Die Fan Organisation des FC Schalke 04


Hallo Schalker,

An dieser Stelle möchte ich auf den Jahresrückblick von Rolf Rojek (SFCV) eingehen, der es offensichtlich immer noch nicht geschafft hat sich mit der neuen Fanabteilung zu arrangieren.

Supporters club chairman Rolf Rojek and manager Felix Magath arrived dead on time. Photo: annecky

Er, der heute zwar nicht mehr als 1. Vorsitzender des Schalker Fan Club Dachverbandes (SFCV), tätig ist, bemüht sich nach wie vor diese Fanabteilung als Fanvertretung in Frage zu stellen.
Sollte er ein wirkliches Interesse an der Einheit der Schalker Fans haben, so könnte er sich ohne weiteres an dessen Spitze stellen lassen.
Warum er des nicht macht?
Keine Ahnung, man könnte allerdings vermuten, dass er zu sehr an seinem Aufsichtsrat-Posten, den er dann als Angestellter des Vereins aufgeben müsste, hängt.

Zweiter Teil des Interviews zur Neuausrichtung der Fanbetreuung Quelle: http://www.sfcv.de/news.html

Meine Sicht der Situation habe ich zwar schon mehrfach dargestellt aber zum Verständnis der Zusammenhänge wiederhole ich mich hier gerne auch noch einmal.

Die Geschichte Schalkes, als Kumpel und Malocher Club, war immer auch geprägt von einer Mitgliedschaft, das hat Tradition!
An dieser Stelle gibt es einige Fragen zu klären.
Das ist wohl ein wenig so wie die Frage “Was war zuerst da, das Huhn oder das Ei?”
Wobei wir uns alle einig sind, dass es ohne den S04 weder Mitglieder noch Fans oder Fanorganisationen gäbe!
Deshalb kann man zu Recht behaupten die Keimzelle ist und bleibt der Verein.
Aus diesem Grund hat P. Peters jawohl auch diese Diskussion zu Recht angestoßen. Ein Fan der Mitglied beim S04 ist, ist damit automatisch organisiert, denn er gehört eben dieser Organisationsstruktur an. Er hat sich mit seinem Beitritt zur Anerkennung gewisser Regeln (Satzung) verpflichtet.

Ein Fan ohne Mitgliedsstatus egal ob im S04, beim SFCV oder in anderen Fanorganisationen ist ein Zuschauer, ein Konsument, ein Kunde. Die Begriffe spielen letztendlich keine Rolle, es geht dabei lediglich um die Tatsache, dass man diesen Typus Fan eigentlich aktiv nirgends wahrnimmt.
Ein Fan der kein Mitglied des S04 ist aber einer Fanorganisation angehört ist außerhalb des Vereins aktiv, dass drückt er ja mit seiner Mitgliedschaft in einer Fanorganisation aus.
Seine Interessen werden also im Wesentlichen durch seine Fanorganisation vertreten.
Auf einen Einfluss im Verein verzichtet dieser Fan vielleicht sogar bewusst.
Bei berechtigtem Interesse etwas im Verein zu verändern, kann dieser Fan ganz einfach Mitglied im Verein werden. Einen anderen Weg der Einflussnahme macht unsere Vereinsmitglieder dann tatsächlich zu „Fancardinhabern“ und missachtet die Souveränität der Mitglieder.
Warum bekennt er sich nicht zu seinem S04 durch eine Mitgliedschaft?

Verantworten die neue S04-Fanabteilung: Patrick Arnold (links) und Frank Arndt. Copyright: Karsten Rabas

„Wir wachsen zusammen“, lautete das Motto auf der Jahreshauptversammlung der Königsblauen im vergangenen Jahr 2011. Eine Aussage, die der Verein nach und nach in die Tat umsetzt. Am 1. Juli 2012 beginnt eine neue Ära der Fanbetreuung, wenn der Schalker Fan-Club Verband und der FC Schalke 04 nach 33 Jahren erstmals eine gemeinsame Fanabteilung gründen. Für die zahlreichen Anhänger sollen dadurch nur Vorteile entstehen.

Noch im März 2012 wurde die neue Fanabteilung als „Neue Dimension“ in der Fanbetreuung angekündigt, doch was ist daraus geworden?

Hier zumindest ist immer noch nichts von der neuen Dimension der Fanbetreuung zu sehen! Wo liegen die Probleme? Quelle: Homepage des FC Schalke 04

Ein Fan, der sowohl Mitglied beim S04 als auch in einer Fanorganisation ist, ist sicher der „aktivste“ und vielleicht auch interessierter als andere. Diese Fanorganisationen haben deshalb ja auch ihre Berechtigung. Der entscheidende Punkt ist für mich aber, dass alle Fanorganisationen niemals einen Selbstzweck verfolgen dürfen! Die Keimzelle ist und muss es auch bleiben, unser S04!

Veränderungs-/Verbesserungswünsche, müssen sich an den Grundsätzen des S04 orientieren.
Deshalb ist für mich eine geeignete Koordinierungsstelle bereits vorhanden und sogar von der DFL vorgeschrieben!
Die dafür installierte Stabsstelle im Verein ist der Fanbeauftragte, der meiner Meinung nach personell besser ausgestattet sein müsste. Warum sich nicht dort auch die Ehrenamtlichen Helfer des z.B. SFCV einbringen, ich weiß darauf keine Antwort.
Bei entsprechender personeller Ausstattung könnte ich mir dort auch die Organisation der Mitgliederbetreuung des S04 vorstellen.

