Die Wahl ohne Wahl!?


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Eine gute Nacht Geschichte…
Muss jetzt aber doch noch sein, ich könnte sonst nicht ruhig schlafen.
Also unser Staat, wer ist das eigentlich, ok ich lass die Franzosen (für die Nicht Staatstheoretiker: franz. Revolution z.B. Voltaire etc.) da jetzt mal raus, also der Staat braucht Unterstützer soviel ist klar, denn sonnst gäbe es ihn ja gar nicht mehr. Okay, klar die Unterstützer sind dann zwangsläufig wir alle, mmmhh obwohl so alles kann ich da aber nicht unterstützen!?
Gut dafür haben wir ja schließlich WAHLEN, da kann ich dann ja schließlich wählen aber, aber was ist wenn nach der WAHL plötzlich alle Parteien ihren geringst möglichen, kleinsten, gemeinsamen Nenner entdecken?
Ganz einfach, das nennt man Real Politik, habe ich doch erst kürzlich vom PR Berater der SPD, Herrn Jörges, erfahren dürfen…, also ok, so ganz einfach ist die Demokratie ja dann doch nicht.
Jetzt wird es fast schon ein bisschen mathematisch, nun so ein wissenschaftlicher Ansatz macht sich doch immer gut, also nochmal von vorne:
1. Die Franzosen bleiben draußen!
2. Der Staat braucht Unterstützer.
3. Der Staat/Die Unterstützer sind wir, mmmhh, doch, doch auch wenn wir nicht immer so wollen, Schluss, Ende, Aus!
4. Weil wir in einem demokratischen Staat leben, ja ich weiß aber hier bleibt unsere Geschichte und die unserer Politiker einfach mal außen vor. Mal ehrlich man kanns auch nicht mehr hören, der war SS Standartenführer, der war Stasi Offizier und der war ein Wendehals…., wobei die gibt es ja gar nicht mehr und der Rest, … Es muss auch mal Schluss sein…
Nur mit den Linken, klar, da muss man noch genau hinschauen, da stimmt so einiges nicht….
So, jetzt aber weil wir eine Demokratie sind dürfen – evtl. demnächst müssen wir wählen!
So.
5. Ganz klar, wer wählt hat die WAHL!
6. Egal wie die WAHL ausgeht, das Ergebnis bleibt gleich, dafür sorgen die REALPOLITIKER, so!
Fast fertig…
Jetzt kommt aber der schwierigste Teil, gut aufpassen…
So, wenn jetzt also die WAHLalternativen zum WAHLergebnis werden, dann hatte ich ja gar keine WAHL, dann hätte ich ja auch die anderen wählen können, das Ergebnis wäre immer Große Koalition gewesen.
Der eine oder andere wird jetzt denken, ok das geringste Übel aber so ganz einfach ist die Sache dann doch nicht.
Ruhig noch mal etwas weiter oben nachschauen….

Fazit:
Wir hatten keine Wahl, auch wenn wir gewählt haben!
Aber jetzt wird es noch schlimmer… Man könnte auf den Gedanken kommen, Uups ich muss noch mal schlucken,…uns ist die Demokratie abhanden gekommen. Diese große Koalition bedeutet auch, es gibt keine handlungsfähige, parlamentarische Opposition.
Im allgemeinen bezeichnet man Staatsformen ohne Opposition nun mal als…. Ich will es gar nicht aus sprechen, ok sagen wir DDR, Sorry nach Dunkeldeutschland… Aber ihr kennt das doch! Genau so, hatte nur einen anderen Namen, Volkskammer oder so,oder etwa nicht?
An diesem Punkt könnte man anfangen zu weinen und nie wieder aufhören…, doch wir machen jetzt einfach weiter mit so kleinen Randerscheinungen, ok?
Ja genau, jetzt, spätestens in ein paar Wochen, hat das selbst der letzte Depp mit bekommen und was macht dann so ein Staat der befürchten muss, dass seine Unterstützer/Bürger ihm nicht mehr folgen könnten?
Genau, er verstärkt die Innere Sicherheit und verschafft sich möglichst viel Informationen über sein Bürger! Einst ist klar, das gegenseitige Vertrauen von Staat und Bürgern hat extrem gelitten.
Ja, stimmt der Herr Friedrich, ja stimmt auch die NSA-Affäre sind deutliche Anzeichen für diese Tendenzen.
Was folgt dann?
Nun ja, die ersten Vorschläge für Grundgesetzänderungen kursieren ja schon…

