre 1834 bejahte. Die Vertragskontinuität über das Jahr 1934 lässt sich jedoch dann erklären, wenn man bereits seit der Fusion der deutschen Staaten 1867/1871 deutscherseits das Reich als Vertragspartner ansähe. Es kann dann ein Untergang der Länder durch die Verreichlichung 1934 angenommen werden. Die Verträge gelten entweder nach 1934 nicht mehr fort, sodass sie auch nicht als Beleg für eine Fortexistenz der Länder herangezogen werden können, oder die Verträge binden das Reich, seitdem die Länder bei der Fusion der deutschen Staaten 1870/71 zum Deutschen Reich in bestimmten Sachgebieten ihre Völkerrechtsunmittelbarkeit verloren haben, so dass auch das Fortgelten der Verträge nicht die Fortexistenz der Länder als Staaten belegen kann. Mit dem Gesetz vom 30. Januar 1934 haben jedenfalls die Länder ihren Charakter als Staaten durch die Beseitigung ihrer Volksvertretungen und die Unterstellung der Landesregierungen unter die Reichsregierung verloren. Durch den damit verbundenen Verlust der Hoheitsrechte waren die Länder zu bloßen Gebietskörperschaften höherer Art des zum Einheitsstaat gewordenen Reiches herabgesunken.
  • Internationaler Fernmeldevertrag 2.Oktober 1947, auf Empfehlung der „Hohen Kommissare“ wurde Nachkriegsdeutschland Mitglied in dieser, damals als Verein organisierten Gruppe von Amerika freundlichen Staaten. Hier wurden die Grundlagen für die westlichen Überwachungs-Bestrebungen gelegt. Gleichzeitig wurden dort enge Verbindungen zur UNO aufgebaut.
  • Die Frankfurter Dokumente vom 1. Juli 1948, in denen wurde den Ministerpräsidenten in den elf Ländern der drei Westzonen, der Auftrag erteilt bis zum 1. September 1948 eine Verfassunggebende Versammlung einzuberufen, die eine demokratische Verfassung ausarbeiten sollte. Das neue Staatsgebilde sollte auch weiterhin einer, allerdings gemilderten, Besatzungsherrschaft unterworfen bleiben und seine künftige Verfassung bestimmte Vorgaben der Westmächte enthalten.

Zuerst einmal gilt es den historischen Kontext dieser Frage zu eruieren. Dazu gehören ohne Zweifel die Beantwortung der Frage nach dem Ende des Staates Preußen und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für das bestehende Rechtssystem. Ohne die besonderen Umstände der Beziehung der USA zu uns als Besatzungsmacht, zu betrachten und zu bewerten, wird es wohl kaum gelingen, eine auch nur im Ansatz sinnvolle Antwort zu formulieren. Warum sich hier kein einziger Beitrag renommierter Juristen damit auseinandersetzt bleibt obsolet.
Warum wohl haben es sich die damaligen Besatzungsmächte nicht nehmen lassen, dass Ende des Staates Preußen explizit zu deklarieren.

Wie ist ein, auf Befehl der Siegermächte zustande gekommenes, provisorisches GG in diesem Zusammenhang zu bewerten. Zumal, wenn die heutigen „Überwacher, maßgeblich Einfluss auf die Inhalte ges GG und aller damals entstandenen Gesetze genommen haben.
Zum Schluss noch ein Hinweis auf die Frage der Rechtmäßigkeit bzw. auch eine Erklärung für die „Mitwirkungspflichten“ Deutschlands für das technische Gelingen dieser Spionage Aktivitäten. Deutschland wurde auf Befehl der USA, am 1.Juli 1947 Mitglied des Vereins „Internationaler Fernmelde Vertrag von Atlantic City“….Die Inhalte sind sind durch das Völkerrecht legitimiert. Mehr Nachhilfe gibt es heute nicht…..

Zur Gewährung einer vollen Souveränität war dieser »Überleitungsvertrag« mit seinen alliierten Vorschriften infolge des »Zwei-plus-Vier-Vertrages« also aufzuheben. Dazu diente die »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 zu dem Vertrag über die Beziehung der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten (in der geänderten Fassung) sowie zu dem Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen (in der geänderten Fassung)«, veröffentlicht als Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt 1990, Teil II, Seite 1386 ff.

