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Wer profitiert vom Bild des „bösen Russen“? Woher stammt das Bild eigentlich?


Leider ist kein Videomaterial sowohl von Kabel1 als auch von n-tv ausgestrahlten sehr gut gesendeten Dokumentation, mehr auffindbar.
Der Kalte Krieg (The Cold War Files) (Großbritannien, 2015)

DO 19.1., 21:05 Uhr, kabel eins Doku Während des beinahe 40 Jahre andauernden Kalten Krieges stand die Welt kurz vor der totalen nuklearen Zerstörung. Was hat es mit der Theorie auf sich, dass dieser nervenzermürbende Krieg auf dem Lügenkonstrukt eines einzigen Mannes gründet? Reinhart Gehlen, ehemaliger Chef des Geheimdienstes der Deutschen Armee, soll unwahre Informationen weitergeleitet haben. Lediglich ein kurzer Trailer ist noch abrufbar

Hintergründe:
Woher stammt eigentlich das Bild vom bösen Russen?
Die Antworten findet man in unserer eigenen Geschichte.
Versetzen wir uns dafür einmal zurück in die Jahre 1943/1944…

Die anfängliche Blitzkrieg Euphorie ist in Deutschland längst verflogen. Sowohl in der Bevölkerung als auch an verschiedenen Stellen des Nazi Machtapparats glaubt man nicht mehr an einen Sieg. Für viele stellte sich schon damals die Frage, was kommt nach dem Krieg?
Mit dieser Frage beschäftigten sich auch schon damals die vermeintlichen Sieger.
Für die einen würde die Kriegsniederlage zwangsläufig auch zum Ende ihres privaten Daseins führen, ob als Hingerichteter oder als verurteilter Kriegsverbrecher, keine wirkliche Überlebensperspektive…
Für die Anderen stellte sich die Frage nach dem Nachkriegsdeutschland als Siegermacht.
Auf beiden Seiten gab es schon zu Zeiten des Krieges entsprechende Überlegungen und Vorbereitungen.
Die Briten und die USA entwickelten schon frühzeitig ihren „Re-Education“ Plan für das Nachkriegsdeutschland und auch auf Seiten der Nazis gab es diverse Pläne für das „Danach“. Es wurden Fluchtpläne vorbereitet, Kriegsbeute versteckt und manch seltsame Koalitionen wurden geschmiedet. Manche dieser Geschichten, wie die von Adolf Eichmann oder Klaus Barbie, sind uns heute bekannt.
Wenig bekannt hingegen sind die Geschichten von Reinhart Gehlen – CIA Deckname „UTILITY“ – dem damaligen Chef der Spionageabteilung „Fremde Heere Ost“ und auch die Geschichte des ersten deutschen Nachkriegskanzlers, Konrad Adenauer.
An dieser Stelle sollte sich jeder noch einmal intensiv mit den näheren Umständen beschäftigen – 1943/1944 der Krieg war noch in vollem Gange…
Aus der damaligen Sicht wäre es völlig abwegig gewesen anzunehmen der spätere BND Chef könnte einmal Reinhart Gehlen heißen, oder?
Aber auch die Vorstellung ein Konrad Adenauer könnte der erste deutsche Bundeskanzler werden, war im Grunde unmöglich. Man stelle sich vor, der Mann war nicht mehr als ein Kölner Bürgermeister den kaum jemand in Deutschland überhaupt kannte. Noch dazu trat er für eine, bis dahin nicht existierende Partei, der CDU gegen eine SPD an, die schon damals eine lange und unbefleckte politische Geschichte vorzuweisen hatte.
Wie konnte es unter diesen Umständen überhaupt zu einem Bundeskanzler Adenauer kommen?

Die Antworten darauf sind vielen nicht bekannt.

Schon 1944 wurden von US Spezialeinheiten geeignete politische Führungskräfte für ein Nachkriegsdeutschland gesucht. Adenauer hatte dabei das große Glück, dass einer der maßgeblichen US Offiziere den schrulligen Rheinländer noch aus der Zeit des 1. Weltkriegs kannte und sich bei der Suche an ihn erinnerte. Zwischen Adenauer und diesem US Offizier fand schon vor Kriegsende ein Gespräch dazu statt.

Der Fall Gehlen ist zum einen ein Paradebeispiel für das unmoralische Spiel der Geheimdienste und zum anderen für eine der gravierendsten geopolitischen Folgen für die Welt nach dem 2. Weltkrieg verantwortlich.

Auch an dieser Stelle muss man sich nochmals der Situation von 1943/1944 bewusst werden – die USA waren unser Kriegsgegner gemeinsam mit Russland und den anderen Alliierten bekämpfte man das Naziregime. Warum kam es eigentlich zu dieser Feindschaft zwischen Russland und den USA?
Gerne wird uns dazu das Märchen von der angeblichen kommunistischen Weltherrschaft erzählt. Aber wie sollte ausgerechnet Russland, das Land das die meisten Kriegsopfer zu beklagen hatte, das noch dazu im inneren unter Stalin genug zu leiden hatte und wirtschaftlich am Boden lag, sich mit der kommunistischen Weltherrschaft beschäftigen? Wenn es ein Land neben Deutschland gab, das genug vom Krieg hatte, dann wohl Russland.

Und doch kam es schon bald nach dem Ende des 2. Weltkriegs zum „Kalten Krieg“.

Und an dieser Stelle kommt Reinhart Gehlen ins Spiel. Er, der mit seinem Spionage-Netzwerk „Fremde Heere Ost“ über einen damals einzigartigen Zugang zu dem, für die USA und Briten völlig unbekannten Land Russland hatte, hatte etwas von unglaublichem geopolitischem Wert in der Hand.
In den Geheimdienst Archiven der US-Regierung kann sich jeder der Lust und Zeit hat und es ganz genau wissen will, die umfangreichen Original Dokumente aus der Zeit durchstöbern. Der eifrige Rechercheur wird dabei unter anderem auf hochinteressante Schriftstücke von einem Treffen in der Schweiz von 1943 zwischen R. Gehlen und einem Special Agent Dulles, stoßen.

Manchmal sind es die kleinen Zufälle, die uns bestimmen und die Geschichte lenken.

Die Gebrüder Dulles, ja auch ein Flughafen in USA wurde nach einem der Brüder benannt, waren damals maßgebliche Akteure, die die Nachkriegs-Weltgeschichte mitbestimmten.
Beide hatten beste Kontakte in die damalige Welt des Kapitals. Mit ihren Verbindungen zur Nazifreundlichen „Schröder Bank“ war eine gute Basis für eine äußerst fruchtbare Beziehung zum Nazi-Spion Gehlen gegeben.

Zurück zum historischen Wendepunkt der Beziehungen zwischen Russland und den USA.

Es war dieses historische Dreiecksverhältnis zwischen den Interessen Dreier Personen, die wesentlich zu den Rollen der USA, Russland und dem Nachkriegsdeutschland geführt hat.

Da war der deutsche Nazi General, der eigentlich auf der Anklagebank in Nürnberg hätte sitzen müssen, aber für die Amerikaner zum Schlüssel in die geheime Welt Russlands gebraucht wurde.
Da war der unbescholtene, unbekannte, rheinische Regionalpolitiker Konrad Adenauer, der mit allen Mitteln, gegen einen schier übermächtigen SPD Kandidaten, Bundeskanzler werden wollte und Deutschland zurück auf der weltpolitische Bühne sehen wollte.
Da waren die USA, in einer für sie ganz neuen Rolle, als Weltmacht und den daraus resultierenden Notwendigkeiten. Aber mit einer großen Lücke in Sachen Russland.

Kurzum, diese Konstellation führte im Ergebnis dazu, dass sich die USA dazu entschlossen auf die Karte „Gehlen“ zu setzen und damit bis in die späten 50er Jahre zu 100% ein von Gehlen geprägtes Russland Bild hatten. Gehlen wiederum musste sich vor allem vor den Russen nach dem Krieg fürchten, denn er war maßgeblich für den Tod von tausenden russischer Kriegsgefangener verantwortlich. Seine einzige Überlebenschance war also die USA gegen Russland zu positionieren, denn nur dann waren seine Informationen für die Nachkriegszeit für die USA von strategischer Bedeutung. Gehlen dürfte daher schon weit vor Kriegsende für den amerikanischen Geheimdienst, der von Allen Dulles geleitet wurde, gearbeitet haben.
Das erfolgreiche Dreigestirn komplettierte dann auch noch Konrad Adenauer, der sich ebenfalls die guten Kontakte Gehlens zu Nutze machte. Gehlen bzw. die USA machten Adenauer zum Kanzler und Gehlen wurde mit dem Aufbau des ersten bundesrepublikanischen Geheimdienstes in Pullach, zuerst unter Federführung der CIA, später dann als BND, beauftragt.
Adenauer nutzte Gehlen unter anderem auch dazu die SPD auszuspionieren und sogar der spätere Kanzlerkandidat W. Brandt wurde von Adenauer widerrechtlich bespitzelt. Selbst die CDU nutzte Gehlen zum Aufbau eines Parteieigenen Geheimdienstes, der nachweislich zumindest bis in die Ära H. Kohls aktiv war, Stichwort „Zaunkönig-Stiftung“

Manchmal ist die Welt ganz klein…
Reinhart Gehlen, Konrad Adenauer und Allan Dulles schufen den bösen Russen. Nur dadurch konnte Nachkriegsdeutschland seine weltpolitische Bedeutung erhalten, die es ohne die Feindschaft zwischen den USA und Russland niemals hätte erlangen können.
http://www.kabeleinsdoku.de/tv/verschwoerungstheorien/video/13-der-kalte-krieg-reinhart-gehlen-als-schluesselfigur-clip?utm_source=twitter&utm_medium=social&utm_term=social_onsite&utm_campaign=kabeleinsdoku.de&utm_content=share_video_bottom

Meine Wochenendarbeit ist fertig…
Ich frage mich schon sehr lange womit sich die deutsche Außenpolitik erklären lässt.
Warum stimmt mein Deutschlandbild einfach nicht mit dem überein, wie sich deutsche Politik seit Jahrzehnten gebärdet?
Ich bin für Frieden, im Grunde auch für eine EU, für soziale Gerechtigkeit und durchaus auch für eine Ressourcen schonende Umwelt- und Wirtschaftspolitik. Eigentlich sind das doch alles ebenso von fast allen etablierten Parteien propagierte politische Inhalte ihrer Politik. Und doch klafft immer öfter eine unglaubliche Lücke zwischen der verkündeten und der praktizierten Politik.
Also habe ich mir mal die Arbeit gemacht die Hintergründe und Zusammenhänge der praktizierten Politik besser verstehen zu können.
Mein Fazit ist erschreckend….ok, viele werden das als eine weitere Verschwörungstheorie abtun, aber das ist wegen der vielen historischen Fakten tatsächlich kaum denkbar…
Nein, zusammengefasst komme ich zu der Überzeugung einer ziemlich beängstigenden Kontinuität der geopolitischen Praxis.
Die EU, die USA, der Ost-Westkonflikt und mittendrin das geschlagene kleine Deutschland, dass offensichtlich immer wieder als Zentrum der Weltpolitik aufblitzt.
Sind wir auf dem Weg zum 4. Reich?
Politik verstehen – Historische Zusammenhänge Teil 1-4 Allen Dulles

https://derblauweisse.wordpress.com/?s=Politik+verstehen

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Teil 1: Über einen Täuschungskünstler, der die Welt zu seiner Bühne machte

Teil 2: Vom OSS zur CIA

Teil 3: Zwei Jahrhunderte Rückstand im Spionagegeschäft

Teil 4: Von Kuba über Kennedy bis Vietnam

CIA Archiv

CIA Files on Reinhard Gehlen

Politik verstehen – Historische Zusammenhänge erkennen Teil 4 Allen Dulles


Von Kuba über Kennedy bis Vietnam


Die schmutzigen Tricks des Allen Dulles (Teil 4/4)

Geheimdienstchef Allen Dulles versagte bei der CIA-gesteuerten Invasion in der kubanischen Schweinebucht kläglich. Nach den Kennedy-Attentat dominierte und manipulierte der umstrittene Schattenmann die hiermit befasste Warren-Kommission. Seine letzten Einsätze bestritt der pensionierte Spion gegen ultrarechtsgerichtete Landsleute.

Teil 1: Über einen Täuschungskünstler, der die Welt zu seiner Bühne machte

Teil 2: Vom OSS zur CIA

Teil 3: Zwei Jahrhunderte Rückstand im Spionagegeschäft

Bereits 1955 hatte Dulles den kubanischen Diktator Fulgencio Batista in Havanna bei einer guten Zigarre über die Gefahren des Kommunismus aufgeklärt. Auf dem Hinweg hatte er in Florida den streitbaren Geschäftsmann Joseph Kennedy besucht und bei dieser Gelegenheit dessen Sohn John kennen gelernt. Batista, der den Großteil der Staatseinnahmen abzuzweigen pflegte und die Infrastruktur verlottern ließ, gestattete den Aufbau eines CIA-Büros, das dem kommunistischen Übel entgegenwirken sollte.

Joseph Kennedy. Foto: sec.gov

Cuba libre

Am 1. Januar 1959 war einem kubanischen Rechtsanwalt nach mehreren Anläufen seine Revolution gelungen. Während Fidel Castro 16 Monate in den Wäldern untergetaucht war, hatte er sich als Meister der Täuschung erwiesen und beispielsweise Interviews mit Journalisten durch vorgetäuschte Meldegänger „stören“ lassen, die von fiktiven Einheiten berichteten. Das Militär des im Volk verhassten Diktators überschätzte Castros Streitmacht maßlos, die in Wirklichkeit nur aus einer Hand voll Kämpfer bestand, genannt die Barbudos (die Bärtigen).

Während die eigentliche Revolution beinahe ublutig verlief, verspielte Castro Sympathien durch Exekutionen von politischen Gegnern. Die CIA hielt Castros Regime für instabil und dachte laut 2005 veröffentlichten Akten sogar daran, ihm Waffen und Geld anzubieten. Eisenhower hielt ihn nicht für wichtig genug und zog eine Partie Golf einem Treffen vor. Stattdessen empfing ihn Vizepräsident Nixon, der Castro zwar nicht für einen Kommunisten hielt, jedoch eine „naive Haltung zum Kommunismus“ diagnostizierte. Nachdem sich Castro Industrieller sowie der Mafia entledigt hatte, wollte man in Washington nicht länger zusehen.

James Bond vs. Fidel Castro

Spionageromantiker Dulles war ein großer Fan von Ian Flemings James Bond-Romanen. Auch, wenn 110 einem 007 in der echten Spionagewelt keine Überlebenschance gab, sandte er dem mit ihm inzwischen befreundeten Senator John F. Kennedy jeweils den neuesten Bond mit seinen fachmännischen Randbemerkungen. Als Kennedy 1960 mit Fleming und einem CIA-Mann dinierte, fragte dieser den Autor, wie denn wohl James Bond Fidel Castro beseitigen würde. Fleming fantasierte, Bond würde Flugblätter über einen erfundenen amerikanischen Nuklearunfall in der Karibik lancieren und verbreiten, eine atomare Verseuchung setze sich speziell an Gesichtshaaren an. Dies würde Castro und seine Barbudos dazu veranlassen, sich umgehend zu rasieren, wobei die Machos zwangsläufig ihr Gesicht verlören.

Als man Dulles diesen albernen Flaks erzählte, reagierte der CIA-Chef nicht etwa amüsiert, sondern wies seinen Giftmischer Sidney Gottlieb aus dem MK Ultra-Programm an, einen Weg zu finden, um bei Castro Haarausfall auszulösen. Ein anderer verworfener Plan sah vor, in Istanbul einen als kubanischen Gefangenen posierenden Agenten zu präsentieren, der von einer „Deportation nach Sibirien“ geflohen sei. Dulles Vorschlag, Anschläge auf kubanische Zuckerraffinerien zu verüben, wurde von Eisenhower abgelehnt, da man diese schnell reparieren könne. Zu diesem Zeitpunkt war selbst Dulles gegen eine Liquidation gewesen. Nixon befürwortete jedoch Dulles Vorschlag, Castro durch eine mit LSD präparierte Zigarre bei einer wichtigen Rede der Lächerlichkeit preiszugeben.

Barbudos

Die CIA startete eine Propagandakampagne per Radio, unterschätzte allerdings völlig die Loyalität der Kubaner zu Castro, der sie von einem brutalen Regime befreit und vielen erstmals Zugang zu staatlichen Versorgungssystemen verschafft hatte. Unter den nach Florida und Louisiana geflüchteten Castro-feindlichen Kubanern rekrutierte die CIA zunächst Agenten für eine „Gegenrevolution“, die in einem geheimen Lager in Panama in Sabotage, Attentaten und im Organisieren von Widerstandszellen ausgebildet wurden. Eisenhower hatte darauf bestanden, dass keine Spur zu ihm zurückzuverfolgen sein dürfe und von allen Beteiligten Eide zur absoluten Geheimhaltung gefordert. Mindestens 60 exilkubanische Geheimagenten wurden nach Kuba eingeschmuggelt und mit Material aus der Luft versorgt – so der Plan. Von den 30 Fallschirmabwürfen verfehlten 90% ihr Ziel, die restlichen führten Castros Geheimdienst zu denjenigen Geheimagenten, die man noch nicht abgefangen hatte. 48 Stunden nach Beginn dieser Operation 40 verstummte auch das letzte Lebenszeichen.

