Das Ende des Osmanischen Reichs – Die Folgen für den Nahen Osten


Karte der im Sykes-Picot-Abkommen vereinbarten Einflusssphären


Karte der im Sykes-Picot-Abkommen vereinbarten Einflusssphären

  • Französisch besetzt.
  • Britisch besetzt.
  • Russisch besetzt.
  • Zone „A“, französisches Protektorat.
  • Zone „B“, britisches Protektorat.
  • Internationale Zone.

Das Sykes-Picot-Abkommen vom 16. Mai 1916 war eine geheime Übereinkunft zwischen den Regierungen Großbritanniens und Frankreichs, durch die deren koloniale Interessengebiete im Nahen Osten nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches im Ersten Weltkrieg festgelegt wurden.
Das Abkommen wurde im November 1915 von dem französischen Diplomaten François Georges-Picot und dem Engländer Mark Sykes ausgehandelt. Am 3. Januar 1916 wurde ein Entwurf vereinbart,[1] daher wird auch dieses Datum alternativ zum 16. Mai 1916, an dem das Abkommen offiziell geschlossen wurde, genannt. Picot war der deutlich erfahrenere Verhandlungspartner und verstand es, für Frankreich weit mehr als erwartet zu erreichen.


Großbritannien wurde die Herrschaft über ein Gebiet zuerkannt, das insgesamt etwa dem heutigen Jordanien, dem Irak und dem Gebiet um Haifa entspricht. Frankreich übernahm die Herrschaft über die Südost-Türkei, den Nordirak, Syrien und den Libanon. Jedes Land konnte die Staatsgrenzen innerhalb seiner Einflusszone frei bestimmen.

Das später Palästina genannte Gebiet wurde unter internationale Verwaltung gestellt. Dieses Gebiet, das in der Folge Anlass zu heftigen Kontroversen sein sollte, hatte folgende Grenzen:

  • Im Süden: eine West-Ost-Linie, beginnend auf etwa der halben Strecke von Dair al-Balah nach Gaza bis zum Toten Meer, nördlich von Be’er Scheva und südlich von Hebron.
  • Im Osten: vom Toten Meer den Fluss Jordan entlang zum See Genezareth und einige Meilen nördlich des Sees.
  • Im Norden: im Anschluss an die Ostgrenze eine Linie in west-nordwestlicher Richtung, die fast an den Süden von Safedreicht und etwa in der Mitte zwischen Haifa und Tyros auf das Meer stößt.
  • Im Westen: das Mittelmeer.

Das Sykes-Picot-Abkommen stand inhaltlich mit der Hussein-McMahon-Korrespondenz der Jahre 1915/16 im Widerspruch. Während in der Korrespondenz den Arabern die Unterstützung Großbritanniens im Falle einer Revolte gegen das Osmanische Reich zugesagt und die Anerkennung einer anschließenden arabischen Unabhängigkeit in Aussicht gestellt wurde, teilten Frankreich und Großbritannien weite Teile des arabischen Territoriums unter sich auf. Allerdings enthielt auch das Sykes-Picot-Abkommen bereits im ersten Paragraphen den Hinweis, dass sowohl Frankreich als auch Großbritannien bereit seien, einen unabhängigen arabischen Staat in den mit A und B markierten Regionen der Landkarte anzuerkennen und zu schützen. Beide Staaten behielten sich aber in ihren Einflusssphären Privilegien vor.[2]

Später wurde das Sykes-Picot-Abkommen erweitert, um Italien und Russland einzubinden. Russland sollte Armenien und Teile von Kurdistan erhalten, Italien einige ägäische Inseln (die Dodekanes) und eine Einflusssphäre um İzmir in Südwest-Anatolien. Die italienische Präsenz in Kleinasien sowie die Aufteilung der arabischen Länder wurde im Vertrag von Sèvres im Jahre 1920 formell besiegelt.


Die Oktoberrevolution von 1917 führte dazu, dass Russlands Ansprüche am Osmanischen Reich verworfen wurden. Die bolschewistische Regierung veröffentlichte daraufhin den Inhalt des geheimen Sykes-Picot-Abkommens am 23. November 1917 in den russischen Tageszeitungen Prawda und Iswestija. Drei Tage später erschien der Inhalt des Abkommens auch in der britischen Tageszeitung The Guardian.[3] Die Veröffentlichung löste große Verärgerung unter den Entente-Mächten und wachsendes Misstrauen bei den Arabern aus, was die Arabische Revolte zusätzlich anstachelte.

Mit der Konferenz von Sanremo vom 19. bis 26. April 1920 und dem Churchill-Weißbuch von 1922 wurden Versuche unternommen, diese Probleme zu lösen. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass Palästina ein Teil der ausgenommenen Gebiete war („Syrien westlich des Bezirks von Damaskus“).

Die Hauptpunkte des Sykes-Picot-Abkommens wurden in der Konferenz von Sanremo bestätigt, auf der die drei Völkerbundmandate beruhen, die am 24. Juli 1922 ratifiziert wurden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs legte der Vertrag von Versailles fest, dass die Unabhängigkeit der ehemals unter osmanischer Herrschaft stehenden arabischen Länder anerkannt würde, wenn diese das „Mandat“ eines Staates akzeptieren würden.[4] Großbritannien erhielt das britische Mandat Mesopotamien auf dem Gebiet des heutigen Irak sowie das Völkerbundsmandat für Palästina, welches den südlichen Teil der osmanischen Provinz Syrien (Syrien, Palästina und Jordanien) umfasste, während Frankreich das Völkerbundmandat für Syrien und Libanon auf dem restlichen Gebiet des osmanischen Syriens (das moderne Syrien, den Libanon und Hatay) zugesprochen wurde. Vor dem Ersten Weltkrieg verfolgten noch fünf bis sechs europäische Großmächte ihre Interessen im Nahen Osten, teilweise auch gegeneinander. Danach waren Russland, Deutschland und Österreich-Ungarn dazu nicht mehr in der Lage. Nunmehr war der gesamte Nahe Osten für mehrere Jahrzehnte uneingeschränkt britisch-französisches Einflussgebiet.[5]


Einzelnachweise


  1. Christopher M. Andrew, Alexander Sydney Kanya-Forstner: _The climax of French imperial expansion. 1914–1924._Stanford University Press, Stanford CA 1981, ISBN 0-8047-1101-1, S. 95.
  2. Siehe §1 des Sykes-Picot-Abkommens
  3. The Geographer: International Boundary Study. Jordan – Syria Boundary. Bureau of Intelligence and Research, Department of State, USA, 30. Dezember 1969, S. 9, abgerufen am 4. März 2011 (PDF; 296 kB, englisch).
  4. Albert Hourani: Die Geschichte der arabischen Völker. 1997, S. 389.
  5. Albert Hourani: Die Geschichte der arabischen Völker. 1997, S. 391.
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Syrien und kein Ende…Das Drehbuch wurde nicht verändert. Teil 2


Today could go off one particularly if one has risked a small look at the mainstream press. A bad man should be lynched once more in Saddam’s Gaddafi manner. And before generally more exact backgrounds are analyzed or one could have the idea than media organ to report neutrally and sophisticatedly, is spread, instead, in well-tried tradition – immediately after the awful event in Syria – warmongering and Regime-Change-Propraganda on all canals and is repeated unchecked and printed. Of course with the tenor known everywhere of the double standards of the west and his unsound values.

We are the good…

… and, nevertheless, we – the west – are really the only ones in the world who proceed in the sacrificial role and can give, besides, at the same time the hangman’s legitimization. Ideologically is spiced and is tasted the whole then with the usual enemy’s picture genesis ala „Muslim Hitler“ and the masses it swallows, it legitimises, or remains silent.

I am shaken and deeply grievedly about the pictures from Syria… without question. I could cry and am stunned that people can do to other people – in the case still children – something like that. But the answer should be – because the person knows no other means and ways – even more power, even more bombs and even more dead people? Is ashamed to you, her desk culprit that you want to move from the dead use to produce even more dead people in the final effect!

The spiral of violence runs… and gasified children adorn the title pages. Yes, there one shouts immediately after war… right, dear jumper’s press?! You print the pictures of the dead child bodies shamelessly as an emotional extortion and manslaughter argument in your magazine and NOT inflammatory-freely and without to clear up own interests, to think honestly to the victims or to hand over real humanitarian aid even the remained – no – but to make to merely wide mood against Assad, so that, finally, our military bases can be built and oil pipelines be moved. An increase of the topical military actions in Syria seems to be, in any case, probably the corollary and consequence and is probably sold to us again as a „humanitarian democracy preservation and western counter-terrorism“.

But no, the PICTURE does not arrange for instruments, but asks itself only – like already so often – why then the world nothing undertakes, Assad names postal-actually as a mass butcher and today boasts in her sheet seriously with it „for many years about the century crimes of the dictator Assad and his assistant Putin in the Syrian people to clear up“… the sentence already hurts while reading and is something like that from wrong!

Here in memory… as a small aetiology and what the media in the topical reporting have consciously left out: An almost exactly 3 year-old report among other things from the „Tagesspiegel“ which proves that German companies have played a crucial role with the construction of the Syrian poison gas programme. Only in him of 80th and 90th became various pumps, controlling valves, gas detectors, a chemical car wash and whole 2400 tonnes of a sulfuric acid which is used for the production of the poison gas Sarin to the Syrian regime verscherbelt. Why it is not reminded now in the news about that gefachsimpelt or to itself of it?

http://www.tagesspiegel.de/politik/deal-mit-syrien-deutschland-lieferte-material-fuer-assads-giftgas-fabriken/9636424.html

And the fact that the US Secret Services and the „DEFENSIVE ALLIANCE“ NATO particularly exactly do not take it with the truth in the fight for our values and freedom, one does not know only since him, till this day „without a trace to disappeared“ weapons of mass destruction during the Iraq war 2003…, nevertheless, also in the poison gas attack about Ghouta (Damascus) 2013 which one wanted to suspend at that time also immediately Assad, we were lied. At that time American researchers indicated which Assad the poison gas could not have used at all, because the rocket from an area came which was not controlled by the Syrian government.

Here the original document with the results at that time as a PDF: https://s3.amazonaws.com/s3.documentcloud.org/documents/1006045/possible-implications-of-bad-intelligence.pdf

Whether it is this once more in such a way, one cannot know yet…, nevertheless, I am sure which is not incorporated the prehistory and our portion of the guilt tonight in the fact situation if a new resolution is signed against Syria which will demand absolutely even more civil dead people, than 72 victims of the poison gas attack.

German Translation
Heute konnte einem besonders schlecht werden, wenn man einen kleinen Blick auf die Mainstream-Presse riskiert hat. Es soll mal wieder ein böser Mann in Saddam-Gaddafi-Manier gelyncht werden. Und bevor überhaupt genauere Hintergründe durchleuchtet werden oder man als Medienorgan auf die Idee kommen könnte, neutral und differenziert zu berichten, wird stattdessen in altbewährter Tradition – unmittelbar nach dem schrecklichen Ereignis in Syrien – Kriegshetze und Regime-Change-Propraganda auf allen Kanälen verbreitet und ungeprüft wiederholt und abgedruckt. Natürlich mit dem allseits bekannten Tenor der Doppelmoral des Westens und seinen angegriffenen Werten.

Wir sind ja die Guten…

… und wir – der Westen – sind doch tatsächlich die Einzigen auf der Welt, die sich in die Opferrolle begeben und dabei gleichzeitig die Henker-Legitimation erteilen können. Ideologisch gewürzt und abgeschmeckt wird das Ganze dann mit der üblichen Feindbildgenese ala „muslimischer Hitler“ und die breite Masse schluckt es, legitimiert es, bzw. schweigt sich aus.