Hierin wird in Punkt 1 bestimmt, daß die alliierten Bestimmungen suspendiert werden und nun außer Kraft treten – doch vorbehaltlich der Festlegungen des Punktes 3. Und hier ist nun das Erstaunliche zu lesen:

»3. Folgende Bestimmungen des Überleitungsvertrages bleiben jedoch in Kraft:

ERSTER TEIL: Artikel 1, Absatz 1, Satz 1 bis „… Rechtsvorschriften aufzuheben oder zu ändern“ sowie Absätze 3, 4 und 5, Artikel 2, Absatz 1, Artikel 3, Absätze 2 und 3, Artikel 5, Absätze 1 und 3, Artikel 7, Absatz 1, Artikel 8

DRITTER TEIL: Artikel 3, Absatz 5, Buchstabe a des Anhangs, Artikel 6, Absatz 3 des Anhangs

SECHSTER TEIL: Artikel 3, Absätze 1 und 3 SIEBENTER TEIL: Artikel 1 und Artikel 2 NEUNTER TEIL: Artikel 1

ZEHNTER TEIL: Artikel 4«

Doch damit noch nicht genug:

Zusätzlich zu dieser detaillierten Festschreibung, welche Teile des Überleitungsvertrages von 1954 in Kraft bleiben, wird in der »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 …« (BGBl. 1990, Teil II, S. 1386 ff) in Ziffer 4 c festgelegt, daß die in Ziffer 1 dieser »Vereinbarung« zugestandene Suspendierung der übrigen Teile des Überleitungsvertrages deutscherseits die weitere Erfüllung bestimmter Festlegungen »nicht beeinträchtigt«.

Mit welchem Recht spricht man von einer »Suspendierung« des Überleitungsvertrages von 1954, wenn in der hier zitierten »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 … «(siehe oben) festgelegt wird, daß er in seinen grundsätzlichen Bestimmungen fortbesteht?

Nehmen wir als Beispiel aus den oben zitierten Bestimmungen, die in Kraft bleiben, aus dem ERSTEN TEIL den Artikel 2, Absatz 1.

https://derblauweisse.files.wordpress.com/2013/10/image7.jpg

Dieser Artikel des Überleitungsvertrages von 1954 lautet

»Alle Rechte und Verpflichtungen, die durch gesetzgeberische, gerichtliche oder Verwaltungsmaßnahmen der alliierten Behörden oder aufgrund solcher Maßnahmen begründet oder festgestellt worden sind, sind und bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem Recht in Kraft, ohne Rücksicht darauf, ob sie in Übereinstimmung mit anderen Rechtsvorschriften begründet oder festgestellt worden sind.

Diese Rechte und Verpflichtungen unterliegen ohne Diskriminierung denselben künftigen gesetzgeberischen, gerichtlichen und Verwaltungsmaßnahmen wie gleichartige, nach innerstaatlichem deutschem Recht begründete oder festgestellte Rechte und Verpflichtungen.«

Also gelten doch ganz offenbar grundsätzliche Bestimmungen des Besatzungsrechts auch weiterhin!

Denn das heißt doch ganz klar und unzweifelhaft, daß bestimmte bisher im Rahmen des früheren Besatzungsrechts seitens der Alliierten festgelegten Entscheidungen für Deutschland fortgelten, ohne Rücksicht darauf, ob sie mit dem deutschen Rechtssystem vereinbar sind oder nicht. Und das bedeutet, dass sich die deutsche Politik für alle Zukunft daran auszurichten und zu halten hat.

Aus all diesen Verträgen und Vorgängen ergeben sich so wesentliche Fragen für den völkerrechtlichen Status der Bundesrepublik Deutschlands und Berlins, dass sie dringend einer Klärung bedürfen!

Das »Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland« (so die offizielle Bezeichnung) ist zum anderen keine Verfassung »der« Bundesrepublik, sondern ein Nachkriegsprovisorium, geschaffen unter der Oberhoheit der ehemaligen Siegerstaaten »für« die BRD.

So fehlen dem GG die Zustimmung des deutschen Volkes und jedwede plebiszitären Elemente.

Über eine, uns im Grundgesetz Artikel 146 zugesicherte, eigene Verfassung zu entscheiden hat uns bisher zumindest kein Gericht oder Parlament verholfen.

Die grundlegende demokratische Forderung »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus« (Artikel 20 (2) GG) erschöpft sich in der Erlaubnis, alle vier bis fünf Jahre zur Wahl gehen zu dürfen, ohne die dann durchgeführte Politik in irgendeiner Weise korrigierend beeinflussen zu können.

