Wer eine Glatze zum Freund hat, darf nicht rudern?


Reblogged from uhupardo

Nadja Drygalla
Quelle: uhupardo

Das politische Spektrum reicht von Links bis Rechts, ob es einem gefällt oder nicht!
In einer Demokratie gehört das gesamte Spektrum politischer Gesinnungen nun einmal dazu! Egal ob es die eigene politische Position darstellt oder nicht. Aber gerade diese Reaktion der Medien zeigt mal wieder mit welch vorauseilendem Gehorsam hier gearbeitet wird. Gerade zu einer Zeit, in der ein kritischer Journalismus gefragt ist, entlarven sich viele sogenannte Journalisten als oberflächlich recherchierende PR-Agenten. Ich kann mich gar nicht mehr soviel Aufregen, wie es Anlässe dazu gibt!

Was ist denn los in Deutschland? – Da wird eine Sportlerin vom Verband dazu gedrängt, die Olympischen Spiele zu verlassen, weil sie einen rechtsradikalen Freund hat und nirgendwo ist eine Diskussion in Sicht? Alle finden das völlig in Ordnung? In einem Land, in dem über Jahrzehnte SS-Anhänger in höchste Staatspositionen gelangten, geht das ohne breiteren Diskurs einfach so durch? Nicht der rechtsradikale Lover ist der Skandal – die Diskriminierung von Nadja Drygalla ist es!

Das geht so einfach nicht! Seit wann darf man denn eine Sportlerin in Sippenhaft nehmen für das, was ihr Freund denkt? Hier wird der bestraft, der keine Straftat begangen hat. Aus meiner Sicht ist die blonde Ruderin genug bestraft damit, offensichtlich seit Jahren einen NPD-Kandidaten zu lieben. Doch das ist ihr Problem. Sie selbst hat sich nie in fremdenfeindlicher Weise geäussert, ist nie durch rechtsradikale Positionen aufgefallen. Jetzt wird sie aus dem olympischen Dorf gedrängt, weil ihre Freund einer zwar komplett unerträglichen, aber legalen Partei angehört?

Der wirkliche Skandal ist aber, dass so ein Vorgehen gar keine öffentliche Diskussion auslöst. Allüberall ist zwar über den Vorgang zu lesen, doch niemand scheint sich berufen zu fühlen, eine Debatte anzustossen, ob das denn in Ordnung ist. Statt dessen wird überall darüber palavert, wer das schon und seit wann gewusst haben müsste und nicht gehandelt hat. Alle scheinen es sehr peinlich zu finden, dass eine deutsche Sportlerin “mit rechtsradikalen Kreisen” zu tun habe. Wussten die auch, dass der Glatzen-Freund früher selbst Leistungssportler war und 2006 bei der Ruder-WM der Junioren im Achter startete?

Und vor allem: Kann man bitte – und möglichst ausführlich – darüber reden, ob und wie sehr man bestraft werden kann, weil man Andersdenkende liebt oder mit ihnen verwandt ist?

Hier geht es zum original Artikel:Uhupardo

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Veröffentlicht am 7. August 2012 in Deutschland heute Abend, Gesundheitswesen, Tagesthemen und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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