Spammen für den Bündnisfall! Das Netzwerk der Spam „Journalisten“


Aus aktuellem Anlass habe ich am 18.08.2014 den folgenden Abschnitt ergänzt:

Der ursprünglich am 19.04.2014 von mir veröffentlichte Artikel

Spammen für den Bündnisfall! Das Netzwerk der Spam „Journalisten“

hat den darin erwähnten Protagonisten
@DEmmerich, @Muschelschloss
wohl ganz und gar nicht gefallen. Der Blog „derblauweisse.wordpress.com“ und auch der Twitter Account @derblauweisse wurde Ziel einer regelrechten Hetzjagd, inspiriert durch das „Netzwerk der Spam Journalisten“.
Die Grenzen der zulässigen Kritik werden dabei mit verleumderischen Vorwürfen wie „Morddrohung, Antisemitismus oder Judenfeindlichkeit“ weit überschritten. Es scheint so, als ob es den Kriegspropagandisten, trotz massiver Medienpräsenz, nicht gelingt breite Massen der Bevölkerung zu vereinnahmen! Die folgenden Screenshots konnten wir als Nachweis rechtzeitig sichern. Ein Urteil überlasse ich jedem Leser selber!
Danke, auch an dieser Stelle, für die zahlreichen Unterstützer die den Autor mit ihrem Zuspruch motiviert haben, auch weiterhin unabhängig, unentgeltlich und privat seine Recherchen zu veröffentlichen!

Der Gipfel an Geschmacklosigkeit!

Jetzt werden sogar die Verbrechen an den Juden im 2. Weltkrieg von den USA instrumentalisiert.

U.S.-Außenminister John Kerry auf der Genfer Konferenz. Gefälschter Drohbriefs der Pro-Russischen Föderalisten in der Ukraine an “die Juden in Donezk”

U.S.-Außenminister John Kerry auf der Genfer Konferenz. Gefälschter Drohbriefs der Pro-Russischen Föderalisten in der Ukraine an “die Juden in Donezk”

Was für ein armseliges Spiel des U.S.-Außenminister John Kerry.
Auf der Genfer Konferenz versuchte er mithilfe eines gefälschten Drohbriefs der Pro-Russischen Föderalisten in der Ukraine an “die Juden in Donezk”, Stimmung gegen Russland zu machen.
Der Drohbrief enthielt die Aufforderung an die Donezker Juden sich registrieren zu lassen und die Besitztümer aufzulisten.
Verfasst hatte den Brief dem äußeren Anschein zufolge die von “pro-Russen” ausgerufene “Volksrepublik von Donezk” und ihr Sprecher Denis Pushilin – also ausgerechnet die ukrainischen Föderalisten, die sich gegen das rechtsradikale Kiewer Putsch-Regime stellen.
Der Brief, der am 14. April, “zufällig” zwei Tage vor dem Treffen in Genf in Donezk verteilt wurde, ist eine infame Fälschung. Das hat nach den Betroffenen unter den Föderalisten auch der leitende Rabbi in Donezk, Pinchas Vishedski, bestätigt. Rabbi Vishedski, in Bild1 mit einem der verteilten Propaganda-Briefe zu sehen, dazu wörtlich:

“Ich denke, es versucht jemand in diesem Konflikt die jüdische Gemeinde als Instrument zu benutzen”

Rabbi Vishedski, im Bild mit einem der verteilten Propaganda-Briefe.

Rabbi Vishedski, im Bild mit einem der verteilten Propaganda-Briefe.

Als sich die Fälscher gestern “rechtzeitig” zur Ukraine-Konferenz in Genf ein “Bild” machten, zeigte sich dieses sehr informativ. Drei maskierte Männer in Tarnuniformen hätten, so die „Spammen für den Bündnisfall“ Kampfpresse in Deutschland, die Propaganda-Schrift in der Nähe einer Synagoge verteilt – mit “Flaggen der russischen Föderation”.
Es ist ungeheuerlich, wie John Kerry versucht, dass der jüdischen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg, durch Faschisten zugefügte unermessliche Leid zu benutzen, um die seit Beginn des Terrorkrieges 2001 begonnene kriegerische Expansion des U.S.-Imperiums, auch zugunsten von Faschisten in der Ukraine, weiter am Laufen zu halten.

Wie die Desinformation abläuft. Die Quellen der Spampresse

Als Quellen dienen dabei offensichtlich Pseudo-Journalisten, die im Auftrag durchaus bekannter Medien direkt aus der jeweilige Krisenregion berichten. Beispiele für eine sehr fragwürdige Arbeit als Journalisten sind Kriszta Satori (laut Twitter Profil BBC Journalistin) mit ihrem Twitter-Account @fulelo.