Offiziell wird das Argument, die 2+4 Verträge hätten uns endgültig und Vollständig gesichert, gerne verwendet. Daran könnte man beim lesen des “Schreibens der Drei Mächte vom 8. Juni 1990″ seine Zweifel haben.

“…wobei sie [Helmut Kohl] berücksichtigen, dass diese Sektoren wie bisher kein Bestandteil (konstitutiver Teil) der Bundesrepublik Deutschland sind und auch weiterhin nicht von ihr regiert werden”, bleibt unverändert.

http://www.gesetze-im-internet.de/avorbaschrbek/BJNR010680990.html

Zusammenfassend stelle ich leider fest, dass es keinesfalls eine so Eindeutige Rechtslage gibt. Dafür scheint es nach wie vor auch nicht öffentliche Vereinbarungen zu geben, bzw. diese könnte es geben. Über den Inhalt einer solchen Vereinbarung, kann zum jetzigen Zeitpunkt nur spekuliert werden. Glaubt man dem SPD Urgestein Egon Bahr, so erscheint die Existenz solcher geheimen Vereinbarungen jedoch sehr wahrscheinlich.

Drei Briefe und ein Staatsgeheimnis

Herbst 1969: Bundeskanzler Willy Brandt wird ein Schreiben vorgelegt. Erst weigert er sich, es zu unterzeichnen – dann tut er es doch.

http://www.zeit.de/2009/21/D-Souveraenitaet

Diese Undurchsichtigkeit lassen leider auch Verschwörungstheorien entstehen, die den Rechten, ewig gestrigen einen Nährboden bieten.

Meine kritischen Ansätze haben vielmehr den Hintergrund sich mit der Möglichkeit auseinander zu setzen, in der ein Zusammenbruch der gegenwärtigen Weltfinanzarchitektur denkbar ist. Kommt dem souveränen Nationalstaat als wirtschaftlicher “Zelle”, als Raum (potenzieller) relativer Stabilität, bzw. Stabilisierung im Chaos der Wirtschaftskrise dann nicht eine überlebenswichtige Rolle zu. Große Nationalstaaten wären als Kristallisationskerne einer danach entstehenden, nachhaltigeren Weltordnung unverzichtbar.

 

Die NSA-Affäre wirft alte Fragen über Deutschland wieder auf!


Die NSA– Affäre hat für mich viel mehr Bedeutung als nur die Aufregung über das Abhören der Bundeskanzlerin, oder das inakzeptable Verhalten unseres wichtigsten Verbündeten, den Vereinigten Staaten von Amerika. Der mich am meisten nachdenklich machende Aspekt dieser Geschichte, ist die Frage nach der Souveränität meiner Heimat, dem Land in dem ich aufgewachsen bin, von dem ich zum Wehrdienst einberufen wurde, von dem ich glaubte „alles“ zu wissen.

imageDie Berichterstattung über die NSA-Affäre hat gerade die Frage die Identität und Souveränität immer wieder Aufkommen lassen. Ich habe in diesen Tagen vieles über unsere Geschichte erfahren, Dinge die ich so ohne weiteres nicht Glauben wollte und auch nicht glauben konnte. Immer wieder musste ich feststellen, dass es an Unwahrheiten und Halbwahrheiten nur so wimmelt.

Sätze wie,

„Erst die 2+4 Verträge haben die Souveränität Deutschlands wiederhergestellt.“

oder

„Berlin war bis 1990 kein Teil unseres Staates.“

waren es, die mich schockiert haben. Ich hatte davon noch nie etwas gehört, nicht in meinen 13 Schuljahren, nicht im Fernsehen, nicht in den Zeitungen

Ich fing also an nach Antworten zu suchen! Hier meine ernüchternden Ergebnisse.

Im Jahre 1990 ist die DDR gemäß Artikel 23 Grundgesetz der Bundesrepublik beigetreten. Der Beitritt erfolgte aufgrund eines Vertragskomplexes, durch den nach offizieller Darstellung die Nachkriegsära abgeschlossen und Deutschland wieder eine volle Souveränität erhalten habe.

Ein klassischer Friedensvertrag sei dadurch überflüssig geworden und die Notwendigkeit des Abschlusses eines solchen durch die politischen Ereignisse überholt.

Sind wir heute ein souveräner Staat?