Wahlkampf mit der Zuckerinsel

Angesichts Castros 60.000 Männer bedurfte es einer Armee. In geheimen Trainingslagern in Guatemala bildete die CIA eine solche Streitmacht aus, zunächst 500 Kämpfer. Dulles baute eine Exilregierung auf, die nach Beginn einer Gegenrevolution nach Kuba eingeflogen und über Funk offiziell um amerikanische Hilfe nachsuchen sollte. Vizepräsident Nixon wollte sich mit der Befreiung Kubas vom „Kommunismus“ für den anstehenden Präsidentschaftswahlkampf empfehlen und wie seinerzeit Kriegsheld Eisenhower nach dem D-Day glänzen. Der Zeitplan erwies sich jedoch als zu knapp bemessen.

Den Gepflogenheiten entsprechend wurde während des Wahlkampfes auch der Gegenkandidat über die Sicherheitslage von Dulles persönlich ins Bild gesetzt. Entgegen einer verbreiteten Legende, der auch Nixon aufsaß, hatte Dulles Kennedy nur solche Erkenntnisse verraten, die ohnehin der Presse zu entnehmen waren, insbesondere nichts über die Invasionspläne. Kennedy wiederum attackierte die Regierung dafür, sich Castro gegenüber als zu weich zu erweisen, was den sich verraten fühlenden Nixon irrtümlich in Rage und Dulles in Misskredit brachte.

JFK

Am 8.November 1960 gewann John F. Kennedy die Wahl mit einer hauchdünnen Mehrheit. Ausschlaggebend waren die Stimmen etwa in Chikago gewesen, welche dort sowie in vier weiteren Bundesstaaten auf Manipulation an den Wahlurnen durch das Organisierte Verbrechen beruhten. Die Mafia, welche auch die Gewerkschaften auf Kennedy-Kurs gebracht und ihren Hofmusikanten Frank Sinatra in den Wahlkampf für den Katholiken eingespannt hatte, wollte sich mit dieser Gefälligkeit den neuen Präsident geschmeidig halten.

Insbesondere dessen Bruder Robert, der sich in Kongressausschüssen telegen als starker Mann gegen die Mafia positioniert hatte, galt es in Abhängigkeit zu bringen. Nachdem speziell die Gangster der Ostküste zuvor nach Kuba ausgewichen waren, hatte der Mob an einer Gegenrevolution ein besonderes Interesse. Doch die Kennedys spielten ein doppeltes Spiel, sehr zum Leidwesen von Carlos Marcello, dem Paten der Südstaatenmafia, dem die amerikanische Staatsangehörigkeit fehlte und der insoweit verwundbar war.

Invasionspläne

Als Dulles Kennedy in die Invasionspläne einweihte, verschwieg er ihm, dass Eisenhower diese keineswegs genehmigt hatte. General Lyman Louis Lemnitzer, der die Pläne mit dem Generalstab erörterte, erkannte wie seine Kollegen sofort, dass die Aktion wegen der zu geringen Streitmacht ohne professionell militärische Hilfe scheitern musste. Dennoch gab er eine positive Empfehlung – vielleicht deshalb, weil er der absehbar beschädigten CIA endgültig die Zuständigkeit für verdeckte Kriege abzujagen trachtete. Zudem empfand der karikaturhafte General für den militärisch niederrangigen Nachfolger des Fünfsterne-Generals Eisenhower, der die Wahl gestohlen hatte, tiefste Verachtung. Sollten die Amateure doch das Militär rufen, wenn sie nicht alleine zurecht kämen. Auch Dulles und andere CIA-Planer machten sich hinterher Vorwürfe, Kennedy gegenüber ihre Skepsis nicht geäußert zu haben.

Lyman Louis Lemnitzer. Foto: jcs.mil

Schweinebucht

Für eine erfolgreiche Anlandung war die Zerstörung der kubanischen Luftwaffe unerlässlich, welche der Missionsplaner William K. Harvey, der damals den Berlin-Tunnelbau geleitet hatte, vehement einforderte. Kennedy lehnte den Einsatz amerikanischer Flugzeuge kategorisch ab und ließ lediglich einen einzigen Bomber zu, der mit kubanischen Hoheitszeichen maskiert wurde. Als Cover-Story wollte man einen desertierten kubanischen Piloten inszenieren. (Das später der Presse präsentierte „kubanische“ Flugzeug wies eine Kuppel modernerer Bauart auf als die Maschinen, die sich in Castros Besitz befanden.) Harvey ignorierte den Befehl des Präsidenten und setzte acht Bomber ein. Selbst dem Außenminister hatte man die Invasion verschwiegen, der entsprechende Meldungen gutgläubig dementierte.

Die Luftangriffe zerstörten nur die Hälfte der kubanischen Luftwaffe, die wiederum erfolgreich CIA-Frachter mit Munition versenkte. Als Anlandungsziel war ein Strand gewählt worden, dessen Zugang zu den Schutz bietenden Bergen von einem Mangrovengestrüpp versperrt wurde und zudem sumpfig war. Da sich die CIA auf Karten von 1895 verlassen hatte, war dies den Strategen unbekannt. Zudem waren die Verschwörer längst von Castros Geheimdienst infiltriert worden und wurden bereits erwartet. Weder die versprochenen Fallschirmabwürfe mit Munition trafen ein, noch sonst eine Luftunterstützung. Auch die bereitstehende Marine wartete vergeblich auf ihren Einsatzbefehl. 1.189 Exilkubaner wurden festgenommen, während über 114 ihr Leben ließen. Der Tod von vier amerikanische Piloten blieb ein Staatsgeheimnis, weshalb man die Witwen belog. Auch Castro hatte Hunderte Tote zu beklagen. „Castro ist kein Kommunist, aber Sie tun alles, damit er einer wird“ hatte Chruschtschow einst kommentiert.

Abgang

Kennedy machte gar nicht erst den Versuch, die Rolle der USA in dieser vorgetäuschten Revolution abzustreiten. Zunächst kündigte Kennedy wutschnaubend an, die CIA „in Tausend Stücke zerschlagen“ zu wollen. Schließlich befasste er mit der Aufsicht über die Spionagebehörde seinen Bruder Robert, der ebenfalls ein Spionageenthusiast gewesen war und die Anzahl der verdeckten Aktionen vervielfachte. Obwohl Dulles nun unhaltbar geworden war, nahm JFK ihn gegen Kritiker öffentlich wie auch innerhalb der Regierung in Schutz. Im September 1961 schließlich stellte Dulles seinem engen Freund Senator Prescott Bush seinen Nachfolger John McCone vor, ebenfalls ein besonders antikommunistisch eingestellter Republikaner. Dulles führte seinen gleichaltrigen Nachfolger auf einer Europareise bei den Stationschefs ein, verschwieg ihm jedoch die illegalen Postöffnungen, MK Ultra sowie die Attentatsversuche auf Castro.

Nachdem die CIA gescheitert war, schlug der militärische Stabschef Lemnitzer eine militärische Lösung vor. Um eine solche der Weltöffentlichkeit gegenüber zu „rechtfertigen“, griff Lemnitzer tief in die eigentlich der Agency gehörende Trickkiste und schlug vor, terroristische Angriffe auf amerikanische Schiffe oder Flugzeuge unter falscher Flagge vorzutäuschen oder tatsächlich durchzuführen, die Kuba angelastet werden sollten. Verteidigungsminister McNamara lehnte ab.

Elimination by Illumination

Der CIA war jede Strategie recht, Castro zu diskreditieren. Für den Fall des Scheiterns der ersten bemannten US-Raumfahrtmission plante man, dieses dem kubanischen Geheimdienst in die Schuhe zu schieben. John Glenns Flug glückte.

Der verrückteste Plan, den die CIA damals ausheckte, war die Inszenierung der Wiederkunft Jesu Christi. Nach einer entsprechenden Kampagne sollte von einem U-Boot aus der Nachthimmel pyrotechnisch illuminiert werden. Dieses „göttliches Signal“ sollte christliche Kubaner ermutigen, den atheistischen Diktator zu stürzen. Diese Komödie wurde jedoch nie aufgeführt.

CIA-Campus

In seinen letzten Dienstjahren hatte Dulles viel Energie auf die Konstruktion der neuen Zentrale in Langley verwandt. So träumte Dulles von einer Art Universitäts-Campus, der das elitäre Selbstverständnis der CIA betonen sollte. Mit Fassung ertrug es der pensionierte Spion, dass McCone seine schönsten Vorschläge gestrichen hatte: So sollte das Büro ursprünglich über mehrere Türen verfügen, die es seinen Besuchern ermöglicht hätten, ihn unbemerkt und voneinander ungesehen aufzusuchen. Mit einem Kommunikationssystem sollte jeder Agent sofort zu kontaktieren sein.

In Dulles Vision hätte wohl nur noch Walter Schellenbergs legendärer Schreibtisch gefehlt, in dem angeblich ein Maschinengewehr gegen unliebsame Besucher eingebaut gewesen sein soll. Realisiert wurde jedoch wenigstens sein Rohrpostsystem, eines der größten der Welt, in welchem die amerikanischen Spione ihre Geheimnisse im Haus herumsausen lassen konnten. Da eine Plakette hätte entfernt werden können, bestand Dulles auf der Eingravierung seines Namens in die Wand. Der von Kennedy eingeweihte Campus sollte knapp vier Jahrzehnte später jedoch nach Prescotts Sohn in „George Bush Center for Intelligence“ umbenannt werden.

Kubakrise

„Wenn ich Chruschtschow wäre, ich würde Atomraketen nach Kuba bringen,“ meinte Robert Kennedy. Derartiges war inspiriert von den US-Raketen an der sowjetisch-türkischen Grenze auch dem Moskauer Schachspieler in den Sinn gekommen, der ein gekonntes wie zynisches Verwirrspiel trieb, in welchem die von Dulles hinterlassene CIA keine allzu große Hilfe bot.

Das gefährliche Ratespiel der Amerikaner mochten einige KGB-Leute nicht mehr weiter mit ansehen. Anfang der 60er tauchten einige geheimnisvolle Überläufer auf, über die Historiker noch heute grübeln, ob sie authentisch waren, oder ob ein doppeltes oder gar dreifaches Spiel gespielt wurde. Manche vermuten, Chruschtschows KGB-interne Kritiker hätten der zum Spionieren unbegabten CIA auf diesem Kanal kommunizieren wollen, dass die Sowjetunion entgegen Chruschtschows Bluff damals nur über ein dramatisch geringeres atomares Potential verfügte, als man es in Langley und im Pentagon argwöhnte. Kurioserweise waren es verantwortungsbewusste CIA-Leute, die sich zweimal überlegten, ob sie diese Informationen wirklich an das Pentagon weitergeben sollten: Sie befürchteten, die Verwundbarkeit könnte die Falken zu einem Erstschlag ermutigen. Le May etwa wollte die Kubakrise durch einen atomaren Angriff beenden.

Dallas

Am 22. November 1963 beging John F. Kennedy Selbstmord.

Er tat dies, indem er in einem offenen Wagen fuhr, obwohl der Secret Service Tage zuvor zwei Attentatsversuche vereitelt hatte, bei denen von Hochhäusern aus geschossen werden sollte.

Er tat dies, indem er sich mit Menschen umgab, für die politischer Mord ein legitimes Mittel zum Zweck darstellte.

Er tat dies, indem er die Südstaaten besuchte, denen er die Abkehr von der tief verwurzelten Rassentrennung mit Nachdruck aufzwang.

Er tat dies, indem er in das Revier des mit seinem Bruder befehdeten und in Morden seit vier Jahrzehnten routinierten Mafioso Carlos Marcello reiste, der mit seiner Südstaatenmafia die damals für ihre Korruption bekannte Dallas-Polizei kontrollierte.

Er tat dies, indem er das Absteigen seiner Personenschützer vom Cabrio und den Abstand zur Motorradeskorte akzeptierte, obwohl er an Menschenmassen vorbeifuhr, in denen auch mit ultrarechten Amerikanern, aber auch mit aufgebrachten Exilkubanern gerechnet werden musste, von denen viele im benachbarten Louisiana untergebracht waren.

Er tat dies, indem er u.a. die Verantwortung für ein laufendes Programm an blutigen Terroranschlägen auf Kuba trug, jedoch auf die Auswahl einer Reiseroute vertraute, die an einer Stelle mangels Zuschauermassen ein perfektes Schussfeld bot.

Er tat dies, indem er an ausgerechnet diesem Tag auch einen geheimen Boten nach Kuba geschickt hatte, der diskret ausloten sollte, wie die Spannungen künftig beigelegt werden könnten – sich also wie in der Kubakrise als zu weich gegenüber dem Kommunismus erwies.

„Habt ihr meinen Bruder getötet?“ fragte ein aufgebrachter Robert Kennedy die CIA.

Anti-Kennedy-Flugblatt am Tag vor seinem Tod in Dallas

Warren-Kommission

Als der sofort zum Präsident vereidigte Lyndon B. Johnson eine Kommission zur Klärung des Attentats unter der Leitung von Richter Earl Warren zusammenstellte, stand Dulles Name ganz oben auf der Liste. Johnson wollte weder hören, dass der Mord ein Werk Moskaus, noch eines Havannas sei, da die politischen Folgen nicht wünschenswert erschienen. Ermittlungen in Richtung der innenpolitischen Gegner, denen Dulles selbst angehörte, verboten sich. Von Dulles erwartete man eine reibungslose Verbindung des Gremiums zur CIA. Im Gegenteil schützte Dulles die Agency vor geheimnisgefährdeten Untersuchungen. Der Spymaster erwies sich als eifrigstes Mitglied der Kommission, die allerdings nur selten tagte und sich 10 Monate Zeit nahm.

Keine Mafia

Auch gegen die amerikanische Mafia wollten die Mitglieder der Warren-Kommission nicht so recht ermitteln: Richter Warren war mit dem Mafiaanwalt Murray Chotiner befreundet, der u.a. den Bruder der Privatsekretärin von Südstaatenmafioso Carlos Marcello vertrat. Hale Boggs stammte aus Louisiana und war Marcello wegen Wahlkampfspenden verpflichtet. Ebenfalls aus Louisiana kam Staatsanwalt Leon D. Hubert, der dort für seine Zurückhaltung gegenüber der Marcello-Organisation bekannt war. Die Senatoren Richard Russel und John Sherman Cooper hatten kein Interesse daran, dass der Mord an Bürgerrechtler Kennedy weißen Rassisten aus dem Süden angelastet werden würde – wie etwa dem Schwarzen-Hasser Marcello, der für seine hohen Spenden an den rassistischen Ku-Klux-Klan bekannt war.

Der Mann, der die Warren-Kommission zusammengestellt hatte, war vorher Senator im von Marcello kontrollierten Texas gewesen: Der neue Präsident Johnson, der die Kennedys ebenfalls hasste. Selbst der berühmte Bezirksstaatsanwalt von New Orleans, Jim Garrison, der später den Kennedymord erfolglos der CIA nachzuweisen versuchte, hatte mit Marcello lange seinen Frieden gemacht und fand nichts dabei, dass der Mafioso ihm kostenlose Hotelaufenthalte in Las Vegas, Spielkredite und eine günstige Immobilie ermöglichte. Garrison brachte zahlreiche Anzeigen gegen die Mafia zu Fall und profitierte wie Hoover von der bis in die 70er Jahre durchgehaltene Mär, es gäbe keine landesweit organisierte Mafia – andernfalls hätten er und Hoover ihre Unfähigkeit gegenüber dem organisierten Verbrechen einräumen müssen.

Familienjuwelen

Dulles hatte allerdings einen noch pikanteren Grund, die Mafia aus den Ermittlungen herauszuhalten, denn er musste ein delikates Geheimnis des toten Präsidenten, dessen Bruder und der CIA schützen: Die Regierung Kennedy hatte zur Beseitigung von Castro einen Mord in Auftrag gegeben – an die Mafia.

Wie in den Mitte 2007 freigegebenen Familienjuwelen nachzulesen ist, hatte die CIA bereits im August 1960 über den Mafioso Johnny Roselli zu Al Capones Nachfolger Sam Giancana und zum ehemals kubanischen Drogenkönig Santos Trafficante Kontakt aufgenommen. Man beschloss, Castro zu vergiften. Im Februar 1961 war auch der Justizminister der neuen Regierung, Robert Kennedy, in den Mordplan eingeweiht worden. Die Zusammenarbeit ausgerechnet Robert Kennedys mit der Mafia war deshalb so ungeheuerlich, weil dieser sich im Wahlkampf die Bekämpfung der Mafia auf die Fahnen geschrieben hatte und sich eine unerbittliche Vendetta mit dem Südstaatenmafioso Carlos Marcello lieferte, der als Pate von Amerikas ältester italo-amerikanischer Mafiafamilie formell dem landesweiten Syndikat vorsaß – das es nach damals offizieller Darstellung gar nicht gab.

Dem passionierten Taucher Castro wollte man einen mit Pilzsporen verseuchten Taucheranzug schenken, ihm explosive Muscheln auslegen und auf alle nur erdenklichen Arten vergiften. Ausgerechnet am Tag von Kennedys Ermordung war an einen Agenten eine als Kugelschreiber getarnte Giftspritze geliefert worden.