Ich bin erschüttert und tief getroffen über die Bilder aus Syrien… ohne Frage. Ich könnte weinen und bin fassungslos, dass Menschen anderen Menschen – in dem Fall auch noch Kinder – sowas antun können. Aber die Antwort soll – weil der Mensch keine anderen Mittel und Wege kennt – noch mehr Gewalt, noch mehr Bomben und noch mehr Tote sein? Schämt euch, ihr Schreibtischtäter, dass ihr aus den Toten Nutzen ziehen wollt, um im Endeffekt noch mehr Tote zu produzieren!

Die Gewaltspirale läuft …und vergaste Kinder zieren die Titelseiten. Ja, da schreit man sofort nach Krieg… nicht wahr, liebe Springer-Presse?! Ihr druckt die Bilder der toten Kinderkörper schamlos als emotionale Erpressung und Totschlagargument in euer Magazin und NICHT, um hetzfrei und ohne eigene Interessen aufzuklären, den Opfern ehrlich zu gedenken oder gar den Verbliebenen echte humanitäre Hilfe zukommen zu lassen – nein – sondern um lediglich weiter Stimmung gegen Assad zu machen, damit endlich unsere Militärbasen gebaut und Ölpipelines verlegt werden können. Eine Verschärfung der aktuellen Militäreinsätze in Syrien scheint jedenfalls wohl die logische Folge und Konsequenz zu sein und wird uns wohl wieder als „humanitäre Demokratieerhaltung und abendländische Terrorbekämpfung“ verkauft.

Aber nein, die BILD instrumentalisiert ja nicht, sondern fragt sich nur – wie schon so oft – wieso denn die Welt nichts unternimmt, benennt postfaktisch Assad als Massenschlächter und rühmt sich heute in ihrem Blatt ernsthaft damit „seit Jahren über die Jahrhundertverbrechen des Diktators Assad und seines Helfers Putin am syrischen Volk aufzuklären“ …der Satz tut schon beim Lesen weh und ist sowas von falsch!

Hier zur Erinnerung… als kleine Ursachenforschung und was die Medien in der aktuellen Berichterstattung bewusst weggelassen haben: Ein fast genau 3 Jahre alter Bericht u.a. vom „Tagesspiegel“, der belegt, dass deutsche Firmen eine entscheidende Rolle beim Aufbau des syrischen Giftgas-Programms gespielt haben. Allein in den 80er und 90er wurden diverse Pumpen, Kontrollventile, Gas-Detektoren, eine Chemiewaschanlage und ganze 2400 Tonnen einer Schwefelsäure, die zur Produktion des Giftgases Sarin genutzt wird, an das syrische Regime verscherbelt. Wieso wird jetzt in den News nicht darüber gefachsimpelt oder sich daran erinnert?

http://www.tagesspiegel.de/politik/deal-mit-syrien-deutschland-lieferte-material-fuer-assads-giftgas-fabriken/9636424.html

Und dass die US-Geheimdienste und das „Verteidigungsbündnis“ NATO es mit der Wahrheit beim Kampf für unsere Werte und Freiheit nicht sonderlich genau nehmen, weiß man ja nicht erst seit den, bis heute „spurlos verschwundenen“ Massenvernichtungswaffen im Irak-Krieg 2003… doch auch beim Giftgasangriff von Ghouta (Damaskus) 2013, den man damals ebenfalls sofort Assad anhängen wollte, wurden wir belogen. Amerikanische Forscher zeigten damals auf, das Assad das Giftgas gar nicht eingesetzt haben konnte, da die Rakete aus einem Gebiet kam, welches nicht von der syrischen Regierung kontrolliert wurde.

Hier das Originaldokument mit den damaligen Ergebnissen als PDF: https://s3.amazonaws.com/s3.documentcloud.org/documents/1006045/possible-implications-of-bad-intelligence.pdf

Ob es dieses mal wieder so ist, kann man noch nicht wissen… doch ich bin mir sicher, das die Vorgeschichte und unser Anteil der Schuld heute Abend nicht in die Faktenlage mit einbezogen wird, wenn eine neue Resolution gegen Syrien unterschrieben wird, die sicherlich noch mehr zivile Tote fordern wird, als die 72 Opfer des Giftgasangriffs.

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Wow, 223.000 Besucher haben sich dieses Jahr die Beiträge angeschaut.

ich habe mittlerweile einige Anfragen von Werbeagenturen erhalten die verschiedenste Werbung platzieren wollten. Aber das bleibt auch in Zukunft ein absolutes NoGo! Hier wird es weiterhin nur „wirre Gedanken“ ohne irgendeinen Einfluss von wem auch immer geben. Vielen Dank an die diversen „Copy & Paste“ Autoren, die mit ihrem politisch inkorrektem Geschreibe zu diesem Erfolg beigetragen haben.

Euch allen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017

Syrien und kein Ende…Was uns die Opferbilder erzählen.


Uns erreichen Nachrichten von Menschen in Todesangst. Doch welche sind echt? Wie man Bilder einem ersten Check unterzieht.

Bildlegende: Welche Bilder stammen tatsächlich aus Aleppo?

Bildlegende: Welche Bilder stammen tatsächlich aus Aleppo?

In Syrien ist jetzt Winter! Viele Videos und Bilder von den Opfern sind schon älter, sie stellen nicht die aktuelle Situation dar!

Worum geht’s?


Via Social Media erreichen uns Nachrichten aus Aleppo von Menschen in Todesangst. Immer wieder folgt die Frage auf dem Fusse: Ist das Bild echt?
Das Online-Magazin Vocativgibt in einem Artikel einen kurzen Einblick in die Debatte im Netz und zeigt einen ganz simplen Trick, wie man Bilder einem ersten Check unterziehen kann. Erklärt wird’s in einem Video von «First Draft News» – einem Netzwerk, das sich auf die Verbreitung von News aus Social Media spezialisiert hat.

Es zeigt das Beispiel eines Fotos, das 2015 aufgetaucht ist und Al-Kaida-Kämpfer im syrischen Homs zeigen soll. Der Weblink des Bildes wird in die Google-Bildersuche eingegeben und die Suchergebnisse zeigen sofort, dass das Bild bereits 2013 verwendet wurde – in Mali.

Warum ist’s interessant?

Weil man sich angesichts der Bilderflut fragt, wie man die Spreu vom Weizen trennen kann. Das Video liefert eine Möglichkeit innert 20 Sekunden einen ersten Check zu machen und einen schlechten Fake (und deren gibt es vermutlich viele) aufzudecken. Wer schon bei dieser ersten Mini-Recherche Unregelmässigkeiten feststellt oder etwas entdeckt, das ihm suspekt scheint: Gebt die Information nicht weiter!

Wer noch einen Schritt weitergehen will, weist im Netz aktiv auf Fake-Bilder hin. Wie die User, die im Vocativ-Artikel vorkommen. Sie sind der Meinung, falsche Bilder schaden echten Opfern.

Aber die Bilder erzielen trotzdem ihre Wirkung!

Nichtsdestotrotz sind diese Bilder Beispiele für unsere kaputte Welt. Wir sollten nicht den Fehler machen, das Leid der Menschen in gut und böse aufzuteilen.
Die gleichen schrecklichen Bilder haben wir in Gaza, in Afghanistan, im Irak, eigentlich in allen Auseinandersetzungen im Nahen Osten gesehen. Die Konflikte in dieser Region begleiten uns jetzt seit Jahrzehnten. Es dürfte den Opfern ziemlich egal sein, wenn andere darüber streiten wer dafür verantwortlich ist.
Für die Opfer spielt es keine Rolle ob es eine gute Bombe der Amerikaner, oder eine böse russische Bombe, war.
Wer jetzt die Opfer für Propagandazwecke missbraucht, der macht sich schuldig, schuldig daran, dass das Bomben weiter geht!

Warum stellt sich das Merkel-Reich auf die Seite der Terroristen?
Zumindest solange die USA noch mit gebombt haben, von Januar bis Dezember 2015 wurden, laut CNN, über US 23.000 Bomben abgeworfen, waren es mordende Terroristen.
Es waren Terroristen, die für das Leid der syrischen Bürger und der Flüchtlinge verantwortlich sind.
Und die Bundesregierung stellt sich jetzt auf die Seite dieser Schlächter?
Als wir am Wochenende gemeinsam mit zwei syrischen Flüchtlingen die Nachrichten aus Aleppo gesehen haben, fingen die beiden an zu weinen. Sie weinten wegen der Zustände in ihrem Land, sie weinten aber auch, weil sich Deutschland auf die Seite der Terroristen gestellt hat. Ja, diese Menschen finden das Vorgehen Assads richtig. Ja, für sie sind die sogenannten Rebellen, die eine kleine Minderheit der syrischen Bevölkerung ausmachen, die Verantwortlichen für das Chaos in ihrem Land.
Aber für die Bundesregierung gilt, Hauptsache gegen Assad, Hauptsache gegen Putin….was für eine traurige Weihnachtsgeschichte!
Ich schäme mich für diese Bundesregierung, Pfui!

Die Kritik am Assad-Regime

Der Nahe Osten ist nicht Westeuropa, aber wenn ein Vergleich die dortigen Verhältnisse recht gut beschreibt, dann versetzen Sie sich mal in die Zeit des Mittelalters und schauen sich die damaligen Verhältnisse hier in unserem heute so fortschrittlichen Europa, an. Ein hauen und stechen, Kreuzzüge, Inquisition, Folter und und und…
Jede Zeit hat seine spezielle Kultur und sein „passendes“ Herrschaftssystem. Kriege haben, wenn überhaupt, nur einen positiven Effekt, die Menschen haben irgendwann genug davon. Vielleicht braucht es diese Entwicklung auch um die Sinnlosigkeit von Krieg zu begreifen, wer weiß?

Es gibt für keine der vorstellbaren Lösungen der Konflikte nur Gewinner. Aber weder alle Christen und Alewiten finden Assad gut, noch sind alle Sunniten gegen Assad. Ich sagte ja, die Zahl der Oppositionellen, ist verschwindend klein. Von den ca. 23 Mio. Einwohnern besteht die syrische Opposition aus lediglich ein paar Tausend. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es sich bei den Auseinandersetzungen um eine Vielzahl unterschiedlichster Stellvertreter Konflikte handelt, das macht eine Gut und Böse Betrachtung im Grunde unmöglich. USA-Der Westen gegen Russland, Wahibisten gegen „Die Ungläubigen“, Iran-Syrien gegen die Saudis, Kuwait und Katar….etc.etc.etc.
Kommt es da wirklich noch darauf an, wer, wann und was zu verantworten hat?
Ganz sicher kann man sich aber darauf verlassen, dass wer auch immer an der Eskalationsschraube dreht, hat nicht das Recht im Nachhinein die Eskalation zu verurteilen.
Wie ein Elefant im Glashaus, so handelt unsere Bundesregierung, es wird Zeit, dass jemand diesen Elefant an die Kette legt, oder aus dem Glashaus entfernt.
So sicher wie das Amen in der Kirche, so sicher dürfte Trump derjenige sein, der genau das machen wird und darum fürchten sich auch eine ganze Menge Leute des weltweiten Establishments.
Hat sich irgendwer von all den Kritikern einmal die Frage gestellt, was es für Deutschland wohl bedeutet, wenn sich die zwei Großmächte USA und Russland zusammentun?