Gemeinhin wird der sogenannte »Zwei-plus-Vier-Vertrag« als alles regelnder Basisvertrag zwischen den vier Siegermächten des II. Weltkrieges und den Teilstaatprovisorien BRD und DDR angesehen, durch den Deutschland seine volle Souveränität gemäß Artikel 7 (2) wiedergewonnen habe. Dieser Artikel 7 (2) lautet:

»Das vereinte Deutschland hat demgemäß seine volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten.«

imageimageimageDieser Wortlaut bedeutet für den normalverständigen Bürger, daß keinerlei Regelungen aus früherem Besatzungsrecht mehr fortgelten können, die sich bis dahin aus dem sogenannten »Überleitungsvertrag« mit dem offiziellen Namen »Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen« in seiner revidierten Fassung vom 23.10.1954, veröffentlicht im BGBl. Teil II am 31.3.1955, ergaben.

Der Überleitungsvertrag

Dieser »Überleitungsvertrag« umfaßte ursprünglich 12 Teile, von denen in der Fassung vom 23.10.1954 die Teile II, VIII und XI als bereits gestrichen ausgewiesen sind und dieser Vertragstext zu jenem Zeitpunkt so noch 9 Teile mit insgesamt 83 Artikeln und 224 Abschnitten fortgeltender Bestimmungen der Alliierten enthielt. Solange er galt (also bis September 1990), konnte überhaupt nicht von einer Souveränität der Bundesrepublik Deutschland gesprochen werden.

Die Politiker und die Medien, die über Jahrzehnte den Staatsbürgern und Wählern der BRD eine solche Souveränität suggerierten, handelten wider besseres Wissen oder ohne Kenntnis dieses Vertrages.

Zur Gewährung einer vollen Souveränität war dieser »Überleitungsvertrag« mit seinen alliierten Vorschriften infolge des »Zwei-plus-Vier-Vertrages« also aufzuheben.

Dazu diente die »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 zu dem Vertrag über die Beziehung der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten (in der geänderten Fassung) sowie zu dem Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen (in der geänderten Fassung)«, veröffentlicht als Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt 1990, Teil II, Seite 1386 ff.

Hierin wird in Punkt 1 bestimmt, daß die alliierten Bestimmungen suspendiert werden und nun außer Kraft treten – doch vorbehaltlich der Festlegungen des Punktes 3. Und hier ist nun das Erstaunliche zu lesen:

»3. Folgende Bestimmungen des Überleitungsvertrages bleiben jedoch in Kraft:

ERSTER TEIL: Artikel 1, Absatz 1, Satz 1 bis „… Rechtsvorschriften aufzuheben oder zu ändern“ sowie Absätze 3, 4 und 5, Artikel 2, Absatz 1, Artikel 3, Absätze 2 und 3, Artikel 5, Absätze 1 und 3, Artikel 7, Absatz 1, Artikel 8

DRITTER TEIL: Artikel 3, Absatz 5, Buchstabe a des Anhangs, Artikel 6, Absatz 3 des Anhangs

SECHSTER TEIL: Artikel 3, Absätze 1 und 3 SIEBENTER TEIL: Artikel 1 und Artikel 2 NEUNTER TEIL: Artikel 1

ZEHNTER TEIL: Artikel 4«

Doch damit noch nicht genug:

Zusätzlich zu dieser detaillierten Festschreibung, welche Teile des Überleitungsvertrages von 1954 in Kraft bleiben, wird in der »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 …« (BGBl. 1990, Teil II, S. 1386 ff) in Ziffer 4 c festgelegt, daß die in Ziffer 1 dieser »Vereinbarung« zugestandene Suspendierung der übrigen Teile des Überleitungsvertrages deutscherseits die weitere Erfüllung bestimmter Festlegungen »nicht beeinträchtigt«.

Mit welchem Recht spricht man von einer »Suspendierung« des Überleitungsvertrages von 1954, wenn in der hier zitierten »Vereinbarung vom 27./28. September 1990 … «(siehe oben) festgelegt wird, daß er in seinen grundsätzlichen Bestimmungen fortbesteht?

Nehmen wir als Beispiel aus den oben zitierten Bestimmungen, die in Kraft bleiben, aus dem ERSTEN TEIL den Artikel 2, Absatz 1.

imageDieser Artikel des Überleitungsvertrages von 1954 lautet

»Alle Rechte und Verpflichtungen, die durch gesetzgeberische, gerichtliche oder Verwaltungsmaßnahmen der alliierten Behörden oder aufgrund solcher Maßnahmen begründet oder festgestellt worden sind, sind und bleiben in jeder Hinsicht nach deutschem Recht in Kraft, ohne Rücksicht darauf, ob sie in Übereinstimmung mit anderen Rechtsvorschriften begründet oder festgestellt worden sind.

