Nicht Trump hat die US Wahl 2016 gewonnen, sondern Hillary Clinton hat sie verloren!


Datenanalyse zur US-Wahl


Diese neun Grafiken erklären, warum Clinton verloren hat

US Präsidentschaftswahlen 2016

US Präsidentschaftswahlen 2016

Hillary Clinton, eine viel zu schwache Kandidatin, hat die Wahl verloren! Hillary Clinton war ganz einfach die falsche Kandidatin!

Am Ende haben sogar mehr Frauen Trump gewählt als Männer Clinton – und das war bei weitem nicht das einzige Problem der Demokratin: Erste Datenanalysen erklären die Sensation der Wahlnacht.

Kurz vor der Wahl waren sich die Prognostiker noch einig: Höchstwahrscheinlich wird Hillary Clinton die Präsidentschaftswahl gewinnen. Die New York Times sagte der Demokratin eine Siegchance von 85 Prozent voraus, die Huffington Post 98 Prozent, andere sahen sie sogar bei mehr als 99 Prozent. Am Ende siegte Donald Trump – und das durchaus deutlich. Wie konnte Clinton diese sicher geglaubte Wahl verlieren? Welche Faktoren waren für die Niederlage verantwortlich? Eine Annäherung.

  • Clinton verliert bei Schwarzen und Latinos gegenüber Obama

Fast jeder dritte Latino hat seine Stimme an den republikanischen Kandidaten gegeben. Darauf deuten Zahlen aus den Umfragen nach der Wahl hin (Details dazu siehe Ende).

Die These, ethnische Minderheiten würden Trump nicht wählen, hat sich nicht bewahrheitet. Zwar haben die Schwarzen, Latinos und Asiaten überwiegend für die Demokratin gestimmt. Clinton hat fast 90 Prozent aller Stimmen von Schwarzen geholt, 65 Prozent bei Latinos und Asiaten. Aber Clinton erreichte nicht die Strahlkraft eines Barack Obama bei der Wahl 2012 – im Vergleich zu damals sind die Werte um bis zu acht Prozentpunkte zurückgegangen.

US Präsidentschaftswahlen 2016

US Präsidentschaftswahlen 2016

  • Mehr Frauen wählen Trump als Männer Clinton, und Junge fehlen auch

Gründe, der Demokratin die Stimme zu geben, gab es für weibliche Wähler zuhauf: Clinton wäre die erste Präsidentin der Vereinigten Staaten geworden. Eigentlich hätte Sie triumphieren müssen, hat sie aber nicht.

Zu den Wahrheiten dieser Wahl gehört aber auch: Trump konnte Männer so gut motivieren wie Clinton die Frauen – und wirkte auf Frauen weniger abschreckend als Clinton auf Männer.

US Präsidentschaftswahlen 2016

US Präsidentschaftswahlen 2016

Der Sieg Trumps ist außerdem ein Sieg der älteren Wähler. Ab einem Alter von 45Jahren vertrauen die Amerikaner mehrheitlich auf Trump. Bei den 45- bis 64-Jährigen schneidet Clinton mit 44 Prozent am schlechtesten ab.

US Präsidentschaftswahlen 2016

US Präsidentschaftswahlen 2016

Bei den jüngsten Wählern kann Clinton zwar punkten, ihr Lager hat bei den 18- bis 29-Jährigen aber auch massiv verloren: Nur noch 54 Prozent der unter Dreißigjährigen wählten die Demokratin. Hinter Obama standen 2012 noch 60 Prozent der Jungen.

  • Clinton kann bestenfalls in den Städten gewinnen

Florida

In Florida, der Mutter aller „Battleground-States“, gewann George W. Bush vor 16 Jahren die Wahl gegen Al Gore wegen ein paar hundert Stimmen. Barack Obama legte hier die Grundlage für seine erste Präsidentschaft und konnte auch 2012 gewinnen. Trump erhält hier mit 49,1 Prozent der Stimmen genauso viel Zustimmung wie Mitt Romney 2012. Doch Clinton verliert im Vergleich mit Obama 2,4 Prozentpunkte. Der Blick auf die Wahlbezirke zeigt die tiefe Kluft zwischen Stadt und Land. Vor allem in der Metropolregion Miami, die sich bis nach Palm Beach erstreckt, liegt Clinton weit vor Trump. Dagegen fährt Trump in ländlichen Wahlbezirken zum Teil vier mal mehr Stimmen ein als seine Widersacherin.

 

US Präsidentschaftswahlen 2016

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Pennsylvania

Spätestens als die Nachrichtensender Pennsylvania zum Trump-Staat erklärten, war die Präsidentschaft für Clinton verloren. Seit 1992 gingen die 20 Wahlmänner immer an die Demokraten. Obama holte vor vier Jahren in Pennsylvania mit noch fast fünf Prozentpunkte Vorsprung zu seinem Konkurrenten Mitt Romney den Sieg. Nun liegt Trump mit 48,8 Prozent mehr als einen Prozentpunkt vor Clinton. Die Demokratin gewinnt in den drei größten Städten Philadelphia (hier sogar mit mehr als 80 Prozent der Stimmen), Pittsburgh und Allentown. Auf dem Land kommt Trump hingegen zum Teil auf Werte deutlich jenseits von 80 Prozent der Stimmen.