Deutschland ist ein Kind des Kalten Krieges, der Kälte Krieg hat uns deutsche zum Nabel der Welt gemacht, wir haben dem kalten Krieg viel zu verdanken.
Was wird wohl aus Deutschland ohne diesen Konflikt?

Fake News Gesetze sind sinnlos! Das Schattenboxtheater des Heiko Maas


Facebook Fake News Gesetze sind sinnlos!

Staatsanwälte ermittelten bereits gegen Mark Zuckerberg & Top Manager und scheiterten! Warum? Weil die deutsche Justiz nicht zuständig ist!


Mark Zuckerberg

Mark Zuckerberg

Nach SPIEGEL-Informationen ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen Facebook-Chef Mark Zuckerberg und andere Manager des Konzerns. Es geht um den Verdacht auf Beihilfe zur Volksverhetzung.

Zum zweiten Mal geht die deutsche Justiz gegen amerikanische Facebook-Manager vor. Die Staatsanwaltschaft München I hat nach Informationen des SPIEGEL gegen führende Verantwortliche des Internetkonzerns ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet. Unter den Beschuldigten sind Firmengründer und -chef Mark Zuckerberg, seine Geschäftsführerin Sheryl Sandberg sowie der Europa-Cheflobbyist Richard Allan und dessen Berliner Kollegin Eva-Maria Kirschsieper. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den SPIEGEL finden Sie hier.
Ausgelöst hat das Verfahren eine Strafanzeige des Würzburger Anwalts Chan-jo Jun, in der den Managern des Konzerns vorgeworfen wird, Mordaufrufe, Gewaltandrohungen, Holocaustleugnung und andere Delikte zu dulden (lesen Sie dazu auch eine SPIEGEL-Geschichte aus dem September).

Facebook ist verpflichtet, rechtswidrige Inhalte umgehend von seinen Seiten zu entfernen, wenn es davon Kenntnis erhält, so die Rechtsauffassung. Der Anzeige liegt eine Liste von Fällen bei, die zeigen, dass das Unternehmen auch nach wiederholter Aufforderung entsprechende Beiträge nicht löscht. Meist reagiert Facebook nicht oder erklärt die Beiträge in einer Standardformulierung für unbedenklich. Seit mehr als einem Jahr steht das Netzwerk in Deutschland wegen seines laxen Umgangs mit Hassbotschaften in der Kritik.

Heiko Maas

Heiko Maas

Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen Zuckerberg, Sandberg und weitere Spitzenmanager war Anfang des Jahres noch folgenlos geblieben, weil sich die Beschuldigten, so die Begründung, außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der deutschen Justiz aufhielten. Ermittlungsverfahren gegen deutsche Facebook-Vertreter wurden eingestellt.

Und selbst wenn es vor irgendeinem deutschen Gericht zu einer Verurteilung kommen sollte, was wäre wohl die Reaktion des US Konzerns?

Der Fall Vattenfall zeigt uns gerade was dann kommen könnte, eine deftige Schadenersatzklage gegen den deutschen Staat….und am Ende zahlen wir Steuerzahler für die Dummheit, die Unfähigkeit unserer Politiker?

Verbrauchertäuschung – Die Auswahl an Nahrungsmitteln läßt uns keine Wahl!


Die Verbrauchertäuschung – Die vorgetäuschte Angebotsvielfalt ist in Wahrheit eine Täuschung der Lebensmittelkonzerne. Discounter und Lebensmittelkonzerne bestimmen was Du isst. Die Nahrungs-Welt teilen sich ein paar wenige Konzerne!


Wenn wir durch den Supermarkt gehen und die Fülle an Produkten sehen, die angeboten werden, dann drängt sich uns der Eindruck auf, dass wir eine große Auswahl an verschiedenen Produkten haben, die wiederum von einer Vielzahl an verschiedenen Firmen hergestellt werden.

Via Watergate.tv

Doch Tatsache ist, dass all diese Produkte meist von nur wenigen verschiedenen Großkonzernen angeboten werden, die sich den Weltmarkt untereinander aufteilen und damit unser Schicksal entscheidend mitbestimmen. Dieses ist, neben dem Weltmarktführer Nestlé, Coca-Cola, Pepsico, Unilever, Kellogs, Mars, Danone, Mondelez, Associated British Foods (ABF) und General Mills.

Diese Konzerne können, durch ihre Macht, nicht nur bestimmen was auf unseren Tellern landet, sie könnten sich durchaus auch untereinander absprechen was die Preise betrifft. Auch wenn über solche Absprachen nur spekuliert werden kann, so scheinen sie doch nicht so abwegig zu sein, denn schließlich geht es den Konzernen in erster Linie nämlich nur um eines: Um ihren eigenen Gewinn.

Denn ganz abgesehen davon, dass es an Variation und Qualität mangeln kann und wir in eine Abhängigkeit geführt werden, wenn nur wenige Konzerne sich den gesamten Markt untereinander aufteilen, ist der Mangel an Konkurrenz auch mit ein Grund warum nur an der Spitze kräftig verdient wird und die Zulieferer und Produzenten nicht nur nicht mit verdienen, sondern ganz und gar immer weiter ausgebeutet werden.

Und tatsächlich: Die Zustände am anderen Ende des Machtgefälles sind katastrophal und der erwirtschaftete Mehrverdienst kommt nur den Mächtigen zugute. Zulieferer werden unter Druck gesetzt, mehr und billiger zu produzieren und die Arbeiter erhalten, wenn überhaupt, gerade einmal einen Hungerlohn, der schwerlich zum Überleben reicht.

Das schwächste Glied in der Wertschöpfungskette leidet am meisten, die Kleinbauern können kaum überleben und die Produzentenpreise sind kaum kostendeckend. Daher wird besonders oft an umweltschonendem Anbau gespart und es werden sogar Kinder- und Zwangsarbeit eingesetzt. Das schlimme daran ist, dass die Lebensmittelkonzerne oft genaue Kenntnis von den katastrophalen Arbeitsbedingungen haben und trotzdem nichts unternehmen. Alles was hier zählt, ist Gewinn.

Das darfst Du nicht! Tabuisierung, eine deutsche Untugend. Warum es so schwer ist die Flüchtlingspolitik zu kritisieren…


Hallo, Moin,

Ihr könnt mir bestimmt helfen, egal was ich zum Thema Ausländer oder Flüchtlinge sage oder schreibe, ganz schnell wird man als rechtsradikaler Angegriffen. Ich fand zum Beispiel die Pegida Demos durchaus sinnvoll…und schon geht es los, natürlich nicht den rechtsradikalen Teil. Nein all die normalen Menschen, die sich aufgemacht haben, weil sie etwas mitzuteilen hatten.

Und schon greift er zu, der deutsche Tabuthema-Reflex..

Kennt Ihr das Problem auch?

Ihr seit doch alle so helle Köpfe, oder? Lasst uns doch einfach mal gemeinsam nachdenken, ok? Euer Problem sind also Ausländer, nein natürlich nicht alle, stimmt’s? Es sind nur die, die sich nicht anpassen können oder wollen, stimmt’s? Es ist nicht der türkische Gemüsehändler gemeint, natürlich auch nicht der Dönerbuden-Betreiber oder der Grieche, der Italiener, der Spanier, der Kroate, der Serbe…früher war dieser Ausländerteil allgemein als das Balkanrestaurant bezeichnet, war einfacher, ok? Wen meinen wir jetzt also genau mit den „Problemausländern“? Schwierig aber schnell fündig werden wir auf jeden Fall bei den Arabern, oder? Also z.B. die Syrer, die Iraner, die Iraker oder wen eigentlich genau? Wir wollen ja schließlich nicht verallgemeinern, also müssen wir uns ja auf irgendeinen Oberbegriff einigen, der euch nicht automatisch als Ausländerfeindlich abstempelt, ok? Gar nicht so einfach, oder? Also mir zumindest fällt es schwer das an einer Nationalität fest zu machen, ist ja auch in eurem Sinn, dann ist der Vorwurf mit der Ausländerfeindlichkeit schon einmal nicht so leicht aufrechtzuerhalten, ok? Gut, eine bestimmte Nationalität meint ihr doch auch gar nicht, sondern es sind „Die“, die sich nicht anpassen wollen, stimmt doch, oder, so war das doch mit den „Ausländern“ aber eben nicht alle und auch nicht aus einem bestimmten Land, korrekt? Kleine Hilfestellung der Sarrazin, kommt übrigens aus meiner alten Heimat, Recklinghausen, der verwendet da immer diesen Fachterminus „ethnische Gruppen“, schlauer Kerl der Sarrazin, klar kommt ja auch aussem Pott! Also wir suchen also eine oder auch mehrere ethnische Gruppen, die sich nicht anpassen wollen oder können, stimmt’s?
Ethnische Gruppe….mmmhh, laut Wikipädia:
„Eine Ethnie oder ethnische Gruppe (altgriechisch éthnos „[fremdes] Volk, Volkszugehörige“) ist in der Ethnologie oder Völkerkunde eine abgrenzbare Menschengruppe, der aufgrund ihres Selbstverständnisses und Gemeinschaftsgefühlseine eigenständige Identität als Volk oder Volksgruppe zuerkannt wird. Grundlage dieser Ethnizität können gemeinsame Eigenbezeichnung, Sprache, Abstammung, Wirtschaftsweise, Geschichte, Kultur, Religion oder Verbindung zu einem bestimmten Gebiet sein.[1][2] Der geschichtliche, soziale und kulturelle Vorgang der Entstehung einer Ethnie wird als Ethnogenese bezeichnet („Volkswerdung“).
Nicht so ganz einfach uns damit weiter zu behelfen ohne nicht irgendwie ins rechtsradikale Gedankengut abzugleiten, einverstanden?
STOP STOP STOP STOP STOP STOP STOP STOP STOP
An dieser Stelle gilt es darauf hinzuweisen, dass im Grunde jeder Versuch, sich einer dieser Beschreibungen zu bedienen „Rechtsextremismus“ bedeutet, denn genau darin liegt ja das rechtsextremistische Problem, bestimmten ethnischen Gruppen werden bestimmte, für diese Gruppe geltende Eigenschaften zugeordnet! Der gierige, heimtückische Jude, der nur Allah folgende Muslime, der nicht anpassbare Islamist, der IS Terrorist, der palästinensische Attentäter…
Irgendwie kommen wir mit dieser Denkweise immer automatisch in eine rechtsextreme Ecke, oder zu einer ungeeigneten Definition, ok?
Also ich gebe den, von mir durchaus ernst gemeinten Versuch, eine klare passende Begrifflichkeit, als Trennlinie zwischen Rechtsextremismus und berechtigter gesellschaftlicher Kritik zu finden, auf!
Einverstanden, das ist ein durchaus berechtigt zu kritisierendes Problem! Genau hier liegt eben das Versäumnis unserer Eliten, Politiker und sonstiger Mainstreamer!
Damit wird ein bestimmter Teil kritischer Stimmen quasi Mundtot gemacht, indem man ihnen nicht einmal eine sprachlich akzeptierte Form der Kritik zur Verfügung gestellt hat!
Soweit, kann ich mich mit den Demonstrierenden Menschen identifizieren.
Doch gleichzeitig wird damit auch eines ganz deutlich, die Demoleader, zumindest, wenn ich ihnen unterstelle, dass sie um diese Zusammenhänge wissen, provozieren genau diesen offenkundigen und zwangsläufigen Konflikt, bewusst! Sie wissen um die geradezu zwangsläufige Reaktion der Mainstream Medien, der Politik und auch vieler bedeutsamer gesellschaftlicher Gruppen!
Jeder Demoteilnehmer und auch die Demokritiker sollten spätestens jetzt, die immer wieder gerne gestellte Frage:
„Cui Bono?“,
stellen. Sehr schnell werden beide, Demo-Teilnehmer und auch Demo-Kritiker zu den gleichen Antworten gelangen!
Die Demoteilnehmer mundtot zu machen oder sie als nicht tollerierbare Randgruppe zu denunzieren kann nur als ein Ziel des Establishments gesehen werden.
An dieser Entwicklung können ernsthaft, auf bestimmte gesellschaftliche oder politische Fehlentwicklungen hinweisende Menschen, gar nicht interessiert sein.
Aufgrund der oben beschriebenen Kommunikations-Problematik begibt man sich als Demo-Stratege quasi sehendes Auges in diesen Automatismus und erweist damit sich selber einen Bärendienst, denn ein Scheitern ist somit vorprogrammiert!
Die Demo-Leader bringen also die eigene Sache, mit dieser gewählten „Ausländer Thematik“ ganz bewusst zum scheitern!
Das wird den vielen teilnehmenden Menschen wohl kaum bewusst sein, aber sie sollten sich schnellstens von diesen Leuten distanzieren, denn diese können nur aus zwei Lagern stammen:
1. Die Demo-Leader sind eingeschleuste Spitzel des Verfassungsschutzes!
Oder
2. Die Demo-Leader sind genau dieser Wolf im Schafspelz, also lupenreine Rechtsradikale, vor denen man sich eigentlich doch abgrenzen möchte!