@fulelo war während der Maidan Demonstration die „Quelle“ direkt vor Ort. Ihre besondere Rolle und Verlässlichkeit hat sie besonders dadurch unterstrichen, dass sie schon seit 15 Jahren in der Ukraine lebt.
Ihre Email Adresse deutet tatsächlich auf eine BBC Mitarbeiterin hin:
Krisztina Satori
Producer – The World Today
Mail: krisztina.satori@bbc.co.uk
http://www.bbc.co.uk/worldservice/programmes/worldtoday/
BBC Global News
x71511, external: +44 2075571511
Twitter: @fulelo

Wenn man allerdings nach einer Krisztina Satori googelt findet sich keine Mitarbeiterin der BBC. Auch eine Suche auf der BBC Homepage kennt keine Kriszta Satori. Allerdings zeigt die Suche nach „worldtoday“ immerhin ein Ergebnis: „…This programme is no longer on-air…“, die letzte Sendung gab es am 29.07.2012!

Aktuell ist die „Quelle“, Dirk Emmerich (laut Twitter Profil n-tv und RTL alias @DEmmerich), der wohl mit Lichtgeschwindigkeit immer an den vermeintlichen Brennpunkten vor Ort zu sein scheint.

Twitter Account der angeblichen BBC Journalistin Kriszta Satori alias @fulelo

Twitter Account der angeblichen BBC Journalistin Kriszta Satori alias @fulelo

Twitter-Account des angeblichen n-TV und RTL Journalisten. In Wahrheit ist er Angestellter bei infoNetwork ist mehr als eine Produktionsgesellschaft: mit der Agentur ContentFirst verkauft iN (infoNetwork) eigenproduzierte Videos und Formate weltweit.

Twitter-Account des angeblichen n-TV und RTL Journalisten. In Wahrheit ist er Angestellter bei infoNetwork. Zitat: „…infoNetwork ist mehr als eine Produktionsgesellschaft: mit der Agentur ContentFirst verkauft iN (infoNetwork) eigenproduzierte Videos und Formate weltweit.“

Der Angestellte der infoNetwork GmbH, Dirk Emmerich. Unter seinem Twitter Account @DEmmerich stellt er ein Sammelsurium an Material aus den Krisengebieten zur Verfügung. Neben seinen persönlichen Fotos, deren Auswahl alleine er bestimmt, greift er darüber hinaus auch auf Informationen anderer Twitter-Accounts zurück und indem er sie „Retweeted“ entsteht sehr schnell der Eindruck einer journalistischen Information. Die von ihm hinzugefügten Kommentare beschränken sich zwangsläufig auf 144 Zeichen und lassen natürlich wenig Differenzierung zu.

Die Verbreitung seiner Werke erfolgt dann zum einen durch seine unmittelbaren „Follower“ unter denen sich auch, ich nenne diese Accounts „Follower-Sammler“, befinden. Diese sind scheinbar nicht kommerzielle private Twitter-Accounts wie z.B. Gitta Wagner alias @Muschelschloss.

@Muschelschloss ein Beispiel für einen scheinbar privaten, nicht kommerziellen Twitter-Account.

@Muschelschloss ein Beispiel für einen scheinbar privaten, nicht kommerziellen Twitter-Account.

Dadurch wird jede Information aus dem Krisengebiet innerhalb von Sekunden öffentlich und erreicht schnell tausende Leser. Die Bedeutung dieser Quelle wird darüber hinaus auch noch gesteigert, wenn die eine oder andere Nachricht es tatsächlich in die Massenmedien schafft.

Was aber passiert mit falschen Informationen, die auf diesem Weg verbreitet werden?

  • Ein Beispiel: Auf Youtube wird am 15.04.2014 von einem „Maxim Rudnev“ ein Video eingestellt, dass angeblich den Abschuss eines Ukrainischen Hubschraubers zeigt.Um 17:54 am 15.04.2014 veröffentlichte @DEmmerich dieses Video mit dem falschen Hinweis „unbekannte Quelle“! Die Quelle ist für jeden, der sich diese Video anschaut erkennbar, ein „Maxim Rudnev“. Warum er diese Quelle als unbekannt verschweigt?
Video eines abgeschossenen Hubschraubers. 15.04.2014 @DEmmerich

Video eines abgeschossenen Hubschraubers. 15.04.2014 @DEmmerich

  • Nur wenige Minuten nach dieser Veröffentlichung gibt es Zahlreiche Reaktionen direkt an @DEmmerich gerichtet, die darauf hinweisen, dass es sich um ein altes Video handelt.

image

  • Der achso seriöse Journalist unternimmt aber erst einmal gar nichts. Erst als im unbestreitbar diese Desinformation nachgewiesen wurde, kommt es zu einer scheinbaren „Korrektur“.
Ein privater Twitter Nutzer liefert den Beweis für die Desinformation durch @DEmmerich.

