Norderney: Schon wieder Legionellen in der „Sigges-Bettenburg“. Hat der Eigentümer mit der Gesundheit seiner Gäste gespielt?


Achtung!

https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Legionellen-Infektion-im-Hotel-Ergebnis-am-Montag,legionellen144.html


 

Der „Zeckenanhänger“ hat ein Problem, seine „Zeckenburg“, die Georgshöhe ist dicht!

Schon wieder Legionellen in der „Sigges-Bettenburg“.
Scheinbar hat das Hotel Georgshöhe ein Hygieneproblem, dass zu einer Gesundheitsgefährdung für die Gäste geworden ist. Grundlage für die Schließung des Hotels war ein Erlass des Landkreises Aurich und nicht etwa der für seine Gäste verantwortliche Eigentümer bzw. der Geschäftsführer des Hotels, dass sollte einem zu denken geben! Anscheinend musste das Hotel von Amtswegen zur Schließung gezwungen werden. Hätte der Eigentümer ansonsten einfach so weiter gemacht und die Hotelgäste diesem offensichtlich bekannten Risiko weiterhin ausgesetzt?
Diese Vorfälle werfen viele Fragen über die Eignung der Hotelleitung auf. Denn das Hotel war bereits im vergangenen Herbst, genauer gesagt im Oktober/November, von Legionellen betroffen gewesen. Damals seien umfangreiche Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt worden.
Auch die Erklärung des Eigentümers – die Filter wären auf der Insel so schnell nicht zu beschaffen – deutet auf einen Konflikt zwischen den behördlichen Anordnungen und dem sturen Eigentümer hin. Diese Filter sind Problemlos von diversen Herstellern auch für Norderney zu beziehen und die notwendige Menge stellt für die Hersteller ebenfalls kein Problem dar. Diese Filter kommen z.B. regelmäßig in allen deutschen Krankenhäusern zum Einsatz. Ein zusätzlicher Bedarf von ca. 1.000 Stck./Monat dürfte logistisch für die diversen Hersteller und Händler kein Problem sein….
Hier z.B. könnte der Eigentümer problemlos seine Filter innerhalb von 2-4 Tagen erhalten:
http://shop.pall.de/Produkte/Wasserfilter/Wasserfilter-Duschen.html?MODsid=b732bff9aeebec053281478bd60f84b1

Aber das kostet natürlich Geld….

Legionellen im Hotel: Schon vier Fälle seit 2014

Der an Legionellen erkrankte Gast auf Norderney ist möglicherweise schon der fünfte Fall im Hotel „Georgshöhe“: Wie Aurichs Landrat Harm-Uwe Weber (SPD) gegenüber NDR 1 Niedersachsen bestätigte, wurden seit 2014 bereits viermal Legionellen nachgewiesen. Zu unterschiedlichen Zeiten seien vier Hotelgäste teilweise schwer erkrankt. Das Hotel habe drei Warmwasserspeicher mit den dazugehörigen Wasserkreisläufen, von den Legionellen sei immer derselbe Speicher und derselbe Wasserkreislauf betroffen gewesen. Der Landkreis sei jedes Mal eingeschaltet gewesen, so Weber. Der Hotelier sei angehalten worden, die Leitungen und Wasserthermen zu desinfizieren. Im aktuellen Verdachtsfall haben Experten des Gesundheitsamtes Aurich heute weitere Wasserproben gezogen, die in den kommenden Tagen beim Landesgesundheitsamt untersucht werden sollen. Mit Ergebnissen sei in etwa zehn Tagen zu rechnen, sagte der Sprecher des Landkreises Aurich, Rainer Müller-Gummels.

Da es schon früher eine Erkrankung gab, wurde eine Gefährdungsanalyse erstellt. Wenn deren Maßnahmen durchgeführt wurden und keine Wirkung hatten, ist der Ersteller haftbar. Hat der Hotelier die Maßnahmen ignoriert, ist mindestens von grober Fahrlässigkeit, wenn nicht von Vorsatz auszugehen. Schon wegen der Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen der Erkrankten kann das den Ruin des Hauses verursachen.
Der vom Gesundheitsamt geforderte Einbau von Bakterienfiltern stellt nicht mehr als eine notwendige, aber keinesfalls ausreichende Hygienemaßnahme dar.

Umfangreiche kostenintensive und langwierige Dekontaminationsmaßnahmen sind erforderlich und müssen folgen, daran besteht kein Zweifel. Ob der Eigentümer dazu im Stande und bereit ist, bleibt abzuwarten.

Legionellen können durch zerstäubtes Wasser eingeatmet werden, die Lungen von Menschen befallen und lebensbedrohliche Krankheiten auslösen.
Eine dieser Krankheiten wird als „Legionärskrankheit“ bezeichnet. Infektions-Quellen sind oft Klimaanlagen, Duschen, Whirlpools oder andere häufig in Wellnessbereichen übliche „Feuchtwarme-Bereiche“. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes nahmen am Wochenende erneut Proben.
Hier ein Kommentar eines von der Legionärskrankheit Betroffenen:

„Ich bin selbstständiger Gas- und Wasserinstallateurmeister. Und habe mir an einer Kundenanlage vor 6 Jahren eine Legionelleninfektion geholt , an der ich fast gestorben wäre. Obwohl ich mich in ein Krankenhaus begeben hatte. Damals war ich 44 Jahre alt. Und die Erkrankung hat einen viel schlimmeren Verlauf , als gemeinhin dargestellt. Das wünsche ich niemandem. Und mit einfach Heisswasserspülen ist es meist nicht getan.“

 

„Legionellen haben einen genetischen Code damit ist zu 100% feststellbar wo die Legionellen herstammen bzw. der Gast sich infiziert hat.
Mein Bedauern mit dem Hotelier hält sich in Grenzen: Schon bei den anderen Vorfällen hätte er selbst aktiv werden müssen und spülen oder aber die Anlage lückenlos überwachen. Spülungen sind auch nur Kosmetik die Ursache muss gefunden werden. Dies können tote Leitungsstränge oder zu geringe Temperatur im Warmwasserspeicher sein. Wenn die Ursache nicht klar ist, werden immer wieder Legionellen nachgewiesen werden und das wäre das Ende des Hotels.“

 

Wer die Infrastruktur des Hotels kennt, der weiß, dort wimmelt es nur so von risikobehafteten „Feuchtbiotopen“ die nur schwer hygienisch einwandfrei zu schützen und zu dekontaminieren sind.

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Veröffentlicht am 22. Februar 2016 in Deutschland heute Abend, FC Schalke 04, Gesundheitswesen, Tagesthemen und mit , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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