Für die demonstrierenden Menschen, für die Teilnehmer der „Montagsdemos“, zu denen ich im übrigen auch Xavier Naidoo zähle, gibt es nur zwei Möglichkeiten:
1. Schmeißt die Demoleader raus!
Und
2. Formuliert auch andere Anliegen, davon gibt es genügend, z.B. TTIP, Änderungen der demokratischen Beteiligung, Konsequenzen für die Veruntreuung von Steuergeldern durch Beamte und Politiker, Formulierung von detaillierten Transparenzpflichten auf allen Verwaltungsebene, Verstaatlichung von eindeutig den dem Staat zuzuordnenden Aufgaben (auch ein Bankensystem sollte dazu gehören, genauso Basisversorgungselemente wie Verkehrsinfrastruktur etc.), also an Themen mangelt es wahrhaftig nicht!
Und natürlich muss auch eine offene Diskussion über Zuwanderung geführt und neu definiert werden!

Jedes dieser Themen ist geeignet um Menschen, die Betroffene sind zu mobilisieren, daran mangelt es leider nicht!

Bundestagswahl 2017 – Der Wähler ist auch Bankkunde! Alltagsgeschichten die uns bei der Wahlentscheidung helfen.


Bankkunden aufgepasst! Schadenersatz vs. Vorfälligkeitsentschädigung

Nicht alle sind vor dem Gesetz gleich…


Wenn jemand einem anderen einen Schaden zufügt, dann muss der den ersetzen – so steht das im Gesetz. Allerdings muss der Geschädigte seinen Schaden beziffern und beweisen. Viele haben es schon am eigenen Leib erlebt, z.B. nach einem Autounfall. Keine Versicherung erstattet dem Geschädigten seinen Schaden ohne dass dieser den Schaden auch konkret nachweisen kann.
Ja, das ist auch gut so, denn wie sonst sollte sonst auch eine vernünftige Schadensregulierung funktionieren? Völlig selbstverständlich richtet sich der Schadenersatz in der Höhe nach objektiven Kriterien, niemand käme auf die Idee aufgrund einer bloßen Behauptung irgendwelche Schadensansprüche zu akzeptieren.

In der Kreditwirtschaft läuft das anders…

Wenn langfristige Immobilienkredite durch unvorhersehbare Lebensereignisse, wie Arbeitsplatzverlust, Scheidung etc., in Gefahr geraten. Dann darf der Kunde den langfristigen Vertrag kündigen.

In diesem Fall steht dem Institut auch ein Schadensersatz für entgangenen Gewinn zu. Nur die Banken wollten ihren Schaden nicht beweisen, wie es jedermann machen muss, also wurde für die Banken durch die Kohlregierung 1987 ein eigenes Gesetz für den Schadensersatz von Krediten, die Vorfälligkeitsentschädigung, erfunden.

Das Sondergesetz für Banken

Kreditinstitute dürfen mehr verlangen, als ihnen an Schadensersatz zusteht. Und da es keine Sanktionen gibt, wenn sich Kreditinstitute maßlos an der Not ihrer Bankkunden bereichern, greifen nach einer Studie der Verbraucherzentralen rund zwei Drittel aller Geldhäuser unverschämt zu.

Das wollte die Europäische Union mit einer neuen Richtlinie 2014/17 ändern. Verbraucherschützer aller Parteien waren für eine Neuregelung. Doch hinter den Kulissen betreibt das sozialdemokratisch geführte Justizministerium ein böses Spiel gegen die Verbraucher …

Ein Beispiel aus dem Alltag…

Sie wollten als Familie zusammen wachsen, Frau von der Emden mit ihren KIndern und ihr damaliger Mann. Beide sind sie Allergiker, nur wer eine Allergie hat, kann einschätzen, was dies für eine Qual sein kann. Für das gemeinsame Leben planten sie ein gemeinsames Haus: Energieeffizient und ohne allergieauslösende Stoffe.

Das Haus konzipierten sie gemeinsam, es wurde gebaut, sie zogen ein und es war eine Katastrophe. Baumängel wohin sie schauten. Keine Schönheitsmängel, sondern Fehlfunktionen in der komplexen Geothermieanlage, die Heizung funktionierte nicht richtig und die Elektrik hatte so ihre Macken und und …

Es nervt, Nachmessen, Protokolle führen, Mängelerhebungen durchführen, Sachverständige beauftragen und schließlich vor Gericht ziehen. Darüber zerbrach die gemeinsame Zukunft. Der Mann verließ die Familie und Frau von der Emden blieb mit ihren zwei Jungs allein in dem finanzierten Haus zurück.

Die monatlichen Raten von fast 2.000 Euro in jedem Monat waren auf zwei Gehälter verteilt. Nun konnte sie dies alleine aber nicht mehr stemmen. Ihr blieben zwei Möglichkeiten:

1. Das Haus zu verkaufen. Aber das war wegen der erheblichen Baumängel kaum möglich.

2- Eine Umschuldung.

Also ging sie auf ihre Sparkasse zu, mit der Bitte ihre Kredite auf einen längeren Zeitraum umzuschulden. Doch die öffentlich-rechtliche Bank äußerte sich nicht konkret. Aber Frau von der Emden konnte nicht endlos warten, die Zeit lief ihr davon. Sie musste handeln. Also suchte sie nach einer neuen Bank. Für die Commerzbank war die Umschuldung kein Problem, heute zahlt die alleinerziehende Mutter gut die Hälfte ihrer früheren Finanzierungsraten. Damit kann sie leben.

Doch für die Vorzeitige Ablösung ihrer Immobilienfinanzierung verlangte die Sparkasse eine saftige Entschädigung: mehr als 20.000 Euro behielt sie als Vorfälligkeitsentschädigung ein.

Was ist eine Vorfälligkeitsentschädigung?

Für die Finanzierung einer Immobilie schließen Bank und Kunde meist einen langfristigen Vertrag ab. Damit stellt die Bank ihrem Kunden Geld zu festen Zinsen für eine lange Zeit zur Verfügung. Das macht für beide Seiten Sinn: Die Kunden können mit festen Zinsraten kalkulieren und die Banken haben langfristige Einkünfte.

Wenn nun der Kunde seine Immobilie nicht mehr halten kann, weil sich seine Lebensumstände dramatisch geändert haben (Tod des Partners, Scheidung, Krankheit, Arbeitslosigkeit etc.), dann muss er sein Objekt verkaufen. Bei Schicksalsschlägen steht dem Kunden die Möglichkeit offen, bei der Bank seinen langfristigen Vertrag früher – vorfällig – zu kündigen.

Die Bank hatte aber ihrerseits langfristig diese Kredite refinanziert und mit den Einnahmen geplant. Deshalb, so wird argumentiert, stehe der Bank ein finanzieller Ausgleich für ihren entgangenen Gewinn zu – die Vorfälligkeitsentschädigung. Nun müssen die Kunden aber nicht die gesamten ausstehenden Zinsen für das Darlehen bezahlen. Denn durch die vorzeitig Rückzahlung verfügt die Bank über Geld, das sie wieder verleihen kann. Diesen und andere finanziellen Vorteile muss sie ihren Kunden gutschreiben, und nur die Differenz, also den tatsächlichen Verlust als Vorfälligkeitsentschädigung beanspruchen – so weit die Theorie

Vorfälligkeitsentschädigung bei Frau von der Emden

Aber transparente Rechnungen mag keine Bank ihren Kunden zumuten. Vorgeblich weil sie keine bankinternen Kalkulationen und damit ihr Geschäftsprinzip offen legen wollen. Da schreiben sie lieber: Wir ziehen 20.000 Euro ein und fertig. Mehr braucht der Kunde auch nicht zu wissen.

Glücklicherweise wächst das Misstrauen gegen Banken und so ließ Frau von der Emden die Vorfälligkeitsentschädigung ihrer Sparkasse bei der Verbraucherzentrale nachrechnen. Ergebnis, der Sparkasse steht nur die Hälfte, rund 10.000 Euro als Entschädigung zu.

dpa/Julian Stratenschulte

Mit immer verzweifelteren Methoden versuchen Banken und Sparkassen, zusätzliche Einnahmen zu generieren. dpa/Julian Stratenschulte

Falschrechnung mit System

Das Ausnutzen von Notsituationen ihrer Kunden ist bei Kreditinstituten nicht neu. Nahezu jede Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung ist falsch, weil zu hoch berechnet, ermittelte 2013 die Studie „Zinsklau – Wie Banken uns ausrauben“. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam 2014 die Verbraucherzentrale Bremen in ihrer Untersuchung über 3.500 Vorfälligkeitsentschädigungen. Drei Viertel alle Bankrechnungen verlangen signifikant überhöhte Vorfälligkeitsentschädigungen.

„Wenn unterschiedliche Kreditinstitute bei der Berechnung der Vorfälligkeit die gleichen Fehler machen und immer zu Gunsten der Bank falsch rechnen, dann kann man davon ausgehen, das sind keine Pannen, sondern diese Falschrechnungen haben System.“

Hartmut Schwarz, Verbraucherzentrale Bremen

Spannend zu lesen an dieser Studie ist vor allem die Entwicklung der Vorfälligkeit: Im Jahre 2007 lag die Vorfälligkeit noch bei rund 4 % von der Restschuld. Dann waren die Kreditinstitute wohl auf den Geschmack gekommen. Jahr für Jahr trauten sich die Banken immer tiefer in die Taschen ihrer notleidenden Kunden zu greifen um sich schließlich 2013 im Schnitt 10,8 % der Restschuld einzuverleiben.

Ein Drittel aller Vorfälligkeitsentschädigungen lag mehr als 20 % zu hoch und das waren auch schon einmal 14.000 Euro, die Geldhäuser zu viel verlangten, von Berechnungen kann da wohl keine Rede mehr sein. Insgesamt kassierten die Kreditinstitute in den untersuchten Fällen mehr als 3 Mio. Euro zu viel. Da scheint es wohl für zu viele Institute sinnvoller zu sein, sich eine dicke Vorfälligkeitsentschädigung einzustecken, als einen Kredit ehrlich abzuwickeln.