Von den auf Initiative von Robert Kennedy wieder aufgenommenen Mordplänen an Castro wussten außer den Kennedy-Brüdern und den beteiligten Mafiosi, soweit bekannt, nur noch Allen Dulles und sein Gewährsmann Richard Helms. Nicht einmal der neue Präsident Johnson oder der amtierende CIA-Chef McCone sollen eingeweiht gewesen sein. Das sollte auch so bleiben.

Alleintäter

Der Fall konnte jedoch ohne Behelligung der in Betracht kommenden Parteien abgeschlossen werden, wenn man der Öffentlichkeit einen verwirrten Täter präsentieren konnte, der aus eigenen Motiven ohne Unterstützung Dritter gehandelt hatte. Man benötigte einen „nützlichen Idioten“.

Nur wenige Minuten nach dem Attentat war der Polizei ein solcher Alleintäter zur Fahndung präsentiert worden, der angeblich auch einen Polizisten erschossen hatte. Der Verdächtige war in einem Kino festgenommen worden, das zur Kette des patriotischen Milliardärs Howard Hughs gehörte – einem langjährigen CIA-Partner, der seine Kinos der Firma als Agentenbasen für illegale Inlandsoperationen zur Verfügung stellte.

Hatte der Verdächtige Lee Harvey Oswald die Tat auch vehement bestritten und sogar vor einer Fernsehkamera geäußert, er solle lediglich als Sündenbock missbraucht werden, so konnte er sich nicht mehr in einem Gerichtssaal gegen den Mordvorwurf verteidigen. Marcellos Statthalter in Dallas, der dort einen von der Mafia betriebenen Nachtclub für korrupte Polizisten leitete, bekam einen Anruf, begab sich daraufhin ins Polizeipräsidium und erschoss den Verdächtigen. Ähnlich hatte es sich seinerzeit beim Mord an Louisianas Gouverneur Huey Long abgespielt, dessen angeblicher Attentäter sofort erschossen wurde, was allen Beteiligten lästige Ermittlungen ersparte.

Auf Dulles ging die Alleintätertheorie zurück, die zu dem Schluss führt, der sich in einem fahrenden Auto bewegende Kennedy sei ohne Anvisierungszeit mit einem neugekauften billigen Repetiergewehr mit falsch eingestellter Zielvorrichtung von einer einzigen Kugel erschossen worden, die trotz durchschlagener Knochen und Autositze nahezu unversehrt blieb, dennoch aber Materialspuren in der Hand des gleichfalls getroffenen Senators Conally hinterließ. Die zahlreichen Zeugenaussagen über Schüsse, die als von vorne kommend wahrgenommen wurden, sollten das Ergebnis des Warren-Reports ebenso wenig trüben wie die erste Obduktion in Dallas, die von der durch Militärärzte in Washington durchgeführten Obduktion dramatisch abwich.

Oswald und die CIA

In der geladensten Sitzung der Warren-Kommission wurde die Frage diskutiert, ob Oswald möglicherweise Verbindungen zum FBI oder zur CIA gehabt hatte. Dulles vermied ein Verhör der CIA-Offiziere, indem er seinen erstaunten Beisitzern eröffnete, dass eine Befragung sinnlos sei, da Geheimes nun einmal abgeleugnet werden würde. Auch die Frage, ob von den Offizieren denn wenigstens unter Eid eine ehrliche Antwort zu erwarten sei, verneinte Dulles. Ob ein Offizier denn wenigstens seinem Vorgesetzten wahrheitsgemäß antworten würde, ob Oswald zur CIA gehöre? „Vielleicht, vielleicht auch nicht. – Wenn es ein schlechter wäre, würde er es nicht.“

Dulles ließ seine Kollegen wissen, dass ein CIA-Offizier einzig seinem Präsidenten, nicht aber etwa dem Außenminister oder dem Verteidigungsminister Rechenschaft schuldig sei. Stillschweigend hatte er damit zum Ausdruck gebracht, dass weder der Vorsitzende Richter am Obersten Gerichtshof, noch ein Kongressausschuss „seine“ CIA zu befragen habe.

Die Kommission wollte jedoch wissen, weshalb ein Ex-Marine, der drei Jahre in der Sowjetunion gelebt und unbehelligt wieder die amerikanische Staatsangehörigkeit angenommen hatte, nicht die Aufmerksamkeit der CIA geweckt hatte. Im Gegenteil beschwor Oswalds russische Frau vor der Kommission ihre Annahme, ihr Mann habe für die CIA gearbeitet. Soweit er sich erinnern könne, meinte Dulles, habe er vor dem Attentat keine Kenntnis des Mannes gehabt. Dies war irreführend, denn der Spionagechef befasste sich grundsätzlich nicht mit den Namen der Feldagenten. Dulles lehnte es auch ab, für die Kommission in der CIA Dokumente einzusehen, da es bei besonders heiklen Einsätzen grundsätzlich keine Aufzeichnungen gäbe, damit sie abgeleugnet werden könnten. Obwohl Dulles eine Beurteilungsgrundlage lange bestritten hatte, präsentierte er schließlich die Aussage, Oswald sei kein CIA-Mann gewesen.

Ebenso wenig gäbe es Erkenntnisse, dass Oswald ein russischer Agent gewesen sei. Auch der umstrittene KGB-Überläufer Jury Nosenko verneinte Dulles gegenüber diese Frage, wobei Dulles Warrens und Hoovers Forderung, Nosenko zu vernehmen, erfolgreich abwehrte. Dulles Rivale FBI-Chef Hoover, der sich auf seine Weise mit der Mafia arrangiert hatte, sabotierte ebenfalls die Kommission, der er seine eigenen Erkenntnisse vorenthielt – etwa die über den ominösen David Ferrie, der Verbindungen zu Oswald, der CIA und Marcello hatte.

1978 sollte sich bei einer Untersuchung des Kongresses herausstellen, dass Oswald in die Mordpläne an Castro verwickelt war. Der kubanische Sicherheitsdienst hatte offenbar gut daran getan, Oswald seinerzeit ein von ihm nachgesuchtes Treffen mit Castro zu verweigern. Oswald war zudem wie Ferrie Mitglied einer rechtsgerichteten Jugendorganisation gewesen, zu deren Gründungsmitgliedern auch der Eigentümer des Schulbuchverlagsgebäudes in Dallas gehörte, von dem man Schüsse vernahm.

David Ferrie (zweiter von links) and Lee Harvey Oswald (ganz rechts) bei der Civil Air Patrol (1955)

„The American people don’t read“

soll Dulles gesagt haben, als man sich sorgte, wie die Öffentlichkeit wohl auf die Schwächen seiner Alleintäterbehauptung reagieren würde. Der Warren-Report stieß in den USA auf breite Zustimmung, während er in Europa angezweifelt wurde. Alle Versuche, die Akten wieder zu öffnen, wehrte Dulles ab und reagierte in den Folgejahren unwirsch, wenn man ihn auf Ungereimtheiten ansprach. Es stehe doch alles im Bericht. Und der sei gut.

Mississippi Burning

Zu dieser Zeit reisten im Freedom Summer Tausende weißer Bürgerrechtler in die Südstaaten, um schwarzen Wählern bei der Registrierung zur Präsidentschaftswahl zu helfen. In der Gegend der Stadt Jackson verschwanden die weißen Aktivisten Andrew Goodman und Michael Schwerner sowie ihr schwarzer Kollege James Chaney spurlos. Der Fall schlug hohe Wellen. Zur Vermittlung mit den sturen Südstaatlern wählten Johnson, Robert Kennedy und Hoover einen konservativen Mann aus, der bekannt dafür war, sich keine Vorschriften von Washingtoner Bürokraten machen zu lassen.

Tatsächlich wurde der per Luftwaffe eingeflogene Seniorspion vom örtlichen Gouverneur herzlich empfangen, der Bedauern für die gutmeinenden, aber wohl kommunistisch fehlgeleiteten jungen Männer äußerte. Auch vom Sheriff, der dem Ku Klux Klan nahe stand, war nicht viel zu erwarten. Beim Abendessen klärten die Honoratioren der Stadt Dulles darüber auf, wie die Unruhestifter aus dem Norden die Schwarzen zu Ungehorsam verführten, weshalb man sie zurückschicken solle. Selbst dem konservativen Dulles, dessen OSS unter Donovan lange keine jüdischen Informanten akzeptiert hatte, war von diesem rassistischen Fundamentalismus verstört. Am andern Tag sprach der Pastorensohn erstmals mit einem katholischen Bischof, der ihm Schwarze vorstellte, die von den Übergriffen des Ku Klux Klan berichteten.

Zurück in Washington sprach Dulles von einem Terrorismus neuer Qualität und machte Vorschläge, wie diesem entgegengewirkt werden könne. Der Präsident bat Dulles, vor die Journalisten zu treten und die jungen Leute vor Reisen in den Süden zu warnen. Doch Dulles ließ in der Pressekonferenz nicht die kleinste Bemerkung in diese Richtung fallen, was ihm manche als Courage anrechneten.

Als das FBI schließlich die verbrannten Leichen der Vermissten fand, wiesen sie Schussverletzungen auf. Dem Schwarzen hatte man die Knochen gebrochen. 2005 wurde einer der Täter verurteilt.

„Oh, perhaps we have already intervented too much in the affairs of other peoples.”

Im Präsidentschaftswahlkampf verteidigte Dulles den Demokraten Johnson, der von dem rechtskonservativen Republikaner Barry Goldwater attackiert wurde. Johnson sandte Dulles 1964 an die vietnamesische Front, wo in Kreisen des Militärs die ultrarechte John Birch Society Zulauf gefunden hatte, die es zu besänftigen galt. Diese kultivierte die Verschwörungstheorie, seit Roosevelt seien alle amerikanischen Präsidenten sowie die Dulles-Brüder Bestandteil einer kommunistischen Verschwörung, welche den Staat unterwandert habe.

Auf seiner Vietnamreise dürfte Dulles wenig ausgerichtet haben, ließ jedoch bemerkenswerte Äußerungen fallen. Während er offiziell den Kriegskurs seiner Regierung unterstützte, äußerte er Skepsis, ob die verdeckten Aktionen erfolgsversprechend seien. Da an der Front die wenigsten Offiziere wussten, weshalb sie sich dort eigentlich engagierten, erkannte Dulles früh, dass es ein Problem geben werde, der amerikanischen Öffentlichkeit den Sinn der Kriegshandlungen zu erklären.

Das US-Militär fand bald jedoch wieder Schiffe, die attackiert werden wollten.

Die von Dulles hinterlassene CIA sollte auch im Vietnamkrieg versagen. Die Vorstellungskraft der Analysten reichte nicht aus, um dem geheimen Tunnelsystem des Vietcong auf die Schliche zu kommen. Ebenso wenig konnten sich die Amerikaner vorstellen, dass Menschen, die aus Autoreifen hergestellte Sandalen trugen, in der Lage waren, mit umgebauten Radios amerikanischen Militärfunkverkehr abzuhören und entsprechend vorgewarnt den Bombardements zu entkommen.

Public Relations

Der Spion im Ruhestand musste jedoch an einer neuen Front kämpfen. Die Presse, die er stets zu kontrollieren verstand, bekam Wind von der zwei Jahrzehnte zuvor begonnenen verdeckten CIA-Finanzierung der Nationalen Studenten Organisation sowie deren Partner in Westeuropa, um sie in den Feldzug gegen den Kommunismus einzuspannen. Selbst Journalisten, mit denen Dulles langjährige Freundschaften gepflegt hatte, sparten nicht mit Kritik, so dass Dulles mit ihnen offen brach.

Sein Image besserte der inzwischen zum Großvater gewordene Dulles mit zwei populären Büchern auf: Great True Spy Stories und Great Spy Stories from Fiction.

Es war dies die Zeit, als in Partnerdiensten langjährige Doppelagenten in hohen Positionen enttarnt worden waren. Die darauf einsetzende Suche nach einem hochrangigen Spion in den eigenen Reihen führte zu einem hausinternen Klima der Verschwörung, das die riesige Spionagebehörde lähmte.

Tod

Als Dulles im Januar 1969 auf dem Sterbebett lag, befand sich in seiner Reichweite Kiplings „Kim“. Das „Große Spiel“ ging für den Schattenkrieger friedlich zuende. Das Vermächtnis der Dulles-Brüder, der Kalte Krieg, überdauerte noch zwei Jahrzehnte. Die Verschlagenheit und Brutalität, mit welchen die Dulles-Brüder in vielen Ländern vorgegangen waren, hatten sich im Gedächtnis nicht nur der Betroffenen tief eingeprägt. Obgleich sich die CIA-Methoden langfristig nur selten bewährt hatten, behielt sie die Firma bei.

Präsident Nixon kommentierte Dulles Tod: „But because of him — the world is a safer place today.“ Mancher mag versucht sein, den ersten Teil des Satzes zu streichen.

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Corporate Media Propaganda, „Panama Papers“ are CIA covert OPs


Rupert Murdoch, corporate media propaganda, and CIA covert ops — Puppet Masters — Sott.net



_Through Fox News and a vast media empire, Rupert Murdoch wields enormous political clout in the United States, but his entrée into the world of Washington power came from the notorious McCarthyite Roy Cohn who opened the door into Ronald Reagan’s Oval Office, reports Robert Parry._Rupert Murdoch, the global media mogul who is now a kingmaker in American politics, was brought into those power circles by the infamous lawyer/activist Roy Cohn who arranged Murdoch’s first Oval Office meeting with President Ronald Reagan in 1983, according to documents released by Reagan’s presidential library.

„I had one interest when Tom [Bolan] and I first brought Rupert Murdoch and Governor Reagan together – and that was that at least one major publisher in this country … would become and remain pro-Reagan,“ Cohn wrote in a Jan. 27, 1983 letter to senior White House aides Edwin Meese, James Baker and Michael Deaver. „Mr. Murdoch has performed to the limit up through and including today.“

The letter noted that Murdoch then owned the „New York Post – over one million, third largest and largest afternoon; New York Magazine; Village Voice; San Antonio Express; Houston Ring papers; and now the Boston Herald; and internationally influential London Times, etc.“ Cohn sent the letter nine days after Murdoch met Reagan in the Oval Office along with Cohn, his legal partner Thomas Bolan, and U.S. Information Agency Director Charles Wick.

In a photograph of the Jan. 18, 1983 meeting, Cohn is shown standing and leaning toward Reagan who is seated next to Murdoch. Following that meeting, Murdoch became involved in a privately funded propaganda project to help sell Reagan’s hard-line Central American policies, according to other documents. That PR operation was overseen by senior CIA propaganda specialist Walter Raymond Jr. and CIA Director William Casey, but the details of Murdoch’s role remain sketchy partly because some of the records are still classified more than three decades later.

© Reagan presidential library
President Reagan meets with publisher Rupert Murdoch, U.S. Information Agency Director Charles Wick and lawyers Roy Cohn and Thomas Bolan in the Oval Office on Jan. 18, 1983.

However, at my request, the Reagan Presidential Library in Simi Valley, California, released a batch of documents about Roy Cohn’s contacts with the Reagan White House. Most of the documents revealed a warm personal relationship between Cohn and Reagan, with exchanges of effusive compliments, handwritten thank-you notes and birthday greetings.

Both Cohn and Reagan got their starts in politics during the anti-communist purges in the 1950s, Cohn as Sen. Joe McCarthy’s chief counsel and Reagan as a witness against alleged communists in Hollywood. Cohn, a hardball political player, built his reputation as both an anti-communist and anti-gay crusader who aggressively interrogated witnesses during the Red Scare and the Lavender Scare, claiming that the U.S. government was infiltrated by communists and homosexuals who threatened the nation’s security.

Cohn’s high-profile role in the McCarthy hearings ultimately ended when he was forced to resign over charges that he targeted the U.S. Army for an anti-communist purge because it had refused to give preferential treatment to one of his close associates, G. David Shine. Though Cohn denied he was romantically involved with Shine – and a homosexual relationship was never proven – Cohn’s own homosexuality became publicly known after he underwent treatment for AIDS in the 1980s, leading to his death in 1986.

However, in the years before he died, Cohn gained some measure of revenge against his liberal enemies by helping to elect Ronald Reagan. Roger Stone, another Cohn associate, has asserted that – at Cohn’s initiative – he delivered an apparent bribe to a leader of New York’s Liberal Party in 1980 to arrange the endorsement of independent candidate John Anderson, who then siphoned off 7.5 percent of the vote and opened the way for Reagan to carry New York against President Jimmy Carter.

Stone described the transaction in a 2007 article by Matt Labash in The Weekly Standard, with Stone noting that he was speaking only after the statute of limitation on bribery had run. Stone described a discussion with Cohn about a $125,000 cash payment „to grease the skids“ for the Liberal Party’s endorsement of Anderson and then recounted Cohn’s instructions that he deliver a suitcase to a law office two days before the Liberal Party, indeed, did endorse Anderson.

Cohn’s Murdoch Ties

Whatever Reagan’s personal knowledge of that scheme, the conservative Republican President subsequently lavished favors on Cohn, including invitations to White House events, personal thank-you notes and friendly birthday wishes. But perhaps nothing was more important to Reagan than Cohn’s ability to deliver Murdoch, then an Australian citizen, as a stalwart media ally.

According to the documents from the Reagan library, Cohn’s relationship with Murdoch apparently developed around their mutual commitment to Israel. For instance, one set of documents described Cohn’s intervention with Reagan to get the President to praise Murdoch’s 1982 receipt of an award from the American Jewish Congress as its first „Communications Man of the Year.“

Handwritten notes cite Murdoch’s „steadfast support of Israel + free + outspoken support of free press“ and point to Cohn as the contact. On April 20, 1982, Reagan extended his and his wife Nancy’s congratulations to Murdoch.