Wenn, insbesondere die Forderung nach einer unabhängigen Fanvertretung gestellt wird, dann frage ich mich was sind denn die Fanclubs und deren Dachorganisation, der SFCV dann eigentlich?
Ich habe genau diese bisher immer als Fanvertretung erlebt und wahrgenommen.
Noch dazu existiert gerade dort eine sehr gut ausgeprägte Nähe zum Verein, die Besetzung der jeweiligen Aufsichtsräte schafft bereits gerade diese Kontrollfunktion.
Der Fanbeauftragte ist doch bisher tatsächlich genau die Position, die als Koordinator dieser Interessengruppen (Verein und Fanorganisationen) bestens geeignet ist. Hier geht es genau um die Koordination der sehr verschiedenen Interessen ganz unterschiedlicher Fanorganisationen. Deshalb ist es auch niemals angebracht den Eindruck zu erwecken, es gibt nur ein einheitliches Faninteresse!
Die Interessen der Ultras sind stehen z.B. in vielen Punkten sogar konträr zu den Interessen anderer Organisationen. Hier gibt es sehr große Unterschiede, die letztendlich alle Ihre berechtigten Anliegen an den Verein haben. Diese gilt es eben an geeigneter Stelle zu koordinieren, genau dazu gibt es den Fanbeauftragten!
Eine Interessenvertretung ohne Einfluss des Vereins macht doch nun wirklich am wenigsten Sinn! Soll die Interessenvertretung also im Verein wirken, ohne dass der Verein selber dort Einfluss nehmen darf?
Nein, der Einfluss auf die Entwicklung des Vereins ist und das ist auch gut so, den Vereinsmitgliedern vorbehalten!

Jahreshauptversammlung 19.06. 2011

Eine Interessenvertretung der Fans muss und soll unabhängig sein!
Aber warum ist das beim SFCV nicht der Fall, aus diesem Grund bin ich dort ja auch Mitglied!
Hier ist doch diese Interessenvertretung sehr gut aufgehoben, oder etwa nicht?

Der Fanbeauftragte ist dabei doch lediglich der Koordinator dieser Faninteressen im Verein. Der Verein muss doch gemäß den DFL-Statuten genau diese Funktion im Verein etablieren. Ich sehe da überhaupt keinen zusätzlichen Handlungsbedarf. Veränderungen, die sich auf den Verein S04 beziehen können eben nur dessen Mitglieder beeinflussen und dazu hat es auf der JHV keinen einzigen Antrag eben dieser Fangruppen gegeben.

Jeder, dem diese Vereinskonstellation missfällt, kann ja dem Verein beitreten und seine Vorschläge entweder den Vereinsgremien oder sogar auf der JHV machen. Auf der JHV habe ich dazu keinen einzigen Antrag erlebt.
Wer allerdings gerade die Vereinsmitglieder mit solchen oder ähnlichen Aussagen derart diskreditiert wird dem Thema nicht gerecht:

“Die Mitgliedschaft ist letztendlich nicht mehr als eine Fancard, die zum Kauf von Eintrittskarten berechtigt…”
Ich fühle mich nicht als Fancardinhaber, ich nehme aktiv am Vereinsleben teil, diese Degradierung zum Fan 2.Klasse sollte es in beide Richtungen nicht geben, auch das hat Tradition.

Warum ich glaube das im Zusammenhang mit dem Thema „Tradition“, auch dieser Aspekte eine Rolle spielt?
Ganz einfach, weil es zu einem wesentlichen Wert unserer Fankultur gehören muss, dass es vorrangig immer um die Interessen unseres S04 geht!

Dazu gehört für mich eben auch das Prinzip „Eine-Mitgliedschaft“ !
Die Geschichte Schalkes, als Kumpel und Malocher Club, war immer auch geprägt von einer Mitgliedschaft, das hat Tradition!
Josef Ferse, Wilhelm „Willy“ Gies, Johann Kessel, Viktor Kroguhl, Heinrich Kullmann, Adolf Oetzelmann, Josef Seimetz und Willy van den Berg gründeten dazu am 4. Mai 1904 einen losen Verein, dem sie den Namen „Westfalia Schalke“ gaben. „Es ist die Stunde, da die Schalke-Geschichte beginnt“!
Ein Verein und damit eine Mitgliedschaft war wohl schon den Gründern wichtig, sonst hätten sie den Verein wohl nie gegründet.
1909 wurde mit der Eintragung ins Vereinsregister der Stadt Gelsenkirchen aus den Freizeitkickern offiziell ein Verein; Vorsitzender wurde – da Willy Gies.
Am 5. Januar 1924 spaltete sich auf einer Vereinssitzung beim Vereinswirt Oeldemann die Turn- von der Fußballabteilung des Vereins ab. Die Fußballer wählten als neuen Namen Fußballklub Schalke 04 e.V. und die Vereinsfarben Blau und Weiß. Hans J. König schrieb das Vereinslied „Blau und Weiß, wie lieb’ ich dich “.
Gerade diese Tradition verpflichtet uns dazu uns zurück zu besinnen, wir waren und sollten es auch immer bleiben

FC SCHALKE 04 e.V.-EIN VEREIN-EINE MITGLIEDSCHAFT-EIN LEITBILD
Glückauf

@Rolf Rojek, Solltest Du ein wirkliches Interesse an der Einheit der Schalker Fans haben, so könntest Du Dich ohne weiteres an die Spitze unserer Fanabteilung stellen lassen.
Warum gehst Du diesen Schritt nicht?
Keine Ahnung, man könnte allerdings vermuten, dass Du zu sehr an Deinem Aufsichtsrat-Posten, den Du dann als Angestellter des Vereins aufgeben müsstest, hängst.

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Veröffentlicht am 2. Januar 2013 in Deutschland heute Abend, FC Schalke 04, Tagesthemen und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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