Der „Steuermann“ des FC Bayern- Uli Hoeneß


Worum es geht? Das Politikum

Mindestens 21 Billionen Dollar sollen im „Schwarzen Loch der Weltwirtschaft“,  in Steuerverstecken gebunkert sein.

Die Summe entspreche dem Bruttoinlandsprodukt der USA und Japans – und zwar zusammengenommen. Nach Schätzungen könnten es sogar bis zu 32 Billionen Dollar sein. Selbst dabei handele sich noch um eine „konservative Zahl“, in der Häuser, Jachten oder andere Vermögenswerte noch gar nicht eingerechnet seien. Das gigantische Vermögen verteilt sich auf weniger als 10 Millionen Menschen.

Also 10 Millionen Einzelfälle?

Wie Reiche ihr Geld vor dem Fiskus verstecken

Interaktive Infografik zu Steuerspartricks

Versteck Dein Geld-Stash your Cash: Eine interaktive Infografik des Internationalen Konsortiums für investigative Journalisten erklärt eindrucksvoll, mit welchen Tricks die Reichen dieser Welt Steuern sparen. In nur 6 Schritten in die Welt der Geldwäscher, Drogenhändler und jetzt auch Fußballfunktionäre…Es ist so einfach, man glaubt es kaum!

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U.Hoeneß das Politikum – Die Selbstanzeige?

Die Hoffnung – „Kuscheliges Steuerabkommen“ mit der Schweiz

Bereits im September/Oktober 2012 wurden deutsche Kunden von Schweizer Banken informiert. In den Briefen wurden sie aufgefordert, sich zur Nachversteuerung und zur künftigen Besteuerung zu erklären. Dabei konnte der deutsche Bankkunde zwischen 2 Varianten wählen.
  1. Eine freiwillige Meldung.
  2. Eine pauschale Einmalzahlung. Bemessungsgrundlage sind nicht die Kapitalerträge, sondern die Depotbestände und Kontenguthaben zum Jahresende, ähnlich wie bei einer Vermögenssteuer.

Und wenn ich das Schreiben der Schweizer Bank einfach ignoriere? Wird das Formular „Ermächtigung Vergangenheitsbesteuerung“ nicht bei der Bank eingereicht und somit kein Antrag zur freiwilligen Meldung bezüglich der Vergangenheitsbesteuerung abgegeben, wird die Bank die Einmalzahlung automatisch und anonym über die schweizerische Behörde an die deutsche Behörde weiterleiten.

Das Steuerabkommen scheiterte Mitte Dezember 2012 im deutschen Bundesrat!

Mitte Dezember war das fertig ausgehandelte Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz am Widerstand von SPD und Grünen im Bundesrat gescheitert. Das Abkommen hatte für deutsches Schwarzgeld eine pauschale, anonyme und abgeltende Nachversteuerung mit Sätzen zwischen 21 und 41 Prozent vorgesehen. Künftige Erträge sollten wie in Deutschland belastet werden. Gründe dafür gab es viele, eine Bemerkenswerte Stellungnahme lieferte Sebastian Fiedler vom Bund Deutscher Kriminalbeamter e. V., Sebastian Fiedler.

Das Abgeltungssteuer-Modell war von Schweizer Bankern entworfen worden, um das Bankgeheimnis zu retten und gleichzeitig den Heimatländern der Bankkunden Steuergelder zukommen zu lassen. Doch hat die Begeisterung der Banken für das Modell, zuletzt deutlich nachgelassen. Beurteilten 2010 noch drei Viertel der Banken die Abgeltungssteuer als positiv, sind es inzwischen nicht einmal mehr die Hälfte. Vielen Geldhäuser seien zu der Einschätzung gelangt, dass sie sich mehr mit Steuereintreiben als mit Bankgeschäften hätten beschäftigen müssen.

Schweizer Banken begrüßen das Scheitern des Steuerabkommens mit Deutschland. Quelle: dpa

Schweizer Banken gehen gegen „Deutsches Schwarzgeld“ vor!

Nach dem gescheiterten Steuerabkommen gehen Schweizer Banken gegen „Deutsches Schwarzgeld“ vor. Die Schweizer Banken verlangen von ihren Deutschen Kunden Beweise, dass diese ihre Konten tatsächlich dem Fiskus gemeldet haben. Das gelte auch für Geldanlagen, die seit Jahrzehnten bestehen.

Schweizer Banken stellen deutschen Steuersündern ein Ultimatum Wer bis Ende 2013 keinen Steuerbeleg vorweist oder seine unversteuerten Gelder nicht anzeigt, fliegt raus.
Quelle: Tages-Anzeiger (Schweiz)

Die Hoffnung ungeschoren davon zu kommen hat sich damit erledigt!

Am Samstag, den 12.01.2013 reichte U. Hoeneß nach eigenen Angaben seine Selbstanzeige ein. Zeitgleich, am Mittwoch, den 16.01.2013 berichtete der Stern in einem Artikel

Geheimes Fußballkonto in der Schweiz Spitzenvertreter der Bundesliga bunkerte halbe Milliarde.

Ein Spitzenvertreter der deutschen Fußball-Bundesliga soll ein Vermögen in dreistelliger Millionenhöhe auf einem Schweizer Nummernkonto versteckt haben. Das Konto wurde nach Informationen des Stern bei der Privatbank Vontobel geführt.

Stephanie zu Guttenberg überreicht Uli Hoeneß ...

Stephanie zu Guttenberg überreicht Uli Hoeneß den BAMBI in der Kategorie „Wirtschaft“ (Photo credit: BAMBI 2010)

Vontobel-Klientel erstmals im Visier der Fahnder

Danach beziehen sich die vorliegenden Angaben auf die Jahre 2000 bis 2009. In dieser Zeit sollen längerfristig Wertpapiere und Barvermögen in Höhe von 600 Millionen Schweizer Franken gebunkert gewesen sein. In der Spitze sollen Konto und Depot um die 800 Millionen Franken schwer gewesen sein. Das waren selbst zu dem damals noch schwächeren Frankenkurs umgerechnet rund eine halbe Milliarde Euro. Nach heutigem Kurs entspricht diese Summe bis zu 650 Millionen Euro. Bei der Vontobel wurden die Millionen den Angaben zufolge ab 2008 sukzessive abgezogen, die hiesigen Steuerbehörden begannen 2008, mit gekauften Bankdaten-CDs Jagd auf Steuerhinterzieher zu machen.

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Veröffentlicht am 28. April 2013 in Deutschland heute Abend, FC Schalke 04, Finanzen, Sport Allgemein, Tagesthemen und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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