JHV 2014 FC Schalke 04: Diese Kandidaten würde ich wählen!


image

Fragebogen von Stefan Schorlemmer
19. April 2014 | Autor Schalker Markt

1. Kannst du dich kurz vorstellen?
Gerne.
Mein Name ist Stefan Schorlemmer, 47 Jahre, verheiratet, 1 Sohn, bei dem die fußballerische Sozialisierung als voll und ganz gelungen betrachtet werden darf.
Geboren und aufgewachsen bin ich in Herne, lebe aber seit vielen Jahren in Münster.
Ich besuche die Spiele des FC Schalke 04 seit 1980 sehr regelmäßig, bin seit 1996 Mitglied in unserem Verein und habe seitdem auch eine Dauerkarte in Block 3, heute in N3. 
Solange ich noch stehen kann wird das auch so bleiben.
Obwohl ich es das ein oder andere Mal in Erwägung gezogen habe, war ich bis heute noch nie Mitglied in einem Fan-Club – das macht mich unabhängig ist aber vermutlich auch das einzig Unorganisierte in meinem Leben.
2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben?
Ich habe im vergangenen Jahr eine Menge über unseren Verein gelernt und bin sehr dankbar für die Erfahrung, dass man auch als „einfaches“ Mitglied eine ganze Menge bewegen kann.
Qualitäten, die mir persönlich sehr wichtig sind und für die ich stehe, sind im Wahlausschuss – so gut ich das von außen beurteilen kann – aktuell unterrepräsentiert. Darum bewerbe ich mich um dieses Amt.
3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen?
Der Wahlausschuss ist ein sehr wichtiges Gremium in unserem Verein, jedoch kein Ort für Selbstdarsteller und Menschen, die sich profilieren möchten. Hier sollte man sich als Person zurücknehmen.
Das kann ich gut.
Ich bin kritisch aber fair, habe ein hohes Verantwortungsbewusstsein für die Werte unseres Vereins und kann außerdem Kurve UND Anzug – nur nicht gleichzeitig.
4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsrats-Kandidaten aus?
Er oder sie muss unbedingt wirtschaftlich unabhängig sein, von hoher fachlicher Kompetenz, Schalke mit dem Herz und dem Bauch leben und schließlich mit dem Kopf und ein wenig Lebenserfahrung handeln. 
Wenn aber das Herz ja sagt, dann sollte er oder sie darauf unbedingt hören.
5. Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren?
Ob ein Gremium gut funktioniert, zeigt sich für mich auch darin, dass Entscheidungen eben NICHT immer einstimmig fallen. Diese Chance wurde in den letzten Jahren häufig vergeben. Es wurden Entscheidungen getroffen, bei denen es für mich unvorstellbar war, dass nicht ein einziger Vertreter aus unserem Aufsichtsrat dagegen gestimmt hat.
Die Vertreter, die mit dem Attribut „fannah“ in den Aufsichtsrat gewählt wurden, konnten oder durften ihrer Rolle zuletzt nicht wirklich gerecht werden.
6. Wie beurteilst du die mögliche Änderung der Anzahl an kooptierten Mitgliedern im Aufsichtsrat?
Berechtigte (?) Ansprüche von Partnern oder Sponsoren hin oder her, dazu darf es nicht kommen.
Auf keinen Fall sollte es nach meiner Überzeugung möglich sein, dass die von den Mitgliedern gewählten Aufsichtsräte – selbst bei absoluter Einigkeit – über weniger als 50% der Stimmen im Aufsichtsrat verfügen.
Alternativ sollten kooptierte Aufsichtsräte über kein Stimmrecht verfügen, dann wäre das für mich in Ordnung.
7. Wie beurteilst du die Arbeit des Wahlausschuss in den letzten Jahren?
Der Wahlausschuss tagt geheim, daher kann naturgemäß nur das Ergebnis seines Wirkens und nicht die Arbeit des Einzelnen beurteilt werden.