Cohn, a notable socialite, further ingratiated himself to Reagan’s insiders by co-hosting a lunch on June 28, 1982, for USIA Director Wick, which also counted as guests Roger Stone and the New York Post’s Niles Lathem, according to a document.

By late 1982, the Reagan administration was gearing up for an expanded propaganda push in support of the President’s hard-line policies in Central America, including support for the Salvadoran and Guatemalan militaries – both notorious for their human rights violations – and for the Nicaraguan Contra rebels who also were gaining an unsavory reputation for acts of terrorism and brutality.

This PR campaign was spearheaded by CIA Director Casey and Raymond, one of the CIA’s top covert operation specialists who was transferred to the National Security Council staff to minimize legal concerns about the CIA violating its charter which bars influencing the American public. To further shield the CIA from possible fallout from this domestic propaganda operation, Casey and Raymond sought to arrange private financing to pay for some activities.

On Jan. 13, 1983, NSC Advisor William Clark noted in a memo to Reagan the need for non-governmental money to advance the PR project. „We will develop a scenario for obtaining private funding,“ Clark wrote, as cited in an unpublished draft chapterof the congressional Iran-Contra investigation. Clark then told the President that „Charlie Wick has offered to take the lead. We may have to call on you to meet with a group of potential donors.“

Five days later, on Jan. 18, 1983, Roy Cohn accompanied Rupert Murdoch into the Oval Office for a face-to-face meeting with President Reagan and USIA Director Wick.

Nine days later, in the Jan. 27, 1983 letter to Meese, Baker and Deaver – written on the letterhead of the Saxe, Bacon & Bolan law firm – Cohn hailed the success of Murdoch’s „warm meeting with the President and the goodwill created by Charlie Wick’s dinner.“

Murdoch’s Thin Skin

But Cohn also passed on Murdoch’s annoyance at „consistent slights that have been dealt to Niles Lathem, the head of the News Media (Murdoch) bureau in Washington, while the Reagan haters on TV and in the media have the run of the place.“

Cohn complained that Reagan, during a trip to Boston on Jan. 26, 1983, had ignored Murdoch’s offer

„to turn the > Boston Herald> over to him. … Mr. Murdoch himself placed calls to Michael Deaver and to a Mr. Michael McManus [a deputy assistant to the President], none of which were ever returned to him. One of his editors at the Boston Herald was told that the President ‚had no time for them.'“ Cohn continued:

„Mr. Murdoch has been deeply disturbed at what he regards as a failure to stand by some basics in the President’s original program, which he believes to be correct. > His advice is consistently sought by Mrs. [British Prime Minister Margaret] Thatcher and Prime Minister [Malcolm] Fraser of Australia> , in both of which countries he owns extensive media interests. he is not the kind who is offended when his advice is not taken but he does appreciate being treated courteously and having at least the same courtesies extended to his Washington reporters as seem to be heaped upon the opposition.

„He is hurt at the way the Boston matter was handled and there is just so much that Tom [Bolan] and I can do. > Because I believe that the total support and loyalty of at least one major publishing chain in this nation is of key importance to the President, and because of our admiration and affection for the President, I thought I would be less than forthright if I did not bring this situation to the attention of the three of you.

„I know how hectic things are there but if there is time for the enemy there must be just a little time for at least a thoughtful handling of a friend – unlike what happened in Boston.“

The letter got the attention of the three senior White House aides, with Reagan’s chief of staff Baker writing a note to Deaver, „why don’t we have someone draft a response from the 3 of us. Can you arrange?“

On Feb. 4, 1983, McManus, the deputy assistant to the President, offered an apology to Cohn:

„we were all sorry about the confusion surrounding a possible Presidential visit to the Boston Herald. We are all aware of the very positive nature of such a visit. Unfortunately the request came in after the visit had been planned and the President’s schedule was full. …

„I also called Mr. Murdoch as you suggested, explained the situation to him and apologized for any confusion. I am sure you are aware of our continued high regard for Mr. Murdoch personally and our appreciation of the importance of what he is doing.“

Despite the fulsome apology, Cohn continued to complain about perceived slights against Murdoch’s publications. In an April 28, 1983 letter, Cohn told Wick:

„I write you in desperation, because you have always recognized the importance to the President of Rupert Murdoch, probably the world’s most powerful publisher, whose papers played a key role in carrying close states for Ronald Reagan in 1980 … But all of our hard work to get the Murdoch papers an even break with those that opposed Reagan – some in vicious terms – comes to naught – because there are some people in the White House who don’t have the sense to know friends from enemies.“ Cohn expressed Murdoch’s dismay that Reagan, during a speech in New York, seemed to favor the New York Daily News over the New York Post, saying

„in remarks prepared for and delivered by the President not once but twice … the President asked people to follow the fight against crime by reading the > Daily News> . > The Post> people walked out. … > The News> supported [George H.W.] Bush over Reagan, and then barely squeaked out an endorsement over Carter as the lesser of evils. The Post and the other Murdoch papers gave their blood on a daily basis for Ronald Reagan, and I know Bill Casey, Roger Stone, Tom Bolan, etc. will confirm that without the > Post> , Reagan could not have carried New York. …

„To say that all the good you tried to do, and I tried to do, and the President did in his meeting with Rupert has been severely damaged by this second insult, is an understatement. As of now, tempers are so hot that I would wait for things to cool off. … I believe in Ronald Reagan – and it hurts me to see him victimized this way from within. How many of these screw-ups can he survive?“

In a May 2, 1983 addendum to the complaint, Cohn added:

„The lead > News> opinion column every Sunday is written by Ken Auletta, a consistent attacker of the President, and the one who just spearheaded the drive against Ken Adelman’s confirmation, carrying it to the point of personally appearing before the Senate Foreign Relations Committee to call Ken a liar. With friends like the > News> , the President does not need enemies.“ On the same day that Cohn fired off the complaint about Auletta, Murdoch served as an honorary chairman ofa testimonial dinnerin honor of Cohn sponsored by the B’nai B’rith Banking and Finance Lodge and the Banking and Finance Division of State of Israel Bonds. President Reagan sent a congratulatory telegram to Cohn.

Propaganda Campaign

Despite Cohn’s complaints about the alleged slights to Murdoch, the Australian media magnate appears to have pitched in to help the Casey-Raymond outreach program for Reagan’s Central American policies. Documents released during the Iran-Contra scandal in 1987 and later from the Reagan library indicate that Murdoch was soon viewed as a source for the private funding.

On May 20, 1983, the longtime CIA propagandist Raymond, from his perch inside the NSC, wrote that $400,000 had been raised from private donors brought to the White House situation room by USIA Director Wick, with the funds divided among several organizations including the right-wing Accuracy in Media and the neoconservative Freedom House (which later denied receiving White House money, though it made little sense that Raymond would lie in an internal memo).

As the White House continued to cultivate its ties to Murdoch, Reagan held a second Oval Office meeting with Murdoch – on July 7, 1983 – who was accompanied by Charles Douglas-Home, the editor of Murdoch’s flagship UK newspaper, the London Times.

© Reagan presidential library
President Ronald Reagan meets with Charles Douglas-Home, editor of London Times, and its publisher Rupert Murdoch in the Oval Office on July 7, 1983.

In an Aug. 9, 1983 memo summing up the results of a Casey-organized meeting with five leading ad executives regarding how to „sell“ Reagan’s aggressive policies in Central America, Raymond referred to Murdoch as if he were one of the benefactors helping out. In a memo to Clark, entitled „Private Sector Support for Central American Program,“ Raymond criticized a more traditional White House outreach program headed by Faith Whittlesey as „preaching to the converted.“

Raymond told Clark that the new project would involve a more comprehensive approach aimed at persuading a majority of Americans to back Reagan’s Central American policies. „We must move out into the middle sector of the American public and draw them into the ’support‘ column,“ Raymond wrote. „A second package of proposals deal with means to market the issue, largely considering steps utilizing public relations specialists – or similar professionals – to help transmit the message.“

To improve the project’s chances for success, Raymond wrote, „we recommended funding via Freedom House or some other structure that has credibility in the political center. Wick, via Murdoch, may be able to draw down added funds for this effort.“

Raymond included similar information in a separate memo to Wick in which Raymond noted that „via Murdock [sic] may be able to draw down added funds“ to support the initiative. (Raymond later told me that he was referring to Rupert Murdoch.)

In a March 7, 1984 memo about the „‚Private Funders‘ Project,“ Raymond referred to Murdoch again in discussing a request for money from longtime CIA-connected journalist Brian Crozier, who was „looking for private sector funding to work on the question of ‚anti-Americanism‘ overseas.“

Raymond wrote:

„I am pursuaded [sic] it is a significant long term problem. It is also the kind of thing that Ruppert [sic] and Jimmy might respond positively to. Please look over the stack [of papers from Crozier] and lets [sic] discuss if and when there might be further discussion with our friends.“ Crozier, who died in 2012, hada long historyof operating in the shadowy world of CIA propaganda. He was director ofForum World Features,which was set up in 1966 by the Congress for Cultural Freedom, which received covert funding from the CIA. Crozier also acknowledged in his memoir keeping some of his best stories for the CIA.At least one other document related to Murdoch’s work with USIA Director Wick remains classified, according to the National Archives. Murdoch’s News Corp. has not responded to several requests for comment about the Reagan-era documents.

According to the new documents released by the Reagan library, Reagan and Cohn continued to exchange mutual praise, sometimes in handwritten messages. On March 28, 1985, Cohn sent Reagan a handwritten letter thanking the President for contributing a video tribute in support of Cohn’s receipt of the Americanism Award from the Young Republicans.

„I count many blessings, but none more meaningful than the privilege of living through the Ronald Reagan era – which represents everything I have loved since I joined the Justice Department at age 19 – our great country, and the opportunity it offers for the election of a man of your greatness to lead it.“ In his own hand, Reagan drafted the reply, writing: „I know I’m sending a thank you in answer to a thank you but in this case it’s to express to you appreciation for your generous words. You were more than kind.“

The last dated communication from Reagan to Cohn in the files was a „Get-Well message“ on Nov. 22, 1985, saying: „I just learned that you are being sent home from the hospital tomorrow. Nancy and I are keeping you in our thoughts and prayers. May our Lord bless you with courage and strength. Take care and know that you have our concern.“

At the time, Cohn was suffering from AIDS, though he claimed that his illness was liver cancer. He died on Aug. 2, 1986, due to complications from AIDS, the disease that was then ravaging the gay community in the United States and other countries. He was 59.

Among the ironies of his death was Cohn’s history of purging gays and Lesbians from the U.S. government as security risks, a policy put in place by President Dwight Eisenhower in 1953 in response to the Lavender Scare generated by Cohn and McCarthy – and not rescinded until 1995 by President Bill Clinton. Another irony was that President Reagan, when faced with the devastating AIDS epidemic, failed to respond aggressively to the crisis because many religious conservatives considered the disease God’s punishment of homosexuals.

Murdoch’s Rise

Meanwhile, with the close ties to the Reagan White House that Cohn helped nurture, Murdoch’s media empire continued to grow. To meet a regulatory requirement that U.S. TV stations must be owned by Americans, Murdoch became a naturalized citizen of the United States in 1985.

Murdoch benefited from the Reagan administration’s relaxation of media ownership rules which enabled him to buy more TV stations, which he then molded into the Fox Broadcasting Company, which was founded on Oct. 9, 1986.

In 1987, the „Fairness Doctrine,“ which required political balance in broadcasting, was eliminated, which let Murdoch pioneer a more aggressive conservatism on his TV network. In the mid-1990s, Murdoch expanded his political reach by founding the neoconservative Weekly Standard in 1995 and Fox News on cable in 1996. At Fox News, Murdoch hired scores of prominent politicians, mostly Republicans, putting them on his payroll as commentators.

Last decade, Murdoch continued to expand his reach into U.S. mass media, acquiring DirecTV and the financial news giant Dow Jones, including The Wall Street Journal, America’s leading business news journal.

Murdoch parlayed his extraordinary media power into the ability to make or break political leaders, especially in the United States and the United Kingdom. In December 2014, the UK’s Independent reported that Ed Richards, the retiring head of the British media regulatory agency Ofcom,accusedBritish government representatives of showing favoritism to Murdoch’s companies.

Richards said he was „surprised“ by the informality, closeness and frequency of contact between executives and ministers during the failed bid by Murdoch’s News Corp. for the satellite network BSkyB in 2011. The deal was abandoned when it was discovered that journalists at Murdoch’sNews of the Worldtabloid had hacked the phone of murdered schoolgirl Milly Dowler and others.

„What surprised everyone about it – not just me – was quite how close it was and the informality of it,“ Richards said, confirming what had been widely reported regarding Murdoch’s access to powerful British politicians dating back at least to the reign of Prime Minister Thatcher in the 1980s. The Reagan documents suggest that Murdoch built similarly close ties to leading U.S. politicians in the same era.

On Wednesday, the_New York Times_reportedthat Murdoch, now 83, was using his extraordinary media power among conservatives to block Mitt Romney from gaining the Republican presidential nomination for a second time – and instead was favoring Jeb Bush.

„In the delicate and unseen campaign underway for Mr. Murdoch’s affections in the next presidential campaign, this much is clear: Mr. Romney is out of the running, a reality that has pained and angered his allies,“ the Times reported.

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Corporate Media Gatekeepers Protect Western 1% From Panama Leak 33


Whoever leaked the Mossack Fonseca papers appears motivated by a genuine desire to expose the system that enables the ultra wealthy to hide their massive stashes, often corruptly obtained and all involved in tax avoidance. These Panamanian lawyers hide the wealth of a significant proportion of the 1%, and the massive leak of their documents ought to be a wonderful thing.

Unfortunately the leaker has made the dreadful mistake of turning to the western corporate media to publicise the results. In consequence the first majorstory, published today by the Guardian, is all about Vladimir Putin and a cellist on the fiddle. As it happens I believe the story and have no doubt Putin is bent.

But why focus on Russia? Russian wealth is only a tiny minority of the money hidden away with the aid of Mossack Fonseca. In fact, it soon becomes obvious that the selective reporting is going to stink.

The Suddeutsche Zeitung, which received the leak, gives a detailed explanationof the methodology the corporate media used to search the files. The main search they have done is for names associated with breaking UN sanctions regimes. The Guardian reports this tooand helpfully lists those countries as Zimbabwe, North Korea, Russia and Syria. The filtering of this Mossack Fonseca information by the corporate media follows a direct western governmental agenda. There is no mention at all of use of Mossack Fonseca by massive western corporations or western billionaires – the main customers. And the Guardian is quick to reassure that “much of the leaked material will remain private.”

What do you expect? The leak is being managedby the grandly but laughably named “International Consortium of Investigative Journalists”, which is funded and organised entirely by the USA’s Center for Public Integrity. Their funders include

Ford Foundation
Carnegie Endowment
Rockefeller Family Fund
W K Kellogg Foundation
Open Society Foundation (Soros)

among many others. Do not expect a genuine expose of western capitalism. The dirty secrets of western corporations will remain unpublished.

Expect hits at Russia, Iran and Syria and some tiny “balancing” western country like Iceland. A superannuated UK peer or two will be sacrificed – someone already with dementia.

The corporate media – the Guardian and BBC in the UK – have exclusive access to the database which you and I cannot see. They are protecting themselves from even seeing western corporations’ sensitive information by only looking at those documents which are brought up by specific searches such as UN sanctions busters. Never forget the Guardian smashed its copies of the Snowden files on the instruction of MI6.

What if they did Mossack Fonseca database searches on the owners of all the corporate media and their companies, and all the editors and senior corporate media journalists? What if they did Mossack Fonseca searches on all the most senior people at the BBC? What if they did Mossack Fonseca searches on every donor to the Center for Public Integrity and their companies?

What if they did Mossack Fonseca searches on every listed company in the western stock exchanges, and on every western millionaire they could trace?

That would be much more interesting. I know Russia and China are corrupt, you don’t have to tell me that. What if you look at things that we might, here in the west, be able to rise up and do something about?

And what if you corporate lapdogs let the people see the actual data?

Time to look back! John F. Kennedy talking about Secret societies…


Speech of President John F. Kennedy, Waldorf-Astoria Hotel, New York City, April 27, 1961


Listen to speech here: Audio Record of the speech of President John F. Kennedy, Waldorf-Astoria Hotel, New York City, April 27, 1961

View related documents here: Original Documents of President John F. Kennedy, Waldorf-Astoria Hotel, New York City, April 27, 1961

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Mr. Chairman, ladies and gentlemen:

I appreciate very much your generous invitation to be here tonight.

You bear heavy responsibilities these days and an article I read some time ago reminded me of how particularly heavily the burdens of present day events bear upon your profession.

You may remember that in 1851 the New York Herald Tribune under the sponsorship and publishing of Horace Greeley, employed as its London correspondent an obscure journalist by the name of Karl Marx.

We are told that foreign correspondent Marx, stone broke, and with a family ill and undernourished, constantly appealed to Greeley and managing editor Charles Dana for an increase in his munificent salary of $5 per installment, a salary which he and Engels ungratefully labeled as the „lousiest petty bourgeois cheating.“

But when all his financial appeals were refused, Marx looked around for other means of livelihood and fame, eventually terminating his relationship with the Tribune and devoting his talents full time to the cause that would bequeath the world the seeds of Leninism, Stalinism, revolution and the cold war.