Vorfälligkeitsentschädigung unnötig

Eigentlich können Banken, wie jeder andere Bundesbürger auch, einen entstandenen Schaden auf der Grundlage des Schadensrechts des BGB § 249 ff von ihren Kunden einfordern. Das Schadensrecht gilt für jedermann gleich: Verursacht jemand bei einem anderen einen Schaden, dann hat der Geschädigte das Recht, dass der Verursacher den Schaden ersetzt – Punkt fertig.

Grundsätzlich verlangt das Schadensrecht, das der Anspruchsteller seinen „Schaden“ beweisen muss. Das heißt, die Banken müssten ihre Rechnungen und damit auch ihre internen Kalkulationsdaten offen legen, wie es jeder andere Unternehmer bei Schadensersatzforderungen auch tun muss. Aber genau dies wollen die Kreditinstitute nicht.

Vorfälligkeitsentschädigung von der Kohl-Regierung erfunden

Eine vorzeitige Kündigung langfristiger Immobilienfinanzierungen ohne Vorfälligkeit war früher die Regel.

„Schon seit 1867 konnten Schuldner Verbindlichkeiten mit Zinsen von mehr als sechs Prozent unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten kündigen.“

Prof. Oliver Knops: Deutscher Bundestag, Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz, Zusammenstellung der Stellungnahmen vom 14.10.2015, S 17.

Da damals meist die Zinssätze oberhalb von 6 % lagen konnte praktisch jeder seine langfristigen Kredite vorzeitig ohne Schadensersatz beenden.

Erfunden hatte die „Vorfälligkeitsentschädigung“ die Kohl-Regierung 1987. Sie schuf im Zuge der ersten Deregulierung des Finanzmarktes die Möglichkeit für Banken, anstelle über das Schadensrechts ihren Schaden einklagen zu müssen, eine „Entschädigung“ zu verlangen. Damit nahm die CDU-Regierung die Banken aus dem erprobten Schadensrecht heraus und schufen einen Art „Lex-Banken“, eine vereinfachte Form der Schadensregulierung, aber nur für Kreditinstitute.

Damit mussten Banken nicht mehr nach dem strengen Schadensrecht ihren „Schaden“ beweisen, sondern konnten nun nach dem einfacheren Begriff der „Entschädigung“ einen Ausgleich für die Kreditkündigung verlangen. Aber bei dieser „Entschädigung“ mussten sie nicht mehr den strengen Nachweis über einen objektiv erlittenen Schaden führen, sondern konnten auch Kosten einfordern, von denen sie nur vermuteten, dass die entstehen könnten. Sie brauchten also ihren „Schaden“ nicht mehr beweisen – Böse Zungen behaupteten, die Bankvorstände könnten auch von Schäden „träumen“, um sie anschließend von ihren Kunden einzufordern.

Regeln durch den BGH

Wenn man Banken alles Böse zutraut, dann kann man dies besonders gut an der Entwicklung der Vorfälligkeitsentschädigungen nach 1987 erkennen, meinen Bankrechtsanwälte. Sie berichten von „Wild-West“-Stimmung bei den Vorfälligkeitsentschädigungen in den ersten Jahren. Damals hätten Geldhäuser nicht nur überhöhte Forderungen gestellt, sondern absurd hohe Beträge eingefordert, die bis zum Ruin der Kunden geführt hätten.

Nicht alle, aber zu viele Kreditinstitute nutzten die Notlagen ihrer Kunden ohne jede Scham aus und bereicherten sich an deren Schicksalsschlägen. Vorfälligkeitsentschädigung seien damals bei einigen Kreditinstituten blanke Willkür gewesen, sie sollen nicht errechnet, sondern nach dem Gewinnbedarf der Bankvorstände bestimmt worden.

Natürlich ließen sich Kunden das nicht gefallen und klagten. Wer weiß, wie schwer sich Richter damit tun, Urteile gegen Banken zu fällen, der kann nachvollziehen, dass es gut ein Jahrzehnt dauerte, bis sich innerhalb der Richterschaft kritische Stimmen meldeten und einigen Kunden Recht gaben. Erst ab Ende der 1990er Jahre entwickelte der Bundesgerichtshof in mehreren Urteilen zu „Vorfälligkeitsentschädigungen“ einen Rahmen, in denen die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung sich bewegen durfte (BGH XI ZR 197/96, XI ZR 198/96, XI ZR 27/00, XI ZR 285/03).

Doch auch nach diesen Vorgaben der obersten Richter hatten die Kreditinstitute die freie Wahl, sich eine Rechenmethode auszuwählen, mit der sie einen möglichst hohen Schaden erfanden. Auch diese Richter wussten, dass es immer nur einen Schaden geben kann. Warum sie dann aber den Geldhäusern die Möglichkeit schenkten, sich auf unterschiedlichen Art und Weisen immer eine höhere Entschädigungen zu errechnen – wird wohl ein Geheimnis unser Obersten Richter bleiben.

Darüber hinaus überließ es der BGH den Banken zahlreiche Rechnungsposten, wie Verwaltungskosten, das Kundenrisiko etc., frei mit Zahlen zu füllen, die keine Beziehung zur Wirklichkeit haben mussten. Auch diese Freiheiten nutzen die Kreditinstitute bis heute rücksichtslos aus – nicht alle, aber zu viele. Das alles ist legitim, weil wir uns im Bereich der Entschädigung befinden, und bei Entschädigungen muss man ja auch keinen Schaden objektiv nachweisen.

Die 2. Welt der akademischen Diskussion

Auch wenn die politischen Parteien allesamt den Kopf in den Sand stecken, verschwindet dadurch ja nicht diese zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit. Nun versuchte die akademische Diskussion das Problem einzufangen. Rechtsgelehrte an den Universitäten, einflussreiche Rechtsanwälte und Juristen aus den Parteien debattierten und heraus kam eine bankenfreundliche Lösung: Der Begriff der Entschädigung sei bei der Vorfälligkeitsentschädigung genau so eng zu verstehen, wie der Schadensersatz. Das heißt, jede Bank müsste bei ihrer Vorfälligkeitsentschädigung ihren Schaden genau nachweisen.

Einflussreiche Juristen hatten eine „Schöne neue Welt“, eine rein sprachliche 2. Welt, in den Universitäten, politischen Parteien und dem Justizministerium geschaffen, die glauben, ausnahmslos alle Kreditinstitute seien ehrlich und rechtschaffend. Schließlich, so die Illusion in dieser sprachlichen Welt, würden sie nur zum Wohle ihrer Kunden und damit zum eigene Wohle handeln und sich immer noch nach den „Goldenen Bankregeln“ des 19. Jahrhunderts richten.

Herausgebildet hatte sich eine sprachliche Darstellung einer juristischen Welt, die keinerlei Beziehung mehr zur wirklichen Welt aufwies. Die Realität, in der zu viele Geldhäuser die Notlage ihrer Kunden zur eigenen Bereicherung ausnutzten, wird in dieser fiktiven juristischen Welt schlicht geleugnet.

Druck von der EU

Innerhalb von Europa ist Deutschland, in Sachen Vorfälligkeitsentschädigung, eine einsame Insel der verdammten Bankkunden. Einer Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen nach gibt es in den Ländern Europas entweder gar keine Vorfälligkeitsentschädigung oder es wird eine einfache und transparente Berechnung des Schadens von der Bank verlangt. Das Grundprinzip dieser Rechnung sei in vielen Ländern ähnlich:

Dabei

wird verglichen, was verdient die Bank mit dem Rest des Altekredits, mit dem, was die Bank verdient, wenn sie zum Kündigungszeitpunkt die Restschuld wieder als Kredit zu den dann geltenden Konditionen ausgibt. Ist der Zinssatz in der Zwischenzeit gesunken, dann muss der Kunde die Differenz als Vorfälligkeitsentschädigung (rot) bezahlen. Ist aber der Zinssatz gestiegen, braucht der Kunde keinen Schaden zu begleichen, weil die Bank an dem neuen Kredit ja mehr verdient.

Es geht auch einfach und ehrlich. Nur nicht in Deutschland.

Im Rahmen der Angleichung der Rechtsnormen zwischen den europäischen Mitgliedsstaaten, hatte die EU eine Richtlinie 2014/17 über Wohnimmobilienkreditverträge, kurz „Wohnimmobilienkreditrichtlinie“, erlassen, mit der sie vor allem die Rechtsleitlinien rund um Wohnimmobilien in Europa harmonisieren will. Bis März 2016 sollen in diesem Rahmen auch das Problem der Vorfälligkeitsentschädigung einheitlich geregelt werden. Da es in Europa kaum Probleme mit der Vorfälligkeitsentschädigung gibt, zielt dieser Passus im Wesentlichen auf Deutschland.

Die EU erwartet, dass alle Staaten in Europa, also auch Deutschland eine für die Kunden transparente, überprüfbare Berechnung der Vorfälligkeit vereinbaren, die den Banken nur den objektiv nachweisbaren Schaden ersetzen, so ein Gesprächspartner in der EU-Kommission. Wie die Nationalstaaten dies im Einzelnen regeln, will die Kommission nicht vorgeben.

Verbraucherschützer: Transparente und überprüfbare Rechnungen

In Ihrem Positionspapier „Stellungnahme zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie vom 11.8.2015“ argumentiert der Bundesverband Verbraucherzentralen: Wenn Verbraucher langfristige Immobilienkredite nur in Notlagen kündigen dürfen, dann zeige dies:

„(…) dass die Betroffenen regelmäßig schutzbedürftig sind.“

(Seite 10)

Weil die bisherigen Maßnahmen zur Eindämmung maßloser Forderungen der Banken den Missbrauch durch die Kreditwirtschaft kaum eingeschränkt hätten,

„(…) müssen aus Sicht des vzbv (…) zumindest die Maßstäbe für die Berechnung genau geregelt werden.“

(Seite 12)

Gefordert werden also klare Regeln. Das fordert auch ein Beschluss der Verbraucherschutzministerkonferenz:

„Zur Stärkung des Verbraucherschutzes bei der Immobilienfinanzierung sprechen sich die Ministerinnen, Minister, Senatorin und Senatoren der Verbraucherschutzressorts der Länder für rechtlich verbindliche Vorgaben bei der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung aus, (…)“.

Ergebnisprotokoll der 11. Verbraucherschutzministerkonferenz am 8.Mai 2015

Es ist nicht selbstverständlich, dass die Verbrauchschützer aller politischen Parteien einstimmig der Meinung sind, der Missbrauch der Vorfälligkeitsentschädigung durch die Kreditwirtschaft muss gestoppt werden. Wenig später waren deren Chefs, die Ministerpräsidenten, der gleichen Meinung. Der Bundesrat beschloss:

„Der Bundesrat hält es zur Stärkung des Verbraucherschutzes bei der Immobilienfinanzierung für erforderlich, dass die Berechnung der Vorfälligkeitsentschä- digung bei Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen rechtlich verbindlich geregelt wird.“

Stellungnahme des Bundesrates, Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung des Wohnimmobilienkreditrichtlinie, vom 25.9.2015 Drucksache 359/15

In den Bundesländern waren die politischen Parteien mit Regierungsverantwortung sich einig, Schluss mit dem Missbrauch durch die Vorfälligkeitsentschädigungen.

Berechnungsmethode der Vorfälligkeit

Leider legen die Verbraucherschützer ein Konzept für eine Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung vor, bei denen sie Kreditverträge mit der Entwicklung von Pfandbriefen, also Äpfel mit Pfirsichen vergleichen. Sinnvoller erscheinen dann schon Kontrollrechnungen wie sie von anderen Verbraucherschützen, vorgeschlagen werden.