Es ist jedoch meine feste Überzeugung, dass – bei aller Emotion und Herzblut – sowohl in der Mitgliederversammlung insgesamt als auch in jedem einzelnen Mitglied soviel Verstand vorhanden ist, dass nur die für Schalke besten Kandidaten am Ende auch ins Amt gewählt werden. 
Dass dabei auch mal etwas Überraschendes herauskommen kann, ist etwas, was eine funktionierende Demokratie aushalten wird.
Eine Vorauswahl sollte meiner Überzeugung nach durch den Wahlausschuss nur dahingehend erfolgen, dass geprüft wird, ob der Kandidat bzw. die Kandidatin mit allen wesentlichen Qualitäten gut für Schalke ist und ob er oder sie auch in der Lage ist, dieses Amt mit Verlässlichkeit, Verantwortung und Rückgrat auszufüllen.
Wer das ist, sollte das höchste Gremium des Vereins entscheiden und das ist die Mitgliederversammlung.
Wenn die Mitglieder dies wünschen, werde ich mich dafür mit aller Kraft einsetzen.
8. Sollte man den Wahlausschuss reformieren? Wenn ja, wie?
Der Vorschlag einer rollierenden Besetzung des Wahlausschusses, bei dem in jedem Jahr einige und niemals alle Mitglieder gleichzeitig zu wählen sind, ist gut und richtig. Er würde eine hohe Stabilität und Verlässlichkeit in dieses Gremium bringen.
Dass die Inhalte der Beratungen geheim bleiben, halte ich auch im Interesse der Bewerber zum Aufsichtsrat für richtig. Ein wenig mehr über die Kriterien nach denen der Wahlausschuss grundsätzlich entscheidet zu erfahren, täte der Transparenz allerdings gut.
Fragebogen von Stefan Barta
19. April 2014 | Autor Schalker Markt

1. Kannst du dich kurz vorstellen?
Ich heiße Stefan Barta, bin 50 Jahre alt, habe zwei Kinder (11 und 12 Jahre alt) und ich lebe mit meiner Familie in Hamm. Ich besuche die Spiele des FC Schalke seit 1976, bin Vereinsmitglied seit 1991 und beschäftige mich seit Jahren täglich mit unserem Verein.
Ich bin Marketing-Kommunikationswirt und Autor verschiedener Bücher zum Thema Schalke: „Mein Parkstadion“, „Für immer Blau-Weiß“ und „75 Schalker Legenden“. Ich bin einer der vielen Tausend unorganisierten Fans, das heißt, dass ich keinem Fanclub und keiner Fanorganisation angehöre.
2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben?
Der Wahlausschuss ist eines der wichtigsten Vereinsorgane und somit ist eine Stimme im Wahlausschuss mit großer Verantwortung für den Verein verbunden. Weil ich mir dieser Verantwortung bewusst bin und diese auch übernehmen möchte und auch übernehmen kann, habe ich mich dazu entschlossen, mich zu bewerben. Denn ich möchte durch meine Stimme im Wahlausschuss sicherstellen, dass die Mitglieder des FC Schalke 04 auf der Jahreshauptversammlung die geeignetsten Aufsichtsratkandidaten wählen können.
3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen?
Weil mir nichts mehr am Herzen liegt als der FC Schalke 04. Entscheidungen, die ich im Wahlausschuss treffen werde, werden immer zum Wohle des Vereins sein. Leider hatte ich in der Vergangenheit manchmal das Gefühl, dass Aufsichtsratkandidaten im Sinne des Vorstandes ausgesucht wurden. Das wird es mit mir nicht geben.
4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsrats-Kandidaten aus?
Der ideale Kandidat stärkt mit seinen individuellen, persönlichen und beruflichen Kernkompetenzen den Aufsichtsrat. Der ideale Aufsichtsratkandidat ist vor allem unabhängig und ist in der Lage kontrovers zu begutachten und gegebenenfalls auch unbequem zu hinterfragen. Der ideale Aufsichtsrat hat aber auch Bodenhaftung „auf Kohle“ und versteht die blau-weiße Seele.