Diese Rechte und Verpflichtungen unterliegen ohne Diskriminierung denselben künftigen gesetzgeberischen, gerichtlichen und Verwaltungsmaßnahmen wie gleichartige, nach innerstaatlichem deutschem Recht begründete oder festgestellte Rechte und Verpflichtungen.«

Also gelten doch ganz offenbar grundsätzliche Bestimmungen des Besatzungsrechts auch weiterhin!

Denn das heißt doch ganz klar und unzweifelhaft, daß bestimmte bisher im Rahmen des früheren Besatzungsrechts seitens der Alliierten festgelegten Entscheidungen für Deutschland fortgelten, ohne Rücksicht darauf, ob sie mit dem deutschen Rechtssystem vereinbar sind oder nicht. Und das bedeutet, daß sich die deutsche Politik für alle Zukunft daran auszurichten und zu halten hat.

Die ausdrückliche Festschreibung der Fortgeltung des hier zitierten und der anderen aufgezählten Artikel des Überleitungsvertrages belegt, daß die Bundesrepublik offenkundig weiterhin den zeitlich unbegrenzt ergangenen Bestimmungen des früheren Besatzungsrechts unterworfen ist.

Berlin bis heute unter Sonderstatus

Doch das ist immer noch nicht alles: Es ist die Existenz eines weiteren Vertrages festzustellen, mit dem Titel: »Übereinkommen zur Regelung bestimmter Fragen in Bezug auf Berlin«.

Dieser Vertrag vom 25.9.1990 ist zu finden im Bundesgesetzblatt 1990, Teil II, Seiten 1274 ff.

Parallel zur obigen Vereinbarung vom 27./28. September 1990 ist also ein gleichartiger Vertrag zusätzlich und gesondert für Berlin abgeschlossen worden.

Daß es sich hierbei um einen Parallelvertrag handelt, beweist die wörtliche Übereinstimmung des Artikels 2, hier nur mit dem Einschub »in Bezug auf Berlin«.

Der Abschluß zweier gleichgelagerter Verträge – einerseits für die Bundesrepublik Deutschland und andererseits für Berlin – kann nicht anders interpretiert werden, als daß von alliierter Seite der Sonderstatus von Berlin gegenüber dem übrigen Bundesgebiet weiterhin aufrechterhalten und festgeschrieben worden ist.

Ist Berlin also die Hauptstadt der Bundesrepublik, ohne gemäß fort geltenden Bestimmungen der ehemaligen Siegermächte und angesichts getrennter »Vereinbarungen« und »Übereinkommen« ihr rechtlicher und politischer Bestandteil zu sein?

Aus all diesen Verträgen und Vorgängen ergeben sich so wesentliche Fragen für den völkerrechtlichen Status der Bundesrepublik Deutschlands und Berlins, daß sie dringend einer Klärung bedürfen!

Leben wir heute, 56 Jahre nach Kriegsende, noch immer unter fortgeltenden Bestimmungen früheren Besatzungsrechts der ehemaligen Siegermächte?

Wird hierdurch zwangsläufig die deutsche Politik mehr oder weniger fremdgeprägt, zumal Berlin unter einem verdeckt fortdauernden Sonderstatus steht?

Die deutschen Vertreter bei den »Zwei-plus-Vier«-Verhandlungen werden dies sicher nicht gewünscht haben, da man doch davon ausgehen muß, daß sie in deutschem Interesse handelten.

Also müssen die ehemaligen Siegermächte die Fortgeltung der 1954 ergangenen Bestimmungen gefordert haben.

Wäre dies aber nicht ein klarer Verstoß gegen geltendes internationales Recht, z.B. gegen den »Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte« vom 16.12.1966, worin in Teil I, Artikel 1 (1) ausdrücklich verankert ist: »Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung«?

Liegt hier das Geheimnis unerklärlicher Politik?