Ein privater Twitter Nutzer liefert den Beweis für die Desinformation durch @DEmmerich.

  • Wer jetzt glaubt @DEmmerich löscht diese Desinformation der erwartet offensichtlich zuviel von einem seriösen Journalisten. @DEmmerich und ebenfalls @Muschelschloss erhalten zwar unmissverständliche Aufforderungen zum löschen dieser Meldung, beide entscheiden sich aber für einen äußerst fragwürdigen Schritt. Beide weisen in einem weiteren Tweet lediglich daraufhin, dass „…der vorangegangene Tweet ist ein Fake…“! Was soll man dazu sagen, für jeden User bleibt also die Falschinformation im Netz weiterhin lesbar und ist ohne weitere Recherche auch immer noch nicht als das was sie ist, eine DESINFORMATION, erkennbar!
Hubschrauber Tweet ist ein Fake, trotz Aufforderung diesen dann doch bitte zu löschen, verbleibt dieser weiterhin im Netz.

Hubschrauber Tweet ist ein Fake, trotz Aufforderung diesen dann doch bitte zu löschen, verbleibt dieser weiterhin im Netz.

Der Hinweis dass das Hubschrauber Video eine Falschmeldung ist. Aber auch hier wurde die Nachricht weiter im Netz belassen.

Der Hinweis, dass das Hubschrauber Video eine Falschmeldung ist. Aber auch hier wurde die Desinformation, also die Fake-Nachricht, weiter im Netz belassen.

Leider ist dieses Beispiel keine Ausnahme.

Der angebliche Drohbrief an die Donezka Juden fand seinen Weg exakt auf dem gleichen Weg wie zuvor beschrieben. Während die Hubschraubergeschichte sich nicht über das „Netz“ hinaus verbreitete, schaffte es die „Drohbriefstory“ nicht nur in die Printmedien:

Pressebericht
Der Standard/Österreich, 18. April 2014, 10:28
Antisemitische Flugzettel in Donezk lösen Angst und Empörung aus
sondern wurde sogar ungeprüft von John Kerry, dem U.S. Außenminister, in Genf gegen Russland verwendet!

Desinformation gehört sicherlich auf beiden Seiten zum „PR-Krieg“, allerdings werden Pro-Russische Nachrichten weitaus intensiver geprüft und daher oftmals gar nicht veröffentlicht, während Pro-Amerikanische Meldungen sehr viel häufiger, sogar ungeprüft auf ihre Wahrheit, den Weg in die Massenmedien finden.

Muschelschloss ☕ (@Muschelschloss) twitterte um 7:11am – 18 Apr 14:

#Ukraine #Donetsk – Judenfeindliche Pamphlete lösen Empörung aus derstandard.at/1397520967842/… pic.twitter.com/s5t8PCHM6y via interpretermag.com/russian-separa…
(https://twitter.com/Muschelschloss/status/457023501392572417)

  • Obwohl in der Quelle (veröffentlicht  am 15.04.2014 um 20:20) ganz ausdrücklich von einer zweifelhaften Echtheit ausgegangen wird, wird dieser Sachverhalt sowohl von @Muschelschloss als auch @DEmmerich bewußt unterschlagen. Auch diverse kritische Antworten haben zuerst keine Reaktion ausgelöst.
Um 07:11 am 18.04.2014 wurde der vermeintliche Drohbrief mit weiteren vermeintlichen Quellen, veröffentlicht.

Um 07:11 am 18.04.2014 wurde der vermeintliche Drohbrief mit weiteren vermeintlichen Quellen, veröffentlicht.

Bereits am 15.04.2014 wurde dieser Fakebrief veröffentlicht. Auf die zweifelhafte Echtheit wird ausdrücklich hingewiesen!

Bereits am 15.04.2014 wurde dieser Fakebrief veröffentlicht. Auf die zweifelhafte Echtheit wird hingewiesen!

Hinweise das dieser Drohbrief eine offensichtliche Fälschung ist werden bewußt ignoriert. Stattdessen wird ein weiterer Tweet mit gleichem Inhalt veröffentlicht.

Hinweise das dieser Drohbrief eine offensichtliche Fälschung ist werden bewußt ignoriert. Stattdessen wird ein weiterer Tweet mit gleichem Inhalt veröffentlicht.

 

 

Im Gegenteil, offensichtlich motiviert durch den explosiven Inhalt hat @Muschelschloss um 07:31 am 18.04.2014 einen weiteren Tweet veröffentlicht, zeitgleich wurde dieser auch von @DEmmerich verbreitet!

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Veröffentlicht am 19. April 2014 in Deutschland heute Abend, FC Schalke 04, Tagesthemen und mit , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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