Und sonst?
Ganz einfach, der Staat muss seine Beamten, die Staatsmedien, einfach jeden, der ihn noch irgendwie unterstützt bei der Stange halten….
Also Steuern rauf und weiter mit den Geschenken an die Unterstützer!
Halt eigentlich habe ich das wichtigste Element der Unterstützung ja komplett vergessen, nein aber das würde zu weit führen.
Das Schaubild sagt eigentlich genug über die Linientreuen Medien aus! Wohlgemerkt nicht alle aber die etablierten Journalisten und Medien hängen schon sehr an den Trögen…..
Und dann gäbe es ja auch noch Uncle Sam und seine Nachkriegszeit Hinterlassenschaften….

Uwe Krüger vom Institut für praktische Journalismusforschung an der Uni Leipzig präsentierte in seinem Vortrag “Top-Journalisten und ihre Nähe zu Politik und Wirtschaft” die Ergebnisse seiner Netzwerkanalyse deutscher Journalisten. Dabei geht es darum herauszufinden, in welchen Gremien, Organisationen und / oder Unternehmen einflussreiche Journalisten vertreten sind. Leider sind die sehr spannenden Folien nicht online. 

Ein Beispiel aus einem Telepolis-Interview :

„Was genau haben Sie herausgefunden? Welche Journalisten verfügen über besonders gute Kontakte ins Elitenmilieu?

Uwe Krüger: Ich habe eine Art Landkarte von Organisationen und Veranstaltungen erstellt, in denen sowohl Eliten aus Politik und Wirtschaft als auch führende deutsche Journalisten involviert sind: darunter etwa das Weltwirtschaftsforum in Davos, die Münchner Sicherheitskonferenz, die Trilaterale Kommission und die Bilderberg-Meetings, aber auch die sogenannten Hintergrundkreise in Berlin, Kulturstiftungen oder Akademien. Insgesamt habe ich 82 solche Eliten-haltigen Organisationen erfasst, und es waren 64 Journalisten dort unterwegs – außerhalb ihrer direkten beruflichen Pflichten wie Recherchen oder Interviews. Am auffälligsten war der Befund, dass vier leitende Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der „Welt“ und der „Zeit“ stark in US- und Nato-affinen Strukturen eingebunden waren.“

Besonders interessant waren die Netzwerkstrukturen, in die Klaus-Dieter Frankenberger (FAZ), Stefan Kornelius (SZ) und Josef Joffe (ZEIT) eingebunden sind, darunter Organisationen wie die Deutsche Atlantische Gesellschaft,Atlantik-BrückeMünchner Sicherheitskonferenz oder M100 Sanssouci Colloquium.

Krügers Thesen: durch eine derartige Eingebundenheit können ein transatlantischer und neoliberaler Bias entstehen, eine Eliten-Sicht dominiert, andere Perspektiven werden vernachlässigt, es kommt zu Mainstream-Effekten aufgrund ähnlicher Netzwerke.

Ein Beispiel zur Illustration war die Berichterstattung in der Bild, in der der Artikel “‘Atlantik-Brücke’ verabschiedet Erklärung von Mumbai” bebildert wurde mit einem Gruppenfoto prominenter Unterzeichner (Roland Berger, der damalige EADS-Chef Thomas Enders), auf dem im Original auch Atlantik-Brücken-Mitglied und Bild-Chef Kai Diekmann zu sehen war – auf dem Foto, das in der Bild erschien, war er herausgeschnitten….

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Veröffentlicht am 25. November 2013 in Deutschland heute Abend, Tagesthemen und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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