Haben wir in all diesen Unklarheiten und Unstimmigkeiten die sonst unverständlichen Ursachen für politische Entscheidungen zu suchen, die eindeutig dem Mehrheitswillen des Volkes widersprechen, wie zum Beispiel

  • die jeden Sachverstand und den Volkswillen mißachtende Aufgabe der Deutschen Mark zugunsten des EURO, dessen Stabilitätskriterien zunehmend aufgeweicht werden und der nach den Worten Allan Greenspans keinen Bestand haben wird?
  • die EU-Osterweiterung mit unabsehbaren Risiken für die politischen, wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Folgen?
  • den Umbau der Bundeswehr von einer Verteidigungsarmee zu einer weltweit einsetzbaren Eingreiftruppe unter NATO- oder UNO-Kommando?
  • die sofort nach dem 11.9.2001 erfolgte »uneingeschränkte« Solidaritätserklärung mit den USA und ihren geostrategischen Zielen und damit die eigene Gefährdung durch die Zusage von Kampfbeteiligungen?All dies und auch die Fortgeltung der UNO-Feindstaatenklauseln bis heute zeigen, daß wir entgegen den offiziellen politischen Verlautbarungen auf den Abschluß eines all dies beendenden Friedensvertrages keinesfalls verzichten können.Dies folgt auch aus den Bestimmungen des Überleitungsvertrages von 1954, die nach dem Vertrag vom 27./28. September 1990 ausdrücklich als in Kraft bleibend bezeichnet werden. So beginnt beispielsweise der fortgeltende NEUNTE TEIL, Artikel 1 mit den Worten:»Vorbehaltlich … einer Friedensregelung mit Deutschland … «»Vorbehaltlich der Bestimmungen einer Friedensregelung mit Deutschland dürfen deutsche Staatsangehörige, die der Herrschaftsgewalt der Bundesrepublik unterliegen, gegen die Staaten, welche die Erklärung der Vereinten Nationen vom 1. Januar 1942 unterzeichnet haben oder ihr beigetreten sind oder mit Deutschland im Kriegszustand waren oder in Artikel 5 des Fünften Teils dieses Vertrages genannt sind, sowie gegen deren Staatsangehörige keine Ansprüche irgendwelcher Art erheben wegen Maßnahmen, welche von den Regierungen dieser Staaten oder mit ihrer Ermächtigung in der Zeit zwischen dem 1. September 1939 und dem 5. Juni 1945 wegen des in Europa bestehenden Kriegszustandes getroffen worden sind; auch darf niemand derartige Ansprüche vor einem Gericht in der Bundesrepublik geltend machen.«

    Ein weiteres Beispiel:

    Im SECHSTEN TEIL, Artikel 3, Absätze 1 und 3 des Überleitungsvertrages von 1954, der ausdrücklich in Kraft bleibt, heißt es:

    »(1) Die Bundesrepublik wird in Zukunft keine Einwendungen gegen die Maßnahmen erheben, die gegen das deutsche Auslands- oder sonstige Vermögen durchgeführt worden sind oder werden sollen, das beschlagnahmt worden ist für Zwecke der Reparation oder Restitution oder auf Grund des Kriegszustandes oder auf Grund von Abkommen, die die Drei Mächte mit anderen alliierten Staaten, neutralen Staaten oder ehemaligen Bundesgenossen Deutschlands geschlossen haben oder schließen werden.«

    »(3) Ansprüche und Klagen gegen Personen, die aufgrund der in Absatz (1) und (2) dieses Artikels bezeichneten Maßnahmen Eigentum erworben oder übertragen haben, sowie Ansprüche und Klagen gegen internationale Organisationen, ausländische Regierungen oder Personen, die auf Anweisung dieser Organisationen oder Regierungen gehandelt haben, werden nicht zugelassen.«

    Rechtlos gegen alliiertes Unrecht und ohne Friedensregelung

    »Ansprüche und Klagen … werden nicht zugelassen.«

    Diese Festlegungen bedeuten, daß sich die ehemaligen Siegermächte hiermit außerhalb jeder Rechtsverfolgung stellen, sie also für eigene terrorartige Kriegshandlungen, für die man bei den Nürnberger Prozessen Deutsche zur Rechenschaft gezogen hat und bis heute strafverfolgt, niemals angeklagt werden dürfen, – denken wir nur an die höllenhaften Infernos der Flächenbombardierungen deutscher Städte wie Dresden mit Hunderttausenden von Opfern unschuldiger Flüchtlinge, Frauen und Kinder unmittelbar vor Kriegsende oder den millionenfachen Tod deutscher Soldaten und Vertriebener nach Kriegsende.