Auf den Punkt gebracht bedeutet das, dass ich glaube, dass erstens jemand mit Kenntnissen und Kontakten in Wirtschaft und Politik wichtiger für unseren Erfolg als Verein ist, als beispielsweise ein Fanbeauftragter und zweitens, dass der Kandidat die Fähigkeit besitzen muss, frühzeitig erkennen zu können, dass beispielsweise ein Partner wie viagogo nicht zu unserer Vereinsphilosophie passt.
5. Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren?
Die Arbeit kann ich natürlich nur als Außenstehender beurteilen, wobei ich sagen muss, dass ich mich täglich mit unserer Vereinspolitik beschäftige. Ich habe dabei manchmal den Eindruck, dass da ein Stück Unabhängigkeit fehlt. Doch die ist wichtig, will man der Arbeit des Vorstandes kritisch gegenüberstehen. Auch und erst recht im positiven Sinne. Unser Vorstand leistet nämlich im Großen und Ganzen hervorragende Arbeit, aber wenn er mal daneben greift, wie beispielsweise bei der Partnerschaft mit viagogo, dann muss da ein starker Aufsichtsrat reagieren. Das war in diesem Beispiel nicht der Fall und leider gibt es da noch weitere Beispiele.
6. Wie beurteilst du die mögliche Änderung der Anzahl an kooptierten Mitgliedern im Aufsichtsrat?
Die Anzahl der kooptierten Aufsichtsratmitglieder ist mir eigentlich jetzt schon zu hoch. Doch das ist nicht weiter schlimm. Die Zahl könnte, auch wenn jetzt gedacht wird, dass ich mir da wiederspreche, sogar noch erhöht werden. Denn das, was bei den kooptierten Aufsichtratmitgliedern der Haken ist, ist das Stimmrecht. Es kann – und ich sage sogar es darf nicht sein -, dass kooptierte Aufsichtsratmitglieder das gleiche Stimmrecht haben wie die von der Mitgliederversammlung gewählten. Denn das führt die Vereinsdemokratie ad absurdum. Da kann gewählt werden wie man will. Wenn die Mehrheit des Aufsichtsrates kooptiert ist und gleiches Stimmrecht besitzt, hat die Wahl keine Ausschlagskraft mehr. Das gibt es so auch nicht in der freien Wirtschaft. Also stehe ich den kooptierten Mitgliedern natürlich kritisch gegenüber.
7. Wie beurteilst du die Arbeit des Wahlausschuss in den letzten Jahren?
Die Entscheidungen des Wahlausschusses werden ja nach außen als Einstimmig getroffen getragen. Natürlich ist das nicht so. Da gibt es bei den sieben bisherigen Mitgliedern offenbar eine 4:3 Gewichtung. Also kann ich nicht sagen, dass die Wahlausschuss-Mitglieder per se gute oder schlechte Arbeit geleistet haben. Da ich jedoch einige Aufsichtsratkandidaten, die sich in den letzten Jahren beworben haben, aber nicht zur Wahl auf der JHV zugelassen wurden, persönlich gut kenne, frage ich mich schon, warum diese nicht zugelassen wurden. Von ihren persönlichen, beruflichen und menschlichen Fähigkeiten her, die ich oben schon beschrieben habe, hätte ich sie durchaus den Mitgliedern vorgestellt. Denn ich glaube schon, dass die Mitgliederversammlung in der Lage ist, die geeignetsten Aufsichtsräte zu wählen. So viel sollte man den Schalkern schon zutrauen, denke ich. Aber alternativ, wie letztes Jahr geschehen, nur einen „neuen“ Kandidaten zuzulassen, der obendrein erst ein Jahr zuvor abgewählt wurde, spricht meines Erachtens nach Bände.
