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Die Bundespressekonferenz – Syrien – Jung & Naiv und ein Kommentar von Alt & Bekloppt…


Veröffentlicht am 09.10.2015
Ein bisschen Realsatire zum Wochenende: Die Bundesregierung​ will nicht sagen, wer für sie eigentlich „die Guten“ in Syrien sind. Die Bundesregierung will auch nicht verraten, welcher Seite man in Syrien die Daumen drückt… 50 Shades of Grey of Weltpolitik!
Teil 1
Geschwafel ohne Inhalt, dass muss nicht sein! Die Frage(n) war(en) einfach und verständlich gestellt und sollte nach menschlichem Ermessen, so oder so ähnlich auch innerhalb der relevanten Ministerien gestellt worden sein! Dass die vermeintliche Antwort darauf eine gewisse Komplexität aufweist dürfte hoffentlich zum politischen Alltag gehören und sollte wohl kaum als Erklärung für dieses Herumgeeiere genügen. Soweit mir bekannt ist, sind auch komplexere Antworten auf einer Bundespressekonferenz erlaubt, diese könnten, sofern man denn überhaupt Antworten geben möchte, ja durchaus von einer längeren schriftlichen Erklärung geleistet werden.
Aber, um mit diesem Wortspiel beginnend, eine Erklärung für das Geschwafel zu geben, „Leistung“ setzt das „Können“ und den „Willen“ dazu voraus, ohne diese Beiden Faktoren gibt es im besten Fall eine „Minderleistung“. Und um genau diese „Minderleistung“, in der Schule sagte man kurz und knapp: „Setzen 6!“ geht es hier.
Entweder fehlt der Wille zur Transparenz, oder es fehlt die Fähigkeit, auch könnten beide Aspekte bei dieser „Muppet-Show“ eine Rolle spielen.
Getreu dem Motto „und es geht doch!“
Hier nun mein Ansatz dafür, wie man die Situation in Syrien erklären könnte.
Hinweis:
Ich bin weder ein gut bezahlter Staatssekretär, noch erhalte ich ein üppiges, mit Steuern finanziertes, Einkommen vom Staat! Nein, ich zahle Steuern für diese Leute, die Ihren Job nicht machen oder diesen Job scheinbar schlicht nicht beherrschen!
Die Situation in Syrien:
Ganz offensichtlich haben die Russen Schlüsselziele bombardiert und der Rest der Welt schaut zu und sagt: »Putin hat die Sache übernommen und bereitet dem Wahnsinn ein Ende.«
Putin hat vor aller Welt beim Treffen der UN wörtlich gesagt: »Wir können die Zustände in der Welt nicht länger tolerieren.«. Er hat also den Vereinigten Staaten, Europa und den anderen Marionetten-Staaten wie Kanada, Australien und Japan zu verstehen gegeben, dass Russland das Spiel nicht mehr mitspielt. Und zwei Tage später haben sie die Situation in Syrien in die Hand genommen. Er hat beschlossen den Islamischen Staat zu stoppen, für den im Wesentlichen die USA verantwortlich sind.
ISIS – Von den USA in Libyen aufgestellt
Das ist die Gruppierung, die aus den Streitkräften hervorging, die von den USA in Libyen aufgestellt wurde um Gaddafi zu stürzen. Und als Russland die von Obama vorgesehene Invasion Syriens aufgehalten hat, hat Obama diese Leute nach Syrien geschickt und so getan, als handle es sich um eine Freie Syrische Armee von unterdrückten Syrern, die um die Befreiung ihres Landes von einem Diktator kämpfen, der chemische Waffen gegen sein eigenes Volk eingesetzt hat.
Aber die Vereinigten Staaten haben die Kontrolle über sie verloren, obwohl Washington sie immer noch heimlich mit Material versorgt. Im Grunde genommen haben die Russen also gesagt, dass sie das komplette und totale Chaos im Mittleren Osten nicht tolerieren können und es stoppen werden, bevor es Syrien verschlingt.
Was wir hier also sehen ist echte Führung durch den russischen Präsidenten; etwas, was die Vereinigten Staaten seit langer Zeit nicht mehr zu bieten haben. Wir erleben hier einen russischen Präsident, der die lang vermisste amerikanische Führung bereitstellt.
Washingtons Lügen haben sich abgenutzt
Und es ist sehr interessant, wenn man sich an die berühmte Aussage von George Orwell erinnert:

»In Zeiten umfassender Täuschung,
wird das Aussprechen der Wahrheit
zu einem revolutionären Akt.«