If only this capitalistic New York newspaper had treated him more kindly; if only Marx had remained a foreign correspondent, history might have been different. And I hope all publishers will bear this lesson in mind the next time they receive a poverty-stricken appeal for a small increase in the expense account from an obscure newspaper man.

I have selected as the title of my remarks tonight „The President and the Press.“ Some may suggest that this would be more naturally worded „The President Versus the Press.“ But those are not my sentiments tonight.

It is true, however, that when a well-known diplomat from another country demanded recently that our State Department repudiate certain newspaper attacks on his colleague it was unnecessary for us to reply that this Administration was not responsible for the press, for the press had already made it clear that it was not responsible for this Administration.

Nevertheless, my purpose here tonight is not to deliver the usual assault on the so-called one party press. On the contrary, in recent months I have rarely heard any complaints about political bias in the press except from a few Republicans. Nor is it my purpose tonight to discuss or defend the televising of Presidential press conferences. I think it is highly beneficial to have some 20,000,000 Americans regularly sit in on these conferences to observe, if I may say so, the incisive, the intelligent and the courteous qualities displayed by your Washington correspondents.

Nor, finally, are these remarks intended to examine the proper degree of privacy which the press should allow to any President and his family.

If in the last few months your White House reporters and photographers have been attending church services with regularity, that has surely done them no harm.

On the other hand, I realize that your staff and wire service photographers may be complaining that they do not enjoy the same green privileges at the local golf courses that they once did.

It is true that my predecessor did not object as I do to pictures of one’s golfing skill in action. But neither on the other hand did he ever bean a Secret Service man.

My topic tonight is a more sober one of concern to publishers as well as editors.

I want to talk about our common responsibilities in the face of a common danger. The events of recent weeks may have helped to illuminate that challenge for some; but the dimensions of its threat have loomed large on the horizon for many years. Whatever our hopes may be for the future–for reducing this threat or living with it–there is no escaping either the gravity or the totality of its challenge to our survival and to our security–a challenge that confronts us in unaccustomed ways in every sphere of human activity.

This deadly challenge imposes upon our society two requirements of direct concern both to the press and to the President–two requirements that may seem almost contradictory in tone, but which must be reconciled and fulfilled if we are to meet this national peril. I refer, first, to the need for a far greater public information; and, second, to the need for far greater official secrecy.

I

The very word „secrecy“ is repugnant in a free and open society; and we are as a people inherently and historically opposed to secret societies, to secret oaths and to secret proceedings. We decided long ago that the dangers of excessive and unwarranted concealment of pertinent facts far outweighed the dangers which are cited to justify it. Even today, there is little value in opposing the threat of a closed society by imitating its arbitrary restrictions. Even today, there is little value in insuring the survival of our nation if our traditions do not survive with it. And there is very grave danger that an announced need for increased security will be seized upon by those anxious to expand its meaning to the very limits of official censorship and concealment. That I do not intend to permit to the extent that it is in my control. And no official of my Administration, whether his rank is high or low, civilian or military, should interpret my words here tonight as an excuse to censor the news, to stifle dissent, to cover up our mistakes or to withhold from the press and the public the facts they deserve to know.

But I do ask every publisher, every editor, and every newsman in the nation to reexamine his own standards, and to recognize the nature of our country’s peril. In time of war, the government and the press have customarily joined in an effort based largely on self-discipline, to prevent unauthorized disclosures to the enemy. In time of „clear and present danger,“ the courts have held that even the privileged rights of the First Amendment must yield to the public’s need for national security.

Today no war has been declared–and however fierce the struggle may be, it may never be declared in the traditional fashion. Our way of life is under attack. Those who make themselves our enemy are advancing around the globe. The survival of our friends is in danger. And yet no war has been declared, no borders have been crossed by marching troops, no missiles have been fired.

If the press is awaiting a declaration of war before it imposes the self-discipline of combat conditions, then I can only say that no war ever posed a greater threat to our security. If you are awaiting a finding of „clear and present danger,“ then I can only say that the danger has never been more clear and its presence has never been more imminent.

It requires a change in outlook, a change in tactics, a change in missions–by the government, by the people, by every businessman or labor leader, and by every newspaper. For we are opposed around the world by a monolithic and ruthless conspiracy that relies primarily on covert means for expanding its sphere of influence–on infiltration instead of invasion, on subversion instead of elections, on intimidation instead of free choice, on guerrillas by night instead of armies by day. It is a system which has conscripted vast human and material resources into the building of a tightly knit, highly efficient machine that combines military, diplomatic, intelligence, economic, scientific and political operations.

Its preparations are concealed, not published. Its mistakes are buried, not headlined. Its dissenters are silenced, not praised. No expenditure is questioned, no rumor is printed, no secret is revealed. It conducts the Cold War, in short, with a war-time discipline no democracy would ever hope or wish to match.

Nevertheless, every democracy recognizes the necessary restraints of national security–and the question remains whether those restraints need to be more strictly observed if we are to oppose this kind of attack as well as outright invasion.

For the facts of the matter are that this nation’s foes have openly boasted of acquiring through our newspapers information they would otherwise hire agents to acquire through theft, bribery or espionage; that details of this nation’s covert preparations to counter the enemy’s covert operations have been available to every newspaper reader, friend and foe alike; that the size, the strength, the location and the nature of our forces and weapons, and our plans and strategy for their use, have all been pinpointed in the press and other news media to a degree sufficient to satisfy any foreign power; and that, in at least in one case, the publication of details concerning a secret mechanism whereby satellites were followed required its alteration at the expense of considerable time and money.

The newspapers which printed these stories were loyal, patriotic, responsible and well-meaning. Had we been engaged in open warfare, they undoubtedly would not have published such items. But in the absence of open warfare, they recognized only the tests of journalism and not the tests of national security. And my question tonight is whether additional tests should not now be adopted.

The question is for you alone to answer. No public official should answer it for you. No governmental plan should impose its restraints against your will. But I would be failing in my duty to the nation, in considering all of the responsibilities that we now bear and all of the means at hand to meet those responsibilities, if I did not commend this problem to your attention, and urge its thoughtful consideration.

On many earlier occasions, I have said–and your newspapers have constantly said–that these are times that appeal to every citizen’s sense of sacrifice and self-discipline. They call out to every citizen to weigh his rights and comforts against his obligations to the common good. I cannot now believe that those citizens who serve in the newspaper business consider themselves exempt from that appeal.

I have no intention of establishing a new Office of War Information to govern the flow of news. I am not suggesting any new forms of censorship or any new types of security classifications. I have no easy answer to the dilemma that I have posed, and would not seek to impose it if I had one. But I am asking the members of the newspaper profession and the industry in this country to reexamine their own responsibilities, to consider the degree and the nature of the present danger, and to heed the duty of self-restraint which that danger imposes upon us all.

Every newspaper now asks itself, with respect to every story: „Is it news?“ All I suggest is that you add the question: „Is it in the interest of the national security?“ And I hope that every group in America–unions and businessmen and public officials at every level– will ask the same question of their endeavors, and subject their actions to the same exacting tests.

And should the press of America consider and recommend the voluntary assumption of specific new steps or machinery, I can assure you that we will cooperate whole-heartedly with those recommendations.

Perhaps there will be no recommendations. Perhaps there is no answer to the dilemma faced by a free and open society in a cold and secret war. In times of peace, any discussion of this subject, and any action that results, are both painful and without precedent. But this is a time of peace and peril which knows no precedent in history.

II

It is the unprecedented nature of this challenge that also gives rise to your second obligation–an obligation which I share. And that is our obligation to inform and alert the American people–to make certain that they possess all the facts that they need, and understand them as well–the perils, the prospects, the purposes of our program and the choices that we face.

No President should fear public scrutiny of his program. For from that scrutiny comes understanding; and from that understanding comes support or opposition. And both are necessary. I am not asking your newspapers to support the Administration, but I am asking your help in the tremendous task of informing and alerting the American people. For I have complete confidence in the response and dedication of our citizens whenever they are fully informed.

I not only could not stifle controversy among your readers–I welcome it. This Administration intends to be candid about its errors; for as a wise man once said: „An error does not become a mistake until you refuse to correct it.“ We intend to accept full responsibility for our errors; and we expect you to point them out when we miss them.

Without debate, without criticism, no Administration and no country can succeed–and no republic can survive. That is why the Athenian lawmaker Solon decreed it a crime for any citizen to shrink from controversy. And that is why our press was protected by the First Amendment– the only business in America specifically protected by the Constitution- -not primarily to amuse and entertain, not to emphasize the trivial and the sentimental, not to simply „give the public what it wants“–but to inform, to arouse, to reflect, to state our dangers and our opportunities, to indicate our crises and our choices, to lead, mold, educate and sometimes even anger public opinion.

This means greater coverage and analysis of international news–for it is no longer far away and foreign but close at hand and local. It means greater attention to improved understanding of the news as well as improved transmission. And it means, finally, that government at all levels, must meet its obligation to provide you with the fullest possible information outside the narrowest limits of national security–and we intend to do it.

III

It was early in the Seventeenth Century that Francis Bacon remarked on three recent inventions already transforming the world: the compass, gunpowder and the printing press. Now the links between the nations first forged by the compass have made us all citizens of the world, the hopes and threats of one becoming the hopes and threats of us all. In that one world’s efforts to live together, the evolution of gunpowder to its ultimate limit has warned mankind of the terrible consequences of failure.

And so it is to the printing press–to the recorder of man’s deeds, the keeper of his conscience, the courier of his news–that we look for strength and assistance, confident that with your help man will be what he was born to be: free and independent.

 

Lesenswert:

https://dudeweblog.wordpress.com/?s=John+F.+Kennedy

Stiftungen, NGOs „Gemeinnützig“ Tax Free Organisations“ So verteilt die CIA weltweit ihre Gelder!



Was deutsche Journalisten als V-Leute des BND so verdienen Quelle BND Bericht 26.05.2006:

„…Einer Anlage zu dem vorgenannten Bericht des Bundesnachrichtendienstes (BND)
vom 17. Marz 2006 sind die Leistungen zu entnehmen, die an Journalist V durch den Bundesnachrichtendienst erbracht wurden. Es handelt sich um Entgelt für die erbrachten Meldungen, um Pramien und die übliche Auslagenerstattung. Der Aufstellung lasst sich ferner die Anzahl der Meldungen und die Bewertung der Meldungen durch den Bundesnachrichtendienst entnehmen (Anlage). Insgesamt wurden danach an Journalist V für die Jahre 19.. bis 19.. insgesamt 652.738,91 DM bezahlt…“

Journalisten als V-Leute des BND sind juristisch legal! Quelle BND Bericht 26.05.2006

„…Journalisten wurden als Quellen gefuhrt. Wegen der Einzelheiten verweise, ich auf Teil B dieses Gutachtens. Grundsatzlich sei an dieser Stelle hervorgehoben, dass das Führen eines Journalisten als Quelle durch den Bundesnachrichtendienst rechtlich unbedenklich ist. In wie weit sich die Tatigkeit des Journalisten mit dessen journalistischem Selbstverständnis (Rdn. 32) vereinbaren lässt, ist keine Rechtsfrage….“


US-Starjournalist: Von Russland verbotene NGO NED-Stiftung wurde von US-Regierung als CIA-Ersatz gegründet

Eine US Dokumentationsserie aus dem Jahr 1967 des TV Senders CBS. Im ersten Teil werden ab Minute 2:20 Parallelen, zu der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ vom 29.04.2014 zum Thema „deutscher Qualitätsjournalismus“ deutlich.

CIA: Charity, NGO, Think Tank, Media, NWO Funding 1-5


Die Propagandaschau hat eine deutsche Übersetzung eines aufschlussreichen Textes des US-Journalisten Robert Parry, der sich seine ersten journalistischen Sporen bereits bei der Aufdeckung der Iran-Contra-Affäre verdiente: “Robert Parry: Warum Russland die NED-Front dicht gemacht hat“. Es geht um das Verbot der ausländischen Stiftung NED in Russland, welches wohl – anders, als die deutsche und US-Presse es verlauten läßt – nicht nur aus Sicht der russischen Regierung durchaus nicht unberechtigt sein könnte. Eine Verbindung zur aktuellen Ukraine-Krise wird ebenfalls gezogen. Ein Zitat:

“Erstens wurde die NED 1983 mit US-Regierungsgeldern gegründet um jene Aufgaben zu übernehmen, die zuvor die CIA mit ihrer finanziellen Unterstützung für die anvisierten Ländern übernahm; zur Durchsetzung amerikanischer Interessen und, falls nötig, zur Unterstützung von ‘Umstürzen’. Die unsichtbare Hand hinter der NED-Gründung 1983 war der Direktor der CIA, William Casey. Dabei arbeitete er mit einem hohem CIA-Beamten für verdeckte Operationen, Walter Raymond Jr, zusammen. Casey – aus dem CIA-Stall – und Raymond – Mitarbeiter im Nationalen Sicherheitsrat für Präsident Ronald Reagan – konzentrierten sich darauf, eine Finanzierungsmethode zur Unterstützung von Gruppen innerhalb eines Landes zu finden. Gruppen, die zuvor die CIA im Geheimen organisierte und bezahlte um Propaganda zu verbreiten und politische Aktionen durchzuführen.”

Die Deutsche Welle (wie auch andere deutsche Medien) schreibt in dem Artikel “Russland. Putins Bann trifft US-NGO” erwartungsgemäß etwas völlig anderes zu dem Thema: “Russlands Zivilgesellschaft ist um eine Nicht-Regierungsorganisation (NGO) ärmer. In dieser Woche hat die russische Generalstaatsanwaltschaft die US-amerikanische National Endowment for Democracy (NED) verboten. Die NED ist damit die erste von zwölf ausländischen NGOs, die der Föderationsrat – das russische Oberhaus – auf eine Schwarze Liste gesetzt hatte. Die Veröffentlichung der ‘patriotischen Stoppliste’ durch die russische Staatsanwaltschaft vor drei Wochen hatte Protest unter den gelisteten NGOs hervorgerufen. Die rechtliche Grundlage für den Rauswurf der NED bildet das Gesetz über ‘unerwünschte’ Organisationen, das Ende Mai in Kraft getreten ist. ‘Dieses Gesetz ist das neueste in einer Serie hoch restriktiver Gesetze, die die Freiheit der russischen Bürger einschränken’, erklärte die betroffene US-NGO als Reaktion auf das Verbot vom Dienstag.”.


Globales


Soros- und CIA-Operation Russland
Ukraine: NATO-Beute im Osten
Von Wayne Madsen

Es ist selten, dass die demagogischen Methoden des Imperialismus unter die Lupe genommen werden. Das gilt für die Farbrevolutionen im Umfeld Russlands. Noch seltener ist dies für den so genannten „Arabischen Frühling“, eine Operation, mit der der US-Imperialismus die fehlenden Bausteine Nordafrikas und des Nahen Ostens an sich reißt. Am 16.12.2013 ist im russischen online-Journal strategic-culture.org ein Artikel erschienen, wie er selten ist. Er stammt von Wayne Madsen, einem US-amerikanischen Journalisten, der in einer Vielzahl von Publikationen der Herrschaftsmedien als auch alternativer Medien veröffentlicht hat. „Luftpost“, eine website mit „Friedenspolitischen Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein“ hat ihn ins deutsche übersetzt. Wir geben ihn hier mit freundlicher Genehmigung wieder. (Die Redaktion)

Für ein Neues Amerikanisches Jahrhundert die Welt unterjochen

Seit der die Welt mit seinen Hedgefonds ausraubende George Soros im Bündnis mit dem CIA-Strategen Gene Sharp als Demokratiebewegungen getarnte, manipulierte Unzufriedene auf den Straßen anfälliger Staaten gegen die jeweilige Regierung demonstrieren lässt, weil die Neokonservativen der USA mit ihrem „Project for the New American Century“ (PNAC, dem Projekt für ein neues US-amerikanisches Jahrhundert) die ganze Welt unterjochen wollen, richtet die interventionistische US-Außenpolitik auch schon begehrliche Blicke auf die Ukraine. Diese „Neocons“ sind noch quicklebendig und wie in früheren Außenministerien auch in dem von John Kerry aktiv.

Im Gefolge der als „Orangene Revolution II“ bezeichneten Proteste in der Ukraine drohte Victoria Nuland, eine Unterstaatssekretärin Kerrys, die für europäische und eurasische Angelegenheiten zuständig ist und schon Hillary Clinton als Sprachrohr gedient hat, der von Präsident Viktor Janukowitsch geführten ukrainischen Regierung Sanktionen an. Von einem Fenster seines Hotelzimmers im Stadtzentrum Kiews auf die Demonstranten blickend, leckte sich der fanatische republikanische Senator John McCain aus Arizona bei der Aussicht, die Ukraine gegen Russland aufbringen zu können, schon die Lippen. McCain ist ein unverbesserlicher Kalter Krieger, der von seiner Kriegsgefangenschaft in Hanoi geprägt ist und sich nicht mit den heutigen Realitäten abfinden kann.