8. Sollte man den Wahlausschuss reformieren? Wenn ja, wie?
Ich finde das Gremium so wie es ist gut. Es ermöglicht größtmögliche Vereins-Demokratie. Das ist ein Gut, mit dem ich mich identifiziere.
Veröffentlicht in Vereinspolitik
Hinweis

Fragebogen von Maik Deinert
19. April 2014 | Autor Schalker Markt

image1. Kannst du dich kurz vorstellen?
Maik Deinert, 36 Jahre, seit dem 19.04.2010 verheiratet, ein Kind, Gebürtiger Gelsenkirchener, aufgewachsen und bis 1999 wohnhaft in Gelsenkirchen Buer Seit 1999 aus beruflichen Gründen wohnhaft in Koblenz
An der Bankakademie in Frankfurt habe ich das „Handwerk“ der Immobilienfinanzierung erlernt und beschäftige mich bis heute hauptberuflich mit diesem Thema – angefangen von der Eigentumswohnung bis hin zur umfangreichen Projektfinanzierung.
Familiär unvorbelastet habe ich meine Leidenschaft für Schalke während der Schulzeit entwickelt. Mitglied bin ich seit dem 01.07.2002
2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben?
Weil es mir wichtig ist zu handeln, wenn ich der Meinung bin, dass etwas falsch läuft.
Konkret sehe ich auf Vereinsseite die stetig fortschreitende Tendenz dazu den „e.V.“ nahezu propagandistisch zu beschwören, diesen aber de facto in seiner Grundidee abschaffen zu wollen.
Ein Verein sollte zuerst immer im Interesse seiner Mitglieder handeln und diese am Geschehen beteiligen. Dies ist beim FC Schalke 04 mittlerweile kaum noch möglich und anscheinend auch nicht mehr wirklich gewünscht, solange man nicht die vorgegebene Meinung teilt. Noch weiter eingeschränkt wird die Mitbestimmung durch die Möglichkeit der Kooption eines weiteren AR Mitglieds, wogegen ich eindeutig bin.
Ferner stört es mich gewaltig, dass ein Leitbild verabschiedet wird, in dem man sich zusagt respektvoll, tolerant und auf Augenhöhe miteinander zu sprechen und den „e.V.“ als Grundlage von allem anzuerkennen. Gleichzeitig aber erleben wir als traurigen Höhepunkt den tatsächlichen Umgang mit Schalkern, wenn sie, wie im Fall „viaNogo“ nicht mit der Vereinsführung auf einer Linie sind. Nachdem diese Personen nach langem, hartem Kampf sicherlich im Namen von sehr vielen Schalker den Deal gekippt haben, versucht man Sie bei Satzungsänderungsanträgen für die aktuelle JHV wieder als Deppen zu positionieren.
Dies muss sich ändern, wenn man davon spricht tolerant und fair miteinander umzugehen.
Wenn man dann aktuell betrachtet, dass der SFCV schon im Vorfeld, ohne überhaupt alle Kandidaten für den Wahlausschuss zu kennen, den Fans auftischt wer die wahren Kandidaten sind, die übertrieben gesagt für „Recht und Ordnung“ stehen. Nämlich für ein „starkes Schalke“ und damit alle anderen indirekt herabwürdigt, dann ist das meiner Meinung nach kein Beispiel für Toleranz, Offenheit und Chancengleichheit.
Aus diesen Gründen und aus noch viel mehr Negativbeispielen der vergangenen Jahre bewerbe ich mich nun, um einige dieser Probleme davon anzugehen.
3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen?
Weil ich kein Mitläufer bin. Bevor ich mir meine Meinung bilde, höre ich mir erst alle beteiligten Seiten an. Nur so kann ich diese dann auch vertreten, wobei ich keine Angst habe vor großen Namen, die versuchen mich „auf Linie“ zu bringen.
4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsrats-Kandidaten aus?