 

US Präsidentschaftswahlen 2016

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Ohio

Seit 1964 hat in Ohio immer der Kandidat gewonnen, der später auch Präsident wurde. In diesem Wahlkampf hat sich schon früh abgezeichnet, dass es für Clinton hier schwer werden würde – der Bundesstaat ist stark industriell geprägt, die Arbeitslosigkeit hoch und viele Wähler frustiert. Am Ende wird Ohio zu einem Desaster für Clinton – sie liegt 8,6 Prozentpunkte hinter Trump, der hier sogar mit Dayton eine der größeren Städte für sich entscheiden kann. Neben Cleveland, Athens County und Columbus gehen nur vier weitere Bezirke an Clinton.

 

US Präsidentschaftswahlen 2016

US Präsidentschaftswahlen 2016

Wisconsin

Noch überraschender als die Niederlage in Pennsylvania ist Wisconsin. Seit 1980 haben die Demokraten hier nicht mehr verloren. Und nun färbt sich die Karte auch hier republikanisch-rot.

 

US Präsidentschaftswahlen 2016

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  • Trump stiehlt Clinton geringverdienende Wähler

Traditionell wählen Amerikaner mit geringem Einkommen eher die Demokraten. Das war auch bei dieser Wahl so. Wer weniger als 30.000 Dollar im Jahr verdient, wählte mehrheitlich Clinton. Im Vergleich zur Wahl 2012 hat sie in dieser Einkommensklasse aber 10 Prozentpunkte verloren. Auch bei den Gehältern bis 50.000 Dollar verlor Clinton deutlich.

US Präsidentschaftswahlen 2016

US Präsidentschaftswahlen 2016

Erst bei einem Einkommen von mehr als 100.000 Dollar konnte sie etwas Boden gutmachen. Doch in dieser Gruppe gibt es natürlich weitaus weniger Wähler.

Weiße ohne College-Abschluss: 67 Prozent dieser Wähler haben der Nachwahlbefragung zufolge Trump ihre Stimme gegeben. Das sind 6 Prozentpunkte mehr als bei der Wahl 2012.

US Präsidentschaftswahlen 2016

US Präsidentschaftswahlen 2016

Clinton wollte als erste US-Präsidentin eigentlich für Fortschritt und Stabilität stehen. Das kauften ihr die Wähler aber nicht ab. Viele misstrauten ihr, sahen sie als Teil des verkrusteten Establishments. Etwas mehr als 60 Prozent der Trump-Wähler befürchten, dass das Leben der kommenden Generation schlechter verlaufen wird als das der jetzigen. Fast 80 Prozent der Trump-Wähler schätzen die derzeitige finanzielle Situation verglichen zu 2012 schlechter ein, für fast 70 Prozent ist die USA auf dem falschen Weg.

US Präsidentschaftswahlen 2016

US Präsidentschaftswahlen 2016

Exit Polls

In den Nachwahlbefragungen haben Meinungsforscher 24537 Wähler befragt. Wie bei allen Umfragen werden die Ergebnisse ungenauer, je kleiner die Gruppe ist, für die großen demographischen Gruppen (Ethnie, Einkommen) sind die Ergebnisse aber durchaus zuverlässig.

Fazit:

Bernie Sanders wäre für die Demokraten ganz sicher der bessere Kandidat gewesen. Er hatte die Massen bewegt und hinter ihm standen vor allem die abgehängten dieser Gesellschaft. Für einen  großen Teil der Sanders Wähler war Hillary Clinton aber schlichtweg unwählbar. Dieses Wahldebakel darf man somit zuallererst der demokratischen Partei und seinen Machenschaften während der Vorwahlkämpfe zuordnen. Jede andere Interpretation dient vor allem wohl dazu dem Partei-Establishment auch weiterhin die „Freßnäpfe“ zu erhalten.

The Greatest President America Never had!

US Präsidentschaftswahlen 2016 Bernie Sanders, the greatest President America never had!

US Präsidentschaftswahlen 2016 Bernie Sanders, the greatest President America never had!

Viel wird jetzt auch davon abhängen, wie die Demokraten jetzt mit diesem katastrophalen Wahlausgang umgehen werden.

Wer in den USA zukünftig Wählen gewinnen will, der braucht die Junge Generation und die wollen authentische Politiker, einen wie Bernie Sanders…er war „The one in a Million“ aber er ist für die zukünftige Wahlen ganz einfach zu alt.

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Veröffentlicht am 10. November 2016 in Deutschland heute Abend, Tagesthemen und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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