Die Ukraine in die EU-Ausplünderungsvereinigung integrieren

Weil die Ukraine den Bemühungen der Europäischen Union widerstand, sie in diese von Bankern beherrschte Vereinigung der Bevormundung und Ausplünderung zu integrieren, und den Abschluss eines Assoziierungsabkommen mit ihr ablehnte, wurde sie von der EU (und einzelnen Mitgliedstaaten wie der Bundesrepublik Deutschland) hart kritisiert. Stattdessen entschied sich Kiew für lukrativere Wirtschaftsbeziehungen zu Russland. Diese Entscheidung löste Massenproteste auf der Straße aus; die Demonstranten besetzten den Maidan Square (den Unabhängigkeitsplatz) in Kiew und forderten den Rücktritt des demokratisch gewählten Präsidenten.

Die Operation „Arabischer Frühling“ als Vorbild

Die „Connections“ zwischen den in Kiew (oder anderen nichtwestlichen Hauptstädten) Protestierenden und den (nicht nur) aus der EU kommenden Aufwieglern sind nicht zu übersehen; der Maidan Square in Kiew wurde mit dem Tahrir Square in Kairo verglichen und in „Euromaidan“ umbenannt.

Auch die Demonstrationen auf dem Tahrir Square in Kairo, die den Sturz des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak herbeiführten, wurden von Soros finanziert und von Sharp manipuliert; die politischen Forderungen auf den Transparenten und Plakaten der Demonstranten stammten von professionellen politischen Agitatoren, die eilig aus den USA und aus der EU nach Ägypten eingeflogen wurden.


„Die Anleitungen für Protestierende auf dem Tahrir- bzw. dem Maidan-Platz in arabischer bzw. ukrainischer Sprache sind identisch. Die Quelle ist offensichtlich dieselbe.“ (entnommen aus http://www.voltairenet.org/article181535.html)

Mit der Ukraine auch das Russland Putins im Visier

Auch das jüngste in Kiew aufgeführte Schauspiel wurde wieder von der professionellen CIA-Hydra „Endowment for Democrazy“ (einer US-Stiftung zur „Förderung der Demokratie“) inszeniert, die von Soros finanziert und von Sharp dirigiert wird und schon in der ersten so genannten „Orangenen Revolution“ im Jahr 2004 den Sturz einer ukrainischen Regierung bewirkt hat. Diesmal hat sie aber nicht nur den ukrainische Präsidenten Janukowitsch, sondern auch den russischen Präsidenten Vladimir Putin im Visier.

Frau Nuland, die (Dame aus dem US-Außenministerium, die) mit dem Neocon Robert Kagan verheiratet ist, hat auf dem Maidan Square sogar Brötchen an Protestierende verteilt (siehe Foto). Stellen Sie sich einmal vor, wie die US-Regierung regiert hätte, wenn jemand aus der zweiten Reihe des russischen oder chinesischen Außenministeriums Essen an Occupy-Demonstranten in Washington verteilt und dazu aufgerufen hätte, den Präsidenten Obama – wenn nötig – mit Gewalt zu stürzen. Genau so verhält sich nämlich Frau Nuland, wenn sie die Protestler in Kiew unterstützt. Außerdem hat sie Janukowitsch wegen der starken Präsenz von Sicherheitskräften auf dem Maidan Square kritisiert. Frau Nuland und Herr Kerry, der Janukowitsch ebenfalls gerügt hat, haben wohl vergessen, wie brutal US-Polizisten gegen die Occupy-Bewegung vorgegangen sind, und dass geplant war, die Anführer dieser Bewegung von FBI-Scharfschützen ausschalten zu lassen.


„Victoria Nuland aus dem US-Außenministerium beim Verteilen von Gebäck an Euromaidan-Protestierende in Kiew“ (entnommen aus http://www.voltairenet.org/article181535.html)

Frau Nuland und Herr Kerry haben auch geschwiegen, als die türkische Regierung im Frühjahr auf dem Taksim Square in Istanbul friedliche Demonstranten von einem Polizeikommando zusammenschlagen ließ. Aber die Türkei ist ja auch Mitglied der NATO, und die Ukraine ist das noch nicht.

„Revolutionen“ für die „Neue Weltordnung“

Gene Sharp hat mit seinen beiden NGO-Tarnorganisationen OTPOR und CANVAS zwei Gruppierungen an der Hand, mit deren Hilfe er jederzeit und überall auf der Welt „Aufstände“ gegen missliebige Regierungen anzetteln kann; in Ländern, die sich der von der Wall Street und dem Pentagon verordneten „Neuen Weltordnung“ widersetzen, finden sich immer genügend Leute, die sich mit Bargeld, Versprechungen, i-Pads, i-Phones oder auch nur mit Nahrungsmitteln für eine „Revolution“ gewinnen lassen und dann mit auf das jeweilige Land abgestimmten Transparenten, Plakaten, Nationalfahnen aus früheren Zeiten und anderem Propagandamaterial auf die Straße gehen. Aus kürzlich durchgesickerten E-Mails geht hervor, dass CANVAS-Gründer Srdja Popovic mit der CIA und dem für das Pentagon tätigen, von George Friedman gegründeten Spionageunternehmen STRATFOR kollaboriert hat; dessen gute Verbindungen zu Militärgeheimdiensten der USA und Israels sind allgemein bekannt.

Die „Orangene Revolution II“ in Kiew hat nicht nur in Mittel-und Osteuropa, sondern auch in anderen Teile der Welt eine gute Presse – dank der Unterstützung des Soros-Medienimperiums, einschließlich des Zentrums für fortschrittliche Medien in Prag, das vom Media Development Loan Fund, einem Projekt des Soros gehörenden Open Society Institutes finanziert wird.

Wie alle vom Ausland dirigierten „Scheinrevolutionäre“ haben auch die gekauften Aufrührer in Kiew eine/n „Märtyrer/in“. Für die ukrainischen Demonstranten ist das Julia Timoschenko , die „Maid vom Maidan“ und ehemalige Premierministerin der Ukraine, die wegen Korruption im Gefängnis sitzt. Frau Timoshenko, die gerade in einer Klinik in Charkow behandelt wird, ist zur „Aung San Suu Kyi“ der Ukraine geworden. Für die meisten Ukrainer ist die ehemalige Premierministerin aber nur eine scheinheilige Wichtigtuerin, deren Markenzeichen – den um den Kopf geflochtene Haarkranz – sie als „Bagel“ (ringförmiges Brötchen) verspotten.

Drehbücher aus den Soros-Giftküchen

Die neuen Helden der „Orangenen Revolution II“ sind der Ex-Boxer und UDAR-Führer Vitali Klitschko und der ganz weit rechts stehende Nationalist Oleh Tyahnybok. Ihre Drehbücher stammen aber nicht aus Kiew, sondern aus den Soros-Giftküchen in Prag, London, Washington und New York.

Zu viele politische Aktivisten in Ost-und Mitteleuropa sind auf die von Soros finanzierten gefaketen „Demokratiebewegungen“ hereingefallen. Soros ist weder ein Befürworter der Demokratie, noch ein Wohltäter für die arbeitende Bevölkerung. Soros hat sein schmutziges Handwerk – die Gründung von Hedgefonds, einer Kombination aus Wettbüro und Betrugsgeschäften im Stile Ponzis – Ende der 1960er Jahre in der Schweiz unter Georges Coulon Karlweis, dem Vizepräsidenten der Banque Privée Edmond Rothschild in Genf, gelernt.

Gegen Ende der 1960er Jahre überließ Karlweis seine Rothschild-Funds den Quota and Quantum Hedge Funds des Herrn Soros. Karlweis war der Großmeister globaler Finanztricksereien und unsauberer Geschäfte und stand in Kontakt mit Bernard Cornfeld und dessen International Overseas Services / IOS, der Firma, die Robert Vesco ausplünderte, bevor er sich nach Mittelamerika absetzte. Karlweis hatte seine Finger auch in den betrügerischen Anleihegeschäften, die Michael Milken und die Investmentbank Drexel Burnham Lambert gemacht haben.

Soros gibt sich als wohlhabender Förderer liberaler Bestrebungen aus, in Wirklichkeit verhindert er aber jeden demokratischen Fortschritt, indem er seine unrechtmäßig erworbenen Gewinne in verschiedene Tarnorganisationen steckt. Sein Open Society Institute unterstützt verschiedene obskure Gruppierungen, die sich angeblich für mehr Demokratie einsetzen, tatsächlich aber den Interessen undurchsichtiger globaler Finanzorganisationen wie der Blackstone Group dienen.

Nachrichtenunterdrückung mit „progressiven“ Medien

Lord Jacob Rothschild, der ehemalige Direktor der Blackstone Group, ist ein alter Freund und Geschäftskumpan des Herrn Soros; weil Soros ganz gezielt „progressive Medien“ aufgekauft hat, ist es ihm gelungen, alle Nachrichten zu unterdrücken, die seine antidemokratischen und antiprogressiven Aktivitäten in Europa und in der ganzen Welt ans Licht bringen könnten.

In der ersten Runde der „farbigen Revolutionen“, die Soros finanziert hat und von seinen Komplizen in der US-Regierung nach dem von Gene Sharp entwickelten Drehbuch inszenieren ließ, wurden in das „Neue-Welt-Schema“ passende Regierungen in der Ukraine und in Georgien installiert. In der Ukraine wurden Staatspräsident Wiktor Juschtschenko und Premierministerin Timoschenko an die Macht gehievt, in Georgien durfte Micheil Saakaschwili regieren; beide Regierungen sollten ihre Staaten in die NATO und in die EU führen, verkamen aber trotz allen „Pro-Demokratie-Geschreis“ schnell zu korrupten, von Vetternwirtschaft geprägten Regimen. Frau Timoschenko und Saakaschvili wurden bald Verbindungen zur Mafia und zu korrupten Finanzmogulen nachgesagt. Pawlo Lasarenko, ein ehemaliger ukrainische Premierminister und Geschäftspartner der Frau Timoschenko, wurde in Kalifornien wegen Geldwäsche, Bestechung und Betrug zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Saakaschvili wird inzwischen mit der dubiosen Wohltätigkeitsorganisation „Das Goldene Vlies“ auf Zypern in Verbindung gebracht.

Ukraine von Russland weg in die EU und in die NATO locken

Die Neocons geben sich nicht mit dem Scheitern des Regimes Juschtschenko/Timoschenko zufrieden, weil Soros und seine Agitatoren so viel Geld und Zeit investiert hatten, um die Ukraine in die NATO und die EU zu holen. Juschtschenkos Frau, Kateryna Juschtschenko, hat unter Ronald Reagan im Pressebüro des Weißen Hauses gearbeitet und dabei nicht nur Kontakt zu verschiedenen rechts stehenden und antikommunistischen Exil-Gruppen in den USA aufgenommen, sondern auch zur Heritage Foundation, einer weiteren Bastion der Neocons.

Unter Berufung auf die selbst erteilte „Responsibility to Protect“ (Verantwortung zum Schutz) versuchen die Interventionisten in der Obama-Administration den Kalender auf das Jahr 2004 zurückzudrehen und erneut eine gewählte ukrainische Regierung zu stürzen.

In der Ukraine, in Moldawien, in Russland, in Weißrussland, in Rumänien und in anderen Staaten Mittel- und Osteuropas versucht eine neue Generation von Soros bezahlten Agitatoren und Provokateure weitere „farbige Revolutionen“ zu inszenieren. Zuerst soll die Ukraine von Russland weg in die EU und in die NATO gelockt werden. (PK)

Hinweise:

Quelle der deutschen Übersetzung:
Die Ukraine: Ein Staat im Osten, den die NATO gern vereinnahmen möchte – 22.12.2013
Luftpost – Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP20113_221213.pdf

Quelle des englischsprachigen Originaltextes:
Ukraine: NATO’s Eastern Prize – 16.12.2013
http://www.strategic-culture.org/news/2013/12/16/ukraine-nato-eastern-prize.html
http://www.voltairenet.org/article181535.html

Information über den Autor:
http://www.waynemadsenreport.com/categories/20070329

Schauspiel in drei Akten
Betrachtung zu den Vorgängen in Tunesien, Ägypten und Libyen
von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann – 10.3.2011
http://www.arbeiterfotografie.com/nordafrika/index-nordafrika-0005.html

Arabischer Frühling
Analyse eines Begriffs
von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann in NRhZ 404 – 01.05.2013
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=19013

Online-Flyer Nr. 439 vom 01.01.2014
Druckversion

 

Deutsche Zivilgesellschaft Quo Vadis? Die neue Eiszeit der deutschen Medien.


Das Vorwort zu ihrem aktuellen Buch:

„Russland verstehen. Der Kampf um die Ukraine und die Arroganz des Westens“ von Gabriele Krone-Schmalz, C.H.Beck-Verlag, 2015, Taschenbuch S. 176, 14 Euro 95, auch als E-Book erhältlich.“

gesprochen von Gabriele Krone-Schmalz:

Ein Interview von WDR5 Audio: Journalistin Krone-Schmalz: „Die EU ist latent russlandfeindlich“ (22.02.2015)

Bitte Kopiert und verbreitet diesen Beitrag!

Die Deutschen Medien führen bereits ihren Krieg! Anders kann man diese Sendung nicht kommentieren!

Neue Marschrichtung der Lügenpresse:
öffentliche Denunzierung anders Denkender!
Diese Sendung „Maischberger vom 24.02.2015“ dürfte eine Wende des öffentlich rechtlichen TVs einläuten. Unverhohlene Propaganda und ehrverletzende Bloßstellung von Menschen die sich für den deutschen Journalismus verdient gemacht haben. Hier werden die gleichen Mittel und Methoden wie schon zu Adenauers Zeiten angewendet.


Damals wurde der rechtschaffene Prof. Walter Hagemann, unter anderem Leiter des Instituts für Publizistik der Uni Münster, auf ähnliche Weise denunziert, diffamiert und sogar mit Gerichtsprozessen verfolgt.
Bitte unbedingt lesen, damit sich Geschichte nicht wiederholt!
https://derblauweisse.wordpress.com/2014/11/12/nicht-nur-manipulierte-medien-auch-geschichte-wird-manipuliert/

„Adenauer war ein Diktator mit Blut an den Händen. Er Mißachtete Gesetze nahm Tote und Verletzte in Kauf und veranlaßte die Verfolgung von mehreren Hunderttausend Menschen in Deutschland, die wegen ihrer oppositionellen Haltung mit allen erdenklichen Vorwürfen konfrontiert und zum Teil zu langjährige Haftstrafen verurteilt wurden. Einer seiner prominenten Opfer war das CDU Miglied Prof. Walter Hagemann. Der hochangesehene Publizist entging einer langjährigen Haftstrafe durch seine Flucht in den Ostsektor.“

Die mehrfach ausgezeichnete Journalistin Krone-Schmalz wird den Zuschauern als „Putin-Flüsterin“

Krone-Schmalz "Die Putin-Flüsterin"

Krone-Schmalz „Die Putin-Flüsterin“

vorgeführt, ein weiterer Gast ein Journalist des russischen Staatsfernsehens wird von Maischberger den Zuschauern als Vertreter Putins mit den Worten:“Wenn ich sie jetzt hier frage kommt es mir vor, als könnte ich auch Putin direkt fragen“, vorgestellt wird, tiefer kann man nicht sinken, einseitiger und beleidigender kann man mit seinen Gästen nicht umgehen! Der Höhepunkt ist dann der, in keine demokratische Welt passende, penetrante Werner Schulz, der zum wiederholten Mal eine Bühne für seine untollerierbare Hetze erhalten hat. Dieser Werner Schulz, ein BesserOssi, eine sich selbstauszeichnende Null, ist ein Paradabeispiel für die aktuelle Politik der Grünen!
Das ist Fr. Prof. Dr. Krone-Schmalz und wer ist Werner Schulz?

Preise und Auszeichnungen:
1985 Ehrende Anerkennung, Grimme Preis für „Monitor“

1986 Drexel Preis für „Monitor“

1987 Grimme Preis, Live Sonderpreis in Silber für „Drei vor Mitternacht“

1989 Kritikerpreis für „Kraftakte – Frauenalltag in der Sowjetunion“

1990 Goldener Gong für „KGB-Verbrechen und Glasnost“

1997 Hildegard von Bingen Preis für Publizistik

1997 Verleihung des Bundesverdienstkreuzes I. Klasse

2008 Verleihung der Puschkin-Medaille „in Anerkennung ihres Beitrages zur Festigung der Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland.“
…und das ist auch Frau Prof. Dr. Krone-Schmalz

Studium der Osteuropäischen Geschichte,
Politischen Wissenschaften und Slawistik
1974 Magister in Geschichte und Politischen Wissenschaften
1977 Promotion in Geschichte und Politischen Wissenschaften
August 1987 Korrespondentin im ARD Studio Moskau
August 1991 Rückkehr nach Deutschland / Sabbatjahr
1992 bis 1997 Moderation des ARD „Kulturweltspiegel“
seit Mitte 1992 freie Journalistin und Autorin
seit Dez. 2000 Mitglied des Lenkungsausschusses im „Petersburger Dialog“
(einer Initiative des russischen Präsidenten Putin und des
deutschen Bundeskanzler Schröder)

Wintersemester 2003/2004 Gastprofessur an der Universität zu Lübeck
seit Oktober 2008 Mitglied im Hochschulrat der TU Ilmenau
seit Oktober 2011 Professor für TV und Journalistik
Business and Information Technology School (BiTS) Staatlich anerkannte Private Hochschule University of Applied Sciences

Medien – Propaganda – „PSYOP“ Psychologische Operationen


Ein Beitrag zur Untersuchung von Massenkommunikation beziehungsweise Massenmanipulation. »Win their hearts and minds« stand als übergeordnetes Motto für solche Operationen psychologischer Kriegsführung…

Psychologische Operationen und psychologische Kriegsführung

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Die psychologischen Operationen (Psychological Operations; kurz PSYOP) der Vereinigten Staaten umfassen alle Aktivitäten politischer, militärischer, wirtschaftlicher und ideologischer Natur, die dazu dienen, Gruppierungen so zu manipulieren, dass sie im Sinne Washingtons agierten. Das U.S. Militärkommando definierte psychologische Operationen wie folgt: »These operations include psychological warfare, and in addition, encompass those political, military, economic, and ideological actions planned and conducted to create in neutral or friendly foreign groups the emotions, attitudes, or behavior to support the achievement of national objectives.«

Die psychologische Kriegsführung schließt alle kommunikativen Maßnahmen zur Beeinflussung des Gegners, seiner Streitkräfte und seiner Zivilbevölkerung ein. Sie ist somit ein Bestandteil der übergeordneten »psychologischen Operationen« und dient in der Hauptsache dazu, die feindliche Wehrkraft zu zersetzen.
Das U.S. Militärkommando bestimmt die Aufgaben psychologischer Kriegsführung als »[…] planned use of propaganda and other psychological actions having the primary purpose of influencing the opinions, emotions, attitudes, and behavior of hostile foreign groups in such a way as to support the achievement of national objectives.«21
Propaganda ist demnach Hauptbestanteil der psychologischen Kriegsführung.