Prof. Udo Reifner schlägt das vor, was in anderen europäischen Ländern erfolgreich angewendet wird: Der Rest des Altkredites wird, wie oben geschildert, mit dem zu verglichen, was die Ausgabe der Restschuld als Kredit den Banken in die Kassen spielt. Das ist ganz im Sinne der Angleichung europäischer Rechtsnormen.

Das verlangt übrigens auch eine anderen EU-Richtlinie für Konsumentenkredite. Um ein wenig gedankliche Ordnung zu schaffen. Die Finanzwirtschaft hat durchgesetzt, das Kredite nicht gleich Kredite sind. Für Verbraucher hat sie die Welt der Kredite in zwei Teile geteilt, in Konsumentenkredite auf der einen Seite und Wohnimmobilienkredite auf der anderen Seite. Und für Konsumentenkredite schlägt die EU-Richtlinie 2008/48 Konsumentenkreditrichtlinie in Art 16.4 das obige Prinzip zur Ermittlung der Vorfälligkeit vor.

Kreditwirtschaft: Kein neues Berechnungssystem

Schauen wir uns an, was die Bankenlobby in der Sache zu den Änderungen bei der Vorfälligkeitsentschädigung zu sagen hat. Am deutlichsten tragen die Kreditinstitute ihre Positionen in ihrer Antwort auf die Forderungen des Verbraucherzentralen Bundesverbandes vom 16. Februar 2015 zusammen.

Auch die Lobbyisten stellen die Vorfälligkeitsentschädigung auf die gleiche Stufe mit dem Schadensersatzrecht:

„Bei der Vorfälligkeitsentschädigung nach § 490 Abs. 2 S. 3 BGB handelt es sich um einen gesetzlich normierten Schadensersatzanspruch. Die Höhe des Anspruchs bemisst sich nach den Regeln des allgemeinen Schadensersatzrechts (…).“

Auch sie beziehen sich auf eine virtuelle juristische Welt, die nur zwischen Banken, Politik und Universitäten existiert , aber keine Entsprechung in der wirklichen Welt besitzt. Diese sprachliche Illusion findet der wirklichen Welt keine Entsprechung.

Weiter behauptet die Kreditwirtschaft, die Regeln des Bundesgerichtshofes (BGH) seien ausreichend:

„Die höchstrichterliche BGH- Rechtsprechung hat in den vergangenen Jahren in einer Vielzahl von Entscheidungen inzwischen alle für die Berechnungspraxis der Vorfälligkeitsentschädigung relevanten Detailfragen einer Entscheidung zugeführt, so dass die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung heute auf einer höchstrichterlich abgesicherten rechnerischen Basis erfolgt.“

Dabei tut die Bankenlobby so, als würde es nach der BGH-Rechtsprechung nur eine einzige korrekte Berechnung für die Vorfälligkeitsentschädigung geben. Tatsächlich aber bieten die Obersten Richter in ihren Urteilen den Banken Wahlmöglichkeiten an – also keine eineindeutige Berechnung. Und gerade diese unkonkreten Vorgaben des BGH sind der Grund, aus dem sich die Kreditwirtschaft übermäßig bereichern kann.

Darüber hinaus zeigen die zahlreichen Gutachten von Kreditsachverständigen und die Untersuchung der Verbraucherzentrale Bremen, dass sich die Kreditinstitute nicht einmal an diese Regeln halten, sondern bis zu 50 % mehr kassieren, als die Rechnung zulässt, die ihre eigne Lobby als korrekt ausgibt.

Wir erleben es jeden Tag: Ohne klare Beschreibung, wie die Schäden der Geldhäuser zu ermitteln sind und ohne Sanktionen, wenn Banken dagegen verstoßen, ist der schamlosen Gewinnsucht zu vieler Banker kein Einhalt zu gebieten.

Deckelung der Vorfälligkeitsentschädigung

Ein zweite, zentrale Forderung der Verbraucherschützer besteht darin, eine Obergrenze für die Vorfälligkeit auch bei Immobilienkrediten einzuführen. Im Grunde war die Vorfälligkeitsentschädigung genau so geregelt worden. Im Bürgerlichen Gesetzbuch heißt es:

„Der Darlehensgeber kann im Fall der vorzeitigen Rückzahlung eine angemessene Vorfälligkeitsentschädigung für den unmittelbar mit der vorzeitigen Rückzahlung zusammenhängenden Schaden verlangen, (…). Die Vorfälligkeitsentschädigung darf folgende Beträge jeweils nicht überschreiten:

1 Prozent beziehungsweise, wenn der Zeitraum zwischen der vorzeitigen und der vereinbarten Rückzahlung ein Jahr nicht übersteigt, 0,5 Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Betrags,“

Bürgerliches Gesetzbuch § 502

Das bestehenden Gesetz sieht grundsätzlich eine pauschale Vorfälligkeitsenschädigung vor. Dann heißt es aber im nächsten Gesetz § 503, das Gesetz sei

“ (…) nicht anzuwenden auf Verträge, bei denen die Zurverfügungstellung des Darlehens von der Sicherung durch ein Grundpfandrecht abhängig gemacht wird, (…)“.

Gemeint sind Immobilien, die in der Regel durch eine Grundschuld besichert werden. Also dort, wo es um richtig viel Geld geht, will sich die Kreditwirtschaft nicht mit einer mikrigen Pauschale als Schadensersatz zufrieden geben.

Wenn Kritiker meinen, unsere Gesetze begünstigen die Interessen der Geldhäuser, dann wird es schwer fallen, dies zu widerlegen.

Die Verbraucherzentralen meinen nun, die einfachste Lösung, den Missbrauch der Bankwirtschaft einzudämmen, sei, das Prinzip unseres Gesetzes beizubehalten. Der Bundesverband Verbraucherzentralen schlägt deshalb vor, dass jedem Verbraucher bei Abschluss des Kreditvertrages

„(…) ein klarer Höchstbetrag benannt werden kann und keine vage Berechnung. Sonst müssten sich Verbraucher noch stärker als bislang und zu Recht fragen, ob sie ein derart offenes Risiko, das sich durch einen simplen Vorgang wie einem Arbeitsplatzwechsel realisieren kann, mit einer Immobilienfinanzierung überhaupt noch eingehen dürfen.

Zum Schutz von Verbrauchern wird eine Begrenzung der Vorfälligkeitsentschädigung auf 5 Prozent vorgeschlagen.“

Wie immer auch eine Berechnung der Vorfälligkeit aussieht, auch dann, wenn sich die Banken nicht an die Regeln halten, darf ein Kreditinstitut nicht mehr als 5 % der Restschuld als Entschädigung verlangen. Zumindest darauf sollen sich Verbraucher verlassen können. Das ist so einfach, dass es transparent und für jeden Kunden prüfbar ist.

Kreditwirtschaft: Keine Deckelung der Vorfälligkeit

Das wollen die Kreditinstitute auf jeden Fall verhindern

„Im Falle des Wegfalls oder der Begrenzung der Vorfälligkeitsentschädigung bestünde die Gefahr, dass Immobilienfinanzierungen zukünftig nicht mehr in der heutigen Form vergeben werden könnten.“

Immer wieder erklärt die Bankenlobby:

„Im Falle des Wegfalls oder der Begrenzung der Vorfälligkeitsentschädigung (…)“.

Die Dreistigkeit der Banklobbyisten ist kaum zu über bieten. Da behaupten sie „Im Falle des Wegfalls (…) der Vorfälligkeitsentschädigung (…)“. Kein Mensch fordert die Abschaffung eines gerechten Schadensausgleichs für die Kreditwirtschaft.

Entscheidend ist, dass die Kreditwirtschaft eine klare Drohung ausspricht:

„(…) dass eine gesetzliche Deckelung der Vorfälligkeitsentschädigung die aus Verbrauchersicht wünschenswerten Festzinskredite zumindest verteuern würde. Da die Kreditinstitute das Recht zur vorzeitigen Rückzahlung mit begrenzter Entschädigung allgemein einpreisen müssten, würde sich der Zinssatz für alle Verbraucher, die einen Hypothekarkredit abschließen, erhöhen.“

Deutsche Kreditwirtschaft, Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie 13.2.2015

Im Prinzip heißt die Drohung der Kreditwirtschaft:

Deckelung der Vorfälligkeit erhöht den Zinssatz

Das Drohmittel der Kreditwirtschaft heißt Zinserhöhung. Wenn die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung verändert wird, dann müsste die Kreditwirtschaft die entstehenden Verluste auf den Zinssatz umlegen, die Kreditzinsen würden teurer. Und das will natürlich keiner. Das übernehmen unsere Politiker ein zu eins und ungeprüft in ihrer Überzeugung

„Es nützt nämlich nichts, wenn wir die Vorfälligkeitsentschädigungen bei Immobiliendarlehen deckeln, dadurch aber das Zinsniveau allgemein steigt, wir das Festzinsniveau in Deutschland unterminieren und damit am Ende die Kredite für Häuslebauer teurer sind. (…) Das wollen wir nicht. Wir stehen an der Seite unserer Häuslebauer.“(125. Sitzung, 12178)

Dr. Volker Ullrich, Abgeordneter des Deutschen Bundestages

Man muss es sich noch einmal vor Augen führen, es geht nicht um den gerechten Schadensersatz für die Banken. Sondern es geht ja immer nur darum, dass die Kreditwirtschaft die Möglichkeit genommen werden soll, aus der Notlage ihrer Kunden übermäßig Zusatzgewinne zu erzielen.

Im Grunde droht die Kreditwirtschaft: Wenn wir uns nicht mehr an der Not unserer Kunden über den Schadensersatz hinaus bereichern dürfen, dann müssen wir die Zinssätze erhöhen.

Schauen wir einmal, was an der Drohung dran ist.

Pauschalierungen haben die Eigenschaft, dass sie nur zu einem Zeitpunkt den korrekten Schaden einer Bank erstatten. Werden die Kredite früher oder später gekündigt, dann erhält das Geldhaus einmal mehr und einmal weniger, als ihr als Schadensersatz zusteht. Nun kann man rechnen und herausfinden, ob die von den Verbraucherzentralen vorgeschlagenen 5 % ein gesundes Mittelmaß sind oder nicht.

Die Kreditwirtschaft lehnt nun jede Pauschale ab, mit dem Argument, es würden sich immer und in jedem Fall die Zinssätze für Immobilien erhöhen. Gehen wir zurück in das Jahr 1987, als die Vorfälligkeitsentschädigung eingeführt wurde. Wenn nun eine Verringerung der Vorfälligkeit zu einem Anstieg der Zinssätze führt, dann musste die Einführung der Vorfälligkeit zu einer Senkung der Zinssätze geführt haben.

Ich hab mir die Zinssätze für Immobilien mit einet 10jährigen Zinsfestschreibung von der Bundesbank geben lassen. Die Grafik zeigt deutlich: nach der Einführung der Vorfälligkeit 1987, stiegen ab 1988 die Zinssätzen auch in den Folgejahren erheblich.

Dafür gibt es zwei Erklärungen:

Zum Einen: Die Zinsentwicklung zeigt, die tatsächliche Kosten vorzeitiger Kreditkündigungen sind derart gering, dass sie gar nicht marktwirksam werden. Die Kosten von Vorfälligkeiten werden von Zinsmarkt aufgesogen.