Das ist genau was Putin vor der UN gemacht hat – er stand auf und sagte die Wahrheit. Er fragte Obama direkt ins Gesicht: »Ist Euch klar, was Ihr angerichtet habt?« Und was haben die Vereinigten Staaten gegen diese Wahrheit aufzubringen? Nichts.
Die Lügen aus Washington, die Lügen der Neocons, sie haben sich abgenutzt. Ich glaube also, das was wir beim 70ten Jubiläum gesehen haben war der Triumph Russlands und Russland hat nun eine neue Führungsrolle angetreten und es gibt wirklich nichts, was die Vereinigten Staaten dagegen tun können, außer sich noch unverantwortlicher zu benehmen.
Entschlossenes Handeln Russlands
Das werden wir sehen. Die russische Regierung hat das Ganze sehr schnell unterstützt. Das alles ist erstaunlich schnell geschehen. Ich denke, dies ist einer der Aspekte, die Washington gelähmt haben. Putin kommt zur UN und sagt allen, dass Russland die Zustände in der Welt nicht länger tolerieren kann. Und zwei Tage später ist er dort draußen und bombardiert die ISIS. Es ist verblüffend.
Und das russische Äquivalent des UN-Sicherheitsrates hat seine Entscheidung sehr schnell ratifiziert, wie auch das russische Parlament, die Duma. Das sind also keine Leute, die herumsitzen, an ihren Daumen lutschen und miteinander streiten. Die stellen fest was zu tun ist und handeln entschlossen.
Und Putin ist dabei die ganze Zeit sehr höflich, selbst bei der Umsetzung entschiedener militärischer Aktionen. Ich meine, er hat Obama gefragt: »Ist Euch klar, was Ihr angerichtet habt?«. Putin beschimpft niemanden, wie er selbst beschimpft wird und er droht nicht mit Sanktionen oder verhängt Gegen-Sanktionen. Er ist nicht provokativ, aber entschlossen und er lässt sich das alles nicht mehr gefallen.
Und es ist nicht nur Putin, es ist das gesamte Land. Die Zustimmung für ihn liegt bei 86 Prozent! Das gibt es in keinem westlichen Land. Und außerdem sind von den 14 Prozent, die ihm nicht zustimmen, 11 Prozent der Ansicht, er gehe mit dem Westen zu schonend um. Tatsächlich hat Putin also 97 Prozent des Volkes hinter sich. Kein anderes Land unterstützt seinen politischen Führer in einem solchem Ausmaß.
Teil 2 folgt…
Teil 2
Russland legt Wert auf Legalität
Eine weitere interessante Tatsache, Eric, ist dass Putin die absolute Legalität der russischen Herangehensweise betont hat, denn Putin wurde vom Präsidenten Syriens um Einmischung ersucht. Die Regierung des Landes hat die Russen gebeten das zu tun. Und Putin und auch sein Außenminister Lawrow haben beide darauf hingewiesen, dass die amerikanischen und französischen Bombardements illegal sind, weil Syrien sie nicht darum gebeten hat. Die USA und Frankreich üben also eigenmächtig militärische Gewalt in einem souveränen Land aus, ohne dass es grünes Licht von Seiten der Regierung des Landes gibt.
Wir sehen also auch hier, dass es Putin ist, der Wert auf Legalität und internationales Recht legt und es die Amerikaner sind, die selbiges verletzen. Im Vergleich schneidet Washington also nicht besonders gut ab. Es sorgt dafür, dass Washington genau so aussieht, wie es wirklich ist – dass die USA außergewöhnlich sind und keine Regeln befolgen müssen, sich nicht an Gesetze halten brauchen und einfach daher gehen und Chaos stiften können.
Europa trägt die Folgen US-amerikanischer Kriege
Das wird vermutlich Folgen haben, insbesondere, wenn man den massiven Zustrom von Flüchtlingen nach Europa aufgrund der amerikanischen Kriege im Mittleren Osten in die Gleichung mit einbezieht. Europa sieht sich mit einem horrenden Problem konfrontiert und es muss ihnen dämmern, dass sie an alledem selbst Schuld sind, weil sie die Kriege der Amerikaner im Mittleren Osten gutgeheißen und unterstützt haben, besonders die Entsendung der Gruppe Islamischer Staat nach Syrien.
Das ist eine Schwächung des amerikanischen Imperiums. Die Europäer, wir, werden denken: »Wollen wir wirklich amerikanische Vasallenstaaten sein? Schaut Euch die Folgen an. Jetzt werden wir von Millionen von Flüchtlingen überrannt, wo wir doch selbst wirtschaftliche Probleme, hohe Arbeitslosigkeit und Probleme mit den Staatsschulden haben.«
Ich glaube, das alles rächt sich jetzt. Die Vereinigten Staaten haben so viel Instabilität in der Welt verursacht, so viel Chaos, Zerstörung, Leid und Not und jetzt bekommen, wir, Europa die Konsequenzen zu spüren. Die Europäer werden sich also fragen müssen: Warum machen Sie Washingtons Kriege möglich, wenn die Rechnung für Europa so hoch ist?
Und zu allem Überfluss….
Habe ich mich an einem Video versucht:
Veröffentlicht am 09.10.2015