A Propaganda


  1. Propagandasprache
  2. Weiße und schwarze Propaganda
  3. Graue Propaganda und Desinformation

Die Entstehung der US-Geheimdienste


A Propaganda

1. Propagandasprache

Die Propagandasprache bildet einen Spezialkode innerhalb der Standard- und Umgangssprache.32 Propagandisten intendieren grundsätzlich die Aufwertung der eigenen Position und die Abwertung des Gegners.33 Dieses Prinzip von Selbstrechtfertigung und Anklage basiert auf rhetorischen Strategien, wodurch Wahrnehmung und Urteilsbildung der Zielgruppe im Sinne des Urhebers beeinflusst werden sollen. Letzten Endes soll die Realität durch eine gezielte Realitätsinterpretation ersetzt werden.34 Die amerikanische Propagandasprache des Kalten Kriegs basierte auf folgenden Argumentationsstrategien:

  • die Konstruktion von Schwarz-Weiß-Gegensätzen mittels dichotomer Rhetorik (»der Kampf des Guten gegen das Böse«)
  • die pluralis auctoris oder language of consent – Worte wie »wir« und »uns« sollen in der Propaganda die Solidarisierung mit dem Gesehenen, Gehörten oder Gelesenen erleichtern35
  • der Gebrauch von Schlagworten wie »die nationale Sicherheit«, ohne diese näher zu erläutern; der Versuch der Sprachlenkung, also die bewusste und gezielte Bedeutungsbestimmung aufgrund bestimmter Interessen und Ideologien (z.B. »Kommunismus = Diktatur« oder »Kapitalismus = Ausbeutung«)
  • die Verschleierung durch neutrale oder euphemistische Begriffe wie »Befriedung«, »Schutzherrschaft« oder »friedliche Koexistenz« und durch Leerformeln36
  • die Verwendung von Ideologemen, die Gruppeninteressen mit dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit öffentlich rechtfertigen sollen (beispielsweise die »Dominotheorie« zur Legitimation der Eindämmungspolitik)
  • die Mittel der Überredung (z.B. ständiges Wiederholen; Verwendung von Stereotypen, Parolen und Schlagworten ohne wirklichen Informationswert)
  • die Desinformation (die gezielte Publikation von Fehlinformationen, gestützt durch gefälschte Beweise)

Die Propaganda ist während des Kalten Kriegs insbesondere deshalb ein Wegbereiter amerikanischer Interessen geworden, weil sie darauf zielte, politische und militärische Interventionen und wirtschaftliche Pressionen als Defensivmaßnahmen der Vereinigten Staaten zu präsentieren. Bereits 1949 bekräftigte der Nationale Sicherheitsrat der USA, Propaganda sei die vierte Säule der Außenpolitik: »Propaganda is one of the four primary means by which national policies are implemented. It is a permanent tool of foreign policy. It is fully effective only when coordinated with the other means – diplomatic, military, economic.«37 Propaganda wurde als Katalysator verstanden, der nur in Zusammenwirkung mit diplomatischen, militärischen und wirtschaftlichen Maßnahmen funktioniert und dabei gleichzeitig Argumentationsgrundlagen für die Außen- und Sicherheitspolitik schafft. Im Kern der amerikanischen Propaganda z.B. während des Vietnamkonflikts standen die Behauptungen, dass

  • die Vereinigten Staaten an der Spitze der so genannten freien Welt stehen;
  • die amerikanischen Streitkräfte nicht aggressiv agieren, sondern auf
    Aggressionen und Bedrohungen reagieren; der Einsatz der U.S. Streitkräfte ausschließlich der Verteidigung von Freiheit und Demokratie dient;
  • die Vereinigten Staaten das Gute und die Freiheit repräsentieren;
  • die Verteidigung der Freiheit eine Glaubensangelegenheit ist
    (teils propagiert als göttlicher Auftrag, den die USA bereit sind
    auszuführen);
  • wer amerikanischen Interessen zuwider läuft oder amerikanische
    Einflusssphären streitig macht, ein Gegner von Freiheit und Demokratie
    und daher Repräsentant des Bösen ist;
  • wer andererseits in ein Bündnis mit den USA tritt, militärisch,
    wirtschaftlich und gesellschaftlich unterstützt werden kann;
  • die nationale Sicherheit der USA internationale Tragweite hat und
    insofern nicht an geographischen Gegebenheiten festzumachen ist.

Bis zum heutigen Tage dienen die genannten Argumentationsstrategien und rhetorischen Grundlagen dem Weißen Haus als Rechtfertigung seiner Außen- und Sicherheitspolitik. Aktualität ergibt sich nicht zuletzt daraus, dass die gegenwärtige Administration, der unter George W. Bush in der Rechtfertigung des Irakkriegs (im Rahmen des Kriegs gegen den Terror) rhetorisch und inhaltlich an die zuvor angeführten Grundlagen der Propaganda im Kalten Krieg, anknüpft. Ein Unterschied zu den Konflikten des 20. Jahrhunderts sind freilich die aktuellen Proklamation der US-Regierung, präventive Angriffskriege seien ein legales Mittel der Verteidigung38 und die Umsetzung dieser so genannten Bush- Doktrin39 binnen weniger Monate. Die Parole, Angriff sei die beste Verteidigung, wird jedoch mit derselben Rhetorik propagiert, die während des Kalten Kriegs angewandt wurde. Wie oben beschrieben, argumentierte Washington in der Propaganda, dass die amerikanischen Streitkräfte ausschließlich der Verteidigung dienen. Unter dem Deckmantel der Gefahrenprävention hat die Bush-Administration zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen Angriffskrieg als Defensivmaßnahme propagiert – die Streitkräfte agieren demnach nicht als Besetzungsmacht in einem Angriffskrieg, sondern reagieren auf eine akute Bedrohung. Zwar war der internationale Terrorismus nach dem Zerfall der UdSSR lange vor den Anschlägen des 11. Septembers 2001 in Washington als Bedrohung erkannt worden.40 Doch erst das Trauma der einstürzenden Twin Towers des World Trade Centers eröffnete die Möglichkeit, den Krieg gegen den Terrorismus dank entsprechender Propaganda zu forcieren.41 Bereits wenige Stunden nach den Anschlägen hatte Bush die dichotomen Rhetorikmuster des Kalten Kriegs wieder aufgegriffen, und er bemühte die Metapher von Gut und Böse.42 Diese Propaganda suggeriert, der Präventivschlag sei eine notwendige und intelligente Strategie zur Abwendung einer unmittelbar bevorstehenden Aggression – der Klügere dürfe nicht so lange nachgeben, bis er der Dumme sei. Die zeitgenössische antiterroristische Propaganda stützt sich auf rhetorische Grundmuster ihrer historischen Vorläufer. Die Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA und eine daraus resultierende Gefahr für die westlichen Demokratien beziehungsweise die »fortschrittlichen Zivilisationen« standen auch im Vietnamkrieg im Zentrum der Propaganda.43

2. Weiße und schwarze Propaganda

Propaganda wird generell im Hinblick auf ihre Quelle klassifiziert. Der Autor der so genannten »weißen Propaganda« gibt sich zu erkennen. Oftmals wird sie von einem Ministerium betrieben, das offen in Erscheinung tritt.44 Weiße Propaganda bietet meistens Wahres, also Fakten und Tatsachen, die möglichst objektiv dargestellt sind.

»Der Hauptnachteil der weißen Propaganda besteht darin, daß sie klar als ›Stimme des Feindes‹ identifiziert wird und bereits dadurch diskreditiert sein kann.«45 Weiße Propaganda enthält zwar keine Lügen, jedoch Übertreibungen: »Sie beruht auf Wahrheit, auch wenn diese manchmal etwas zurechtgebogen wird. Im Gegensatz dazu ist die ›schwarze‹ Propaganda reine Erfindung, ist ›total erlogen‹.«46 Der Autor schwarzer Propaganda gibt sich nicht zu erkennen, sondern nennt als Urheber andere Quellen. Schwarze Propaganda kann grobe Verfälschungen, durch Kommentierung entstellte Tatsachen und Lügen enthalten. Sie ist dabei gelegentlich von Wahrheiten durchsetzt – der Glaubwürdigkeit halber.47 Für die Verbreitung sind oftmals Nachrichtendienste und im Krieg auch militärische Spezialkräfte verantwortlich. Im Krieg oder zur Kriegsvorbereitung wird oftmals schwarze Propaganda über Gräueltaten der Gegenseite fabriziert werde, um den Feind zu diskreditieren.48 Das Misstrauen, das die feindliche Zielgruppe der weißen Propaganda unter Umständen entgegenbringt, versucht die schwarze Propaganda durch Verschleierung der Urheberschaft zu unterlaufen.49 Die Psychological Warfare Divison der U.S. Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg definierte die schwarze Propaganda 1944 in diesem Sinne: »Schwarz« bedeute nicht immer schmutzig, hinterlistig, geheim, pornographisch oder inoffiziell, obwohl all diese Attribute auf die eine oder andere Weise zutreffend seien. Schwarze Propaganda diente nach Auffassung der Psychological Warfare Divison vor allem dazu, die täglichen Nachrichten zu interpretieren und diese Auslegung der Dinge subversiv zu präsentieren.50 Zur Veranschaulichung wurde folgendes Beispiel angeführt: »For example, if by an intruder operation it is announced on an official German wireless channel that Hitler is dead, it is necessary for the success of the deception that the world press and our white propaganda carry the news as from a German source. German denials must be disregarded and many important persons left in the dark.«51 Die schwarze Propaganda soll den Feind täuschen und den Freund darüber im Dunkeln lassen. Die PSYWAR-Spezialisten der Alliierten machten in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass eine optimale Organisation und die perfekte Ausführung Voraussetzung für eine erfolgreiche Kampagne ist: »Slight mistakes in details and current language, careless handling, technical hitches will give away eventually a sustained programme or a series of leaflets.«52 Der Erfolg der schwarzen Propaganda hängt demnach von vornherein davon ab, ob die Zielgruppe tatsächlich von der Authentizität der Quelle überzeugt ist oder nicht.53

3. Graue Propaganda und Desinformation

Die graue Propaganda ist eine Mischform aus den beiden zuvor genannten Formen. Der Autor grauer Propaganda gibt sich gar nicht zu erkennen. Graue Propaganda wird grundsätzlich anonym verbreitet.54 Eine Unterscheidung zwischen grauer und schwarzer Propaganda gelingt nicht immer, da beide dicht beieinander liegen. Die Desinformation ist ein Mittel der Propaganda. Falsche Informationen werden verbreitet, unterstützt von gefälschten Beweisen.55 Ein Beispiel hierfür wäre die Tätigkeit der sowjetischen Nachrichtendienste im Kalten Krieg, die Agenten als Journalisten getarnt in westliche Tageszeitungen einschleusten. Der wahre Urheber solcher Desinformation konnte dadurch verschleiert werden und die Fehlinformationen glaubwürdiger erscheinen lassen.56

 

B Die Entstehung der US-Nachrichtendienste

Wenige Monate vor Pearl Harbor, am 11. Juli 1941, war der erste zentrale Nachrichtendienst, der auch für die Verbreitung von Propaganda verantwortlich war, eingerichtet worden – das so genannte Office of the Coordinator of Information (COI). Leiter dieser Zivilbehörde in direktem Kontakt zum Präsidenten wurde General William J. Donovan. Das COI diente der Exekutive als Koordinationsstelle für sämtliche aus- und eingehenden Informationen. Aber erst der Kriegseintritt der Vereinigten Staaten leistete der Entwicklung Vorschub, weiße und schwarze Propaganda durch unterschiedliche Organisationen verbreiten zu lassen. Auf Anregung Donovans rief Roosevelt am 13. Juni 1942 das Office of Strategic Services (OSS) ins Leben – ein Geheimdienst, der nicht an ein Ministerium gebunden war und auch in Friedenszeiten arbeiten und Propaganda verbreiten sollte.144 Donovan wurde dessen Direktor. Parallel entstand das Office of War Information (OWI), in dessen Zuständigkeit ebenfalls die Verbreitung von Propaganda lag.145 An der Spitze des OWI stand der erfahrene Journalist Elmer Davis, der zuvor für CBS und die New York Times gearbeitet hatte.146 Währenddessen hatte die Army begonnen, so genannte Psychological Warfare Branches (PWB) für jeden der Kriegsschauplätze einzurichten.

Erst 1944 wurde auf Befehl von General Dwight D. Eisenhower die Psychological Warfare Division (PWD) in das Alliierte Hauptquartier integriert.147 Das OSS analysierte strategische Informationen für den Präsidenten, die Vereinigten Stabschefs sowie verschiedene Ministerien und gilt als Vorgänger der CIA.148 Außerdem unternahm das OSS geheime Operationen hinter den feindlichen Linien.149 Die Abteilung für die Verbreitung schwarzer Propaganda mittels Flugblatt und Radio hieß Morale Operations Branch (MO), war aber erst Mitte des Jahres 1944 voll operationsfähig.150 Vor allem die Zusammenarbeit mit dem britischen Geheimdienst hatte den Amerikanern wertvolle Erfahrungen auf dem Gebiet der schwarzen Propaganda geliefert.151 Im Juni kamen Donovan und Davis in einem Working Agreement überein, dass das OSS für den geheimen »schwarzen« Bereich der Propaganda die Verantwortung tragen sollte, das OWI für den offiziellen »weißen«.152 Diese Aufteilung wurde nach 1945 beibehalten. Auch im Kalten Krieg wurden verschiedene Behörden oder Einheiten des Militärs zur Verbreitung von Propaganda herangezogen, je nachdem, ob es sich um schwarze oder weiße Kampagnen handelte. Die geheimen Operationen des OSS wurden durch den »Notfall-Fond« des Präsidenten finanziert. Der Kongress bewilligte diese Gelder, erörterte aber nicht deren Verwendung. Allein der Präsident war dafür verantwortlich.153

Die USIA war von Eisenhower am 1. Juni 1953 ins Leben gerufen worden und war vor allem als Propagandainstrument gegen die Sowjetunion ausgerichtet. Ihr Budget lag 1954 bei rund 84 Millionen Dollar.376 Die USIA hatte ihren Sitz in Washington, operierte aber ausschließlich außerhalb der Vereinigten Staaten, wo sie unter dem Namen U.S. Information Service (USIS) firmierte.37

 

Quellen

  • Archives II National Archives and Records Administration (NARA) Record Group 472
    • Dokumentsammlungen textual records – Record Group 59 »Central Files of the Department of State« College Park, Maryland
  • Texas Tech University in Lubbock (TX)
    • PSYOP Policies
  • Radix Press in Houston, Texas, digital
  • John F. Kennedy Presidential Library, Boston
    • Personal Papers of John M. Newman
    • Personal Papers of Bernard Fall
    • National Security Files J.F.Kennedy
    • Public Papers
  • State Department
    • Foreign Relations of the United States (FRUS)
  • CIA Electronic Document Release Center
  • Presidential Libraries
    • Oral History Interviews
  • Stiftung Parteien und Massenorganisationen der DDR

 

Related Articles

  • »War of Ideas« von Robert W. Chandler, 1981

Nicht nur manipulierte Medien, auch Geschichte wird manipuliert!


Besonders auf Seite 3 des Briefes von Adenauer an den damaligen US Präsidenten John F. Kennedy vom 21.10.1961 belegt sehr deutlich, wie er den US Präsidenten belügt.

Was der Herr Dr. Adenauer hier so schreibt, das schreit zum Himmel. Über 90 % der Deutschen war gegen eine Wiederbewaffnung, gegen den NATO Beitritt und auch gegen die Teilung. Eine von der Regierung verbotene Unterschriften Sammlung hat bei etwas über 6 Millionen gesammelten Meinungen ( es gibt auch Quellen, die nennen sogar 9.119.667 die im Westteil gegen die Remilitarisierung Stimmen. Im Ostteil sollen Mitte 1951 sogar fast zwölf Millionen Abstimmungsberechtigte eine Remilitarisierung Deutschlands abgelehnt haben ) 5,9 Millionen Nein Stimmen für den Adenauer Kurs gebracht. In ganz Deutschland gab es von Kirchen, Gewerkschaften, Kriegsveteranen und Frauenbewegung unterstützte Demonstrationen.