Zunächst einmal muss er den Verein Schalke 04 mit den dazu gehörigen Emotionen verstehen. Darüber hinaus muss er sich bewusst sein, möglichst im Sinne aller zu handeln.
Hierzu gehört für mich vor allem ein gesundes Maß an Diplomatie, sowie Selbstbewusstsein seinen Standpunkt auch in stürmischen Zeiten aufrecht zu erhalten und nicht umzufallen.
Als zweite wichtige Voraussetzung sehe ich die persönlichen Kenntnisse des Kandidaten. Er muss den Verein mit seinem Know How bereichern. Dies kann sich ausdrücken durch fundierte analytische Kenntnisse im Wirtschaftsbereich, genauso wie ausgeprägtes Wissen im sportlichen Segment. Aber auch durch ein hohes Maß an Menschlichkeit und Verhandlungsgeschick ist notwendig, um verschiedene Interessen zusammen zu bringen.
5. Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren?
Hierzu kann ich als „Außenstehender“ nicht wirklich eine Wertung abgeben, da ich nicht beurteilen kann wer intern wirklich etwas leistet.
Mir fehlt jedoch auch seitens des Aufsichtsrates ein energisches Eingreifen in wichtigen Fragen des Umgangs miteinander.
6. Wie beurteilst du die mögliche Änderung der Anzahl an kooptierten Mitgliedern im Aufsichtsrat?
Wie schon erwähnt lehne ich dies kategorisch ab. Ich stehe weiterhin dafür, dass die Mehrheit der AR Mitglieder durch die JHV gewählt werden müssen. Die geplante Aufstockung schwächt weiter den Grundgedanken der Mitbestimmung innerhalb des „e.V.“ und nimmt so eine sehr wichtige Einflussmöglichkeit. Sponsoren, die kein Vertrauen in die Arbeit des Vereins haben und meinen diese über einen Sitz im Aufsichtsrat kontrollieren zu müssen, sind möglicherweise nicht die richtigen Partner für den FC Schalke 04. Hier wäre die Frage, ob es nicht sinnvoller ist die Sponsorenvertreter in eine Art Beirat auszugliedern, die an Sitzungen teilnehmen, aber nicht stimmberechtigt sind.
7. Wie beurteilst du die Arbeit des Wahlausschuss in den letzten Jahren?
Von außen kann ich diese nicht wirklich beurteilen, da ich nicht weiß, wer sich tatsächlich zur Wahl stellt und wie qualifiziert diese Personen sind. Man stellt sich jedoch als Fan die Frage, warum es in gewissen Jahren teilweise nur drei Kandidaten gibt, die überhaupt die Mindestanforderungen erfüllen und warum einer davon auch noch jemand sein soll, der kurz zuvor von der JHV als nicht geeignet eindeutig aus dem Gremium abgewählt wurde.
Ergänzend sehe ich den Hang dazu die bereits im Aufsichtsrat sitzenden Personen grundsätzlich immer zur Wiederwahl zuzulassen, ein Umstand der darauf schließen lässt, dass dies nicht immer kritisch hinterfragt wird.
8. Sollte man den Wahlausschuss reformieren? Wenn ja, wie?
Den Wahlausschuss nach dem gleichen Wahlverfahren wie den Aufsichtsrat zu wählen halte ich für sinnvoll. Den Vorschlag für eine entsprechende Satzungsänderung sehe ich also positiv auch wenn ja diesbezüglich anscheinend nun alle Satzungsänderungen zurückgezogen wurden. Ansonsten habe ich in die Arbeitsweise bislang zu wenig Einsicht um bereits jetzt Anregungen geben zu können. Ich habe aber Ideen, die ich als Mitglied des Gremiums gerne einbringen würde.

Fragebogen von Eva-Maria Lewkowicz
19. April 2014 | Autor Schalker Markt

1. Kannst du dich kurz vorstellen?
Eva-Maria Lewkowicz, 49 Jahre alt, in zweiter Ehe glücklich verheiratet, eine Tochter. Ex-Frau von Peter Peters, Trennung 1997.