    Besondere Aufmerksamkeit verdient jedoch die oben zitierte Formulierung am Ende des Artikels 3, Absatz 1: » … geschlossen haben oder schließen werden«.

    Dies heißt nichts anderes, als daß die Siegermächte auch heute noch und für die Zukunft zeitlich unbegrenzt deutsche Auslands- oder sonstige Vermögen zum Zwecke von Reparationen, Restitutionen oder aus anderen Kriegsgründen beschlagnahmen und sich aneignen dürfen und sogar das Recht haben, hierzu auch in Zukunft noch spezielle Abkommen zu treffen. In Artikel 1, Satz 1 wird ausdrücklich festgeschrieben: »Die Bundesrepublik wird keine Einwendungen erheben … «.

    Es ist wohl nicht davon auszugehen, daß es bei der Revision des Überleitungsvertrages einfach vergessen und übersehen wurde, solche Formulierungen zu streichen.

    Deutschland gilt völkerrechtlich nach UNO-Satzung nach wie vor als »Feindstaat«

    imageGleiches gilt übrigens auch für die nach wie vor gültigen »Feindstaatenklauseln« (Artikel 53 und 107) der UNO-Charta, die es den Siegern des Zweiten Weltkrieges bis heute erlauben, auch ohne Ermächtigung des Sicherheitsrates »Zwangsmaßnahmen« gegen die Feindstaaten zu ergreifen, also gegen Deutschland.

    Artikel 53

    (1) Der Sicherheitsrat nimmt gegebenenfalls diese regionalen Abmachungen oder Einrichtungen zur Durchführung von Zwangsmaßnahmen unter seiner Autorität in Anspruch. Ohne Ermächtigung des Sicherheitsrats dürfen Zwangsmaßnahmen auf Grund regionaler Abmachungen oder seitens regionaler Einrichtungen nicht ergriffen werden; ausgenommen sind Maßnahmen gegen einen Feindstaat im Sinne des Absatzes 2, soweit sie in Artikel 107 oder in regionalen, gegen die Wiederaufnahme der Angriffspolitik eines solchen Staates gerichteten Abmachungen vorgesehen sind; die Ausnahme gilt, bis der Organisation auf Ersuchen der beteiligten Regierungen die Aufgabe zugewiesen wird, neue Angriffe eines solchen Staates zu verhüten. 

    (2) Der Ausdruck “Feindstaat“ in Absatz 1 bezeichnet jeden Staat, der während des Zweiten Weltkriegs Feind eines Unterzeichners dieser Charta war.

    Artikel 107

    Maßnahmen, welche die hierfür verantwortlichen Regierungen als Folge des Zweiten Weltkriegs in bezug auf einen Staat ergreifen oder genehmigen, der während dieses Krieges Feind eines Unterzeichnerstaats dieser Charta war, werden durch diese Charta weder außer Kraft gesetzt noch untersagt.

    Wann sollen wir die seit einem halben Jahrhundert überfällige Friedensregelung denn endlich erhalten?

    Wo finden wir hierzu einen Vertragspartner für die deutsche Seite, wenn gemäß Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom 31.7.1973 das Deutsche Reich 1945 nicht untergegangen und die Bundesrepublik Deutschland kein Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches ist? In den Entscheidungsgründen des bis heute nicht aufgehobenen Urteils heißt es dort (2 BvF 1/73):

    »Das Grundgesetz – nicht nur eine These der Völkerrechtslehre und der Staatsrechtslehre! – geht davon aus, daß das Deutsche Reich den Zusammenbruch 1945 überdauert hat und weder mit der Kapitulation noch durch Ausübung fremder Staatsgewalt in Deutschland durch die alliierten Okkupationsmächte noch später untergegangen ist; ( …). Das Deutsche Reich existiert fort, besitzt nach wie vor Rechtsfähigkeit, ist allerdings als Gesamtstaat mangels Organisation, insbesondere mangels institutionalisierter Organe selbst nicht handlungsfähig. (…) Mit der Errichtung der BRD wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert. Die BRD ist also nicht „Rechtsnachfolger“ des Deutschen Reiches (…). Sie beschränkt staatsrechtlich ihre Hoheitsgewalt auf den „Geltungsbereich des GG.«

    Dieses Urteil gilt ganz unzweifelhaft auch für die BRD nach der Vereinigung von Mittel- und Westdeutschland, weil der „Geltungsbereich des GG“ eben nicht das Deutsche Reich umfaßt.