Zum Anderen: Festverzinsliche Kredite haben sich seit 1867, also seit 100 Jahren, auf dem Kapitalmarkt entwickelt. Sie waren immer ohne Vorfälligkeitsentschädigung kündbar. Auch damals waren die realen Kosten für die Vorfälligkeit nicht im Zinssatz eingepreist.

In der Konsequents heißt dies: Es ist unstreitig, dass der Kreditwirtschaft die realen Kosten für Vorfälligkeiten erstattet werden. Mit ihrer Drohung verlangen die Geldhäuser also, dass sie sich weiterhin an dem Elend ihrer Kunden übermäßig bereichern wollen. Und die Politik will dies möglich machen.

Justizministerium trickst die EU-Forderung aus

In der Wohnimmobilienkreditrichtlinie fordert die Europäische Union, dass die Kreditinstitute:

„(…) eine angemessene und objektive Entschädigung für die (…) unmittelbar mit der vorzeitigen Rückzahlung des Kredits zusammenhängenden Kosten verlangen kann (…).“

EU Wohnimmobilienkreditrichtlinie, Artikel 25

Damit fordert die EU, dass die Geldhäuser nur eine objektiv überprüfbare Entschädigung von ihren Kunden verlangen dürfen. Damit kommen wir fast wieder zu der engen Fassung unseres Schadensrechts zurück, nach dem nur ein objektiv nachweisbarer Schaden beansprucht werden darf.

Mit der Umsetzung dieser EU-Richtlinie ins deutsche Rechts wurde das Justizministerium beauftragt. Ein seltsames Verfahren, da ja nach unserer Verfassung der Gesetzgeber das Parlament ist. Und warum gibt das Parlament seine Hoheitsrechte ausgerechnet an die Exekutive ab, die sie eigentlich mit der Ausübung ihrer Gesetze beauftragt?

Das sozialdemokratisch geführte Justizministerium beauftrag einen Staatssekretär und einen Referenten mit der Umsetzung die EU-Richtlinie in das deutsche Gesetz.Der legt einen Gesetzentwurf vor, darin wird die entscheidende Passage aus der EU-Richtlinie übernommen. Aber nicht vollständig. Ein Darlehensgeber

„(…) kann im Fall der vorzeitigen Rückzahlung eine angemessene Vorfälligkeitsentschädigung für den unmittelbar mit der vorzeitigen Rückzahlung zusammenhängenden Schaden verlangen, (…).“

Gesetzentwurf der Bundesregierung, Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie, S. 10.

Doch darin fehlt ein entscheidendes Wort:

„objektiv“

Es fehlt die Forderung der EU nach einer objektiven Überprüfbarkeit der Vorfälligkeitsentschädigung. Das heißt praktisch, es soll alles so bleiben, wie es ist. Auf meine Frage an das Justizministerium, warum die EU-Forderung nach „objektiv“ überprüfbaren Berechnungen nicht überübernommen wurde, verweist das Ministerium auf die Begründung für Gesetzesänderung. Darin heißt es:

„Eine Umsetzung ist nicht erforderlich, da nach deutschem Schadensersatzrecht nur objektiv entstandene Schäden berücksichtigungsfähig sind. (…) Die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zur Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung tragen auch diesen beiden Vorgaben des Artikels 25 Absatz 3 der Wohnimmobilienkreditrichtlinie Rechnung.“

Bundesministerium der Justiz, Email vom 27. November 2015

Das Justizministerium bezieht sich auf die Debatte in der fiktiven juristischen Welt, die „Entschädigung“ für eine Vorfälligkeit gleichsetzt mit dem Schadensrecht. Das Justizministerium tut so, als müssten die Kreditinstitute nach den Prinzipien des strengen Strafrechts ihre Vorfälligkeitsentschädigung rechtfertigen

„Das stimmt so nicht. Die Wirklichkeit sieht anders aus, die Banken haben das Privileg einen Schaden nur zu behaupten, ohne den Schaden objektiv das heißt tatsächlich nachweisen zu müssen. Und wenn die Regelung durch die Bundesregierung so kommt, dann sind die Verbraucher weiterhin gezwungen den landen Klageweg zu gehen.“

Dr. Timo Gansel, Bankrechtsanwalt, in: ZDF Frontal21, 1.12.2015

In unserer wirklichen Welt werden diese Rechtsnormen ganz anders praktiziert, da sind sich alle von mir befragten Bankrechtsanwälte einig.

Verlagerung auf den Verbraucher

Niemand beauftrag einen Ex-Richter damit, das Wort „objektiv“ aus einem Gesetz zu streichen und dafür eine ellenlange Begründung zu finden, wenn dahinten keine Strategie steckt. Hätte das Ministerium den Begriff „objektiv“ in dem Gesetzentwurf belassen und würde das Parlament dies so verabschieden, dann könnte man bei Bankrechnungen, die diesen Forderungen nicht erfüllen, auf die Idee kommen, dies sei Betrug. Damit käme das Strafgesetz in Betracht.

Denn Banken sind Profis, die müssen die Gesetze kennen und wenn sie mehrfach überhöhte Vorfälligkeiten berechnen, dann könnte man auf die Idee kommen, das sei Vorsatz und damit eine Straftat. Da es offensichtlich der politische Wille dieser Bundesregierung ist, dass sie Banken vor staatsanwaltlichen Untersuchungen bewahren wollen, haben sie die Forderung nach einer objektiv nachprüfbaren Abrechnung aus dem Gesetz heraus genommen.

Statt dessen verlagert das Justizministerium das Problem auf den Verbraucher, um die EU-Forderung zu erfüllen.

Kunden müsse Sachverständie sein

Entsprechend formulierte das Justizministeriums, die Banken sollten die Berechnungsformeln ihrer Vorfälligkeitsentschädigung in ihre Verträge schreiben, damit die Verbraucher bei Vertragsabschluss prüfen können, ob sie sich auf eine solche Regelung einlassen wollen oder auch nicht.

Der Trick ist, die Politik erhebt den Verbraucher auf Augenhöhe zu den führenden Anwaltskanzleien dieses Landes. Während sich die Juristen aber nur mit allen Tricks und Kniffen auf ihrem jeweiligen Spezialgebiet auskennen müssen, verlangen die Politiker vom Verbraucher ein Universalwissen über alle Verträge die es gibt. Schließlich müssen die Menschen Essen und Trinken, Wohnen, Arbeiten, Geräte reparieren etc. Von den Verbrauchern verlangen die Politiker, dass die Konsumenten alle Tricks und Klauseln von allen diesen Verträgen kennen, dann könnten sie entscheiden, ob sie den vorliegenden Vertrag unterschreiben wollen.

Dazu sind aber die Verbraucher gar nicht in der Lage. Nun weiß jeder Hauptschüler in diesem Lande, wie so etwas umgesetzt wird. Banken, Handel und Hersteller formulieren Texte, mit Sätzen die über 10 Zeilen gehen, Satzreihen ohne klares Subjektiv, in denen Worte verwendet werden, die keiner kennt. Mit anderen Worten, diese Texte soll kein Verbraucher verstehen können.

Bei einer Politik, die sie dazu zwingt, länger zu arbeiten, weniger zu verdienen und vielleicht noch zwei Arbeitsplätze benötigen, um eine Familie zu ernähren, fehlt den Verbrauchern schlicht die notwendige Lebenszeit, um dieses Universalwissen zu erwerben. Verbraucher sind den Anbietern bei der Vertragsgestaltung strukturell unterlegen. Sie können gar nicht das leisten, was die Politiker von ihnen verlangen.

Man muss einfach unterstellen, dass es der politische Wille von CDU und SPD ist, Verbraucher zu benachteiligen. Zumal es offensichtlich das Justizministerium freute, dass es gelungen sei, Verbraucherrechte zu beschneiden. Ein Augenzeugenbericht:

„Der für das Gesetz zuständige Referent tingelt schon seit Monaten auf vorwiegend von Bankjustitiaren besuchten Seminarveranstaltungen und brüstet sich immer wieder damit, wie er und seine Ministeriumskollegen in Brüssel weitergehenden Verbraucherschutz in der insgesamt wenig ambitionierten Richtlinie verhindert hätten.“

Prof. Kai-Oliver Knops: Widerruf von Verbraucherkrediten, Verbraucher und Recht 2015/ 9, S. 322

Selten wird in einem parlamentarischen Prozess so deutlich: Es ist der politische Wille dieser Bundesregierung, insbesondere der sozialdemokratischen Partei, dass Banken weiterhin ihre Kunden in einer sozialen Notlage übermäßig plündern dürfen.

Wir werden erleben, wie das Gesetzgebungsverfahren ausgeht.

 

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Duane Brocious 2016/12/13:
„I shared this on FB, I wonder if it or my entire page will be removed. I am seriously in fear of my life for posting these things.“

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2012/07/26

A film set was created for Tripoli (Libya) in Qatar, and they created fictitious demonstrations in order to sway public opinion worldwide. The same happened in Baghdad. And similar events are occurring in Syria. Many Journalists have left AlJazeera as a consequence. Shoruk explains.

Syria – The Media Lies of Aljazeera & the BBC – Shoruk

After decades of the United States rationalizing war and regime change on lies, the American People no longer get a pass to blindly accept more of the same in Syria. JUST like it was ENTIRELY possible to know in real time that the justifications for war in Iraq were predicated on lies, so it is with Syria. We stand on the edge of escalating a conflict which could trigger a much wider war, and the corporate FAKE news media AGAIN acts as stenographers for lies. SHAMEFUL. They should be tried for war crimes for their role in creating mass support for crimes against humanity.

Source List to identify US Media Propaganda Creating Regime Changes In The Near East:

This List doesn’t have any Sources of your allday Media menue, so it reflects only one site. To build your own opinion you should question both sources, to be honest I don’t believe we can trust one site only, neither this List nor allday Mainstream Media is telling US the truth. It’s up to you to use your mind!

Two CORE videos to watch to get context of reality of Syria situation:
Testimony to UN by US Peace Council:
https://www.youtube.com/watch?v=c8Jpp
Testimony to UN by Eva Bartlett (GO EVA!) independent Canadian Journalist:
https://www.youtube.com/watch?v=8IIrz
Eva Bartlett interview:
https://www.youtube.com/watch?v=bUyJV
Article Featured on Yahoo Today with Calls for No-Fly Zone:
https://www.yahoo.com/news/united-sta
Videos from Independent Journalist on Syria Propaganda:
https://www.youtube.com/watch?v=bUyJV
Syrian Peace Council Counters Propaganda:
https://www.youtube.com/watch?v=Yc-Rm
US Killing Civilians in Syria
http://www.chicagotribune.com/news/na
US has Dropped 20,000 bombs on Syria since JANUARY:
http://www.military.com/daily-news/20
White Helmets Propaganda:
http://21stcenturywire.com/2016/09/23
http://www.mintpressnews.com/us-propa
Pentagon’s New Rules Allow Them to Kill More Civilians in ISIS Strikes
New ‚Sliding Scale‘ of Number of Civilians to Be Killed Based on Location
http://www.military.com/daily-news/20
Albright on How the Death of 1/2 Million Iraqi Children in the 90s Due to US Sanctions was ‚Worth It‘:
https://www.youtube.com/watch?v=KP1OA
Long Term History of Syria -and why we want war now – by Robert Kennedy Jr:
http://www.ecowatch.com/syria-another
Long History of Manufacturing Propaganda to Support Wars – from October 3 – 500 million contract revealed to created Iraq War Propaganda:
http://www.mintpressnews.com/the-pent
C-Span Video – Joint Chief Staff Chair Reports No Fly Zone Will Lead Us Into War with Russia/Syria:
https://www.c-span.org/video/?c462173
Hillary Clinton Armed Saudi Arabia – Other Authoritarian Regimes After Donations to Clinton Foundation:
http://www.ibtimes.com/clinton-founda
United States Approve Another Saudi Weapons Deal:
http://abcnews.go.com/International/s
Sarin Gas Sale Approved to the Rebels from Clinton:
http://www.counterpunch.org/2015/10/2
CSPAN VIDEO ON NO FLY ZONE:
https://www.c-span.org/video/?c462173
Keith Ellison saying if he had HIS way we would already have a no fly zone which will lead to war with Russia/Syria
http://www.msnbc.com/morning-joe/watc
Ellison powwowing with Dem Establishment as they meet with Soros Behind Closed Doors – THREE DAY PRIVATE MEETING:
http://www.politico.com/story/2016/11
Sane Progressive Syria Videos Going Into MUCH More Detail about TRUTH in Syria:
https://www.youtube.com/watch?v=Di264
https://www.youtube.com/watch?v=xmAqX
Additional source lists in these video descriptions
George Soros Manipulations on Syria:
http://www.mintpressnews.com/212798-2