Es war einmal Amerika – USA „The Land of The Free“ Eine Weltmacht demontiert sich selbst! Warum die Welt den USA nicht mehr über den Weg traut.
Ein Video, das ich meiner Enttäuschung über meinen zerstörten Kindheitstraum, schuldig war!

Die USA, ein Schatz im östlichen Mittelmeer, die Finanzhilfen der EU und der Syrien-Konflikt


„Das europäische Drama entstand zur Zeit der griechischen Antike im 5. Jahrhundert v. Chr. in Athen“

Wenn man den Titel liest könnte man meinen es handelt sich im folgenden um den Thriller eines Bestseller Autors, dem ist ganz und gar nicht so, heute sind reale Vorgänge der Welt- und Finanzpolitik mindestens genauso spannend! Alles was ein erfolgreicher Autor dazu braucht lässt sich mit etwas Recherche in öffentlich zugänglichen Quellen finden!

Hier kann man das Buch „Showdown“ von Dirk Müller online bestellen!

Das gesamte östliche Mittelmeer, umgeben von den aktuellen Krisenherden Griechenland, Türkei, Zypern, Syrien, Libanon, Israel, Ägypten und Libyen „schwimmt“ auf riesigen Öl- und vor allem Erdgasvorkommen. Diese Erdgasvorkommen würden nach aktuellen Schätzungen ausreichen, um Europa für Jahrzehnte mit Erdgas zu versorgen. Der Wert und die geostrategischen Bedeutungen dieses „neuen persischen Golfes“, sind ein wesentlicher Treiber der Entwicklungen in Griechenland und Zypern.

Diese reichen Vorkommen werden von unseren Regierungen vollkommen ignoriert und das Buch „Showdown“ erfährt die größten Angriffe einiger Journalisten auf genau dieses Thema, weil sie die Existenz dieser Gasvorkommen und ihrer Größenordnung vollkommen in Abrede stellen.

Die ehemalige griechische Außenministerin Bakojannis hat Dirk Müller im persönlichen Gespräch unter Anwesenheit weiterer bekannter Personen aus Wirtschaft und Finanzwissenschaft bestätigt, dass nach ihrem Wissen Griechenland auf Gasvorkommen sitzt, die jenen Libyens entsprächen. Aber bitte urteilen Sie nach diesen Quellen selbst:

Der griechische Minister für Umwelt und Energie, Giorgos Papaconstantinou, Ende März 2012 auf einer Konferenz:

„Griechenland, Zypern und Israel werden die europäische Energielandkarte komplett umgestalten.“

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Dirk Müller recherchiert in Griechenland

Warum sollen diese Informationen nicht öffentlich werden?

Kostas Karamanlis (Nea Dimokratia), Ex-Premierminister In seiner Amtszeit sind die griechischen Staatsfinanzen angeblich vollkommen abgedriftet. Karamanlis sitzt seit 2009 auf Hinterbänken im Parlament. Seit seinem Amtsverlust hat er weder im Parlament noch gegenüber Medien jemals irgendeine Äußerung gemacht.

Kostas Karamanlis (Nea Dimokratia), Ex-Premierminister
In seiner Amtszeit sind die griechischen Staatsfinanzen angeblich vollkommen abgedriftet. Karamanlis sitzt seit 2009 auf Hinterbänken im Parlament. Seit seinem Amtsverlust hat er weder im Parlament noch gegenüber Medien jemals irgendeine Äußerung gemacht.