    Offene Fragen …

    Existiert das Deutsche Reich fort, ist auch seine Verfassung, die Reichsverfassung von 1919, nach wie vor gültig, wenn auch zur Zeit überlagert vom Grundgesetz, weil das Deutsche Reich eben »nicht handlungsfähig« ist.

    Wer also ist nun völkerrechtlich befugt, den überfälligen Friedensvertrag für die deutsche Seite zu unterschreiben?

    Das »Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland« (so die offizielle Bezeichnung) ist zum anderen keine Verfassung »der« Bundesrepublik, sondern ein Nachkriegsprovisorium, geschaffen unter der Oberhoheit der ehemaligen Siegerstaaten »für« die BRD.

    So fehlen ihm die Zustimmung des deutschen Volkes und jedwede plebiszitären Elemente.

    Die grundlegende demokratische Forderung »Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus« (Artikel 20 (2) GG) erschöpft sich in der Erlaubnis, alle vier bis fünf Jahre zur Wahl gehen zu dürfen, ohne die dann durchgeführte Politik in irgendeiner Weise korrigierend beeinflussen zu können.

    Das gilt insbesondere für existenzielle Fragen wie die Aufgabe von Hoheits- und Selbstbestimmungsrechten an die EU, für die Abschaffung der DM und andere Entscheidungen, bei denen der Mehrheitswille der Bürger übergangen und versucht wird, durch millionenschwere Werbekampagnen den Widerstand der Bürger zu brechen.

    Wann endlich werden wir die Möglichkeit haben, über eine uns im Grundgesetz Artikel 146 zugesicherte eigene Verfassung zu entscheiden, die dem Bürger ein wahrhaftiges und absolutes, uneingeschränktes Bestimmungsrecht garantieren sollte, wie in unserem Schweizer Nachbarland?

    Wann wird hierfür eine Deutsche Nationalversammlung einberufen?

    Wäre das nicht die vornehmste Aufgabe des über allen Parteien stehen sollenden Herrn Bundespräsidenten, endlich tätig zu werden? Jeder sich für unser Volk noch verantwortungsbewußt fühlende Bürger würde hierbei gern mitwirken.

    Wann endlich können wir in freier Entscheidung über unsere Verfassung entscheiden?

    Der Artikel 146 des im Jahre 1949 unter westalliierter Oberhoheit für die Bundesrepublik geschaffene Grundgesetzes lautete bis zum Inkrafttreten des Einigungsvertrages am 31.8.1990 wie folgt:

    »Dieses Grundgesetz verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.«

    Mit Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt Teil II vom 23.9.1990, Seite 885 ff, wurde dieser Artikel wie folgt geändert:

    »Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.«

    Da die Einheit und Freiheit Deutschlands aber eben noch nicht vollendet worden ist, wie die aufgezeigten fortgeltenden Souveränitätsbeschränkungen beweisen, ergeben sich a) die staatsrechtliche Frage, ob und ab wann es denn überhaupt gilt und b) die bleibende Aufforderung an das deutsche Volk, in freier Entscheidung eine Verfassung zu beschließen, die allein die letzte, in freier Entscheidung gegebene Reichsverfassung von 1919 ablösen könnte.

    Wie lange soll dieser friedensvertraglose und verfassungsrechtlich unbefriedigende Zustand noch andauern?

    Kritiker werden jetzt sagen, alles nur theoretisch, faktisch haben sich die unterschiedlichen Rechtsquellen durch neue Rechtsgrundlagen erledigt.

    Wenn dem so ist dann stelle ich mir die Frage warum alle diese „historischen“ Rechtsgrundlagen nicht einfach „gelöscht“, angepasst, also formal korrekt eliminiert werden?

    Hinweis: Ich habe versucht die Verordnungen, Gesetze bzw. Rechtsgrundlagen mit den dazu gehörigen Quellen zu verlinken. Ich werde diese links allerdings nicht pflegen.

Frage an die Bundeskanzlerin….


Ich brauche dringend eure Hilfe, denn ich hätte ganz gerne eine Antwort von unserer Kanzlerin. Dafür muss ich aber noch ein paar Stimmen mehr erhalten, denn nur die Fragen mit den meisten Stimmen werden beantwortet…, also bitte hier könnt ihr direkt abstimmen! http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/meine-suche-nach-den-vorteilen-die-die-eu-der-euro-fuer-mich-ganz-persoenlich-bringt-49302

 

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