The Never Ending Story of The Near East Aleppo – Mossul – Syria – Saudi Arabia


Saudi Arabia-Syria relations


Syria - Saudi Arabia

Saudi Arabia King Fahd – Syria Bashar al-Assad


Syria


Saudi Arabia

Saudi Arabia–Syria relations refer to diplomatic and economic relations between Saudi Arabia and Syria. Diplomatic ties between these two countries of the Middle East have long been strained by the major events in the region. Relations between Saudi Arabia and Syria deteriorated further following the Syrian Civil War and Saudi Arabia’s numerous calls for Bashar al-Assad to be removed from power. Saudi Arabia cut off relations with Syria after they decided to close its embassy in Damascus and expel the Syrian ambassador in 2012.

Factors affecting relations

Sonoko Sunayama, a Middle East expert, argues that although economic concerns and balance of power are important, concerns about identity and ideology play the most significant role in the two countries‘ relations. Ian Black of the Guardian, on the other hand, states that Saudi foreign policy in general mostly focuses on business involving financial incentives and low-profile initiatives, which continued towards Syria until King Abdullah’s high-profile condemnation of the Assad government in 2011.

Both countries share Arab nationalist and Islamic identities.[1] However, a significant element of their identity and government, namely secular versus conservative pattern, is completely different in that Syria has a secular government and life-style, while Saudi Arabia a conservative regime and world view.

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History

The relations between two countries have been turbulent since their establishment as modern states.

1940s through 1960s

A Syrian mission was opened in Saudi Arabia in 1941. King Abdulaziz reportedly advocated the independence of Syria and Lebanon from both the Hashemite dynasty and the French mandate. The King met Shukri Al Quwatli, the first president of independent Syria, on 17 February 1945 in Al Fayyum, Egypt. Both countries were the founding members of the Arab League which was established in 1945.

Saudi Arabia supported the coup in Syria by Adib Shishakli in December 1950. Nevertheless, Saudi Arabia and Syria were in rival camps in the 1950s and 1960s as a result of the policies of Egypt’s leader Gamal Nasser and of the Cold War. Syria advocated Nasser’s policies and was the major Arab ally of the USSR. However, Saudi Arabia was among the opponents of Nasser’s policies and was close to the United States. Following the Baath party’s rule in Syria in 1963, their diplomatic ties again became tense. A left-wing faction of the Baath Party, called the Neo-Baath, led by Salah Jadid took over the government on 23 February 1966, further damaging the relations. Because new Syrian government declared war against monarchist nations, including Saudi Arabia.

1970s and 1980s

At the end of November 1970, the neo-Baath leaders were toppled and removed, and Hafez Assad became the ruler of Syria. Diplomatic negotiations between two countries were opened and renewed. With the death of Nasser in 1972 the relations began to further improve.

Three months before the joint attacks of Egyptian and Syrian forces on Israeli forces in the Sinai and the Golan Heights Egyptian President Anwar Sadat and Syrian President Hafez Assad visited King Faisal in Riyadh in August 1973. In turn, King Faisal visited Damascus in 1974 and persuaded then US Secretary of StateHenry Kissinger to include Syria as a key participant in any Arab-Israeli negotiations. King Khalid, successor of King Faisal, stated in 1975 that Saudi Arabia supported the Syrian role in the Lebanese civil war. Hafez Assad participated in the Riyadh summit held in 1976.

Syria’s alliance with the Islamic Republic of Iran during the Iran–Iraq War again led to strained relations at the beginning of the 1980s. Syrian president Hafez Assad paid a significant visit to Riyadh on 22 December 1981. When King Fahd became the ruler of Saudi Arabia in 1982 he developed a special bond with Assad and it continued throughout his reign. In October 1989, both countries actively advocated the Taif agreement that reestablished the Lebanon’s political system and ended civil war in Lebanon.

1990s

The relations between Saudi Arabia and Syria were positive in the 1990s. Following the invasion of Kuwait by then Iraqi president Saddam Hussein in August 1990, Syria took part in the US-led international coalition that was established to defend Saudi Arabia and liberate Kuwait.

2000s

Four months after Bashar Assad succeeded his father as Syrian president, he visited Saudi Arabia in October 2000 and met King Fahd. It was his second state visit after Egypt.

The assassination of the Lebanese Prime Minister Rafik Hariri, an ally of Saudi Arabia, in Beirut on 14 February 2005 was detrimental to the relations. The Israel-Lebanon war in 2006 further damaged the relations since Syria overtly advocated Hezbollah. Relations between Saudi Arabia and Syria began to become strained in August 2008 when Saudi Arabian ambassador was called back to Riyadh and then, withdrawn in protest over Syrian forces‘ crackdown on anti-government demonstrators. In addition, King Abdullah boycotted the Arab League’s summit held in Damascus in 2008.

However, Saudi Arabia appointed its ambassador to Damascus, Abdullah Al Eifan, on 25 August 2009. Bashar Assad visited Riyadh in September 2009. In October, King Abdullah visited Syrian President Bashar Assad in Damascus that was regarded as a rapprochement between two countries. In addition, Syria appointed a new ambassador, Mehdi Dakhlallah, to Saudi Arabia the same month. Therefore, diplomatic ties were reestablished. By January 2010, Syrian President Assad visited Saudi Arabia for three times.

Syrian civil war

The Saudi Arabian involvement in the Syrian War has involved the large-scale supply of weapons and ammunition to various rebel groups in Syria during the Syrian Civil War.

The Financial Times reported in May 2013 that Saudi Arabia was becoming a larger provider of arms to the various groups. Since the summer of 2013, Saudi Arabia has emerged as the main group to finance and arm the rebels. Saudi Arabia has financed a large purchase of infantry weapons, such as Yugoslav-made recoilless guns and the M79 Osa, an anti-tank weapon, from Croatia via shipments shuttled through Jordan. The weapons began reaching rebels in December 2012 which allowed rebels‘ small tactical gains against the Syrian army. This shipment was said to be to counter shipments of weapons from Iran to aid the Syrian government.

Saudi Arabia and other Gulf states have received criticism for increasing their backing for Syrian rebels associated with the Army of Conquest, which includes the al-Nusra front, an al-Qaeda affiliated group.

Croatian weapons

M79 Osa anti-tank weapon purchased by Saudi Arabia from Croatia for use in the Syrian Civil War

In December 2012, a new wave of weapons from foreign supporters were transferred to rebel forces via the Jordanian border in the country’s south. The arms included M79 Osaanti-tank weapons and M-60 recoilless rifles purchased by Saudi Arabia from Croatia. Previously, most of the weapons were delivered via the Turkish border in the north. The goal for the change in routes was to strengthen moderate rebels and to support their push towards Damascus.

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Bandar bin Sultan

In August 2013 the Wall Street Journal reported that Saudi Prince Bandar bin Sultan had been appointed to lead Saudi Arabia’s efforts to topple Syrian President Bashar al-Assad, and that the US Central Intelligence Agency considered this a sign of how serious Saudi Arabia was about this aim. Bandar was described as „jetting from covert command centers near the Syrian front lines to the Élysée Palace in Paris and the Kremlin in Moscow, seeking to undermine the Assad regime.“ After tensions with Qatar over supplying rebel groups, Saudi Arabia switched its efforts from Turkey to Jordan in 2012, using its financial leverage over Jordan to develop training facilities there, overseen by Bandar’s half-brother Salman bin Sultan. In late 2012 Saudi intelligence also began efforts to convince the US that the Assad government was using chemical weapons. The Saudi government also would be sending prisoners sentenced to death to fight in Syria.

Former head of MI6, Richard Dearlove revealed he was told Bandar’s genocidal intentions, claiming the Prince had told him „The time is not far off in the Middle East, Richard, when it will be literally ‚God help the Shia‘. More than a billion Sunnis have simply had enough of them.“ Dearlove has expressed his view that „Saudi Arabia is involved in the Isis-led Sunni rebellion“.

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November 2015 escalation

Following the Russian military intervention in the Syrian Civil War, Saudi Arabia heavily increased its support and supply of arms such as anti-tank weapons in order to assist rebels in countering major new government offensives backed by Russian air support.

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References

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Syrian civil war that began in 2011 damaged the relations between two countries. Because Saudi Arabia have been allegedly sending weapons to the opposition forces, while Iran to the Assad forces. It was Saudi King Abdullah who was the first Arab leader to condemn the Assad government in August 2011 „due to its method to deal with the anti-government“ demonstrations.“

As a result of these events, Saudi Arabia withdrew its delegation from the Arab League’s peacekeeping mission in Syria on 22 January 2012 and closed its embassy in Damascus in February as well as expelled Syrian ambassador.

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Economic ties

One of the early economic relations between Saudi Arabia and Syria was in 1950 when a trade agreement was signed and Saudi Arabia provided Syria with financial support. It followed other trade agreements, but all of them were cancelled by King Faisal on 3 May 1966 due to hostile attitude of the neo-Baath government in Syria towards Saudi Arabia. On 4 April 1972, the two countries signed another trade and economic agreement. It allowed free imports and exports of local products between two countries without customs fees for agricultural products, livestock and natural resources. Following the Syrian support for the coalition in the war against the invasion of Kuwait, Syria was provided with nearly $2.2-2.6 billion in aid by Kuwait and Saudi Arabia. In February 1991, a joint committee was formed by Saudi Arabia and Syria, and it fostered economic cooperation between the countries.

In 1997, Syrian exports to Saudi Arabia included mostly livestock, fruits, vegetables, textiles and furniture of which overall cost was over 602 million Riyals. Major items exported by Saudi Arabia to Syria were crude oil and its by products, plant oil and dates, and the 1997 cost of them was nearly 262 million Riyals. In addition, Saudi Arabia had private investments in Syria with a cost of US $700 million in the same year. The number of joint projects was around 50.

Syria and Saudi Arabia signed an accord on 20 February 2001 to set up a free trade area. In December 2001, the two countries and Jordan signed a memorandum of understanding concerning the construction of a railway link to be used by all three for commercial purposes. Later both countries joined the Greater Arab Free Trade Area (GAFTA).[21]

In parallel to tense diplomatic relations in 2008, both countries began to put taxes on each other’s products, but, taxes were ended in 2009. Unofficial figure for the 2007 annual Saudi investment in Syria was $750m and it increased to $1 billion in 2009. On 6 and 7 March 2010 Saudi-Syrian Business Forum and the 11th Session of the Syrian-Saudi Joint Committee were held in Damascus. Five cooperation agreements were signed during the events.

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See also

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References

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