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Adenauer war ein Diktator mit Blut an den Händen. Er Mißachtete Gesetze nahm Tote und Verletzte in Kauf und veranlaßte die Verfolgung von mehreren Hunderttausend Menschen in Deutschland, die wegen ihrer oppositionellen Haltung mit allen erdenklichen Vorwürfen konfrontiert und zum Teil zu langjährige Haftstrafen verurteilt wurden. Einer seiner prominenten Opfer war das CDU Miglied Prof. Walter Hagemann. Der hochangesehene Publizist entging einer langjährigen Haftstrafe durch seine Flucht in den Ostsektor.

Einen tragischen Höhepunkt gab es im Mai 1952 bei einer Demonstration in Essen, der Friedensaktivist Phillip Müller 21 Jahre, wurde von der Polizei mit 2 Schüssen in den Rücken getötet. Da man diesen Teil der deutschen Geschichte gerne verschweigt, geriet auch das erste Todesopfer der Bundesrepublik, genau wie viele andere Geschehnisse aus dieser Zeit, in Vergessenheit. Die von den Alliierten kontrollierte Presse berichtet nicht, Historiker erwähnen es nicht, das TV gab es kaum und so war dieser Schandfleck unserer Geschichte quasi verschwunden.
Aber Adenauer, der „Musterdemokrat“ prägte auch mit ganz anderen, mehrheitlich wenig bekannten, Maßnahmen den Stil der bundesrepublikanischen Demokratie. Obwohl auch für den Kanzler Informationspflichten dem Parlament gegenüber bestand, wurde nicht einmal das Parlament von seinen Vorbereitungen zu den Pariser Verträgen informiert. Gustav Heinemann ist deshalb sogar von seinem Amt als Innenminister zurück getreten…

Quellen:

  1. Die Welt vom 13.10.2008 „Wiederbewaffnung 1950: Konrad Adenauer entscheidet einsam“
  2. SPIEGEL SPECIAL 1/2006 vom 21.02.2006 „Lieber tot als Soldat“
    1. Die Komplette Ausgabe „Spiegel Special: Die Fünfziger Jahre“
  3. Der lange Atem. Widerstand gegen die Remilitarisierung in den 1950ern

 

 

Gegen das Vergessen! Mein Projekt die Wahrheit zur deutschen Geschichte zu erzählen.

Hier geht es um eine Email an die EU-Abgeordnete Jutta Steinruck und ihrer erkennbaren Geschichtsschwäche, die ein völlig falschen historischen Eindruck zur Teilung Deutschlands vermitteln.
image
Datum: 10. November 2014 14:18:34 MEZ
An: „jutta.steinruck@europarl.europa.eu“ <jutta.steinruck@europarl.europa.eu>
Betreff: Artikel auf Ihrer Homepage: „Wertung der Pariser Verträge“ http://jutta-steinruck.de/2014/10/24/deutsche-geschichte-die-pariser-vertraege-von-1954-und-ihre-bedeutung-fuer-heute/

Sehr geehrte Frau Steinruck,
ich kommentiere Ihre – doch recht kurz geratene – Wertung der „Pariser Verträge“ vor allem, weil ich mich bisher offensichtlich allzu oft leichtfertig auf die Äußerungen der vermeintlich Wissenden unserer Gesellschaft, verlassen habe. Nun habe ich mir, wahrscheinlich aus dem gleichen Anlaß wie Sie, die Zeit genommen, mich mit unserer recht jungen Demokratie etwas intensiver zu beschäftigen.
Sehr schnell wurde mir klar, wie wenig ich darüber informiert war und leider auch, wie viel mir und wohl meiner Generation als Ganzes, ein Haufen von Lügengeschichten vermittelt wurden. Der Beitrag von Ihnen reiht sich, gewollt oder nicht, in die Reihe der Desinformation nahtlos ein.
Meine Studien von historischen Dokumenten, wie die „Adenauer Briefe“, diverser diplomatischer Korrespondenz zwischen Adenauer und Vertretern der „Vier Mächte“, interessanterweise auch schon vor Kriegsende, als auch seine intensiven Beziehungen mit Axel Springer und damals anderen namhaften Journalisten, ergeben ein sehr klares, aber vom Üblichen abweichendes Bild der Person, des Kanzlers, der Motive und damit auch des Handelns von K. Adenauer.
Ich muss gestehen, dass ich immer noch unter dem Eindruck dieser neu gewonnen Erkenntnisse stehe. Die Kluft zwischen meinem bisherigen Bild und dem jetzt neu gezeichneten ist riesengroß. Teile dieser „Neuen Wahrheiten“ haben mich so sehr erschrocken, dass ich mich als deutscher Staatsangehöriger, über unsere demokratische Gesinnung, die leider nur einer oberflächlichen Prüfung standhält, schäme. Wir wurden/werden in einem Ausmaß, das ich mir nicht vorstellen konnte, belogen.
Keine Angst, ich werde nicht alle „Bildkorrekturen“ aufzeigen.
Die wiederholten Beteuerungen, die Bundesrepublik sei nun endgültig ein souveräner Staat, zuletzt 1990. Leider wird die Lüge einfach immer weiter erzählt. Das Gegenteil wurde mehrfach, sowohl von deutschen Gerichten, als auch dem Obersten Gerichtshof der USA verkündet.
Die Tatsache, dass uns als Bürger immer und immer wieder erklärt wird, keine durch uns Bürger gewählte Verfassung zu benötigen, diese aber völkerrechtlich eine Grundlage für die Souveränität eines Staates ist. Gerne wird auch auf das doch so bewährte Grundgesetz verwiesen, das sich doch so sehr bewährt hat. Leider wird dabei vergessen zu erwähnen, dass wir weltweit eine Spitzenposition einnehmen, wenn es um die, seit 1949 durchgeführten Änderungen geht – ca. 60 Änderungen dürften es bis heute sein, zum Vergleich: Japan hat seit Gültigkeit der Verfassung keine einzige Änderung vornehmen müssen. Der wahre Grund für die bis heute fehlenden Friedensverträge, wird dem Souverän, sprich uns allen einfach vorenthalten. Das durch das Fehlen der Friedensverträge keine „Vollwertige“ UNO Mitgliedschaft möglich ist, spielt in der gelebten Praxis bisher keine Rolle.
Die Wahrheit, dass erst für den Fall des Abschlusses von Friedensverträgen, völkerrechtlich die „Endabrechnung“ für die Reparationsleistungen an die Siegermächte stattfindet, wird uns leider vorenthalten.
Beispiele dieser Art sind mir bei den Recherchen haufenweise untergekommen.

Doch nun zu den „Pariser Verträgen“, die damals vor allem zwei historische Wegmarken fest verankert haben, zum einen, die damit unweigerlich verbundene Teilung Deutschlands und zum anderen die Zugehörigkeit zur NATO und der damit verbundenen „Militarisierung“. Eine Feier aus Anlass des Gedenkens an den Mauerfall vor 25 Jahren, hätte es im Zweifel heute gar nicht gegeben, wenn es damals nach der Mehrheit der Deutschen Ost wie West gegangen wäre. Beide Entscheidungen haben für uns zum Glück noch keine öffentlich beachteten Nachteile verschafft.
Betrachtet man allerdings den geschichtlichen Kontext etwas genauer, so ergeben sich zumindest Fragen hinsichtlich der Art und Weise wie diese Entscheidungen zustande gekommen sind.
Nur ca. 6% der westdeutschen Bevölkerung war mit Adenauers Weg einverstanden, 75%-80% waren dagegen.
Die von mir gesichteten diversen Korrespondenzen zwischen Adenauer, General Gehlen – erster BND-Chef, eine zwielichtige Person, dessen inoffizielles Wirken noch bis zum Parteispenden-SKANDAL um Helmuth Kohl reicht.
Funde in den US-Archive haben sehr deutlich gemacht, dass die vermeintliche Bedrohung des Westens durch den Kommunismus, sprich die Sowjetunion, einzig und allein aus den Informationen bzw. Schilderungen deutscher Quellen stammten. Adenauer und Gehlen verstanden es geschickt Ihre ganz persönlichen Interessen damit zu forcieren. General Gehlen unterhielt schon während des Krieges beste Kontakte sowohl zur Russischen aber vor allem zur Amerikanischen Seite. Er war es auch, der der US Spezieleinheit, die sich mit der Suche und der Auswahl eines deutschen politischen „Leaders“ befasste, den Hinweis auf Adenauer lieferte. Mit Allen Dulles dem späteren CIA-Chef und dessen Bruder John Foster Dulles US-Außenminister 1953-1959, verfügte Gehlen über Kontakte wie kaum ein zweiter Deutsche zu dieser Zeit.

Die durch die Pariser Verträge unvermeidliche Teilung Deutschlands hat uns schließlich auch das Jubiläum zum 25. Jahrestag des Mauerfalls eingebracht.
Der 09.11.2014, was soll ich sagen, ein Datum, ein Ereignis, dass niemand gebraucht hätte. Wäre es nicht zur Teilung Deutschlands gekommen, wäre uns der Mauerbau erspart geblieben. Aber gerade an Tagen des Gedenkens, werden wir doch immer wieder mit der Geschichte konfrontiert und stellen manchmal fest, das sich die Wahrheit durchaus als variabel erweist. Ja, so ist Geschichte, sie lässt uns auch hinter das Ereignis blicken. Manchmal fördert der intensive Blick zurück erstaunliches hervor…Was wäre aus Deutschland wohl geworden, wenn man das, damals tatsächlich gemachte, Angebot der Sowjetunion angenommen hätte.
Ja, den an dieser Stelle immer wieder gern gemachten Einwand von der russischen Hinterlist und Tücke kenne ich auch, aber wie realistisch war die Annahme, die Russen würden ganz schnell einmarschieren?
Zumindest zeigt das Beispiel Österreichs, dass sich damals für den Weg der Neutralität entschieden hat ( war eine Bedingung der Sowjets für freie Wahlen), dass es nicht zwingend zum Einmarsch der Russen gekommen ist.
Aber woher kamen diese Befürchtungen überhaupt? So selbstverständlich wie es uns heute erscheint, kann es ja nicht gewesen sein, schließlich kämpften die Alliierten ja Seite an Seite gegen Deutschland.

Die Antworten sind so einfach, wie auch überraschend zugleich. Die USA haben nichts mehr gefürchtet, als eine Koalition zwischen der Sowjetunion und Deutschland, damit wäre eine eigene Vormachtstellung in Europa, sowie der Weg zum Öl im Nahen Osten und der Zugang zu Asien, auf Dauer unmöglich geworden. Natürlich darf man nicht vergessen, dass Deutschland neben Großbritannien der wichtigste Wirtschaftspartner vor dem 2. Weltkrieg war. Diese wirtschaftliche Verbindung war tatsächlich so intensiv, dass für die USA lange Zeit an einen Kriegseintritt gar nicht zu denken war…..doch das ist ein ganz eigenes Thema und erspare ich mir an dieser Stelle.
Fakt ist Deutschland hatte vor dem Krieg beste Beziehungen sowohl zur Sowjetunion als auch zu den USA. Fakt ist auch, dass es rege Bemühungen diverser Nazigrößen gab die eigene Haut zu retten. Gespräche zwischen Deutschen und US Militärs haben schon 1943 stattgefunden, in den US Archiven finden sich z.B. Protokolle von Gesprächen zwischen General Gehlen (gründete im Auftrag der CIA den BND) und Allen Dulles (späterer CIA Chef und Bruder des Außenministers John Foster Dulles).
Gehlen hatte schon seit 1940/1941 mit seinen Geheimdienstberichten für den, bis heute absurden und militärisch, unerklärlichen Angriff der Sowjetunion geführt. Die von der Gehlen-Organisation „Fremde Heere Ost“, kurz FHO, an den Oberkommandeur der Wehrmacht, Keitel übermittelten Informationen über Truppenstärke und Einsatzbereitschaft der Sowjetarmee sorgten schließlich dafür, dass man bei den deutschen Generälen tatsächlich von einem „Präventivkrieg“ gegen Russland ausging.
Diese, auf Gehlens Desinformation zurückzuführende Entscheidung hat diesen Krieg erst zu einem Weltkrieg gemacht!
Die Spiegelausgabe NR.31 vom 01.08.1962 berichtete wie folgt:
„…OKW-Chef Keitel befahl daraufhin der Abteilung „Fremde Heere Ost“, die zahlemäßige Entwicklung der sowjetischen Streitkräfte zu untersuchen. Die geheimdienstliche Generalstabsabteilung, von Oberst Gehlen, der heute den Bundesnachrichtendienst kommandiert, meldete damals: Seit dem 1. Januar 1939 habe die Sowjet-Union die Zahl ihrer Divisionen von 100 auf 150 erhöht, deren Mannschaftsstärke verdoppelt – kurz: die Sowjetarmee war auf Kriegsstärke gebracht worden….“
Gehlen war es auch, der das Bild des „Blutrünstigen, Frauen vergewaltigenden“ russischen Soldaten erzeugte. Sämtliche damals in Deutschland verbreiteten Nachrichten von der Ostfront stammten aus der Abteilung „Fremde Heere Ost“, sprich von Gehlen.
Kurz gesagt war Gehlen der Hauptverantwortliche für das, noch weit nach dem Ende des 2.Weltkriegs verbreitete Bild der „Russen“.
Unbestreitbar, hat Adenauer diese Angst der Deutschen vor den „Russen“ intensiv für seine Position genutzt und verstärkt. Auch hier kann man große Zweifel daran haben ob es ohne diese „Russlandphobie“, zu einer Wahl Adenauers, zu einer Teilung Deutschlands, überhaupt gekommen wäre.
Der Meister der Desinformation, Gehlen spielte denn auch nach dem Krieg sein gekonntes Spiel weiter, denn interessant ist, dass neben den bekannten US Interessen an wissenschaftlichen und technischen Know How, auch ein enormes Interesse an Geheimdienst Know How über die Sowjetunion bestand. Für die USA war die Sowjetunion tatsächlich ein „schwarzes Loch“. Wenn überhaupt, bezogen sich die US Auslandsinteressen vor dem Krieg fast ausschließlich auf wirtschaftliche Themen und da hatten die kommunistischen Länder wenig zu bieten. Dieses Wissen hatte Gehlen, er und sein Auslandsgeheimdienst galten als außerordentliche Experten für die Sowjetunion.
Die darauf basierende Zusammenarbeit der USA mit Reinhardt Gehlen, war für den ersten Bundeskanzler der jungen Republik, Konrad Adenauer, ein Glücksfall, denn Gehlen war es, der Adenauer den Amerikanern, schon vor Kriegsende, als möglichen politischen „Leader“ empfohlen hat.
Diese, ansonsten gern unerwähnten Konstellationen haben zu einer historisch tragischen Situation geführt. Adenauer, der ehemalige Oberbürgermeister von Köln, war ein durchaus erfahrener aber vor allem Machtbewusster Politiker, der seine Position sehr schnell erkannt hat. Die von ihm gerade erst neugegründete CDU war neben der etablierten Sozialdemokratie selbst in der damaligen „Westzone“ als politische Kraft eigentlich chancenlos. Sein größter Trumpf, war der persönliche Kontakt zu den US Besatzern, den er schon vor Kriegsende durch Gehlen erhalten hat, denn für das Mißtrauen der USA den Sozialdemokraten gegenüber hatte schon der Ex-General Gehlen gesorgt. Dieser war unmittelbar nach Kriegsende dabei für die CIA einen Geheimdienst aufzubauen ( daraus wurde später der BND). Gehlens Zukunft hing, wie auch der politische Erfolg Adenauers, unmittelbar von der Beziehung der USA zur Sowjetunion, ab und für beide war die Konfrontation mit der Sowjetunion von Vorteil. Es kam also zu der, für die Teilung Deutschlands schicksalhaften Konstellation, dass

 

  • Konrad Adenauer alles daran setzte zu verhindern, dass es zu einer Gesamtdeutschen Wahl kommt, bei der Adenauer ganz sicher Chancenlos, gegenüber der etablierten Sozialdemokratie, war.
  • die einzigen Informationen über die Sowjetunion fast ausschließlich aus Deutschland, noch dazu aus dem Lager Konrad Adenauers, stammten.
  • Gehlen nach Kriegsende sowohl die deutsche Politik, als auch die US Amerikanische Außenpolitik durch seine Informationen maßgeblich beeinflusste.

 

 

Fazit:

Die Teilung Deutschlands nach Beendigung des 2. Weltkriegs war keinesfalls zwangsläufig oder alternativlos.
Eine „deutsche Wiedervereinigung“ hätte schon in den 1950ern stattfinden können.
Eine Westintegration wäre auch für ein ungeteiltes Deutschland möglich gewesen, dafür ist nicht nur Österreich ein gutes Beispiel.
Geschichte lässt sich leider im Nachhinein nicht korrigieren, jedoch gibt uns Geschichte die Möglichkeit „Wahrheiten“ zu korrigieren.
Ich glaube es wäre an der Zeit auch diesen, doch ganz anderen, Blickwinkel den Menschen dieser jungen Republik, zu vermitteln.

Mit freundlichen Grüßen

Jörg Selan

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