In 2008/2009 gab es gezielte Versuche eines westlichen Geheimdienstes Griechenland zu destabilisieren und den Sturz des amtierenden Präsidenten Karamanlis zu betreiben. Die Hintergründe und Zusammenhänge sind im Buch ausführlich geschildert und beziehen sich unter anderem auf einen Bericht des russischen Geheimdienstes FSB über diese Aktivitäten. Die dort dargestellten Abläufe klingen so unglaublich, dass Dirk Müller lange gezögert hat darüber zu berichten, da ihm  der russische Geheimdienstbericht als Quelle nicht genügte. Er behauptet bis heute NICHT, dass es so gewesen ist, aber nachdem er darauf gestoßen ist, dass die griechische Staatsanwaltschaft 2012 nach umfangreichen Voruntersuchungen genügend Anhaltspunkte gesehen hatte, um in diesem Zusammenhang Anklage wegen Hochverrat, versuchtem Staatsstreich und Mordversuch an Karamanlis zu erheben, war ihm das Beweis genug um ZUMINDEST im Buch über diese Dinge zu berichten.

Hier der Artikel der angesehenen englische Zeitung „The Guardian“, der auf dem gleichlautenden Bericht der bekannten Nachrichtenagentur AP (Associated Press) beruht:

Diese Quelle hat Herr Müller bereits im Buch benannt und auf die Anklageerhebung der griechischen Staatsanwaltschaft verwiesen. Auch an dieser Stelle war er von der Berichterstattung der ansonsten eigentlich renommierten FAS sehr enttäuscht, da diese bei ihrer Kritik dieses wichtigste Argument völlig unberücksichtigt lässt und stattdessen den Eindruck erweckt, seine Quellen würden sich im Wesentlichen auf Taxifahrer beschränken.

Selbst Bild berichtete über einen Bombenanschlag auf Karamanlis noch kurz vor der Wahl.

Bereits seit Ende des zweiten Weltkrieges gab – und vermutlich gibt es noch immer – geheime Nato-Kommandos in Europa, die gelegentlich für politische Zwecke im Inland „zweckentfremdet“ wurden, wie der italienische „Gladio“-Skandal zeigte.

Der griechische Premier Papandreou, der nach den Wahlen im Anschluss an die (wodurch auch immer hervorgerufene) Destabilisierung Griechenlands ins Amt kam, hat den Bruch mit der europäischen Union bewusst herbeigeführt. Sein Finanzminister hat nach gerade einmal 14 Tagen im Amt Selbstanzeige in Brüssel erstattet und die bisherigen griechischen Daten als Fälschung benannt. Die wahren Daten (die er in der Kürze der Zeit offenkundig gewonnen hatte) lägen um ein vielfaches schlechter.

Unmittelbar vor der Bekanntgabe dieser schlechten Zahlen stößt der größte amerikanische Anleihenverwalter der Welt (Pimco) seine Griechenlandanleihen ab, wie der Spiegel berichtet.

Auszug aus nachfolgendem Artikel:

„Pimco ist mit Abstand der weltgrößte Investor in Staatsanleihen. Das Unternehmen leiht den Staaten Geld, indem es deren Schuldverschreibungen kauft. Wenn Pimco nicht mehr kauft, ist das ein deutliches Zeichen, dass einem Land erst die Krise, dann die Pleite droht.

Pimco herrscht – im Auftrag seiner Kunden – über 1300 Milliarden Dollar. Es ist eine absurde Zahl, selbst in dieser Zeit der Superlative, in der Rettungsschirme gespannt und Banken mit endlosen Staatsmilliarden gestützt werden: ein Finanzunternehmen, vielen nicht einmal bekannt, mit einer Anlagemacht viermal so groß wie der deutsche Bundeshaushalt.

Deswegen halten fast alle Regierungen einen engen Draht zu Pimco. Sie schicken ihre Finanzminister und Zentralbankvorsitzenden und manchmal auch ihre Regierungschefs zu Mohamed El-Erian, dem Chef von Pimco, um ihn zu überzeugen, dass er ihre Staatsanleihen kauft.

Pimco stößt in den Wochen Ende 2009 alle Griechenland-Anleihen ab. „Wir wollten raus, bevor alle anderen merken, dass die Zahlen nicht stimmen“, sagt Mohamed El-Erian. Nie verlässt sich Pimco auf ein Urteil von außen, dafür beschäftigt die Firma Horden von eigenen Analysten, viele waren einst beim Internationalen Währungsfonds, auch El-Erian hat dort seine Karriere begonnen.“

Hier der ganze Artikel:

Wer jetzt noch mehr verträgt ein recht langer aber erhellender Vortrag von Andreas Popp

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