Seit 20 Jahren Mitglied im FC Schalke 04. Beruf: Professorin für Betriebswirtschaftslehre an der Westfälischen Hochschule.
2. Warum hast du dich für den Wahlausschuss beworben?
Ich arbeite schon seit 12 Jahren im Wahlausschuss mit und weiß, wie wichtig diese Arbeit für den Verein ist: Wir brauchen kompetente Aufsichtsräte, die sich für den Verein einsetzen – und nicht für eigene Interessen.
3. Warum sollten Schalker ausgerechnet dich wählen?
Berufsbedingt bin ich in der Lage einschätzen zu können, ob das Wissen der Kandidaten ausreicht, sich in die komplexen Fragestellungen einarbeiten zu können, die ein Aufsichtsratsmandat sich mit sich bringt. Ich kenne die Vereinsstrukturen und stehe dafür, dass die Arbeit im Wahlausschuss auch mit neuen Gesichtern kontinuierlich verlaufen kann. Ich gehöre keiner Gruppierung an und vertrete als unabhängige Schalkerin das normale Mitglied.
4. Was macht für dich einen guten Aufsichtsrats-Kandidaten aus?
Er oder sie kandidiert, um dem Verein zu helfen und nicht aus persönlichen Eitelkeiten heraus. Er oder sie ist eine Persönlichkeit, die qua Lebenserfahrung und Fachwissen einen hilfreichen Beitrag zur Beratung und Kontrolle des Vorstandes leisten kann. Er oder sie hat die Interessen der unterschiedlichen Anspruchsgruppen des Vereins im Blick und kann ausgleichend wirken.
5. Wie beurteilst du die Arbeit des Aufsichtsrats in den letzten Jahren?
Insgesamt bin ich zufrieden. Der FC Schalke 04 hat eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt. Wir sind gewachsen, wir sind finanziell auf einem guten Weg und wir spielen auf einem hohen sportlichen Niveau. Und das alles in Zeiten eines immer härter werdenden Wettbewerbsumfelds. Die ein oder andere Ungeschicklichkeit hätte vermieden werden können. Also haben wir auch noch Luft nach oben. Aber was wären wir ohne Ziele?
6. Wie beurteilst du die mögliche Änderung der Anzahl an kooptierten Mitgliedern im Aufsichtsrat?
Das wichtigste für den FC Schalke 04 ist, auch in Zukunft als eingetragener Verein in der Bundesliga und in den internationalen Wettbewerben bestehen zu können. Das ist harte Arbeit. Unsere Partner fordern Kompetenz, Kontinuität und Seriosität. Wenn kooptierte Aufsichtsratsmitglieder dazu einen Beitrag leisten, sind sie mir hoch willkommen.
7. Wie beurteilst du die Arbeit des Wahlausschuss in den letzten Jahren?
Wie Birgit Feldbrügge, Günter Reipen, Stefan Kleier, Arthur Saager, Frank Arndt und Dennis Steckel bin ich Mitglied dieses Wahlausschusses. Ich möchte ungern unsere eigene Leistung beurteilen. Persönlich hätte ich mir die ein oder andere Entscheidung auch mal anders gewünscht. Aber so ist das eben in einer Demokratie.
8. Sollte man den Wahlausschuss reformieren? Wenn ja, wie?
Man könnte darüber nachdenken, die Wahlen der Mitglieder des Wahlausschusses ähnlich zu organisieren, wie die Wahl der Mitglieder des Aufsichtsrates. Konkret würde das bedeuten, dass der Wahlausschuss nicht alle drei Jahre komplett neu gewählt würde, sondern jedes Jahr die Mitglieder auf zwei Positionen neu gewählt würden. Der Vorteil wäre, dass die Fluktuation unter gleichzeitiger Sicherstellung geordneter Abläufe höher sein könnte.
Veröffentlicht in Vereinspolitik

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: